Mittwoch, August 31, 2005

Lesung auf dem Buchmessecon 2005


Wie schon im letzten Jahr werde ich auch dieses Jahr auf dem Buchmessecon zusammen mit anderen Autoren aus dem Wurdack Verlag eine Lesung machen. Der Con findet vom 21.10 bis 23.10 im Bürgersaal in Dreieich Buchschlag statt. Die Lesung des Wurdack Verlages beginnt um voraussichtlich um 16 Uhr.
Ich freu mich jetzt schon auf einen netten Tag in Dreieich unter Fans und Kreativen.
Hier gehts zur Seite des Buchmessecon...

Die Raelianer...


...schulden uns noch ein Klonbaby. Gezeigt haben sie das bisher noch niemanden und selbst der Oberguru der UFO-gläubigen Sekte gibt zu, dass berühmte "Baby Eve" noch nie gesehen zu haben. Zwei Amateurfilmemachern ist es nun gelungen, sich in ein Seminar der Raelianer in Las Vegas zu schmuggeln. Möglicherweise wird ihre Dokumentation schon im Herbst in den USA ausgestrahlt. Darauf darf man gespannt sein.
Mehr dazu in diesem Artikel in wired...

Land of the Dead


"Boah ey, und dann hat der dem voll die Gedärme raus gezogen und boahh ey, alles voll Blut." Tom Gerhard hat solche Dialoge nicht erfunden, nur persifliert. So klang es etwa, wenn sich Schüler irgendwann in den frühen Achtzigern über böse Zombiefilme unterhielten. Dabei glänzten ihre Augen und man meinte fast, dass sich diese netten Burschen nach den Hausaufgaben von den eigenen Eltern ernähren würden. Zombiefilme waren damals das skandalumwitterte Neandertaler-Genre für intellektuelle Kleingärtner, bei denen die Hirnmasse gerade mal ausreichte, um eine Kinokarte zu lösen. Damals noch am Sonntag um 11 Uhr morgens für 6 Mark.
Doch das Image der Untoten-Thriller hat sich geändert. Was damals als roh, brutal und gewaltverherrlichend galt, wird nun als Gesellschaftskritik verstanden. Die neuen Zombies haben Abitur und richten kein Massaker mehr an, sondern machen Performancekunst. Sich gegenseitig auffressen, was könnte ein schöneres Sinnbild für die Konsumgesellschaft sein?
Nun geben sich die herumtaumelnden Leichen erneut die Ehre auf der Leinwand. Altmeister George A. Romero höchstpersönlich nimmt uns mit ins "Land of the Dead".
Und jetzt schreibt sogar der Spiegel drüber. Wow...

Dienstag, August 30, 2005

Philip Roths neues Buch...


...ist ein Alternativweltroman, der sich einmal mehr mit dem dritten Reich beschäftigt. Derer gibt es viele. Außergwöhnlich ist aber, dass Roth sein achtjähriges Alter Ego zum Akteur und Erzähler einer fiktiven Geschichten macht, die gleichzeitig autobiographische Züge trägt. Er beschreibt ein Amerika in dem Transatlantikpilot Charles Lindbergh zum Präsidenten gewählt wurde, der nun eine nazifreundliche Politik betreibt.
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

TV und Internet verschmelzen


Das starre Fernsehen hat in dieser Form keine große Überlebenschance mehr. Wer mag schon heute noch auf einen bestimmten Sendetermin warten? Auch den Videorekorder zu programmieren, ist mittlerweile zu umständlich geworden. Inhalte müssen per Klick abrufen werden und das in möglichst kurzer Zeit. Die aktuellen online-Angebote sind aber noch deulich zu langsam. Doch es köchelt und neue Technologien entstehen.
Mehr zur Fusion von TV und Internet in diesem Artikel im Spiegel...

Montag, August 29, 2005

Eine Schnüffelsoftware für Eifersüchtige...


...ist der "Love Spy". Er sieht aus wie eine harmlose Grußkarte, doch einmal geöffnet leitet er Kopien von Emails und besuchte URLs an den Absender weiter. Der gelangt so an sehr intime Informationen. Ein nettes Spielzeug nicht nur für eifersüchtige Partner sondern auch für Stalker oder verärgerte Angestellte, die ein Druckmittel gegen ihren Chef brauchen. Ein strafbares Vergnügen allerdings. Dem Entwickler droht nun ein eine lange Haftstrafe. Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Sonntag, August 28, 2005

Der Piano-Mann...


