Sonntag, Januar 31, 2010

Nordlichter und Weltraumquallen...


Ein Amateurfotograf war beim Auswerten seiner Aufnahmen des Nordlichtes über Norwegen sehr überrascht, als er auf eine Form stieß, mit der man am Himmel nicht rechnet: Die einer riesigen Qualle. Er selbst hielt das von ihm festgehaltene Objekt zunächst für das Resultat eines Lichteffektes an einem Staubkörnchen auf der Linse. Aber Experten, die das Bild später auf der Seite spaceweather.com sahen, sind sich da nicht ganz so sicher. Zwar bezweifele ich, dass sie an schwebende Riesenquallen in der Hochatmosphäre glauben. Doch nachdem vor einigen Jahren die sogenannten Sprites zum ersten Mal filmisch festgehalten wurde, wissen wir, dass wir eben noch längst nicht alles über Erdatmosphäre und Magnetfeld wissen. Witzig allerdings, dass ausgerechnet Exobiologie Pionier Carl Sagan vor Jahren vor Jahren als Beispiel für Leben auf fremden Welten eine fiktive quallenartige Lebensform in der Jupiteratmosphäre skizziert hat. Mehr zum Thema hier auf io9.com...

Samstag, Januar 30, 2010

Und Eröffnung des Kafe Kruemelkram...

Das sich genau hier befindet. Und wir haben nen exzellenten DJ. Gute Arbeit, SWAT!!


















Es geht los: Okay, diese Lesung wird strange...

Und sie läuft seit 21 Uhr genau hier...




Bereit für die Lesung um 21 Uhr...















...bei der ich ausnahmsweise einen Text vortragen werde, der nicht aus meiner Feder stammt und noch dazu in einem Genre beheimatet ist, das mir selbst eher fremd ist. Heute Abend lese ich ein sehr finsteres Märchen von Wilhelm Hauff. Ein Text mit kleinen Fallen für den Vortragenden, denn er stammt aus dem 19. Jahrhundert - und damit könnte er auch die Lektüre eines Zeitzeugen der Steampunkära sein. Dementsprechend habe ich meine Garderobe für diesen Abend gewählt. Um 21 Uhr gehts es los, in der eigens dafür gebauten "Spieldose", zu der man durch einen Klick an dieser Stelle gelangen kann...

Was Politker in ihrer Arbeitszeit tatsächlich tun...

Zwei spielen Solitaire, einer schaut sich bei Facebook um und ein anderer informiert sich über die Baseball Ergebnisse. Ich bin nicht überrascht. Selbstverständlich handelt es sich hier um die amerikanische Variante der auch hierzulande als "Politiker" bekannten parasitären Lebensform. Im Berliner Reichstag gibt man bei Führungen ja auch gern zu, dass die Damen und Herren öfter mal etwas unaufmerksam wirken. Das liege aber daran, dass sie die Reden schon vorher gelesen hätten. Kauf ich denen nicht ab. Sonst müssten sie doch mittlerweile mitgekriegt haben, dass auch in unserem schönen Land so einiges falsch läuft...

Mal wieder eingeschneit...































Langsam wird es penetrant. Es ist mal wieder Samstag und natürlich türmt sich draussen der Schnee. So heftig, dass die Bogestra den Busverkehr einstellt - nicht dass ich busfahren wollte - und die Polizei Autofahrer bittet, den Wagen lieber stehen zu lassen. Was mich wundert: Wieso nur Samstags? Also dann, wenn man ausnahmsweise mal was Sinnvolles vorhat. Warum nicht in der Woche, wo man es wirklich brauchen könnte? Genau so wie in der Simpsons Folge mit dem "Schneetag". Alle haben frei und relaxen mal so richtig. Ich sag dir was, Natur. Wenn du was anfängst, dann mach es richtig: Bis Montag anderthalb Meter Neuschnee , damit das Wochenende ausnahmsweise mal so lang wird, wie es sein sollte. So etwa bis Mittwoch...

Mittwoch, Januar 27, 2010

Die Erde wird unentdeckbar...

