Dienstag, August 31, 2010

Mit der virtuellen Freundin in Urlaub fahren...

Okay, längere Zeit Single sein, kann richtig übel werden. Da kommt der eine oder andere auf komische Ideen, erwirbt eine junge Dame mit Aufblasventil, ordert sich für ein paar Tausender eine etwas authentischer wirkende aber ebenso unterkühlte Realdoll oder flieht in die Virtualität zu Damen, die keine sind. Männliche japanische Mangafans sind noch einen Tick abgedrehter und bevorzugen gemalte Mädels. Die Otakus können und wollen anscheinend gar nichts mehr mit Realweibchen zu tun haben und fokussieren ihre Gefühlwest auf Nintendo- oder IPhone Display. Und manche von ihnen heiraten ihre auf zwei Dimensionen reduzierte Herzdame sogar. Love Plus ist derzeit das beliebteste Dating Game in Japan. Reale Spieler buhlen darin um die Gunst virtueller Girlies, die nach Tamagotchi Vorbild am Leben und bei Laune gehalten werden müssen. Hersteller Konami bietet verliebten Realitätseskpaisten nun sogar ein echtes Urlaubsresort an, in dem der Verliebte die traute Einsamkeit mit sich selbst genießen kann. Klingt nicht mal so traurig, wie es in Wahrheit ist. Mehr dazu hier...

Morgen Abend ab 20 Uhr Lesung in der Harbour Village Event Lounge...























Es gibt mal wieder Blogtexte und Stories auf die Ohren. Wir teilen aus und jeder kriegt sein Fett weg. Ab 20 Uhr genau dort...

Inception in Lego...

Mehr davon bei infomaniac...

Montag, August 30, 2010

Sonnenuntergang über Herne, Herten und Gelsenkirchen...












Ja, stimmt. Dieses Panorama habe ich schon mehr als einmal fotografiert. Immer dann, wenn der Sonnnenuntergang besonders beeidruckend ist. Die heutige Performance von Sonne und Atmosphäre passt exzellent zu meiner Stimmung. Die freie Zeit ist vorbei, und auch der Sommer neigt sich dem Ende zu. Schade, er hätte ruhig drei Monate länger dauern dürfen. Die Ferien natürlich sowieso. Aber vielleicht ist dieser perfekte Augenblick ja Vorzeichen eines ebenso perfekten Oktobers. Da hätte ich nämlich mal wieder etwas mehr Zeit...

Ich hasse es, wenn Blogs aufgegeben werden...

JK-Netzwelt war Themen wie Fotografie und Cyberpunk gewidmet. Nun erklärt der Webmaster auf eine bedrückend leeren Seite seinen Abschied. Das ist bedauerlich. Du hattest nämlich garantiert nicht nur mich als regelmäßigen Leser. Es ist mal wieder an der Zeit, den Blogblues zu spielen. Mach`s gut JK, vielleicht fängst du ja irgendwann was neues an.

Und wenn wir gerade eh bei Fotografie sind...

Freitag, August 27, 2010

Über neue Entwicklungen in Sachen SL vs Emerald...

...berichtet drüben die Grid Gazette. SecondLife hat Emerald mit einer langen Liste von Forderungen konfrontiert, die in wenigen Tagen veröffentlicht werden soll. Da haben diese Jungs einen guten Viewer entwickelt, machen dann aber so einen Blödsinn? Kindsköpfe!

Donnerstag, August 26, 2010

Wo wir gerade bei Cyberpunk sind...

Nicht zu vergessen unsere Lesung in Bielefeld am Samstag, den 11.9. Mehr Informationen darüber bei Frank...

Halting State...















Habe mir heute Charles Stross Roman "Halting State" zugelegt. Es geht um einen Banküberfall, der von Orks verübt wurde. Natürlich nicht in der Realität sondern im Cyberspace. Möglicherweise DER Roman für die SecondLife Generation. Auf der Rückseite steht: "Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der Realität und Internet nicht mehr voneinander trennbar sein." Die brauche ich mir nicht vorzustellen, sie ist ist bereits da. Ist der Ruf online erst mal ruiniert, ist auch real nichts mehr zu retten. Aber so ist das mit gutem Cyberpunk. Die Realität überholt ihn oft, noch bevor der Autor den letzten Satz geschrieben hat.
Beim Betrachten des deutschen Covers überkommt mich das Gefühl, als wenn ich sowas schon mal irgendwo gesehen habe. Hmm...komme nicht drauf. Aber vielleicht fällt`s mir ja ein, während ich noch ein bisschen Grand Theft Auto spiele ;-).
2008 war ich übrigens dabei, als Charles Stross in SecondLife über sein Buch berichtete. Für telepolis habe ich damals einen Artikel darüber geschrieben...

