Dienstag, März 31, 2009

Das Human-to-Robot-Interface...

...nutzt ein Elektroenzephalogramm und Nah-Infrarot-Spektroskopie um die Hirnaktivtät einer Person zu überwachen und so gedankliche Befehle zu erkennen, zu übersetzen und direkt an einen Roboter weiter zu leiten. Mit anderen Worten: Der Benutzer denkt etwas und der Roboter tut es. Das System arbeitet schon jetzt mit einer Genauigkeit von 90 %.
Was wir hier sehen, ist die Drohnentechnologie der Zukunft. Damit ist das Szenario eines Films wie "Sleepdealer" bereits jetzt von der Realität eingeholt worden.
Mehr zum Thema hier...

Danke GEMA...

Das schöne bei Youtube ist, dass man sich jede Menge Musikvideos umsonst ansehen kann. Na ja, nicht ganz umsonst. Den DSL Anschluss muss man natürlich immer noch bezahlen. Und das muss ja auch reichen, denn nicht jede Selbstverständlichkeit kann extra kosten. Ich benutze Youtube sogar als eine Art Radio. Mein Youtube-Channel ersetzt häufig den Griff in die CD Sammlung, in der ich sowieso nicht alles finden könnte, was ich gerade hören möchte.
Die große Vielfalt und der einfach Zugriff ist unserer alleseits beliebten GEMA natürlich ein Dorn im Auge. Sie bekommt zwar schon Geld von Youtube, will aber mehr. Um genau zu sein, rund 50 mal so viel wie ihr britisches Gegenstück PRS. Deren Forderungen hatte Youtube bereits letztes Jahr abgelehnt und den Konsumenten auf der Insel die Musikvideos abgedreht - und genau das wird auch nun auch in Deutschland passieren. Wieder geht ein Stück Freiheit im Netz verloren. Schon letzts Jahr waren wegen eines Rechststreits mit mehreren großen Companies zahlreiche Videos bei Youtube verschwunden.
Liebe Kreative. Ihr habt es immer noch nicht begriffen. Frei im Netz verfügbare Videos sind nichts anderes als Werbung für euch. Das Konzept funktionierte schon in den Achtzigern als man statt MP3s Kassetten dutzendweise vervielfältigte und weiterverschenkte. Bands wie Metallica, die heute trotz millionenschwerer Konten gegen sogenannte Musikpiraten wettern, verdanken ihren Ruhm allein der Tatsache, dass ihre Kassetten kopiert und weitergereicht wurden. Dass das Konzept aufgeht, haben Bands wie die Nine Inch Nails mit frei downloadbaren Alben bewiesen. Und lieber Star, wenn du heute Abend in einer deiner sechs Sportwagen steigst, dann überleg doch mal, obs dir nicht schon jetzt ziemlich gut geht und ob das ganze Gezehter um das bißchen umsonst Musik hören wirklich sein muss. Ach ja: Falls Du dir noch keine sechs Sportwagen leisten konntest, dann liegt das mit Sicherheit nicht an Youtube oder Bittorrent oder überspielten Musikkassetten, sondern daran, dass nicht jeder Mick Jagger sein kann. Ist schmerzlich, aber man kann lernen, es zu akzeptieren...
Entschuldigt mich bitte, ich muss jetzt ein paar Sicherheitskopien machen.
Natürlich nur legale...
Mehr zum Thema hier.

Montag, März 30, 2009

Kenji Yanobes feuerspeiender Riesen-Babyroboter...

Okay, sowas kann eigentlich nur einem japanischen Künstler einfallen. Kenji Yanobe heisst der Mann und er hat wahrscheinlich `ne ganze Menge Godzilla Filme gesehen. Sein Meisterwerk konnte gestern im Roppongi Distrikt von Tokio bestaunt werden. Ich glaube, ich muss wirklich mal nach Japan. Mehr zum Thema hier...

Sonntag, März 29, 2009

Tschernobyl heute...

Eine sehr sehenswerte Seite mit Bildern der verlassenen Region um den havarierten Reaktor. Das Kraftwerk war übrigens noch bis ins Jahr 2000 in Betrieb.

Prospero über das NGCamp...

Erste Informationen zur geplanten Science Fiction Barcamp im Herbst...

Ausstellungseröffnung...
















...in Erato of Caerleon. Es geht um Masken in jeder Form. Genau hier...

Dieser Roboter kann einen Bypass legen...



Bypass Operationen stellen ein hohes Risiko für den Patienten dar. Das Problem: Ein Chirurg kann nicht am schlagenden Herzen operieren, deswegen muss es zu Beginn des Eingriffs stillgelegt werden. Anders dieser japanische Roboter. Er folgt den Bewegungen des Herzschlags so präzise, dass er am schlagenden Herzen Millimeter genau arbeiten kann. Der gewöhnliche Kassenpatient sollte sich aber keine Hoffnungen machen, in den Genuß der neuen Operationsmethode zu kommen - genauso wenig wie Privatpatienten. Denn noch ist das System so gut wie unbezahlbar. Mehr zum Thema hier...

Prosperos Science Fiction Barcamp...

...soll im Herbst steigen. Da bin ich gern dabei. Vorausgesetzt natürlich, es wird sich nicht alles um diesen Doctor "Wie-hiess-er-noch-gleich" drehen. Zwecks Planung und Koordination hat Christian alias Propsero schon jetzt eine mixxt-Seite erstellt. Wer interessiert ist, kann sich hier dem Netzwerk anschliessen...

Samstag, März 28, 2009

Wenn man über Erinnerungsstücke stolpert...

















