Dienstag, November 30, 2010

Der Tag an dem das Blogsterben begann...

...ist leider heute. Denn der neue Jugendmedienschutz-Staatsvertrag sorgt dafür, dass das Betreiben eines Blogs zu einem gefährlichen jusristischen Minenfeld wird. Ab Januar 2011 müssen die Betreiber von Websites ihre Homepages auf jugendgefährdende Inhalte hin überprüfen, klassifizieren und Maßnahmen zum Schutz der Jugendlichen ergreifen. Diese Maßnahmen sind für kleine Blogs kaum praktikabel und/oder mit erheblichem Kostenaufwand verbunden. Erste Blogbetreiber haben bereits angekündigt, ihre Blogs ab dem 1. Januar einzustellen. Wunderbar. Unser Staat entledigt sich so auf denkbar einfache Weise eines Mediums, das ein wichtiges Instrument für die freie Meinungsäußerung ist und als solches in naher Zukunft noch wichtiger wird. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Diese Entscheidung wurde - und das kann man nicht deutlich genug sagen - von Politikern getroffen, die Kinderpornoseiten nicht löschen sondern nur verstecken möchten, aber offensichtlich großes Interesse daran haben, ein wichtiges freies Medium aus dem Weg zu räumen.
Der Jugendmedienschutz Staatsvertrag sollte vor allem die Web 2.0 Community ein Signal sein, endgültig entschlossen mehr Widerstand gegen eine völlig inkompetente und aus dem Ruder laufende Zensurpolitik zu leisten. Wir können nicht länger zulassen, das Entscheidungen über das wichtigste Kommunikationsinstrument der Zukunft weiter von technologischen Analphabeten oder schlimmer noch Saboteuren an der Meiungsfreiheit und Zensoren auf dem geistigen Stand der spanischen Inquisition über unsere Köpfe hinweg gefällt werden. Bis hierhin und nicht weiter!
Mehr dazu unter anderem beim Schockwellenreiter...
Sehr detaillierte Informationen auch hier...

Montag, November 29, 2010

Good Bye Leslie Nielsen...

...wirklich berühmt wurde er erst im fortgeschrittenen Alter als bekloppter Bulle in "Die nackte Kanone". Aber Nielsen schrieb auch Science Fiction Geschichte als smarter Raumschiffkommandant im Klassiker "Forbidden Planet". In guter Erinnerung ist er mir auch als Mel Brooks "Dracula". Da hat mir die Persiflage ausnahmsweise mal besser gefallen als das Original. Er starb gestern im Alter von 87 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Good Bye Leslie!

Samstag, November 27, 2010

Noch mehr Bilder von der Lesung drüben bei Zauselina...





Hier lang...

Oh ja, wir hatten Spaß bei der Erotik-Lesung...

Auch wenn  männlichen Zuhörer jetzt noch mit den Bildern in ihren Köpfen zu kämpfen haben und einige der Damen wohl gerade dabei sind, sich eine Gurkenmaske zuzubereiten. Zauselina und ich haben zusammen geballte Erotik auf die virtuelle Bühne gezaubert und unserem willigen Publikum kräftig eingeheizt. Einige werden heute Abend sehr überhitzt sein. Wir freuen uns schon jetzt auf`s nächste Mal. Am 11. Dezember bei uns zu Gast: Sven Klöpping mit seinem neuen Buch. 






Um 21 Uhr beginnt die Erotik-Lesung im Kafe Kruemelkram...



Wir bringen uns auch schon langsam auf Touren...äh, ich meine natürlich, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Um 21 Uhr geht`s los im erweiterten und ausgebauten Kafe Kruemelkram in Ataria.Einfach hier klicken...

Mittwoch, November 24, 2010

Wenn BWLer beim Schockwellenreiter mehr über`s Bloggen erfahren wollen...

...dann weil sie etwas falsch verstanden haben und meinen, man könnte damit Geld verdienen.  Der Schockwellenreiter erklärt ihnen ihren Denkfehler...

Geschürte Terrorangst und ihre Kollateralschäden...

Wehe dem, der in diesen Tagen Koffer, Aktentasche, Rucksack oder Karton versehentlich an einem öffentlichen Ort vergisst. Wer so unabsichtlich Polizeieinsätze und damit verbundene Sperrungen von Bahnhöfen oder Flughäfen verursacht, muss damit rechnen, zur Kasse gebeten zu werden. Und dabei werden schnell existenziell bedrohliche Summen erreicht. 
Eine gute Gelegenheit, um auf Mario Sixtus Aktion "Wir haben keine Angst" hinzuweisen. Nicht, dass ich jemals ein Fan von Deutschlands A-Blogger Prominenz werde, aber manche Ideen sind einfach zu gut, um sie zu ignorieren...

Am Samstag große Erotiklesung der Brennenden Buchstaben...



Zauselina hat bei den Brennenden Buchstaben geschrieben, was ihr erwarten dürft:

"Feuchte Träume und wilde Nächte - wer will das nicht? Ja die Brennenden Buchstaben wagen ein neues Experiment. Und wer den Kueperpunk und die Zauselina kennt, der weiß: Da kann nix Gescheites bei raus kommen.
Ab neun Uhr abends wird´s im Kafé KrümelKram also feucht-fröhlich. Diesmal müssen wir allerdings darauf bestehen, dass eine Kleiderordnung eingehalten wird. Bitte erscheint so, wie gesittete Leute sich im Bett kleiden*.

_________________________________
* Lange U-Hosen oder Frottee-Anzug
* Gurkenmaske, wahlweise auch Melonen-, Kaktusfeige- oder Sojabohnen-Maske
* Lockenwickler nur ohne Treibgase"

Dienstag, November 23, 2010

Die Grid-Gazette über Grid-Highlights...

Wunderschöne virtuelle Sehenswürdigkeiten in Open Neuland und Wilder Westen. Auch ein Vermächtnis von Case Schnabel. Toll. Hier kann man sich einen Eindruck verschaffen...

Das heiße Gerücht: Am Samstag wird es erotisch im Kafe Kruemelkram...














Denn am kommenden Samstag steigt die große Erotik Lesung der Brennenden Buchstaben. Ab 21 Uhr geht`s los. Oh Yeahhh. Und wir werden kein Blatt vor den Mund nehmen. Die frühe Samstagnacht wird heiß werden ;-)...