MommaLuv - Und das Gesicht hinter dem Avatar...

Als ich MommaLuv zum ersten Mal in SecondLife hörte, glaubte ich zunächst, sie wäre ein Avatar von Laurie Anderson. Ihr Avandgard-Sprechgesang erinnert mich an Andersons Songs wie "Language is a Virus", allerdings nur beim ersten Hinhören. Momma hat ihren ganz eigenen Stil entwickelt und gehört mittlerweile zu den begehrtesten Perfomern in Linden Labs Minimatrix.
Künstler wie sie, die sich auf virtuellen Plattformen tummeln, ganz besonders auf SecondLife natürlich, müssen sich immer wieder der Frage stellen, warum sie ihre Kunst denn eigentlich nur im virtuellen Raum ausüben, statt in der realen Welt. Natürlich schwingt dabei immer ein leicht spöttischer Tonfall mit, weil sich wieder einmal ein Realitätseskapist seine Traumwelt aus Prims zusammengeklebt hat. Aber die Plattform Metaversum macht es einem leicht. Das eigene Wohnzimmer wird zum Studio, die Werbung findet über Groupnotice, Twitter und Facebook statt und das Publikum muss nicht mal dazu gebracht werden, die eigenen vier Wände zu verlassen - eine oft unübewindliche Hemmschwelle für potentielle Zuschauer.
Begraben wir mal die Klischees, Leute. Nicht immer verbirgt sich hinter einem Avatar mit Stimme ein völlig realitätsuntaugliches Moppelchen mit soziopathischen Neigungen, das der Welt draussen vor der Tür den Rücken gekehrt hat. Es soll ja Metaversumsbewohner geben, die dasselbe Programm sowohl im SL als im RL fahren und weder hüben wie drüben Angst vor Publikum haben. MommaLuv ist einer dieser Sowohl-als-auch-Performer. Deswegen hat sie auch keine Probleme damit, ihr wirkliches Gesicht zu zeigen. Okay, ihr Webcamvideo kommt manchmal ein bißchen rüber wie eine Werbespot fürs Kettenrauchen, aber cool ist die Lady trotzdem und offensichtlich auch tageslichttauglich...




Zoe Keating: "Into the trees"...




Eigentlich müsste ich Zoe Keating ja ein bisschen böse sein. Anfang 2009 hatte ich versucht, sie für einen Live Auftitt bei einem geplanten Steampunk Event auf Caerlon zu gewinnen. Wir hatten einige Mails ausgetauscht und im Juli 2009, so schrieb sie mir damals, könnte es klappen - zumindest, wenn ihre neue CD und ein Soundtrack dann fertiggestellt sind. Zoe Keating installiert ins Metaversum auf eine Bühne, die Bryn Oh entworfen hat - genau so stelle ich mir die vollkommene Symbiose aus viktorianischem Steampunk, virtueller Realität und virtuoser Avantgardemusik vor. Zoes liefert den perfekten Sountrack zum Subgenre, ab gerade weil sie mit einer klassischen Instrumentierung ganz neue Klänge erschafft. Genau wie Steampunk klassische Elemente zum unerwarteten und innovativen Design vereint. Aus dem Event ist in dieser Form nichts geworden. Nicht unerwartet, denn mit Künstlern zusammenarbeiten, die einen naturgemäß dichten Terminplan haben, ist immer ein Glücksspiel. Noch dazu ist SecondLife für bereits etablierte Künstler nie so interessant wie für Newcomer. Sabrinaa Nightfire hat schließlich ein anderes Steampunk Event organisiert, für dass sie MommaLuv Skytower gewinnen konnte - ebenfalls eine hochinnovative Musikerin, die SecondLife auf extrem professionelle Weise zu ihrer Bühne gemacht hat.
Gestern habe ich mir Zoes neues Album "Into the Trees" bei ITunes downgeloaded. Und ja, es ist so gut, wie ich erwartet habe. Derzeit steht es auf Platz 13 der Klassikcharts, debütiert hat es sogar auf Platz 7. Aber Zahlen sind Schall und Rauch.
Zoe Keating ist ein Ein Frau-Orchester. Ihre Instrumente: Cello, Sampler mit Fußsteuerung und selbstprogrammierte Software. Sie selbst bezeichnete ihren Sound in einem Interview mit Wired als Fusion von Klassischer Musik und Informationsarchitekur und macht ihr Werk damit eigentlich viel kleiner, als es ist. Man muss weder Informatiker noch Mathematiker sein, erst recht nicht Klassikfan, um den Zugang zu den Klangwelten zu finden, die Keating erschafft, in dem sie Track um Track überlagert. Man driftet auf ihrer Musik - über den Strand, über, Skylines, virtuelle Welten oder irgendwo anders hin. Vier Minuten eines Songs von Zoe Keating über den Kopfhörer direkt ins Gehirn gestöpselt sind wie Minuten außerhalb von Zeit und Raum. Die Welt verlangsamt und aus einer unerwarteten Perspektive betrachtet. Der Soundtrack zum Hier und Jetzt.
Ich bin tief beeindruckt.
Mein derzeitiger Lieblingssong übrigens "Flying&Flocking".