...für Aliens. So vermutet SETI Vordenker Frank Drake. Digitale Signale seinen deutlich schwächer als die früher verwendeten analogen Ausstrahlungen und könnten in einigen Lichtjahren Entfernung überhaupt nicht mehr registriert werden. Damit würde die Erde potentiellen kosmischen Nachbarn gar nicht mehr auffallen. Muss ja auch nicht unbedingt schlecht sein, schließlich wissen wir ja bisher nicht, mit was für Gestalten wir uns die Galaxie noch so teilen. Mehr dazu in diesem Artikel in telepolis...

Dienstag, Januar 26, 2010

Neue Bielefelder Studie beweist die Langzeitwirkung von Killerspielen...

Bettina Winsemann redet Tacheles über Hartz IV...

...und trifft damit den Nagel auf den Kopf: "...denn das im allgemeinen unter dem Namen "Hartz IV" bekannte Regelwerk war nicht nur die Abkehr vom Sozialstaat, es hatte auch die Entwicklung neuer gesellschaftlicher Parias zum Ziel und zur Folge gleichermaßen." Den ganzen Artikel findet man hier bei telepolis...
Schlimm genug, dass die Medienmaschine nach wie vor das Klischee vom arbeitsscheuen Hartz IV propagiert. Noch schlimmer allerdings, dass selbst diejenigen, die begriffen haben, wie unsicher ihr eigener Job in Zeiten der Wirtschaftskrise ist, den Unfug nach wie vor glauben, obwohl sie sich im Handumdrehen in der selben Situation wiederfinden könnten.

Montag, Januar 25, 2010

Lesung der Brennenden Buchstaben am kommenden Samstag um 21 Uhr...

















Das Thema: Gruselige Märchen. Nicht ganz mein Metier, das gebe ich gern zu, trotzdem werde auch ich dabei einen Text vortragen. Aber keinen eigenen.
Und danach...tja, danach wollen wir endlich das Kafe Krümelkram mit einer kleinen Party eröffnen. Ähm, ich meine, nicht dass ich damit hier nun zugeben würde, dass es existiert. Ich formulier es nochmal anders: Würde das Kafe Krümelkram existieren, dann würden wir es am kommenden Samstag nach der Lesung - wie soll es auch anders sein - mit einer Lesung eröffnen.

Zensur dank Jugendschutz...

Unsere Politiker halten nichts von Informationsfreiheit. Deswegen kann der drastische Entwurf für einen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag nicht überraschen. Wieder einmal möchte man das Internet bis zur kompletten Funktionsuntüchtigkeit durchreglementieren. Gefiltert werden sollen Inhalte, die nicht dem deutschen Jugendschutzgesetz unterliegen - und darunter fällt so ziemlich alles. Es soll blockiert werden, was das Zeug hält. Aber auch die Betreiber privater Websites - also wir Blogger - sind betroffen. Wir müssten dann nämlich nachweisen, dass wir für Jugendliche ungeeignete Kommentare zeitnah entfernen können. Wie dieser Nachweiseaussehen soll, darüber haben sich die Damen und Herren, die sich den Unfug in ihrer großzügig bemessenen arbeitsfreien Zeit ausgedacht haben, natürlich noch keine Gedanken gemacht. Meine Geduld mit Politikern, die in der virtuellen Welt Sheriff spielen wollen, ist endgültig erschöpft. Deswegen fordere ich eine One Strike and you are out-Regel für Politiker. Wer Verbalmüll übers Web absondert, wird sofort seines Amtes enthoben. Ein Internetverbot halte ich für wenig wirksam, denn davon haben die Damen und Herren ja offensichtlich sowieso keinen blassen Schimmer. Da fällt mir ein: Könnte mir irgendjemand für Kueperpunk ein "Wir-müssen-leider-draussen-bleiben"-Schild für Politiker machen?
Mehr zum Thema beim Nerdcore...

Sonntag, Januar 24, 2010

Der erste echte Tweet aus dem All...












...beeidruckt mich nicht wirklich. Vor allem, weil er bislang auch der einzige geblieben ist. Astro Mike zählt übrigens nicht, denn der ließ über einen Operator am Boden twittern. Kein Wunder. Wer nämlich meint, die Astronauten seien direkt vernetzt, der überschätzt die derzeitige Raumfahrttechnik. Tatsächlich ist der Internzugang für die Besatzung der ISS nur im Trittbrettbetrieb möglich, während größere Datenübertragungen zwischen Raumstation und Kontrollzentrum ausgetauscht werden. Die Astronauten können dann einen Computer am Boden fernbedienen (!) und sehen dabei ein Kamerabild des Monitors im Kontrollzentrum auf der Erde. Das ist irgendwie so (angewiderter Gesichtsausdruck) 60erJahre-Retro...
Mehr Infos dazu hier...