So wie dieses hier. Der Original Roman zum Film "Krieg der Sterne" aus dem Jahr 1978. Ich kann mich noch sehr genau an den Moment erinnern, als ich ihn in einem Drehregal entdeckte und sofort von dem Cover fasziniert war. Ein paar Tage oder Wochen davor hatte ich einen einzige Ausschnitt von Star Wars gesehen. Den in dem die Spurjäger Luke Skywalkers X-Wing Fighter durch einen engen Stahlcanyon auf dem Todestern jagen. Das war in Helmut Langes Quizshow "Kennen sie Kino". So ein 30 Sekunden Fitzelchen war in der PrävideorekorderÄra noch was ganz besonders. Auf einen Science Fiction Film im Fernsehen freute man sich in der Mediensteinzeit der Prä80er schon zwei Wochen vorher. Heute ist das anders, da kann man sich jeden Trailer jederzeit bei youtube ansehen. Ist ne feine Sache, hat auf der anderen Seite aber irgendwie die Magie zerstört. Na ja, die hatte schon vor 25 Jahren der Videorekorder auf dem Gewissen, wenn wir ehrlich sind.
Jetzt schaue ich auf dieses 31 Jahre alte Cover und schaffe es tatsächlich, mich an die besondere Aura zu erinnern, die es damals umgab. Trotz der vertrockneten Tesastreifen, die es kaum noch zusammenhalten können, trotz der Knickstellen und Kratzer. Ja, sie ist noch da. Ein wenig zumindest. Auch wenn ich jetzt darüber schmunzeln muss, dass sie den winzigen und ziemlich schmächtigen Mark Hamill für das Cover zum Conanverschnitt aufgepumpt und die eher moppelige vor 1980 in der Rolle der Leia noch komplett asexuelle Carrie Fisher zum laserpistolen schwingenden Vamp mit 2 Meter langen Beinen gepimpt haben. Diese beiden Gestalten hatten mich kaum interessiert. Nein, das war die Raumschiffflotte und die beiden Roboter im Hintergrund, und natürlich der alles dominierende Darth Vader, der für mich damals die bedrohlichste Gestalt war, die ich je gesehen hatte.
Ich frage mich gerade, wie oft ich diesen Roman dzwischen 1978 und 80 gelesen oder einfach nur durchgeblättert habe. Man sieht ihm jedenfalls an, dass es mal ein Lieblingsbuch, war das ein kleiner Knirps mit leuchtenden Augen wieder und wieder studiert hat, wie eine heilige Schriftrolle. Um ehrlich zu sein, bin ich froh, dass sich mein Geschmack mittlerweile doch sehr verändert hat.
Aber ich denke gern dran zurück an die Zeit, als man noch nicht sofort wusste, wie welche Effekte funktionieren. Die gute alte Zeit eben...

Und wieder eine hinter dem Kopfgeld her...

Der Hotelicopter...

...ist wohl eher nicht das Transportmittel der Zukunft. Mit einer Reisegeschwindigkeit von 230 km/h ist er im Vergleich zum Passagierflugzeug zu langsam. Und ob sich viele Passagiere für die Übernachtung im Riesencopter begeistern, wenn sie unter Termindruck stehen, ist fraglich. Technikfreaks würden ihren Spaß dran haben, aber die allein halten eine Fluglinie nicht am Laufen. Bisher ist der Hotelicopter wohl nur eine Konzeptstudie, mit der jemand Geld zu verdienen hofft. Vermutlich bleibt er genauso auf der Strecke wie der berühmte Cargolifter. Hier gibts mehr Infos...
Ich persönlich hege große Vorbehalte gegen Hubschrauber. Sie stehen in meiner Liste der tödlichsten Flugmaschinen auf Platz 1. Der Grund dafür: Ein Triebwerksausfall und es gibt nichts mehr, was das Ding am Fallen hindert. Flugzeuge haben dann immerhin noch ein zweites Triebwerke. Sie stehen deswegen auch nur auf Platz 2. Luftschiffe sind mit Platz 3 eindeutig bestplaziert. Bei einem Triebwerksausfall geniesst man in ihnen einfach weiter das schöne Flugwetter und wartet, bis irgendwer unten das Seil einhakt. Das Space Shuttle ist übrigens nicht auf der Liste, denn Feuerwerkskörper zählen nicht als Luftfahrzeuge.

Die wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages informiert über Twitter...

Sie sind so süß, wenn sie versuchen, die Welt zu verstehen. Zu dumm, dass es nie klappt.
Zitat: "Als überaus schnelles Medium zur Nachrichtenverbreitung erwies sich Twitter bereits mehrfach im Zusammenhang mit großen Eriegnissen und Katastrophenfällen..."
Ich folgere: Unsere Politiker sollten Twitter lesen. Dann fällt ihnen vielleicht auf, dass wir hier ein paar Probleme haben,die dringend gelöst werden müssen.
Hier geht`s zum PDF File...
(via Netzpolitik)

Hmm, ich bezweifele, dass man als Blogger unbedingt Barcamps besuchen muss...

...aber irgendwie ärgert mich doch, dass ich wieder mal die Gelegenheit verpasst habe, mir ein Bild davon zu machen. Um die Ecke in Essen findet nämlich dieses Wochenende sowas statt. Okay, nächstes Mal. Wär nett, wenn mich wer dran erinnern könnte.Ich hab mich jetzt zumindest mal auf der Seite registriert...

German Bloggers: Nächsten Samstag (4. April) Bloggertreffen in SL...

Beginn so um 20 Uhr. Beim letzten Mal kamen ja doch einige zusammen. Es gibt wie immer Tee, Kaffee und Pizza und jede Menge Klatsch und Tratsch. Seid ihr dabei?

Wenn der kleine Mann mit den Zähnen knirscht...

...kommt dabei auch nix neues raus. Globalisierung sei ja angeblich etwas tolles, versuchen uns nun schon seit Jahren gut genährte Herren in gut sitzenden Anzügen zu erklären. Das und dass es mit der Wirtschaft aufwärts geht. Hat wohl irgendwie doch nicht so geklappt, denn ganz plötzlich ist überall von einer Krise die Rede, Geld verschwindet durch riesige Löcher, und amerikanische Eigenheimbesitzer finden sich in Zeltstädten wieder. Da fällt selbst dem Dümmsten auf, dass wir anscheinend finsteren Zeiten entgegen gehen. Mit großen Schritten. Steffen Vogel überlegt, ob der wachsende Groll gegen die Wirtschaft zu weltweiten Revolutionen führen kann. In diesem Artikel in telepolis...

Die muss natürlich hier rein: Fenrirs Cyberpunk City bei Nacht
















Yeah. Das ist mit Abstand die beste Version. Mehr von Fenrir hier...

"Bitterschlag"-Lesung Sonntag in einer Woche...

Markus Becker und sein Kulturverein "Bitterschlag" haben zur Bloglesung geladen. Bisher dabei: Prospero, Fenrir, Markus selbst und ich. Das ganze findet ab 12 Uhr im Parkhaus Meiderich statt. Ruhrpottblogger, die mitlesen möchten, sollten sich bei Markus melden. Mehr Informationen gibt es auf der "Bitterschlag"-Seite...

Freitag, März 27, 2009

Terraforming...

Science Fiction versteht es vor allem als einen Prozeß, der aus einem lebensfeindlichen Planeten einen erdähnlichen macht. Aber tatsächlich terraformen wir unseren eigenen Planeten schon viel viel länger. Aus wirtschaftlichen Gründen - oder einfach weil wir es können. Eine sehenswerte Bildergalerie auf io9.com...

Donnerstag, März 26, 2009

Menschen, die ihr Geld im Finanzbereich "verdienen"...

