Mittwoch, März 31, 2010

Peter Hartz hat das Problem erkannt...

Ja, genau, es ist die Rede von jenem Peter Hartz, dem Deutschland die gleichnamige Regelung und damit eine neue Form von Armut verdankt. Doch Hartz weiß, wie man Millionen deutsche Arbeitslose zurück ins Berufsleben retten kann. Die sind, da ist er sich sicher, nicht Opfer eines Arbeitsmarktes, der mit Arbeitskräften weit übersättigt ist, sondern einer Art psychsischer Erkrankung, die sie antriebs- und motivationslos hat werden lassen. Und weil so bestechenden Erkenntnissen auch Taten folgen müssen, hat Herr Hartz im Saarland ein ganz neues Programm auf die Beine gestellt. Langzeitarbeitlose sind dort nicht länger Langzeitarbeitslose sondern "Minipreneure". Eine Wortkreation, die wohl gleich von vornherein einschüchtern und keinen Zweifel daran aufkommen lassen soll, dass ihr Schöpfer hochgebildet ist und genau weiß, was er tut. Und das ist Hartz brandneues Konzept: Er will Langzeitarbeitslosen mit Motivtationstraining auf die Sprünge helfen. Das ist ja Wahnsinn! Tschacka, du schaffst es und schon steht der erfolgreichen Bewerbung nichts mehr im Wege. Hartz nennt sein mentales Coaching "Polylog" und mich beschleicht angesichts all dieser Wortschöpfungen der Verdacht, dass die Namensfindung um ein vielfaches länger gedauert hat, als die banale Konzeption des Projektes. Die traurige Wahrheit ist: Jeder Langzeitarbeitslose wird mehr Erfahrungen in der Arbeitsrealität gesammelt haben, als es ein Peter Hartz jemals musste.
Jens Berger sieht das in telepolis sehr ähnlich...

Etwas, das ich nicht verstehe....

Ich denke in einem Punkt sind sich die Befürworter und die Gegner von Netzsperren einig. Kinderpornographie muss weg! Doch die Einrichtung von Stopschildern vor bekannten einschlägigen URLs ergibt - und darauf machen die Gegner der Netzsperren immer wieder aufmerksam - keinen Sinn. Sinnvoll ist nur die konsequente Löschung von Inhalten. Die ist aber nach Aussage der Sperrenbefürworter nicht immer möglich. Warum fragt man sich da. Wenn es eine URL gibt, gibt es auch einen Server und dessen Standort und Eigentümer kann immer ermittelt werden. Die Frage, die sich hier ergibt ist, wieso dann nicht die Löschung erzwungen wird, unabhängig davon in welchem Land sich der Server befindet. Was mich dabei irritiert ist folgendes: Als es um die Abschaltung von Pirate Bay in Schweden ging, drohte die USA Schweden massive Sanktionen an. Seltsamerweise scheint man aber Angst zu haben, andere Nationen in ähnlichem scharfem Tonfall zur Beseitigung von Kinderpornographie aufzufordern. Wieso? Weil der Mißbrauch von Kindern nicht die Interessen einer Milliarden Dollar oder Euro schweren Unterhaltungsindustrie gefährdet? Die Löschung von einschlägigen Seiten im Netz ist möglich und sie kann eingefordert werden und genau das muss passieren um die Kinderporno-Produzenten empfindlich zu treffen. Die Installation von Stopschildern kommt mir irgendwie so vor, als würden Minenräumdienste Sprengkörper demnächst nicht mehr wegräumen sondern nur Schilder daneben in den Boden stecken. Nicht nachvollziehbar. Mehr dazu in diesem Artikel...

Ich bin heute um 5.40 Uhr aufgestanden...

