Donnerstag, Dezember 31, 2009

Der Jahresrückblick 2009...

Das letzte Jahr war kein schlechtes, eher ganz im Gegenteil. Es hatte einige ziemlich gute Momente zu bieten. Um sich daran zu erinnern, bietet sich der Jahreswechsel an. Wie schon Ferris Bueller empfahl - ja, der aus „Ferris macht blau“: Man sollte ab und zu stehen bleiben und sich mal umschauen. Und warum das nicht bloggend tun?
Einer dieser guten Momente ist die Lesung der amerikanischen Übersetzung meiner Story „Projekt 38“ in SecondLife am 18. Januar. Auf Gary Zabels SIM „New Caerleon“ habe ich die Gelegenheit meine Geschichte quasi als Bühnenstück zu inszenieren. In dieser Form hat es so was in SecondLife wahrscheinlich noch nicht oft gegeben und nicht nur die Lesung auch die Vorbereitung dafür ist ein ziemlicher Spaß.
Am 22. März lesen Frank Hebben, Uwe Post und ich unsere eigens dafür geschriebene Story „Outage“ auf dem Dortcon. Es wird eine dynamische, ziemlich glatt laufende und sehr spaßige Lesung, nur zum Ende hin etwas hektisch, weil wir auf jeden Fall vor Uwes nächstem Programmpunkt fertig sein müssen. Der Dortcon erweist sich mal wieder als ein Jahreshighlight – und auch der hauseigene Linseneintopf kann überzeugen ;-).
Flusskiesels und Gattins neu gegründeter Kulturverein „Bitterschlag“ ruft am 5 März zu einer Lesung. Belohnt mit opulentem italienischem Buffet, lesen diverse Bloggerkollegen Auszüge aus ihren Blogs oder Büchern. Flusskiesel hat trickreich für Publikum gesorgt, in dem er eine Familienfeier gleichzeitig zum Literaturevent macht. Ideen muss man haben.
Der Mai leitet eine sehr intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Brennenden Buchstaben ein. Am 3. Mai tragen June Brenner und ich im virtuellen Saarland gemeinsam Texte aus unseren Blogs vor. Für mich damals die erste Bloglesung dieser Art in SecondLife, aber ein erstaunlich erfolgreiches Experiment. Es gibt tatsächlich ein Publikum dafür.
Gern erinnere ich mich auch an das zehnte Duisburger Bloggertreffen an einem sehr windigen 31. Mai, an dem uns beinahe das Essen vom Teller gepustet wird. Gemeinsam mit den Bloggerkollegen Flusskiesel, Prospero und Fenrir verbringen wir einen Nachmittag, der weniger der Diskussion als der Völlerei gewidmet ist. Gerne bald wieder.
Am 7.Juni lesen Krimiautorin Bettina von Kossel und ich gemeinsam auf der virtuellen Burgruine von Saarlouis. Zauselina Rieko von den „Brennenden Buchstaben“ hat die Thriller Lesung organisiert. Kaum zu glauben, aber das SecondLife Publikum nimmt sich auch gern Zeit für längere Texte. Hatte ich ihm gar nicht zugetraut.
Dieser Juni bringt außer den ersehnten Sommerferien noch etwas: Nach sechs gemeinsamen Jahren gilt es Abschied von den Schülern meiner Klasse zu nehmen. Wahrscheinlich ist der Schreiber Küper immer irgendwie mit dabei, wenn der Lehrer Küper agiert. Auf jeden Fall habe ich meinen Leuten zum Abschied eine Rede gewidmet und schaffe es irgendwie auch, die zu halten, ohne dass mir das Wasser in die Augen schießt. Wahrscheinlich ist es mir noch nie so schwer gefallen, etwas vor Publikum vorzutragen. Bei ihrer eigenen Party später am Abend machen es mir die Kids beim endgültigen Abschied aber nicht ganz so leicht.
Der Juli dieses Jahres bringt manchmal abenteuerliche Fototouren mit Bloggerkollege Fenrir. Besonders grandios: Eine Sonnenuntergangssession auf der Halde Hoheward am 14. Juli, die zum echten Aha-Erlebnis gerät. Nur die erste einer ganzen Reihe von Exkursionen, die wir in den nächsten Monaten unternehmen.
Für den 19.Juli kann ich Flusskiesel für eine gemeinsame Bloglesung in SecondLife gewinnen. Als „Monsters of Blog“ tragen wir gemeinsam Auszüge aus unseren Online-Tagebüchern vor. Sollten wir bald wieder tun, Flusskiesel.
Am 25. Juli beginnt mein Kurzurlaub in Berlin. Fünf grandiose Tage, die ich mit relaxen und fotografieren verbringe. Dabei entstehen tonnenweise Aufnahmen von Graffitis. Und man verbringt mit einer amerikanischen Freundin aus SecondLife, mit der ich in SL das Science Fiction Museum gebaut habe, tolle Abende in der Skybar des Hotel Andel – immerhin im 14. Stock und damit für mich kleiner Höhenrekord.
Der August bedeutet in diesem Jahr vor allem das gefühlte vorzeitige Ende der Sommerferien. Klar, sie waren 6 Wochen lang, aber wie immer deutlich zu kurz und im internationalen Längenvergleich ohnehin ein Armutszeugnis. Tröstlich ist eine beruflich bedingte Reise an den Gardasee. Nicht unbedingt mein persönliches Lieblingsurlaubsziel. Zu warm, zu viele Touristen, mehr was für Wasserratten. Privat zieht mich da nichts hin.
Da kann ich mich eher für die zahlreichen Fotosessions im Landschaftspark Nord oder auf diversen Ruhrpotthalden begeistern. Der August bleibt in diesem Jahr nicht ungenutzt. Und mancher Tag beginnt schon um 4 Uhr morgens, nur um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen.
Am 12. September findet in Enschede das Gogbot Festival statt. Im letzten Jahr dem Steampunk gewidmet, diesmal unter dem Motto Atompunk. Die Anfahrt lohnt sich, denn die Holländer wissen, wie man ein Kunstevent auf die Beine stellt, das sogar ein alter Kunstmuffel wie ich spannend findet. Bruce Sterling treibt sich auch da rum und kehrt beinahe im selben griechischen Restaurant ein wie wir. Mein Artikel übers Gogbot erscheint wenige Tage später in telepolis.
An den 27. September denke ich weniger gern zurück. Die Schwarz-Gelbe Pest schließt Deutschland in ihre eisigen Krallen und setzt einen Würgegriff an, der sich gern als Aufschwung tarnen möchte. SPD wie konntest du das zulassen?
Der 14. Oktober bringt für mich eine kleine Veränderung: Ich nulle. In den Monaten davor habe ich oft über eine Art Geburtstagscon mit Lesungen nachgedacht, eine Idee, die mir sehr gefällt. Aber wen lädt man ein, wo findet das ganze statt und lassen sich wirklich all die unterschiedlichen Freunde und Bekannten unter einen Hut bringen? Ich bezweifele es, verwerfe die Idee und feiere stattdessen am Morgen des 14. Oktober oben auf der Tetraederhalde, begleitet von Fenrir, mit dem ich oben eine Flasche Champus köpfe. Das meiste davon landet übrigens in der Botanik, wir können uns beide nicht für die Brause begeistern. Das Bild des Tetraeders, das ich an diesem Morgen mache, schafft es auf die Startseite der View Fotocommunity und wird Hintergrundbild auf meinem IPhone.
Wenige Tage später ziehe ich es endlich durch: Den Jahre lang beabsichtigten aber stets dann doch aufs nächste Jahr verschobenen Besuch auf der Frankfurter Buchmesse. Viel Gedränge, viel Geschiebe, zwischen vielen Prominenten – ach ja und Bücher gibt es auch. Alles sehenswert, aber man ist auch froh, wenn man es sich danach im Restaurant gemütlich machen kann. Dieser gemütliche Teil des Frankfurter Wochenendes ist dann auch das eigentliche Highlight und wenn man so will meine Geburtstagsparty.
Am 31, Oktober lese ich als Zombie gemeinsam mit Kirsten Riehl, Frank Sorge und Rael Wissdorf auf einem Halloween Event in SecondLife, das Violetta Miles organisiert hat. In diesem Jahr wohl die beste Lesung mit einem tollen Publikum, das eifrig Trinkgelder an die Autoren zahlt. An diesem Abend ergibt sich auch die nächste gemeinsame Lesung mit Rael Wissdorf und Ingrid Schmitz am 29. November im virtuellen Leipzig – ein witziger Zufall, denn im echten Leipzig durfte ich 2008 auch schon mal lesen.
Wir beenden die Lesungssaison am 12. Dezember mit einer kleinen Gemeinschaftslesung von Zauselina und mir im Cafe Arabica.
Natürlich habe ich nicht alles erwähnt, was mein Jahr 2009 machte. Es gehört auch nicht alles hierher :-). Aber mit einem ähnlich verlaufenden 2010 könnte ich mich anfreunden.
Daumen drücken.