...faszinierte Medien und Publikum. Monatelang wurde spekuliert, wer der geheimnisvolle Mann ohne Gedächtnis ist, der sich auf keine andere Art, als durch Klavierspielen seiner Umwelt mitteilt. Jetzt ist das Rätsel gelöst - zumindest teilweise. Sein Name ist zwar bekannt. Aber ist Andreas G.wirklich geistig verwirrt oder narrte er uns alle mit einer geschicken Inszenierung?
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Mal ganz entspannt "Generals" spielen


Ein völlig sinnfreies Vergnügen, das ich mir immer wieder gern gönne. Wer gegen mich antreten möchte, kann mich gern per Mail oder Skype kontakten. Ich spiele unter dem Namen Thorz. Einfach mal in der Lobby umsehen...

Samstag, August 27, 2005

Jetzt geht es gegen die BitTorrent-Nutzer


Die US-Filmindustrie hat 286 Nutzer des Filesharingtools BitTorrent verklagt. Die IP-Adressen stammen aus den Datenbeständen von Torrent Websites, die vor einiger Zeit geschlossen wurden.

Videospiele als Therapie


Ja, das Thema hatte ich vor geraumer Zeit schon einmal erwähnt. Dr. Albert "Skip" Rizzo behandelt Opfer des posttraumatischen Stresssyndroms. Mit Hilfe einer 3D-Brille und hochentwickelter Computersimulationen, die ausgerechnet - sich des Zynismus wohl nicht bewusst - auf Basis von Egoshootern entwickelt wurden, werden Kriegsveteranen in individuell für sie besonders traumatische Situationen zurückversetzt. Die Heilungserfolge sollen außergwöhnlich sein. Mehr dazu in diesem Artikel in wired...

Kueperpunk 1 Jahr alt


Ganz still und leise ist kueperpunk übrigens am letzten Montag ein Jahr alt geworden. Es sollte ein Experiment sein und es ist geglückt. Das wage ich einfach mal zu behaupten. Auf viele weitere Blogeinträge. Prost!

