Dienstag, Juni 30, 2009

Pirate Bay startet eine neue Videoplattform...

So berichtet Wired. Ähnlich wie bei YouTube oder MyVideo können dort Filme angesehen oder von Nutzern hochgeladen werden. Doch wo die klassischen Anbieter es sich mit der Verwertungsindustrie nicht verscherzen wollen, setzt Pirate Bay, auch nach dem die Hintermänner der Tauschbörse zu Haftstrafen verurteilt wurden, seine "Jetzt erst recht"-Politik fort. Bei VideoBay gibts selbstverständlich den ganzen Film und nicht nur Fitzelchen. Noch ist alles im "extremen Betastadium". Das dürfte sich allerdings bald ändern. Mehr Informationen in diesem Artikel in wired...

Sonntag, Juni 28, 2009

Mein derzeitiges Lieblingsbrowsergame...



Pandemic 2. Spielziel: Erschaffe eine wirklich effektive Pandemie. Wählen kann man zwischen Virus, Bakterium oder Parasit. Für die erspielten Punkte kann man weitere nützliche Eigenschaften für seine ganz persönliche Seuche kaufen. Pandemic 2 ist eigentlich nichts anderes als ein pfiffiger kleiner Seuchensimulator. den man zum Game umprogrammiert hat. Und er macht Spaß. Nicht ganz ohne Stolz möchte ich hier bemerken, dass Kueper's Disease mit jedem neuen Durchgang wirkungsvoller wird. Pandemic 2: Das perfekte Spiel, wenn man mal wieder lange im Stau stehen musste, oder 40 Minuten in der Schlange an der Kasse verbracht hat und sich fragt: Wie krieg ich diesen verdammten Planeten ein bißchen leerer...
Hier gehts lang...

Samstag, Juni 27, 2009

Bolivianische Nachrichtensendungen sollte man mit Vorsicht genießen...

Dabei war sich das Bolivianische Fernsehen ganz sicher, die weltweit ersten Bilder aus der abgestürzten Airfrance Maschine zeigen zu können. Sensationelle Aufnahmen, die offenbar genau zu dem Zeitpunkt gemacht wurden, als das Flugzeug zerbrach. Damit beweist das bolivianische Fernsehen erstens, dass es sein bestes tut, um seine Zuschauer auf dem Laufenden zu halten - und dass es zweitens versäumt hat, die Serie "Lost" einzukaufen...



Amüsant: Münterfering wirft Nichtwählern Verantwortungslosigkeit vor...

Das Problem dabei, Herr Müntefering: Um wählen zu können, benötigt man mindestens eine wählbare Alternative... Mehr zum Thema hier...

Ja, die haben sie sich ehrlich verdient, die Diätenerhöhung...

Immerhin dürfen die Nachrichten noch darüber berichten, dass sich die Damen und Herren des nordrhein-westfälische Landtags eine Erhöhung ihrer Abgeordnetenbezüge gegönnt haben. Zur Erinnerung: Alles, was es sich auf einem Plätzchen im Parlament bequem gemacht hat, erntet fürs Schlummern ...ähm, ich wollte natürlich sagen, Probleme lösen bescheidene 9979 Euro brutto im Monat. Damit kann man über die Runden kommen, wenn man die eigenen Ansprüche herunterschraubt. Bescheidenheit ist ja bekanntlich eine Zier. Deswegen fällt es unseren Damen und Herren ja auch so leicht, von uns allen immer wieder zu fordern, den Gürtel enger zu schnallen. Wer angesichts der wirtschaftlichen Lage durch so brillantes Krisenmanagment glänzt, hat sich aber auch wirklich eine kleine Belohnung verdient. Da werden mir zum Beispiel 52000 Arcandor Mitarbeiter ohne zu zögern beipflichten. Oder 100000 Schüler und Studenten, deren Proteste gegen die aktuelle Bildungspolitik man gnädig überhört hat, oder die 130000 Unterzeichner der Petition gegen Internetsperren. Und selbstverständlich jeder Hartz IV Empfänger. Ja, sie alle sind so begeistert von der Arbeit unserer Damen und Herren , dass sie am liebsten noch was aus eigener Tasche zuzahlen würden. Oh, ich vergaß: Das tun sie ja sowieso...
Mehr dazu hier...