Foto Special - Cyberpunk in SecondLife: Insilico...

Insilico zeigt eindrucksvoll, was kreative Geister aus SecondLife machen können. Wer sich`s selbst ansehen will, einfach hier klicken...
Die Macher haben auch eine eigene Webpage: insilico.ning.com. Gebaut hat das ganze Skills Hag aus Deutschland - wo Insilico kaum bekannt ist, obwohl die New York Times der Cyberpunk Metropole in SL bereits einen ganzen Artikel widmete.






















Blogpost Nummer 4000 !!


















Mehr Blogposts zum Jubiläum folgen oberhalb...

Mittwoch, Dezember 30, 2009

1- Mensch Maschinen

2 - Für Mac Tonnies war das Jahr 2009 sein letztes...














In den Medien gibt es in diesen Tagen viele Jahresrückblicke, die sich den in diesem Jahr verstorbenen Prominenten widmen. Eine Ehre, die auch verdienten Bloggern zusteht, wie ich finde. Deswegen möchte ich an dieser Stelle noch einmal an Mac Tonnies erinnern. Sein "Posthuman Blues" gehörte zu den Blogs, die ich in den letzten zwei Jahren auf der Suche nach neuen Stories jeden Tag besucht habe.
Bis zum 18. Oktober 2009. An diesem Tag postete Mac zum letzten Mal. Wenig später fand man ihn tot in seiner Wohnung, wo er anscheinend einem Herzanfall gerlegen war. Tonnies war ein gutartiger Phantast auf der Suche nach Neuem und Fremden. Er war einer von denen, die nicht ausschließen, dass die Erde in der Vergangenheit von Außerirdischen besucht wurde und wird. Eine Theorie, über die ich immer wieder gern diskutiere, weil der Umgang mit dem Unbekannten aber denkbaren soviel Spaß macht. Obwohl ich selbst nicht wirklich an außeridische Besucher glaube - an die Existenz extraterrestrischer Intelligenzen aber sehr wohl - , gefiel mir, worüber Tonnies schrieb. Ich vermute, er war, wie viele von uns, Blogger aus Leidenschaft. Fasziniert vom Web 2.0 und den wachsenden Möglichkeiten, Ideen zu publizieren und zu diskutieren. Sein Blog "Posthuman Blues" widmete sich Themen wie Raumfahrt, SETI, Künstliche Intelligenz und Transhumanismus und war damit auf der selben Wellenlänge mit Kueperpunk. Deswegen habe ich Tonnies hier auch immer wieder verlinkt. Mittlerweile haben sich im Kommentarbereich seines letzten Posts 180 Kommentare angesammelt. Macs Blog ist nach wie vor prall gefüllt mit interessanten Stories und sehenswerten Kuriositäten aus dem Web. Hier geht`s zu Tonnies großartigem "Posthuman Blues"...

Dienstag, Dezember 29, 2009

4 - Wäre nur hinzuzufügen, dass das meiste davon Bullshit ist...

(via bitsandpieces.us)

5 - Nicht mal BoingBoing ist sicher vor Abmahnungen...

Demi Moore scheint sich etwas über einen Artikel in BoingBoing geärgert zu habe. Die zitierten im November einen Fotografen, der spekulierte für ein Magazincover sei ein wenig an Demi gephotoshoped worden. Wozu die Aufregung? Ist doch eigentlich Usus bei Hochglanzmagazinen. Mehr Infos hier...

6 - Mein tollstes Weihnachtsgeschenk dieses Jahr...

Ganz genau. Es ist "Boilerplate". Die Geschichte des mechanischen Mannes. Wirklich grandios gemacht. Ich bin begeistert. Dir ist eine Superüberraschung gelungen :-).

7 - Ein neues Banksy Graffiti...

...in Londen. Sehr clever. Mehr dazu hier...

8 - Putzkräfte leisten mehr für die Gesellschaft als Bänker...

Das ist uns eigentlich allen klar, oder glaubt hier enrsthaft jemand, dass die diejenigen, die viel verdienen, dafür auch wirklich mehr leisten als andere? Falls ja: RAUS !!! Der britische Think Tank New Economic Foundation, kurz nef, hat sich jetzt im Rahmen einer Studie damit auseinandergesetzt, wer wirklich zum Wohl der Gemeinschaft beiträgt. Es kann niemanden überraschen, dass hochrangige Bänker und Spekulaten, die versuchen mehr oder weniger nur Geld in ihre Richtung umzulagern, ohne dabei eine real verwertbare Leistung zu produzieren, besonders schlecht wegkommen. Sie zerstören für jedes Pfund, dass sie durch ihre Nichtarbeit erwirtschaften, 7 Pfund sozialen Wert. Noch schlimmer sind Steuerberater, die naturgemäß dafür sorgen, dass Reiche noch weniger Steuern zahlen müssen. Sie vernichten für jedes Pfund, das sie einsparen, "47 Pfund an gesellschaftlichem Wert". Den erzeugen statt dessen Kinderbetreuer, Putzkräfte und Arbeiter in Recycling-Fabriken.
Das alles sind Fakten, für die wir keine Studie gebraucht hätten, oder? Übrigens ist dieses Blogpost eigentlich doppelt so lang, allerdings werde ich in der zweiten Hälfte etwas...na sagen wir mal passiv aggressiv emotional. Lassen wir`s lieber bei der ersten Häfte ;-).
Mehr zur Studie in diesem Artikel in telepolis...

Montag, Dezember 28, 2009

9 - 50 lustige CG Kreaturen...

Ein Fest fürs Auge genau hier...

10 - Wie sich die Wahl eines virtuellen Alter Egos auf unser reales Selbst auswirkt....

Unsere Persönlichkeit beeinflusst natürlich ganz bestimmend das Verhalten unseres Avatars. Aber auch der Avatar selbst nimmt Einfluß auf unsere Handlungen in der virtuellen Welt. Wenig überraschend, aber nun auch von Psychologen erkannt. Übrigens: Auch mein Avatar trägt Schwarz. Aggressiv verhält er sich aber überhaupt nicht.
Mehr zum Thema in diesem Artikel in telepolis...

Mashup leicht gemacht...