...sind derzeit sehr unbeliebt. Wie kommt das nur? Was haben sie falsch gemacht? Wieso empört sich jeder nur so darüber, dass sie sich selbst großzügige Boni auszahlen, nachdem sie die Wirtschaft ins Chaos gestürzt haben? Das ist doch ihr Job. Florian Rötzer glaubt, es könnte ein heißer Sommer für Bänker und Unternehmer werden, nachdem erste Belegschaften ihre Bosse als Geisel genommen haben. Man könnte natürlich auch fragen: Warum erst jetzt?
Mehr zum Thema in Florian Rötzers Artikel in telepolis...

Augmented Reality - So sieht das Nutzerinterface der Zukunft aus...


Gerade stosse ich beim Doktor auf diesen Vortrag von Pattie Maes. Ein kleines Video über ihr Augmented Reality System hatte ich bereits vor ein paar Wochen verlinkt. Das Konzept ist erstaunlich simpel. Am Oberkörper des Users hängt eine Kamera und ein kleiner Beamer, die mit einem Handy verbunden sind. Auf den Fingerspitzen trägt der Anwender farbige Marker. Die kann die Kamerasoftware identifizieren und den Gesten des Nutzers Funktionen zuordnen. Durch den Beamer kann jede beliebige Oberfläche oder auch einfach die Handinnenfläche als Display verwendet werden. Über eine Internetverbindung können Informationen, über das, was der User gerade vor sich sieht eingeholt und direkt vor ihm eingeblendet werden. Beispielsweise darüber, wie umweltfreundlich das Klopapier, das man gerade im Supermarkt in den Händen hält, tatsächlich ist. Die nötige Hardware kostet insgesamt gerade mal 350 US Dollar. Hier gehts zum Video...

Mittwoch, März 25, 2009

Sie können auch ganz anders...

...die fantastischen Vier: Krieger. Brillanter Song...

Eine frühe Vision des "Internets" im Jahr 1939...

..., der Radio-Newspaper Receiver. Die Zeitung sollte mitsamt Bildern per Radiosignal übertragen und dann ausgedruckt werden. So stellte man es sich zumindest vor 70 Jahren in der Maiausgabe von "Popular Science" vor. Mehr dazu hier...

Montag, März 23, 2009

Mit Musik gegen den Lauschangriff...

Lauschangriff-Musik.de ist eine Plattform für überwachungskritische Musikproduktionen. Der Hamburger Rapper Holger Burner erklärt, worum es geht: "„Wenn der Staat der Meinung ist, massenhaft Menschen überwachen zu müssen, heisst das nur, daß offensichtlich massenhaft Menschen Probleme mit diesem Staat haben. Ob sich Leute mit Streiks oder Demos wehren oder ihrer Kreativität jenseits der Konsumkultur freien Lauf lassen wollen - dieser Kontrolle müssen wir uns entziehen, wenn wir noch die Chance haben wollen, etwas zu verändern."
Hier gehts zum Lauschangriff...
(via Netzpolitik.org)

Fenrirs Cyber City bei Nacht...

















Fenrir hat meinen Wunsch in die Tat umgesetzt und eine Nachtversion seiner Cyberpunk Metropole gebaut. Das hätte ich jetzt gern für an die Wand. Mehr davon natürlich beim Fenrir...

Sonntag, März 22, 2009

Mehr vom Dortcon 09

















Absolut großartig. Danke Helgas galaktische Funkbude, oben im Norden. Perfekt, wie ihr meinen "Scheiße, wirklich nur zwei Zuhörer"-Gesichtsausdruck eingefangen habt. Wirklich sehr gelungen. Die Antwort lautet übrigens Luftschiff. Von meiner ersten Million kaufe ich mir ein Luftschiff. Oder vielleicht auch nicht ;-).
Mehr bei Helgas galaktischer Funkbude, wenn sie sich ausgeschlafen haben...

Zurück vom Dortcon09...

















...und an dieser Stelle nochmal schönen Dank für die Einladung. War mal wieder ein großer Spaß, ein Bühnenevent vorzubereiten und durchzuziehen. Mehr als 30 Zuhörer haben sich gestern zu unserer Cyberlive09 Show im großen Kinosaal eingefunden. Nicht schlecht für eine Lesung, die das Label Cyberpunk ganz bewusst nicht vermeidet. Wir wollen mal ehrlich sein: Wer heute wagt, eine Fantastik-Lesung zu machen, in der es nicht um Schwerter, Drachen und Prinzessinen geht, der riskiert den Totalverlust seines Publikums. Ist uns glücklicherweise nicht passiert und wir alle hatten, da sind Frank, Uwe und ich uns einig, unseren Spaß. Kleines Manko: Auf halber Strecke gab Kollege Post Warnsignale. Wir sollten das Lesetempo anziehen. Kein Wunder: Wir hatten für die Lesung in der jetzigen Form rund 60 Minuten vorauskaluliert und die waren einzuhalten, damit Uwe rechtzeitig um 16 Uhr zur Vorstellung seines neuen Romans "Symbiose" erscheinen konnte. Also haben wir ab 15.30 mit zugeschaltetem Nachbrenner gelesen und so tatsächlich noch die Punktlandung geschafft.

Über den gesamten Con zu berichten, käme irgendwie einer Wiederholung gleich. Wer BuCon und Colonia Con besucht, der weiss genau, wer sich auf dem Dortcon tummelt. Und da liegt das Problem über das schon sooooo oft geschrieben wurde: Es fehlt an Nachwuchs. Die alte Garde kommt zusammen, aber neue Gesichter sucht man vergeblich Kein Wunder, der Eintrittspreis wirkt abschreckend auf das junge Publikum, das ein Autor wie Stargast Markus Heitz sogar anlocken könnte. Man sollte überlegen, ob man das Konzept in dieser Richtung nicht etwas verändern könnte. Es fehlen Überschneidungen mit aktuellen Zielgruppen: Videospieler, Comicfans, SF-Modellbauer, Steampunks, Cosplayer und so weiter. Triste Gedanken, während ich mich zwischen Bücherständen umsehe.
Dann in der Abendshow der Lichtblick. Mit dem Science Fiction Poetry Slam haben die Dortcon Macher nicht-szene-typische Kreative angelockt. Und die und Uwe Post rocken jetzt die Bühne. Leider verpasse ich wegen einer Verabredung beim Chinesen - und akutem Hunger, ich gebs zu - die gesamte Show, aber nach den ersten 30 Slamminuten tobt der Saal. Ein Wink des Schicksals? Was da gestern ab 19 Uhr in der Abendshow lief, würde ein viel größeres Publikum anlocken und könnte so manchen fürs geschriebene Wort faszinieren. Sollte vielleicht ein fester Programmpunkt werden, oder? Und einige dieser Slammer sahen auch aus wie typische Heitz-Leser.
Ist natürlich nur sone Idee.
Ich bin übrigens 2011 gern wieder dabei. Lasst von euch hören ;-)
Ach ja, der vegetarische Linseneintopf - für mich allerdings mit Mettwurst gepimpt, so weit kommts noch, dass ich auf Fleisch verzichte - war klasse. Den bitte auch beim nächsten Mal.
(Das Bilder von der Lesung hab ich beim Post geklaut...)