Kueperpunk im Reichstag


Ja, sie haben mich tatsächlich rein gelassen. Anscheinend hatten sich die Damen und Herren von der Sicherheit doch nicht so genau informiert, wer da Einlass begehrte und so durfte ich am Donnerstag an einer Besichtigung des Reichstagsgebäudes teilnehmen.
Dabei hatte ich noch Glück, denn dank Termin blieb es mir erspart, mich in die lange Warteschlange vor dem Regierungssitz einreihen zu müssen. Wer sich ganz spontan zu einem Besuch entscheidet, darf sich schon einmal auf eine Wartezeit einrichten, wie sie früher vor Geschäften in der DDR üblich war, wenn es mal was „Besonderes“ gab.
Doch Geduld ist nicht das einzige, was dem Bürger abverlangt wird. Auch Toleranz sollte er mitbringen. Freundlichkeit wird zumindest im Eingangsbereich des Reichstagesgebäudes auch nach der Rechtschreibreform klein geschrieben. Aggressive Schilder weisen den Besucher daraufhin, wie er sich zu verhalten hat. Übersieht jemand einen der Warnhinweise, beispielsweise dass Personen nur einzeln durch die Schleuse treten dürfen, wird er angeblafft. Insgesamt führen sich die Sicherheitsmitarbeiter auf, wie man es von besonders schikanösen Grenzebeamten bei der Einreise in die frühere DDR erwartet hätte. Aber auch auf dem weiteren Weg nach oben in die erste Etage vermisst man weitgehend das Gefühl, hier willkommen zu sein. Es hat den Anschein, dass den Fahrstuhlführern das ständige auf und nieder von Wirtschaft und Lift auf die Stimmung schlägt. Irgendwie scheint man übersehen zu haben, dass der Bürger als solcher nicht nur Gast ist, sondern das ganze Ding auch noch aus eigener Tasche mitfinanziert hat - unfreiwillig, zugegeben.
Angekommen im ersten Stock und damit im Zuschauerbereich über dem Plenarsaal, ist es immerhin erlaubt, nun zu fotografieren. Manch einer verspürt an diesem Ort wohl Ehrfurcht, ich für meinen Teil frage mich vor allem, wer die bescheuerte Farbe der Sitze angerührt hat. Kein Wunder, dass unsere Herren Politiker nach längerem Aufenthalt in den Räumlichkeiten blind werden – zumindest für echte Probleme. Ich muss schmunzeln, als eine Taube weit oben auf der Glaskuppel genau das tut, was Tauben eben so tun. Ein schönes Statement, für das ich dem Tierchen gern ein paar Körner ausgeben würde.
Der nun folgende Vortrag über den Bundestag stimmt mich versöhnlicher und ist sehr informativ. Den meisten Bürgern ist wahrscheinlich nicht klar, dass die im Bundestag geschwungenen Reden nicht wirklich für die Kollegen aus den verschiedenen Fraktionen gedacht sind. Sowohl die eigene Partei und auch die Opposition kennen die Inhalte bereits vorher. Die Vorträge richten sich ausschließlich an den Bürger, der sie im TV verfolgen kann.
Etwas verlegen lächelnd erklärt man uns, dass dieser Umstand auch der Grund dafür sein, dass viele der anwesenden Abgeordneten den Vorträgen augenscheinlich nie Aufmerksamkeit schenken. Die meisten Zuhörer wissen, dass der Bundestag nur dann beschlussfähig ist, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Neu ist manchem aber, dass diese Beschlussfähigkeit grundsätzlich immer angenommen wird. Nachgezählt wird nicht.
Warum eigentlich? Die meisten Arbeitnehmer würden sich sehr darüber freuen, wenn es demnächst eine neue Regelung im Arbeitsrecht gäbe, nach der ihre Anwesenheit einfach angenommen, aber nicht kontrolliert wird. Damit könnte man übrigens Wähler gewinnen, nur so als Tipp.
Direkt über dem Plenarsaal befindet sich die bekannte Aussichtskuppel. An ihr befestigt ist eine Art Kegel, der mich persönlich an ein über den Fraktionen hängendes Damoklesschwert erinnert. Ich erfahre, dass es sich um ein raffiniertes System handelt, durch das die verbrauchte Luft direkt aus dem Gebäude geführt wird. An dieser Stelle kann ich mir ein breites Grinsen nicht verkneifen. Irgendwie war mir persönlich ja schon immer klar, dass hier nichts als warme Luft produziert wird.
Den Besuchern steht es nun frei, die Kuppel zu besichtigen, die zweifellos einen Besuch wert ist. Vor allem abends. Man sollte allerdings nicht unter Höhenangst leiden. Ich habe dieses Problem und erspare mir den Programmpunkt. Meine ganz persönliche Besichtigungstour führt mich
nur noch auf die Toiletten des Reichstages. Die sind übrigens nicht nur räumlich sehr großzügig, sondern auch so sauber, dass man sich hier ganz wie zuhause fühlt.
Aber zu irgendwas muss das ganze Ding ja auch gut sein.
Ach ja, eines noch zum Schluss. Wieso gibt es vor dem Reichstagsgebäude nicht eine einzige Würstchenbude. Da kommt man sich mit Hunger im Bauch vor, als würde man in der alten DDR nach einer Banane suchen…

Ich bin zurück aus Berlin


Es war mein erstes Mal. Da fühlt man sich wie john Boy Walton in New York. Wow, was für eine coole Stadt. Berlin hat einiges zu bieten, aber das dürfte wohl bekannt sein. Auf jeden Fall nicht mein letzter Trip in die Metropole, das steht fest.
Aber jetzt wird erstmal wieder gebloggt.

Sonntag, August 21, 2005

Tragisch

Irgendwie sitze ich schon halb im Bus. Dieses neue Werk von Ludger Otten muss ich hier aber noch verlinken. Es ist besonders wichtig, vor dem Betrachten erst Ludgers kleine Geschichte oberhalb des Bildes zu lesen.
Hier gehts lang...

Die nächste Woche wird blogfrei...


