Langschläfer leiden in unserer Gesellschaft
Bester Beweis dafür bin ich selbst. Vor 10 Uhr aufzustehen halte ich nicht nur für sinnlos, es bereitet mir auch regelrechte körperliche Schmerzen. Solange ich meinen Hauptberuf nun schon ausübe, beginne ich jeden Arbeitstag um 6.30 mit einem pflichtbewussten, zwischen gefletschten Zähnen hindurchgezischten "Scheiße". Doch es gibt noch wesentlich beunruhigendere Auswirkungen des jahrelangen Raubaus an Körper und Geist. Ich benutze einen Funkwecker, der mich mit einem nervigen hochfrequenten Piepton aus dem Schlaf reißt. Höre ich tagsüber einen ähnlichen Ton, ruft das unabhängif von Tageszeit und Situation Zorn hervor. Besonders gefährlich sind sehr ähnlich klingende elektronische Supermarktkassen. Ich bin durch meinen Wecker sozusagen Pavlov-konditioniert und kann mit geeigneten Pieptönen jederzeit in eine rasende Bestie verwandelt werden - und ich bin sicher nicht der einzige Langschläfer, der jeden Morgen kurz vorm Morden steht. Ein Risiko, dass sich unsere Gesellschaft nicht länger leisten kann. Deswegen fordere ich: Spätere Arbeitszeiten für Langschläfer - bei vollen Lohnausgleich.
Wissenschaftlern der Berliner Charité ist es nun gelungen, die Aktivität von Genen zu messen, die in unseren Zellen als Zeitgeber fungieren. Es stellte sich heraus, dass diese Gene bei Langschläfern langsamer arbeiten. Ihr Stoffwechsel wird deshalb deutlich später aktiv als bei Frühaufstehern - deren Stoffwechsel dagegen deutlich schneller arbeitet.
Mit der verwendeten Methode ist es übrigens nun auch möglich, Langschläfer durch einen Gentest zu identifizieren. Wann wird wohl der erste Arbeitgeber einen solchen Test für Jobanwärter verlangen?
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...
Wissenschaftlern der Berliner Charité ist es nun gelungen, die Aktivität von Genen zu messen, die in unseren Zellen als Zeitgeber fungieren. Es stellte sich heraus, dass diese Gene bei Langschläfern langsamer arbeiten. Ihr Stoffwechsel wird deshalb deutlich später aktiv als bei Frühaufstehern - deren Stoffwechsel dagegen deutlich schneller arbeitet.
Mit der verwendeten Methode ist es übrigens nun auch möglich, Langschläfer durch einen Gentest zu identifizieren. Wann wird wohl der erste Arbeitgeber einen solchen Test für Jobanwärter verlangen?
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...
Labels: Gesellschaft, Wissenschaft


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