Schwerkraft ist eine Tatsache...

...davon konnte ich mich am Sonntag auf schmerzhafte Weise selbst überzeugen, als ich auf meiner Raumspartreppe ausgerutscht bin. Im sekundenbruchteillangen Verlauf dieses Fehltritts gelang es mir einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen. Deutlich unter eine Sekunde wo ich sonst rund vier benötigt hätte. Zuzuschreiben ist diese sportliche Glanzleistung meiner neuen Treppenrutschtechnik, bei der ich die einzelnen Stufen statt auf den Füßen auf Steißbein und Nieren zurückgelegt habe. Nein, passiert ist mir nix, abgesehen von angekratzter Würde und einer Prellung an einer Stelle, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte und die ich erst recht nicht fotografieren werde - ausser vielleicht, wenn ich deutschen Politikern auf eindringliche Weise mitteilen möchte, was sie mich können. Aber mit meinem Experiment gelang mir ein eindrucksvoller Beweis für die Existenz und Wirksamkeit der Schwerkraft. Was mich wundert ist, dass es ausgerechnet an einem Sonntag passierte, an dem ich einigermaßen ausgeschlafen war. Ich bin mir jetzt sicher, dass ich durch das alltägliche frühe Auftstehen schon seit Jahren jeden Morgen mein Leben riskiere.Wie kann man das nur von mir verlangen?

Nettes Hauptquartier für einen Superschurken...


Könnte mir auch gefallen. Mit 350 Metern aber etwas zu hoch für mich. Ein unter anderem durch Origami inspiriertes Konzept, dass spanische und amerikanische Architekten für Taiwan entwickelt haben. Kann man sich ansehen bei mymodernmet...

Bilder von den Dreharbeiten des Films "Destination Moon"...

Eine Bilderserie bei aqua-velvet...

Montag, November 22, 2010

Die Outage hat begonnen...























Liest hier noch jemand mit? Seid ihr noch da? Es ist soweit. Es beginnt heute.
Uwe Post, Frank Hebben und ich präsentieren gemeinsam die Story zum Überwachungsstaat. Anfang 2009 war uns noch nicht klar, wie brandaktuell die Story "Outage", die wir eigens für den Dortcon 09 geschrieben haben,  im Jahr 2010 sein würde. Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung und Überwachung sind Themen, die derzeit die Nachrichten beherrschen. "Outage" wird in den nächsten beiden Ausgaben der c`t zu lesen sein und ist, glaube ich, eine der längsten Stories, die jemals dort erschienen sind.
Bevor ich es vergesse:  Auch auf dem Dortcon 2011 werden Uwe, Frank und ich gemeinsam lesen. Wir haben da schon ein paar Ideen...

Samstag, November 20, 2010

Lieferte der Grundriss einer Wiener Bank die Designvorlage für den rasenden Falken...


Man könnte fast glauben, Produktionsdesigner Ralph McQuarrie hätte den Entwurf in einem Buch von Otto Wagner entdeckt. Mehr dazu dort..

Die Lyrik Lesung...

...in der Crossworlds Galerie hat uns viel Spaß gemacht. Die kleineren Soundpannen  haben das Vergnügen nicht vermindert. Dank an Naomi, Lianou, Moewe und Jedda. 


In einer Stunde geht die Lyrik Lesung los...

In der wunderschönen Crossworlds Gallery in SecondLife. Einfach den Link klicken...

Heute Abend ab 21 Uhr Lyrik Lesung in SecondLife...



Und zwar genau hier in der Crossworld Gallery...

Schokoladenwaffen...

...liegen als Mitbringsel von Flugreisen derzeit voll im Trend. Es ist allerdings mit längeren Durchsuchungen des Gepäcks zu rechnen - und einer  Haftstrafe. Gefunden bei Whokilledbambi...

London - 360 Grad, 80 Gigapixels...

Wie detailreich diese Aufnahme wirklich ist, erkennt man, wenn man zum Beispiel das Londoner Riesenrad am Horizont heranzoomt. Dann kann man die Personen in den Kabinen erkennen. Beeindruckend. Dort lang...

Freitag, November 19, 2010

Morgen Abend ab 21 Uhr Lyrik Lesung in der Crossworlds Gallery in SecondLife...

Morgen Abend ab 21 Uhr Lyrik Lesung in der berühmten Crossworld Gallery. Die Brennenden Buchstaben zeigen sich diesmal von ihrer poetischen Seite. Mit dabei: Naomi Greenberg, Jedda Pearl, Moewe Winkler, Lianou Llewellyn, Zauselina Rieko und Kueperpunk Korhonen.


Schon erstaunlich...

...das VOX bei der Programmplanung vorausgeahnt hat, dass der Film "Ausnahmezustand" Mitte  November ganz hervorragend zur politisch/gesellschaftlichen Stimmungslage passen würde. Irgendwie gibt man sich derzeit so große Mühe, uns Angst zu machen, in dem man uns sagt, es bestünde eigentlich kein Grund zur Angst...

Die SecondLife KulturKonferenz...



Es gibt sie: Kulturschaffende in SecondLife. Und zwar so einige. Als da wären Autoren, Blogger, Musiker, Filmemacher, Journalisten und die gesamte SecondLife Kunstszene.Und dann wären da noch jene, die diesen Kreativen, Machern und Künstlern ein Forum bieten. Alle die sich darum bemühen, aus SecondLife mehr zu machen als einen Chatroom mit Pixelmännchen. Zauseline Rieko von den Brennenden Buchstaben und Buk Tom Bloch von der Pegasus Bibliothek sind auf eine interessante Idee gekommen. Ein großes Meeting bei dem alle Kulturschaffenden aus SL zusammenkommen, Ideen austauschen und entwickeln können. Zauselina erklärt das ausführlich drüben bei den Brennenden Buchstabe:

"Vorgestern war ein ergiebiger SL-Abend. Nachdem ich mich in den letzten Monaten ein wenig rar gemacht habe in Second Life, teleportierte ich vorgestern von einem Kultur-Event zum nächsten. Zunächst stolperte ich ins Literaturcafé Epithet & Synonym des britischen Inhabers Karlingo Lorefield, der an diesem Abend einen Musiker eingeladen hatte. Mittlerweile bietet das Café auch Fläche für wechselnde Ausstellungen. Danach landete ich in Tanja Levenques Quizrunde. Im Frankfurter Kulturcafé bot sie einen unterhaltsamen Abend mit Raterunde und L$-Gewinnen. Zu Cat Bouchers Vorlese-Stunde kam ich leider zu spät, traf aber noch drei Avatare an, darunter Cat höchstselbst. In ihrem virtuellen Zirkuszelt bietet sie regelmäßig Musik- und Literatur-Abende an.