Donnerstag, Juni 25, 2009

Internetuser werden vereinsamen...

...behaupteten vor einigen Jahren Psychologen, Pädagogen und Soziologen mit bsorgtem Gesichtsausdruck und im Brustton tiefster Überzeugung. Etwa 40 dieser vereinsamten, antisozialen Individuen versammelten sich heute in Essen, um gemeinsam dem Solipsismus zu huldigen. Alles Quatsch! In Wahrheit ist der Web 2.0 Aktivist ein soziales Wesen und fühlt sich im Rudel wohl. Etwa beim Twitter Festival Ruhr, zu dem Klaudia Pirc heute ins Essener Unperfekthaus geladen hatte. Ich habe mich sozusagen Undercover mit undeutlich geschriebenem Kueperpunk Patch in die Menge gemischt, weil ich mir sowieso wegen eines anderen Projektes ein Bild vom Unperfekthaus machen wollte. Reichlich Gelegenheit um unauffällig aus der Ecke heraus das Treiben der Microblogger zu verfolgen. Unerwartet: Nur etwa eine Hand voll Twitterer ist mit Laptop angereist, der Rest bevorzugt die direkte Konversation von Angesicht zu Angesicht. Nein, der Twitterer an sich mag sonnige Tage auch lieber auf der Dachterasse verbringen als hinter dem Monitor und zeigt keine Symptome einer Kommunikationsstörung. Wer hätte das gedacht: Es kommt sogar zum Verkehr. Allerdins nur zwischen Pokens. Die Twitter/Facebook/MySpace Crowd sammelt eben gern Follower, Friends und Fans, um das eigene soziale Netzwerk etwa auf die Größenordnung einer mittleren Großstadtpopulation aufzupusten. Jetzt werden von der sonnenbeschienen Dachterasse mit dem grandiosen Blick über Essen auch die ersten Live Tweeds ins World Wide Web gsendet. Ich verliere währenddessen endgültig den Kampf gegen die Müdigkeit und mache mich auf den Heimweg. Mein soziales Netzwerk habe ich zwar nicht erweitert - aber mich beim Barbecue Büffet vom Tagesstress erholt. Ist ja auch was. Und ich kann sagen, ich war da...



Bin auf dem Twitterfestival im Unperfekthaus...

Wer kommt noch? Falls jemand spontan sein möchte, hier gibts mehr Informationen...

Dienstag, Juni 23, 2009

Liebling, unsere Kinder haben die Stadt evakuieren lassen...

Zwei Jungs aus Oelde haben ihr großes Talent als Production Designer unter Beweis gestellt. Aus einem alten Computergehäuse bastelten sie einem mit einem Radioaktivitätswarnschild verzierten Atomreaktor, der für Amateure und herbeigerufene Feuerwehr und Polizei so überzeugend aussah, dass man kurzerhand den gesamten Ortsteil abriegelte. Man könnte es auch als "Stadt hacken" mit einfachsten Mitteln bezeichnen. Mehr zum Thema hier im Spiegel...

Sonntag, Juni 21, 2009

Mehr Metropleximpressionen...


Man hat den Eindruck, wenn es ums Schippern durch politische Gewässer geht, suchen manche Parteien geradezu nach Eisbergen...















Mehr davon beim Fenrir...

Metropleximpressionen...






































Zwei Bilder, die ich heute an der Henrichshütte in Hattingen gemacht habe...

Das Wunschtool für alle OpenSim Auswanderer...



Der Meercat View ermöglicht Sprünge von SL ins OpenSim und zurück, ohne den Client wechseln zu müssen. Selbsterstellte Objekte können dabei einfach so mal eben rüber auf die OpenSim transportiert werden. Prinzipiell ist es so möglich, die gesamte selbstgebaute SIM mit wenigen Clicks von einem Grid ins andere zu beamen. Ironie der Geschichte: gerade gestern noch erwähnte Case Schnabel im Verlauf eines Gesprächs, das wir in Open Neuland führten, dass genau so ein Tool noch fehlen würde. Schwupps, schon ist es da.
(Natürlich via IT&W) ;-))

Mir ist heute morgen nach meinem eigenen Elektronic New Age Soundtrack zumute...