...denn ich werde beruflich in Berlin weilen und vermutlich keine Gelegenheit haben, zu bloggen. Spätestens am Wochenende melde ich mich allerdings zurück.
Bis dahin schon mal angenehme Tage...

Ich war in Sin City...


...nein, nicht ganz. Aber ich sah die "Stadt der Sünden".
Grausam, grell, grandios. Ein abgefahrener Bildertrip der jede bisher dagewesene Comicverfilmung in den Schatten stellt. Und endlich wurde meine Bitte erhört und Frodo den Hunden zum Fraß vorgeworfen.
"Sin City" - Ein Fest fürs Auge des Westentaschensadisten.
Danach war ich Schunkeln auf einer Familienfeier.
Die dachten wahrscheinlich ich lächele so in mich gekehrt, weil mir die Schlager so gut gefallen...

Samstag, August 20, 2005

Dieser Weltjugendtag ist ein ziemlich langer Tag


Wieviele Stunden hat eigentlich ein katholischer Tag? 120? Wie auch immer, scheint der Jugend jedenfalls eine Menge Spaß zu bringen. Von Strandpartys auf Malle unterscheidet sich das ganze, was das Rudel- und Sangesverhalten der Anwesenden angeht, eigentlich nicht. Nur Bikinins sieht man weniger. Nah dran wohnen möchte ich nicht. Muss echt die Hölle sein...

Freitag, August 19, 2005

Viren als Mitarbeiter...


...sind durchaus nützlich. Ein amerikanische Biotechnikunternehmen nutzt die mikroskopischen Helfer, um von ihnen Bakterien umprogrammieren zu lassen. Die erzeugen daraufhin künstliche Proteine, die später zur Herstellung neuer Prozessoren eingesetzt werden sollen - nur wo der genaue Nutzen liegt, muss sich allerdings erst noch erweisen. Eine Möglichkeit wäre es, die synthetischen Proteine zur Verbindung verschiedener Materialien zu verwenden.
Eine ziemlich ungewöhnliche Vermischung von Bio- und Nanotechnologie aber keineswegs eine unerwartete. Bleibt die Frage, wann zum ersten Mal ein lebendes Wesen durch Nanomaschinen statt durch Viren infiziert wird.
Mehr zum Thema in diesem Artikel in wired...

Donnerstag, August 18, 2005

Krieg der Würmer


Anscheinend ist die epidemische Ausbreitung der Würmer Zotob znd RBot in den Netzwerken verschiedener amerikanischer Unternehmen (vor allem aus dem Medienbereich) Resultat eines Wettstreites konkurrierender Virenentwickler.
Mehr dazu bei NewScientist.com...

Einen Vorgucker auf den üblichen Frühschichtterror...


...erlebe ich heute. Die schöne Zeit ist rum. Es ist vorbei...bye...bye Junimond. Heute morgen habe ich die erste Sitzung. Montag gehts dann wieder voll in den Unterricht.
Welcher Minimalist hat die Sommerferien eigentlich als "große" Ferien bezeichnet? Eine ziemlich zynische Namensgebung für ein langes Wochenende, in dem man sich gerade mal so an einen vernünftigen Schlafrhythmus (schlafen bis 11 Uhr, Frühstück um 12, Mittag um 16 Uhr, Dinner um 21 Uhr und dann werden wir langsam kreativ) gewöhnen kann, bevor man mitten drin wieder die Nachtarbeit geschubst wird.
;-)

Mittwoch, August 17, 2005

"Unser" Peter im Fernsehgericht


Zu meiner großen Überraschung sehe ich gerade Peter Eberst im Fernseghgericht bei RTL. Damit ist er definitiv der prominenteste Schauspieler, der je in einem Thunderbolt Video mitgewirkt hat. Peter war zuletzt in unserem Kurzfilm "L315" dabei.
Warum ich mir eine Gerichtsshow im Fernsehen anschaue? Äh..na ja...also das ist reiner Zufall, ehrlich. Ich guck sowas nie, allenfalls so einmal pro Woche, na ja, eigentlich fünf Tage die Woche. Dann aber auch nur von 14 bis 17 Uhr.
Mal ehrlich, gibt doch nix entspannenderes als nach einem stressigen Tag Leute zu sehen, die echte Probleme haben.