Nun, das alles ist ja noch nicht wirklich spannend. Eben ein Abend, wie er in SL sein kann. Spannender wurde dann die Unterhaltung, die sich am Ende des Abends ergab. BukTom Bloch und ich haben mal unsere Gedanken schweifen lassen. Dabei heraus gekommen ist die Idee eines Treffens aller in SL Tätigen, die Musik, Kunst und Kultur organisieren und managen.

"Kulturkonferenz" ist ein hochtrabendes Wort, doch trifft es den Kern der Sache. Viele sehr engagierte Kulturorganisierer/innen basteln einsam vor sich hin. "Einsam" ist so zu verstehen, dass sie die Arbeit, den Stress und die Kosten allein oder überwiegend allein tragen. Hinzu kommt, dass die deutschsprachigen Aktivitäten und Aktivisten wenig vernetzt sind.

Das sollte sich ändern. Bei der Kulturkonferenz, die wir jetzt für Januar 2011 anvisieren, geht es zunächst einmal darum, sich kennenzulernen, auszutauschen über Aktivitäten und Pläne, und es geht um Brainstorming. Lasst mal euren Ideen freien Lauf und denkt darüber nach, was ihr euch in SL wünscht an kultureller Landschaftsgestaltung. Wie kann man sich gegenseitig unterstützen? Wie kann man konkurrierende Events vermeiden und stattdessen Ergänzungen finden? Wie kann man Events besser bekannt machen?

Ich werde in der nächsten Zeit persönliche Einladungen verschicken. Da ich natürlich nicht alle SL-Aktivisten im Bereich Kunst, Kultur, Literatur und Musik kenne, wird mir der / die ein oder andere vielleicht "durch die Lappen" gehen. Das bedeutet nicht, dass er / sie nicht eingeladen wäre. Eingeladen fühlen sollten sich alle, auf die o.g. Punkte (Organisation, Management) zutreffen. Die Einladung darf dementsprechend weiter gereicht werden.

Für Ideen, die auf die Tagesordnung sollen, habe ich ein offenes Ohr. Wer sich und seine Aktivitäten vorstellen möchte, sollte vielleicht etwas schriftlich vorbereiten. Gerne kann auch in einem Portrait oder Feature im Anschluss an die Konferenz darüber gebloggt werden. Erreichbar bin ich zwar auch ab und zu via IM in Second Life. Da dieser Infokanal jedoch nicht zuverlässig arbeitet, vor allem wenn man nicht täglich einloggt, bin ich besser erreichbar unter der Mail-Adresse BrennendeBuchstaben(ät)yahoo.de oder auf facebook.

Sooooo, und jetzt warte ich ab, welche tollen Ideen mir von eurer Seite vor die Füße purzeln."

Donnerstag, November 18, 2010

Street Art in Herne im Unurth Blog...



Damit hatte ich nicht gerechnet: Im Unurth Blog über internationale Streetart ein Bild aus der Herner U-Bahn. Twinpeaks von BUFFdiss. Link zum Unurth Blog...

Monheim ist noch viel gefährlicher...

Gestern hier erwähnt. Ein Mann glaubt seinem Navi, rast bei Monheim über den Fähranleger direkt in den Rhein. Beim Versuch sein Auto zu bergen, stieß man heute auf ein anderes Auto. Mit Leiche an Bord. Mehr dazu im Stern...

Am 22.November beginnt die Outage...

Outage from kueperpunk on Vimeo.

Mittwoch, November 17, 2010

Wenn Superheldinnen in die Jahre kommen...



Eine herrlich schräge Bilderserie bei mymodernmet...

Man sollte seinem Navi nicht blind vertrauen...

...denn es kennt unter Umständen nicht den Unterschied zwischen einer Brücke und einer Fährverbindung.So geschehen in Monheim, wo gestern ein Fahrer seinen Wagen bei dichtem Nebel über eine vermeintliche Brücke direkt in den Rhein gesteuert hat. Ihm und dem Beifahrer, sowie einem zur Hilfe eilenden Passanten ist glücklicherweise nichts passiert. Wer hätte gedacht, dass im schönen Monheim solche Todesfallen lauern ;-). 
Man wird schon ein bißchen nachdenklich, wie sehr manche Leute ihren Computern vertrauen. Meine Filmempfehlung um gesundes Mißtrauen gegenüber Maschinen zu pflegen:  "Des Teufels Saat", "Wargames -Kriegsspiele", " I, Robot" und der "Terminator".

BookCrossing kehrt zurück nach SecondLife...

Cal Hifeng hat in SecondLife eine Official BookCrossing Zone eröffnet. Mehr dazu drüben bei den Brennenden Buchstaben...

Dienstag, November 16, 2010

Erinnert sich noch jemand an 3,5 Zoll Disketten...

Genau, darauf gab`s damals in den 80ern Software für den Amiga oder den Atari ST. Nicht ungewöhnlich waren Spiele, die auf 10-15 Disketten verteilt waren. Bei Behance kann man sich anschauen, wieviele 3,5er man für aktuelle Software brauchen würde. Ganze 358 wären es für Photoshop CS4 und 1760 für "Die Sims 3". Hier lang...

Rekordstadt Herne: Nirgendwo gibt es so viele Übergewichtige wie hier...

