Das letzte Jahr war kein schlechtes, eher ganz im Gegenteil. Es hatte einige ziemlich gute Momente zu bieten. Um sich daran zu erinnern, bietet sich der Jahreswechsel an. Wie schon Ferris Bueller empfahl - ja, der aus „Ferris macht blau“: Man sollte ab und zu stehen bleiben und sich mal umschauen. Und warum das nicht bloggend tun?
Einer dieser guten Momente ist die Lesung der amerikanischen Übersetzung meiner Story „Projekt 38“ in SecondLife am 18. Januar. Auf Gary Zabels SIM „New Caerleon“ habe ich die Gelegenheit meine Geschichte quasi als Bühnenstück zu inszenieren. In dieser Form hat es so was in SecondLife wahrscheinlich noch nicht oft gegeben und nicht nur die Lesung auch die Vorbereitung dafür ist ein ziemlicher Spaß.
Am 22. März lesen Frank Hebben, Uwe Post und ich unsere eigens dafür geschriebene Story „Outage“ auf dem Dortcon. Es wird eine dynamische, ziemlich glatt laufende und sehr spaßige Lesung, nur zum Ende hin etwas hektisch, weil wir auf jeden Fall vor Uwes nächstem Programmpunkt fertig sein müssen. Der Dortcon erweist sich mal wieder als ein Jahreshighlight – und auch der hauseigene Linseneintopf kann überzeugen ;-).
Flusskiesels und Gattins neu gegründeter Kulturverein „Bitterschlag“ ruft am 5 März zu einer Lesung. Belohnt mit opulentem italienischem Buffet, lesen diverse Bloggerkollegen Auszüge aus ihren Blogs oder Büchern. Flusskiesel hat trickreich für Publikum gesorgt, in dem er eine Familienfeier gleichzeitig zum Literaturevent macht. Ideen muss man haben.
Der Mai leitet eine sehr intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Brennenden Buchstaben ein. Am 3. Mai tragen June Brenner und ich im virtuellen Saarland gemeinsam Texte aus unseren Blogs vor. Für mich damals die erste Bloglesung dieser Art in SecondLife, aber ein erstaunlich erfolgreiches Experiment. Es gibt tatsächlich ein Publikum dafür.
Gern erinnere ich mich auch an das zehnte Duisburger Bloggertreffen an einem sehr windigen 31. Mai, an dem uns beinahe das Essen vom Teller gepustet wird. Gemeinsam mit den Bloggerkollegen Flusskiesel, Prospero und Fenrir verbringen wir einen Nachmittag, der weniger der Diskussion als der Völlerei gewidmet ist. Gerne bald wieder.
Am 7.Juni lesen Krimiautorin Bettina von Kossel und ich gemeinsam auf der virtuellen Burgruine von Saarlouis. Zauselina Rieko von den „Brennenden Buchstaben“ hat die Thriller Lesung organisiert. Kaum zu glauben, aber das SecondLife Publikum nimmt sich auch gern Zeit für längere Texte. Hatte ich ihm gar nicht zugetraut.
Dieser Juni bringt außer den ersehnten Sommerferien noch etwas: Nach sechs gemeinsamen Jahren gilt es Abschied von den Schülern meiner Klasse zu nehmen. Wahrscheinlich ist der Schreiber Küper immer irgendwie mit dabei, wenn der Lehrer Küper agiert. Auf jeden Fall habe ich meinen Leuten zum Abschied eine Rede gewidmet und schaffe es irgendwie auch, die zu halten, ohne dass mir das Wasser in die Augen schießt. Wahrscheinlich ist es mir noch nie so schwer gefallen, etwas vor Publikum vorzutragen. Bei ihrer eigenen Party später am Abend machen es mir die Kids beim endgültigen Abschied aber nicht ganz so leicht.
Der Juli dieses Jahres bringt manchmal abenteuerliche Fototouren mit Bloggerkollege Fenrir. Besonders grandios: Eine Sonnenuntergangssession auf der Halde Hoheward am 14. Juli, die zum echten Aha-Erlebnis gerät. Nur die erste einer ganzen Reihe von Exkursionen, die wir in den nächsten Monaten unternehmen.
Für den 19.Juli kann ich Flusskiesel für eine gemeinsame Bloglesung in SecondLife gewinnen. Als „Monsters of Blog“ tragen wir gemeinsam Auszüge aus unseren Online-Tagebüchern vor. Sollten wir bald wieder tun, Flusskiesel.