Schaue den Shoot Out in Steve McQueens "Getaway" mit Massive Attacks "Teardrop" als Soundtrack. Funktioniert super zusammen. Überhaupt "Getaway": In Sachen Rabiatheit seiner Zeit weit voraus. Modernes Actionkino schon 1972. Ja, Sam Peckinpah verstand was von Filmen. Und Ali McGraw in "Love Story" das reinste Brechmittel hier mal richtig richtig ansehnlich. Der alte "Getaway" ist übrigens um Längen besser als das Remake mit Alec Baldwin...

Sonntag, Dezember 27, 2009

Der Spiegel interviewt Jean Michel Jarre...

..., dessen Platten ich so etwa 1984 vor dem C64 sitzend rauf und runter gedudelt habe. Hier geht`s zum Interview im Spiegel...

Die letzten Tage der Netzeitung...

Die Netzeitung wird am 31. Dezember eingestellt und durch ein automatisiertes - und daher für mich mich persönlich völlig uninteressantes - Nachrichtenportal ersetzt werden. Die erste Tageszeitung, die nur online erschien, ist ein Opfer der Wirtschaftskrise geworden und ein tragisches Beispiel dafür, das gute Arbeit nicht immer die Wertschätzung erfährt, die sie verdient. Die Netzeitung wird mir als tägliche gute Informationsquelle fehlen, die ich gern hier verlinkt habe. Einzigartig war vor allem der Blogblick, den ich, auch wenn ich kein großer Fan der oft zitierten Alpha Blogger Herde bin, jede Woche gelesen habe. Vielleicht wird er in den nächsten Tagen ja noch ein letztes Mal aktualisiert, auch wenn ich nicht mehr damit rechne. Ich kann den Redakteuren auch nicht verdenken, wenn ihnen die Motivation dazu fehlt.
Ich drücke allen Mitarbeitern die Daumen, dass sie trotz schlechter Zeiten möglichst schnell neue Jobs finden. Ihr versteht euer Handwerk.
Hier geht`s zum offiziellen Abschied der Netzeitung...

Samstag, Dezember 26, 2009

Alles was man braucht, um einen Abend stilvoll zu verbringen...















Kleiner Einkaufsbummel bei ITunes und die Sache ist perfekt...

Pottimpressionen...

Der 2.Weihnachtsfeiertag und klarer blauer Himmel. Eine perfekte Kombination, denn es zieht nur wenige raus, die meisten arbeiten sich noch quer durch das Verwandtschaftspflichtbesuchprogramm. Gut für den Knippser. Abgesehen vom untersten Bild sind übrigens alle Aufnahmen in Castrop an der ehemaligen Zeche Erin entstanden.






Zehn Vorhersagen für OpenSim und virtuelle Welten...

...gibt`s drüben bei IT&W. Um genau zu sein ist es die Zusammenfassung eines Artikels von Adam Frisby. Hier entlang...

Die Ethik-Steuer...

...verschafft unseren Damen und Herren Politikern ein Gefühl tiefen Begehrens und läst Speichelfäden aus ihren Mündern tropfen. Ulrich Blum, seines Zeichens Wirtschaftsexperte, gefällt sich als Kirchenretter und Geldeintreiber in Personalunion und setzt den Austritt aus der Kirche mit Steuerhinterziehung gleich. Was er da verzapft, könnte man so wie es ist, in ein politisches Kabarettprogramm aufnehmen, es ist aber - obwohl hanebüchene Lachnummer - ernst gemeint. Ich kann nicht umhin, mir vorzustellen, wie Blum betend in der Kirche kniet, den Herrn um eine positive Entwicklung des Aktienmarktes bittend, sich plötzlich ein Lichtstrahl auf sein Antlitz richtet und der Wirtschaftsprophet die Erleuchtung erfährt: Wir lassen einfach alle bezahlen, auch wenn sie gar nicht bei uns Mitglied sind! Pfiffig, bei den Rundfunkgebühren läufts ja mittlerweile ähnlich. Nach PCs, werden wohl demnächst auch Fenster gebührenpflichtig, weil man durch sie ja einen Fernseher sehen könnte, falls zufälligerweise draussen einer steht.
Blum geht übrigens soweit, jeden Nicht-Kirchensteuerzahler als Trittbrettfahrer zu bezeichnen. Die nutzen ja häufig ebenfalls soziale Dienste, wobei Blum unerwähnt lässt, dass auch die sogenannten Trittbrettfahrer die Leistungen, die sie in Anspruch nehmen, bezahlen wie jeder andere.
Kirche und Geld können offensichtlich nicht ohne einander, obwohl doch bekanntermaßen Jesus himself sämtliche Geschäftsleute aus dem Tempel geschmissen hat. Sie müssen sich damals hinten wieder reingeschlichen und den Laden völlig umgekrempelt haben. Und dabei ist das rausgekommen, was wir heute als Kirche bezeichnen.
Böse denkende Menschen könnten auf die Idee kommen, den Spieß umzudrehen und große Religionen zu Reparationszahlungen zu verdonnern. Denn hinter all den Kriegen stecken doch meistens religiöse Konflikte - das ewige Gezänk also darum, ob man, wie man, was man oder an wen man glauben sollte.Die Antwort darauf ist simpel: So wie jeder es will. Aber immer gemäß des folgenden Grundsatzes:
Ich zahle nicht für deine Überzeugungen.
Mehr zum Thema kann man beispielsweise hier lesen...

Donnerstag, Dezember 24, 2009

Blogger feiern Weihnachten...

Ein Überblick über weihnachtliche Blogposts im Satire Blog Swiss Lupe. Mein Weihnachtsgedicht ist auch dabei. Hier lang...

Homecomputer in der DDR...

Auch in der DDR wollte man mit der Computerentwicklung Schritt halten und bemühte sich um eine eigene Computerszene. Technonostalgie in diesem Artikel im Spiegel...

Fenrirs Weihnachtspuschelaliens dürfen hier natürlich nicht fehlen...















Dir auch frohe Weihnachten Fenrir. Mehr von ihm hier...

Ein harter Morgen...

Weihnachten, das bedeutet Grenzen überschreiten. Ganz persönliche No-Gos überwinden. Eine Andre Rieu CD kaufen zum Beispiel. Natürlich nicht für mich. Hart ist das trotzdem. Das Gesicht von Schmerz gezeichnet langt meine Hand mit spitzen Fingern nach dem Unaussprechlichen in Erwartung eines schneidenden Schmerzes der durch die Fingerspitzen direkt in meine gepeinigte Seele fährt. Er bleibt aus. Dennoch halte ich "es" weit weg von meinem Körper, als fürchtete ich eine Kontamination durch seniorenkompatible Stehgeigerklänge. Nein, so kann ich nicht zur Kasse gehen. Es ist zu beschämend und zu qualvoll. Ich lindere die Tortur, in dem ich "es" mit der Ab 18-Version von "Crank 2" bedecke. Beschämt wie beim Kauf eines Stapels Pornos schleiche ich zur Kasse - und erlebe die finale Demütigung. Meinen Ausweis will man sehen. Verblüfft frage ich mich, ob Rieu seine Violinabsonderungen neuerdings mit explicit lyrics versieht. Doch es geht um "Crank 2" und ja, die Dame an der Kasse des roten Elektroniksupermarkts kontrolliert tatsächlich meinen Ausweis. "Ich sehe ja auch aus wie ein Sechzehnjähriger", bemerke ich mit einem verständnisvollen Lächeln und deute auf meinen grauen Kinnbart. Man müsse das jetzt neuerdings tun, erklärt sie mir nun. Anscheinend hat mal wieder irgend ein Moralapostel getobt, weil ach-so-schreckliche-Medien in die Hände von Jugendlichen gelangten und nun muss der rote Elektroniksupermarkt selbst Opis mit Rollator fragen, ob sie denn wirklich 18 sind. Es ist mal wieder Weihnachten in Absurdistan.
Ich geh jetzt Rieu einpacken...