"Herne leidet an Übergewicht." Nur kein Neid, denke ich mir, als ich bei den Ruhrbaronen über einen so betitelten Artikel aus dem Kölner Stadtanzeiger stolpere - und mich dabei ganz nebenbei wundere, warum die Kölner über die Herner schreiben. Worum geht es nun: Das Landesamt für Statistik in Düsseldorf hat ermittelt, dass rund 65,1 Prozent der Männer und Frauen in meiner Geburtsstadt Herne übergewichtig sind. Damit sind wir die - nein, nicht dickste – wohlgenärteste Stadt im schönen Ruhrpott. Mit anderen Worten: Der Herner versteht es, allen Widrigkeiten zum Trotz, seinem Leben doch noch Freude abzugewinnen. Ja, ich muss gestehen, es ist eine der seltenen Gelegenheiten, bei denen ich doch noch einen gewissen leisen Stolz verspüre, wenn es um meine Heimatstadt geht. Nur Hamm kann da mit einem Anteil von 62% schwer gebauten Bewusstgenießern noch gerade eben mithalten.
Nein, wir Herner regen uns darüber nicht weiter auf. Warum auch? Wir haben ernsthaftere Probleme als unseren Körperfettanteil. Bestürzt sind nur ein paar Soziologen und Ernährungswissenschaftler, die so betroffen aussehen, als würde Greenpeace bereits mit Bussen anreisen, um die gestrandete Herner Genießerherde zurück in den Rhein-Herne-Kanal zu schieben. Da entblödet sich sogar einer nicht, die erhöhten Körperfettwerte unseren Wurzeln im Bergarbeitermilieu zuzuschreiben. So als wäre heute jeder, dessen Opa im Pütt geschuftet hat, zu doof, um sich bewusst zu ernähren. Wenn ich so’n Mist höre, kommt mir der Kaffee hoch und ich muss gleich einen nachschütten mit sechs Löffeln Zucker und Sahnehaube oben drauf.
Oh wie wichtig sie doch allen ist, unsere Gesundheit. Zumindest solange sie sich dadurch gewährleisten lässt, dass wir Verzicht üben, enthaltsam bleiben, weltlichen Genüssen entsagen. Seltsam nur, dass man uns stets dazu auffordert, uns am Esstisch zurückhalten nicht aber an Schreibtisch, Fließband oder anderen Knochenmühlen. Die tägliche Belastung durch Stress, durch Anforderungen, die Job und Gesellschaft an uns stellen wird immer größer. Mit größter Selbstverständlichkeit mutet man uns zu, von Termin zu Termin zu hetzen, täglich und insgesamt immer länger zu arbeiten, während unsere Freizeit immer weiter schrumpft und das Rentenalter früher oder später nicht erst mit 75, sondern mit dem Ableben einsetzen wird. Kein Politiker, kein Gesundheitsapostel würde jemals Vorgesetzte oder Unternehmer ermahnen, die Belastung der Mitarbeiter durch Mehrarbeit zu senken. Nein, böse Blicke erntet nur, wer es sich gut gehen lässt, sich nach der Arbeit den verdienten Genuss gönnt, sei er fest, flüssig oder gasförmig. Ewald Durchschittsdepp stirbt nie an Überarbeitung, er stirbt immer nur an den Folgen seines Lebenswandels, der hauptsächlich aus Arbeit bestand - aber das lässt man unerwähnt - und nur ganz am Rand aus den fleischlichen Wonnen, die man nun zur Ursache seines allzu frühen Ablebens erklärt. Was man von uns heute als gesunde Lebensweise erwartet, lässt sich ganz knapp so zusammenfassen: Friss Salat und renn um dein Leben!
Aber nicht mit dem Herner. Ja Leute, ich bin stolz auf euch. Ihr lasst euch den Spaß nicht verbieten. Wir sind also ziemlich schwer. So what? Wir haben hier ja auch ne Menge zu stemmen. Gerade in Herne. Und wer viel leistet, der muss auch gut gefüttert werden. Kulturell werden wir auch nicht gerade verwöhnt, die einzigen Highlights sind Flottmannhallen, Archäologiemuseum und ein oder zwei wenig bekannte Blogger. Da will der Herner wenigstens lecker essen gehen. Hat er auch verdient. Lasst uns mit Sport in Ruhe, untersteht euch, uns zum Engerschnallen des Gürtels aufzufordern. Da denke ich doch lieber an die Worte meines ehemaligen Hausarztes, der, sich selbst gern aufs Bäuchlein klopfte und grinsend erklärte: „Das verfluchte Erdbeereis. Aber es schmeckt eben.“ Er starb mit fast neunzig. Zum Diäten hat er mich übrigens nie aufgefordert.

Sonntag, November 14, 2010

Die EU will Hirnscanner einführen...

Nun, noch ist es nicht soweit. Die neue Serie "Alpha 07 - Der Feind in Dir" nimmt dieses realistische Szenario aber vorweg. Realistisch noch nicht unmittelbar, was die technologische Machbarkeit geht, aber zumindest hinsichtlichlich der Bereitschaft unserer Politiker sie einzusetzen, sobald so eine Technologie exisiert. Gezeigt wird die Serie ab heute Abend ab 22.40 Uhr im SWR. Wiederholungen laufen unter anderem auf ARTE. Doch Alpha 07 ist keine reine Fernsehserie. Die Geschichte findet multimedial statt. Auch auf Websites und Blogs. Letztere hat Ruhrbarone Autor Stefan Laurin konzipiert. Hier berichtet er über Alpha 07...

Avameo über Case Schnabel...

Burn Out...

Morgendliches Sonntags-Talk-Blah-Blah über Burnout. Menschen in gehobenen Positionen fabulieren über Auswege, die so realistisch sind wie Dorothys Reise zum Zauberer von Oz. Von Entschleunigung des Lebens ist die Rede, von der richtigen Benutzung des Handys, vom Umdenken, von Entspannungstechniken. Unerwähnt bleibt die Tatsache, dass der Burn Out des kleinen Angestellten von Vorgesetzten und Chefs gern in Kauf genommen wird. Schließlich kann man seine Lakaien in Zeiten der Wirtschaftskrise so leicht austauschen wie ausgebrannte Zündkerzen. Und um das noch mal klarzustellen: Burn Out betrifft nicht nur Workaholics...

Samstag, November 13, 2010

Am 22.November beginnt die Outage...


Outage from kueperpunk on Vimeo.

Case Schnabel/Majo im deutschen Presseclub...




