Samstag, Juli 31, 2010

Ein paar Bilder von unserer Lesung...

Die heutige Lesung verlief letztendlich doch viel besser, als ich es erwartet hatte. Neue und alte Bekannte waren da und ich denke, den meisten - von denen viele schon vor zwei oder drei Wochen zugesagt hatten - hat gefallen, dass es heute Abend doch noch ein Alternativprogramm gab. In der kleinen Galerie konnte man sich nachher auch noch meine Ruhrpottbilder ansehen. Nichts neues für Leser dieses Blogs aber in so einem virtuellen Museum wirken sie irgendwie ganz anders. Ja, fast als wär`s echt.
Hier ein paar Eindrücke.







Donnerstag, Juli 29, 2010

Das Marsgesicht in extremer Nahaufnahme...

Ja, es beschäftigte meine Fantasie in den 80er Jahren sehr. Das sogenannten Marsgesicht. Ein in Felsen gehauenes Antlitz, den Blick gen Marshimmel gerichtet. Es wäre ja auch zu schön gewesen. Unsere Urahnen, oder Aliens, die uns erschaffen haben, hinterließen auf dem Mars ein Artefakt. Ein Denkmal, das tief ins Universum schaut, dorthin, wo unsere Vorväter in ihren Schiffen verschwanden. Schon in den 80ern gab es natürlich Kritiker, die es wussten: Es ist das Spiel von Licht und Schatten und bei der Bildnachbearbeitung entstehen manchmal auch Artefakte, die geometrische Formen vorgakulen. Ende der 90er war dann wirklich klar, dass da nichts ist, dass das Marsgesicht nur ein kosmischer Zufall war, das Zusammenspiel von Blickwinkel und Schattenfall. Aber nicht mal die Profis sind vor solchen Irrtümern gefeit. Carl Sagan schrieb, dass bei der Viking Landung vor 35 Jahren kurze Zeit Irritation im Kontrollzentrum entstand, als mein ein B auf einem Stein zu erkennen glaubte. Auch das nur ein Schatten. Im Nachhinein habe ich den Eindruck, dass das mysteriöse Gesicht der NASA nur recht kam. Zu einer Zeit, als das Interesse an der Raumfahrt einbrach und niemand mehr Bilder aus dem All sehen wollte. Da sorgten Verschwörungstheoretiker wie Richard Hoagland für genau die Aufmerksamkeit, die man brauchte. Hoagland verfasste einen dicken Wälzer, in dem er über eine vermeintliche Mars Zivillisation fabulierte. Fantasievoll und so wenig fundiert wie eine Klatschpostille.
Stellen wir uns also der Tatsache, dass das mysteriöses, uns inspirierende, unsere Fantasie zu Höchstleitungen anspornende Marsgesicht einfach nur eine Ausgeburt unsere Sehnsucht nach dem Sense of Wonder ist.
Hier nun das wohl genauste Bild der legendären Formation in Cydonia, aufgenommen vom Mars Reconnaissance Orbiter.
Mehr dazu bei universetoday...

Unsere Lesung am Samstag - und warum sie nicht stattfindet...

Der morgen begann mit einer Tasse Kaffee und kurz darauf mit der Feststellung, dass ich mit dieser Tasse Kaffee mitten in einem Schlachtfeld stehe und mich betreten umsehe, während mir nicht Kugeln, aber Emails um die Ohren fliegen. Ich glaube, wer hier mitliest, der weiß, dass ich nie etwas von den seltsamen Kämpfen gehalten habe, die manchmal in Foren toben, oder auch zwischen Blogs geführt werden. Solche Schlagabtausche bringen nichts, schädigen auf die eine oder andere Art meistens das Ansehen beider Seiten. Da ist in blinder Wut schnell mal was gepostet, worauf Google noch nach Jahren stößt. Nein, ich bin im Web, weil ich Spaß am Bloggen habe, weil ich mich informieren will, weil ich das ganze Ding Internet so genial finde, dass es mich seit elf Jahren fesselt. Ich bin nicht hier, um mir meine Nerven in sinnlosen Streitereien zu zerfetzen. Klar sag ich auch mal meine Meinung, sogar relativ oft. Und ich habe auch keine Probleme damit, wenn ich dafür mal einen Tritt in den Hintern kriege.