Mal was anderes: Klassische Science Fiction Szenen aus Druckerpatronen nachgebaut...

Mehr davon hier...

Mittwoch, August 25, 2010

Wohin sind die Cyberpunks verschwunden?

Fragt Danny Moules in seinem Blog 42-Bit.

"Where did the cyberpunks go? They’re still there. Still fighting the establishment. They just do it in suits. They do it not just with intelligence – now they do it with wisdom as well. And they do it very well.

They never really left. They just grew up. They’re not in their Mum’s basements anymore – they’re in the business world and changing our established systems from the inside out rather than breaking in.

What hasn’t changed is how they do it. Using smarts, morals and the latest technology. Just like they always have."

Ich bin da nicht ganz so enthusiastisch/optimistisch...

Wohnen in der Zukunft - Luxus auf 16 Quadratmetern...































Steven Sauer entwickelt Flugzeuginneneinrichtungen für die Firma Boeing. Als Experte auf dem Gebiet der effizienten Raumnutzung hat er sich in Seattle in siebenjähriger Arbeit ein ungewöhnliches Luxusapartment geschaffen - auf einer Fläche von rund 16 Quadratmetern. Seine Inspirationsquelle: Boote. Mehr dazu in diesem Artikel in der Seattle Times...

Dienstag, August 24, 2010

SecondLife hat ein Problem mit dem Emerald...

Denn nach Aussage von Linden Lab kam es in der letzten Woche zu einer Denial of Service Attacke, die durch Schadcode im Emerald Viewer ausgeführt wurde. Linden Labs sieht darin eine direkte Verletzung der Third Party Viewer Policy und hat Emerald deswegen von der Liste der zulässigen Viewer entfernt. Logins sind zwar noch möglich, aber man schliesst nicht aus, dass man den Zugang für Emerald-Nutzer blockieren wird, falls man den Eindruck hat, "dass die Software und das Team dahinter nicht den Standards entsprechen", die man bei Linden Labs gesetzt hat.
Anscheinend hat sich ein mittlerweile gefeuerter Entwickler des Emerald Herstellers Modular Systems einen Scherz erlauben wollen. Damit hat er offensichtlich weder sich noch seinem Unternehmen einen großen Gefallen getan. Mehr dazu hier bei VWI.
Jemand könnte natürlich auf die Idee kommen, zu behaupten, dass die Damen und Herren von LL mit Emerald noch ganz andere Probleme haben. Den nutzen rund ein Drittel der Metaversumsbewohner, während die Akzeptanz des neuen hauseigenenen Viewers 2.0 sehr niedrig ist. Zu ungewohnt seine Oberfläche, zu umständlich seine Bedienung und niemand hat ernsthaft Lust zwischen 5 und 30 Minuten in einer grauen Klötzchenwüste zu warten, bis endlich ein paar Texturen geladen sind. Es mag den einen oder anderen geben, der den Viewer 2.0 selbst als Denial of Service Attacke bezeichnen würde.
Wäre schade um den Emerald, denn insbesondere für inworld-Fotografie ist er hervorragend geeignet.

50 Jahre Raumfahrtgeschichte in einer Grafik...

Dänen im Weltraum - und dann auch noch als Open Source Projekt...