Jep, er ist der Mann...äh Waschbär hinter der Bar. Der Presseclub war damals im Jahr 2007 eine der steampunkigsten Locations in SL. Das ganze sah ein bisschen aus wie eine  Bar, in der sich weltreisende Gentlemen aus einem Jules Verne Roman treffen konnten. 
Drüben bei den Mac Essentials sind mittlerweile weit über 230 Kommentare und Beileidsbekundungen eingegangen. Wer dort etwas hinterlassen möchte, kann einfach diesem Link folgen...

Die "Inception"-Augmented-Sound-App...

Ich kann`s mir noch nicht so ganz vorstellen. Aber abhängig von Tag, Uhrzeit und Aufenthaltsort spielt die App Sounds basierend auf Hans Zimmers "Inception" Soundtrack. Mit anderen Worten: Ma kommt in den Genuß eines der Zeit und dem Ort angepassten Soundtracks fürs eigene Leben. Und wer läß das Ding jetzt ernsthaft durchgehend eingeschaltet. Um beispielsweise jene Stücke zu hören, die nur in Vollmondnächten gespielt werden? Es wird niemanden wundern, dass die App zeitglich mit dem DVD Release von Inception in den iTunes Store kommen soll. Mehr dazu bei nolanfans.com...

Freitag, November 12, 2010

Es gibt Spammer, üble Spammer und übelste Spammer...

Einer von letzterer Sorte war so freundlich, in dem Blogpost über den Tod eines Freundes weiter unten folgenden, hoch intelligenten Kommentar zu hinterlassen:
"Nice..."
Du mich auch. Und wenn`s nach mir geht, dann sollte man solche Typen nicht nur nicht mehr für Kommentare freischalten, sondern auch nicht fürs Atmen...


Ein starkes Bild...

Wirklich gut gemacht!









...vom Fenrir.

Case Schnabel alias Majo ist tot...



Ich bin gerade sehr betroffen. Case Schnabel, der bauende Waschbär aus SecondLife ist tot. Hinter Case steckt - und das war kein Geheimnis - M.J. Heinze, Mediaexperte und Mitbegründer des legendären Industrial Technology & Witchcraft Blogs. Case und ich waren keine engen Freunde, aber gute Bekannte und ich schätze ihn als Experten für  Metaversen. Mit ihm zusammen entstand 2007 die Idee, die German Bloggers, eine Gruppe für Blogger in SecondLife, zu gründen.  Sie war zwar nie sehr aktiv, hat mir aber doch gezeigt, dass sich aus 3D Chats mehr machen lässt. Case hat in SecondLife und im OpenGrid grandiose Sims wie Cybavaria gebaut. Ein unermüdlicher Enthusiast mit Spaß am Basteln und jeder Menge Ideen. Das Bild zeigt Case und mich am 9. Mai 2007. Wahrscheinlich während wir auf die Idee zur Gründung der German Bloggers kommen. Genau wie ich ist auch er immer der Meinung gewesen, dass die wahren Möglichkeiten von Metaversen erst noch erschlossen werden müssen. Ganz davon abgesehen, dass er einen tollen Humor hatte und eine exzellente Vorleserstimme. Über Case lässt sich sicher noch viel mehr berichten, denn seine Aktivitäten beschränkten sich nicht auf die online Welt. Der Mann war zu cool, um vergessen zu werden.
Ja, das geht mir heute ziemlich nahe. Mach`s gut Case!

Donnerstag, November 11, 2010

Der Veranstaltungskalender der Brennenden Buchstaben für November und Dezember...

Ja, heute ist schon der erster dieser Tage, an denen man das Haus nicht verlassen möchte, sich zuhause auf dem Sofa unter der Decke verkriecht. Die perfekte Zeit also für Lesungen in SecondLife. Und wir haben einige geplant. Ich zitiere Zauselina aus dem Buchstabenblog: 

Lesungen November & Dezember 2010

Lyrik und Kurzgeschichten Samstag, 20. November ab 21 Uhr
Wir sind in der Crossworld Gallery eingeladen. Auf 14 (!) Stockwerke verteilt, kann man Skulpturen, Malereien und Fotografien bestaunen. Galeriebetreiberin fabilene Cortes lädt die BB zur Lesung ein, und die rücken an mit Lyrik und Kurzgeschichten. Da noch nicht alle Vorleser/innen feststehen, steht auch das Thema des Abends noch nicht fest. Lasst euch überraschen!

Erotik-Lesung Samstag, 27. November ab 21 Uhr
Oh ja, die Buchstaben können auch anders! Dass dabei nichts Gescheites heraus kommen kann, dürfte allen, die dem Kueperpunk und der Zause schon mal gelauscht haben, klar sein. Im Kafé KrümlKram geht´s also heiß zu, wenn´s draußen friert. Legt die Gurkenmasken auf, klippst die Lockenwickler fest, schnallt das Suspensorium um und dann ab mitsamt der erotischen Wäsche ins Literaturcafé eures Vertrauens.

Science Fiction Samstag, 11. Dezmber ab 21 Uhr
Der Science-Fiction-Autor und Lyriker Sven Klöpping stellt im Kafé KrümelKram sein neues Buch vor. Freut euch auf einen interaktiven Abend mit dem Visionär und Schriftsteller Klöpping. Es kann Voice genutzt oder in den Chat getippt werden.

Das große Weihnachtslesen Samstag, 18. Dezember ab 21 Uhr
Von weihnachtlicher Gemütlichkeit bis zu mörderischer Familienidylle findet sich quer Beet alles, was das lesende Herz begehrt. Wir aktivieren die Kriminalisten ebenso wie die Satiriker und die Kabarettisten, die Lyriker und die Erzähler.
In verschneiter Landschaft am Lagerfeuer feiert man Weihnachten in SL schon ein paar Tage vor Heiligabend. 

Cory Doctorows "Little Brother" gibt es als Bühnenstück...

...und eine Schule in Phoenix führt es auf. Alle Achtung. Würd ich gern sehen. Mehr dazu bei Cory`s Craphound...

Dienstag, November 09, 2010

Light Art mit Life Performance...



Lapp-Pro aus Bremen kombinieren Lichtmalerie und Live Performance. Grandios. Ein Einblick drüben bei Enviromental Graffiti...

