Freitag, Dezember 31, 2010

Die furchterrgendsten wissenschaftlichen Experimente...

25 äußerst beunruhigende Experimente durchgeführt von echten Mad Scientists in diesem Posting auf io9...

Die SecondLife Kulturkonferenz...



...steigt am Samstag, den 22. Januar 2010. Worum es dabei geht? Wir wollen alle Kulturschaffenden, Organisatoren, Performer, Künstler, Vortragenden, Journalisten, Blogger, Musiker und alle die Kulturevents organisieren, an einen Tisch bringen. Denn im Metaversum tut sich noch was. Dessen sind wir uns nach einem Jahr Kulturarbeit im Kafe Kruemelkram sicher.
Das Problem der SL-Kulturszene -. oh ja, es gibt sie - ist die dürftige Vernetzung. Eventankündigungen erreichen viel zu oft nicht das potentielle Publikum. Durch Zusammenarbeit lässt sich hier einiges bewegen und das wollen wir mit unserer großen Kulturkonferenz - basierend auf einer Idee von BukTom Bloch und Zauselina Rieko -  im Kafe Kruemelkram versuchen. Eingeladen sind alle, die in SecondLife Kunst und Kultur machen, die Performern eine Bühne bieten oder selbst performen. Leider werden wir es nicht schaffen, jeden von euch einzeln einzuladen. Deswegen gebt die Information und auch die Einladung weiter an alle, die sich angesprochen fühlen könnten.
Die SL-Kulturkonferenz am Samstag, den 22. Januar 2010 ab 20 Uhr.

Langeweile als Chance begreifen...

Ich halte nichts von Konferenzen, von Meetings, von Informationsveranstaltungen. Ich würde ohne zu zögern behaupten, das meiste davon ist dummes Geschwätz, das Zeit kostet, uns aber realistisch betrachtet keinen Meter weiter bringt. Neue Ideen werden formuliert, die meisten davon erzeugen lediglich zusätzliche Arbeitsbelastung, um nach kurzer Zeit sowieso wieder verworfen zu werden. Bei solchen Gelegenheiten weise ich gern auf Corinne Meyers Buch "Die Entdeckung der Faulheit" hin, die diese Erfahrung wunderbar auf den Punkt gebracht hat. Die meisten Konferenzen finden um der Konferenz Willen statt, man könnte die Informationen genauso gut per DIN A4 Kopie weitergeben.
Schwer zu sagen, ob William Barrett wirklich nicht genug bekommen kann von langweiligen Konferenzen. Jedenfalls ist ihm ein satirisches Statement der Extraklasse gelungen  mit seiner Boredom 2010.  Einem Großereignis für die Fans gepflegter Langweile, deren Liebelingsbeschäftigung anscheiend darin besteht, sich geplegt zu Tode zu langweilen. Auf der Boredom 2010 hatte man unter anderem Gelegenheit sich minutenlang von einem Referenten alle 415 Farben aus einem Farbkatalog vorlesen zu lassen, Vorträgen über Parkhausdächer, englisches Frühstück oder die persönliche Beziehung zu Buslinien  zu lauschen, oder Schauspieler Ed Ross nervenzerfetzenden Geschmackstest von fünf verchiedenen Milchsorten zu verfolgen, in dessen Verlauf Ross auch Empfehlungen aussprach, mit welchen Mahlzeiten sich die jeweilige Milchsorte am besten kombinieren ließen. Dabei spielten vor allem diverse Frühstücksflocken immer wieder eine große und faszinierende Rolle. 
Einige der Teilnehmer sind jedenfalls überzeugt davon, dass uns Lageweile eine gute Gelegenheit zur Selbsterkenntnis gibt. Mag sein.
Die Boredom 2010. Sie ist sinnlos wie ein Flashmob und doch gefällt mir, wie sie unser größtes Problem auf den Punkt bringt. Vor allem das unserer Politiker. Es wird zuviel Unfug geredet aber nichts getan. Mr. Barrett, ich mag ihre Konferenz und würde mich gern im nächsten Jahr mit einer sehr emotionalen Lesung aus verschiedenen Abführmittelbeipackzetteln daran beteiligen.

Donnerstag, Dezember 30, 2010

Ein Roboter als Englischlehrer...




Südkoreanische Schüler werden derzeit versuchsweise im Fach Englisch von einem Roboter unterrichtet. Der wird aus sicherer Entfernung von echten Lehrern ferngesteuert. Wenn man das Ding 2 Meter groß und 750 Kilogramm schwer macht und mit einem Wasserwerfer versieht, könnte daraus das perfekte Einsatzgerät für zukünftige Rütli-Schulen werden.

Sonnenmoment am Bahnsteig...
















Wie lange habe ich die Sonne jetzt nicht mehr gesehen? Vier Wochen? Kommt mir zumindest so vor. Ist schon seltsam. Ich würde mich nie am Strand in die Sonne knallen, werde wohl auch nie ein Fan langer Spaziergänge und trotzdem brauche ich da oben am Himmel diese astronomisch völlig unbedeutende Plasmakugel der Spektralklasse G2. So hat sich unser Zentralgestirn heute am Hauptbahnhof in Düsseldorf gezeigt. Übrigens ein IPhone Foto. Danach räumte die Sonne die Bühne für eine fulminante blaue Stunde der Sonderklasse mit einem besonderen Hauch von Purpur. Ich will Frühling. Jetzt!

Montag, Dezember 27, 2010

Selbstreflektion...

Selbstbetrachtung im Kruemelkram. Ein kleines Experiment mit einem Videostream direkt ins Kafe. 


Plattformen auf denen man mich nicht antreffen wird...



...obwohl eine Cyberpunk Lesung hoch oben auf einem dieser Megagebäude etwas ganz fabulöses wäre, ganz davon abgesehen, was für großartige LZBs man von da oben machen könnte. Eine Bilderserie im Weburbanist.

Sonntag, Dezember 26, 2010

U-Bahn fahren in Tokio...






















Fast so schlimm wie bei uns zuhause, nur dass man in Japan dabei wenigstens noch gekuschelt wird. Mehr Bilder dort...

Die CDU fordert ein Vermummungsverbot für das Internet...