Peter Madsen und Kristian von Bengtson wollen ins All. Nicht als Profi-Astronauten, auch nicht als milliardenschwere Weltraumtouristen, sondern als Amateure mit ihrer selbstgebauten Rakete, die aussieht wie aus dem Universum von Robbie, Tobbie und das Fliehwatüt. Beim Betrachten der Webssite bin ich mir zu etwa 70% sicher, dass das ganze eher so eine Art Kunsthappening werden soll. Aber mein Verdacht zerschlägt sich. Anscheinend meint es Madsen sehr ernst, hat der Mann doch bereits 2009 ein voll funktionstüchtiges U-Boot vom Stapel gelassen. Sein Weltraumkonzept sieht zwar sehr nach Selbstmordmaschine aus, aber auf der Website erhält man Informationen über erste gelungene Testläufe. Dort setzt man sowieso auf Open Source und gibt bereitwillig Auskunft über alle technischen Details. Müsste es der NASA nicht langsam zu denken geben, wenn die ersten Privatleute ihr mit selbstgebauten Knallkörpern hinterherfliegen?

Ach übrigens, Herr Madsen und Herr von Bengtson. Falls sie Testpersonen brauchen: Wir hätten hier einige Politiker, die sowieso bald einen neuen Job brauchen. Sollen wir die schicken? Damit sie könnten sie sicherstellen, dass ihre Raketen auch wieder runterkommen. Denn wenn diese Damen und Herren die Hände im Spiel haben, geht es immer abwärts...
Danke für den Tipp an die Datenratte ;-)...

Wo ich gerade eh bei dem Thema war, der hier noch...

(via comixed.com)

Montag, August 23, 2010

Stretching Bieber...

Justin Bieber geht gar nicht, keine Frage. Einer dieser Stars aus der Rubrik "Hätte nie passieren dürfen". Gab`s natürlich schon immer. Ich denke da an Heintje oder die grauenvollen Elaborate, mit denen uns die Hitparade die Siebziger Jahre musikalisch völlig versauen wollte. Nein, singende Kinderstars, das ist kein schöner Anblick fürs Trommelfell. Und trotzdem kann man aus einem Bieber was machen. Natürlich darf man ihn dabei nicht sehen, und auch nicht in der Rohversion hören, viel mehr bedarf es etwas Software, um aus einem Geräusch Musik zu erschaffen. Dehnt man Biebers Tonabsonderungen mit ein paar kleinen zusätzlichen Tricks um 800% wird daraus brillanter Ambient Sound, der selbst einen Brian Eno vor Neid erblassen lassen würde. Das ist natürlich nicht dem Sänger zu verdanken, sondern dem DJ, der das "Instrument" Bieber mit der geeigneten Software gehackt hat. Shamantis.
Hier kann man es sich anhören...

Ich bin wirklich extrem erleichtert, dass uns diese Version erspart geblieben ist...

Joe D`Amato ??? Keine Frage, in der Version gäbe es Zombies und für den Voight Kampf Test müsste man nackt sein...
Mehr davon hier...

Die Suche nach Aliens ist so einfach...

Zumindest dachten dass SETI-Vordenker wie Frank Drake, wohl auch inspiriert durch die optimistische und technikgläubige Science Fiction des Goldenen Zeitalters. Alles was wir brauchen, glaubte man damals, sind große Antennen und davon möglichst viele. Denn wenn wir mittels Radiowellen kommunizieren und wenn wir auf diesem Wege nach kosmischen Nachbarn suchen, dann werden das auch die anderen tun. So zumindest unsere etwas naive Vorstellung. Nun ist es nicht so, dass der Himmel wirklich schweigt. Bei all dem Getöse da oben ist es schwer, intelligente Signale als solche zu erkennen. Die SETI-Astronomen erinnern an jemanden, der mitten in einer unglaublich lauten Fabrik steht und versucht Klopfsignale in 100 Kilometer Entfernung zu hören.
Und doch stellt sich nach einem halben Jahrhundert vergeblichen Lauschens die Frage, ob man die Suchstrategie verändern muss. SETI-Experte Seth Shostak weist daraufhin, dass sich im Fall der Menschheit Kommunikationstechnologie und künstliche Intelligenz etwa zeitgleich entwickeln. Wir sollten also auch nach denkenden und kommunizierenden Maschinen Ausschau halten, die sich durch den interstellaren Raum bewegen. Der erste intelligente Gesprächspartner mit dem wir draussen Kontakt aufnehmen, muss nicht zwingend biologischen Ursprungs sein.
Mehr dazu hier...