Kenner dieses Blogs werden sich jetzt fragen, warum hier keine neuen Bilder zu sehen sind. Die ernüchternde Antwort: Weil die Ausbeute gleich Null war. Bei größtenteils klarem Himmel hatte sich der Sonnenaufgang hinter einer Wolkenbank verbarrikadiert und blieb da auch. Schönen Dank, Mutter Natur. War wirklich ne miserable Vorstellung. Setzen, Sechs! Auf dem Weg zurück nach Hause Gedudel aus dem Radio und die erschütternde Feststellung dass Nachrichtensendungen statt Politiker bloßzustellen, mittlerweile lieber darüber berichten, wenn irgendwelche Sportler, deren Namen ich noch nie gehört habe, sich im Trainingslager nähergekommen sind. Da steigt mir doch vor Entzücken die Magensäure die Speiseröhre hoch. Ich habe mein Sodbrennen mittlerweile mit zwei Croissants und Kaffee abgedeckt und versuche den Rest des Tages besser zu nutzen. Es gibt sowieso noch jede Menge vorzubereiten.

Seid ihr noch alle da?

Das Protonencrash-Experiment am LHC wurde heute durchgeführt. Mehr dazu hier im Spiegel...

Dienstag, März 30, 2010

Through the virtual Looking Glass...




Ich halte nichts davon, früh über Projekte zu schreiben, die noch in der Vorbereitungsphase sind. Doch bei "Virtual World Info" gibt es jetzt einen ersten Bericht über das Kunstevent auf Gary Zabels Caerleon in SecondLife und unsere Parallelveranstaltung, eine Reallesung mit Liveübertragung nach SecondLife im Schlachthof Soest. Außerdem werden wir Machinimas zeigen, die verschiedene Künstler in SecondLife produziert haben. Hier geht`s zum Artikel auf vwi...

Maschinen Musik...

Die Blogrebellen berichten über das Electro Label Maschinenmusik. Zwei Track Edits von "Solarchrome" machen Lust auf mehr. Und das Cover ist stark. Hier lang zu den Blogrebellen...

Montag, März 29, 2010

Samstag ab 21 Uhr Kabarett im virtuellen München...






















Mal was neues und ziemlich riskant:
Ein Kabarettprogramm in SecondLife. Ich bin selbst gespannt, wie das funktionieren wird. Hier geht`s zur Kulturschaukel...

Wie Herr Westerwelle sich die Welt zurecht rechnet...

Nur zu gern würde der Frontmann der FDP Deutschland noch immer beweisen, dass jeder durchschnittliche Hartz IV Empfänger in Saus und Braus lebt. So behauptete er kürzlich anhand einer Rechnung, die entweder auf eine schwere Rechenschwäche oder eine sehr ausgeprägte Tendenz zur Unwahrheit hindeutet, dass ein verheirateter Kellner mit zwei Kindern pro Monat 109 Euro weniger als ein Hartz IV Empfänger zur Verfügung hätte. Tatsächlich sind es bei genauer Betrachtung rund 456 Euro mehr als bei einem Bezieher von Hartz IV. Wer so mit zahlen hantiert, ist sicherlich nicht der richtige Mann, um eine Wirtschaftskrise in den Griff zu bekommen. Un eins noch nebenbei, Herr Westerwelle. Falls das ein Versuch war, ausgerechnet bei der Kellnerzunft neue Wähler zu gewinnen, so sei hier darauf hingewiesen, dass sich hoffentlich jeder Kellner und jede Kellnerin, die einigermaßen bei Verstand sind, lange darüber im Klaren sind, dass sie ihr Kreuzchen unter gar keinen Umständen bei der FDP machen dürfen. Mehr in diesem Artikel bei telepolis...

Jede Menge Roboter...

...und Robot-Skulpturen drüben bei Dark Roasted Blend...

Sonntag, März 28, 2010

Frühlingsanfang...

Wie schön, dass eine Lesung auch mal reibungslos verlaufen kann ;-)...