Am 25. Juli beginnt mein Kurzurlaub in Berlin. Fünf grandiose Tage, die ich mit relaxen und fotografieren verbringe. Dabei entstehen tonnenweise Aufnahmen von Graffitis. Und man verbringt mit einer amerikanischen Freundin aus SecondLife, mit der ich in SL das Science Fiction Museum gebaut habe, tolle Abende in der Skybar des Hotel Andel – immerhin im 14. Stock und damit für mich kleiner Höhenrekord.
Der August bedeutet in diesem Jahr vor allem das gefühlte vorzeitige Ende der Sommerferien. Klar, sie waren 6 Wochen lang, aber wie immer deutlich zu kurz und im internationalen Längenvergleich ohnehin ein Armutszeugnis. Tröstlich ist eine beruflich bedingte Reise an den Gardasee. Nicht unbedingt mein persönliches Lieblingsurlaubsziel. Zu warm, zu viele Touristen, mehr was für Wasserratten. Privat zieht mich da nichts hin.
Da kann ich mich eher für die zahlreichen Fotosessions im Landschaftspark Nord oder auf diversen Ruhrpotthalden begeistern. Der August bleibt in diesem Jahr nicht ungenutzt. Und mancher Tag beginnt schon um 4 Uhr morgens, nur um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen.
Am 12. September findet in Enschede das Gogbot Festival statt. Im letzten Jahr dem Steampunk gewidmet, diesmal unter dem Motto Atompunk. Die Anfahrt lohnt sich, denn die Holländer wissen, wie man ein Kunstevent auf die Beine stellt, das sogar ein alter Kunstmuffel wie ich spannend findet. Bruce Sterling treibt sich auch da rum und kehrt beinahe im selben griechischen Restaurant ein wie wir. Mein Artikel übers Gogbot erscheint wenige Tage später in telepolis.
An den 27. September denke ich weniger gern zurück. Die Schwarz-Gelbe Pest schließt Deutschland in ihre eisigen Krallen und setzt einen Würgegriff an, der sich gern als Aufschwung tarnen möchte. SPD wie konntest du das zulassen?
Der 14. Oktober bringt für mich eine kleine Veränderung: Ich nulle. In den Monaten davor habe ich oft über eine Art Geburtstagscon mit Lesungen nachgedacht, eine Idee, die mir sehr gefällt. Aber wen lädt man ein, wo findet das ganze statt und lassen sich wirklich all die unterschiedlichen Freunde und Bekannten unter einen Hut bringen? Ich bezweifele es, verwerfe die Idee und feiere stattdessen am Morgen des 14. Oktober oben auf der Tetraederhalde, begleitet von Fenrir, mit dem ich oben eine Flasche Champus köpfe. Das meiste davon landet übrigens in der Botanik, wir können uns beide nicht für die Brause begeistern. Das Bild des Tetraeders, das ich an diesem Morgen mache, schafft es auf die Startseite der View Fotocommunity und wird Hintergrundbild auf meinem IPhone.
Wenige Tage später ziehe ich es endlich durch: Den Jahre lang beabsichtigten aber stets dann doch aufs nächste Jahr verschobenen Besuch auf der Frankfurter Buchmesse. Viel Gedränge, viel Geschiebe, zwischen vielen Prominenten – ach ja und Bücher gibt es auch. Alles sehenswert, aber man ist auch froh, wenn man es sich danach im Restaurant gemütlich machen kann. Dieser gemütliche Teil des Frankfurter Wochenendes ist dann auch das eigentliche Highlight und wenn man so will meine Geburtstagsparty.
Am 31, Oktober lese ich als Zombie gemeinsam mit Kirsten Riehl, Frank Sorge und Rael Wissdorf auf einem Halloween Event in SecondLife, das Violetta Miles organisiert hat. In diesem Jahr wohl die beste Lesung mit einem tollen Publikum, das eifrig Trinkgelder an die Autoren zahlt. An diesem Abend ergibt sich auch die nächste gemeinsame Lesung mit Rael Wissdorf und Ingrid Schmitz am 29. November im virtuellen Leipzig – ein witziger Zufall, denn im echten Leipzig durfte ich 2008 auch schon mal lesen.
Wir beenden die Lesungssaison am 12. Dezember mit einer kleinen Gemeinschaftslesung von Zauselina und mir im Cafe Arabica.