Golden Globe Verleihung in Hollywood...

Was haben Christoph Waltz, George Clooney und Jeff Bridges gemeinsam? Genau, sie tragen Vollbart. Wie schön, dass sich Bartkultur wieder durchsetzt. Ans Original reichen sie natürlich alle nicht heran. Aber ich kann verstehen, dass sie es versuchen...




Symptome einer pathologischen Paranoia: Zum Beispiel ein sinnfreier Sicherheitsalarm wegen eines Laptops...

...wie geschehen am Münchner Flughafen. Jetzt kommt heraus: Alles war ein kompletter Fehlalarm. Mehr dazu im Spiegel...

Steampower...

Samstag, Januar 23, 2010

Abmahnungen gehören abgemahnt...

Wie das Beispiel einer sächsischen IT-Firma eindrucksvoll beweist. Mitarbeiter stießen auf diversen Websites auf das eigene urheberrechtsgeschützte Firmenlogo. Ein schnell konsultierter Anwalt verschickte eifrig Abmahungen - bis man einsehen musste, dass man das Firmenlogo nur im eigenen internen Netzwerk sah. Tatsächlich befanden sich auf den abgemahnten Websites ganz andere Werbebanner, die vom firmeneigenen Filter ausgeblendet und durch das eigene Logo ersetzt wurden. Peinlich, peinlich. Aber sowas von...
Mehr zur Lachnummer drüben auf telepolis...

Pottmorgen...






So hätten es unsere Damen und Herren Politiker gern...

Mehr dazu bei mogreen...

Donnerstag, Januar 21, 2010

Ich fordere: Arbeitspflicht für Politiker jetzt!

Fefe sah das vor ein paar Tagen genauso und verpasste Herrn Koch eine verbale Ohrfeige. Die hat der Herr Ministerpräsident verdient für seine unverschämte Forderung einer Arbeitspflicht für Hartz IV Ermpfänger. Wenn wir doch offensichtlich bestimmte Dienstleistungen benötigen, warum dann nicht die entsprechenden Arbeitsplätze schaffen? Natürlich bei angemessener Entlohnung. Aber dieses Geld möchten sich lieber andere in die Tasche stecken. Politiker zum Beispiel. Die lassen sich selbst gern großzügig fürs Augenwärmen entlohnen, gönnen dem kleinen Mann aber anscheinend nicht die Butter auf dem Brot, wie meine liebe Frau Großmutter sagen würde. Nein, wir brauchen keine Zwangsarbeit, erst recht keine Leibeigenschaft. Sklaverei war gestern. Oder wie mein Urgroßvater es formuliert hätte: Herr Koch, Dir sollten se die Pannschüppe inne Hand geben, damite arbeiten lernst...

Video von MommaLuvs Performance...

...beim Steaming Hot Event...

Es ist so einfach, eine Atombombenexplosion zu überleben...

Man muss sich nur an diese Broschüre halten, die ein Versicherungsunternehmen in Omaha 1951 zu Werbezwecken verteilte. Ganz wichtig: Augen schützen. Das genau ist aber das eigentliche Problem, denn wenn man den Blitz sowieso gesehen hat, ist man zwar nicht unbedingt tot, aber mit ziemlicher Sicherheit blind. Erst dann wird einem die Broschüre siedend heiß durch den Kopf gehen. Die, oder ein glühendes Trümmerstück. Doch was für ein Glück, dass man sich nur noch zu Boden werfen muss, um sich vor der Druckwelle zu schützen. Damals. Bei einem Bömbchen der 50er Jahre mag das durchaus gereicht haben, nur hat sich die Sprengkraft heutiger Knallfrösche locker vertausendfacht.Es könnte also ziemlich schnell, ziemlich warm werden. Selbst ein gut gebügelter Anzug bietet dann vielleicht doch nicht mehr den erhofften Schutz.
(via BoingBoing)


Dienstag, Januar 19, 2010

Ein neuer Treffpunkt für Literaturfans, Blogger und Twitterer in SecondLife?