So wie die Lesung heute morgen im Duisburger HundertMeister. Der Kulturverein Bitterschlag hatte alle Autoren, die am Buchprojekt "Ein Ei gegen die Krise" mitwirken, dazu eingeladen ihre Beiträge vorzutragen. Mit dabei unter anderem: Kirsten Riehl, der olle Osel und Markus Becker alias Flusskiesel, sowie meine Wenigkeit. Viele verschiedene Köpfe also und dementsprechend auch ein breites Spektrum an literarischen Genres, die abgedeckt wurden. Darunter Poesie, Satire und Kurzgeschichten. Das Publikum hatte seinen Spaß und wir Autoren haben es alle genossen - und damit meine ich nicht nur das italienische Essen mit dem Bitterschlag die Kreativen im Anschluß an die Veranstaltung belohnte. Da sind wir gern beim nächsten mal wieder dabei. Bitterschlagler, ihr habt da ein schönes Projekt auf die Beine gestellt. Macht weiter so, okay?

Unten ein paar Impressionen von der Lesung: (Falls jemand zufälligerweise da war und ein paar Schnappschüsse von mir gemacht hat, immer her damit ;-))









Samstag, März 27, 2010

Nach der Lea Korte Lesung: Spaß und Ärger liegen dicht beieinander...

Machen wir`s kurz: Die Lesung hat beinah so funktioniert, wie wir uns das vorgenommen hatten, das Publikum hatte Spaß und blieb sogar noch eine Stunde länger. Nur für uns Macher verlief der Abend nicht ganz so wie geplant. Gleich zu Beginn, etwa 30 Minuten vor der Lesung um genau zu sein, traten die ersten Probleme auf. Verbindungsprobleme bei Zauselinas Voice Chat. Ein neues Headset half nicht, ein anderer Laptop löste das Problem auch nicht, statt dessen traten dieselben Probleme nun auch bei mir auf. Die Ursache könnte der gemeinsame Router gewesen sein, der mit der Übertragung schlicht überfordert war. Man fragt sich nur, warum das nicht schon bei den letzten Lesungen passiert ist. Die haben wir nämlich mit der gleichen Konfiguration gefahren. Und so blieb Lea Korte und uns nur die Möglichkeit, das Programm an die neue Situation anzupassen. Statt wie abgesprochen las nun nicht mehr Zauselina sondern Lea selbst. Von hier aus nochmal vielen lieben Dank an sie dafür, dass sie ganz spontan bereit war, diesen Part zu übernehmen. Und sie hat es gut gemacht, obwohl sie ursprünglich uns darum gebeten hatte, an ihrer statt vorzutragen. Immerhin: Das Interview konnten wir trotz schlechter Tonqualität meinerseits noch über die Bühne bringen. Anschließend ließ es sich das Publikum nicht nehmen, aus der geduldigen Lea Insiderinformationen aus der Autorenwerkstatt herauszuholen. Ich glaube, auch sie hatte Spaß am heutigen Abend, genau wie Zauselina und ich nachdem wir uns den Schweiß von der Stirn getupft und die Zähne aus der Tischkante gezogen hatten. Und jetzt werde ich mir meinen Computer noch mal genauer anschauen - und falls ich feststelle, dass die Ursache bei ihm liegt... Tja, der Weg aus dem Wohnzimmerfenster runter auf die Straße ist ziemlich weit.












Die Vorbereitungen für die Lea Korte Lesung heute Abend laufen auf Hochtouren...






























Und da ergibt sich mehr an Arbeit als man glauben würde. Ab 21 Uhr gehts los im Kafe Kruemelkram. Wir lesen übrigens oben auf der Terrasse gleich neben dem Grill. Zu gewinnen gibt`s wie schon erwähnt zwei handsignierte Romane von Lea Korte. Einfach hier klicken um dabei zu sein...
Übrigens helfen wir auch gern, falls es in SecondLife Probleme bei der Aktivierung des Voice Chats gibt. Wir sind wohl spätestens ab 18 Uhr online und können euch dann unterstützen.

Donnerstag, März 25, 2010

Nicht vergessen: Samstag ab 21 Uhr Lea Korte im Cafe Kruemelkram...