Natürlich habe ich nicht alles erwähnt, was mein Jahr 2009 machte. Es gehört auch nicht alles hierher :-). Aber mit einem ähnlich verlaufenden 2010 könnte ich mich anfreunden.
Daumen drücken.
Einer dieser guten Momente ist die Lesung der amerikanischen Übersetzung meiner Story „Projekt 38“ in SecondLife am 18. Januar. Auf Gary Zabels SIM „New Caerleon“ habe ich die Gelegenheit meine Geschichte quasi als Bühnenstück zu inszenieren. In dieser Form hat es so was in SecondLife wahrscheinlich noch nicht oft gegeben und nicht nur die Lesung auch die Vorbereitung dafür ist ein ziemlicher Spaß.
Am 22. März lesen Frank Hebben, Uwe Post und ich unsere eigens dafür geschriebene Story „Outage“ auf dem Dortcon. Es wird eine dynamische, ziemlich glatt laufende und sehr spaßige Lesung, nur zum Ende hin etwas hektisch, weil wir auf jeden Fall vor Uwes nächstem Programmpunkt fertig sein müssen. Der Dortcon erweist sich mal wieder als ein Jahreshighlight – und auch der hauseigene Linseneintopf kann überzeugen ;-).
Flusskiesels und Gattins neu gegründeter Kulturverein „Bitterschlag“ ruft am 5 März zu einer Lesung. Belohnt mit opulentem italienischem Buffet, lesen diverse Bloggerkollegen Auszüge aus ihren Blogs oder Büchern. Flusskiesel hat trickreich für Publikum gesorgt, in dem er eine Familienfeier gleichzeitig zum Literaturevent macht. Ideen muss man haben.
Der Mai leitet eine sehr intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Brennenden Buchstaben ein. Am 3. Mai tragen June Brenner und ich im virtuellen Saarland gemeinsam Texte aus unseren Blogs vor. Für mich damals die erste Bloglesung dieser Art in SecondLife, aber ein erstaunlich erfolgreiches Experiment. Es gibt tatsächlich ein Publikum dafür.
Gern erinnere ich mich auch an das zehnte Duisburger Bloggertreffen an einem sehr windigen 31. Mai, an dem uns beinahe das Essen vom Teller gepustet wird. Gemeinsam mit den Bloggerkollegen Flusskiesel, Prospero und Fenrir verbringen wir einen Nachmittag, der weniger der Diskussion als der Völlerei gewidmet ist. Gerne bald wieder.
Am 7.Juni lesen Krimiautorin Bettina von Kossel und ich gemeinsam auf der virtuellen Burgruine von Saarlouis. Zauselina Rieko von den „Brennenden Buchstaben“ hat die Thriller Lesung organisiert. Kaum zu glauben, aber das SecondLife Publikum nimmt sich auch gern Zeit für längere Texte. Hatte ich ihm gar nicht zugetraut.
Dieser Juni bringt außer den ersehnten Sommerferien noch etwas: Nach sechs gemeinsamen Jahren gilt es Abschied von den Schülern meiner Klasse zu nehmen. Wahrscheinlich ist der Schreiber Küper immer irgendwie mit dabei, wenn der Lehrer Küper agiert. Auf jeden Fall habe ich meinen Leuten zum Abschied eine Rede gewidmet und schaffe es irgendwie auch, die zu halten, ohne dass mir das Wasser in die Augen schießt. Wahrscheinlich ist es mir noch nie so schwer gefallen, etwas vor Publikum vorzutragen. Bei ihrer eigenen Party später am Abend machen es mir die Kids beim endgültigen Abschied aber nicht ganz so leicht.
Der Juli dieses Jahres bringt manchmal abenteuerliche Fototouren mit Bloggerkollege Fenrir. Besonders grandios: Eine Sonnenuntergangssession auf der Halde Hoheward am 14. Juli, die zum echten Aha-Erlebnis gerät. Nur die erste einer ganzen Reihe von Exkursionen, die wir in den nächsten Monaten unternehmen.
Für den 19.Juli kann ich Flusskiesel für eine gemeinsame Bloglesung in SecondLife gewinnen. Als „Monsters of Blog“ tragen wir gemeinsam Auszüge aus unseren Online-Tagebüchern vor. Sollten wir bald wieder tun, Flusskiesel.