Rücksturz in den Alltag...

Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Er und die große Freiheit, die für mich schon morgen wieder vorbei ist. Zum Abschied zeigt der Sommer noch mal, was er für Gemälde zeichnen kann...





Orwell gegen Huxley - Lag Huxley richtig?

Ich schätze, wir stecken irgendwo zwischen beiden Alternativen. Und das taugt auch nix...
(via LucaLisci)


Wie ein Land seine Studenten ruiniert...

Wer von Papa und/oder Mama nicht beim Studium unterstützt wird, dem bleibt oft nur die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen. Willkommen in der hausgemachten, mit voller Absicht installierten Zwei-Klassen-Bildungsgesellschaft, in der ein Studium möglicherweise nicht zum Abschluß führt, sondern zum endgültigen Bankrott. Ein Artikel im Spiegel - aber trotzdem lesenswert...
Die Studiengebühren müssen weg. Auf der Stelle!

Sonntag, August 22, 2010

Jemand Interesse an einem Original Kostüm aus "2001 - Odyssee im Weltraum"?


Ach schade, zu spät. Ist gerade gerade im Auktionshaus Bonhams ersteigert worden. Für 18000 Pfund übrigens. Richtig schön war es nicht, aber original. Und mir würden da so einige Damen und Herren einfallen, die es kleiden würde.
Irgendwie würde ich die Affenszene aus "2001" gerne noch mal neu drehen. Also:wir sehen eine Horde Regierungspolitiker, die auf Steinen herumspringen und dabei ständig Gesetzesvorlagen kreischen. Natürlich ohne zu wissen, worum es eigentlich geht. Eines Morgens steht dieser große Klotz da und plötzlich erlangt das ganze Rudel kognitive Fähigkeiten. Der Monolith dürfte dann aber nicht schwarz sein - die Farbe haben sie ja schon durch, ohne dass dabei was rausgekommen wäre - sondern eher rötlich. Und dann ist da dieser glanzvolle Sonnenaufgang über der Savanne untermalt mit der Musik von Richard Strauss und alles wird besser...

Das postapokalyptische Tokio...


Eine Bilderserie aus dem Blog TokyoGenso auf PinkTentacle. Sehr sehr stark!

Verspielt? Ich? Wieso verspielt?















Ging nicht anders, musste sein.

Samstag, August 21, 2010

David Fincher hat einen Film über Facebook gemacht...

Während ich das zum ersten Mal las, gab ich, glaube ich, eines dieser langgezogenen "Okays" von mir, die nichts anderes bedeuten, als dass man nicht wirklich verstanden hat, worum es geht. Wie kann man einen Film über Facebook machen, frage ich mich auch jetzt noch. Eine Doku, klar. Aber einen Spielfilm? Studenten programmieren Social Network, werden reich, schön für sie, Ende.
Ein Fincher-Film über Facebook mit Musik von Trent Reznor, klingt für mich - ich schrieb das schon - wie ein Fim von Oliver Hirschbiegel über Schüler-VZ mit Musik von Alec Empire. Und macht Ridley Scott jetzt einen Film über SecondLife mit Musik von Massive Attack? Scheiße, ja, den würde ich mir ansehen.
Aber zurück zum Fincher Movie. Mittlerweile habe ich mir mal zusammengesponnen wie der Streifen aussehen könnte. Also: Facebook bekommt Wind davon, dass irgendjemand ein Social Network nach ihrem Vorbild entwickelt. Morgan Freeman und Brad Pitt ermitteln, nehmen die Fährte deutscher Programmierer auf. Die haben jedoch bereits bemerkt, dass man ihnen auf die Spur gekommen ist. Sie dringen in die Villa der Facebook Macher ein, während die wie jeden Freitagabend illegale Boxkämpfe in ihrem Wohnzimmer veranstalten. Den Facebook-Millionären gelingt es in ihren Panikraum zu flüchten, dort sehen sich jedoch mit einer bizarren Kreatur konfrontiert, die versucht durch die Klimaanlage in den Raum einzudringen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und am Ende sehen wir, wie sich die tapfere Facebook-Chefentwicklerin, verkörpert natürlich von Sigourney Weaver, in eine Grube mit glühendem Stahl stürzt, kurz bevor Twitter aus ihrem Brustkorb hervorbricht.
Um ehrlich zu sein, liege ich mit einer Prognose ziemlich daneben. "The Social Network", so der Titel des Fincher Films hat nicht mal ansatzweise so viel Action zu bieten. Aber es gibt wohl ein paar ziemlich deftige Partyszenen mit Drogenmißbrauch und nackten jungen Damen.
Den Facebookmachern gefällt es nicht, der New York Times wohl auch nicht. Kann man hier nachlesen...