Ab 21 Uhr genau hier im Kruemelkram. Eine Gelegenheit, um mit der Autorin ins Gespräch zu kommen. Außerdem verlosen wir zwei signierte Romane von Lea...

Erst mal alles bis in die Funktionsuntüchtigkeit regulieren...

Das scheint der oberste Grundsatz dieses unseres Landes zu sein. Die Neufassung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages ist abgesegnet worden. Das Ding ist so überflüsig wie ein Kropf und Leute, die Ahnung haben, wurden selbstverständlich nicht gefragt. Nun sollen Anbieter von Internetinhalten, sprich also wir Blogger, demnächst ihre Websites mit einer Altersfreigabe kennzeichnen. Der Deutsche an sich liebt ja bürokratischen Unfug, Formulare und Regelungen, wo keine gebraucht werden. Wie man als Bloggern denn nun entscheiden soll, welche Altersfreigabe angemessen ist, und wie man das bei einem 5000 Postings umfassenden Blog nachholen soll, darüber schweigen sich die Damen und Herren natürlich aus - denn sie wissen ja selbst gar nicht, worum es eigentlich geht. Es ist kein Vergnügen unserer Regierung beim Negieren der Realtiät...ich meine beim Regieren zuzuschauen. Wir brauchen keine Kabarettisten mehr, dass erledigen unsere Entscheidungsträger selbst.
Kein Zweifel: Wenn dem Regulierungswahn verfallene Politiker wie die der jetzigen Generation schon zu Zeiten der Erfindung des Telefons regiert hätten, dann wären Telefone nie für den Privatgebrauch freigegeben worden. Viel zu gefährlich, wer weiß worüber die sprechen? Nachher kommt noch irgendwer auf die Idee, sich damit Schweinereien zuzuflüstern oder sie beschließen per Fernsprecher etwas gegen unsere miserable Politik zu unternehmen. Nein, diese Politikergeneration hätte nur öffentliche Apparate zugelassen und neben jedem davon hätte ein Beamter mit Notizblock eifrig alle Gesprächsinhalte stenografiert.
Ich glaube es ist an der Zeit, Politikern generell jeden Umgang mit Computern und dem Internet zu verbieten. Sie interessieren sich sowieso nicht für die Realität um sie herum, wozu sie also damit unnötig belasten, sie sind ja jetzt schon völlig überfordert. Mehr Informationen hier bei heise...

Eine neue Menschenart...

...haben Paläontologen in Sibirien entdeckt. Keine lebende natürlich, sondern eine, die vor etwa 30000 bis 45000 Jahren gemeinsam mit modernen Menschen und Neandertalern existiert haben muss. Viel ist von dem mysteriösen Fremden nicht erhalten. Lediglich ein Fingerknochen, dessen DNA die Experten auf die Fährte unserer bislang unbekannten Brüder und Schwestern gebracht hat. Eine Entdeckung, die Wissenschaftler dazu zwingen wird - sollte sie sich als richtig erweisen - den Stammbaum des Homo Sapiens zu überdenken. Aber das alles klingt nicht so, als hätte sich ein Schöpfer künstlerische Freiheiten herausgenommen. Eher so, als hätte die stets kreative Evolution viel mehr Parallelversuche gestartet, als wir bisher gewusst haben. Aber das werden die Kreationisten natürlich ganz anders sehen. Mehr dazu hier in telepolis...

Mittwoch, März 24, 2010

15 Steampunk-Fahrzeuge und -Häuser...

...in diesem Special im Web Urbanist. Meine Favoriten sind die Nautilus Adaptionen...

Jetzt aber mal schön brav das Urheberrecht achten, gelle?

Schon amüsant, wenn ein Pseudo-Rapper, der Filesharer verfolgen und abmahnen lässt, sich selbst großzügig bei den Samples einer französischen Band bedient, ohne dafür zu bezahlen. Nun muss er einige seiner "Werke" durch den Schredder jagen. Aber wen wir mal ehrlich sind: Da klingen sie auch viel viel besser als im CD- Player. Was für ein großartiger Tag für die Musikwelt...