Nun, Axel E.Fischer seines Zeichens CDU Politiker und Technophobiker ist dafür bereits mit einer Lawine ehrlich verdienten Spots überschüttet worden. Ja, das Internet mit seiner Möglichkeit zur freien, weil anonymen Meinungsäußerung macht ihnen schon Angst, den Damen und Herren von der konservativen Flanke. Kein Wunder, denn jeder, der intelligent genug ist, das Web zu verstehen und dort seine Meinung kund zu tun, erkennt die Sackgassenpolitik der CDU als solche und könnte andere per Web 2.0 an seinem Wissen teilhaben lassen. Aber liebe CDUler, das tun viele schon lange unter ihrem Klarnamen. Kein Grund, unser Recht auf Datenschutz zu beschneiden, wir geigen euch auch unter unserem Realnamen der Marsch. Mit Vergnügen sogar. Aber meine Herren, außer Gestalten wie euch, die wohlverdienten verbalen Watschen zu verpassen, unternimmt der eine oder andere eben auch Privates im Web und das völlig legal. Nur will er oder sie eben nicht, dass offiziell wird, worüber er sich informiert, mit wem er Gedanken austauscht und worum es dabei geht. Denn wir alle haben ein Recht auf Privatsphäre. Nicknames sind eine Notwendigkeit in einer Gesellschaft, die nicht wesentlich toleranter ist, als sie es zu Zeite der Inquisition war - was sicherlich auch daran liegt, dass unsere Politiker sich seit dieser Zeit so gut wie gar nicht weiter entwickelt haben. Der selbstgewählte Deckname im Internet bietet unverzichtbaren Schutz vor Spam, Datenmißbrauch, Repressalien durch den Arbeitgeber, vor Bloßstellung und Cyberbullying. Wer das nicht begreift, wird höchstwahrscheinlich statt Emails lediglich Höhlenmalereien hinterlassen. Aber liebe Politiker. Es gibt Hoffnung. Gegen ein entsprechendes Honorar erteile ich gerne Grundkurse in Sachen Internet. Falls sie Interesse haben, meinen Namen kennen sie ja...

Wenn Computer Zeitung, Blogs und Twitter lesen und daraus die wirtschaftliche Entwicklung vorauskalkulieren...

...dann ist das unter Umständen schlimmer, als das, was HAL 9000 mit den Jungs an Bord der Discovery veranstaltet hat. Tatsächlich setzt man an der Wall Street neuerdings auf Computerprogramme, die Texte, Tweets, Blogposts und Artikel lesen und auch deuten können und daraus ein Gesamtbild der wirtschaftlichen Stimmungslage gewinnen sollen. Die Software analysiert geschriebene Sätze und erkennt auch Emoticons wie einen Smiley. Nur mit Ironie dürfte es hapern. Im Verlauf der Wirtschaftskrise in Griechenland griffen solche Programme einen Artikel mit dem Begriff  "Abgrund" auf und initiierten so den Verkauf von Aktien.
Wie schön. Die Finanzwelt liegt also nicht mehr nur in Händen geldgeiler Broker, sie wird vielmehr neuerdings gelenkt von Analyseprogrammen, die Zwinker Smilies als Symbol dafür deuten, dass es uns finanziell gerade so richtig warm ums Herz wird. Da ist es doch an der Zeit, das Web mit automatisch generierten Fakeblogs zu fluten, mit denen man die ökonomischen Diagnosen dieser Systeme in die falsche Richtung lenkt. 

Samstag, Dezember 25, 2010

Moderne Wegelagerei Studiengebühren...

Dass Studiengebühren eine bodenlose Unverschämtheit sind, die bereits jetzt Karrieren ruiniert hat, wissen wir alle. Es besteht auch kein Zweifel daran, dass das bisher eingetriebene Bildungsschutzgeld noch keinem Studenten zugute gekommen ist. Das weiss man auch in Bayern, wo nun sehr peinliche Dokumente ans Tageslicht gekommen sind, in denen  ein bayerischer Minister  - FDP, was sonst? - ein zeitnahes Abtragen der bisher aus Studien zusammengekommen Restmittel von 106 Millionen Euro fordert. Das nicht etwa, um die Ausbildung an den dortigen Universitäten zu verbessern, sondern um sicherzustellen, dass niemand die Frage stellt, wozu man eigentlich Studiengebühren einfordert, wenn die nicht verwendet werden. Danken wir dem Web 2.0 für seine aus dem Boden schießenden Leaks. Datenschutz darf nicht länger für unsere Politiker gelten, es wird Zeit ihnen auf die Finger zu klopfen.

12 Nachtaufnahmen von Fabriken in Japan...




...in dieser Bilderserie auf timog.com...

Bruce Sterling über Wikileaks und Julian Assange...

Vorgestern fragte mich ein Freund aus SecondLife, warum ich noch nichts über Wikileaks gepostet habe. Die Frage ist berechtigt. Der Vorgang Wikileaks/Assange passt perfekt in die Mitte meines Themenspektrums. Doch andere haben schon soviel darüber geschrieben, die Bedeutung des Falls präzise auf den Punkt gebracht, so dass ich nicht den Eindruck hatte, hier mehr tun zu können, als bereits gesagtes zu wiederholen.
Besonders erschreckend an der Wikileaks Affäre sind für mich weniger die sogenannten Enthüllungen. Sie offenbaren ja eigentlich nichts, womit wir nicht grechnet hätten. Die viel größere Enthüllung liegt in der zur Schau gestellten Konsequenz, mit der man gegen den Freidenker Assange vorgeht. Ja, man hat  fast den Eindruck,  dass man uns von höchster Stelle halboffiziell wissen lassen möchte: Wenn du aus der Reihe tanzt, erfinden wir ein Verbrechen und buchten dich dafür ein.  
Auf der anderen Seite hat eine Julian Assange ganz genau gewusst, was er da tut und die Konsquenzen hätten ihm klar sein müssen. Schaut man sich den Mann näher an, dann hat man nicht mehr den Eindruck, Zeuge eines juristischen Skandals zu werden, sondern einer gelungenen Selbstinszenierung. 

Der perfekte Steampunk PC...