Also komponiere ich mir hier schnell einen. Kreative hier lang...

Samstag, Juni 20, 2009

Die Bauarbeiten am ersten privaten Raumhafen...





...beginnen derzeit in New Mexico. Virgin Galactic will von dort aus ab Dezember 2010 Weltraumtouristen auf suborbitale Raumflüge schicken. Bisher haben rund 250 Menschen eine Raumreise gebucht - für günstige 200 000 US Dollar. Fluggäste, die diesen Preis investieren, dürfen sich auf einen sechstündigen Raumflug freuen, in dessen sie Verlauf sie stattliche fünf Minuten schwerelos sein werden. Eigentlich schade. Wer sich diesen Luxus leisten kann, verdient es mindestens bis zum Mond geschossen zu werden - und dort auch eine ganze Weile zu bleiben...
(via grinding.be)

Freitag, Juni 19, 2009

Leute, ich vermisse euch schon jetzt!















Aber immerhin habe ich dieses T-Shirt und einen goldenen Thron, die mich an euch erinnern. Ich werde beides in Ehren halten und das T-Shirt nie waschen, auf das unser Klassenfoto ewig halte. Es war eine tolle Zeit und ich denk an euch.

Wolkig: Das erste Bild mit der neuen Kamera


Habe mir mal eine neue Kamera gegönnt. Musste das Ding natürlich sofort ausprobieren.

Dienstag, Juni 16, 2009

Politbashing bei den Ruhrbaronen...

Ich sage, die haben es eh alle verdient und das immer.

Pirate Bay startet einen neuen Anonymisierungsservice...

Der IPREDATOR Global Anonymity Service ist eine Reaktion auf Schwedens neues IPRED Gesetz, dass es Urheberrechtsinhabern erlaubt, die Verbindungsdaten von Filesharern von deren Provider einzufordern. Bisher haben sich rund 180 000 Kunden für den IPREDATOR registriert, der für rund 7 Dollar pro Monat genutzt werden kann. Mehr zum Thema hier in wired...

Sonntag, Juni 14, 2009

Südkorea will Internetsperren gegen Selbstmord einführen...

Nein, nein, der Koreaner surft sich nicht zu Tode. Aber er holt sich die nötigen Infos fürs Ableben aus dem Web. Genau solchen Seiten will man nun sperren lassen. Eine nachvollziehbare Überlegung. Ergänzend müsste man dann natürlich auch sämtliche Literatur zum Thema verbieten. Und schwupps findet eine Zensur statt. Nur eines der große Probleme, die sich durch das Verbieten von Informationen ergeben. Wer entscheidet, wer was wissen darf? Heute zensieren wir "Wie begehe ich Selbstmord" und morgen vielleicht "Wie gründe ich einen Betriebsrat".
Mehr zum Thema in diesem Artikel in telepolis...

Ein weiterer Grund, den Reichstag nicht zu besuchen...

Über meine Erfahrungen bei Besuchen des Reichstags in Berlin habe ich hier ja schon zweimal geschrieben und bereits damals gesagt, dass ich nicht nochmal an einer Besichtigung interessiert bin. Das hatte vor allem mit dem rüden und unhöflichen Umgangston zu tun, mit dem sowohl Sicherheitspersonal als auch Guides unmißverständlich klar machen, dass man nur geduldet ist und gefälligst dankbar dafür zu sein hat, einmal einen respektvollen Blick ins Hirn...na sagen wir lieber ins Herz der Politik zu werfen. Passend dazu lese ich gerade einen Artikel im Spiegel über die Bedingungen, unter denen das Reinigungspersonal dort arbeitet. Für ihre Tätigkeit erhalten diese Mitarbeiter rund 3,56 pro Stunde. Mehr dazu hier...