Horizont...

Ja! Ich steh auf Sonnenuntergänge. Und?


Freitag, August 20, 2010

Kryptozoologie im heimischen Garten...

Wie der eine oder andere vielleicht schon mitbekommen hat, blogge ich hier ja immer mal wieder über das Thema Kryptozoologie. Das ist die Wissenschaft, die sich mit der Frage befasst, ob vermeintlich ausgestorbene Lebewesen doch noch irgendwo überlebt haben . Außerdem interessiert sich Kryptozoologie für bisher völlig unbekannte Lebewesen. Ja, ich habe ein kleines Faible für überlebende Dinosaurier, Mammuts, mongolische Killerwürmer, Yetis, Sasquatch und was es noch so alles gibt. Klar oft verbirgt sich hinter solchen Legenden der nachvollziehbare Wunsch, den Tourismus in sonst völlig uninteressanten Gegenden anzukurbeln. Aber manchmal gibt`s ja vielleicht doch was unerwartetes zu entdecken. Deswegen habe ich selbstverständlich auch im Garten der Villa Kueperpunk mehrere Kryptocams installiert, die auf Yetis, Beutelwölfe oder Quastenflosser ansprechen - wobei letztere bereits wiederentdeckte wurden und ich ihr Auftauchen auf dem Rasen hinterm Haus für eher unwahrscheinlich halte. In den letzten Nächten haben die Kryptocams nun mehrfach Aktivitäten registriert und diese Bilder einer gänzlich unbekannten Spezies aufgezeichnet. Als Experte im Bereich der Kryptozoologie kann ich schon jetzt sagen: Was immer es ist, es ist auf jeden Fall extrem... drollig.

1. PS: Das kleine Tigerkatzitatzi tummelt sich mitsamt Geschwistern seit einigen Wochen hier im Garten. Sie lassen sich gern füttern - auch mehrmals täglich - , aber Anfassen ist noch nicht. Der Bursche im Bild wird aber langsam kess und macht erste Anstalten, bis ins Wohnzimmer zu stiefeln. Ihm ist noch nicht klar, dass er schon seit Wochen vorm Fernseher schlafen könnte...

2.PS: Scheiße, jetzt wird das hier doch nochn Katzenblog...




Sommerdämmerung...



SecondLife kann hochgefährlich sein...

















Das musste Flusskiesel heute am eigenen Leib erfahren. Erschütternd. Aber wir können aufatmen. Dem Kruemelkrambuch ist nix passiert.

So stelle ich mir einen gelungenen Morgen vor...

Weil der Tag gestern gut endete, sollte er heute auch entsprechend gut eingeleitet werden. Mit English Breakfast und French Toast im Caffe Zentral in Bochum...und etwas Fotografie. Zufällig.






Sonnenuntergang über Duisburg...

Gestern Abend so im Landschaftspark Duisburg gesehen. Sah fast so aus, als wollte es einem Mutter Natur noch mal so richtig zeigen...



Spezialtüren...

Diese Konzepte für Spezialtüren sind mir gestern zufällig vor die Linse gekommen. Perfekte Alternativausgänge für unliebsame Besucher. "Hier entlang, Herr Abgeordneter"...



Orwells Big Brother Staat liegt in Mexiko...

