Sonntag, Juli 31, 2011

Die Brennenden Buchstaben auf der Büchermeile in Düsseldorf...

Französisch?
Atompunk?
Was an diesem Sommer nicht stimmt...
Die typische Körperhaltung von Bücherflohmarktbesuchern.
Musik zum abgewöhnen...
Klassiker.
Science Fiction
Steampunk.
Ich hasse Mick Jagger...

Samstag, Juli 30, 2011

Mein Vorschlag: Karneval in die Tonne...

...und stattdessen Giants Royal de Luxe. Steampunk Riesen Theater!

ROYAL DE LUXE / EL XOLO from FKY on Vimeo.

The man without a Facebook...

Kleine Parodie auf "The Man without a Face". Also, wer es jetzt immer noch nicht kapiert hat: Es gibt Leute, die haben kein Facebook, also sozusagen Eremiten des World Wide Web Zeitalters. Und eines Tages trifft so ein Sonderling einen Jungen, der...ach Mensch, ich muss hier doch nicht jeden Witz erlären.

40 ziemlich originelle 404er...

 Kann man sich alle dort ansehen. Ich liebe den Jedi-404er...

Freitag, Juli 29, 2011

Gigantisches Retro-Weltraum-Flickr-Set...

Da lacht das Herz des Weltraum Fans. Viele Bilder aus den 50er und 60er Jahren. Die Space Enthusiasten von damals wären überrascht, wo die bemannte Raumfahrt heute angekommen ist: Sie ist zuhause wohnen geblieben...

Die nächste Science Fiction Lesung im Kafe Kruemelkram: Harald Giersche, Christian Günther (and me) lesen aus "Space Rocks" und "Prototypen"...























Michael Iwoleit hat die Reihe von Science Fiction Lesungen im Kruemelkram vor zwei Wochen mit seinem genialen Auftritt eingeleitet. Weiter geht`s am Samstag, den 6. August um 20 Uhr mit Harald Giersche. Der hat die beiden Storykollektionen "Space Rocks" und "Prototypen" im Gepäck und stellt die und den Begedia Verlag vor. Christian Günther und ich werden außerdem live unseres Stories aus der Sammlung vorlesen. Zu sehen ist das ganze im Kafe Kruemelkram in SecondLife oder außerhalb von SecondLife per Stream. Die URL gebe ich wie schon bei Michael Iwoleit in den nächsten Tagen bekannt (Das ist das spät tue, hat damit zu tun, dass ich den Server immer nur kurzzeitig miete) Ich werde die Stream  URL diesmal aber schon Anfang der Woche bekannt geben.  
Richtig Spaß macht es natürlich, wenn ihr direkt im Kafe Kreuemlkram dabei seid. Dort habt ihr dann unmittelbar die Gelegenheit mit Herausgeber und Autoren zu sprechen. SL kostet übrigens nix, falls das jemand befürchtet.

Galaxy Travellers...














Sehr stark. Mehr davon beim Fenrir...

Ich als meine eigene Stormtrooper Action Figur...

...das wär schon was. Die Clone Factory machts möglich. Man lässt sich scannen und ein 3D-Printer erzeugt ein originalgetreues Abbild des Kunden.Und schon hat man seine Action Figur. Mehr dazu dort...

Donnerstag, Juli 28, 2011

Äh ...ja...äh...gedankenkontrollierte Musik...

Also irgendwie...ne, spricht mich nicht an, diese gedankenkontrollierte Musik. Verstört mich eher. Aber ich habe zwei Fragen.
Erstens: Was um Himmels Willen, denkt der Kerl, dass sich seine Gedanken so anhören.
Zweitens: Wie lange hat der Typ mit dem Megaphon ihm vorher schon zugehört?

Zur ersten Frage habe ich mögliche Antworten: Er denkt an seinen Wäschetrockner. Oder er geht im Kopf schon mal die Steuerrklärung fürs nächste Jahr durch. Oder er denkt an die Gruppe Kraftwerk und warum er damals nicht mehr zu den Klavierstunden ging, dann könnte er heute auch Keyboard spielen. 
Zur zweiten Frage vermute ich: Viele, viele Stunden.


Erinnerungen an den Sommer 1983...