Hätte ich mir zu Weihnachten gewünscht, wenn ich davon gewusst hätte. Die besten Case Mods 2010 dort...

Freitag, Dezember 24, 2010

Raumanzüge - Eine Bilderserie in der New York Times...


Dabei auch Röntgenaufnahmen einiger Anzüge. Dort lang...

Weihnachten 2010 und so schaut`s draussen aus...

Meine Filmempfehlung für die Feiertage: "The Day after tomorrow". Ist zwar an sich ziemlich langweilig, sieht aber etwa so aus, wie die Sauerei vor meiner Haustür. Also mal ehrlich: Wo war dieses Schneechaos, als daraus ein praktisches Schneefrei für mich hätte werden können? Passiert ja im Norden Deutschlands ständig. Nur unsereiner darf dann wieder Auto und Leben auf dem Weg zum Arbeitsplatz riskieren. Heute hätte es wohl genau dieses Schneefrei gegeben. Sogar hier im Ruhrpott. Komisch, dass solche Wetterverhältnisse immer genau dann eintreten,wenn man gerade sinnvolleres zu tun hat. Einkäufe zum Beispiel, um es sich mal ein paar Tage rundum gut gehen zu lassen.
Mein kleines Herne versucht heute ausszuehen wie Quebec. Das nervt vor allem weil sowas auch ganz schnell in Arbeit ausarten kann und damit möchte man nun wirklich nichts zu tun haben. Außerem frage ich mich gerade, wann wie 2005 im Münsterland die ersten Strommasten aus Billigstahl unter der Schneelast nachgeben und wir für die nächsten 2 Wochen in der Eiszeit versinken. 
Nein, der Winter und ich, wir haben uns im Augenblick nicht viel zu sagen, außer dass ich möchte, dass er geht. Ich will Frühling. Am besten ab Januar...





Die Kueperpunk Weihnachtskarte 2010


Donnerstag, Dezember 23, 2010

2010 - Mein ganz persönlicher Jahresrückblick...