Pottimpressionen...






Frohe Weihnachten !!!

Und jetzt sag brav ein Weihnachtsgedicht auf...

Na, aber gern doch. Ich hab sogar ein eigenes geschrieben. Extra für dieses Weihnachten.

Warnung: Empfindsame Weihnachtsliebhaber sollten hier nicht weiterlesen. Hartgesottene Weihnachtsfans, die Spaß verstehen, sind willkommen, genau so sehr wie notorische Weihnachtshasser. Übrigens: Ich persönlich mag Weihnachten wirklich.


Ein Weihnachtsgedicht…


Versammelt in langen Schlangen vor prall gefüllten Kassen, Vordermann und Vordermann des Vordermanns und Vordermann des Vordermanns des Vordermanns hassend, schlagen Herzen höher.

Kleine Kinder, von hysterischer Vorfreude und materiellen Ängsten den Bestand ihrer Spielzeuge betreffend überwältigt, erbrechen sich dekorativ rosafarben über die Mosaikböden von Einkaufsmeilen.

Männer in karierten Hemden, trunken von Glühwein und Jagertee, schlagen wehrlose Tannen

Dürftiger Neuschnee, gerade wenige Millimeter alt, von Füßen und Pfoten getreten, von Reifen gerädert, verkümmert vom Dasein enttäuscht zu grauem Matschbelag.

Ewald, noch immer verzückt durch vierstündige Selbsterkenntnismeditation an vier Glühweinständen, findet in der wohligen Wärme einer Ausnüchterungszelle zu neuer Spiritualität…

Ein Postbote, Weihnachtspakete voller Kuscheltiere ausliefernd, den Halt auf eisigem Grund verlierend, verfällt in unrühmlicher Haltung dem reißzahnbewehrten Charme eines Mastinos namens Ruprecht.

Ein Gatte, die Augen verzückt auf den Weihnachtsstern gerichtet, erliegt dem plötzlichen Herztod beim Einstielen der prachtvollen Nordmanntanne. Wohl hätte er etwas präziser sein sollen, wann immer er den Wunsch äußerte, beim Einstielen dahinzuscheiden.

Ein minzgrüner Kleinwagen, gerade durch den grimmigen Fahrer vom Eise befreit, gleitet auf eben diesem schutzsuchend und zum Nachteil des dies zu verhindern bemühten Fahrers unter einen vierachsigen Betonmischer.

Else, im letzten Frühjahr achtzig geworden, reißt rotes Geschenkpapier vom Paket, das der Schwiegersohn ihr reicht – dem „Großen Pflegeheimführer 2010“…

Sie dankt ihm, stets um Frieden in der Familie bemüht, wenig später artig mit der Schrotflinte, die ihr Gatte ihr hinterließ und sie zu nutzen lehrte.

Stark angetrunkene Großväter, die rot ummantelte Werbefigur eines Softdrinkherstellers imitierend, versterben kopfüber in Schornsteinen.

Ein Rentier, von den Fesseln des Schlittens befreit und blind vor Euphorie über die gewonnene Freiheit, durchschlägt in 12000 Metern Höhe die Tragfläche von Flug 419…

Achtundzwanzig verbliebene Bewohner eines vergessenen Dörfchens im hohen Norden, verzückt vom überwältigend lodernden Weihnachtsstern über sich, widmen ihre letzten bewussten Sekunden der Frage, was ihnen der Himmel mit den Ziffern 419 nur sagen will.

Kleine Brüder, schon heute ihrem zukünftigen Fahndungsfoto sehr ähnlich, vivisezieren unterm Baum emsig die schwanger-und-magersüchtig-Plastikmodelpuppen ihrer Schwestern.

Gescheiterte Kaufhausweihnachtsmänner, die Taschen voll kritzeligen Wunschzetteln, finden dreißigminütiges Glück bei Damen, die heute zum Weihnachtstarif praktizieren.

Tante Gerlinde, an diesem Morgen etwas unterzuckert, entschläft den Kopf neben die noch zuzubereitende Gans im Ofenrohr gebettet.

Gerlindes Nachbar, berauscht vom austretenden Gas und künstlichem Tannenduft, entzündet, sich Kindheitserinnerungen hingebend, eine Kerze…

Von züngelnden Flämmchen umspielt, wird ihm schlagartig gar, wie sehr Herzen und Häuser an Weihnachten in Flammen stehen.

Ein Weihnachtsstern, groß wie die Oberpfalz und eigentlich ein Komet, nimmt draußen in der Oortschen Wolke Kurs auf die Erde. Er freut sich auf Heiligabend 2089…

Ach ja, es ist Weihnachten.

Dienstag, Dezember 22, 2009

Die Ethiksteuer...

Wirtschaftsexperte Uwe Blum fordert eine Ethiksteuer. Was das sein soll? Ganz einfach: Eine Steuer für alle, die aus der Kirche ausgetreten sind. Damit möchte Blum die Austrittswelle bremsen und ganz nebenbei zusätzliches Geld in die Staatskasse zaubern. Man könnte auch von einer Strafgebühr für Agnostiker und Atheisten sprechen. Angeblich würde die Abgabe Organisationen wie dem Roten Kreuz zu Gute kommen. Und wer das glaubt, wird auch ganz bestimmt selig. Wieder einmal zeigt sich die enge Verflechtung von Christentum und Wirtschaft. Niemand wird leugnen, dass es mit den Kirchen steil bergab geht. Unerwartet kommt das aber nicht, oder? Auch große alte Dinosaurier sterben aus, wenn es ihnen nicht gelingt, sich an ihre Umwelt anzupassen - und die hat sich seit die Sache so vor etwa 2000 Jahren anfing ziemlich verändert, obwohl das die hohen Herren in den seltsamen Trachten nicht wahr haben wollen.
Man muss Blum eins zugute halten: Er zeigt uns eindrucksvoll, wie Wirtschaftsexperten Geld verdienen. Sie lassen sich einfach einen Grund einfallen, um es arbeitenden Menschen aus der Tasche zu ziehen. Nur weil jemand nicht mehr in die Kirche geht, Geld von ihm zu verlangen, ist eine exzellente Begründung, die zum Präzedenzfall für viele neue wunderbare Steuern werden könnte. Die Nicht-an-den-Aufschwung-Glauber-Steuer, die Nicht-an-den-Weihnachtsmann-Glauber-Steuer, die Nicht-an-den-Osterhasen-Glauber-Steuer, die Nicht-einfach-jeden-Scheiß-Glauber-Steuer, die Nichtrauchersteuer, die Nichtalkoholikersteuer, die Nicht-ins-Fitnesscenter-Geher-Steuer, die Nicht-noch-vor-dem-Rentenanspruch-Sterben-Steuer und viele andere...
Was die Ethiksteuer nun mit Ethik zu tun hat? Nun, sie beweist uns einmal mehr, dass Wirtschaftserxperten von Ethik keinen blassen Schimmer haben, den Begriff aber gern benutzen, um damit jede Frechheit zu rechtfertigen. Was sich unser Land in Wahrheit nicht mehr leisten kann, sind sogenannte Experten. Und ich muss zugeben, ich wäre durchaus bereit, eine Experten-Eliminationssteuer zu zahlen - wenn das Geld wirklich benutzt wird, um notorische Dummschwätzer - und damit meine ich keine Blogger - zum schweigen zu bringen.
Mehr zum Thema hier... und bei den Ruhrbaronen...

Auch das Caerleon Kollektiv...

...hat seine Aktivitäten auf OpenSims ausgeweitet. Mittlerweile betreiben die virtuellen Künstler um Georg Janick fünf Sims auf dem Reactiongrid. Ein Bild vom heutigen Meeting:

Irgendjemand hat heute per Google Suche...