Meine Musiksammlung kann man durchaus als gewöhnungsbedürftig bezeichnen. Eine wilde Mischung aus Audioslave, Foo Fighters, Nine Inch Nails, Fever Ray, Rammstein und viel viel Elektronik, darunter Chemical Brothers und Crystal Method.  Meistens lasse ich die alphabetische Titelliste laufen, so dass die aufeinanderfolgenden Songs sehr unterschiedlich sind. Heute mitten im strömendem Regen auf dem Weg Richtung Bochum habe ich entgegen meiner Gewohnheit mal Miles Davis „Blue in Green“auf mich wirken lassen. Nein, ich bin kein Miles Davis Kenner, aber ich mag seine ruhigen, meditativen Songs. Beim Autofahren höre ich ihn aber sehr selten. Nur eben heute. Aber eigentlich geht es jetzt nicht um Miles Davis, sondern um den Song danach. Der nächste im Alphabet auf meiner Liste:
„Blue Monday“ von New Order.
Für mich bis heute ein genialer und innovativer Song und mein persönlicher Soundtrack des Sommers 1983. Ja, sobald "Blue Monday" heute, an diesem regnerischen Sommertag 2011 läuft, überkommt mich ein überwältigendes Deja Vu. Der Sommer 1983 ist wieder da. 
Nicht dass in diesem Sommer viel passiert wäre. Aber trotzdem war es ein besonderer Sommer, an den ich gern und oft zurückdenke. Ich erinnere ihn als sonnigen Sommer. Und tatsächlich habe ich gerade herausgefunden, dass der Sommer 1983 der wohl heißeste Sommer in Europa im letzten Jahrhundert war. Unglaublich. Das war sogar ein anderes Jahrhundert. Aber eigentlich nicht so verwunderlich 28 Jahre sind seit dem vergangen.
Im Sommer 1983 habe ich mich vor allem für eine Sache interessiert. Nein, falsch lieber Leser, nicht die Sache an du die jetzt denkst, obwohl mein Interesse an den Mädels zu diesem Zeitpunkt hätte vorrangig sein sollen. Stattdessen war ich aber von einem ganz anderen Thema besessen:
Sterne.
 Ja, 1983 war ich ein begeisterter Sterngucker und in Kürze würde ich mich auch für Computer begeistern, aber das wusste ich damals noch nicht. Ich glaube den ersten Computer hatte  ich Ende 83 oder Anfang 84. Ein VC 20 übrigens, dem wenig später ein C 64 folgte.  
Im Sommer 1983 zeltete ich möglichst oft mit meinen beiden Freunden Holger und Gerhard. Wir verbrachten die halbe Nacht damit uns Sternbilder, Nebel und Planeten durch unsere Ferngläser und Teleskope zu betrachten und auf Luftmatratzen liegend, den Blick gen Himmel gerichtet, über das Universum und unsere Zukunft darin zu  philosophieren.
Und dabei dudelten wir „Blue Monday“ von Kassette rauf und runter. Damals wurde übrigens noch nicht soviel über illegale Kopien genölt wie heute.
Wir haben damals sogar Beobachtungstagebücher geführt, in denen wir säuberlich Wetterlage und Beobachtungsobjekte vermerkten, das alles so gewissenhaft, dass es ein Wunder ist, dass keiner von uns in irgendeiner Amtsstube gelandet ist. Ich glaube, vor einigen Jahren habe ich mein Protokollbuch weggeworfen. Eigentlich eine Schande.  
Wir wären übrigens im Leben nicht auf die Idee gekommen, mit unseren Teleskopen irgendwo anders hin zu schauen, als wirklich nur in den Weltraum, so harmlos waren wir damals. Das lag aber wohl auch daran, dass wir jeweils nur entweder in den Gärten unserer Eltern zelten durften. An Exkursionen in die Wildnis war damals gar nicht zu denken.
Von uns dreien war ich übrigens der einzige, der stur genug war, tatsächlich Schritte in Richtung echte Weltraumforschung zu unternehmen. Ich habe allerdings gegen Ende meines Studiums endgültig Abstand davon genommen, wirklich Astronom zu werden. Aber die Nächte unter den Sternen haben sicherlich dazu beigetragen, dass ich meinen Weg eingeschlagen habe. 
Ich konnte damals natürlich auch noch nicht ahnen, dass jemand etwa 6 Jahre später das World Wide Web erfinden und ich Ende der 90er eine gewisse Besessenheit in dieser Richtung entwickeln würde.
Ja, eindeutig. Ich war hochgradig nerdig. Auch ohne Computer. Ich war der typische pickelige dickliche Nerd mit Brille ohne Freundin aber großer Science Fiction Sammlung. Und ich dudelte New Orders „Blue Monday“.
Aber worum es mir eigentlich geht, ist folgendes: 
Lieber Sommer 2011. Könntest du dir bitte ein Beispiel an deinem Ahnen Sommer 83 nehmen und endlich mal blauen Himmel zeigen. Sonst werde ich hier für die nächsten Wochen weiter nostalgische Texte schreiben und das kann ich den Lesern dieses Blogs auf Dauer nicht zumuten. 

Steampunk meets Kunst...

Das hat was. Ein Floß der amerikanischen Künstlerin Swoon, gedacht als Hommage an die Stadt aus deren Müll es entstanden ist. Swoon beschäftigt sich mit Streetart und etwickelt jetzt in Haiti Konzepte für  Notfallunterkünfte, die nach Naturkatstrophen mit einfachen Mitteln gebaut werden können. Kann man sich im  im Architizer ansehen...

Wo wir gerade bei schrägen Sounds sind...

Erinnert sich noch jemand an die Zeiten, in denen man sich mit einem Modem einwählen musste? Mein erster "Provider" war die Ruhr-Uni-Bochum. Zu irgendwas sinnvollem musste das Ding ja zu gebrauchen sein. Internet eben. Das war kein schönes Geräusch, was so ein Modem spät in der Nacht produzierte. Son bißchen klingen die Dinger, als würden sie nicht mit dem Provider, sondern mit irgendwas in der Saturn-Atmosphäre telefonieren.
Der eine oder andere wird sich daran erinnern, dass Justin Bieber zu großartigem Ambient wird, wenn man ihn um 800% verlangsamt. Macht man dasselbe um 700% bei einem alten Dial Up-Modem, dann kommt dabei etwas raus, das klingt eine Mischung aus einem Atari Teenage Riot-Konzert und dem Angriff der Marsianer im neuen "Krieg der Welten".
Nur soviel: Wenn ihr heute nicht ganz so guter Stimmung seid, hört euch das lieber nicht an.

Ein großartiges Steampunk Diorama...

...in Lego. Kann man sich dort ansehen...

Und noch eine gute Nachricht zur Nacht: Die FDP ist auf historischer Talfahrt...

...also auf dem Weg nach unten. Und da sollte sie auch bleiben. Mehr dazu dort...