Die Brennenden Buchstaben und Kueperpunk würden angeblich gemeinsam an einem subversiven virtuellen Hot Spot für Literaten und Web 2.0 Aktivisten basteln, behaupten Insider. Das sind Gerüchte, die ich an dieser Stelle entschieden dementieren möchte. Schließlich ist das Metaversum ein alter Hut, der längst keine Basis für Innovationen mehr bietet. Nein, da tut sich gar nichts. Ehrlich, es gibt nichts zu sehen. Wirklich nicht.





Montag, Januar 18, 2010

Nerdfraß exclusiv: Tomate Mozzarella...






















Anspruchsvolle Nerds können diese für Computerfreakverhältnisse ungewöhnlich gesunde Zwischenmahlzeit problemlos aus dem Kühlschrank zaubern. Mozzarella in Scheibchen schneiden, Tomate genauso, Tomatenstücke auf den Käse, dann etwas Pfeffer und darauf edle Balsamico-Creme. Lecker. Natürlich gibt`s dazu noch Nudeln. Tomaten allein machen einfach nicht glücklich...

Sonntag, Januar 17, 2010

Glauben wir dem Werbespot eines großen Burgerbraters...

..., muss es eine Wonne sein, ab dem 65. Lebensjahr für ihn schuften zu dürfen. Jedenfalls will uns das eine vor Glück strahlende Seniorin mit einem großen gelben Buchstaben auf der Sklavenschürze weismachen. Angesichts dieses billigen Gehirnwäscheversuchs, mit dem man uns das Knechten bis zum Exitus schmackhaft machen will, kommt mir dermaßen das Kotzen, dass ich für die nächsten Jahre keinen Burger mehr runterwürgen kann, ohne ihn gleich wieder auf die Ladentheke zu speien. Ach ja, und davon abgesehen: Der jungen Dame, die sich begeistert darüber äußert, ihr Leben der Friteuse weihen zu dürfen, kann ich versichen, dass ihre Mutti recht hatte. Seine Kinder für eine riesige amerikanische Ausbeuterkette arbeiten zu sehen, ist genau übel, wie die Karriere der lieben Kleinen als Autodieber oder Drogendealer zu verfolgen. Mir reichts: Ab nächste Woche keine Cheeseburger mehr für mich...

Steaming Hot : Das Steampunk Festival auf Erato of Caerleon...

Sabrinaa Nightfire hat eine fulminante Ausstellung zusammengetragen. Steampunk Enthusiasten und Caerleon Künstler präsentieren ihre Dampfvisionen. Ein absolutes Muss für Fans des viktorianischen Ära, Zeitreisende, Alternativweltspringer und Mad Scientists. MommaLuv performt gerade live. Der Stil erinnert mich sehr an Laurie Anderson. Spring genau hier ins Steam-Universum von SL...
































Samstag, Januar 16, 2010

Lesung bei den Brennenden Buchstaben...

Klaus Ebner (Funlyn Oceanlanne) wird heute Abend bei den Brennenden Buchstaben lesen. Lyrik und Reise-Impressionen aus Andorra, dazu eine Bildergalerie. Die Buchstaben sind zu Gast im Literatur-Café Epithet & Synonym.
21 bis 22 Uhr.

Hier geht´s lang.

Über die Intelligenz von Hobbyjägern...

Zwei Vertreter dieser Gattung schlichen im texanischen Amarillo um eine Anlage, in der Atomwaffen produziert werden. Besorgte Mitarbeiter lösten Alarm aus, woraufhin der gesamte Komplex herunter gefahren wurde. Nicht das etwas gegen das Abschalten von Atomwaffenfabriken einzuwenden wäre. Amüsanterweise sind die beiden Herren jedoch selbst Mitarbeiter des Energieministeriums, arbeiten also sozusagen für den selben Verein. Na, wenn das mal keinen Stress mit dem Chef gibt...
Mehr dazu hier...

Erste Fototour 2010...

...wenn auch nur eine kleine. Industrielle Impressionen aus dem kalten Pott.




Donnerstag, Januar 14, 2010

Eine Konferenz über eLearning in SecondLife...