Fenrirs Cyber City entwickelt sich weiter...


















Wie wäre es mit einer alternativen Version bei Dunkelheit? Beleuchtete Fenster, Scheinwerferkegel, farbig angestrahlter Nebel? Mehr davon beim Fenrir...

Samstag, März 21, 2009

Prospero bloggt und twittert live vom Dortcon...

Und zwar genau hier...

Cyberpunk Impressionen...


Tag des Dortcon: Outage09














Einer dieser Samstage, an denen ich es schaffe, das Bett noch vor 8 Uhr zu verlassen. Zur Belohnung gibts einen bildschönen blauen Morgenhimmel über dem Metroplex und den passenden roten Bilderbuchsonnenaufgang hinterm Wäldchen. Das und ein doppelter Espresso ergeben die perfekte Einleitung ins verdiente Wochende. Diesmal eins mit Highlight, denn heute steht der Dortcon auf dem Programm. Uwe, Frank und ich werden etwa ab 13.30 dort sein. Die Lesung geht um 15 Uhr los. Unser Programmpunkt trägt übrigens den vielversprechenden Titel Outage 09. Wir hatten uns das so gedacht: Wir drehen die Sicherung raus und während die Leute im Dunkeln keine Chance haben, zu fliehen, lesen wir ihnen unsere Cyberpunkgedichte vor. Oder so ähnlich.
Mit etwas Glück haben wir sogar freiwilliges Publikum. Wenn nicht machen wir vielleich spontan mal nen Luftgitarrenwettbewerb. Jedenfalls werden wir unseren Spaß haben. Hoffe ein paar von euch dort zu sehen. ;-)
Hier gibts mehr Infos zum Dortcon...

Freitag, März 20, 2009

Der Social Collider...

...veranschaulicht wie sich Themen im Microblogging Netzwerk von Twitter ausbreiten. Postings werden aufgegriffen, zitiert oder Entgegnungen formuliert. Entstehende Diskussionen sind mit physikalischen Resoanzen vergleichbar. Der Social Collider symbolisiert diese Zusammenhänge durch Bilder, wie man sie sonst aus der Analyse von kernphysikalischen Prozessen in Teilchenbeschleunigern kennt. Das Bild oben entsteht, wenn man als Suchbegriff "Killerspiele" eingibt. Hier gehts zum Social Collider...

Der Kaufhof nimmt Killerspiele aus dem Sortiment...

Gerade sehe ich wieder einen dieser Moderatoren im Anzug, wie er mit pflichtgemäß empört bis angewidertem Gesichtsausdruck das Wort Gewaltspiel ausspicht. Laut "Aktueller Stunde" stellt der Kaufhof den Verkauf eben dieser ein. Ja für unsere großen Konzerne steht die Moral immer an erster Stelle. Da reagiert man ungehend wenn man die Welt ein Ideechen besser machen kann. Weg mit dem Ballerschmutz. Die Frage ist nur: Wer geht eigentlich zum Spielekauf in den Kaufhof? Da führt den geneigten Gamer sein Weg doch eher ins Kaufhofs spacigeren Bruder Saturn. Genau, das ist der mit der nackten Cyberschnalle. Ich glaube irgendwie nicht, dass man auch dort die Ballergames aus dem Regal verbannen wird. Wäre auch nicht gerade pfiffig. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, da versucht jemand mal eben schnell für werbewirksame Public Relation zu sorgen.
Und nur noch mal zur Erinnerung: Egoshooter sind grundsätzlich Erwachsenenunterhaltung. In Kinderhänden haben sie nichts zu suchen. Klar landen sie gelegentlich dort. Übrigens wie Alkohol, Zigaretten und Fähnchen auf denen "CDU" steht. Aber die wollte seltsamerweise noch nie jemand verbieten.

Donnerstag, März 19, 2009

Cyberpunk Impressionen





Samstag ist Dortcon...



...und wie schon 2007 gibts auch in diesem Jahr wieder ein Cyberpunk Event. Uwe Post, Frank Hebben und ich werden in unserer gemeinsamen Multimedia-Lesung einen Blick in die ganze nahe Zukunft werfen. Nachdem hier in den letzten Tagen einige Dutzend Mails hin und her rauschten, sind unsere Vorbereitungen fast abgeschlossen. Und das ganz ohne Zickenkrieg. So arbeiten nur echte Profis zusammen. Die Jungs und ich, wir freuen uns drauf. Je mehr Zuhörer, je besser. Wir lesen ab 15 Uhr im großen Kinosaal im Fritz-Henßler-Haus in Dortmund. Mehr Infos hier...

Aliens erforschen die Ruinen der Erde...

...in diesem Kunstprojekt von Kenji Yanobe.
(via io9.com)

Mittwoch, März 18, 2009

Wie man mit einer 56 Dollar Kamera Bilder der Erde aus dem All macht

Ganz einfach: Mit einem Ballon und etwas Elektronik. Einige junge Spanier haben das mit ihrer ganz privaten Weltraummission vorgemacht. Ihre Billigkamera schickte Aufnahmen aus 30 km Höhe zur Erde. Mehr dazu im Telegraph und auf der Flickr-Page des Projektes...

Fenrirs Cyber City...


















...ist genau mein Ding. Wenn ich einen Vorschlag machen darf: Noch etwas mehr Werbung, die Gebäude verfallener, vielleicht noch Fenstertexturen. Nur so `ne Idee...
Hier gibts mehr vom Fenrir...

Montag, März 16, 2009

Nicht die Waffenbesitzer sind das Problem, sondern die Computerspieler...