Wäre es so gewesen, würde das einiges erklären...

..., aber nicht entschuldigen: "Firmenpleite beschert Bundestag mehrjährige Internetabstinenz"...

Drüben in Essen fallen denen schon Meteoriten auf den Kopf...

Na ja, beinahe. Ein 14jähriger wurde angeblich vorletzten Freitag in Essen-Heidhausen von einem kleinen Meteroitensplitter an der Hand getroffen. Wahrscheinlich wird der Bursche jetzt für den Rest seines Lebens mißtrauisch nach oben schauen. Von so einem Weltraumstein getroffen zu werden, ist übrigens wesentlich unwahrscheinlicher, als im Lotto zu gewinnen. Soviel Zufall für so ein bißchen Stein zu vergeuden, ist doch irgendwie tragisch. Mehr zum Thema hier... und sogar in wired...

Samstag, Juni 13, 2009

Wenn Aliens auf sich aufmerksam machen wollen...

...könnten sie dazu eine Supernova benutzen. Die Idee: Eine am Kontakt mit anderen Spezies interessierte kosmische Zivillisation beobachtet eine Supernova. Sobald das geschieht, schickt sie in die genau entgegen gesetzte Richtung ein Signal ab, das potentiellen Beobachtern, die ihre Aufmerksamkeit auf die Noova gerichtet haben, im Rahmen ihrer Messungen auffallen könnte.
Eine andere Idee für eine wenn auch ungewollte Kontaktaufahme der Aliens mit der Erde geht auf den amerikanischen SETI Experten Seth Shostak zurück. So könnte intelligentes Leben auch in Doppelsternsystemen entstanden sein, wenn die beiden Sonnen weit genug voneinander entfernt sind. Eine hochentwickelte Zivillisation würde vermutlich beide Sterne nutzen und beispielsweise Kolonien im Orbit um die zweite Sonne errichten. Immer dann, wenn die beiden Sterne auf einer Achse liegen, die auf die Erde zeigt, würden wir uns exakt in Richtung der Radioübertragung von einem Stern zum anderen befinden und könnten den neusten Nachrichten aus den Kolonien lauschen. Keine schlechte Idee, auch wenn durch sie die Wahrscheinlichkeit, auf ETs zu stossen nicht gerade signifikant steigt.
Ein Artikel von Harald Zaun an dieser Stelle in telepolis...

Was das Metaversum wirklich dringend benötigt...
















...sind Chiropraktiker. Nein, ich komme hier nicht gerade der Aufforderung nach, meinen Kopf in meinen ..... zu stecken, es handelt sich vielmehr um einen interessanten kleinen Bug in SL...

Die neuen Internetnetsperren: Jetzt auch gegen Killerspiele...

So hätte es die CDU gern und offenbart einmal mehr, dass sie im Tal der Ahnungslosen wandelt. Lassen wir sie ruhig dort, nur den Ausgang sollten wir so schnell wie möglich zuschütten. Wie besagte Zensur in der Praxis ablaufen soll, weiß man freilich nicht, aber man hat mal wieder Stammtischparolen abgesondert, die beim gleichermaßen desorientierten Wähler ziehen. Gleichzeitig kann man mit solchen scheinbar dahingesagten Vorschlägen schon mal testen, wie stark der Gegenwind bläst. Denn heute geht es noch nur um Killerspiele und morgen um kritische Foren und Blogs. Mehr zum Thema in diesem Artikel in telepolis...

Sonnenuntergang am Metroplexhorizont

Fenrir ist ja für seine Bilderpostings bekannt. Aber auch mich ziehts an sonnigen Tagen mal raus, um besondere Augenblicke festzuhalten. Sonnenuntergänge am Ruhrgebietshorizont zum Beispiel. Diesen haben wir heute Abend von einer Halde in Bochum Gerthe aus aufgenommen. Die ersten beiden Bilder sind mit meiner C330 Standardknippse gemacht, wie man deutlich erkennt. Den Rest hat Ludger mit seiner D70 aufgenommen. Danke, dass ich sie hier zeigen darf. Rechts im Bild übrigens das Horizontobservatorium in Herten. Mehr vermutlich auch bald drüben beim Fenrir...