Am Samstag wollten wir mit einigen Freunden eine Lesung machen. In SecondLife. Ich berichte oft darüber, die einen mögen es, die anderen nicht. Diese Lesungen sind vor allem eins. Lustig. Darum geht`s. Es darf auch mal was Kritisches kommen, aber unterm Strich wollen die Leute was zum lachen haben.
Das wird diesen Samstag so nicht funktionieren.

Zwei sind sich in Blogs in die Haare geraten. Die eine Seite hat unglücklich geschrieben, wollte wohl eigentlich etwas anderes zum Ausdruck bringen, der anderen Seite passt das nicht und nun fliegen die Fetzen.

Nein, uns gefällt das gar nicht. Nicht Kirsten von den Brennenden Buchstaben, nicht den Leuten von Bitterschlag und mir auch nicht. Schade. Was uns vorschwebte, das war eine Lesung mit amüsanten Texten. Vielleicht über einen schief gelaufenen Restaurantbesuch, über Fußballfans im Bahnhof und ja auch gern was gegen unsere Politiker, die uns so furchtbar auf den Zeiger gehen. Aber jetzt ist um drei Ecken herum die Loveparade zum Thema geworden. Lustige Lesung mit lachenden Autoren auf dem Plakat und dann irgendwie ein Kontext mit der Loveparade? Geht nicht, kann ich mir nicht vorstellen, funktioniert nicht mehr.

Dabei hat mit die Zusammensetzung von vornherein super gefallen. Ich lese gern Fenrir, ich schätze Bitterschlag und zu den Brennenden Buchstaben gehöre ich sowieso. Dreamteam würde ich sagen. Aber unser Ruhrpott 2010 Event passt gerade jetzt nicht mehr.
Und deswegen verschieben wir die Sache.
Wann wir ein Event in dieser Art machen, das wissen wir jetzt auch noch nicht.
Stattdessen werden Samstag nur Kirsten und ich lesen. Für alle die, die sich den Abend jetzt schon freigehalten haben und weil uns einfach mal wieder danach ist und wir uns selbst drauf gefreut haben. Das ist nicht das, was es werden sollte, aber ich denke, es ist das einzige, was momentan Sinn macht.

Fake DNA: Hard- und Wetware für zukünftige Kriminelle...

Nicht erst seit CSI hat es sich herumgesprochen: Wer einen Mord begeht, der wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch schnell als Täter identifiziert. Körperflüssigkeiten, ein Haar, sogar eine Hautschuppe reichen aus, um einen genetischen Fingerabdruck des Täters zu erhalten und ihn so unter den potentiell Verdächtigen eindeutig zu identifizieren. Die Forensiker Dan Frumkin, Adam Wasserstrom, Ariane Davidson and Arnon Grafit warnen nun in einem Artikel vor der Möglichkeit, dass mit dem entsprechenden Know How und erschwinglichem Equipment jede gewünschte DNA synthetisiert werden könnte. Mit anderen Worten: Der Täter bringt die reiche Tante Erna um, und hinterlässt dabei jede Menge DNA des ungeliebten Cousins und Miterben Egon. Cyberpunk meets True Crime. Mehr dazu in diesem Blogpost...

Mittwoch, Juli 28, 2010

Flusskiesel und ich beim Currywurstessen...
















...an der Galerie in SecondLife. Eigentlich hätten wir schon gleich mit der Lesung anfangen können. Leider unterbrach einer der häufigen SL Restarts unser virtuelles Dinner. Dann gedulden wir uns eben bis Samstag. Hier passiert`s...

Das Kafe Kruemelkram und die neue Galerie...

















Mein virtuelles Grundstück hat sich in letzter Zeit etwas verändert. Der Laden ist zwar noch da, aber in etwas kleinerer Form. Das Kruemelkram liegt im Hintergrund, während man vorne die Galerie mit dem Vorplatz sieht. Ja, richtig erkannt, selbstverständlich haben wir auch eine authentische Pommesbude. Vor dem Eingang zur Galerie findet die Lesung statt und dort werden ab Samstag auch unsere Ruhrpott-Fotografien zu besichtigen sein. Einfach mal reinschauen...

Am kommenden Samstag: Ruhrpott 2010 - Unsere Lesung in SecondLife...
