Kaum zu glauben, aber auch das Jahr 2010, wie schon von mir in meinem 4000er Jubiläumspodcast bemerkt ein besonderes für Science Fiction Fans, neigt sich dem Ende zu.
Zeit, noch einmal das Wort an dich zu richten. 2010. Du warst ein gutes Jahr, das kann man uneingeschränkt so sagen und hast dich benommen, wie ich es mir von jedem Jahr wünschen würde. Kein Arschlochjahr wie andere böse Jahre, die ich hier unerwähnt lassen möchte. Nein, statt sich wie ein Flegel zu gebärden bot das Jahr 2010 einige Highlights und die will ich hier gern noch einmal auflisten.
Gleich im Januar geht`s mit einem ersten Bonbon los. Am 30. eröffnen wir mit einer geradezu psychedelischen Märchenlesung und einer von DJ SWAT gut gelaunt moderierten Danceparty unser neu erbautes Kafe Kruemelkram. Es sieht irgendwie aus wie eine Mischung aus irischem Pub und Alt 68er Literatenkneipe und macht uns, gerade weil es so knautschig und urig ist, einen Heidenspaß. Ups, ich vergaß wohl wieder einmal zu erwähnen, dass es sich um ein virtuelles Cafe in SecondLife handelt. Passiert mir häufiger und erklärt, die häufigen Fragen nach Standort und Anreise, die man uns im Verlauf des Jahres immer wieder stellen wird. Also noch mal Leute. Es existiert nicht im RL. Ihr müsst einfach den SL Client installieren.
Am 23. Februar habe ich das Vergnügen mit Zauselina und Bloggerkollege Flusskiesel gemeinsam im Tiroler Eckstüberl in SecondLife München aufzutreten. Glücklicherweise hat man im virtuellen Bayern keine Probleme damit, dass wir keine Zuneigung für die CDU/CSU hegen.
Am 23. März geht die SecondLife Lesungsserie weiter, diesmal an der Seite von Rael Wissdorf alias Gavrael Hawkeye mit dem ich gemeinsam im Leipziger McCallen Theater lese. Ein besonderes Schmankerl ist dann am 28. März Lea Kortes Auftritt im Kafe Kruemelkram, dort stellt sie sich einem Interview mit Zauselina und mir und präsentiert ihren Roman „Die Maurin“. Ein Abend, den wir so schnell nicht vergessen werden, denn die Technik spielt verrückt und wir können nicht, wie vorher vereinbart, für Lea vortragen. Glücklicherweise zögert sie nicht lange, die Lesung selbst zu übernehmen, wofür wir ihr bis in alle Ewigkeit dankbar sein werden. Doch der März ist nicht nur ein Monat für virtuelle Lesungen. Nur einen Tag nach dem großartigen – aber für uns nervenzerfetzenden – Abend mit Lea, treten wir gemeinsam mit den Bitterschlaglern ganz real im Duisburger Hundertmeister auf. Dort tragen wir Texte aus dem Bitterschlagbuch Nummer Eins vor. Für mich unstreitig eins der schönsten Events in diesem Jahr.
Am 29. März versuche ich mich dann zum ersten Mal an einem eigenen virtuellen Kabarett-Programm in der Münchner Kulturschaukel. Macht Spaß, ist aber um einiges anstrengender als Events bei denen man nicht allein vorlesen muss. Gerade bei einer Sololesung wird einem die leichte Schizophrenie virtueller Auftritte bewusst. Aber das Experiment funktioniert.
Der April bringt Vulkanaschewolken und außergewöhnliche Sonnenuntergänge auf dem Tippelsberg. Beruflich verschlägt er mich für ein paar Tage nach Borkum. Eine gute Gelegenheit eindrucksvolle Bilder am Meer zu machen. Am 13. April lesen wir im Rahmen einer Vernissage bei der Caritas in Duisburg Meiderich. Eine Lesung, die mir, auch wegen des darauf folgenden gemeinsamen Pizzaessens mit Flusskiesel und Gattin in besonders guter Erinnerung bleibt.
Der Mai bietet mit dem einsetzenden Frühlingswetter mehr Gelegenheiten für fotografische Exkursionen. Die erste führt uns zur Jahrhunderthalle in Bochum, während dort gerade die Urbanatix stattfinden. Was könnte ein besseres Motiv für eine LZB sein, als Streetartisten, die mit Feuer jonglieren?
Am 22. Mai lesen Zauselina und ich gemeinsam in SL Tirol. Aber wir landen deswegen trotzdem nicht auf dem Niveau von Lederhosenwitzchen, sondern verspritzen satirische Boshaftigkeiten.
Aber auch in der wirklichen Welt tut sich etwas. Am 28. Mai wagen wir das große Experiment in Soest. Wir lesen real im Alten Schlachthof und übertragen live ins virtuelle Kafe Kruemelkram. Eine der wohl bestbesuchten Veranstaltungen dieses Jahres im KK, wenn wir auch mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen haben und einige der Besucher(avatare) etwas enttäuscht sind, dass wir keine Gelegenheit haben, direkt auf ihre Fragen zu antworten. Aber keine Sorge. Beim nächsten Mal kriegen wir das besser hin.
Am 29. Mai entspannt man sich kurz vom Lesungsstress auf dem Mittelaltermarkt in Hohensyburg. Ausgerechnet an diesem Tag hat sich ein seltsamer Wolkenkreis am Himmel gebildet, der wie ein ganz bewusst gezogener Kondensstreifen aussieht. Falls jemand die genaue Ursache kennt, würde ich mich über eine Erklärung freuen.
Schon einen Tag später ist Autor Christian Kathan im Kruemelkram zu Gast, und stellt uns seine Space Opera „Goliath“ vor. Christian ist ein einfach zu handelnder Interviewpartner. Wenn man ihm eine Frage stellt, redet er den ganzen Abend völlig autonom weiter. Daran haben auch die Gäste ihren Spaß und wir können es locker angehen lassen.
Im Juni berichtet Pit Elan in einem sehr bewegenden Vortrag über sein geplantes Selbsthilfeprojekt in SecondLife. Pits Frau ist vor mehr als 10 Jahren an Alzheimer erkrankt und deswegen bietet SecondLife für ihn eine der wenigen Möglichkeiten, Freundschaften zu schließen. Pit möchte deswegen einen Treffpunkt für SL Bewohner anbieten, die in einer ähnlichen Situation leben. Sein Vortrag lockt gut 20 Avatare an. Leider hat sich sein Projekt im weiteren Verlauf des Jahres nicht so weiter entwickelt, wie Pit sich das erhofft hat und mittlerweile hat er seine Aktivitäten in dieser Richtung meines Wissens nach wieder eingestellt. Falls jetzt noch jemand auf Pits Idee aufmerksam wird, wendet euch bitte an ihn. Ich halte seinen Einfall nach wie vor für einen sehr guten.
Am 12. Juni liest Krimiautor Oliver Buslau im Kruemelkram aus seinem Roman „Der Vampir von Melaten“. Er ist einer der wenigen Autoren die sich, genau wie Lea Korte, obwohl bereits etabliert, trotzdem für Lesungen im virtuellen Raum begeistern können. Außerdem ist er ein besonders angenehmer Interviewpartner der ganz offensichtlich Spaß an SL hat.
Der Juni bringt auch die optimalen Bedingungen für neue Fototouren. Zum Beispiel hoch auf den Tetraederberg, auf dem ich am 27. Juni einen der schönsten Sonnenuntergänge dieses Sommers knipsen kann.
Der 18. Juli 2010 wird zum eigentlichen Höhepunkt des Kulturhauptstadtjahres. Das „Stillleben“ auf der A40 begeistert die Ruhrpottler und treibt selbst den größten Grießgram raus auf die Autobahn, die zur größten Tafel der Welt geworden ist. Gemeinsam mit Bloggerkollege Fenrir bin ich schon früh am Morgen vor Ort. Bereits um 7.22 Uhr poste ich die ersten Bilder der noch gesperrten Autobahn. Vielleicht der unbeschwerteste Tag dieses Sommers - denn noch wissen wir nicht, wie schlimm das folgende Wochenende werden wird.
Am Samstag den 24. Juli fiebert der Pott dem nächsten Megaevent entgegen. Die Loveparade soll Duisburg neuen Glanz verleihen. Auch ich mache mich mit der Kamera auf den Weg, ergattere sogar einen Parkplatz, entscheide mich dann aber doch gegen gut 3 Kilometer Fußweg bis zum Event. Es sind mir schon jetzt zu viele Leute auf der Straße, ein beträchtlicher Teil bereits um diese Zeit schwer angetrunken. Mein ungutes Gefühl hat wohl etwas mit Instinkt zu tun. Die Loveparade wird nicht nur zum Fiasko sondern zur Tragödie. 21 Menschen sterben durch eine Massenpanik. Nur eine Woche nach dem überwältigenden „Stilleben“ trauert der Pott. Die Loveparade wird zum Politikum. Auch für uns im Kruemelkram auf ziemlich unerwartete Weise.
Im August läuft ein Haus durch den Gelsenkirchener Nordsternpark. Über das steampunkige Haus auf Beinen der dänischen Künstlergruppe N55 habe ich schon zwei Jahre zuvor gebloggt. Jetzt kann ich es selber fotografieren. Es entstehen noch wesentlich mehr Bilder in diesem August. Viele davon im Landschaftspark Nord in Duisburg aber auch in der näheren Umgebung. Stunden mit der Kamera sind die, in denen ich am besten herunterkommen kann.