...weiss unser Bundesinnenminister Schäuble. Und der ist ja bekanntlich hochkompetent, wenn es darum geht, wer wie gefährlich ist. Wir erinnern uns: Im November 2007 war es Schäuble, der die nach dem Amoklauf von Erfurt verschärften Waffengesetze wieder liberalisieren wollte. Macht ja auch Sinn, denn was ein gesetzestreuer Normabürger also Nichtgefährder ist, soll sich auch bewaffen dürfen, um sich vor gefährlichen Individuen zu schützen. Videospielern beispielsweise. Die sind nach einhelliger Einschätzung der Politik das personifizierte Böse und gehören verboten...ähm also die Spiele. Denn virtuelle Waffen, da ist man sich anscheinend ganz sicher, sind viel gefährlicher als reale. Es kann eigentlich nicht verwundern, das diese Einschätzung vor allem aus der konservativen Ecke kommt. Schließlich rekrutiert sich - im wahrsten Sinne des Wortes- deren Wählerstamm doch meistens aus dem Umfeld von Jagdgesellschaften und Schützenvereinen. Mit denen, will man es sich ungern verscherzen, denn die Herrschaften sind nicht nur mit 20 Gewehren sondern auch - viel gefährlicher - mit Stimmzetteln, wenn nicht sogar Parteibüchern bewaffnet. Irgendwas muss man aber verbieten, um dem Bürger so etwas wie geeignete Maßnahmen vorzutäuschen. Da bieten sich Videospiele an. Ganz ohne dabei das Risiko von Wählerverlusten einzugehen, weiss man doch von den Egoshooter-Spielern, dass sie den Urnengang sowieso anlässlich irgendeiner LAN-Party ausfallen lassen werden.
Mehr zum Thema in diesem Artikel von Florian Rötzer in telepolis...

Sonntag, März 15, 2009

Die Vorbereitungen für den Dortcon laufen auf Hochtouren...






















Uwe, Frank und ich haben heute Dutzende von Mails hin und hergeschickt. Anscheinend brauchen wir alle drei den Druck eines unmittelbar bevorstehenden Events. Aber ich glaube, dass sich der Aufwand lohnt. Wir lesen am kommendem Samstag ab 15 Uhr im großen Kinosaal auf dem Dortcon. Freu mich drauf...

Cybavaria wird 1 Jahr alt - und Pink Floyd spielt live...

Na ja, nicht ganz Pink Floyd, aber fast. Genau hier... Das Bild ist leider unvollständig, da die SIM gerade völlig überfüllt ist und alles nur sehr langsam rezzt.

Samstag, März 14, 2009

Markus Becker stellt den Kulturverein Bitterschlag vor...

...genau hier... Zur Erinnerung: Am Sonntag, den 5.April veranstaltet "Bitterschlag" eine Bloglesung im Parkhaus Meiderich.

3SAT: "Quer" über Egoshooter

Moderator Christoph Süß versucht einem Psychologen das politisch korrekte Pauschalurteil über Killerspiele als Ursache von Gewaltbereitschaft zu entlocken. Der lässt sich aber nicht auf Spur bringen und argumentiert, dass auch die Nachrichten selbst genau die Bilder liefern, die die Fantasien von Amokläufern beflügeln. Schließlich fragt Süß, ob nicht der zivilisatorische Verlust von Killerspielen so leicht zu verschmerzen sei, dass man sie mal eben so abschaffen könnte. Nur vorsichtshalber. Tja, die Sache ist die. Erst sind es Spiele, dann Filme und Musik, dann grausige Literatur, ein sozialkritischer Roman beispielsweise, der die Welt so beschreibt, wie sie ist und deswegen viel zu brutal. Und schon regiert die Zensur. Nein, wir können uns keine Verbote leisten.

Liebe Firma...

,...Toshiba. Wenn ich mir einen niegelnagelneuen Laptop für teures Geld kaufe, dann sollte da eines auf gar keinen Fall drauf sein: Werbespam !! Und wenn ihr noch `n Dutzend Ebay- und Amazon Icons auf den Desktop tackert. Ich werde ums Verrecken nicht drauf klicken. Solche Icons werden erbarmungslos gelöscht - womit ihr mir als eurem Kunden, also keinem geringeren als dem König himself, Arbeit macht. Und das will der König nicht, Lakaien. Die beworbenen Konzerne landen übrigens auf meiner persönlichen schwarzen Spammerliste. Bevor ichs vergesse: Kostenlose 30-, 60- oder 120-Tage Testversionen diverser Blödsinnssoftware brauche ich auf meinem kostspieligen Laptop ebenfalls nicht. Sie sind nämlich ganz und gar nicht kostenlos, sondern kosten meine Geduld, meinen Speicherplatz und meine kostbare Zeit, um sie zu entfernen. Ich erklär das mal mit einem einfachen Vergleich: Ist so wie mit einem neuen Auto. Wenn ich mir für 20000 Euro nen Neuwagen gönne, gehe ich davon aus, dass nicht ein Dutzend Werbeaufkleber auf der Windschutzscheibe bappen. Also Toshibas. Wenn....nein, besser, falls ich meinen nächsten Laptop bei euch kaufe, sollte da nicht ein Fitzelchen Spam drauf sein. Habe ich mich klar ausgedrückt?

..Zukunftsvisionen...

...auf den Covern alter sowjetischer Technikmagazine. Von amerikanischen kaum zu unterscheiden. Mal vom roten Stern abgesehen. Aber der einnert mich immer irgendwie an Coca Cola. Mehr davon hier...

Freitag, März 13, 2009

Neue Maschine...
















Ich hab schon länger mit dem Gedanken gespielt: Ein Laptop muss her. Nichts gegen meinen EEE, da lasse ich nix drauf kommen. Aber für längere Texte ist er wegen der sehr kleinen Tastatur nicht geeignet. Nun hat der tragische Tod meines PC eine schnelle Entscheidung forciert. Gerade blogge ich von meinem neuen Toshiba Satellite. Viele wichtige Programme sind schon installiert, der Rest kommt morgen dazu. Und gerade spiele ich noch ein bißchen mit den Features. Eine eingebaute Wedcam hat der EEE natürlich auch. Ich wollte nur mal meinen aktuellen Gemütszustand im Bild festhalten. Wer den nicht deuten kann: Es ist Wochenende, gleich gehe ich chinesisch essen und später darf ich mit meinem nagelneuen Computer herumspielen. Was will Mann mehr? Ich kenne übrigens zwei kleine, ziemlich coole Kerle, die jetzt gerne mitspielen würden. Schöne Grüße Moritz und Yannic.

Donnerstag, März 12, 2009

Der irakische Journalist Muntather al Zaidi...

...wurde wegen seiner "Schuhattacke" auf den damaligen amerikanischen Präsidenten nun von einem irakischen Gericht zu drei Jahren Haft verurteilt. Drei Jahre Haft also für das Werfen von Schuhen? Müssen verägerte Frauen, die im Verlauf eines Streits ihre Latschen gern mal in Richtung von Freund oder Gatten schleudern, nun mit empfindlichen Haftstrafen rechnen? Um ehrlich zu sein: Wenn mehr unzfriedene Menschen einfach mal mit Schuhen schmeissen würden, statt gleich eine Knarre zu ziehen oder Bomben zu werfen, dann wäre mir dieser Planet gleich viel sympathischer.
Mehr zum Thema hier...

