...sollte ganz in Ruhe bei etwa 12 Tassen Kaffee, Espresso oder Cappuccino am Computer beginnen. So sollte es sein. Eigentlich. Ferien bieten die ideale Voraussetzung dafür. Aber nur dann, wenn sich nicht wieder mal die ganze Banalität des Alltags in den Mittelpunkt drängt. Mein Auto hat sich an diesem Wochenende dazu entschlossen, seinen Unmut kundzutun. Worüber genau, das weiß ich noch nicht, aber auf jeden Fall sehr lautstark. Ich vermute, da stimmt was mit dem Auspuff nicht. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als den Wagen heute in die Werkstatt zu bringen. Wäre kein Problem. Würde diese kleine Ursache nicht gleich eine ganze Kausalkette einleiten. Beginnend damit, dass ich heute morgen zunächst mal zum Finanzamt muss: Für ein(!) dösiges Formular. Nach 10minütiger Parkplatzsuche kann ich den Wagen endlich abstellen. Zu meinem Erstaunen prangt am Finanzamt ein großes Schild: "Finanzamt geschlossen". Ein kurzer Moment der Freude: "Na also, geht doch", denke ich mir. Zu früh gefreut. Natürlich wurden die Finanzämter nicht bundesweit abgeschafft, das eine hier ist bloß umgezogen. Wieder Parkplatzsuche, dann Suche nach den Finanzamt. Es kuschelt sich neuerdings eng als Polizeirevier. Kann ich ihm nicht verdenken, es hat nicht viele Freunde. Und neuerdings kann man auch nicht mehr reingehen. Ich betätige die Klingel und werde zu meinem Erstaunen telefonisch verbunden. Nein, man würde niemanden mehr reinlassen. Aber ich brauche ein Formular. Kein Problem, meint die Stimme am anderen Ende, man könnte ja alles downloaden. Tja, den Drucker, den ich mir extra dafür kaufen müsste, werde ich dann wohl absetzen können, oder? Danach zur Bank, wieder Schlange stehen. Einkaufen, auch Schlange stehen. Nach Hause, ausnahmsweise nicht Schlange stehen, kurz essen, gleich Auto wegbringen - in der Werkstatt in der Schlange stehen? - und hoffen, dass der Spaß nicht zu teuer wird. Oh, wie ich solche Banalitäten hasse.
Das Leben ist zu kurz für diese Scheiße!
Außerdem ist das nichts, worüber zu bloggen sich lohnen würde. Upps, schon passiert...