Am 25. Juli beginnt mein Kurzurlaub in Berlin. Fünf grandiose Tage, die ich mit relaxen und fotografieren verbringe. Dabei entstehen tonnenweise Aufnahmen von Graffitis. Und man verbringt mit einer amerikanischen Freundin aus SecondLife, mit der ich in SL das Science Fiction Museum gebaut habe, tolle Abende in der Skybar des Hotel Andel – immerhin im 14. Stock und damit für mich kleiner Höhenrekord.
Der August bedeutet in diesem Jahr vor allem das gefühlte vorzeitige Ende der Sommerferien. Klar, sie waren 6 Wochen lang, aber wie immer deutlich zu kurz und im internationalen Längenvergleich ohnehin ein Armutszeugnis. Tröstlich ist eine beruflich bedingte Reise an den Gardasee. Nicht unbedingt mein persönliches Lieblingsurlaubsziel. Zu warm, zu viele Touristen, mehr was für Wasserratten. Privat zieht mich da nichts hin.
Da kann ich mich eher für die zahlreichen Fotosessions im Landschaftspark Nord oder auf diversen Ruhrpotthalden begeistern. Der August bleibt in diesem Jahr nicht ungenutzt. Und mancher Tag beginnt schon um 4 Uhr morgens, nur um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen.
Am 12. September findet in Enschede das Gogbot Festival statt. Im letzten Jahr dem Steampunk gewidmet, diesmal unter dem Motto Atompunk. Die Anfahrt lohnt sich, denn die Holländer wissen, wie man ein Kunstevent auf die Beine stellt, das sogar ein alter Kunstmuffel wie ich spannend findet. Bruce Sterling treibt sich auch da rum und kehrt beinahe im selben griechischen Restaurant ein wie wir. Mein Artikel übers Gogbot erscheint wenige Tage später in telepolis.
An den 27. September denke ich weniger gern zurück. Die Schwarz-Gelbe Pest schließt Deutschland in ihre eisigen Krallen und setzt einen Würgegriff an, der sich gern als Aufschwung tarnen möchte. SPD wie konntest du das zulassen?
Der 14. Oktober bringt für mich eine kleine Veränderung: Ich nulle. In den Monaten davor habe ich oft über eine Art Geburtstagscon mit Lesungen nachgedacht, eine Idee, die mir sehr gefällt. Aber wen lädt man ein, wo findet das ganze statt und lassen sich wirklich all die unterschiedlichen Freunde und Bekannten unter einen Hut bringen? Ich bezweifele es, verwerfe die Idee und feiere stattdessen am Morgen des 14. Oktober oben auf der Tetraederhalde, begleitet von Fenrir, mit dem ich oben eine Flasche Champus köpfe. Das meiste davon landet übrigens in der Botanik, wir können uns beide nicht für die Brause begeistern. Das Bild des Tetraeders, das ich an diesem Morgen mache, schafft es auf die Startseite der View Fotocommunity und wird Hintergrundbild auf meinem IPhone.
Wenige Tage später ziehe ich es endlich durch: Den Jahre lang beabsichtigten aber stets dann doch aufs nächste Jahr verschobenen Besuch auf der Frankfurter Buchmesse. Viel Gedränge, viel Geschiebe, zwischen vielen Prominenten – ach ja und Bücher gibt es auch. Alles sehenswert, aber man ist auch froh, wenn man es sich danach im Restaurant gemütlich machen kann. Dieser gemütliche Teil des Frankfurter Wochenendes ist dann auch das eigentliche Highlight und wenn man so will meine Geburtstagsparty.
Am 31, Oktober lese ich als Zombie gemeinsam mit Kirsten Riehl, Frank Sorge und Rael Wissdorf auf einem Halloween Event in SecondLife, das Violetta Miles organisiert hat. In diesem Jahr wohl die beste Lesung mit einem tollen Publikum, das eifrig Trinkgelder an die Autoren zahlt. An diesem Abend ergibt sich auch die nächste gemeinsame Lesung mit Rael Wissdorf und Ingrid Schmitz am 29. November im virtuellen Leipzig – ein witziger Zufall, denn im echten Leipzig durfte ich 2008 auch schon mal lesen.
Wir beenden die Lesungssaison am 12. Dezember mit einer kleinen Gemeinschaftslesung von Zauselina und mir im Cafe Arabica.
Natürlich habe ich nicht alles erwähnt, was mein Jahr 2009 machte. Es gehört auch nicht alles hierher :-). Aber mit einem ähnlich verlaufenden 2010 könnte ich mich anfreunden.
Daumen drücken.





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