Kleiner Nachtrag zum einäugigen Dokumetarfilmer Eyeborg...

...hier geht`s zu seinem Weblog...

Robot-Gärtner...

Wenn ich etwas hasse, dann ist es Gartenarbeit. Ein lästiges und sowieso überflüssiges Übel, das man, wenn man schon meint, es müsse sein, doch getrost Maschinen Überlassen könnte. Wissenschaftler am MIT haben Tomatensträucher mit Feuchtigkeitssensoren bestückt. Gepflegt werden sie von Robotern, die sie mit Wasser versorgen und sogar Tomaten pflücken können. Wäre auch was für meine Grünpflanzen. Mehr zum Thema hier...

Bevor ich den endgültig vergesse: Geeks sind sexy, Nerds sind es nicht...

Mir egal. I`m the sexiest Nerd/Geek alive.
Hier gehts zum Artikel in telepolis...

Irgendwie amüsant, wenn Politiker eine "Kultur des Hinsehens" fordern...

Eine solche Forderung gerade von Menschen, die es perfekt beherrschen, die Augen vor dem Offensichtlichen zu verschließen...

Stimme kaputt, PC kaputt...

Mich hats doppelt erwischt. Schon Montag hatte ich mit einer Erkältung gekämpft und mich krank gemeldet. Dienstag bin ich natürlich wieder hin, mit einem Hals-Nasen-Rachenraum, der sich anfühlte wie mit der Käsereibe bearbeitet. Die Stimme klang entsprechend. Aber nur bis zur sechsten Stunde. Danach klang sie eigentlich gar nicht mehr. Nachdem ich den Restdienstag zwecks Erholung schweigend verbrachte, bin ich - engagiert wie ich nun mal bin - gestern wieder hin. Diesmal kam der Stimmverlust noch schneller, so dass ich ab der ersten Stunde sogar das "Guten Morgen" an die Tafel schreiben musste. Helden kämpfen trotzdem bis zur siebten Stunde. Aber nicht heute. Da gönne ich meiner Stimme eine Pause. Dem PC auch.
Der ist nämlich gestern Abend endgültig abgeschmiert und begnügt sich jetzt damit in einer Endlosschleife immer wieder bis zu einem gewissen Punkt hochzfahren und dann neuzustarten. Erwischt hats ihn bei einem Virusscan, den ich als Sofortmaßnahme nach einem ziemlich fiesen Angriff aus dem Netz gestartet hatte. Irgend ein fixes Progrämmchen hat es tatsächlich geschafft, während ich mit dem Firefrox surfte, den Internet Explorer aufzurufen und dann die interne Firewall und den Virusscanner abzuschalten. Über so viel Effizienz konnte ich dann doch nur staunen. Übrigens der erste Virenbefall, den ich mir seit Jahren eingefangen habe. Ich bezweifele aber, dass der Virus für die Beschädigung des PC verantwortlich ist. Das System hatte schon vorher einen Schlag weg und der Scan selbst könnte ihm den Rest gegeben haben. Möglicherweise aufgrund eines Schadens an der Platte. Nun sitze ich vor dem EEE und blogge mit meinen Pranken auf der Spielzeugtastatur, bei heißem Kakao und leicht zu schluckendem Joghurt. Na ja, könnte schlimmer sein...

Mittwoch, März 11, 2009

Und was werden unsere Politiker nun tun?

Nein, mir ist nicht wohl dabei, hier über die aktuellen Ereignisse in Winnenden zu bloggen. Beileibe kein Thema für flapsige Bemerkungen, zynische Kommentare. Auf der anderen Seite fühle ich mich durch meinen Beruf persönlich betroffen und wohl auch deswegen habe ich das Bedürfnis, darüber zu schreiben, was mir angesichts der Ereignisse durch den Kopf geht. Gedanken, die sich an euch richten, liebe Politiker.
Es gibt vieles, was ihr tun könntet, um solche Katastrophen in Zukunft abzuwenden.
Vorrangig - ganz egal wie schwer es zu realisieren ist - muss endlich eines geschehen: Sorgt dafür, dass unsere Jugendlichen eine Perspektive haben, dass sie nicht länger glauben müssen, dass nach der quälenden langweiligen Schulzeit – so empfinden es nun mal manche – als einzige Belohnung Hartz IV auf sie wartet.
Setzt Schüler in einer schwierig gewordenen Welt nicht noch zusätzlich unter Druck, in dem ihr sie zwingt, noch schneller zu lernen, statt ihnen ein bisschen Zeit zu lassen, sich über sich selbst bewusst zu werden. Ihre Schwächen und Stärken in Ruhe auszuloten und dabei die Schulzeit vielleicht sogar als etwas Gutes zu begreifen.
Pfercht Schüler nicht in immer größer werdenden Gruppen zusammen und gebt den Lehrern damit die Chance, das zu tun, was ihr so gern lautstark von ihnen fordert: Nämlich auf jeden der Jugendlichen einzugehen, ihn individuell zu fördern oder seine persönlichen Probleme zu erkennen.
Stellt genug Lehrer ein, damit die mit kleineren Schülergruppen arbeiten können und so die Möglichkeit erhalten, ihre Schüler besser kennen zu lernen. Wahrzunehmen, dass sich im Kopf dieses stillen Jungen da hinten, oder dieses zurückhaltenden Mädchens dort drüben etwas zusammenbraut.
Wenn Lehrer dann Rat und Hilfe suchen, dann antwortet nicht mit einem Schulterzucken, sondern reagiert. Installiert Psychologen und Sozialarbeiter in den Schulen und investiert in unser eigentlich wichtigstes Kapital: Den Nachwuchs.
Und vielleicht wäre es mal an der Zeit, dafür zu sorgen, dass nicht jede Knalltüte ganze Waffenarsenale bei sich horten kann.
Ich weiß allerdings, was ihr tatsächlich tun werdet: Über die Gefährlichkeit irgendwelcher elektronischer Medien lamentieren, sie zur Ursache aller Gewalt erklären, Zensurmaßnahmen fordern, das eine oder andere verbieten, das ohnehin längst verboten ist. Natürlich. Denn diese „schnellen Maßnahmen“ gefallen dem Stammtischparolenschwinger und damit auch dem Wähler und sie sind – und das ist das wichtigste – so angenehm billig. Denn alles was wirklich helfen würde, wäre doch viel zu teuer, nicht wahr?