...nach einem Auszug aus meiner Buchkritik über Gerhard Wisnewskis "Lügen im Weltraum" gesucht. Ich spekuliere mal: Sowas tun typischerweise Lehrer, die herausfinden wollen, ob ein sonst eher wortkarger Schüler tatsächlich plötzlich wie ein Profiautor formulieren kann. Falls dieser von einer Suchmaschine hergeführte Besucher zufälligerweise über diesen Eintrag stolpert, würde ich mich über eine kurze Rückmeldung freuen. Möchte zu gern wissen, worum es bei der Recherche eigentlich ging.

Montag, Dezember 21, 2009

Der Kindewagen für die postapokalyptische Welt...





















Der chinesische Künstler Shi Jinsong versieht Kinderwagen und Wiegen mit automatischen Waffen. Ist Kunst, könnte in einer wirklich unschönen Zukunft aber auch zum realen Verkaufsschlager werden. Kein Zweifel. Sind die lieben Kleinen erstmal so ausgerüstet, werden sich nicht über einen Mangel an Aufmerksamkeit beklagen können. Mehr dazu hier bei Designboom...

Sonntag, Dezember 20, 2009

Kopenhagen ist genau so ausgegangen...

...wie wir es erwartet haben. Unser aller Kanzlerin ermahnt uns nun, den Klimagipfel nicht schlecht zu reden. Aber warum sollten wir das tun? Ein Klimagipfel ist doch eine gute Idee. Es sind die Politiker, auf die wir weiterhin genüßlich eindreschen werden. Als "Schlechtreden" kann man das ja nicht bezeichnen. Denn schlecht waren sie schon vorher. Und das weiß auch jeder...

Samstag, Dezember 19, 2009

Und wieder mal hat man den Eindruck, das Universum möchte uns etwas sagen...















(via blameitonthevoices.com)

Blick aus meinem Wohnzimmerfenster heute morgen...














Einer dieser besonderen Tage, an denen das Aufstehen Spaß macht. Die Welt demonstriert, dass sie auch mal schön sein kann - wenn sie will. Den Sonnenaufgang habe ich leider verschlafen. Vergessen mir den Wecker zu stellen und ehrlich gesagt mit Absicht. Den Schlaf habe ich dringend gebraucht, das Wochenende wird sehr arbeitsintensiv werden. Aber der Blick aus dem Fenster an diesem Morgen entschädigt. So kann Herne auch aussehen. Hätte man nicht von ihm erwartet, oder?

Der Domwurf auf Berlusconi...

...wird zum willkommenen Anlaß für die italienischen Zensoren um gegen das Internet mobil zu machen. Berlusconi ist das Medium, das er nicht kontrollieren kann, schon lange ein Dorn im Auge. Und so reiben er und seine konservative Politcrew sich wahrscheinlich schon die Hände angesichts der lawinenartig aus dem Boden schiessenden Facebook und MySpace Seiten, die sich mit dem Domwerfer solidarisieren. Sie werden von der Regierung selbstverständlich als Aufruf zur Gewalt interpretiert - und sind endlich ein Grund dafür, im Internet frei nach Schnauze zu zensieren. Man möchte fast genauer nachhaken, wer eigentlich auf die Idee für den harmlosen, aber medial wirksamen Staatsstreich im Kleinformat gekommen ist. Berlusconi jedenfalls schlachtet das Übergriffchen so geschickt aus, als hätte man den Zwischenfall schon Monate vorher konzipiert. Nicht dass das wohl wirklich ernsthaft jemand annimmt. Es ist immer nur eine Frage der Zeit, bis irgendein Hitzkopf mit Schuhen oder Domen schmeisst - eine kleine Affekthandlung, die, tifft es einen Staatsmann, gleich zum Terroranschlag aufgepustet wird. Letzterer eine willkommene Rechtfertigung für Demokratie und Verfassung widersprechende Eingriffe in die Freiheit der Bürger.
Mehr zum Thema in diesem Artikel in telepolis...

Donnerstag, Dezember 17, 2009

Die Physik echter Raumschlachten...

Tja, echte Weltraumschlachten würden sich sehr von denen im Film unterscheiden. Im Vakuum des Alls verlaufen sie nämlich völlig lautlos, zumindest für Beobachter, die sich außerhalb des Kampfgeschehens befinden. Explosionen würde man allenfalls hören, wenn man sich selbst im getroffenen Raumschiff befindet. Dasselbe gilt für die donnernden Triebwerke. Ein Geräusch, das man höchstens wahrnehmen könnte, wenn der Triebwerksstrahl des Gegners über den Rumpf des eigenen Schiffes streicht - und das würde sich wahrscheinlich gahz anders anhören, als wenn der Schall durch Luft übertragen wird. Wissenschaftliche Fakten, die einer filmischen Raumschlacht jede Dynamik nehmen würden und deswegen von Regisseuren tunlichst ignoriert werden.
Gizmodo hat der Physik von Raumschlachten einen Artikel gewidmet...

Erstes konspiratives Geheimtreffen des Cyberpunk Community Vlog Projekts...
















...im Bochumer Bermudadreieck. Hier ein angemessen verrauschtes, extrem aussagekärftiges Bild. Es ging relaxt zu heute Abend, von kreativen Differenzen noch keine Spur. Bis jetzt. Wobei wir auf spätere Differenzen großen Wert legen. Nach Möglichkeit soll es im Januar losgehen. Was dann losgeht? Tja, das wird man dann sehen...

Eine Nachlese zur kleinen Weihnachtslesung drüben bei Zauselinas Brennenden Buchstaben...


Hier geht`s zur Nachlese...

Dienstag, Dezember 15, 2009

Wie man mit Twitter eine Schlägerei im Landtag anzetteln kann...

...demonstrierte ein Abgeordneter der Grünen in Niedersachsen. Helge Limburg twitterte live aus der Sitzung seine sehr persönliche Charakterisierung eines CDU Abgeordneten. Das bemerkte der FDP Fraktionschef und machte die Äußerung von Limburg öffentlich. Es kam zu heftigen verbalen Auseinandersetzungen zwischen den Fraktionen. Leider hat`s für eine handfeste Schlägerei noch nicht ganz gereicht. Dazu hätte die Äußerung wohl noch schärfer ausfallen müssen. Aber uns bleibt die Hoffnung auf zukünftige Eskalationen. Böse Menschen könnten sogar versuchen, mit gefakten Accounts Öl ins Feuer zu gießen. Um ehrlich zu sein, hat man als Wähler ja sowieso immer mehr das Gefühl, dass man unseren Damen und Herren Entscheidungsträgern die Vernunft einprügeln muss. Wie schön, wenn sie das demnächst gegenseitig in die Hand nehmen.
Was ich noch fragen wollte: Haben die bei Sitzungen eigentlich nichts anderes zu tun, als im Internet zu surfen?
Mehr zum Thema hier...

Montag, Dezember 14, 2009

Kaum hat der Mann `ne Statue auf die Nase gekriegt...




...wird er auch schon Märtyrer. Wie jeder erfahrene Boxer hat auch Berlusconi versucht, so viele Schläge wie möglich mit dem Gesicht abzufangen. Dafür haben ihn die Italiener plötzlich unheimlich lieb. Nicht unerwartet für Berlusconi. Der hatte trotz gebrochener Nase selbst sofort begriffen, wie er das Attentat für sich ausschlachten kann. Anders ist nämlich nicht zu erklären, warum der piffige Schnellschalter sofort nach dem Angriff, statt ins Krankenhaus zu fahren, noch einmal sein verletztes Gesicht der Menge präsentiert. Wahrhaft ein Medienzar...
Mehr zum Thema zum Beispiel hier...