Mittwoch, Juli 27, 2011

Poltergeist - auch nach fast 30 Jahren immer noch ein Meisterwerk...

Läuft heute Abend mal wieder und funktioniert für mich immer noch. Ich erinnere mich, dass ich damals den Roman gelesen habe. Viermal. Bevor ich den Film jemals gesehen hatte. Ein echter Klassiker. Und er bestätigt eine alte Faustregel: Vergiss die Fortsetzungen!

Kaydara - Ein 55 Minuten langer Matrix Fanfilm aus Frankreich...

...der hierzulande immerhin schon in der 3SAT Kulturzeit erwähnt wurde.Für mich hat er sich vorhin nicht geöffnet, ich bette ihn aber trotzdem mal ein.


KAYDARA official film von Kaydara-film

"Eigentlich bin ich satt..." - Hinter den Kulissen...äh dem Keyboard...

Über die Lesung hatte ich ja schon gestern geschrieben. Dass es Spaß gemacht hat, ist mir wohl auch anzusehen. Ich habe relativ spontan mit dem IPhone mitgeschnitten, und dabei nicht daran gedacht, das Ding quer zu legen. Auch egal. So siehst`s jedenfalls bei einer SL Lesung hinter der Bühne aus. Und links ist immer Sprudel und Kaffee in Greifweite.


Tom Ryaboi steht auf große Höhen...

...und ich beneide ihn darum, dass er keine Probleme mit ihnen hat. Deswegen kann er die Metropolen dieser Welt auch aus der besten Position fotografieren. Von oben. Der Blick in den Abgrund macht ihm offensichtlich keine Angst. Eine Serie seiner Bilder auf mymodernmet...

"Das ist kein Mond. Es ist eine Raumstation"...

Diese beiden Sätze gingen mir ganz spontan durch den Kopf, als ich im Spiegel von unserem gerade entdeckten Begleiter las...

Kaum hat sich die bemannte Raumfahrt erledigt...

...haut die NASA ihre alten Schätzchen als 3D Modelle raus. Kann man da downloaden.
Mein Traum: Ein Garage Sale vorm Kennedy Space Center. Ich will ne Apollo Kapsel als Gartenhäuschen und einen Pathfinder als Fahrwerk für meinen mobilen Robotgrill.

Landschaften...

Bilder von Andrew Brooks. Eine Serie auf Fubiz...

Faszinierende Bilder aus Londons Untergrund...

The Fleet heißt der Fluss, der von Ingenieuren schon vor mehr als 200 Jahren unter die Erde gezwungen wurde. Eine faszinierende Bilderserie auf Kuriositas...

So sieht es aus, wenn sich japanische Regierungsmitarbeiter der Bevölkerung von Fukushima stellen...

...um sie über die möglichen Konseqeunzen der Strahlung zu informieren. Besonders daramatisch sind die letzten zweieinhalb Minuten, wenn eine Frau versucht dem Beamten - Leiter des Krisenmanagements - eine Flasche mit dem Urin eines Kindes mitzugeben, damit der Inhalt auf Strahlung untersucht wird. Keine Frage: Szenen wie diese würden sich in derselben Situation auch hierzulande abspielen. Mehr dazu auf japanprobe...

Dienstag, Juli 26, 2011

"Eigentlich bin ich satt..." im McCallen Theater...

Oh wie ich technische Probleme hasse. Und die gab es diesmal. Gleich zu Beginn. Mein Shoutcast wollte sich so gar nicht mit dem Server von SecondRadio unterhalten. Gut, dass wir das Problem mittels Skype umgehen konnten. Puh, ich geb`s zu. Da schwitzt man Blut. Hat dann aber doch alles hingehauen und die Lesung ging gleichzeitig bei SecondRadio über den Sender.
Wolem hatte den Blues und das so richtig und auch ich konnte mit ein paar bluesigen Texten mithalten.
Fast 30 Zuhörer auf dem Stream, das ist eine gute Billanz. Wolem, hat Spaß gemacht, mit dir zu "jammen". Danke ans Publikum. Unten ein paar Bilder von der Lesung. Firlefanz Roxley hat auch schon drüber geschrieben.  Und diesmal hab ich mich selbst beim Lesen gefilmt. Nur damit man mal einen Eindruck davon gewinnt, wie das so aussieht - ich bin ehrlich gesagt selbst überrascht, wie sehr ich dabei gestikuliere. Das Video ist übrigens nicht öffentlich, sondern privat. Aber wenn ihr mir eure YouTube ID schickt, dann sende ich euch eine Einladung. 







Heute Abend im McCallen Theater in Leipzig: "Eigentlich bin ich satt..."























Um 20 Uhr gehts los. Man kann`s inworld in SL Leipzig anschauen - was meiner Meinung nach am meisten Spaß macht - oder bei secondradio.de zuhören. Hier die Stream URL: http://secondradio.zweitesleben.net:10001/

Das Spac Shuttle hätte den Beginn des Zeitalters der bemannten Raumfahrt markieren sollen...

...momentan scheint es aber eher ihr Ende eingeläutet zu haben. Eine Timelapse zur Erinnerung an die Ära des Shuttles findet man dort...

Montag, Juli 25, 2011

Der Planet der Affen sollte ursprünglich ein Tanzfilm werden...

Hier die ursprüngliche Schnittversion ;-):

MUNDO NEÓN




(via Wooster Collective)

Mal wieder im McCallen Theater in SL Leipzig...



