Am 1. September lese ich eine Stunde lang in der Harbour Village Lounge in der virtuellen Schweiz. Diesmal zeichnet Flusskiesel das ganze auf. Bisher die einzige Aufzeichnung einer unserer virtuellen Lesungen.(Kann man sich weiter unten nochmal anhören).
Vom 9. bis zum 12. September steigt im holländischen Enschede wieder einmal das Gogbot. Diesmal unter dem Motto: „The Singularity is Near“. Parallel dazu fand in den letzten Jahren immer ein Parallelevent in SecondLife statt. Doch dieses Jahr haben die holländischen Veranstalter ein Problem. Sie haben keine SIM mehr. Das Kruemelkram tritt auf den Plan und wir holen das Inworld Event nach Ataria. Das alles geht so schnell und plötzlich, dass wir gerade eine Woche haben, um aus dem Nichts ein Kunstevent zu zaubern. Aber als wir sie rufen, kommen die namhaften SL-Künstler. Namen wie Bryn Oh, Glyph Graves, Artistide despres, Fuschia Nightfire, Sabrinaa Nightfire, aber auch Newcomer wie Moewe Winkler sind dabei. Sogar der Performance- und Medienkünstler Stelarc tritt live zur Eröffnung auf. Zu diesem Zeitpunkt ist die SIM bereits zum bersten voll und steht kurz vor dem Absturz. Ein eindeutiger Höhepunkt in der Reihe von Events im Kruemelkram in diesem Jahr.
Zeitgleich steht ausgerechnet an diesem Wochenende ein für mich ganz besonders Highlight auf dem Programm. Die von Frank Hebben gemeinsam mit der Gruppe 10 organisierte Cyberpunk Lesung in Bielefeld. Darauf freue ich mich schon lange Zeit und dafür verzichte ich auch auf den Besuch des Gogbot am Samstag, obwohl mir das schwer fällt. Die Lesung gemeinsam mit Frank Hebben, Uwe Post, Michael Iwoleit, Nicklas Peinecke, Christian Günther und Uwe Schimunek hält was sie verspricht. Im stilvollen Ambiente der Galerie Gruppe 10 macht der Vortrag besonders viel Spaß. Danke noch einmal dafür Frank. Der arme Kerl hat wahrscheinlich blut geschwitzt, denn ich verspäte mich bedingt durch eine verzögerte Abfahrt und weil die Bielefelder Innenstadt durch gesperrte Hauptstraßen zum Labyrinth geworden ist.
Der Preis für die Teilnahme an der Lesung ist ein hoher. Das Gogbot am Samstag haben wir verpasst, das Gogbot am Sonntag ist völlig verregnet und vereinsamt und keinen Besuch mehr wert. Das tut besonders weh, weil der Tag davor einer der letzten sonnigen dieses Jahres gewesen zu sein scheint.
Am 25.9 lesen Zauselina und gemeinsam aus dem Programm „Schmeckt Komisch“ im Leipziger McCallen Theater. Und dabei nehmen wir kein Blatt vor den Mund. Es geht sogar um Sex ;-)…
Die Bitterschlagler laden im Oktober gemeinsam mit dem Culex-Verlag zum Poetry Slam im Parkhaus Meiderich ein. Ich traue mich und teile mir zu meiner großen Freude mit der Lyrikerin Stefanie Jerz den ersten Platz. Deswegen darf ich am darauf folgenden Samstag auch gleich noch mal im Duisburger BaBaSu auftreten. Leider ist die Stimmung dort nicht mal ansatzweise so gut wie im Parkhaus
Der Oktober macht mich im Vorbeigehen auch 41, was aber völlig okay ist und wesentlich besser, als dort nie angekommen zu sein. Am 22. Okober machen wir einige lang aufgeschobene Lightpainting Experimente im LaPaDu und mir gelingt eine erste, wenn auch noch unspektakuläre Lichtsphäre.
Am ersten November wird dieses Blog 5000. Für mich aus oft erwähnten Gründen immer wieder ein Anlass zum feiern. Aber der November bringt auch sehr schlechte Nachrichten. Case Schnabel, alias Manfred J. Heinze stirbt. Er ist einer von denen, die noch viel Potential in virtuellen Universen sehen und er hat bis zuletzt an seinen Projekten gearbeitet. Ein Verlust für alle Welten, in denen er lebte – und ich denke, das waren einige.
Am 22. November erscheint die mit Frank Hebben und Uwe Post gemeinsam für den Dortcon 09 verfasste Kurzgeschichte "Outage" endlich als Zweiteiler in c`t. Eine der längsten Stories übrigens, die jemals dort abgedruckt wurden.
Zauselinas und meine lang geplante Erotiklesung steigt am 27. November im Kafe Kruemelkram. Zauses Geschichten über Damen die Erotikautowäschen und besonderen Lederservice anbieten kommen gut an beim Publikum, obwohl der eine oder andere mit einer gewissen Erwartungshaltung vielleicht doch enttäuscht wird. Das allerdings auf hochamüsante Weise.
Passenderweise wird in diesen Tagen der Jugendmedienschutzstaatsvertrag zum drohenden Damoklesschwert über dem Web 2.0.
Das Bitterschlagbuch Nr1 erscheint ebenfalls im Dezember. Ein wunderbares kleines Büchlein hat der Verein da produziert und ich freue mich, mit einer Kurzgeschichte dabei zu sein.
Am 11. Dezember liest Sven Klöpping im Kruemelkram aus seinem Buch „Menschgrenzen“ und wir eröffnen die thematisch passende Ausstellung „Urban Impressions“ in der Galerie.
Und dann geschehen doch noch Zeichen und Wunder. Das Getöse im Internet über den Jugendmedienschutz Staatsvertrag findet Gehör bei denen, die sonst nie zuhören. Die CDU lehnt die Regelung ab und blamiert die SPD damit noch einmal mehr. Für eine Weile hat man das Damoklesschwert…nun, nicht entfernt, aber höher gehängt.
Wir feiern den Jahresausklang im Kruemelkram am 18. Dezember mit der wohl bestbesuchten Lesung dieses Jahres. Kein Wunder bei einem Staraufgebot das seinesgleichen sucht. Es lesen Zauselina , Daruma Boa, Jedda Pearl und Violetta Miles, die ihre neue Kurzgeschichte durch Zauselina vortragen lässt. Außerdem sind noch Oliver Buslau, Gavrael Hawkeye und natürlich meine Wenigkeit mit von der Partie. Ein gutes Ende für ein hervorragendes Lesungsjahr.
Danke 2010, du hast Spaß gemacht. Und danke an alle, die dabei geholfen haben.
Drücken wir die Daumen für 2011.
Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2011.