Dienstag, März 23, 2010

Killermaschine Internet: "Daemon"

In Daniel Suarez "Daemon" inszeniert eine Software nach dem Tod ihres Schöpfers dessen Rache an der Gesellschaft als Computerspiel im Real Life. So mögen wir das. Florian Rötzer in einem Artikel für telepolis über Suarez Internet Thriller. Übrigens eindeutig ein Science Fiction Roman. Aber wer Bücher verkaufen will weiß, dass er das heute auf gar keinen Fall aufs Cover schreiben darf.

Montag, März 22, 2010

Kafe Kruemelkram: Lea Korte präsentiert ihren Roman "Die Maurin"...






















Ab 21 Uhr spricht Lea Korte mit uns über ihre Arbeit als Schriftstellerin und ihren neuen Roman. Wir lesen Auszüge und das Publikum hat die Gelegenheit der Autorin Fragen zu stellen und mit ihr zu diskutieren. Wir verlosen außerdem live jeweils ein von Lea signiertes Exemplar von "Die Maurin" und "Die Nonne mit dem Schwert".
Hier kommt man direkt zum KKK...

Sucuks im Kühlregal...
















...das kann nur eins bedeuten: Die Grillsaison beginnt. Zur Feier des Tages deswegen heute die erste Sucuktasche des Jahres. Schaut die nicht grandios aus? Nur kein Neid. Die hab ich mir verdient. Und die Zweite auch...

Sonntag, März 21, 2010

Ein paar Bilder von der Leipzig Lesung...

...die ziemlich gut besucht war und die es hoffentlich in Kürze als Machinima zu sehen geben wird. Hat - natürlich - mal wieder Spaß gemacht. Von hier aus Dank an Angie Ling...






Lesung in Leipzig ab jetzt im McCallen Theater...

Und zwar genau hier....

Mithören kann man das ganze auch ohne SecondLife über diesen Stream: www.livestream.com/lingvision

Samstag, März 20, 2010

Morgen Abend Lesung in SecondLife Leipzig ab 20 Uhr...






















...im McCallen Theater. Rael Wissdorf und meine Wenigkeit rocken das Haus literarisch. Genau hier...

Bitterschlaglesung: "Ein Ei gegen die Krise"...























...am Samstag, den 28. März 2010 ab 11 Uhr in der Kulturzentrale HundertMeister. Veranstaltet natürlich vom Literaturverein Bitterschlag. Mit dabei auch die Brennenden Buchstaben und meine Wenigkeit. War schon im letzten Frühling ein Highlight und wird wohl auch diesmal eins werden.

Donnerstag, März 18, 2010

Cyberpunkimpressionen aus dem Pott...

Okay, okay, der Landschaftspark in Duisburg hat`s mir angetan. Und nein, es werden nicht die letzten Bilder von dort sein.








"Eine Million Menschen sitzen auf der Straße, weil wir nicht pünktlich Feierabend machen"...

...bringt es der Autor Jörn Boewe in einem Interview mit telepolis auf den Punkt. Genau da liegt das Problem. Unternehmen versuchen Profiite einzufahren und das auf die denkbar einfachste Weise, in dem sie von einer Person verlangen, die Abreit von Dreien oder mehr zu erledigen. Mit anderen Worten: immer weniger Menschen müssen immer mehr Arbeit verrichten und selbstverständlich würde die Industrie diese Entwicklung durch Abbau des Kündigungsschutzes liebend gern radikal vorantreiben. Es ist an der Zeit, sich dagegen zu wehren, dem Wachstumsblabla die Stirn zu bieten und ein für allemal klar zu machen: Wir arbeiten, um zu leben und nicht umgekehrt. Mehr dazu drüben in telepolis...

Mittwoch, März 17, 2010

Das Milgram Experiment als TV Show...

