Mittwoch, Juni 30, 2010

Und was haben wir heute gelernt?

Genau. Demokratie ist, wenn man solange wählt, bis einem das Ergebnis gefällt...

Gedanken über die technologische Singularität...






















...macht sich der Fenrir und das auf seine augenzwinkernde Weise. Mag sein, dass Maschinen früher oder später tatsächlich so etwas wie Intelligenz und Kreativität entwickeln. Aber wer sagt, dass sie sich dann nicht genauso verhalten wie wir - und weder das eine noch das andere benutzen? Mehr davon beim Fenrir...

Dienstag, Juni 29, 2010

Wenn Politiker einen IQ-Test für Einwanderer fordern...

...dann ist das nicht überraschend, denn die Sache mit dem Glashaus und den Steinen, die man besser liegen lässt, haben viele von ihnen bis heute nicht begriffen. Apropos begreifen: Dass es damit bei den meisten unserer Damen und Herren Entscheidungsträger selbst etwas hapert, ist nicht neu. Viele von ihnen sind nun wirklich keine großen Leuchten, sondern lediglich gut ausgeleuchtet. Wenn der eine oder andere Normalbürger, ob eingewandert oder hier geboren nicht ganz so pfiffig ist wie der Durchschnitt, stellt uns das nicht vor Probleme. Riskant wird es nur, wenn aus geistig untermöblierten Gestalten ein Herr Abgeordneter, ein Herr Minister oder sogar ein Kanzler wird. Die einzigen, die wir also testen sollten, und das meint sowohl IQ als auch Moral und Integrität, sind Politiker selbst - und bei diesen Tests sollte es für alle aus dem schwarzen Flügel sowieso von vornherein Minuspunkte geben. Sinnvoll wäre auch ein frühzeitiger Check, mit dem wir Mimöschen, die angesichts kritischer Stimmen sofort zurücktreten würden, von vornherein aussortieren können.
Mehr dazu in diesem Artikel in telepolis...

Samstag, Juni 26, 2010

Komplexe organische Moleküle zwischen den Sternen...

Manche grundlegende Bausteine für Leben müssen nicht erst in der Ursuppe von Planeten entstehen. Sie sind schon in der interstellaren Materie vorhanden. Das wiesen Wissenschaftler der Instituto Astrofisica de Canarias (IAC) und der University of Texas jetzt nach. Um so wahrscheinlicher ist es, dass Leben im Weltall keine Seltenheit oder gar ein Unikat, sondern eine Normalität ist. Sie sind irgendwo da draussen. Mehr dazu drüben in telepolis...

Was man aus Mülltonnen alles machen kann...

















Kunst von Brian Jungen. Mehr von ihm hier...

Noch ein paar Bilder aus dem Pott...

Das Zollverein-Gelände wurde heute durch gleich zwei Veranstaltungen blockiert. Eine Unifete auf der einen Seite, Türenquietschen, das manche auch als klassische Musik bezeichnen würden, auf der anderen. Beides beim Fotografieren sehr hinderlich, wenn einem wegen Klassikgeträller und Studiparty der Zugang zu interessanten Blickwinkeln verperrt wird. Schade.
Nach zweistündiger Gratisbeschallung klingt für mich übirgens jeder klassische Chor wie György Ligetis Atmosphères. Nein, Klassik und ich wir werden niemals besonders dicke Freunde werden.






Mittwoch, Juni 23, 2010

Faszinierend wie Belanglosigkeiten einen kollektiven Freudentaumel auslösen können...