...diesmal mit dem kleinen Programm "Eigentlich bin ich satt... ." Natürlich geht`s um Essen, wieso wir uns den Spaß am Genuß nicht verderben lassen sollten und warum man sich manchmal im Kühlschrank verbarrikadieren möchte. Natürlich nicht in meinem ;-). Morgen Abend ab 20 Uhr in SL Leipzig. Ach ja und vorher spielt Wolem Wobbit noch Blues. Danach auch. Hier lang zum McCallen Theater...
Ach ja: Man kann das Programm auch außerhalb von SecondLife verfolgen. Einfach SecondRadio hören. Hier die Stream-URL: http://secondradio.zweitesleben.net:10001/


Ich bin nicht sicher, ob es sich gut anfühlt, ihn zu benutzen...

Gemeint ist der Evolution Eraser :-)....

Ich sag mal so: Ich war innerlich nicht darauf eingestellt...

...am Morgen des 25. Juli die Heizung aufdrehen zu müssen. Was kommst als nächstes? Die Scheiben am Auto freikratzen?

Sonntag, Juli 24, 2011

Streamen, wie geht das eigentlich? Und warum man sich nicht erst 30 Minuten vorher auf seinen Auftritt vorbereitet...

Tja, wir hätten ja gern gestern die angekündigte Lesung präsentiert. Das kann sich aber unter gewissen widrigen Umständen schwierig gestalten. Dann nämlich, wenn der Vortragskünstler sich zwar auf den Vortrag versteht, nicht aber auf Kommunikation.
Es gibt mehrere Möglichkeiten in SL aufzutreten. Die einfachere Möglichkeit ist die Secondlife-eigene Voicefunktion, mit der man jederzeit sozusagen aus der Hüfte schießen und an beliebiger Stelle etwas vortragen kann. Die etwas aufwändigere ist der Vortrag per Stream -dieselbe Technik die alle DJs und Musiker in SL nutzen. Dabei wird der Text oder das MP3 zunächst an einen Streamserver übertragen, der in der Lage ist eine entsprechend größere Zahl von Zuhöreren zu bedienen. Die Tonqualität ist dabei meistens deutlich besser und es kommt nicht zu den voice-typischen Aussetzern.
Es wird dann schwierig, wenn dem Künstler rund 30 Minuten vor Beginn des Auftritts einfällt, dass er ja einen Stream braucht, wenn ihm 20 Minuten vor Beginn des Auftritts dann klar wird, dass er gar nicht weiß, wie man streamt und wenn ihm 15 Minuten vor Beginn des Auftritts durch den Veranstalter bewusst gemacht wird, dass die Person, die an seiner statt nun den Stream senden soll, ein Audiofile mit der Aufnahme benötigt.
An diesem Punkt wurde uns gestern Abend bewusst, dass die Sache gelaufen ist, denn der einzige an diesem Abend zur Verfügung stehende Laptop hatte noch nicht einmal die nötige Streamsoftware installiert.  Also haben wir relativ frustriert die ganze Veranstaltung gecancelt. 
Besonders ärgerlich ist so ein Vorgang dann, wenn man rund 2 Stunden vorher nachgefragt hat, ob der Künstler noch irgendwas braucht.
Das sind Probleme, die ich ungern öfter erleben möchte. Uns tut`s leid, dass es  nicht geklappt hat, aber wir haben aus der Panne was gelernt.
Wir werden jetzt wirklich jedesmal sicherstellen, dass auftrittswillige Künstler auch wissen, wie sowas eigentlich geht.

Freitag, Juli 22, 2011

Dienstag ab 20 Uhr im McCallen Theater in SL Leipzig: "Eigentlich bin ich satt..."




























...mein kleines Programm darüber, was mir den Appetit verdirbt und warum man sich manchmal im Kühlschrank verbarrikadieren möchte. Da lang geht´s zum McCallen Theater in Leipzig...

Sommerferien...

Endlich. Wie immer beginnen sie zu spät und werden viel zu früh enden. Aber ganz ehrlich: Ich persönlich finde, 3 Monate Ferien im Jahr sollten jedem zustehen. Egal in welchem Job, egal ob man dafür studieren musste, oder nicht. Ob Student, Fließbandjobber, Bauarbeiter, Arzt im Praktikum, LKW-Fahrer, Ingenieur, Imbissbudenverkäufer, Marktschreier und so weiter und so weiter. Das Leben ist zu kurz, um es als Roboter zu verbringen.
Leider klammern wir uns immer noch an mittelterlich anmutende Arbeitszeiten, statt uns endlich mal kollektiv durchzusetzen und einzufordern, was jedem zusteht: Zeit für uns selbst. 
Ich werde meine nutzen. Völlig egal wie sich das Wetter entwickelt. Aber ein ganz kleiner Trost - ja, ich weiss, nicht wirklich überzeugend - für alle, die keine Sommerferien haben. Ich kümmere mich jetzt erstmal um Bürokratie, die noch geregelt werden muss, mache  noch ein paar Vorbereitungen und mein erster Arbeitstag ist schon in fünf Wochen und nicht erst in sechs.

Donnerstag, Juli 21, 2011

Samstag 21 Uhr im Kruemelkram: Mysty Mellison liest Lyrik...

...in englischer Sprache. Da lang geht`s zum Kruemelkram...

Sommerferienbeginn 2011...



