Geil, einfach nur geil...


...wenn man auf Lego steht. Was Experten da auf dem Brickfest 2005 abliefern ist schon stark. Aber warum baut ein Ami aus Legosteinen einen alten japanischen Schlachtkreuzer? Den behalten seine besorgten Mitamerikaner jetzt bestimmt im Auge. Verdächtiger wäre natürlich ein Nachbau des Roten Platzes.
Richtig cool wäre eine 1:12 Nachbildung der Discovery - mit ganz kleinen fehlenden Hitzeschutzkacheln. Süüüüsss.
Mehr zum brickfest auf wired.com...

"Internet gefährdet Tierarten"


Diese Schlagzeile in der Netzeitung irritierte mich sehr. Einen Augenblick lang fürchtete ich tatsächlich, Riesenschildkröten und Elefanten hätten den online-Sex entdeckt und würden sich nicht mehr vermehren. Wobei ein Elefant der sich per Laptop Schweineseiten anschaut (für Elefanten selbstverständlich) sicher einen elefantösen Anblick böte.
Eigentlich gehts aber um was anderes und das soll auch nicht unerwähnt bleiben.

Virenangriff auf die Medien


CNN unterbrach gestern sein Programm um über eine Attacke durch den Virus "Zotob" auf das eigene Netzwerk zu berichten. Auch die Netzwerke von Associated Press, ABC News und "New York Times" seien durch Virenbefall geschädigt. In der letzten Woche hatte Windows vor "Zotob" gewarnt, der eine Sicherheitslücke speziell unter Windows 2000 ausnutzt.
Hersteller von Schutzprogrammen wie McAfee zweifeln aber noch an erhöhter Virenaktivität.
Möglicherweise war ja jemand mit der Berichterstattung der betroffenen Medien nicht einverstanden. Abschalten von Nachrichtenkanälen und Zeitungen durch Viren. Eine ganz neue Art von Statement.
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Dienstag, August 16, 2005

Ein passendes Bild zum Wahlkampf


Sicher möchte Herr Schröder den anderen Parteien eine lange Nase drehen. Aber vermutlich nicht so...

Bhre´zell seines Zeichens Squidianischer Wissenschaftler interessierte sich brennend für den für ihn etwas merkwürdigen Humor der Erdlinge. So dauerte es auch nicht lange bis er auf die für ihn eigene Art an etwas teilnahm das die Menschen Wahlkampf nannten.

Bild und Geschichte von Ludger Otten.

Strom aus Pipi...


...gewinnen Physiker aus Singapur mit einer neuen Batterie. Die könnte zum Beispiel als Notstromversorgung für Handys genutzt werden. "Lassen sie erst Wasser und wählen sie dann die 112", oder so ähnlich.
Die Experten erklärten, es sein möglich, die Effizienz der Batterie in Zukunft auch durch andere Materalien für die Elektroden zu steigern. Darüber, welche Getränke man vorher zu sich nehmen muss, um möglichst hohe Spannungen zu erhalten, schweigen sie sich aber aus.
Mehr dazu in diesem Artikel in Newscientist...

Montag, August 15, 2005

Juchuuu...Kommentaspam!!!

Bedeutet das, mein Blog ist jetzt berühmt?
Schönen Dank!

Sonntag, August 14, 2005

Der Traum von der Mini-Drohne


Die Wanzen der Vergangenheit hatten zwei entscheidende Schwachpunkte. Erstens müssen sie erst mal installiert werden, wo man sie braucht und zweitens können sie sich nicht mit einer überwachten Person mitbewegen. Deswegen interessiert sich insbesondere das Militär für ferngesteuerte Drohnen, die so winzig sind, dass sie nicht mehr entdeckt werden können. Denkbar wären sogar Mikrofone und Kameras in Staubkorngröße, die über feindlichem Gebiet abgeworfen werden. Die sind natürlich noch eine Zukunftsvision - offiziel zumindest.
Mehr über neue Ideen der DARPA zur "präzisen und sauberen" Kriegsführung in diesem Artikel in telepolis...

Samstag, August 13, 2005

Nasenspray gegen Alzheimer?