Immer wieder witzig, wenn ich in den Kommentaren in Facebook lese, dass unsere Lesung etwas zu weit entfernt stattfinden würde. Nein, das tut sie nicht. Man kann sie auf jedem Rechner verfolgen und das völlig kostenlos. Der SecondLife Client nimmt auch gerade mal um die 10 MB auf der Festplatte in Anspruch. Und wenn es einem nachher immer noch auf die Nerven geht, ist er auch im Null Komma Nix wieder deinstalliert. Näher kann man einem Autor wirklich nur bei einer realen Lesung kommen.
An diesem Samstag lesen Zauselina alias Kirsten von den Brennenden Buchstaben, Markus Becker alias Flusskiesel von Bitterschlag, Ludger Otten alias Fenrir und meine Wenigkeit ab 21 Uhr vor der Galerie des Kafe Kruemelkram. Außerdem stellen Ludger und ich dort unsere Ruhrpottbilder aus. Wir freuen uns auf alte und auch neue Zuhörer. Sollte es Probleme mit der Installation geben, wendet euch unter Facebook, Twitter oder per Email einfach an mich, ich helfe gern.
Samstag um 21 Uhr geht`s los, und zwar exakt hier...

Dienstag, Juli 27, 2010

Wenn Menschen ihre Wohnung nicht mehr verlassen: Hikikomori...

In Japan gibt es geschätzte 1,55 Millionen Schlafzimmer-Eremiten, die ihre Wohnung allenfalls verlassen, um einkaufen zu gehen. Der Grund dafür: Angst - vor der Schule, der vergeblichen Arbeitssuche, oder dem Beruf. Nicht, dass es dasselbe Phänomen nicht auch bei uns gibt. In den meisten Fällen merkt bloß niemand, was da vor sich geht.
Mehr über die japanischen Hikikoromi hier...

Montag, Juli 26, 2010

Philip K. Dicks mysteriöse Briefe ans FBI...

Seine Ideen waren brillant, seine Stories ihrer Zeit voraus. Dick nahm moderne Themen wie virtuelle Realität und künstliche Intelligenz vorweg. Seine außergewöhnliche Fantasie steht außer Zweifel. Man darf sich allerdings fragen, ob er diese exorbitante Vorstellungskraft auch völlig unter Kontrolle hatte. 1972 schickte er Briefe ans FBI, in denen er behauptete, von einer Neonazi-Organisation bedrängt zu werden. Man verlangte von ihm Code-Wörter in seine Bücher einzubauen. Dahinter steckte angeblich eine Verschwörung, in der eine neue biologische Waffe eine Rolle spielte, die bereits gegen die amerikanische Bevölkerung eingesetzt würde. Dick ging sogar soweit, den Namen eines anderen Autors zu nennen, in dessen neustem Buch er eines dieser Codewörter erkannt haben wollte.
Dicks Briefe kann man hier auf Lettersofnote nachlesen...

Ruhrpott 2010 - Lesung und Ausstellungseröffnung im Kafe Kruemelkram: Kommenden Samstag ab 21 Uhr
















Am kommenden Samstag ist es soweit. Vier Autoren aus dem Pott lesen ihre Texte, Stories und Blogposts am Kafe Kruemelkram. Es wird garantiert lustig, aber auch bissig und kritisch. Mit dabei: Zauselina, Markus Becker, Ludger Otten - den wir extra für die Lesung hier nach SL geholt haben - und meine Wenigkeit. Außerdem werden Ludger und ich unsere Ruhrpottbilder in der neuen Galerie am Kruemelkram ausstellen.
Um 21 Uhr geht`s los und zwar genau hier am Kafe Kruemelkram.

Sonntag, Juli 25, 2010

Momentaufnahmen der Love Parade Berichterstattung...

Verantwortliche schauen, während der Pressekonferenz zu den Ereignissen befragt, schweigend und betreten in die Kamera und hoffen darauf, dass an ihrer statt ihr jeweiliger Sitznachbar eine befriedigende Antwort geben kann. Vergeblich.
Herbeieilende Politiker fordern mit aller Entschiedenheit lückenlose Aufklärung der Ursachen. Natürlich tun sie das. Sie müssen es. Aber weil auch wir das wissen, werden ihre Statements nicht glaubwürdiger.
Ein Raver, danach gefragt, wie er die Ereignisse auf der Loveparade erlebt hat, lobt zunächst die Musik, um sich dann mit gerunzelter Stirn daran zu erinnern, dass da ja noch irgendwas anderes passiert ist. Ja, das mit den Toten habe sich rumgesprochen und sei schon "so`n kleiner Break" gewesen.
Ein regionaler Nachrichtensender berichtet über die Rolle von Twitter und Blogs vor, während und nach der Loveparade und schafft es aus genau diesem Bericht eine Art Werbespot für das eigene Weblog zu machen.
Noch während Verletzte im Tunnel liegen, wird die Katastrophe zum Werkzeug, mit dem man den jeweiligen politischen Gegner aus dem Amt hebeln will und das ohne dass man dabei so etwas wie eine Schrecksekunde zu spüren glaubt, in der es einfach nur um die Opfer und deren Angehörige geht.
Und immer mehr unbeantwortete Fragen: Für wieviele Personen war das Gelände denn nun ausgelegt? Wirklich 500 000 , was an sich schon viel zu klein gewesen wäre, oder tatsächlich nur für 250 000 wie irgend jemand vorhin im Fernsehen behauptet?
Warum versucht man mehr als eine Million Menschen durch einen viel zu kleinen Zugang zu stopfen und das in beide Richtungen?
Und wieso müssen Notausgänge erst geöffnet werden, statt durchgehend und jederzeit geöffnet zu sein?