Freitag, Juni 12, 2009

Ein Interview mit SETI-Pionier Frank Drake...

...an dieser Stelle im Spiegel...

Der seltsame Kubus auf dem Mars...

Unser Gehirn hat gelernt in willkürlichen Strukuren nach vertrauten Formen zu suchen. So erkennen wir in Gesteinsformationen Gegenstände und Gesichter. Ganz besonders aktiv wird unsere Fantasie natürlich, wenn es um den Mars geht. Wir wollen auf seiner Oberfläche mehr sehen, als da ist. Am besten Ruinen oder gleich die passenden Aliens. Und zuweilen macht sich die Natur einen Spaß daraus, uns zu narren und erschafft dazu besonders symmetrische Formen. So wie diesen Kubus auf der Marsoberfläche. Carl Sagan schilderte schon vor fast 30 Jahren in seinem Buch "Unser Kosmos" eine Anekdote von den Landungen der Viking Sonden. Damals wunderten sich die Techniker im Kontrollzentrum über ein deutlich sichtbares B auf einem Felsen. Offensichtlich verspüren auch die Profis den Wunsch, eine und sei sie auch noch so triviale Alienbotschaft zwischen den Felsen zu entdecken. Das B entpuppte sich damals leider nur Minuten später als Schatten. Aber vielleicht liegt Fenrir mit seiner Spekulation ja auch richtig ;-).
Mehr von ihm gibts hier...


Donnerstag, Juni 11, 2009

Die SPD twittert nicht mehr...

Gut so, das machen ja auch schon Leute wie ich. Ihr Jungs setzt euch lieber mal zusammen und überlegt mal, was ihr seit einigen Jahren so alles falsch macht. Grundsätzlich sollte man sich erstmal klar machen, von wem eigentlich gewählt werden möchte und was man tun kann, damit der sich wohl fühlt. Mehr zum Thema bei den Ruhrbaronen...

Wenn man nur so zum Spaß einen Twitter Account im Namen der einzigen nordkoreanischen Presseagantur eröffnet...

..., kann das sehr amüsant werden. David Sowka hat`s gemacht und für telepolis drüber geschrieben...

Mittwoch, Juni 10, 2009

Der französische Verfassungsrat kippt die Internetsperre gegen Raubkopierer...

Mal sehen, wie lange sie brauchen, um den Verstoß gegen die eigene Verfassung als legale Maßnahme zurecht zu biegen. Mehr zum Thema hier...

Mitarbeiter des Kölner Ordnungsamtes haben damit begonnen, CDU Plakate zu entfernen...

Ich frage: Warum erst jetzt? Und viel wichtiger: Warum nur die Plakate? Die Damen und Herren, die sich das Schwarz, das wir alle sehen, auf die Fahne geschrieben haben und das Attribut "christlich" seit Jahrzehnten ganz erheblich missverstehen, informieren auf ihren Postern über einen sogenannten "Nominierungsparteitag". Jedenfalls nebenbei. Man könnte das ganze aber auch als charmanten Trick deuten, mit dem bereits jetzt Werbung für Peter Kurth, den Kandidaten bei der kommenden Kommunalwahl gemacht wird. Solche Werbemaßnahmen sind aber erst 6 Wochen vor der Wahl gestattet. Das Kölner Ordnungsamt nimmt es damit sehr genau und entfernt nun die Plakate. Sehr zum Mißfallen der CDU.
Mehr zum Thema hier...

Was mit den Studiengebühren wirklich passiert...