...,die natürlich auch in SL stattfindet. Das Metaversum lebt nach wie vor und man gewinnt langsam den Eindruck, dass die ambitionierten Nutzer mittlerweile fast in der Überzahl sind. Das macht die Sache natürlich nicht unbedingt kommerziell erfolgreicher. Das Diskussionsthema gerade ist etwas unerwartet: Grieferattacken. Joy Ash berichtet über eine sehr üble Kampage, die gegen sie gefahren wurde. Die Konferenz läuft gerade noch hier in der SL Schweiz...





Ein Interview im SLEnquirer, in dem ich als Quelle der Inspiration erwähnt werde...

Die virtuelle Künstlerin Sabrinaa Nightfire über ihre Aktivitäten in SL - und gute Freunde. Hier kann man`s nachlesen...

Dienstag, Januar 12, 2010

Hadopi mißachtet Urheberrechte?

Mann ist das peinlich. Hadopi, die französische Kontrollbehörde zum Schutz schöpferischer Werke, - mit anderen Worten also eine überflüssige Behörde, für die in diesen Zeiten so wertvolle Steuergelder zum Fenster heraus geschleudert werden - scheint ihr Logo bei der französischen Telekom abgekupfert zu haben. Das steht wohl doch irgendwie im krassen Widerspruch zur Selbstdefinition und kommt einem fast so vor, als würde die Polizei neuerdings selbst geklaute Autos oder die Beute aus Wohnungseinbrüchen verkaufen. Klar, dass die französischen Hadopi-Gegner noch schadenfroher sind, als wir hier und kräftig nachtreten. So gehört sich das ja auch.
Hadopi will in Zukunft Filesharer nach drei nachgewiesenen "illegalen" Downloads für immer aus dem Internet verbannen. Angesichts so drastischer Maßnahmen drängt sich einem der Verdacht auf, dass so mancher Hadopi-Fundamentalist P2P-Nutzer lieber gleich von der Sauerstoffzufuhr als vom Internetzugang abschneiden möchte. Das kommt dann wohl später.
Mehr zum Thema in diesem Artikel in Telepolis....

Sonntag, Januar 10, 2010

Kunst in SecondLife: Georg Janick Ausstellung...


...in den brasilianischen Ice Caverns. SL erfreut sich offensichtlich nach wie vor bester Gesundheit. Dabei spielt der kalte Winter wohl auch eine Rolle, macht er das Virtuversum doch zur sehr behaglichen Realitätsalternative. Hier geht`s zu Georgs Ausstellung...






Samstag, Januar 09, 2010

Fenrir ist umgezogen...

Sein neues/altes Blog befindet sich jetzt hier.

Ich bin Kulturhauptstadt 2010...

...oder so ähnlich. Eröffnungstamtam zum Ruhrpott-Kulturjahr 2010. Schaue mir das obligatorische Einweihungsgesabbel aus Promimündern an. Ausnahmsweise stehen die Damen und Herren Politiker nicht im Regen, sondern im Schnee. Wie wär`s mit einer dekorativen Dachlawine? Man darf ja mal hoffen. Berühmtheiten eingepackt in bunten Kokons auf den Tribünen lauschen pflichtbewusst schönen Worten. Jetzt lassen sie sogar Rüttgers. Kann man dem nicht endgültig mal Redeverbot erteilen? Mit etwas Glück frieren einige von denen fest und können bis März als Mahnmal besichtigt werden. Warum nur sind Politikerreden stets unglaubwürdig, warum nur kann dieses ganze BlahBlah niemanden mehr überzeugen? Oh nein, nicht schon wieder ne Tanzeinlage. Das ist ja schlimmer als Bollywood. Ach da ist unser Salz geblieben. Sie streuen es für die Tänzer auf die Bühne. Ich glaube nicht, dass ich das noch lange ertrage. Oh cool! Blue Man Group - aber ohne blau. Ich nehme alles zurück. Aber den Rüttgers lassen wir nächstes Mal nicht mehr rein, okay?
Jetzt legen die Blue Man Group und Schüler der Folkwangschule einen Auftritt hin, der so richtig Industrial rüberkommt. Metroplexcyberpunk pur. Okay, das hat was, das kommt an. Muss zugeben, das gefällt mir richtig gut. Danach vielleicht Rammstein live? Dann würde ich anfangen, die Sache langsam richtig ernst zu nehmen. Ne, stattdessen jetzt modernes Tanztheater. Hmm...nicht so wirklich mein Ding. Aber nach 10 Minuten ohne Salzzufuhr ist die Bühne spiegelglatt - das macht es zugegeben etwas interessanter :-) Danach deutscher Rap von Creutzfeld Jakob, gefällt mir immerhin besser als die lateinamerikanischen Rhythmen davor und der Musicalmist dahinter. Wenn ich eins hasse, sind es Medleys. Aber es geht noch schlimmer: Jetzt "Glück auf, der Steiger kommt". Fand das vom Text her schon immer viel zu pornographisch. Und wieder Musical-Schrott. Okay, wird wohl Zeit, endlich umzuschalten.
NRW ist Kulturhauptstadt. Schauen wir mal, was dabei noch so rauskommt...