Pottimpressionen...






Samstag, Juli 24, 2010

Auf das beste Wochenende folgt das schlimmste...

Letzte Woche das grandiose Stillleben auf der A40. Statt Autos, Tische und Zelte auf der Fahrbahn. Das und gutgelaunte Ruhrpottler. Das Stillleben war ein Megaevent, das den meisten von uns gefallen hat, egal ob man den großen Trubel nun mag oder nicht. Jetzt Bilder von der A 59. Auch auf ihr herrscht heute Stillstand, auch auf ihr stehen heute Zelte. Aber es sind die Zelte, in denen mindestens hundert Verletzte Loveparade-Besucher erstversorgt werden. Der schlimmste denkbare Fall ist eingetreten. Die Loveparade wurde zum Katastrophengebiet. Auf eines der besten Wochenenden des Potts folgt das wohl schlimmste seit Jahren.
Stefan Schröder von den Ruhrbaronen bringt es auf den Punkt. Es ist zum kotzen, dass das passieren musste...

Eine tragische Loveparade...

Ich weiß nicht genau, wann es heute Nachmittag passiert ist, aber es hat wohl durch eine Massenpanik zehn Tote auf der Loveparade gegeben. Die Ruhrbarone sind wahrscheinlich näher dran, sonst einfach WDR schauen...

Die Loveparade 2010: Es gibt gute Gründe zur Loveparade zu gehen...

...man kann dort zum Beispiel abertausende von Ladies mit Bikini oder ohne fotografieren und später behaupten, das sei Musikjournalismus. Warum ich nicht hingehe? Weil man eigentlich nur noch mit öffentlichen Verkehrsmitten hin kommt. Und ich lehne Viehtransporte ab...

Die Sache mit der Panoramafreiheit...

Die Panoramafreiheit ist ein für Fotografen ganz grundlegendes Gesetz, das da sinngemäß lautet:
"Unter Panoramafreiheit (oder auch Straßenbildfreiheit) versteht man die Freiheit, urheberrechtlich geschützte Gegenstände (z. B. Kunstobjekte oder Gebäude), die von öffentlichen Verkehrswegen aus zu sehen sind, bildlich wiedergeben zu dürfen." Oder knapp formuliert:
Wenn ich auf der Straße stehe, darf ich das Ding knippsen und auch die Fotos veröffentlichten. Das sieht allerdings nicht jeder so und möchte Geld dafür sehen, wenn man seine Gebäude fotografiert hat. Unter anderem bloggt der Schockwellenreiter drüber und auch das Pottblog...

Ein Gericht hatte in einem ähnlich gelagerten Fall die Gültigkeit der Paroamafreiheit so begründet: “Im anderen Falle wäre Fotografie nur noch in den eigenen vier Wänden und auf hoher See möglich.”
Ich fürchte fast, selbst die eigenen vier Wände kommen da nicht mehr in Frage, denn selbstverständlich machen auch die Hersteller von Möbeln, Haushaltsgeräten, Tapeten und der zu den sichtbaren Buchrücken gehörenden Bücher Urheberrechte an dem Foto geltend. Ganz zu schweigen, vom eigenen Hund, dessen Züchter auf die Idee kommen könnte, dass...nun ja...

Freitag, Juli 23, 2010

Jetzt übertreiben sie es endgültig mit der Überwachung der Internetnutzer...





