Ein deutlicher Indikator für einen wenig zufriedenstellenden Werkstatttermin ist...

...wenn man mit dem Kostenvoranschlag für die Reparatur UND dem für ein neues Auto nach Hause kommt...

Samstag, November 06, 2010

Intensiv: Wandbilder von JR in Shanghai...



Mehr drüben beim Wooster Collective...

Repomen...

Exzellentes Cyberpunk-Movie. Megaskylines die eines Blade Runners würdig sind, tolle Sets, gute Darsteller, mitreissende Story und noch dazu angenehm rabiate Action. Dann noch eine jener Revolutionsgeschichten, die mein Herz höher schlagen lassen. Der Kampf wider die Geldgeilheit wird mit allen Mitteln geführt. Da gibt`s nur diesen einen dummen kleinen Minuspunkt, der mir das Ding am Schluß doch noch versaut hat. Die Revolution hat in Wirklichkeit nie stattgefunden. Und dabei hatte mir die "Lösch-die-Daten-des-bösen-Konzerns"- Nummer inklusive dutzender abgeschlachteter Uneinsichtiger doch so gefallen. Ich bin jetzt wirgendwie frustriert - und brauche einen Film mit einem Bösewicht, der dran glauben muss...

Das neue Fenster der ISS...




Wow, endlich mal was sehenswertes! Den Panoramaturm "Cupola". Von dort aus hat man eine wirklich grandiose Aussicht runter auf die Erde. Mehr dazu drüben bei wired...

Endlich Porzellanpüppchen, die auch mir gefallen...


Die von Jessica Harrison...

Das "Zwischenmenschliche" in der virtuellen Welt...

Tja, da haben wir ein virtuelles Universum und was wird zum wichtigsten Faktor in der Pixelwelt? Natürlich unsere Emotionen. Man kann sie im Metaversum täglich beobachten: Große und kleine Dramen. Immer wieder spielt das Herz Usern aber vor allem auch Userinnen einen Streich. Dann wenn die fatale Kombination von makelloser Pixelentität sich mit der scheinbar kompatiblen Persönlichkeit hinter dem anderen Keyboard zu einem Traumpartner verbindet, der nur auf dem Monitor existiert.  Zieht dann jemand den Stecker, kracht nicht nur die viruelle sondern auch gleich noch die reale Welt mit ein. Bert drüben bei den OpenSimlern von Wolfsbone scheint ähnliches beobachtet zu haben und bloggt drüber...

Freitag, November 05, 2010

Wenn Wolfgang Schäuble vor versammelter Mannschaft einen seiner Lakaien herunterputzt...

...ist das keinen längeren Blogeintrag wert. Wir wissen sowieso, was wir von unseren Damen und Herren Entscheidungsträgern zu halten haben. Davon abgesehen kann ich es Herrn Schäuble nicht verdenken, wenn er etwas ungehalten ist. Er hatte schon eine halbe Stunde zuvor gesagt, dass die Papiere raus müssen. Und ich habe schon vor Jahren gesagt, dass diese Regierung raus muss. Immer ärgerlich, wenn sowas dann nicht umgesetzt wird...

Donnerstag, November 04, 2010

Teuer aber gekonnt...



Insgesamt hat das ganze Ding 1360 Dollar gekostet.Im Preis ist der Tansport in einem gemieteten Lieferwagen bis zur Halloween-Party (210 Dollar) enthalten.

Am 22. November...

...beginnt die Outage...

Mittwoch, November 03, 2010

Alarmierend: 60% der deutschen Männer sind übergewichtig!

Lese ich gerade bei telepolis. Gut, dass ich persönlich nie Gewichtsprobleme hatte. Bei mir ist stets genug davon vorhanden. Kein Grund zur Sorge also. Aber seien wir doch mal ehrlich: Die Hälfte von uns  Nerds, - die mit der Tendenz zur Fettleibigkeit, nicht die Schnellverbrenner, die nie über 60 kg heraus kommen -  wir vor dem Computer hockenden, gamenden Fett- und Zuckerfresser mit der Dauer-Softdrinkinfusion sind mit dem Thema vertraut.
Das Drama um das Idealgewicht, ich habe es aus zwei Perspektiven erlebt. Als der militante Diät- und Fitnesswahngegner, der ich heute bin und als fast schon besessener Kampfhungerer, der sich selbst von 101 bis auf 69 Kilogramm herunter reduziert hat und dann immerhin ein Durchschnittsgewicht von 73 kg bis 1995 und eines von 80 kg bis 1998 hielt. Seltsam nur, dass ich diese schlanke Phase meines Lebens im Nachhinein auch als die unzufriedenste bezeichnen würde. Kampfhungern, Heilfasten, Schlankrennen sind verzweifelte Versuche, die Illusion  völliger Kontrolle über das eigene Leben zu erzeugen. Ist ja auch so schön einfach: Mal eben aus Frustration aufs  Fressen verzichten, dazu ein bißchen Herumrennen - vor den eigenen Problemen davon? - , der Bauch schrumpft und schon glaubt man am Drücker zu sitzen. Für ein paar Wochen, Monate, Jahre, in denen die Digitalanzeige der Körperfettwaage über die persönliche Selbstzufriedenheit entscheidet. Ach wäre das Leben doch tatsächlich so einfach. Die Frage ist, was auf der (Lauf)Strecke bleibt, während man um die körperliche Form kämpft, immer besorgt um den Bauchumfang, während der Horizont der Welt um einen herum auf eben diesen zusammenschrumpft. Die äußere Hülle kriegt man immer in den Griff, wenn man es unbedingt will. Die Frage ist nur, was man dabei verpasst, übersieht, unterbewertet oder niederrennt. Für mich wird es keine Diäten geben, keinen sinnleeren Versuche die eigene Ernährung umzustellen, und  zu diesem Zweck dem schönen Schein, den Genuss als Opfer dazubringen. No way!
Ich sehe die Sache so: Leistung muss belohnt werden. Mit kleinen Leckerchen beispielsweise oder gut gezuckertem Kaffee. Und ich habe oft Grund, mich zu belohnen. 
Einer muss es ja tun :-).

Abendgedanken: Ein fataler politischer Mechanismus...