A40 Stillleben

Eröffnungslesung im Kruemelkram




Lea Korte im Kruemelkram

Gogbot 2010 - Eröffnungsfeier

Zauselina und Kueperpunk bei der Erotiklesung

Sonnenuntergang über Duisburg

Zeitungsartikel über die Cyberpunklesung in Bielefeld

Mittwoch, Dezember 22, 2010

Vorweihnachtsstress...

Dringende Einkäufe müssen erledigt werden,  ein neues Auto müsste auch her, aber dafür fehlt die Zeit und dann fällt am Abend noch im Keller der Strom und damit auch die Heizung aus. Etwas zu viel Chaos für meinen Geschmack an diesem 22. Dezember. Als Sahnehäubchen auf dem Stressberg der dritte Erkältungsschub in diesem Monat. So nötig  habe ich die Weihnachtsfeiertage noch nie gehabt...

Montag, Dezember 20, 2010

Das hat was...

Mehr hier...

Die chinesischen Programmier Sklaven...





 Oh ja, davon träumen unsere Wirtschaftsbosse. Junge Universitätsabgänger mit Programmiererfahrung, die für umgerechnet 440 Dollar im Monat arbeiten und in Verschlägen hausen, die einen Breitbandinternetzugang haben, aber keinen Kühlschrank. Dort nennt man sie Ameisen. Eine Bilderserie auf newsweek...

Das Kruemelkram Enthüllungsbuch: Rolling Pebbles - Schattenseiten einer Legende...

Stimmt, dieses Buch exisiert nur virtuell. Man kann es für 100 Lindendollar im Kafe Kruemelkram kaufen, wenn man uns unterstützen möchte, oder es sich ganz umsonst aus einer der Geschenkbxen unter dem Weihnachtsbaum angeln. Direkter Teleport zum Bücherstand im Kruemelkram...

Samstag, Dezember 18, 2010

Nach der Weihnachtslesung...

Wow, es war wirklich klasse. Vielen Dank noch einmal an unsere Leser und Autoren: Daruma Boa, Oliver Buslau, Gavrael Hawkeye, Violetta Miles und Jedda Pearl. Ihr ward alle ganz hervorragend.  Mit dem Publikum hatten wir ebenfalls großes Glück. Nicht nur was seine Quantität angeht, die mit gut 35 heute im Rekordbereich lag, sondern auch in Sachen Aufmerksamkeit und guter Laune. Es war ein Spaß für euch zu lesen. Und das ging sicherlich nicht nur mir so. 
Hier einige Momentaufnahmen:









In 3 Stunden steigt die Weihnachtslesung im Kruemelkram...



Um 21 Uhr starten wir durch. Genau dort im Kruemelkram...

Auf dem Plateau der Produktivität...




Virtuelle Welten erwähnt man in den deutschen Medien eher ungern. Woran das liegt? Ich glaube zum Teil an einer gewissen intellektuellen Überheblichkeit, mit der man alles abkanzelt, wofür man sich nicht genug Zeit genommen hat. Bekanntermassen bin ich selbst ja eifriger und hochenthusiastischer Anwender virtueller Welten. Deswegen habe ich geschmunzelt, als ich bei Burks über ein Posting zum Thema gestossen bin. Eine dieser Martkforschungsfirmen hat sich SecondLife näher angeschaut, und die Entwicklung von 2007 bis heute in einem Diagramm zusammengefasst. Erst ging`s beim Hype hoch hinauf, dann tief ins Tal der Enttäuschngen  für jene, die mal wieder naiv genug waren, zu glauben, sie könnten mit "Internet und so" schnell reich werden. Seit dem interessieren sich die Medien allenfalls für SecondLife und OpenSims, um die Nutzer als Idioten abzuwatschen. Währenddessen gibt es Anwender wie uns, die ohne den Anspruch Geld verdienen zu wollen, im stillen Kämmerlein weiter werkeln und virtuelle Welten für nichtkommerzielle Projekte nutzen. Still und leise hat SecondLife dabei ein neues Plateau der Produktivität erreicht. So zumindest die Analyse der Markftforscher. Ich will ehrlich sein: Von Marktforschung halte ich nichts. Aber das Diagramm hätte so von mir stammen können. Mehr drüben bei Burks...

Freitag, Dezember 17, 2010

Morgen ab 21 Uhr Weihnachtslesung im Kafe Kruemelkram...



...genauer gesagt in der Schneekugel, an der wir gerade noch arbeiten. Morgen Abend mit dabei: Daruma, Boa,  Oliver Buslau, Gavrael Hawkeye, Violetta Miles, Jedda Pearl und eventuell einige Überraschungssgäste. Danach gibts eine große Bescherung für Vortragende und Gäste. Hier kommt man direkt zur Schneekugel...

Donnerstag, Dezember 16, 2010

Vor der Haustür...

...der Villa Kueperpunk heute Abend um 18.40 Uhr. Man beachte den Schatten des Aliens auf der Treppe...

Sich bei diesem Wetter Al Gores "Eine unbequeme Wahrheit" anzusehen...

...entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Wo ist die globale Erwärmung, wenn man sie braucht? Verfolge aus dem gut beheizten Wohnzimmer den Schneechaos-Ticker beim Westen und genieße den wohligen Schauder, den er bei mir auslöst.

Mittwoch, Dezember 15, 2010

Große Weihnachtslesung im Kruemelkram am Samstag ab 21 Uhr...



Eigentlich ist es schon eher eine Gala, was wir da anzubieten haben. Am Samstag bei uns zu Gast: Daruma Boa, Oliver Buslau, Heidi Hensges, Jedda Pearl, Rael Wissdorf und Überraschungsgäste. Natürlich sind auch Zauselina und ich dabei und am Ende gibt es eine Bescherung mit Geschenken für alle Vortragenden und Gäste. Das hat Potential für einen tollen Samstag Abend.

Der Jugendmedienschutzstaatsvertrag wird abgelehnt...