Kamera statt Auge

Rob Spence hat nur ein Auge, aber er ist nicht einäugig. Der Dokumentarfilmer aus Kanada interessiert sich dafür, wie gelassen wir tatsächlich mit einer Realität werdenden allgegenwärtigen Überwachung umgehen können. Deswegen plant er ein außergewöhnliches soziologisches Experiment. Statt des gewöhnlichen Glasauges will er in nächster Zeit ein Kameraauge tragen. Nicht um geheime Aufnahmen zu machen. Spence interessiert vielmehr, wie Menschen, die wissen, dass er sie mit seinem Kameraauge filmt, mit dieser Tatsache umgehen. Werden sie sich vor ihm fürchten, sich zurückziehen, oder werden sie die Überwachungspptik in Spence Auge mit derselben Gleichmütigkeit hinnehmen, wie die Kameras in unseren Städten? Einige Freunde und Bekannte haben Spence bereits angedroht, sich nicht mehr mit ihm zu treffen. Doch diese Reaktion scheint das Experiment für den Kanadier nur noch interessanter zu machen. Datenschützer zeigten sich ebenfalls wenig begeistert über Spence Projekt. Der Kanadier will seine Erkenntnisse später zu einem Dokumtarfilm zusammenfassen. Die Kamera wurde übrigens ursprünglich für Darmspiegelungen entwickelt. Die Idee hat sich sich Rob Spence ausgerechnet beim "6 Millionen Dollar Mann" abgeschaut.
Mehr zum Thema hier...

Sonntag, März 08, 2009

Damals am See...






















...ja, es ist genau der See. Irgendwie war mir das Bild damals gar nicht so auf aufgefallen. Ist seltsam in Erinnerungen zu wühlen...

Live Blog Lesung in Second Life...
















June Brenner, einer der wenigen bloggenden Second Life Bewohner liest aus ihrem Weblog. Und zwar genau hier...
Sie behauptet übrigens, sie würde nackt lesen. Nützt ja nix, sieht ja keiner.

Project 38 or the Game of small Causes...












Bis zum Cyberpunk Event am 21. März sind es noch ein paar Tage. Aber wer des englischen mächtig ist, kann sich ja nochmal ganz in Ruhe meine Lesung der Story "Project 38" aus der Sammlung "The Black Mirror anhören". Gibts hier...

Der eigentliche Sinn von Facebook...

Blogger trifft Psychologin...

So eine Aufeinandertreffen in all seiner unreflektierten Plattheit kann es natürlich nur im Frühstücksfernsehen geben. Soeben diskutiert man vor einem Publikum, das sich zu etwa 70% aus fernsehsüchtigen Senioren rekrutiert, pflichtbewusst und mit aller gebotenen Betroffenheit über die Gefahren der Internetsucht. Der Blogger ist natürlich Sascha Lobo - womit sich einmal mehr bestätigt, dass 60% aller deutschen Blogger Sascha Lobo sind, die restlichen 40 Mario Sixtus, oder umegekehrt? - die Psychologin ist... na ja, ne Psychotante eben. Lobo erklärt gerade, warum er, obwohl bis zu 12 Stunden am Tag online, nicht onlinesüchtig sei und argumentiert mit einem simplen Vergleich: Die meisten Menschen würden länger als 12 Stunden am Tag Schuhe tragen und müssten demnach schuhsüchtig sein. Darauf fallen nicht mal die Moderatoren-Kleiderständer rein, akzeptieren aber Lobos Argument, dass das Netz nun mal Teil seines Berufes sei. Was wären denn aber nun die Anzeichen einer echten Sucht, wollen sie von der Psychotante wissen. Ein Symptom für eine Sucht, erläutert die , sei zum Beispiel wenn notwendige alltägliche Verrichtungten wie Körperpflege, der Gang zur Arbeit oder soziale Kontakte unterlassen würden, um online sein zu können. Eine Erklärung, die mir die Augen öffnet: Ich bin ganz offensichtlich arbeitssüchtig! Denn um morgens zur Arbeit gehen zu können, verzichte ich auf notwendigen Schlaf, auf die Möglichkeit in Ruhe zu frühstücken, nehme mir nicht genug Zeit für eine Kopfmassage nach der Haarwäsche und versäume es schon seit Jahren, soziale Kontakte beim gemeinsamen Brunch mit Freunden zu pflegen. Ich werde gleich morgen zum Arzt gehen. Der soll mich erstmal 6 Monate auf Entzug setzen...

Ein Video über Insilico...


...die Cyberpunk Megalopolis in SecondLife...

Meine individuellen Rechte...








...sind mir heilig. Unsere Politiker sehen das derzeit etwas anders und fantasieren Schreckgespenster herbei, die der Legitimation radikaler Eingriffe in unsere Privatsphäre, der Beschneidung unserer Persönlichkeitsrechte dienen sollen. Das ist inakzeptabel. Es wird Zeit auf demokratischen Grundrechten zu bestehen. Eine Forderung, die man durch Setzen des Individual-I Symbols auf der eigenen Website deutlich machen kann. Das Individual-I steh für:
  • Informationelle Selbstbestimmung
  • Individualsphäre
  • Anonymität
  • Datenschutz
  • Schutz vor Überwachung
  • Meinungs- und Bewegungsfreiheit
  • Informationsfreiheit
  • Das Recht auf politische Transparenz
Grundsätze, die für eine moderne, weltoffene und kosmopolitsche Gesellschaft von fundamentaler Bedeutung sind. Die Einschränkung auch nur eines dieser Rechte stellt eine Gefahr für die Demokratie dar.
Die Idee für das Inidivual-I Symbol stammt vom Bruce Schneier. Es steht weder für eine Organisation, noch für eine Partei oder irgendeine andere Gruppierung und unterliegt keinem Copyright. Das Individual-I symbolisiert die Rechte des Individuums. Es stellt ein Bekenntnis zum Anspruch auf persönliche Freiheit dar.
Und darauf kann man ja eigentlich gar nicht vehement genug bestehen.
Hier gehts zur Individual-I Website...

Samstag, März 07, 2009

Warum die Aliens uns meiden...















..., erklärt uns Fenrir. Anscheinend ist da beim letzten Mal etwas schief gelaufen.

Cyberpunk Locations in SL...












































Dieser Tanker ist ein Club. Simpel aber genial. Zu finden hier...

Der Dortcon 2009 kommt näher...






















...und Uwe, Frank und ich sind schwer beschäftigt mit den Vorbereitungen. Nur soviel: Wir haben uns was besonderes ausgedacht. Unsere Lesung "CyberLive09 - Outage" beginnt um 15 Uhr im Kinosaal. Der Dortcon findet am 21. und 22. März im Fritz-Henßler-Haus statt.