Ja, ich hatte mich auf den jämmerlichen Todeslaut der letzten ersterbenden Vuvuzela am Horizont gefreut. Über erschlaffte, abgerissene Fähnchen auf den Straßen und verblassende Nationalflaggen auf geröteten Alkoholkonsumentenwangen. Obwohl ich das tiefe Bedrüfnis meiner Mitmenschen nach einem Anlass zur Freude, und sei er auch noch so erbärmlich, nachvollziehen kann. Wirtschaft und Politik waren und sind nicht in der Lage uns glücklich zu machen und sie wollen das auch gar nicht. Aber auch sie lieben Fußball, denn er ist das geeignete Mittel, um uns bei Laune zu halten, seitdem die Kirche als Werkzeug zur Massenbefriedung längst nicht mehr taugt. Ganz davon abgesehen, dass das Herdentier Fan ein wirtschaftlich leicht verwertbares Nutztier abgibt, dass sein mühsam erknechtetes Gehalt freiwillig über Fanmerchandising, Ticketkauf und sonstigen Fußballsekundärkonsum sofort wieder in den Wirtschaftskreislauf zurückpumpt. Ja, auch ich habe an mir vor vier Jahren noch jenen seltsamen kollektiven Wahn beobachten können, der selbst notorische Fußballhasser vor dem TV mitfiebern lässt, sobald die deutsche Nationalmannschaft spielt und das obwohl ich garantiert weder Nationalist noch Sportfan bin. Doch diesmal nicht. Diesmal verweigere ich mich der Massenpsychose und sage nein zu Brot und Spielen nach altrömischem Vorbild. Ich fand Fußball schon immer scheiße und ich bin verdammt stolz drauf.
Aber es ist wie es ist: Das große Mega-Event Fußball WM ist noch nicht vorbei. Mindestens eine Woche werde ich noch die Sportfreunde Stiller, die ich nicht nur gern stiller sondern möglichst ganz still hätte, weiter ertragen müssen und meine Mitmenschen dafür bedauern müssen, dass sie sich am sinnlosen Grasballet einer im historischen Kontext bedenklich schwarz gekleideten Nationalmannschaft ergötzen, mit lallenden Zungen tiefsinnige Analysen von Spielzügen anstellen, die sie falsch verstanden haben, weil sie sie doppelt gesehen haben, und ihr Auto in einen mit Flaggen gespickten schwarz rot goldenen National-Mettigel verwandeln, den die Polizei aus unerfindlichen Gründen nicht aus dem Verkehr zieht. Ja, die Fähnchenträger sind mir ein Dorn im Auge. Wo waren die, als es galt an der Wahlurne durch ein gut gezieltes Kreuzchen das derzeitige politische Fiasko zu verhindern? Gröhlen und Fähnchen ankleben, am Public Prolling Point stumpfsinnige Kommentare über die Untätigkeit der Spieler abgeben können sie, aber selbst zu doof um Aktionen zu zeigen, wenn es um Demokratie geht.
Immerhin: Es wird noch mindestens einen Abend geben, an dem die Straßen unserer Städte herrlich leer sind und man an abgelegenen Plätzen ohne Fernsehempfang wirklich mal ganz für sich allein den Sonnenuntergang genießen kann.

Scanner für depressive Blogger...

Israelische Wissenschaftler haben eine Software entwickelt, von der sie behaupten, sie könnte durch eine Analyse online veröffentlichter Texte Rückschlüsse darauf ziehen, ob deren Autor depressiv ist. Mit anderen Worten: Das israelische Programm stöbert in Blogs nach Hinweisen auf eine potentielle Selbstmordgefährdung der Blogger. Findige Tüftler sind wahrscheinlich schon jetzt dabei, ähnliche Programme zu entwickeln, die Terroristen, Amokläufer, Pädophile oder Schlagerfans anhand ihrer Blogeinträge identifizieren können. Und wieder ein Schritt weiter in Richtung Gedankenpolizei. Mehr dazu in telepolis...

Grandios: Die Raketenballons...
















Am Auto anbinden und dann möglichst schnell fahren und sich über die entsetzten Gesichter anderer Autofahrer amüsieren. Falls man von der Polizei wegen zu hohen Tempos angehalten wird, einfach behaupten, man hätte die Dinger im Rückspiegel gesehen und für echt gehalten. Nur damit keine Mißverständnisse aufkommen: Das wäre natürlich alles illegal...
(via UrbanPrankster)

Dienstag, Juni 22, 2010

VWI über Kunst in SecondLife...

Ja, es gibt anspruchsvolle Projekte in den Metaversen. Nicht nur in SecondLife natürlich aber auch. Firlefanz Roxley hat sich umgesehen.
Mehr dazu hier...

Montag, Juni 21, 2010

Die Londoner U-Bahnen in Echtzeit beobachten...