Nerdfraß - Heute: Hot Dog Pizza...















Ein tragischer Selbstversuch der einer spontanen Entscheidung im Supermarkt heute Nachmittag folgt. Ja, ein bekannter Hersteller von Tiefkühlprodukten hat jetzt auch eine Hot Dog Pizza im Angebot. Nicht, dass ich nicht skeptisch bin. Aber man hat manchmal Lust auf was neues, obwohl man instinktiv schon vorher weiß, dass es einem nicht gefallen wird. Hauptbestandteile der Hot Dog Pizza: Eine Basispizza mit Tomatenaufstrich und Käse, belegt mit klein geschnittenen Würstchen und - es ist erschütternd !!! - Senf. Der sollte nun wirklich nicht auf einer Mafiatorte kleben und hat meines Wissens nach auch auf auf einem authentischen Hot Dog nichts zu suchen. Die Zusammenstellung schmeckt tatsächlich genauso unpassend wie sie klingt. Mir persönlich zumindest. Nein, alles in allem kein ansprechender Kitzel für den verwöhnten Gaumen eines Nerds, der mit hohem Engagement seine Fettleibigkeit pflegen möchte. Die Hälfte kriege ich irgendwie runter, der Rest wandert in den Abfall und ich spüle großzügig mit einem Liter Softdrinks nach, um den Geschmack wieder loszuwerden. Später am Abend schütte ich das ganze mit einem klassischen Linseneintopf endgültig zu. Nein, für mich persönlich stellt die Hot Dog Pizza keine Bereicherung der Nerd-Speisekarte dar. Und sie war mit Sicherheit die letzte Pizza, die ich in dieser Woche gegessen habe.

Sonntag, Dezember 13, 2009

Asmiovs nulltes Robotgesetz ist tot...

Längst keine Science Fiction mehr: Schon heute sind 5000 Militärroboter im Irak und in Afghanistan im Einsatz. Meistens handelt es sich um fliegende, ferngesteuerte Drohnen, die zu Aufklärungszwecken eingesetzt werden - oder um gezielt gegen menschliche Ziele vorzugehen. Noch ist es ein Operator, der die Waffen auslöst. Aber schon jetzt träumen die Militärs von autonomen System, die selbst darüber entscheiden, wann und wo sie wen töten. Der Terminator entsteht jetzt und niemand schert sich noch um Asimovs Nulltes Gesetz: Ein Roboter darf die Menschheit nicht verletzen oder durch Passivität zulassen, dass die Menschheit zu Schaden kommt.
Ein Artikel zum Thema in telepolis...

Samstag, Dezember 12, 2009

Die SL Lesung im Cafe Arabica beginnt genau jetzt...

Und zwar hier...


Heute Abend kleine Weinachtslesung in SecondLife...
















Es hat mich ehrlich gesagt selbst überrascht, dass es in SecondLife nach wie vor ein Publikum für das geschriebene, bzw das gelesene Wort gibt. Bei unseren Lesungen in diesem Jahr lag die Zuhörerzahl stets zwischen 20 und 40 Zuhörern. Klar, dass wir da auch noch kurz vor dem Jahreswechsel eine Veranstaltung machen. In diesem wirklich widerlichen November kann ein Abend in SecondLife sehr verlockend sein. Eins garantieren wir für den heutigen Abend jedenfalls: Es wird weder regnen noch schneien. Ab 21 Uhr lesen Zauselina Rieko, Glitzer Gloom und ich weihnachtliche und unweihnachtliche Texte im stilvollen Cafe Arabica. Teleport genau hier...

Donnerstag, Dezember 10, 2009

Samstag 21 Uhr kleine Weihnachtslesung in SecondLife...

Die Brennenden Buchstaben und Kueperpunk lesen gemeinsam in SecondLife Weihnachtliches und Unweihnachtliches. Es wird für jeden Geschmack was dabei sein. Passieren wird das alles im Cafe Arabica. Genau hier...

Texte denken statt tippen...

Klingt verlockend nicht nur für Autoren und Blogger. Aber allein die dazu erforderliche Hirnoperation dürfte die meisten Interessenten abschrecken. Forscher an der Mayo Klinik haben uns mit einem Experiment der Verwirklichung eines Hirn-Computer-Interface näher gebracht. Sie nutzten bereits implantierte Elektroden im Gehirn von Epilepsie Patienten, um eine Schnittstelle zwischen Bewusstsein und Computer zu installieren. Dazu wird das System kalibiriert, in dem die Hirnwellenmuster beim Betrachten einzelner Buchstaben gespeichert werden. Nun kann ein Computer umgekehrt dem entsprechenden Muster einen Buchstaben zuordnen, der auf dem Monitor erscheint. Diese Methode setzt bisher eine aufwändige Hirnoperation voraus, denkbar sind allerdings in Zukunft auch nichtinvasive Schnittstellen. Mehr zum Thema in diesem Artikel in io9.com...

Um ehrlich zu sein, habe ich gewisse Befürchtungen, wie meine mit diesem System geschriebenen Texte aussehen könnten:
"Es war ein regnerischer Tag, als er seine verhängnisvolle Entscheidung
"Salami..Schokolade...Kühlschrank...Kaffee...Sofa...Schokolade...
Kaffee...müde...Sofa...wow, das sind aber gewaltige..."

Es ist möglich: 500000 Prims auf einer OpenSimulator SIM.




Internet Engineer von der Talentraspel hat damit den Weltrekord von ehemals 250000 Prims auf einer SIM gebrochen. Zum Vergleich: Wer in SecondLife eine SIM für sich allein mietet, der bekommt von Lindenlab maximal 18000 Prims. Die 500000 verlangsamen den Ladevorgang natürlich erheblich und sind für den Normalanwender sinnlos. Das Experiment demonstriert aber, dass mehr möglich ist, als das, was Linden Lab den Nutzern anbietet. Einmal mehr hat man den Eindruck, dass die Entwicklung von SecondLife vor gut 3 Jahren stehen geblieben ist. Schade.
Mehr Infos drüben bei Majo...

Update zur Lichtspirale über Norwegen...

Was die Norweger sahen, war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein fehgeschlagener Test der U-Boot gestützten Interkontinentalrakete "Bulawa". Mehr zum Thema hier im Spiegel...

Mittwoch, Dezember 09, 2009

Erste Schritte mit Google Wave...




Drüben bei der Cyberpunk Community tüftelt man an einer Art Cyberpunk Vlog. Ein Thema, das ich so interessant finde, dass ich mal meinen Senf dazu beisteuere. Die Planung läuft über Google Wave. Zeit also, sich auch dieses Socialmedia Tool zu installieren. Sieht nicht nach einer Neuerfindung des Rades aus, mehr nach einem weiteren Werkzeug mit dem Google langsam aber sicher die Totalüberwachung des Nutzers perfektioniert. Aber wenn`s dann eh schon mal auf der Kiste ist, werde ich mir jetzt mal ganz in Ruhe anschauen, was man damit machen kann.

Dienstag, Dezember 08, 2009

Jemand sollte das unseren Politikern erklären...

Das Steampunk Haus...

Bruce und Melanie Rosenbaum lieben Steampunk. Diese Leidenschaft haben sie zum Beruf gemacht, restaurieren alte viktorianische Häuser und verleihen ihnen den typischen Jules Vernesquen Steampunk Look. Hier kann man sich ihr Haus ansehen...
Mag sein, dass Steampunk als Science Ficiton Subgenre begann. Doch mittlerweile ist daraus vor allem eine Designbewegung geworden, während entsprechende Romane nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Das liegt wohl daran, dass Steampunk anders als Cyberpunk hochbegabte Bastler, Tüftler und Handwerker fasziniert, die sich hier kreativ austoben können. Was sie mit ihrer Kunstfertigkeit erschaffen, kann man oft nur neidisch bestaunen.
(via Neatorama.com)


Montag, Dezember 07, 2009

Sonntag, Dezember 06, 2009

Blogger gegen Berlusconi...