...und zwar nicht mehr nur von uns, der Web 2.0 Community in Gestalt von Bloggern und Forenbetreibern, sondern ganz plötzlich auch von den Politikern selbst. Das ist einerseits zunächst erfreulich, andererseits aber auch sehr überraschend. Etwa so als hätte ein Forrest Gump mit einem IQ von etwa 75 ganz unerwartet die Relativitätstheorie in allen ihren Konsequenzen durchschaut. Ausgerechnet die CDU will von dem Staatsvertrag, den sie einst selbst für eine grandiose Idee hielt, ganz plötzlich nichts mehr wissen. Und damit steht sie jetzt in einem Licht da, das dummerweise nicht das ungünstigste ist. So möchte ich an dieser Stelle wieder einmal das Wort an meine SPD richten. Sag mal, Tante SPD. Uns ist klar, dass du etwas begriffsstutzig, ziemlich stur und möglicherweise auch senil bist. Aber mal ernsthaft: Wie bescheuert bist du eigentlich? Es war von vornherein jedem klar, dass der Jugendmedienschutzstaatsvertrag mindestens genauso überflüssig ist wie sein Name lang. Eine Regelung, die Kinder und Jugendliche vor nichts aber auch rein gar nichts schützen würde, der Erotikbranche helfend unter die Arme greift, Abmahnanwälte zu Massengeldeintreibungen ermuntert und kleine Blogger mitunter dazu zwingt, halbkommerzielle Projekte dicht zu machen. Nicht nur, dass du bis zuletzt an diesem Schwachsinn festhalten wolltest, nein, jetzt lässt du sogar noch zu, dass sich die CDU plötzlich als großer Retter aufspielen kann.
Was mich jetzt besonders interessiert, ist die Frage, wie es zur plötzlichen Richtungsänderung kommen konnte. Unmutsäußerungen aus der Blogosphäre sind ja schön und gut. Aber ich mag nicht recht daran glauben, dass unsere gedankenlosen Vordenker sich von einem online-Shitstorm so sehr beeindrucken lassen, dass sie sich von einer ihrer Wahnsinnstaten abbringen lassen.

Dienstag, Dezember 14, 2010

Die große Weihnachtsfeier im Kafe Kruemelkram...



...am kommenden Samstag ab 21 Uhr. Mit dabei unter anderem: Daruma  Boa, Gavrael Hawkeye alias Rael Wissdorf, Oliver Buslau und Jedda Pearl. Mehr Informationen ab morgen. 

Sonntag, Dezember 12, 2010

Immerhin kann Kim Jong-Il einen Gesichtsausdruck mehr als Chuck Norris...

Kim Jong-Il looking at things.  Im Gegensatz zu unseren Politikern macht er keinen Hehl daraus, dass es ihm am Arsch vorbei geht, was die kleinen Leute so machen...

Meeting auf New Caerleon...

In den letzten Jahren habe ich immer wieder über die Caerleon Künstler in SecondLife berichtet. Noch immer ist man dort hochaktiv. Doch die Zeiten ändern sich und auch SL verändert sich. Und das nicht unbedingt zum besten. Bisher konnten nicht kommerziell genutzte SIMs zu einem niedrigeren Preis gemietet werden. Diese Option hebt Linden Labs mit Beginn des nächsten Jahres auf. Damit steigen die Kosten für die Caerleon Sims schlagartig von 3400 auf 6800 US Dollar im Jahr. Das erfordert Konseqeunzen. Insbesondere für Georg Janick, alias Gary Zabel, der die SIMs in den letzten Jahren hauptsächlich aus eigener Tasche finanziert hat. Im Meeting, das gerade stattfindet, geht um die Zukunft des Caerleon Projektes..
Irgendwie gewinnt man den Eindruck, SecondLife möchte seine Bewohner mit aller Gewalt in die OpenSims vertreiben...













Das Tron Eishotel...



Eine Bilderserie aus Schweden bei mymodernmet...

Freitag, Dezember 10, 2010

Cyberpunklesung mit Sven Klöpping morgen ab 21 Uhr im Kruemelkram...






















Sven Klöpping liest ab 21 Uhr aus seiner Sammlung "Menschgrenzen". Danach eröffnen wir unsere neue Ausstellung "Urban Impressions" mit Bildern von La Baroque, Looatmy Back, Erica Barbarossa und Sylvia Boyle. Hier lang ins Kafe Kruemelkram...

Streets of Dead...




Klasse Arbeit. Mehr davon bei Fenrir...

Jugendmedienschutz Staatsvertrag durchgewunken - natürlich...