...kann man auf dieser Karte. Die Anwendung wurde auf dem Science Hackday entworfen und das nach Aussage der Macher in nur wenigen Stunden. Bei mir hat`s im ersten Versuch aber noch nicht geklappt. Hier lang...

Sonntag, Juni 20, 2010

Auf der Extraschicht war ich natürlich auch noch...

...aber nur sehr kurz. Etwa um Mitternacht bin ich am Gasometer aufgeschlagen, wo es eigentlich nicht wesentlich mehr zu sehen gab, als die übliche zwar ansehnliche Befeuerung - und einen übefüllten Parkplatz. Begeistert war ich von dem dekorativ beleuchteten Dampfvehikel vor dem rheinischen Industriemuseum. Dafür hätte ich mir auch gern noch wesentlich mehr Zeit genommen, wenn ich eine etwas legalere Parkmöglichkeit für mein Auto gefunden hätte. Gelohnt hätte sich auch ein Aufstieg zum imposant illuminierten Tetraeder, aber da machte uns die Müdigkeit einen Strich durch die Rechnung. Die und der einsetzende Regen. Angesichts des schlechten Wetters beedenten wir die Tour viel früher als geplant. Schade. Bei trockenem Wetter hätte die Extraschicht zweifellos eine ganze Palette visueller Highlights zu bieten gehabt.




Pit Elan und sein Selbsthilfeprojekt im Kafe Kruemelkram...


Ich hatte meine Zweifel. Nicht am Sinn von Pit Elans Projekt, über das ich schon in der Ankündigung berichtet hat, wohl aber daran, ob man zu so einer Veranstaltung ein Publikum locken könnte. Denn die Pflege demenzkranker Angehöriger ist kein unterhaltsames, vor allem kein lustiges Thema und deckt die Sparte Fun in SecondLife ganz bestimmt nicht ab. Für mich war von vorherein klar, dass Pits Projekt ein guter Einfall ist. Wer zuhause jemanden pflegt, der kann nicht einfach abends mal weggehen, der muss verfügbar sein und das in manchen Fällen auch 24 Stunden am Tag. Das Web, Foren, Communities und auch Avatarchats werden zum Fenster zur Welt. Und warum nicht die zusammenbringen, die in einer ähnlichen Lebenssituation stecken? Das ist Pits Idee. Denn für ihn ist SecondLife nicht nur eine Zerstreuung, sondern auch eine Kommunikationsplattform, über die er auch den Kontakt zu seinen weit entfernt lebenden Kindern aufrecht erhält.
Glücklicherweise waren meine Zweifel unbegründet. Das Publikum kam. Mehr als an manch anderen Tagen. Insgesamt müssen sich mindestens 15 Besucher eingefunden haben, die Pit aufmerksam zuhörten. Er machte es uns leicht, denn auch Pit erzählte uns eine Geschichte. Zwar nicht in Buchform, aber ebenso bewegend und aufwühlend. Eine Geschichte in der ein Mensch verschwindet. Nicht von einem Moment zu anderen, sondern über den Verlauf von Monaten und Jahren hinweg, so lange bis nur noch eine Hülle übrig bleibt. Das Publikum hörte zu und es blieb und letztendlich hat Pit viel Unterstützung für sein Projekt gefunden. Wer selbst in einer ähnlichen Situation lebt, oder jemanden kennt, kann sich auf Pits Elans Weblog informieren oder direkt seine SIM aufsuchen.








Bilder vom Spectaculum in Dortmund...

An diesem Wochenende kocht der Pott über vor kultureller Events. Da nimmt man am besten soviel mit wie irgend möglich. Zunächst mal ist da das Spectaculum in Dortmund. Da so ein kleiner Rückfall ins Mittelalter ja ganz erfrischend sein kann, hab ich mir das mal aus der Nähe gegeben. Lohnt sich wirklich. Vor allem, wenn man mit der Kamera unterwegs ist. Hier einige mittelalterliche Impressionen. Darunter ein Mann mit Axt auf dem Kinderspielplatz, ein Steampunk(!?!?) -Grill und ein Käfig für Blogger mit zu großem Mundwerk...