Tja, Italiens Anwort auf Napoleon ist schon ein lustiger Vogel. Er sieht aus wie Bud Spencers zwergwüchsiger Sidekick in den Plattfuß-Filmen, lässt aber nicht nur privat gern die Puppen tanzen, nein, er ändert auch lässig das Gesetz, falls jemand die Unverschämtheit besitzt, ihn wegen diverser dubioser Aktivitäten anklagen zu wollen. Dabei verkauft er sich richtig gut. Als quasi-Besitzer der italienischen Medien streut er genüßlich Meldungen über private Exzesse - die zu inszinieren sicherlich viel Freude bereitet - , mit denen man unschöne politische Details dekorativ abdecken kann. Männliche Wähler nicken sich grinsend zu und sind begeistert, dass der Chef weiß, wo`s lang geht und haben dabei vor lauter Skandalen und Skandälchen längst vergessen, dass ihr Präsident eigentlich nebenbei auch noch einen Staat regieren sollte. Nein, der gewöhnliche Fernsehkosument hat längst das Interesse an der Politik verloren und lässt sich von Berlusconis Medienmaschine in den Schlaf singen. Dumm nur, dass eben das bei einigen nicht funktioniert. Politisch aktive Blogger in Italien haben nun endgültig die Nase voll vom Medienmogul und Staatschef in Personalunion und riefen per Internet zum "No Berlusconi Day" auf. Wollen wir jetzt mal nicht überbewerten, ist aber zumindest ein dickes IMMERHIN wert. Ich hätte da übrigens auch viele Ideen für "No Soundso Days". Ja, mir mißfällt auch so einiges in diesem unseren Lande. Diverse Politker, ja sogar ganze Parteien und offensichtliche Mißstände wie Arbeitslosigkeit, Sozialabbau und selbstverständlich das traditionell viel zu kurze Wochenende.
Träumen wir gemeinsam von einem Utopia, in dem ein Blogger nur vor der Webcam die Braue heben muss, um die Politik in die richtigen Bahnen zu lenken. Dieser Blogger sollte übrigens nach Möglichkeit ich sein, oder wenigstens jemand, der die Sache genauso sieht. Ach ja, es könnte alles so einfach sein...
Mehr Infos zum "No Berlusconi Day" hier...

Samstag, Dezember 05, 2009

Weihnachtslesung in SecondLife...

Violetta Miles hat zur Lesung gerufen. Ich bin diesmal nur als Zuhörer dabei, habe aber gerade meinen Spaß an der Tatsache, gut 40 Avatare auf einem Fleck zu sehen, die sowohl Interesse an Literatur und Kabarett als auch an SecondLife haben. Gerade liest Zauselina von den Brennenden Buchstaben.
Hier passiert`s...





Stonehenge in SecondLife...
















Erbaut von Maggie Rae...

Besonders gelungen...

Hallo,

Wir haben ungewohnliche Aktivitaten an Ihrer Kreditkarte beobachtet.

wir ausgesetzt Ihrer Kreditkarte auf unbestimmte Zeit, da sie moglicherweise fur betrugerische Zwecke verwendet wurden. Wir mussen jetzt erneut bestatigen Sie Ihre Kreditkarten-Informationen.

Zur Wiederherstellung Ihrer Kreditkarte, Bitte Klicken Sie hier

Hinweis: Wenn nicht abgeschlossen Dezember 10, 2009, werden wir gezwungen sein, Ihre Karte aussetzen.

Vielen Dank fur Ihr Unternehmen in diesem Fall.

Danke,
Kunden-Support-Service.

Mir gefällt besonders, dass sie sich schon mal für mein Unternehmen bedanken. Aber was sind ungewohnliche Aktivitäten? Hat das vielleicht was mit unwohnlichen Gegenden zu tun? Wurde ich tatsächlich für betrügerische Zwecke verwendet? Und wo werden sie meine Karte aussetzen. An einer Raststätte? Vor der somalischen Küste? Tja, Phishing kommt dabei raus, wenn Menschen mit hoher krimineller Energie nicht in die Politik gehen. Aber was grübel ich hier eigentlich rum? Erstmal Sie müssen jetzt erneut bestätigen ich meine Kreditkarte...

Um die wahren Zusammenhänge zu erkennen...

...sollte man bei jeder Nachrichtensendung den Ton abstellen.
Bilder aus Stadien und Städten. Sogenannte Fußballfans randalieren, prügeln aufeinander ein, demolieren Autos, Ladenlokale und müssen von Polizeiarmeen zusammengetrieben werden. Was kosten diese Polizeieinsätze? Der nächste Beitrag. Studenten lassen sich ohne Gegenwehr aus Hörsälen schleifen. Sie kämpfen für ihr Grundrecht auf kostenlose Bildung. Unser Staat trägt, ohne mit der Wimper zu zucken, die unglaublichen Kosten, die anfallen, um den Fußballpöbel ansatzweise unter Kontrolle zu halten. Derselbst Staat greift Studenten in die Tasche, wenn sie ihr Recht auf Bildung einfordern und behauptet dann, seine Mittel würden sonst nicht reichen. Wie im alten Rom setzen wir auf "Brot und Spiele", gewichten Massenunterhaltung höher als Bildung. Das bedeutet: Wir leisten uns den überflüssigen Luxus, für immense Summen Idioten mehr schlecht als recht daran zu hindern, unsere Innenstädte zu verwüsten, treiben bei unseren Studenten aber ohne Rücksicht auf Verluste Bildungsnotsstandsschutzgeld ein.
Rückzahlungen müssen von denen eingefordert werden, die für entstehende Unkosten veranwtortlich sind. Beispielsweise der Fußballmeute. Nicht aber von der Bevölkerungsgruppe, von der man erwartet, dass sie in Zukunft ihren Beitrag für den Fortschritt leistet - etwas, das wir vom durchschnittlichen Fußballhooligan wohl eher nicht annehmen dürfen. Die Konsequenz ist simpel, nur fehlt den Politiker wie gewöhnlich der Arsch in der Hose, um sie durchzusetzen: Weg mit den Studiengebühren und ab sofort Randalesteuer auf Fußballtickets. So einfach ist das.
Aber wir wissen natürlich, dass unsere Damen und Herren es nie wagen würden, es sich mit den Wählern zu verscherzen. Und sei eine Lösung auch noch so offensichtlich...
Hatte ich eigentlich mal erwähnt, wie sehr ich Fußball hasse?

Es ist offensichtlich Samstag...

...denn ich sitze hier, trinke Kaffee, habe ausgiebig Zeit zu husten und den "What`s your mental disorder"-Test bei Facebook auszufüllen. Nicht, dass er mich wirklich interessieren würde. Ich kenne meine Persönlichkeitsstörungen. Habe brav meine Kreuzchen gemacht und wurde dann aufgefordert, 15 Freunde zum selben dämlichen Test einzuladen. Dazu war ich selbstverständlich zu faul, ganz davon abgesehen, dass mir Facebooks Viralitätskonditionierung auf den Zeiger geht. Mal schauen, was sich sonst so tut. Das Haus verlassen? Heute? Eher nicht. Draussen siehts verdächtig nach nuklearem Winter aus. Grau und nass und häßlich. Nein, das Design meines Heimatplaneten sagt mir heute überhaupt nicht zu. Schätze ich bin ein Sommertyp. Ich mags, wenn Sonnenlicht durch die Rollolamellen sickert. Läuft wahrscheinlich alles auf eine Shopping Tour hinaus - im ITunes Store. Ach ja und heute Abend gibt es eine Live Lesung in SecondLife. Diesmal bin ich aber nur als Gast dabei. Macht Sinn, denn von meiner Stimme ist nicht viel übrig. Upps und schon ist der erste Cappuccino verkonsumiert. Zeit für Nummer Zwo. Man liest sich später...