Noch ist es nicht soweit, aber es gibt da oben Polit-Knalltüten, die sowas in den nächsten vier oder fünf Jahren druchdrücken könnten. Ist übrigens meine nagelneue eigene Überwachungskamera. Denn wenn ich überwache, dann macht auch das Sinn...

Mittwoch, Juli 21, 2010

SecondLife Lesung am 31.7: Ruhrpott 2010...

















Markus Becker, Ludger Otten, Kirsten Riehl und ich lesen Geschichten, Texte, Blogposts. Satirisches, kritisches, komisches, polemisches und spannendes. Aber es wird nicht nur eine Lesung, sondern auch eine Ausstellungseröffnung. Ludger und ich zeigen in der Galerie des Kafe Kruemelkram unsere Bilder aus dem Pott - der bei uns auch irgendwie wie ein Metaversum aussieht.
Zur Galerie und Lesung geht`s hier lang...

Keramikfiguren sind eigentlich nicht mein Ding...

...aber die von Jessica Harrison finde ich irgendwie...nun ja...ansprechend.

Immer Ärger mit den Fakebildern...

Der große Ölkonzern mit der akut eiternden Bohrlochakne unten in der Tiefsee hat der Welt einen Einblick in sein Krisen-Kontrollzentrum gewährt. Doch bei dem Bildchen ist es weniger mit rechten Dingen als mit Photoshop zugegangen. Köpfe von Technikern waren einkopiert worden und die Monitore sind auf der Originalfotografie eigentlich schwarz. Kritiker fragen jetzt natürlich, wieso mitten in der Krise sämtliche Bildschirme ausgeschaltet sind. Wurde da vielleicht sogar in der Kaffeepause fotografiert? Dass die Web 2.0 Community aber auch immer so verdammt genau hinschauen muss. Mehr zum Thema hier...

Vor 41 Jahren landeten wir auf dem Mond...


















...und das war es dann im Großen und Ganzen auch mit der bemannten Raumfahrt. Seitdem wir damals auf der kleinen Insel draußen vor der Küste waren, hat sich kein Astronaut mehr vom Strand gewagt. Wired erinnert an die großen Tage der Mondlandungen...

Von Schweden lernen...

Denn die Schweden sind uns weit voraus. Die Piraten bieten dort seit kurzem den ersten Internet Service Provider an, der die vollständige Anonymität von Surfern gewährleisten soll. 100 ausgewählte Nutzer testen den Pirate ISP drezeit in der Stadt Lund. Bis zum Ende des Sommers will man den Service landesweit anbieten. Ein Schritt in die richtige Richtung, der hoffentlich Schule macht. Wäre interessant nachzurechnen, wie groß sowohl zeitliche als auch finanzielle Entlastungen für Justiz und Staat wären, wenn der Verfolgung banaler Urheberrechtsverstöße - Pseudokriminalität auf dem Level von Kirschenklau von Nachbars Bäumchen, weil die Äste über das eigene Grundstück ragen - durch die vollständige Anonymisierung des Netzes ein Ende gesetzt würde.
Mehr zum Thema hier...

Dienstag, Juli 20, 2010

Für an die Wand...

Ich habe mir lange Gedanken darüber gemacht, was ich gern an meine Wand hängen möchte. Stilvoll sollte es sein, wobei der Preis natürlich keine Rolle spielt. Und deswegen habe ich es endlich mal so richtig krachen lassen und ohne zu zögern tief in die Tasche gegriffen. Mein Wohnzimmer veredeln jetzt ein echter Otten und drei echte Kueperpunks. Man gönnt sich ja sonst auch alles...
Das Bild links unten wird eventuell in den nächsten Tagen noch durch ein anderes ersetzt. Wenn ich mich dann noch nicht zu sehr daran gewöhnt habe.


Kann es sein...

...dass heute Sommerloch ist?

Montag, Juli 19, 2010

Der Schreibwettbewerb an dem niemand teilnehmen wollte...

Reg Turnill, ein ehemaliger BBC Luftfahrt Korrespondent hatte einen Wettbewerb zu Ehren H.G. Wells veranstaltet, der dem Sieger immerhin 1000 britische Pfund eingebracht hätte. Gesucht wurden Kurzgechichten, die das gegenwärtige Leben in Kent beschreiben sollten. Doch Turnills Ausschreibung stieß trotz des ansehnlichen Preisgeldes auf ein Interesse, das geringer nicht sein konnte. Die Anzahl der Einsendungen belief sich auf exakt Null. Wenig überraschend allerdings, wenn man sich die Wettbewerbsbedingungen ansieht. Der 94jährige Turnill besteht nämlich auf handgeschriebenen Texten. Da würde man doch gern mal nachfragen, ob er selbst jemals einen Computer benutzt hat. Science Fiction war übrigens als Thema von vornherein ausgeschlossen. Mittlerweile hat Turnill die Wettbewerbsbedingungen verändert und auch Science Fiction Texte werden nun akzeptiert.
Mehr dazu hier...