Was wohl? Sie werden gebunkert. Die Universitäten treiben fröhlich Geld ein, wissen aber nichts damit anzufangen. Oder sagen wir besser: Irgend jemand müsste sich überlegen, was damit gemacht werden soll, aber das könnte ja in Arbeit ausarten. Und da man sowieso schon seit Jahren daran gewöhnt ist, alle Arbeiten - zum Beispiel Korrekturen und Praktikumsbetreuung - durch Studenten ausführen zu lassen, die nebenbei bemerkt jetzt dafür bezahlen müssen, dass sie den Laden am Laufen halten, ist man jetzt damit überfordert, die nötigen Investitionen vorzunehmen. Bei solchen Gelegenheiten erinnere ich mich gern an den Professor zurück, der da fröhlich verkündete: "Falls sie zu meiner Vorlesung kommen, und ich bin nicht da, dann bin ich Tennis spielen."
Mehr zu gebunkerten Studiengebühren in diesem Artikel im Spiegel...

Sonntag, Juni 07, 2009

Die Thriller Lesung auf der Burgruine in Saarlouis...

... hat Spaß gemacht und man darf sie wohl auch als Erfolg bezeichnen. Ich hatte das Vergnügen heute Abend gemeinsam mit Bettina von Cossel zu lesen. Mein Beitrag war die Story "DebuggingYou", die man auch hier im Blog lesen kann. Das Publikum blieb und es wurden im Verlauf des Abends noch mehr Zuhörer. Ich stelle fest: Kultur ist in SL möglich. Man muss es nur versuchen.





Wenn die Sperren einmal etabliert sind, werden sie die Seiten sperren, um die es ihnen wirklich geht...

Überrascht irgendjemanden, dass Politiker schon jetzt erste Andeutungen streuen, dass sie demnächst auch ganz andere Seiten sperren wollen, als die um es der Zensursula geht? Ein Artikel in telepolis über eine vermutlich gar nicht so unbedachte Äußerung des SPD-Politikers Dieter Wiefelspütz.