Nein, der JMStV wird im nächsten Jahr nicht einen einzigen Jugendlichen daran hindern, sich seine tägliche Dosis Pornographie und Gewalt zu verschaffen. Er wird den Zugang für unter 18jährige zu sogenanntem "entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten" nicht einmal für Sekunden verzögern, denn deutsche Website waren nie eine Quelle für die Bilder und Filme um die es hier angeblich geht. Der Jugendmedienschutzstaatsvertrag wird der deutschen Pornoindustrie ihre Arbeit im Internet vereinfachen und Abmahnanwälten eine neue Möglichkeit verschaffen, sich durch Mißbrauch von Gesetzen zu bereichern.
Dass ist vielen unserer Politikern durchaus bewusst. Ihr Aktionismus dient wie immer nur dem Zweck, dem Normalbürger, also dem Wähler  - und zwar dem, der nichts vom Internet versteht   - vorzugaukeln, man wäre bemüht unsere Jugend zu schützen. Nicht vor Arbeitslosigkeit, Hartz IV oder Armut,  nicht vor Perspektivlosigkeit, nicht vor Kriminalität, nicht vor Drogenmißbrauch, nicht  vor Studiengebühren oder Ausbeutung am Arbeitsplatz  -  aber vor Möpsen, Actionszenen und ungeschönten Nachrichtenbildern. Außerdem wird der JMStV geschickt eingesetzt zu einem fabelhaften Zensurinstrument. Bilder von Demos wie Stuttgart 21 auf denen wir verletzte Demonstranten sehen, denen nach Wasserwerferbeschuß ein Auge aus der Höhle hängt, wird es dann nicht mehr geben, denn das Blog ist ja ab 18 und nur spät in der Nacht erreichbar -  wenn überhaupt.
Auch in diesem Fall haben unsere Damen und Herren sich mal wieder etwas ausgedacht, das an Stammtischen und bei Kaffeekränzchen mit betroffenem Nicken zur Kenntnis genommen und Satzabsonderungen wie "Finde ich gut, dass die da was machen, das wird ja immer schlimmer"  kommentiert werden wird. Noch dazu kostet so ein Gesetz unseren Staat praktischwerweise nichts. (Außer dem Politikergehalt, das wir langsam aber sich dringend einsparen sollten)  Kosten wird es uns Blogger und Websitebetreiber etwas: Zeit, Mühe, dann und wann eine Abmahnung oder ein Bußgeld, falls einem von uns der Kragen platzt und er postet, wonach ihm gerade der Sinn steht. 
Ich persönlich bin es leid, mitanzusehen, wie die Politik Entscheidungen über Dinge fällt, von denen sie nichts versteht, um damit Wählern zu Gefallen, die durch diese Regelungen gar nicht betroffen sind. Das passiert nicht nur im Bereich der neuen Medien, sondern auch auf ganz anderen Gebieten. Studiengebühren wurden eingeführt, ohne die Studenten zu fragen, Schulreformen werden verabschiedet, ohne Lehrer oder Schüler zu fragen, Gesundheitsreformen werden durchgedrückt, ohne auf Ärzte oder Patienten zu hören.Der JMStV ist nur ein weiteres Beispiel für die immer wieder rotzfrech zur Schau gestellte Ignoranz unserer Entscheidungsträger, die langsam aber sicher dazu übergehen, Widerstand niederknüppeln zu lassen und ihre Kritiker durch geschickte Gesetzgebung zum Schweigen zu bringen. 
Was können wir für Konsequenzen ziehen? Am heutigen Abend bin ich mir ziemlich sicher, dass ich kein Wahllokal mehr betreten werde. Der zeitliche Aufwand ist mir zu groß, und so wirst du, liebe SPD meine Stimme nach jahrelanger Treue - wobei ich immer Zweifel hatte, oh ja, große Zweifel, und du warst auch nur das kleinste Übel  - höchstwahrscheinlich nie mehr erhalten. Auch keine andere Partei, denn die Entwicklungen der letzten Jahre haben mir persönlich gezeigt, dass keine politische Fraktion mehr bereit ist, sinnvolle Arbeit zu leisten, "nein" zu sagen, wenn ein nein notwendig ist, oder ein "ja" dort durchzudrücken, wo wir schon viel zu lange darauf warten müssen. Mir ist mittlerweile egal, welcher inkompetente und völlig verantwortungslose Sauhaufen Entscheidungen über meinen Kopf hinweg trifft. Sie haben also Angst vor Entwicklungsbeeinträchtigungen? Nichts kann so entwicklungsbeeinträchtigend sein, wie unsere derzeitige politische Führungsriege. Und so spare ich mir die Mühe und werde Wahlen ab sofort ignorieren.
Bis hierhin und nicht weiter.  
Übrigens:  Blogs vom Netz zu nehmen, halte ich für die denkbar uneffektivste Protestaktion. Das Gegenteil wäre angemessen...

Donnerstag, Dezember 09, 2010

Wenn ich Tenöre sehe...

...denke ich seltsamerweise als nächstes immer an Scharfschützen. Vor allem wenn sich die Tenöre an einem nicht allzu schlechten Popsong vergreifen...

Wenn ich Aufzug fahre, möchte ich nicht, dass die Kabine an sowas hängt...








Einem Fahrstuhlantrieb aus den 20er Jahren. Zu besichtigen in New York. Mehr dazu dort...

Bei den Vorbereitungen zu Sven Klöppings Lesung am Samstag...



Die Künstler nehmen noch letzte Feinarbeiten an der Galerie vor und wir basteln am Bühnenbild. Sven Klöpping liest am Samstag ab 21 Uhr im Kafe Kruemelkram. Und ab 22 Uhr eröffnen wir unsere Ausstellung "Urban Impressions" mit Bildern düsterer SecondLife Metropolen. Es wird hochdystopisch und cyberpunkig.

Mittwoch, Dezember 08, 2010

Bilder von der russischen Raumfähre Buran und ihrem Startplatz...



Noch trauriger als das Schicksal des amerikanischen Space Shuttle war das des russischen Pendants "Buran". Äußerlich dem amerikanischen Raumpendler zum Verwechseln ähnlich startete die Buran lediglich zu einem einzigen unbemannten Flug im Jahr 1988. Danach verschwand sie in einer Montagehalle in Baikonur, bei deren Einsturz im Jahr 2002 die Buran völlig zerstört wurde.  English Russia mit einer Bilderserie von Buran und Startplatz.
Bei der angebildeten Fähre dürfte es sich um eines der beiden Ersatzmodelle handeln. Ein zweites steht im Technikmuseum in Speyer.

Gehirnchirurgie...




 ...mit Lego. Mehr davon hier.
(via Legoexpress)

Dienstag, Dezember 07, 2010

Die Arsen Lebensform der NASA...

...hat mich schon vor der offiziellen Pressekonferenz an einen verzweifelten Publicity Stunt erinnert. Denn die NASA hat ein Problem. Die goldene Ära der Raumfahrt liegt 30 Jahre zurück und von einer Weiterentwicklung kann keine Rede sein. Die ISS beeindruckt niemanden egal ob mir oder ohne Panoramafenster, ein bemannter Marsflug hat nie stattgefunden und wird das auch in den nächsten 30 Jahren nicht und nach 30jähriger "Testphase" wird das Shuttleprogramm eingestellt. Statt eines neuen weiterentwickelten Pendlers, der wie ein Flugzeug startet, setzt man demnächst wieder auf eine simple Rakete, die wie eine getunte Staurn V aussieht. Ja, die NASA muss dringend etwas vorweisen, mit dem sie ihre Existenz rechtfertigen kann. Extremophile Lebewesen sind da keine wirkliche Neuheit, man hat mehr den Eindruck, dass PR Leute einen Notizzettel aus der Schublade gezogen haben. Besonders peinlich wird es allerdings, falls sich herausstellt, dass die sensationellen Ergebnisse das Resultat von Verunreinigungen sind. Ein Artikel auf io9.com...

Das Bitterschlag Buch ist da...






















"Bitterschlag Nr. 1" lautet der Ttitel des ersten Buchs der Bitterschlagler. Mehr Infos dort...