In den Sechzigern hatte der amerikanische Psychologe Stanley Milgram an der Yale Universität ein ungewöhnliches Experiment durchgeführt. Versuchspersonen wurden von sogenannten "Wissenschaftlern" dazu aufgefordert, einem Mann Stromstöße zu verabreichen. Sie wußten nicht, dass es sich bei ihm in Wahrheit um einen Schauspieler handelte, der ihnen starke Schmerzen lediglich überzeugend vorspielte. Das erschreckende Resultat: Die Versuchspersonen waren bereit, immer stärker Stromschläge auszulösen, wenn die Wissenschaftler sie dazu aufforderten, selbst wenn die Testperson die Prozedur offensichtlich nicht mehr ertragen konnte. Milgram konnte damit nachweisen, dass auch durchschnittliche Menschen gewaltbereit sind, wenn sie von vermeintlichen Autoritäten dazu angehalten werden.
Französische Filmemacher haben das Milgram Experiment nun an die Jetztzeit angepasst. In einer inszenierten TV-Show wurden Kandidaten dazu aufgefordert, einen Mann schmerzhaften Stromstößen auszusetzen. Mehr als zwei Drittel der Tespersonen waren, ohne zu zögern, dazu bereit. Statt einer TV-Show haben die Hintermänner des Experiments, Christophe Nick und Michel Eltchaninoff allerdings in Wahrheit einen Dokumentarfilm gedreht, mit dem sie auf die beunruhigende Macht der Medien über unser Bewußtsein hinweisen wollen. Mehr zum Thema hier im Spiegel...

Lesung in SecondLife Leipzig Sonntag ab 20 Uhr...

Wie schon erwähnt findet Sonntag Abend bereits die nächste Lesung statt. Diesmal zusammen mit Rael Wissdorf im McCallen Theater im virtuellen Leipzig. Auf dem Programm steht Kabarett, Satire, Alltägliches und natürlich Ausschnitte aus Raels Krimis. Hier klicken, um direkt ins Theater zu kommen.




Montag, März 15, 2010

Lesung am kommenden Sonntag im SecondLife Leipzig ...














Diesmal im Leipziger McCallen-Theater. Anscheinend benannt nach dem Intendant der Bühne. Habe mir die Location gerade mal angesehen und bin begeistert. Schönes Ambiente für ein Theater, das gar nicht wirklich existiert. Dem aufmerksamen Leser wird die zeitliche Übereinstimmung mit der Leipziger Buchmesse nicht entgangen sein. Man könnte uns sogar eine Absicht unterstellen. Rael Wissdorf und ich werden wohl vor allem humorvolle Texte und Geschichten vortragen. Es wird also was zu lachen geben - und gelegentlich wird den Zuhörern das Lachen vielleicht auch im Halse stecken bleiben - hoffe ich. Los geht`s um 21 Uhr. Die genaue URL gebe ich noch bekannt.

Heute in der Blogger-Gourmetküche: Penne alla Kueperpunk















Penne in schmackhafter Basilikum Pesto mit schwarzen Oliven und Bratwurst. Inspiriert übrigens durch Pasta mit Bratwurst, wie ich sie Samstag im Bochumer Caffe Zentral genießen durfte. Die Portion hätte man natürlich auch besser in Szene setzen können, aber ich hatte Hunger. Ist übrigens noch genug da für die nächsten zwei Tage. Ich sollte wirklich besser nicht kochen, wenn ich hungrig bin.

Sonntag, März 14, 2010

Richter sollten einen gewissen Kontakt zur Lebenswirklichkeit pflegen...