Samstag, Juni 06, 2009

Politmarionette zu versteigern



















Liebe Parteien, sehr geehrte Damen und Herren,

Sie benötigen Hilfe. Schnelle Hilfe. Die Deutschen sind politikverdrossen, das Interesse an der Europawahl ist – verständlicherweise – geringer denn je. Auch ich beabsichtige, nicht daran teilzunehmen. Es wäre sinnlos, denn große Veränderungen stehen an. Diese Veränderungen haben einen Namen: meinen.
Hiermit möchte ich mich als willenlose Politmarionette in ihren Diensten bewerben. Sie können mich ab sofort im Kommentarbereich dieses Blogpostings ersteigern. Den Zuschlag erhält selbstverständlich der Meistbietende. Für mich spielt keine Rolle, ob ihre Partei nach einer Farbe benannt ist – ein Hinweis von mir, wer grün, schwarz, gelb oder rot ist, kann keine weiße Weste mehr haben - , oder als Namen eines dieser völlig unpassenden dreibuchstabigen Kürzel trägt, hinter denen sich absurde Selbsteinschätzungen verbergen. Politische Zielvorstellungen, philosophische Ideale oder moralische Grundwerte sind für mich persönlich gleichgültig, - seien wir mal ehrlich, sie haben ja selbst keine - ich werde lediglich als Repräsentant ihrer Linie fungieren. Solange ich dafür bezahlt werde.
Wieso gerade dieser Mann, werden sie fragen und ich möchte das gleich hier beantworten. Es sind zunächst einmal oberflächliche Charakteristika, die aus einem Kandidaten einen Amtsinhaber machen. Stattliche Erscheinung, souveränes Auftreten, eloquentes Herunterspulen vorgefertigter Texte, väterliche Ausstrahlung, der perfekte Anschein von Kompetenz selbst bei völliger Ahnungslosigkeit, die Fähigkeit nicht hinzuhören. All dies Kriterien, die ich zu einhundert Prozent erfülle. Menschen tendieren generell dazu, mir zu vertrauen und halten mich sowohl als Geistlichen, Juristen, Mediziner oder Ingenieur für glaubwürdig.
Noch relevanter sind natürlich die politischen Inhalte. Auch in diesem Punkt entspreche ich ihrem Anforderungsprofil: Ich biete keine an. Als Kandidat stelle ich genau jenes Vakuum an Ideen und Lösungen dar, dass der Wähler präferiert. Ich verabscheue Politik, finde sie monoton, sinnlos und peinlich und meide alles, was mit dem Thema zu tun haben könnte. Stattdessen weiche ich auf pointierte Bemerkungen aus, die auf unkritischen Allgemeinplätzen basieren. Es steht zu keiner Zeit zu befürchten, dass ich eigene Ideen formuliere werde, oder sogar versuche, sie zu realisieren. Ich werde selbst offensichtliche Lösungen für akute Krisen niemals in die Praxis umsetzen, wenn das eine Abweichung von der Parteilinie bedeuten würde. Peinliche Auftritte im Rahmen von Parlamentssitzungen sind von vornherein ausgeschlossen, denn ich beabsichtige nicht, auch nur an einer davon teilzunehmen. (Selbstverständlich werde ich eidesstattlich versichern, bei 75% aller Sitzungen anwesend gewesen zu sein.)
Ich bin grundsätzlich jederzeit bereit, offensichtliche Missstände zu ignorieren, akute Probleme auszusitzen, tiefe Stürze in bodenlose ökonomische und soziale Abgründe als Aufschwung zu bezeichnen und den unwillkürlichen Reflex, den gesunden Menschenverstand zu benutzen, zu unterdrücken. Außerdem höre ich mich als dann ehemaliger Blogger sowieso wahnsinnig gern reden.
Für die Tätigkeit eines Abgeordneten sollte mein Anfangsgehalt bei rund 8000 € netto liegen. Zuzüglich Nebeneinkünften als Berater und Positionen in den Aufsichtsräten von mindestens 6 großen Konzernen. Nach meiner Wahl zum Kanzler sollten sich diese Einnahmen mindestens vervierfachen.
Später beabsichtige ich die internationale Anbindung durch Affären mit Präsidentinengattinen zu intensivieren, die gleichzeitig als positiven Nebeneffekt bei konservativen Wählern keinen Zweifel an meinen sexuellen Präferenzen aufkommen lassen. Bei zukünftigen europäischen Gipfeltreffen werde ich es dann mit den beiden Kollegen Berlusconi und Sarkozy als neues europäisches Bratpack richtig krachen lassen.
Beteiligen sie sich jetzt an der Versteigerung.
Ihnen bleibt nur wenig Zeit, ihre politische Zukunft jetzt zu sichern.

Die Welt geht unter...

...könnte man angesichts dieser faszinierenden Wolkenstrukturen über Neuseeland glauben. Gavin Pretor-Pinney möchte Wolken wie die oben im Bild als Undulus Asperatus in die Meteorologie einführen. Das wäre der erste neueingeführte Wolkentyp seit 1951. Weitere Informationen zum Thema und vor allem mehr Bilder von Asperatus Wolken in diesem Artikel bei National Geographic...

Ein amüsanter Artikel über die "FDP-Spitzenkandidatin im Zwielicht" ...

...ist in der Zeit erschienen.
Sprechen wir es doch mal aus, wie es ist: Sind sie nicht eigentlich alle im Zwielicht?

Donnerstag, Juni 04, 2009

Champ, das Seeungeheuer...

...aus dem Lake Champlain. Eines dieser herrlich undeutlichen Seeungeheuer Videos, die zum Sommer einfach dazugehören. Für mich sieht es offengestanden eher aus wie eine Elchkuh, die ein Bad nimmt, oder ein seeeehr großer Hund. Hier kann man sich das Video ansehen...

When Virtual Reality feels real...

Mel Slater untersucht, wie Personen auf simulierte Gefahrensituationen in virtuellen Welten reagieren. Tatsächlich empfinden Probanden Angst bei simulierten Feuern oder Konfrontation mit großen Höhen, auch wenn sie wissen, dass ihre Wahrnehmungen nicht real sind. Virtual Reality Anwendungen könnten in Zukunft zur Behandlung von Phobien eingesetzt werden. Keine ganz neue Idee. Ein Artikel darüber in Science Daily...

Dienstag, Juni 02, 2009

Der Spiegel verreißt Terminator : Salvation...