...entfaltet gerade in den USA seine volle Wirkung. Ich halte Barack Obama nicht für den Vorboten einer politischen Wende hin zur humanen Politik, die das menschliche Wohl über wirtschaftliche Interessen stellt.  Ganz bestimmt nicht für den politischen Heilsbringer, den manche in ihm sehen wollten. Aber im Vergleich mit dem Lager der konservativen bis erzkonservativen Republikaner war er die eindeutig bessere Wahl. Große Unterschiede zwischen den beiden wichtigen amerikanischen Parteien hat es nie gegeben. Die eine ist eine US Version der CDU, die andere eine etwas gemäßigte Variante.
 Obama hat gerade bei den Kongresswahl eine schwere politische Schlappe erlitten. Nicht verwunderlich, denn das Lager seiner politischen Gegner ist nicht klein, während die Obama Wähler von einst mittlerweile zu lang vergeblich auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation warten. Das ist Obama nicht anzulasten. Der Mann kocht auch nur mit Wasser, meint, mit den finanziellen Mitteln, die ihm der politische Gegner nach erfolgreichem Herunterwirtschaften des Staates hinterließ. Damit sind keine schnellen Wunder möglich, sie brauchen Zeit. Wir erleben hier einen Mechanismus in Aktion, der immer wieder dafür sorgt, dass Politik keine Veränderungen herbei führen kann. Betreibt eine Regierung extreme Misswirtschaft, legt sie damit den Grundstein für eine fast garantierte Wiederwahl nach einer Amtsperiode, in der die neue Regierung die Schäden, die vom Vorgänger angerichtet wurden, nicht reparieren kann -  selbst wenn sie das tatsächlich mit allen Mitteln versucht. Allerdings muss ich zugeben,  dass ich in den letzten 20 Jahren nie den Eindruck hatte, dass irgendeine Partei ernsthaft etwas anderes im Sinn hatte, als die eigene Machtposition zu sichern.
Aber schlimmer noch als der Erfolg der Republikaner ist die Stärkung eines neuen noch konservativeren Flügels in den USA, der sogenannten Tea Party, einer  Bewegung mit Zügen, die kritische  Beobachter hier – zum Beispiel unser Altkanzler Schröder -  als christlich fundamentalistisch charakterisieren. Um das ganze politische Blah Blah jetzt mal sein zu lassen: Ich hoffe wir werden hier nicht gerade Zeuge der  Renaissance von Ku Klux Clan und Inquisition....

Die zehn transhumanistischsten Wörter beim Doktor...

Nicht alle zehn, aber er verlinkt den Artikel. Schließlich ist er kein "Fotokopiererarschloch" :-)...

Der Chip der sehen kann...

Der Verlust der Netzhaut hat normalerweise lebenslange Blindheit zur Folge.  Eberthart Zrenner und sein Team an der Universität Tübingen haben nun einen Chip entwickelt, der aus 1500 photosensitiven Dioden besteht. Diese Dioden können die Funktion der natürlichen Photorzeptoren auf der Netzhaut übernehmen und den Sehnerv stimulieren. Testpersonen konnten helle Lichtquellen und in einem Fall sogar Objekte erkennen und große Schriften lesen. Mehr dazu drüben bei grinding.be...

Wie das Internet wirklich erfunden wurde...

Dienstag, November 02, 2010

Hilfe für Politiker...

Pre Mortem Feedster...

Wenn Zauslina und ich eigens für die Halloween-Lesung  einen Werbespot schreiben, dann kann dabei nur irgendwas ziemlich morbides rauskommen :-).



Pre Mortem Feedster

Sie wollen sicher gehen, dass selbst ihr letzter Gedanke den Weg auf ihren Twitter Account findet? Dieser Traum ist jetzt wahr geworden. Pre Mortem Feedster übermittelt ihren letzten bewussten Gedanken unmittelbar nach dem Tod ohne Zeitverzögerung auf ihr Twitter Konto. Stellen Sie sicher, dass die letzte wichtige Erkenntnis ihres Lebens der Nachwelt erhalten bleibt.
Gedanken wie:


DompteurMorelli Dieser Tiger hat Mundgeruch.

Schlußfolger Unglaublich, wenn man den Kopf auf die Schienen legt, hört man wirklich wie der Zug…

HoChanMin Kugelfisch ist meine Leibspeise. Das Lotusparadies hat die besten Köche. Der Kellner sieht aus wie der Inhaber der Konkurrenzfirma

Genussbürger Köstlich diese Pilzpfanne. Nur das Taubheitsgefühl in Armen und Beinen ist irritierend. Okay und wer hat jetzt das Licht ausgemacht?

Barbie Brustvergrößerung und Beinverlängerung gut überstanden. Diesen Test auf Weichmacher werde ich auch schaffen.

SeineHerrlichkeit Deswegen fahren diese Idioten Golf und ich einen Benz, Leben auf der Überholspur. Hauptsache der Laster schert jetzt nicht nach links aus…

Witchcraft
Verdammte Hitze hier. Das wird mich umbringen. Ich hätte Hänsel und Gretel an die rumänischen Teppichhändler verkaufen sollen.

TigerKatziTatzi Perfekter Absprung vom 10 Meter Brett. Wird diese winkenden Ladies schwer beeindrucken. Was rufen die? Becken leer? Wieso leer?

OttilieNormalverbraucherin
Wo hab ich bloß die Rasierklingen abgelegt? Such ich gleich. Erst mal´n Schlückchen Tee.

CharmanterFlugbegleiter
Seltsam, so tief fliegen wir sonst nie über Paris…

DerSpaziergänger
Verdammter Nebel hier. Hoffentlich haben die Arbeiter nach den Rohrsanierungen alle Gullys wieder abgedeckt.

YuppieAufDerKarriereleiter
Okay, der Fahrstuhlschacht war leer. Aber keine Panik jetzt, du hast noch 53 Stockwerke Zeit, um…oh, geht schneller als ich dachte…

PsychiaterDoktorSchiwago
Welch ein medizinischer Erfolg. Der Patient ist geheilt. Er wird nie wieder töten.