Kunst verständlich gemacht: "Der Schrei"

Topfilm 2010: "Gamer"

Einfach exzellent, was das Regieduo Neveldine und Taylor da abgeliefert hat. Ihr Hightechthriller extrapoliert die MMORPG-Szene wenige Jahre in der Zukunft. Was heute SecondLife oder OpenSim heißt, ist in "Gamer" das Online-Spiel "Society". Es erlaubt den Spielern nicht etwa nur Avatare, sondern gleich reale Menschen fernzusteuern. Man bezahlt entweder, um zu kontrollieren, oder um kontrolliert zu werden. Doch der Entwickler und Multimililardär Ken Castle ist noch weiter gegangen. In seinem ultraerfolgreichen online-Spiel "Slayer" lassen sich Todeskandidaten von Computerspielern in tödlichen Schlachten fernsteuern. Wer 30 davon überlebt, dem winkt die Begnadigung. Kable, alias "300"-Gerald Butler, ist der Topstar unter den Slayer-Spielern. Nach 27 Schlachten steht seine Begnadigung kurz bevor. Doch "Slayer"-Schöpfer Castle kann auf gar keinen Fall zulassen, dass Kable überlebt. Der weiß nämlich viel zu viel über die wahren Hintergründe des Spiels.
Wer SecondLife kennt, wird sich den einen oder anderen Lacher nicht verkneifen können, denn Neveldine und Taylor haben die MMORPG-Szene, und vor allem die der Avatarchats so gut persifliert, dass man fast von Satire sprechen könnte. Natürlich steckt auch in "Society" hinter jedem wunderschönen Topmodel ein 400 Pfund schwerer Fettsack, der sich nicht mehr selbstständig bewegen kann. Nur, dass sein Avatar in diesem Fall eine chte Frau aus Fleisch und Blut ist - und in diesem Fall, die verzweifelte Ehefrau von Kable, die alles tut, um das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter zurückzugewinnen.
Es kommt wie erwartet und natürlich auch vom Zuschauer gehofft. Eine Widerstandsgruppe sorgt dafür, dass Kable mit seinem Spieler, dem 17jährigen Simon Kontakt aufnehmen kann. Es gelingt ihm, den Zocker dazu zu überreden, ihm zur Flucht zu verhelfen. Kable hat nun die Chance, sich zu rehabilitieren und Castle persönlich vorzuknöpfen. Dessen Tanzeinlage zum Showdown, bei der er auch noch "I´ve got you under my skin" singt, wird zum unerwarteten Highlight - und sorgt dafür, dass uns sein Filmtod ganz besonders viel Vergnügen bereitet. Mal ehrlich: Wer mag schon Multimilliardäre und ganz besonders nicht die von der jungen Sorte.
"Gamer" ist ein visueller Trip, der genauso rasant ausfällt, wie man es von den "Crank"-Machern erwarten darf. Nur ist die Story diesmal um Längen besser. Absolut treffend im Zeitalter der Egoshooter-Diskussionen. Bisher ein unbedingtes Filmhighlight 2010, das die Messlatte verdammt hoch anlegt. Falls jemand fragt, wo eigenlich neue Cyberpunk-Verfilmungen bleiben, das hier ist definitiv Cyberpunk. Aber sowas von...