Möglicherweise wird es in Zukunft eine Möglichkeit geben, den Verlauf der Alzheimerschen Krankheit zu stoppen. Experten am Brigham and Women’s Hospital in Boston machen sich dabei Beobachtungen aus einer abgebrochenen Testreihe eines Alzheimermedikamentes zunutze. Das hatte bei einigen Probanden eine Gehirnentzündung ausgelöst. Eine lebensbedrohliche Situation die allerdings einen erstaunlichen Nebeneffekt zeitigte. Alzheimer wird zurück geführt auf sich im Hirn bildende Beta-Amyloid-Plaques, die Neuronen zerstören. Durch die Entzündung wurden die Beta-Amyloide komplett zersetzt. Zurückzuführen ist das auf Mikroglia-Zellen, die im Falle einer Infektion aktiviert werden. Mit Hilfe eines neuen, für Patienten weniger gefährlichen Wirkstoffes konnte dieser Effekt nun bei Testmäusen wiederholt werden. Die Beta-Amyloid-Ablagerungen verschwanden nach Verabreichen eines Wirkstoffnebels durch die Nase.
Hoffnung für Alzheimer-Patienten?
Mehr dazu in diesem Artikel in Newscientist...

Google und Yahoo zweifeln aneinander


Bei Google hat man sich anscheinend sehr über Yahoos Behauptung erschreckt, die Suchmaschine würde rund 19,6 Milliarden Internetseiten erfasst haben. Google kann dagegen "nur" rund 8 Milliarden Internetseiten vorweisen. Prompt reagierte man vor kurzer Zeit mit einem neuen Feature, dass erlaubt, der Suchmaschine Fragen zu stellen. Wieviele Seiten Suchmaschinen tatsächlich "kennen" läßt sich nicht so leicht beantworten. Mir ist allerdings aufgefallen, dass ich auf der "Suche nach mir selbst" im Internet von Yahoo URLs entdeckt habe, die Google entgangen sind.
Mehr dazu in der Netzeitung...

Weltjugendtag - ein Heidenspaß?


Nein, das stammt nicht von mir. Moderatoren auf EinsLive äußerten vorhin die Frage, ob man auf dem Weltjugendtag einen Heidenspaß haben kann. Ich wage nicht, das zu beantworten.
Fest steht allerdings mittlerweile, dass nicht alle angereist sind, um sich die Hand zu reichen...

Herr Stoiber ist der wohl beste PR-Manager für Angela Merkel...


...den sich die SPD wünschen kann. Mit seiner Hetzkampagne wird er kaum erreichen, dass die CDU/CSU Wähler im Osten findet. Ein Schelm, wer denkt, dass er genau das erreichen möchte. Was könnte einem Mann, dem das Kanzleramt selbst versagt blieb, wohl ferner liegen, als der neuen Kandidatin im Wahlkampf - nur zufälligerweise seine frühere Konkurrentin um die Kandidatur - verbale Entgleisungen zwischen die Beine zu werfen?
Politiker sind drollig...

Freitag, August 12, 2005

Es ist sehr bedauerlich, dass unsere Kids Draufhauen mit Kreativität verwechseln.


Da ist jeder Schimpanse, der einen Stock benutzt, um Termiten aus dem Bau zu angeln, weiter entwickelt.
Happy Slapping in Dresden...

Das dürfte ein Film für mich sein...

...auch wenn ich bereits über 30 bin. Rüdiger Suchslands Rezension zu "Sin City" bei telepolis...

Donnerstag, August 11, 2005

Eine Botschaft der Aliens in unseren Genen?


Waren die Götter in der Vergangenheit hier? Modifizierten sie sogar unsere DNA, um aus Affen, etwas bessere Affen zu machen? Eine sehr spekulative Theorie.
Schon vor einiger Zeit wurde aber durchaus ernsthaft diskutiert, ob Aliens nicht eine Botschaft für uns in unseren Genen hinterlassen haben könnten. Unser Erbgut besteht zu großen Teilen aus sogenannter Junk-DNA, wörtlich also Müllabschnitten, die keine wesentlichen Informationen enthalten und für uns nicht lebensnotwendig sind. Eine mathematische Analyse dieser Teilstücke hat ergeben, dass sie nicht rein zufällig angeordnet sind, sondern möglicherweise Informationen enthalten. Mag sein, dass sich wirklich echte Botschaften darin verbergen, vielleicht sogar etwas wie ein Copyright vom Schöpfer oder den Schöpfern: "Made by little green men".
Spekulativ aber sehr spannend.
In der aktuellen PM gibt es einen recht ausführlichen Artikel dazu, den ich heute in einem Cafe dank dort ausliegender Heftausgabe gratis lesen durfte. Wer das auch tun möchte kann das hier tun - leider nicht umsonst...