Lass das Licht aus ET: Kepler ist gestartet...

Das neue Weltraumteleskop soll in den nächsten drei Jahren rund 100000 Sterne auf Planeten hin untersuchen, die etwa erdgroß sind und sich in einer vergleichbaren Umlaufbahn wie die Erde bewegen. Kepler registriert die winzigen Helligkeitsschwankungen, die entstehen, sobald Planeten bei ihrem Umlauf um eine Sonne, einen kleinen Teilbereich der Sternoberfläche abdecken. Von der Erde aus wären solche Messungen so gut wie ausgeschlossen. Die Suche konzentriert sich auf den Himmelsbereich um die Sternbilder Schwan und Leier herum. Erste Bilder von Aliens wird das Weltraumteleskop nicht liefern, aber wir werden erfahren, mit welcher Häufigkeit erdähnliche Planeten im Universum vorkommen. Ich schätze mit einer ziemlich großen. Aber der liebe Gott wird sie nicht alle am selben Tag vor 6000 Jahren gemacht haben ;-). Wäre einfach zuviel Arbeit gewesen.
Mehr zum Thema hier...

Donnerstag, März 05, 2009

Ground Zero in Herne

Schon mal drüber nachgedacht, wie es wäre, wenn in der eigenen Heimatstadt eine Atombombe einschlägt? Vielleicht nur'n putziger kleiner Little Boy mit schlappen 15 Kilotonnen Sprengkraft, oder doch eher ne kernige Tsar mit 50 Megatonnen, oder gleich ein Asteroid mit geballter kosmischer Power? Mal abgesehen von den positiven Nebeneffekten wie frei werdenden Parkplätzen, jeder Menge günstigem Bauland und Entspannung am Arbeitsmarkt, soll es ja angeblich auch Nachteile geben. Mit "Ground Zero" einem Funtool für nerdige Defätisten und Schwarzhumoristen auf Basis von google earth kann man herausfinden, ob man in seiner Wohung mit einem leichten Sonnenbrand davon kommt, nur ein bißchen knusprig wird, in den ersten 24 Stunden nach dem Einschlag endgültig das Atmen einstellt, oder direkt in der nullten Sekunde verdampft. Soviel kann ich schon mal sagen: Ab 21 Kilotonnen siehts für Herne nicht mehr rosig aus.
Den eigenen Wohnort kann man hier testen...
(via Riesenmaschine)

Mittwoch, März 04, 2009

Beinahe hätte ich ihn übersehen...















Fenrirs neuster Bot. Born to be a-life. Mehr von ihm hier...

Lesung am 5. April anlässlich der Gründung des kulturellen Vereins "Bitterschlag"...

Markus "Flusskiesel" Becker hat gestern angefragt, ob ich Lust hätte, ein paar kurze Texte aus meinem Blog zu lesen. Klar hab ich. Wer schon immer mal wissen wollte, wie "Kueperpunk" live klingt, wirds beim "Bitterschlag" Event herausfinden können. Aber ich bin natürlich nicht der einzige. Ab 13 Uhr werden im Parkhaus Meiderich diverse Ruhrpottschreiber, Kneipenliteraten und Blogger Auszüge aus ihren Werken und Texten vorstellen. Vorher gibts einen Brunch und danach die Gelegenheit zum Austausch mit den Autoren. Wer mitmachen will, sollte sich beim Flusskiesel melden.

Dienstag, März 03, 2009

Elf moderne Technologien, die viel früher erfunden wurden, als man glaubt....

Darunter der tragbare Musicplayer von Kane Kramer und James Campbell. Den präsentierten die Erfinder schon 1979 einigen Investoren. Das Sensationelle: Songs wurden in dem Gerät auf einem kleinen Chip gespeichert und in exzellenter Qualität wiedergegeben. Mit einem kleinen Haken allerdings. Denn die Speicherkapazität reichte gerade mal für dreieinhalb Minuten Musikgenuss. Nicht unbedingt die optimale Lösung für lange Bahnfahrten oder Flugreisen und so erinnert sich heute kaum noch jemand an Kramers und Campbells quasi prähistorischen IPod-Vorläufer. Mehr solcher Erfindungen, die ihrer Zeit - und den technischen Möglichkeiten - voraus waren, an dieser Stelle...

Montag, März 02, 2009

Virtual Arts Initiative....

Die Website der Künstler auf Caerleon Isle. Zentrale Idee des Projektes: Wie lassen sich virtuelle Welten wie Second Life für neue Kunstformen nutzen. Bisher haben sich der Gruppe Maler, Grafiker, Bildhauer, Filmemacher und Autoren angeschlossen. Einer von letzteren bin ich...

Das Schweigen des Burks...

Burkhard hat sicher seine Gründe und es werden nachvollziehbare sein, trotzdem bedauere ich, dass er sein Blog nun seit fast einem Monat nicht mehr aktualisiert hat. Es fehlt in der deutschen Blogosphäre und es wäre sehr wünschenswert, wenn der Kollege bald mit einem wahren Feuerwerk seiner giftigen Blogposts eine triumphale Rückkehr feiert. Hau in die Tasten Burks !
Hier gehts zu seinem Blog...

Sonntag, März 01, 2009

Gerade traumatisiert mich die Idee einer "Öffentlich rechtlichen Internetanstalt"...

Man stelle sich die ins Internetzeitalter transportierte Behäbigkeit der Öffentlich Rechtlichen vor und den GEZ Mann, wie er dreimal klingelt um die Gebühr für ein Internet einzutreiben, das auf die Dynamik einer Lokalsausgabe der "Aktuellen Stunde" heruntergebremst wurde. Wenn die Regulatoren von anno dazumal ihre alten Maßstäbe aufs Web 2.0 anwenden, bliebe davon so wenig übrig, dass es sich nicht mehr lohnen würde, den Laptop aufzuklappen und man statt dessen lieber gleich den alten Schwarzweiss Fernseher aus der Garage holt. Wahrscheinlich würde dann statt SecondLife auch noch die jugendfreie und hochgradig komatöse virtuelle Lindenstrasse drohen. Wie gut, dass niemand die Idee vom Öffentlich Rechtlichen Internet wirklich ernst nimmt. Oder etwa doch?
Mehr zum Thema hier...

Teil 2 des Gespräches mit Andreas Rosenfelder über "Digitale Paradiese"...

...genau hier in telepolis...

Cyberpunk Art...

Exzellente Cyberpunk Kunst von Stefan Morrell. Mehr von ihm hier...