Die Stadt Leon in Mexiko wird mit ihren mehr als einer Million Einwohnern zum Testgelände eines neuen Überwachungs- und Zahlungssystems, in dem sich Verbraucher allein durch Irisscans identifizieren. EC-Karten, Hausschlüssel, Autoschlüssel oder Medikmantenrezepte sollen dort bald Relikte des analogen Zeitalters sein. Identifikation und Zahlung werden dann ausschließlich auf Basis von Scans erfolgen. Was für Verbraucher verlockend einfach klingt, bietet natürlich ganz nebenbei den Schlüssel zur Totalüberwachung des Bürgers durch ein einziges Unternehmen. Die Entwickler heben ganz bewusst hervor, dass es möglich sein wird, gezielt Bewegungsprofile zu erstellen - wobei hier natürlich nur von Personen die Rede sei, die auf einer entsprechenden Liste stehen. Ob damit eine Fahndungsliste gemeint ist, darüber äußert man sich allerdings nicht. Statt dessen betont man, welche Erleichterung das System für Konsumenten bedeuten würde, obwohl man gleichzeitig einräumt, das in Leon aufgebaute Szenario sei "Big Brother-esque". Aber, so der Hersteller, wäre es letztendlich ja doch so, dass ein einmal etabliertes Überwachungsnetzwerk die Bürger überzeugen würde, weil man sich durch Teilnahme weniger verdächtig machen würde, als durch Verweigerung. Wie grundehrlich, wenn ein Unternehmen offen ausspricht, dass das Ausüben sozialen Drucks Teil des eigenen Geschätfskonzeptes ist. Außerdem wüssten Provider und Banken ja bereits schon jetzt viel über das Privatleben ihrer Kunden, ganz abgesehen von Facebook. Wie gern die Überwacher doch das Mitteilungsbedürfnis von Bloggern, Twitterern und Facebookern zur tiefen Sehnsucht nach völliger Lebenstransparenz umdeuteln. Nein, meine Damen und Herren, auch wir Internetlabertäschchen erzählen nicht alles und ganz bestimmt wollen wir nicht, dass ihr alles über uns wisst.
Mehr zum Thema bei grinding.be...

Donnerstag, August 19, 2010

Das laufende Haus...

Entworfen von der dänischen Künstlergruppe N55 steht es derzeit im Gelsenkirchener Nordsternpark. Weil mich das Ding so fasziniert, hab ich es mir heute noch mal aus der Nähe angesehen und dabei auch die Spuren entdeckt, die es bei seinen Wandertouren hinterlässt. Im Moment wird es von drei amerikanischen Studenten bewohnt und bewacht. Drinnen sind drei Schlafplätze, eine rudimentäre Küche und eine Campingtoilette. Jeden Tag bewegen es seine Bewohner an eine andere Stelle des Nordsternparks. Heute zum Beispiel über eine der Brücken. Das "Walking House" wird mit Solarenergie betrieben und erreicht eine "Höchstgeschwindigkeit" von rund 120 Metern pro Stunde.





Die derzeitige Diskussion um Google Street View...

...geht mir gelinde gesagt am Arsch vorbei. Nicht etwa, dass ich Datenschutz nicht für ein wichtiges, wenn nicht sogar das wichtigste Thema dieses Jahrzehntes halten würde. Nur ist das modische "Ich lass mich löschen"-Tamtam momentan doch wohl eher trendig als sinnvoll.
Für Fußball habe ich ja bekanntermaßen noch weniger übrig und trotzdem finde ich es hochcharmant, wenn die Borussen jetzt das Schalker Stadion löschen lassen wollen. Mal ehrlich, für mich sind wirklich nur die Feindseligkeiten zwischen den Fanfronten unterhaltsam und es sind solche Gehässigkeiten, die mir besondere Freude bereiten. Löschaktionen bei Streetview könnten generell interessant sein. Zum Beispiel, um die Opposition aus dem Web zu tilgen. Oder man betreibt die Sache in die andere Richtung. Könnte man beispielsweise ein Fadenkreuz für ein Gebäude beantragen? Oder "Kann weg"-Vermerke? Ich wüsste da so einiges, was meiner Meinung nach weg könnte. Da fällt mir ein: Wird man das Kanzleramt eigentlich auch auf Google Street View sehen können? Und ist die Angie auch mit auf dem Bild?

Architekturparasiten...
















Der japanische Künstler Tadashi Kawamata hängt kleine Holzhütten wie Wespennester ans Centre Pompidou in Paris. Sieht aus wie Guerilla Living und lässt mich über sehr düstere Zukunftsszenarien fantasieren. Mehr dazu da...

Facebook und Skype Vintage Ads...

Allerliebst...
(via Bruces)



Cyberpunk Lesung in Bielefeld am 11.9...