Grand Theft Auto - das nächste Kapitel


Ein Zwanzigjähriger erschießt in Alabama drei Polizisten. Die Schuld daran trage aber nicht er selbst, sondern seine Besessenheit vom Spiel "Grand Theft Auto", so die Argumentation seiner Anwälte. Anscheinend war auch den Herren Juristen nicht entgangen, dass es da derzeit das eine oder andere Skandälchen um das böse Game gibt. Die Verteidigungstrategie beeindruckte die Jury - glücklicherweise - überhaupt nicht und der Täter wurde für schuldig befunden. Die Familien der drei Polizisten führen ihrerseits nun einen Prozess gegen den Hersteller von GTA, denn der marode Charakter des Täters allein kann ja nicht schuld an der Tragödie sein. Es muss ein Videospiel gewesen sein: GTA, oder Pacman, oder das Mathe-Lernspiel, dass der Täter mir 6 Jahren gespielt hat. Und wenn nicht das, dann zuviel Schokoriegel, Kaugummi, oder dass er mehrere Folgen der Tele-Tubbies in der ungeschnittenen Version gesehen hat.
Nur so eine Frage: Wäre es nicht viel naheliegender den Hersteller der Waffe zu verklagen?
Mehr zum Thema in diesem Artikel in wired...

Dienstag, August 09, 2005

Die Discovery ist wieder unten aber...


...eine Glanzvorstellung war das nun wirklich nicht. Beginnend mit den Pannen vor Missionsbeginn, über einen scheinbar zerbröselnden Shuttle während des Starts, bis hin zu den seltsamen Untersuchungen und Reparaturen im Orbit. Da zierte sich die NASA am Boden kurz vor Rückkehr zur Erde etwa so wie ein Achtjähriger der vom Einmeterbrett springen soll und plötzlich nicht mehr weiß, ob Wasser im Becken ist oder nicht. Eines hat man erreicht: Publikumsinteresse für einen Routineflug, wie er so schon weit über hundert Mal zuvor stattgefunden hat. Wer hätte sich vor drei Jahren schon träumen lassen, dass es mal wieder eine Liveschaltung zu auf die Rückkehr des Shuttles wartenden Journalisten in Florida geben würde? Die warteten übrigens umsonst, denn man entschloß sich schließlich für einen Touch Down in Kalifornien. Dumm gelaufen.
Was mir als persönlicher Eindruck dieser Mission bleibt, ist die Erinnerung an einen Weltraumspaziergang, der feierlich zur "Weltraumreparatur" erklärt wurde, weil einer der Astronauten etwas hervorstehendes Füllmateriel zwischen den Hitzekacheln hervor zupfte. Anscheinend wollte uns die NASA demonstrieren, dass man durchaus in der Lage ist, Schäden im All zu beheben. Das wäre vielleicht auch schon 2003 möglich gewesen, aber da hatte man die Sache lieber dem Schicksal überlassen. Nein, es fällt sehr schwer, mit der NASA gemeinsam über einen überragenden Erfolg zu sprechen, eher über eine Art orbitale Theatervorstellung, in der man das Shuttle sehr gekonnt sehr alt aussehen ließ.
Gewollt oder ungewollt?

Pornographie ist der Entwicklungsmotor des Internets...