Donnerstag, Dezember 03, 2009

Irgendwie spiele ich mit dem Gedanken...

...mein Husten aufzuzeichnen und als MP3 zu archivieren. Ernsthaft: Sowas kriegt kein Schauspieler hin. Ich höre mich ziemlich authentisch so an wie Kane in Alien, kurz bevor das Vieh aus seinem Brustkorb platzt. So fühlt es sich übrigens auch an. Ich wäre nicht überrascht, wenn mir mein Mittagessen bei einer meiner liebgewonnen Hustenattacken vor die Füße fällt. Schön ist das nicht. Wie schön, dass morgen noch ein langer Arbeitstag auf mich wartet. Jetzt leg ich mich erstmal hin. Schlaft schön.

Mittwoch, Dezember 02, 2009

Die erste echte Robotprothese...









Italienische Chirurgen haben einem 28jährigen eine Roboterhand implantiert. Das Besondere daran. Er kann mit der Hand nicht nur gedanklich kontrolliert zugreifen wie mit einer normalen Hand, er kann damit auch fühlen. Die mit den Armnerven verbundenen Fasern der Prothese, sind nur zehn Millionstel Millimeter dünn. Entwickelt wurde die Roboterhand am Biomedico-Campus in Rom. Mehr Informationen hier...
Ich habe da so eine Idee, was ich mit dem Ding machen würde. Mich in eine Kinovorstellung des Terminators setzen, den Arm nach oben strecken und eine gepflegte Massenpanik auslösen.
I'll be back...

Natürlich auch diese Woche pünktlich zum Donnerstag hin Biowaffenattacke...

Über die spezifischen Symptome will ich nicht in aller Detailfreude berichten. Ich bin unter anderem rotzig, aber die Sache betrifft, wohl um das Vergnügen zu steigern, nicht nur den Bereich der Atmungsorgane. Ich brauche Urlaub. Dringend. Was ich dagegen überhaupt nicht brauche, ist morgendliche Kälte, schweißtreibendes Herumgerenne, das auch in meinem Beruf an der Tagesordnung ist und dann stundenlanges Stehen in zugigen Räumen. Und eine angregriffene Stimme ist denkbar ungeeignet für tägliche stundenlange Vorträge, Aufforderungen, Warnrufe, Standpauken. Einfach mal schweigen und die Stille genießen, das ist es was mir fehlt. Ich will 48 Stunden relaxen und heiße Milch mit Honig auf dem Sofa, dabei irgendeinen Film glotzen, der in einer Eiswüste spielt. Ja, das wärs. Na ja, das Wochenende kommt bald - wenn mich die Viren nicht vorher killen und zombifizieren oder sowas. Obwohl: Das hätte was. Ich wäre zweifellos ein Zombie mit sehr ungewöhnlichen Ernährungsgewohnheiten.

Die Sache mit den gekürzten RSS-Feeds...

...habe ich mir aufgrund vielfachen Wunsches einer einzelnen Person noch mal vorgenommen. Mir persönlich ist der RSS Feed ja völlig Brause. Ich sage, lest gefälligst das Blog und nicht den Extrakt. Aber was tut man nicht alles ohne zu murren - Augenroll !!!! - für seine Leser.
Dieser RSS Feed könnte jetzt funktionieren. Ich sage könnte. Bei mir tut er es nämlich, beim RSS-Fan bisher noch nicht.
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Tarn-Kunst...

Camouflage-Künstler Liou Bolin zeigt sich gern auf seinen Bildern. Das allerdings so unauffällig wie möglich. Na, wer kann ihn sehen? Ja, richtig, der Mann macht sich durch Bodypaintings unsichtbar. ich bezweifele aber, dass er die Farben selbst aufträgt. Hier gibts mehr von ihm zu sehen...oder auch nicht...

Dienstag, Dezember 01, 2009

Welchen Sinn macht ein Blog, in dem wenig kommentiert wird...

















Virtual Unreality hat eine kleine Sinnkrise. Das kann passieren. Wozu, fragt er, bloggt man eigentlich, wenn man kaum Kommentare erntet? Jeder vernunftbegabte Blogger wird sich diese Frage ab und zu stellen. Selbstverständlich. Bloggen ist schließlich ein bißchen, wie Singen in der Badewanne. Auch wenn man sich selbst gern hört, landet man nicht zwangsläufig in der Mailänder Scala. Wenn man Pech hat, trommeln nur regelmäßig die Nachbarn gegen die Wände. Seien wir ehrlich: Für manche von uns Bloggern wäre das schon eine Art von Beifall. Trotzdem hatte ich das Gefühl, Virtual Unreality einen Kommentar hinterlassen zu müssen. Der passt irgendwie auch hierher:

Ich denke, das Dilemma, das du da beschreibst, kennen alle Blogger. Mir geht es es gelegentlich ganz genauso. Warum mache ich das hier eigentlich? Eine berechtigte Frage. Kommentare werden wenige geschrieben, die große Resonanz haben andere Blogs. Wozu also?
Es gibt viele Blogs. Man könnte auch sagen zu viele. Es nun weiter zu tun oder doch zu lassen, ist eine Frage der persönlichen Einstellung. Man sollte sich an die eigene Nase fassen und fragen: Was kommentiere ich denn? In meinem Fall nur sehr wenig. Vielleicht mal hier eine Bemerkung oder dort ein Hinweis. Doch neben dem eigentlichen Bloggen ist mir das konsequente kommunizieren von Blogger zu Blogger über die Kommentarfunktion meistens doch zu lästig. Kommentare sind aber nicht alles und wenige Comments bedeuten nicht zwangsläufig, dass niemand mitliest. Man wundert sich dann doch immer wieder, wer sich plötzlich zu Wort meldet oder mailt.
Letztendlich geht es nicht um Resonanz, sondern um die Frage, ob dir dein Blog Spaß macht. Ob es für dich ein gutes Gefühl ist, dein Online Tagebuch zu füllen, zu beobachten wie es immer umfangreicher wird wie eine digitale live entstehende Autobiographie im Kontext der Welt. Und was gibt es dir, mal zurückzublättern? Denn in gewisser Weise sind Weblogs tatsächlich Tagebücher. Ich finde hier nicht wirklich jedes Detail meines Lebens offenbart für jeden Leser. Aber ich selbst kann zwischen den Zeilen lesen und erinnere mich später, was mich dazu bewogen hat, irgend etwas zu schreiben, mich über etwwas zu echauffieren, irgendeine Boshaftigkeit abzusondern oder einen Satz, dessen Inhalt eigentlich niemand außer mir vestehen kann. Eben nur ich, weil ich damals gerade das Bedürfnis hatte, irgend etwas loszuwerden, ohne es wirklich auszusprechen.
Ich für meinen Teil kann mir momentan schlecht vorstellen, es einfach sein zu lassen. Es gibt mir zuviel. Nein, ich könnte mein Blog wohl kaum für 50 000 Euro verkaufen. Aber Prominenz muss ja auch nicht unbedingt bedeuten, dass der Inhalt tatsächlich lesenswert ist oder?
Man muss nicht immer Alpha Blogger sein.
Geheimtipps sind manchmal viel besser als der Mainstream...