"Sommer"ferien? Lieber Sommer, du hast exakt noch 24 Stunden, um dich so zu präsentieren, wie man es von einem Sommer erwartet. Mir geht`s nicht um Hitze. Ich pfeife auf Hitze. Mich interessiert auch nicht, ob man am Strand liegen kann. Strand ist für Idioten, die Melanome für einen neuen modischen Trend aus Mailand halten. Aber ich will Blau! Blauen Himmel. Den habe ich mir verdient, darauf habe ich 11 Monate warten müssen.
Dieser Juli beweist, warum meine Forderung berechtigt ist: Sommerferien müssen spätestens im April beginnen und dürfen frühstens im September enden. 
Normalerweise würde ich jetzt meinen Wagen aus der Garage holen. Heute werde ich danach tauchen müssen. 
Ich wiederhole, Sommer: In 24 Stunden sieht das draussen anders aus. Habe ich mich klar ausgedrückt? 
Und an euch, liebe Politiker. Wer von euch die oben geforderte Sommerferienregelung durchdrückt, der wird auch von mir gewählt. Dafür würde ich sogar grundlegende menschliche Abneigungen überwinden und schwarz, grün oder gelb mal rot sein lassen...

Mittwoch, Juli 20, 2011

Die Metamixtv - Sendung über die Rezzdays...

Zufälligerweise bin ich Ling und VanDyke da vors Mikro geraten und erzähle natürlich ein bißchen was übers Kruemelkram UND das "Festival der Liebe". Dank an Angie und John, aber auch an Lurch, der es irgendwie geschafft hat, alle Interviews zu koordinieren, an Daruma, die gefilmt hat und an Maximillian Merlin, der das alles dann zusammengeschnitten hat. Gute Arbeit!

Die Brennenden Buchstaben heute im Radio und im Fernsehen - gleichzeitig...

SecondRadio bringt heute einen Bericht über die Lesung von Michael Iwoleit im Kruemelkram am Sonntag und bei metamixtv.com läuft ein Fernsehbericht über die Rezzdays in Berlin. Ja, da bin ich nicht nur als Ava, sondern auch real zu sehen.

Stream-URL von SecondRadio: http://secondradio.zweitesleben.net:10001/

Die Sendung bei metamix.tv steht später auch on demand zur Verfügung. 

Dienstag, Juli 19, 2011

Leider lebe ich in diesem Land...

"This painting is not available in your country". Ja, sehr stimmiges Fake Plakat. Wie mir gerade wieder beim vergeblichen Versuch, ein Musikvideo bei youtube anzusehen, vor Augen geführt wurde...

New Yorker Sonnenuntergänge...

Klar, das überrascht niemandern, der hier regelmäßig mitliest. Ich liebe Sonnenauf- und untergänge. Bei Notcot gibt es eine ganze Serie New Yorker Sonnenuntergänge...

Morgen Abend ab 20 Uhr auf Secondradio: Virtuell Reell mit einem Bericht über die Lesung von Michael Iwoleit im Kafe Kruemelkram...

Angie Ling und john Winston Dyke werden sich in ihrer Sendung unter anderem auch Michaels SecondLife Lesung widmen. Morgen Abend werden wir dann wissen, wie es den beiden gefallen hat. Hier die Stream-URL von Second Radio: http://secondradio.zweitesleben.net:10001/

Und nächste Woche Dienstag im McCallen Theater in SL Leipzig: "Eigentlich bin ich satt..."
























Mein kleines Programm über die unappetitlichen Seiten des Lebens. Essen, Genuß, leibliches Wohl, Fitnesswahn und vegetarische Spaßbremsen. Ich bin aber nicht allein. Wolem Wobbit hat den Blues und rockt die Bude. Freu mich drauf. Dienstag, 26.7 ab 20 Uhr im McCallen Theater in Leipzig. Da lang...

Brillant: Ein Steampunk Mac



Stammt aus dem Jahr 1991 ist aber immer noch voll Funktionstüchtig. Wunderschöne, sage ich. Mehr dazu bei 11tech. Danke für den Tipp, Moewe.

Nächsten Samstag ab 21 Uhr: Mysty Mellison liest im Kruemelkram...




















Diesmal eine Lesung in englischer Sprache. Die Vortragskünstlerin Mysty Mellison tritt zum ersten Mal im Kafe Kruemelkram auf. Dort lang geht`s zum Kruemelkram...

Rückblick auf die Lesung in der Lindenbrauerei in Unna...

Cordula und Markus haben ein kleines Video zusammengeschnitten. Ich sag`s mal so ihr zwei: Die Lesung war für mich eines der bisherigen Highlights in diesem Jahr. Hoher Funfaktor! Gern oft mehr davon.


Montag, Juli 18, 2011

Charismatisch...



















Joachim Thor und meine Wenigkeit in Joachims Club "Entschleunigt", wo gerade Engrama spielen. Düsterer Gitarrensound irgendwo zwischen Portishead und Heather Nova. Very nice. Very dark. Dort lang zum "Entschleunigt"...

Das Lesungsportal "Werliestwannwo" hat die Brennenden Buchstaben interviewt...

Wahrscheinlich haben die sich auch gefragt, wo das Kafe Kruemelkram überhaupt liegt. Diese Frage konnte Zauselina beantworten. Die und einige andere. Kann man auf der Buchstabenseite nachlesen. Den Newsletter mit dem Interview gibt es auf der Website von Werliestwannwo...

Ein Experte für virtuelle Welten list in der virtuellen Welt - Michael Iwoleit im Kafe Kruemelkram...