Davon muss man eigentlich ausgehen dürfen, denn gelegentlich treffen die Damen und Herren in Schwarz ja nicht ganz unwesentliche Entscheidungen über das Leben einzelner oder für ein ganzes Land. Doch es gibt offensichtlich Richter, die mit der modernen Welt auf Kriegsfuß stehen. So klagte kürzlich ein Vertreter dieser Zunft auf sein Recht, keinen Computer bedienen zu müssen und statt dessen alle Prozessakten durch Gerichtsmitarbeiter in ausgedruckter Form ausgehändigt zu bekommen. Ein Internetausdrucker also, wie er im Buche steht. Unnötig zu erwähnen, dass er Recht bekam. Technologieanaphabetismus ist leider nicht nur unter Politikern weit verbreitet, sondern eben auch bei Juristen. Und dieser Umstand erklärt so manchen - manchmal sogar verfassungswidrigen - Gesetzentwurf und diverse Fehlurteile, wenn es um Internet und Urheberrecht geht. Es ist wohl an der Zeit, regelmäßige Fortbildungen am Computer zur Pflichtveranstaltung für Richter zu machen. Für Politiker lohnt der Aufwand nicht. Sie sind, wie die Erfahrung zeigt, berufsbedingt unbelehrbar.

Da steht einiges an Lesungen und Literatur an...

Im Moment überschlägt sich die Sache mit den Lesungen. Nicht dass ich mich darüber beschweren würde. Ist genau mein Ding. Hier eine Liste der kommenden Events.

Sonntag, 21.3 ab 21 Uhr lese ich mit Rael Wissdorf in SecondLife Leipzig

Samstag 27.3 ab 21 Uhr präsentiert Lea Korte ihren Roman "Die Maurin" im Kafe Krümelkram. Ich moderiere gemeinsam mit Zauselina Rieko und werde ebenfalls lesen

Am Samstag den 3.4 startet ab 21 Uhr mein Kabarettprogramm - ja , richtig gehört, Kabarett in SecondLife - in der Kulturschaukel in SL München.

Genauere URLs gebe ich in kurzer Zeit in den Veranstaltungshinweisen rechts in der Blogroll bekannt.
Schaut nach einem hochaktiven Frühling aus. Genau so hab ich`s gern...

Heute Abend ab 21 Uhr Lyrik im Kafe Krümelkram...

Lyrik und Virtualität schließen einander nicht aus, ganz im Gegenteil. Lophius Tedeschi beweist das ab 21 uhr im Literaturcafe. Genau hier...

"Testflug zum Saturn"

Es muss so etwa 1980 gewesen sein, als ich diese russische Adaption der Stanislaw Lem Romane um Kommandant Pirx im Fernsehen gesehen habe. Damals fand ich die Umsetzung ziemlich spannend und tricktechnisch durchaus überzeugend - zumindest für damalige Verhältnisse. Der Film wurde seitdem nie mehr wiederholt und irgendwann habe ich seinen Titel vergessen. Jetzt ist "Testflug zum Saturn" auf DVD erschienen. Telepolis berichtet...

Lea Korte präsentiert "Die Maurin" im Kafe Krümelkram...






















Am Samstag, den 27. März wird Lea Korte ab 21 Uhr im Kafe Krümelkram ihren historischen Roman "Die Maurin" vorstellen. Zauselina Rieko und ich werden sie zu ihrer Arbeit interviewen und auch das Publikum wird die Möglichkeit haben, mit der Schriftstellerin ins Gespräch zu kommen. Ein Highlight, auf das wir uns schon jetzt freuen. Wer sich schon einmal im Krümelkram umsehen möchte, sollte einfach hier klicken...
Das Krümelkram steht übirgens für alle Autoren. Wer selber lesen oder vorlesen lassen nöchte, kann mich einfach per Email kontakten.

Samstag, März 13, 2010

Heute Abend ab 21 Uhr Lesung und Steaks im Kafe Krümelkram...
















Zauselina Rieko und ich können mal wieder nicht die Klappe halten und lassen es raus: Gedanken, Geschichten, Gemaule und Gejammer. Ab 21 Uhr im Kafe Krümelkram genau hier...

Erste lange Fototour 2010...

Endlich. Und Zeit für ein paar kleine Experimente in Sachen Lightpainting. Die Locations: Landschaftspark Duisburg und das Kraftwerk in Herne.