Germanys Next Natural Disaster: Daisy






















Wenn ich heute so rausschaue, dann habe ich mal wieder das Gefühl, unsere Natur hat zuviel Freizeit. Das ist ja wohl ne Frechheit. Wenn ich sowas sehe, fällt mir zum Thema Klimaerwärmung durch den Menschen nur eines ein: JETZT ERST RECHT! Und warum immer erst am Wochenende? In der Woche würde es vielleicht ja mal Sinn machen, oder? So`n happy Schneetag für alle, weil man eh nicht zur Arbeit durchkommen würde. Aber nein, am Samstag, da wo man`s am wenigsten gebrauchen kann. Na, dann bleiben wir eben mal ganz zuhause.
An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, heute jedem, der auf die Bahn angewiesen ist, oder sich mit dem Auto rauswagen muss, viel Glück zu wünschen. Und wer nah an einem Strommast wohnt, der sollte ab und zu mal einen kritischen Blick auf das Ding werfen und sich erinnern, was 2005 passierte. Genau, in Münster krachten reihenweise Strommasten unter der Schneelast ein. Hier sollen es heute noch zwischen 10 und 15 cm Neuschnee werden. Na wunderbar. Die perfekte Gelegeneheit für einen Filmtag. Passende Filme für heute: "Eisstation Zebra", "Die Bräeninsel in der Hölle der Arktis", "So weit die Füße tragen", "Das Imperium schlägt zurück" (nur das erste Drittel).

In der Zukunft wird man anders wohnen - zum Beispiel in einem Space Egg...




Es geht ja nichts über eine kuschelige Unterkunft, die man bei Bedarf mit gleichartigen Wohnbehältern zusammen stapeln kann. Das Space Egg erinnerte mich persönlich aber viel zu sehr an ein fensterloses Badezimmer. Mit einem Teppich, ein paar Bildern an der Wand und etwas grün, würe es vielleicht etwas wohnlicher werden. Mehr zum Space Egg hier auf io9.com...

Freitag, Januar 08, 2010

Vorplanung: Blog-Lesung im virtuellen München am 23. Februar...

Wer Interesse daran hat, selbst zu lesen, sollte sich bei mir melden. Thematisch gibt es keine Einschränkungen, es sollte sich nur um gebloggte Texte handeln. Mehr Informationen bald hier...

Dienstag, Januar 05, 2010

Da hat eine britische Dating-Website...

, die sich unheilverheissend schon BeautifulPeople nennt, mal eben 5000 übergewichtige Community-Members aus dem System geballert. Die wohlgenährten Nutzer stellten eine Bedrohung für das Geschäftsmodell dar, so der offizielle Kommentar zur Löschaktion. Dahinter steckt eine gewisse Weitsicht: Mit dem Konzept, ausschließlich schöne Menschen verkuppeln zu wollen, initiieren die Anbieter ein Zuchtprogramm für Bumlimiekranke und Schönheitschirugiekonsumenten. Darüber dürfen sich vor allem junge Psychotherapeuten und plastische Chirurgen freuen, die sicher sein können, dass ihnen auch in 20 Jahren nicht die Patienten ausgehen. Mal ehrlich, aus diesem System zu fliegen, ist eher Segen als Verlust - wobei ich es für selbstverständlich halte, dass auch dicke Menschen ein Recht auf für sie attraktive Partner haben. Aber in einem so oberflächlichen Laden, sollte man sein Glück nicht suchen. Unerwähnt lassen die Anbieter übrigens, welche Auswirkungen die Löschung auf den Durchschnitts-IQ ihrer Klientel hatte...
Da fallen mir die Werbespots eines ähnlich gelagerten Unternehmens ein, das vor allem Akademiker und Menschen mit Stil zusammenführen will. Ob der Stil dabei an IQ, Geldbeutel oder Schwanzlänge gemessen wird, darüber schweigt sich die Werbung aus. Klingt beinahe, als hätte wirklich jemand ein online-basiertes Zuchtexperiment für späteren Geldadel ausgetüftelt. Erinnert mich auf fatale Weise daran, dass ich bisher versäumt habe, Ira Levins "Boys from Brazil" zu lesen...

Montag, Januar 04, 2010

Und für alle, die es vorziehen, die elterlichen vier Wände nicht zu verlassen, hier noch eine wichtige Lebensweisheit...