Und man kann sagen, die Post ging ab. Im Kafe selbst habe ich fast 25 Avatare gezählt, während der Spitzenwert beim Stream bei rund 30 Zuhörern insgesamt lag. Eine gute Zahl für eine Science Fiction Lesung.
Michael hat es geschafft, die Gäste mit seiner Story Opinion Engineering so sehr zu fesseln, dass sie nicht nur bis 21.20 zuhörten, sondern danach noch bis nach 22 Uhr blieben, um mit ihm ins Gespräch zu kommen.
Du hast wirklich eine tolle Show gemacht, Michael, ich glaube, das Publikum wird mir da zustimmen.
Ich will übrigens nicht unerwähnt lassen, dass sich auch einige recht bekannte Namen aus der deutschen SF Szene die Ehre gegeben haben. Sven Klöpping war da, Harald Giersche auch und auch ein gewisser Diboo hat sich die Lesung von Michael nicht entgehen lassen. 
Danke an dieser Stelle nochmal ans tolle Publikum. War für Michael ein großer Spaß für euch zu lesen. Ich glaube, das kam auch sehr deutlich rüber.
Und danke an Michael für deine offenen Antworten auf tabulose Interviewfragen. Auch wenn es um heiße Eisen wie die Situation deutscher SF-Autoren ging. Konnten wir leider nicht kontrovers diskutieren - denn wir sind da einer Meinung.
Nachdem ich Michael Iwoleit heute aus Wuppertal zu mir in die Villa Kueperpunk geholt  und ihn gerade auch wieder zurückgebracht habe, werde ich jetzt gleich ins Koma fallen. Vorher aber noch ein paar Schnappschüsse von der Lesung, die ich mir drüben bei den Brennenden Buchstaben ausgeliehen habe. Die nächste Science Fiction Lesung kommt übrigens sehr bald. Schon in 2 Wochen um genau zu sein. Mehr dazu sehr bald an dieser Stelle.














Und ein selbstgeknippstes.


Sonntag, Juli 17, 2011

Michel Iwoleit heute im Kafe Kruemelkram oder als Stream im Browser...






















Michael wird sich ab 20 Uhr im Kafe Kruemelkram meinen Fragen stellen und, was noch viel wichtiger ist, auch aus seinen Werken lesen. Wir streamen das Event, so dass man Michel auch außerhalb von SecondLife verfolgen kann. Ihr braucht lediglich einen Webbrowser, einen beliebigen Mediaplayer - also Standardsoftware und die Streamadresse: http://85.214.25.153:8699

Mehr Spaß macht es natürlich im Kafe Kruemelkram, das ihr hier findet...

Freitag, Juli 15, 2011

Wer viel sitzt, stirbt früher...

...entnehme ich gerade einem Artikel in der Welt. 
Ich sag mal so: Das sitz ich aus. 
Eine bequeme Körperhaltung ist also gefährlich. Soso. Tja, dann  sollten wir wohl alle ganz schnell unsere Schreibtische verlassen und es uns liegend auf der Picknickdecke bequem machen. Oder besser gleich im Bett.
Und bedeutet das auch, dass Stuhlgang lebensgefährlich ist? Praktizieren die Franzosen ihn deswegen immer im Stehen? 
Warum ist eigentlich immer alles, was gesund ist, unbequem, unangenehm, fade, geschmacklos, um nicht zu sagen unappetitlich? Gibt es einen besonderen Grund dafür, warum das Leben keinen Spaß machen darf und man sich entsetzlichen Prozduren unterziehen muss, um kerngesund zu sterben?  "Tragisch, die Straßenbahn enthielt weder Fett noch Zucker, aber sie hat ihn trotzdem in nur einer Sekunde umgebracht."
Ich glaube ja, unsere besorgten Ernährungsexperten haben nicht die geringsten Bedenken gegen das Sitzen, solange wir an einem Schreibtisch hocken und für irgend jemanden, der sich gerade auf dem Golfplatz der körperlichen Ertüchtigung widmet, die Profite in die Höhe treiben. 
Liebe Experten, einigen wir uns doch mal darauf, dass uns weder das Sitzen tötet, noch das Essen, sondern immer nur der Stress. Deswegen: Ruhe bewahren, keine hektischen Bewegungen machen. Und was ist eigentlich aus der schönen alten Tradition geworden, dass Marathonläufer nach absolviertem Lauf und Überbringen der Nachricht - Rennen lohnt nicht! - tot zusammenbrechen, wie sich das gehört?

Danke Deborah - Ein Päckchen aus Florida und aus der Vergangenheit...


















Ich habe da gerade diesen Kloß im Hals. Nein, nichts Schlimmes. Alles okay. Nur so ein Hauch von Nostalgie und Melancholie. Ironisch, dass es gerade heute passiert, kurz nachdem ich über Wirklichkeit und Unwirklichkeit virtueller Welten gebloggt habe. Im März ist meine liebe Freundin Deborah aus Florida alias Sabrinaa Nightfire an Krebs gestorben. Im Gegensatz zu vielen anderen Freunden aus SecondLife kannte ich sie auch real und hatte im Sommer 2009 die Gelegenheit, sie in Berlin zu treffen. Tolle Tage waren das.
Kurz nach ihrem Tod schrieb mir ihr Mann Steve, dass Deborah ein Päckchen für mich vorbereitet hatte, das eigentlich als Weihnachtsgeschenk gedacht war. Sie hatte den Wunsch geäußert, dass er es mir zuschicken sollte. Es kam leider nie an, was mich aber nicht sehr überraschte, denn ich war mir sicher, Steve würde viel zu viel um die Ohren haben, um sich darum zu kümmern. Ich habe deswegen auch nie nachgefragt, das hätte ich als rücksichtslos empfunden. Anfang der Woche schrieb mir Steve plötzlich, dass alles sehr chaotisch gewesen wäre - bei wem wäre das nicht so gewesen, mein volles Verständnis dafür - und er jetzt beim Aufräumen auf das Päckchen gestossen sei.
Heute ist es angekommen und beim öffnen, muss ich doch sehr schlucken - das aber auch mit leuchtenden Augen. Damals im Sommer 2009 hatte ich in Berlin in den Hackeschen Höfen ein Blechspielzeug gekauft. Eine kleine fliegende Untertasse zum Aufziehen, die jetzt in meinem Bücherreagel steht.  Ich hatte Deborah wohl erzählt, dass ich altes 50er Jahre Science Fiction Spielzeug mag. Ein Detail, dass sie sich offensichtlich gemerkt hat. Und so hat sie mir  heute ein besonders schönes Geschenk machen können:
Man könnte sie die freundlichen Sabrinaa Nightfire Gedenkinvasoren nennen, oder einfach Sabrinaa`s Posse. Und jetzt stehen sie auf einem Ehrenplatz auf einem meiner Bücherregale. Sieht fast ein bißchen aus wie eine Installation in SecondLife, oder? Du hast es wirklich geschafft, auch jetzt noch ein kleines Kunstwerk zu zaubern - gerezzed mitten in meinem Wohnzimmer.
Sie sind toll und sie beweisen: auch Freundschaften, die in virtuellen Welten geknüpft wurden können gute Freundschaften sein.
Danke Sabrinaa :-).