Moment, ich nehm eben die Stirn von der Tischplatte, so...noch das Blut wegwischen. Es tut auch nur noch ein bißchen weh. Frank, der Initiator der Cyberpunklesung hatte vorher sogar noch gefragt, ob der Termin in Ordnung ist. Ans Gogbot hatte ich da natürlich nicht gedacht. Und schon haben wir eine Eventkollision, die ihresgleichen sucht. In Enschede zelebriert man die herannahende Singularität, während wir uns in Bielefeld bei der Lesung fragen, ob beim Eintreten der Singularität "die Scheiße den Ventilator trifft", wie die Amis es so schön formulieren.
Anyway: Lesungen gehen für mich vor, also bin ich am Samstag den 11.9 ab 19.30 Uhr mit den anderen Cyberpunks in der Galerie Gruppe 10 und trag vom Blatt vor. Bei dem Aufgebot an Autoren ist für jeden was dabei, kein Zweifel.

Gogbot 2010: The Singularity Is Near - vom 9.9-12.9 in Enschede...






















Großartig! Es ist endlich wieder Gogbot in Enschede. Und diesmal hat man es der heran nahenden Singularität gewidmet. Ich bin begeistert.
Und auch wieder nicht. Denn das Gogbot kollidiert in diesem Jahr mit dem, was ich jetzt gleich oben posten werde: Der Cyberpunk Lesung in Bielefeld! Arghh...ich meine, nie ist was mit Cyberpunk und dann auf einmal gleich an zwei verschiedenen Orten. Und die sind natürlich soweit voneiander entfernt, dass man nen Hubschrauber braucht, um beides zu schaffen. Grmppff...
Deswegen laufe ich vorraussichtlich erst Sonntag in Enschede auf. Ist dann eigentlich noch jemand aus der Cyberpunk Community da?

Die Banksy Top12 dieses Jahres...












...findet man hier auf MyModernMet...

Mittwoch, August 18, 2010

Keine Anklage gegen Big Brother Schule...

Im Februar waren Eltern von Schülern der Lower Merion Highschools in Pennsylvania zu ihrem Entsetzen mit privaten Videoaufnahmen ihrer Kinder konfrontiert worden. Die von der Schule bereitgestellten Laptops hatten ohne das Wissen von Eltern und Schülern über die Webcam Bilder aus deren Zimmern aufgenommen und an die Schule übertragen. Der Generalbundesanwalt erklärte nun, dass man in diesem Zusammenhang keinen Grund für eine Anklage sieht, da eine kriminelle Intention nicht nachweisbar sei.
Amerika heißt den Big Brother Staat willkommen.
Mehr dazu dort...

Riesenroboter, schräge Roboter und coole Roboter...























...gibt`s drüben in der Bilderserie beim Weburbanist...

Steampunk Snackbar?

















Kommt jedenfalls so rüber...

Dienstag, August 17, 2010

Inception in Lego...


















Mehr davon bei Amusing Planet...

Steampunk Rollenspiel in SecondLife...

Der heilige Septimus mausert sich mehr und mehr zur SecondLife Spürnase mit Insiderwissen. Jetzt hat er ein Steampunk Rollenspiel in SL aufgespürt . Details dazu in seinem Blog...

Wer schon immer mal Websites wegballern wollte...

...kann das mit dem DestroyTheWeb Addon tun. Jede beliebige Website kann damit genüßlich in Fetzen geschossen werden. Da kriegt man`s...

Das kleine Museum über die Geschichte der virtuellen Realität in der Science Fiction...

...steht immer noch auf New Caerleon. Gebaut hatte ich es letztes Jahr für Jeorg Janick, den Kopf der Caerleon Group, nachdem das 2008 entstandene große Science Fiction Museum wegen akuten Primmangels für neue Projekte Platz machen musste. Das geschah aber nicht unerwartet, denn mit mehr als 2000 Prims war das alte Museum ein wahres Monstrum. Ansehen kann man es sich hier...






Mehr Bilder aus Sick...

Sick hat anscheinend nicht nur mir gefallen. Und da ich momentan sowieso an einem akuten auch wetterbedingten Fotografiedefizit leide, gehe ich mit einer Tasse Kaffee vor mir gemütlich und vor allem trocken im Metaversum knippsen. Kein Vergleich mit dem Real Life , aber dafür genießt man gewisse Vorteile. Im realen Leben kann man Bewölkung, Sonnenstand und Lichtstimmung nicht nach Wunsch regulieren und man kommt auch nicht mal eben 50 Meter hoch über das Motiv, um direkt aus dem Zenit nach unten zu zielen. Außerdem macht es einem der Emerald Viewer sehr leicht, andere Avatare zu fotografieren. Das Rardarsystem ist dabei nämlich äußerst hilfreich. Hier also noch mehr Stills aus Sick, das man übrigens über diesen Link erreichen kann...