Sogar Batman wohnt noch bei seinen Eltern. :-)

Steampunk Kurzfilm Festival in Second Life...

Auf Caledon läuft derzeit ein Steampunk Kurzfilm Festival. Im Phantasmagoria Cinema kann man noch bis zum 15. Januar kleine und größere Steampunkmeisterwerke wie "The Mysterious Geographic Explorations of Jasper Morello" in stilechter viktorianischer Kulisse anschauen. FirleFanz Roxley hat das ganze mal genauer unter die Lupe genommen...


Wunderbarer Tag...

Neujahrsdiätschwachsinn...

Derzeit beobachte ich wieder das alljährlich um diese Zeit stattfindende schuldbewusste Monieren des eigenen Körpergewichtes. Es gehört wohl mittlerweile zum guten Ton, selbstkritisch an sich herab zu blicken und sich reumütig über seinen, über die Feiertage gewachsenen, Fettäquator zu äußern. Der Wahn, eine Idealfigur besitzen zu müssen, ist uns durch die Medien eingepflanzt worden und gedeiht sogar auf dem Boden gesunden Verstandes. Sogar hochintelligente Zeitgenossen glauben an den Body Mass Index als Kriterium für Gesundheit, Erfolg und Glück in der Liebe, wie schlichte Gemüter ans Horoskop in der Illustrierten. Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn irgendwer in meiner Umgebung mal wieder mit gesenktem Blick seine feste Absicht bekundet, die über die Feiertage angefressenen Pfunde abspecken zu wollen. Wozu, frage ich. Das Zeug, das man sich in wonnevollen Stunden reingestopft hat, war nicht billig. Es fehlt die Bereitschaft, den eigenen Körper als Kunstwerk zu betrachten. Das geht mir schon heute morgen durch den Kopf, als ich einen mit drei Löffeln Zucker getunten Cappuccino schlürfe, während unter mir zwei alte Damen Stöcke in den Schnee rammen. Nordic Walking dem Oberschenkelhalsbruch entgegen. Mag sein, stelle ich fest, dass sie den Speck damit reduzieren, aber am Gesicht wird`s nichts mehr ändern. Amüsieren kann ich mich genauso über joggende Sargnägel, die ihre bulimienöse Silhouette regelmäßigem Gehampel zuschreiben, obwohl sie dank schnellem Stoffwechsel wohl sogar als Couchkartoffeln schön schlank bleiben würden. Nein, dem Schlankheitswahn verweigere ich mich, gerade weil ich es auch mal geschafft habe. Ja, auch ich habe mir mal 32 Kilogramm runtergehungert und das Gewicht dann gute acht Jahre gehalten. Solange, bis das Leben stressig wurde. Denn Abnehmen, das erfordert Willenskraft, das verbraucht Energie und das tötet Kreativität, die an anderer Stelle sinnvoller einsetzbar wäre, als beim Versuch, das eigene Körpergewicht zwecks Schönheitsgewinn in Stuhlgang umzusetzen. Klar gibt’s Menschen, die zuuuu schwer sind. Aber kleine Abweichungen von der willkürlich gesetzten Ideallinie – und mit klein, meine ich gerne mal 25 Kilo – sind kein Grund für seelische Kraftakte, die in keinem – und ich betone keinem - Verhältnis zum Ergebnis stehen. Hält eh nur ein paar Monate oder wenn`s hochkommt ein paar Jahre. Du brauchst deine Nerven für was anderes, als dafür dich selbst am futtern zu hindern. Wer fett keine Dates kriegt, wird auch dünn leer ausgehen, denn Erfolg in der Liebe hat etwas mit Selbstsicherheit zu tun. Und die kann einem die Waage nicht einflüstern, selbst wenn sie nur 70 Kilogramm anzeigt. Sich selbst klasse finden, ist der Schlüssel zur Selbstzufriedenheit. Oder anders gesagt: Du kannst dich nicht glücklich kotzen.
Nein, erspart euch die alberne Selbstkritik über eure Bäuche und konzentriert euch auf euren Kopf. Wenn der Bauch leer ist, kann der Birne nämlich ganz schnell dasselbe passieren. Falls mich wer sucht: Ich bin am Kühlschrank.

Blick aus dem Wohnzimmerfenster am 4.1.2010