Mein Statement zu den Vorurteilen über virtuelle Welten...

...scheint bei vielen SLern und OpenSimlern einen Nerv getroffen zu haben. Das entnehme ich der doch schon beachtlichen Menge zustimmender Kommentare, die dazu hier im Blog, bei Facebook, in verschiedenen SecondLife-Foren und wie ich höre auch auf google plus zusammen gekommen sind. Meckern allein nützt natürlich nichts, auch wenn gewisse Vorbehalte und Abneigungen gelegentlich sehr ärgerlich sein können.
Ich erlebe sie sogar bei engen Freunden, die noch dazu meistens hochtechnikaffin sind, aber mit einem "3D-Chat" wie SecondLife unter gar keinen Umständen in Verbindung gebracht werden möchten. Daran wird sich oft nichts ändern lassen und deswegen werde ich auch niemandem die Freundschaft aufkündigen. Kann aber auch sein, dass es mir gerade deswegen soviel Spaß macht, zu demonstrieren, dass sich aus den noch ziemlich simplen Metaversen mit allen ihren Schwächen viel mehr herausholen lässt. 
Ich  kann es mir an dieser Stelle jetzt natürlich auch nicht verkneifen, nochmal daran zu erinnern, dass wir an diesem Sonntag Michael Iwoleit im Kruemelkram zu Gast haben. Übrigens habe ich gemeinsam mit ihm auch schon mehrfach vor echtem Publikum, also als Wetware-Avatar gelesen. Zuletzt Anfang des Jahres in Leipzig.
Michael hatte kurz davor vor den Neurowissenschaftlern in Freiburg Auszüge aus seinen Stories vorgertagen, denn eins von Michaels zentralen Themen ist virtuelle Realität. Sonntag ab 20 Uhr also eine Lesung über virtuelle Realität in der virtuellen Realität. Wäre klasse, wenn ihr reinschaut in unser Kafe Kruemelkram...
Und da Nörgeln allein wie schon oben erwähnt, ziemlich sinnlos ist, hier noch ein kleiner Hinweis: Die Brennenden Buchstaben haben in diesem Oktober einiges vor, um gemeinsam mit vielen deutschen SL Kuturschaffenden - und auch internationalen - zu zeigen, dass im Metaversum was geht.


Donnerstag, Juli 14, 2011

Wenn Schweden über das Kruemelkram schreiben...

Einem muss ich entschieden widersprechen: Nicht alle german cafes sehen aus wie das Kruemelkram. Ganz im Gegenteil: Wir sind einzigartig! Dort  kann man es selber lesen...äh, ja zumindest die Bilder anschauen ;-)...

Sich mit virtuellen Welten zu beschäftigen ist ja so uncool...

