Mit anderen Worten: Scheint ein ziemlich guter Film zu sein. Der Autor des Spiegelartikels faselt herablassend irgendwas von Materialschlacht. Materialschlacht? Natürlich ist das ne Materialschlacht! Wenn ich Dialoge sehen will, schaue ich mir die Lindenstraße an...

Caerleon Künstler Glyph Graves hat von IBM eine eigene SIM zum spielen bekommen...

...und er hat sie genutzt. Für gescriptete Skulpturen, Klangobjekte und artifizielles Leben. Ansehen kann man sich seine Ausstellung "Strangers Also Dance" genau hier...










Die Generation C64 schlägt zurück...

Ein eigentlich gar nicht mal schlechter Artikel im Spiegel über den Widerstand der Web 2.0 Community gegen die Zensurpläne von Zensursula. Wobei ich die zeitweise angefachte Euphorie über die politischer werdende Blogszene eher skeptisch betrachte. Auch Blogger sind genau wie Politiker sehr zielstrebig und ihre Ziele sind nicht immer nur Ideelle sondern oft genau so eigennützige wie bei den Damen und Herren mit den Hintern auf Reichstagsblue. Immerhin bemerken letztere Damen und Herren nun endlich, dass sie in all ihrer Ahnungslosigkeit nicht schalten und walten können, wie sie wollen. Ich würde mir ähnlichen Aktivismus wie beim Zensurkonflikt aber auch bei drängenden sozialen Problemen wünschen. Wo war die massive Gegenbewegung eigentlich bei Einführung der Studiengebühren? Nur ein Beispiel von vielen.
Mehr zum Thema Blogger gegen Internetzensur hier...

Montag, Juni 01, 2009

Tja, ich würde mich da auch nicht oft blicken lassen...

Für alle, die sich ungern vorschreiben lassen, was man kopieren darf und was nicht...

Dieses Schätzelein ist eins von drei Modulen, des Nexcopy 60-Port USB Duplicators. Einfach 60 USB Sticks einstecken und das Ding kopiert, was kopiert werden muss. Meins nehme ich ganz in Schwarz. Rechts kommt ne Totenkopfflagge drauf und links der Schriftzug "Kopieren verboten ??? Mein Arsch !!!" Kostet gerade mal 3000 Dollar und gibt einem das gute Gefühl, was verbotenes tun können, wenn man wöllte ;-).
Hier gibt`s mehr Infos...
(via Doktorsblog)

Steampunk Machinima: 4Jetpack4


Wow, bin beeidruckt von Bryn Ohs, Glyph Graves und Nonnatus Korhonens Steampunk Kurzfilm...

Sein großartiges "Du bist Terrorist"-Video...

...hat dem Filmemacher Alexander Lehmann neben dem verdienten Lob auch einigen Ärger eingebracht. Zunächst mahnten ihn die Markeninhaber der "Du bist Deutschland"-Kampagne ab. Nach erfolgter gütlicher Einigung (immerhin haben die wohl mit sich reden lassen) meint sich nun jemand im "Du bist Terrorist" wieder zu erkennen (?) und hat über seinen Anwalt die Löschung des Videos erwirkt. Alexander Lehmann hat den absurden Vorgang in seinem Blog passend kommentiert:
"Das nächste mal werde ich mein Video in diesem “Internet” veröffentlichen, von dem in letzter Zeit so oft die Rede ist. Ursula von der Leyen soll doch letztens gesagt haben, dass das der letzte noch rechtsfreie Raum ist. Hört sich perfekt an, dann kann ich diesen ganzen rechtlichen Dingen endlich aus dem Weg gehen und mich als politisch engagierter junger Mensch endlich auf das wesentliche konzentrieren."
Es ist schon erschreckend, wieviel Mühe man sich gibt, wenn es darum geht die Äußerung missliebiger Wahrheiten zu unterdrücken. Wie erfreulich wäre es dagegen, wenn dieser Arbeitsaufwand mal in die Lösung der eigentlichen Probleme investiert würde.
Mehr zum Thema auf netzpolitik.org...