A 40 Still-Leben Nachtrag: William Gibson twittert über das Stillleben..

...: "Das sieht aus wie die Luftaufnahme einer Zombieseuche." Stimmt :-)!
(via GreatDismal)

Den Resetknopf fürs Internet...

...hat letzte Woche der Bund deutscher Kriminalbeamter gefordert, denn „Attacken auf die digitale Infrastruktur des Landes können sich ähnlich verheerend auswirken wie atomare Angriffe.“ Deshalb bedürfe es eines „Reset-Knopfs für das Internet“, mit dem das Kanzleramt Deutschland im Ernstfall sofort vom Netz nehmen könne."
Nun ja, es gibt da ja böswillige Zungen, die im Gegenteil behaupten, es sei eher so, dass das Internet ein Reset-Knopf sei, mit dem Deutschland das Kanzleramt im Notfall vom Netz nehmen könne...
Mehr dazu bei netzpolitik...

Sonntag, Juli 18, 2010

A 40 Still-Leben: Und aus !

Um 20 Uhr sind bereits alle groben Spuren auf der A 40 am Ruhrpark beseitigt. Das Megaevent ist vorbei und in wenigen Stunden werden wieder Autos in Richtung Duisburg oder Dortmund rollen. Sehr schade eigentlich...





A40 Still-Leben: Noch 'n paar...






A 40 Still-Leben: Ein hervorragend organisierter Stau...

Das deutsche "Burning Autobahn Festival" geht gerade über die Bühne. Nachdem ich heute morgen die leeren Tafeln geknippst habe, wollte ich selbstverständlich auch noch einen Blick auf gedeckte Tische plus Publikum werfen. Eigentlich soll der Zugang erst ab 11 Uhr freigegeben werden, aber ab 10.30 Uhr schauen soviel THW als auch Polizei großzügig über die ersten Besucher hinweg, die über postapokalyptisch leere Autobahnauffahrten in Richtung Fahrbahn pilgern. Zu diesem Zeitpunkt haben sich noch längst nicht alle Gruppen an ihren Tischen eingefunden. Aber es ist schon ein seltsames Gefühl über die A40 zu laufen, auf der man so manche Stunde im Stau verbracht und davon geträumt hat, einfach den Wagen stehen zu lassen und nach Hause zu gehen. Heute ließe sich das einrichten. Man erkennt sofort die Gruppen, die einen Tisch reserviert haben. Die meisten ziehen Bollerwagen hinter sich her und man hat den Eindruck, dass hier einige Herren einen zweiten Vatertag einlegen wollen. Es präsentieren sich Vereine, Organisationen, die Kirche, die Linkspartei - die sich hier tatsächlich auf der linken Fahrspur befindet, allerdings nur, wenn man aus Richtung Duisburg kommt - andere bloggen, während nebenan eine Geburtstagsparty steigt und mindestens ein Fußballfanclub hat einen Tisch ergattert - obwohl ich ja behaupten würde, das Fußball und Kultur...aber lassen wir das heute mal.
Am Tunnel hinter der Starlighthalle finde ich den noch leeren Tisch der Ruhrbarone. Nur wenig später treffe ich dort doch noch auf einen der Barone. Ich glaube es ist Stefan Laurin - korrigiert mich bitte, falls ich da was verwechselt habe - und wir reden ein paar Minuten. Leider fehlt mir ausgerechnet heute die Zeit, noch länger zu bleiben, obwohl ich gute Lust hätte, ein paar Kilometer weiter zu laufen- Bloggerkollege Fenrir begegne ich wenig später zufällig an der Kreuzung an der Starlighthalle. Auch ihn hat die Neugierde trotz Hitze hergetrieben.
Ja, dieses A 40 Still-Leben hat was. Zumindest kann ich damit mehr anfangen, als mit irgendwelchen Karnevalsfrühdemenzveranstaltungen.Von mir aus kann sowas gern öfter passieren. Dann aber länger und bitte mit einem deutlich erweiterten Spektrum gastronomischer Angebote...