Der Witz dabei ist: Während ich diese Zeilen schreibe, schlürfe ich einen Cappuccino und sehe dabei real noch cooler aus als mein zigarrequalmender Avatar in SL.
Vorgestern bin ich irgendwo mal wieder auf einen dieser stumpfsinnigen sehr klischeebelasteten Kommentare über virtuelle Welten gestossen. Konzerte, Lesungen, Cons gern, aber bitte nicht virtuell, alles immer nur in echt. Wunderbar. Dann sollte man konsquenterweise auch Radio, Fernsehen und Kino meiden, denn auch das dort gebotene Programm ist rein virtuell und Telefongespräche gelten natürlich erst recht nicht, ist der Gesprächspartner doch gar nicht am selben Ort.
Es ist weniger, die Abneigung gegen virtuelle Welten, die mich dabei stört. Es ist mehr die Arroganz und die Borniertheit mit der sie vorgetragen wird, um mit zustimmendem Kopfnicken oder Schulterklopfen von einem Personenkreis aufgenommen zu werden, der selbst nie ausprobiert hat, worum es geht - oder dem die Grafik beim Cybersex zu schlecht war.
Wer mich oder einen unserer Gastautoren lesen hört, der hört uns so, wie wir wirklich sind, eventuell sogar noch authentischer als auf einer Bühne, während wir in Schlappen hinterm Mikro hocken und aus dem Wohnzimmer ins Metaversum streamen. Das hat seine Existenzberechtigung genau wie alle anderen Medien. Es ist  momentan sehr trendy, sich zu produzieren, in dem man die Nutzer virtueller Welten als Realitätseskapisten abkanzelt, ohne sich auch nur kurz damit zu befassen, was sie da eigentlich tun.
Ich bin kein Realitätseskapist. Mein Avatar trägt meinen Namen, er sieht mir sogar sehr ähnlich, nur dass ich real natürlich noch besser aussehe. Ich bin nicht im Metaversum, weil ich gern ein Haus hätte, ich habe eines. Ich bin nicht im Metaversum, weil ich gern ein tolles Auto hätte, denn auch das besitze ich und fahren im Metaversum macht auch gar keinen Spaß. Ich bin auch nicht im Metaversum, weil ich keinen realen Job habe. Den habe ich nämlich ebenfalls und er sorgt dafür, dass ich immer schön in der Wirklichkeit verwurzelt bleibe.Und das ist gut so.
Alles was ich in der virtuellen Welt tue, tue ich auch in der realen Welt. Ich mache keine virtuellen Lesungen, weil ich mich in echt nicht traue. Ich traue mich. Und das auch vor Publikum, das zahlreicher war als die 50 Maximalbesucher bei einem SL Event.
Beides macht Sinn, beides macht Spaß und in der Kombination beider Seiten der Realität - der greifbaren und der des Metaversums -  liegt der Schlüssel zu neuen Möglichkeiten.  Was für Möglichkeiten das sein sollen? Events zum Beispiel, an denen man teilnehmen kann, obwohl man nicht wirklich vor Ort sein kann. Lesungen sind da nur eine Möglichkeit, eine, die mir - zugegeben - besonders viel Spaß macht.
Ihr habt keinen Bock aufs Metaversum? Na aber das ist doch völlig okay. Finde ich absolut in Ordnung. Aber versucht bitte nicht dafür irgendwelche rationalen Argumente zu erfinden, die keine sind und allenfalls auf breit getretenen Klischees basieren und darauf abzielen, jeden Fan virtueller Welten als kommunikationsgestörten Soziopathen abzustempeln. Erst probieren und dann urteilen.
OpenSim und SecondLife sind nicht die Zukunft. Aber sie zeigen in welche Richtung das weiße Kanichen rennt. Einen Hybrid aus SL, Browser und Augmented Reality.Man stelle sich vor, die Nutzung des Telefons wäre aufgrund ähnlicher Argumente verweigert worden, wie es momentan bei virtuellen Welten der Fall ist:
"Och ne, man sieht die ja gar nicht, wer weiss, ob die das wirklich sind.  Eventuell meinen die gar nicht, was sie am Telefon sagen. Wenn man telefoniert, statt hinzugehen, schrumpfen die Beine..."
Unter uns: Ich gebe gern ganz diskret Tipps und verrate auch keinem, dass ihr es probiert habt. Vielleicht sieht man sich ja mal...virtuell...

Mittwoch, Juli 13, 2011

Kommenden Sonntag: Michael Iwoleit liest im Kafe Kruemelkram in SecondLife...























Michael Iwoleit zählt ohne Frage zu den besten deutschen Science Fiction Autoren. Er wurde dreimal mit dem Deutschen Science Fiction Preis und zweimal mit dem Kurd-Laßwitz.Preis ausgezeichnet. Eventuell hat der eine oder andere Iwoleit aber auch schon gelesen,  ohne das zu wissen. Der Wuppertaler arbeitet nämlich auch als Übersetzer und hat unter anderem Romane von Iain Banks und Cory Doctorow ins Deutsche übertragen. Seine eigenen Arbeit stehen den Werken der amerikanischen Kollegen aber in nichts nach. Iwoleit schreibt auf hohem erzählerischen Niveau und gilt mittlerweile als Meister der Science Fiction Novelle. Im Kruemelkram wird der Mann mit der markanten Stimme aus seinen Stories lesen. Am  Sonntag, den 17.7 ab 20 Uhr. 

An einem sonnigen Tag auf dem Dach eines Hochhauses in Pripyat...

Mit der Stadt Pripyat können nur wenige etwas verbinden. Wesentlich bekannter ist das nah gelegene Kraftwerk: Tschernobyl. Nach der Reaktorhavarie 1986 wurde Pripyat komplett evakuiert. Heute lockt die Geisterstadt Motoradfahrer, Fotografen und mittlerweile auch zahlende Touristen, die den postapokalyptischen Kitzel suchen. Eine 360 Grad Panoramaaufnahme von Pripyat kann man auf der Website r3ative.co.uk/chernoybl/ betrachten. Schwenks und Zooms sind möglich.

Dienstag, Juli 12, 2011

Wolem Wobbit im Kruemelkram: Blues der Extraklasse...

Es war hervorragend. 
Ja, ich weiss, alles nur virtuell. Oder? Nur soviel dazu:  Wolem ist echt. Er steht vor einem echten Mikrofon, spielt auf einer echten Gitarre und singt mit seiner echten Stimme. Es wäre nur leider sehr schwierig gewesen, ihn heute in meinem eigenen statt seinem Wohnzimmer zu installieren und falls das doch geklappt hätte, dann hätte er folglich nicht im Wohnzimmer eines der anderen Zuhörer auftreten können. 
Dank Metaversum hatten wir heute Abend aber alle etwas davon. So einfach ist das.
War ein großartiges Konzert. Spitze Wolem. Ich mache übrigens jederzeit gern wieder den Drummer für dich.








Empfehlenswert, in der Tat...

Heute Abend Ruhrpott-Blues von Wolem Wobbit im Kafe Kruemelkram...


















...und dazu Ruhrpottbilder von mir. Könnte ziemlich cool werden. Da lang zum Kafe...