Anarchist39 Wahnsinn, das Internet macht es einem wirklich leicht, eine Bombe zu bauen. Jetzt nur noch diese beiden Kabel anlöten und dann…

Traumprinz68
Sexy, meine junge Frau will zu mir in die Wanne steigen. Ach nein, sie wirft mir nur den Föhn zu…

Pre Mortem Feedster – Wenn sie wirklich das letzte Wort haben wollen!

Böse Falle - Ausgerechnet beim 5000. Jubiläum sollte man die Kommentarfunktion auch freischalten...

Okay, passiert mir nicht nochmal!

Montag, November 01, 2010

Das 5000. Posting auf Kueperpunk...


Wenn ich anfange den Countdown herunter zu zählen, dann wird das den meisten Lesern dieses Blogs wahrscheinlich nicht mal auffallen. Die etwas aufmerksameren und regelmäßigen Besucher wissen natürlich, was es mit der Theatralik auf sich hat. Die Anzahl der Blogposts hat mal wieder irgendeinen runden Wert überschritten. Tja, es ist tatsächlich soweit. Kueperpunk erreicht heute die bloghistorisch bedeutsame Marke von 5000 Postings. Kein Scherz. Kueperpunk gibt es jetzt seit dem 2. August 2004 und es wird seit diesem schönen Sommertag von mir fast täglich mit mehreren Blogsposts aufgefüllt. Nicht das erste Jubiläum, das ich hier feiere und verkünde, dessen bin ich mir bewusst. Aus diesem Grund habe ich diesmal auch darauf verzichtet, den krummen Geburtstag bei Nummer 4500 zu erwähnen.
Was gibt es denn nun noch eigentlich zu Kueperpunk selbst zu schreiben? Über die Idee hinter dem Blog, das warum, das wann, das wie habe ich schon oft geschrieben. Ich will mich hier auch nicht wieder in nostalgischen Rückblicken ergehen – obwohl es mich als Nostalgiker etwas in den Fingern juckt. Aber lassen wir das.
Kueperpunk wird 5000 Posts alt und das allein ist vielleicht schon ein guter Grund, mich als Deutschlands beharrlichsten Blogger zu bezeichnen. Profitorientiert bin ich offensichtlich nicht. Ich verdiene nichts mit Bloggen, auch die Besucherzahlen sprengen keine kosmischen Maßstäbe und trotzdem habe ich in den letzten sechseinhalb Jahren nie den Spaß an der Sache verloren. Im Gegenteil: Ich genieße das Bloggen noch mehr als früher. Ein wichtiger Grund dafür: Je älter ein Blog wird, umso mehr steigt auch zumindest der persönliche Wert, vor allem dann, wenn man so wie ich auch immer etwas aus dem eigenen Leben einfließen lässt.
Einen Morgen, an dem man sich ganz in Ruhe dem Lesen, Stöbern, Recherchieren und daraus resultierend dem Bloggen widmen kann, empfinde ich als reines Vergnügen, ein Genussmittel. Bloggen ist für mich wie eine kreative Weiterentwicklung des gemütlichen Schmökerns in Büchern vor dem Kamin. Nur dass man jetzt noch seine eigenen Gedanken hinzufügt und so etwas Neues dabei herauskommt. Aber eben auch ein Genuss. Deswegen ist die Kaffeemaschine auch der wichtigste Mitarbeiter von Kueperpunk und ich widme ihr heute mal ein Bild, nachdem sie mir jetzt schon vier Jahre treue Dienste leistet.
Es mag sein, dass der eine oder andere Leser das nicht so sieht. Aber ich denke, dass sich Kueperpunk vor allem während der letzten 1000 bis 1500 Postings verändert und weiterentwickelt hat. Fotografie ist zu einem wichtigen Inhalt geworden. Die Knippserei hat meine Lebensgewohnheiten teilweise erheblich verändert und hinterlässt natürlich auch hier ihre farbenprächtigen Spuren.
Kueperpunk ist nach wie vor ein SecondLife Insider Blog. Deswegen bezeichne ich mich drüben im Metaversum auch gern als eingebetteten Blogger. Umgekehrt sind die regelmäßigen Bloglesungen in Zusammenarbeit mit den Brennenden Buchstaben in SecondLife mittlerweile so bekannt geworden, dass wir damit in SL -München,- Leipzig, -Tirol oder der SL Schweiz auftreten. Ökonomen würden jetzt von Synergien sprechen.
Aber auch bei Veranstaltungen im RL lese ich immer wieder Texte aus dem Blog wie zum Beispiel beim Poetry Slam in Meiderich.
Kueperpunk ist aber auch viel aktueller geworden im Laufe der letzten 1000 Postings. Zumindest ist das mein persönlicher Eindruck, wenn ich mal wieder feststelle, dass ich eine Meldung früher als einer meiner deutlich bekannteren Kollegen gepostet habe. Nach 6 Jahren Bloggen gewinnt man eine gewisse Erfahrung, wenn es darum geht, wo man am besten nach interessanten Postings stöbern kann. Fündig wird man fast immer.
Nein, es bleibt so, wie ich es beim 500., beim 1000. und bei allen anderen Jubiläumspostings zuvor auch schon geschrieben habe. Ohne Bloggen geht´s nicht mehr. Hier wird es weitergehen. Heute, morgen, übermorgen und wenn ich tatsächlich die 10000 erreiche, dann wird es so richtig krachen!
An dieser Stelle viele Grüße an alle Mitblogger, Leser, Kommentatoren und Verlinker. Ohne Euch würd`s keinen Spaß machen.

5000er Jubiläumspost - Bilder aus dem LaPaDu...




0 - Posting Nummer 5000: Bilder von der Halloween Lesung in SecondLife..

Jep, natürlich war Violettas Happening ein richtiger Knaller. 30 Avatare kamen um 21.30 Uhr und blieben bis fast Mitternacht. Die Mischung machte es wohl. Ja, es ist möglich, die SL Bewohner für das gelesene Wort zu begeistern. Vor allem natürlich, wenn es gruselig und lustig wird. Hier einige Impressionen...
























5000er Jubiläumspost - Außergewöhnliche Orte in SL: The Laundromat...

The Laundromat. Bar und Waschsalon zugleich und einer der atmosphärisch dichtesten Orte in SL. Hier kann man es sich selbst ansehen. Aber Vorsicht vor dem Kühlschrank!