...eine oft scherzhaft geäußerte Ansicht mit jeder Menge Wahrheit dahinter. Streaming-Technologien wurden zuerst von Pornowebsites eingesetzt, noch bevor es die Möglichkeit gab, konventionelle Spielfilme im Netz zu schauen, oder downzuloaden. Ihnen folgten steigende Bandbreiten zur Datenübertragung und nun vor allem Anonymisierungstechnologien. Pornokonsumenten möchten natürlich nach Möglichkeit die eigene Identität und ihre besonderen Vorlieben verbergen. Ausgerechnet eine Frau, die Journalistin Analee Newitz nämlich, geht soweit zu behaupten, die aufgrund der Nachfrage durch Sexfans entwickelten Tools könnten dafür Sorgen, dass auch in Zukunft die Meinungsfreiheit im Internet gewährleistet wird. Was für Pornofans funktioniert, tut es nämlich auch für Regimekritiker in Ländern in denen sonst strikte Zensur gilt. Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Montag, August 08, 2005

"Der Mr.Hyde-Effekt"


Ich habe ein Herz für Tiere, ganz klar. Kann sein, dass ich deswegen auch ein Faible für Werwölfe habe. Für mich zählen die zweibeinigen Vierbeiner mit dem starken Bartwuchs und den behandlungswürdig langen Eckzähnen zu den grausigsten Kreaturen des Horrorgenres. Ihre Faszination liegt wohl darin, dass sie sich hinter dem menschlichen Antlitz scheinbar ganz unauffälliger Zeitgenossen verbergen. Nichts ist erschreckender als ihre plötzliche Transformation in Vollmondnächten, wenn aus schwächlichen Männern oder Frauen rasende Bestien werden. Der Werwolf verkörpert noch viel stärker als der Vampir unsere animalische Herkunft und unsere versteckten Triebe.
Autor Steve Vance scheint ebenfalls vom alten Mythos fasziniert zu sein. Deswegen hat er ihm mit „Der Mr.Hyde-Effekt“ auch einen ganzen Roman gewidmet.
Für die Polizei kann es nur ein Serienmörder sein, der da im Norden Kaliforniens umgeht und seine Opfer mit bloßen Händen und Zähnen in Stücke reißt. Doch Horrorautor Douglas Blake Corbett hat eine ganz andere Theorie:
Bei dem Killer muss es sich um einen Werwolf handeln. Dafür spricht die Tatsache, dass der Mörder nur in Vollmondnächten nach Beute sucht, dabei Haarbüschel hinterlässt und den Aussagen der Überlebenden nach übermenschliche Kräfte besitzt. Schon bald stößt er gemeinsam mit einem Reporter und einem Detektiv auf die junge Meg, die der Bestie von Angesicht zu Angesicht gegenüberstand. Gemeinsam nehmen sie die Jagd auf, doch kurz nachdem sie die wahre Identität des Monstrums herausgefunden haben, kommt die Polizei ihnen zuvor und verhaftet den Filmdozenten Gerald Cummings. Der behauptet von sich selbst, ein Werwolf zu sein und will das in einem Hochsicherheitslabor vor ausgewählten Wissenschaftlern und Journalisten beim nächsten Vollmond beweisen.
Dumm nur, dass die anwesenden Experten die Möglichkeit, dass Cummings ein Werwolf ist, nicht ernst genug nehmen. Die grauenvolle Katastrophe ist vorprogrammiert - zum Glück für den geneigten Leser.
Die Momente kurz vor Cummings möglicher Verwandlung in das Ungeheuer zählen zu den spannendsten in Vance Roman. Der schafft im letzten Drittel von „Der Mr-Hyde-Effekt“ den zwar mäßig überzeugenden, aber auf jeden Fall unterhaltsamen Übergang vom klassischen Horror-Roman zum Wissenschaftsthriller. Seine Idee, den Werwolffluch auf ein wissenschaftliches Fundament zu stellen, ist zwar nicht neu, aber zumindest originell. Vance lässt es sich auch nicht nehmen, noch kleine Seitenhiebe auf die Nebensächlichkeit moralischer Erwägungen in der Wissenschaft und die amerikanische Geheimhaltungspolitik einzubauen. Ungewohnte Themen im Genre.
Zuweilen mangelt es „Der Mr.Hyde-Effekt“ etwas an der zum Thema passenden unheimlichen Atmosphäre. Auch die Akteure bleiben oberflächliche Abziehbilder, ohne eine Entwicklung zu durchlaufen. Sie sind eher Zeugen der Handlung, deren Perspektive sich der Autor ganz nach Bedarf bedient, um sie dann wieder links liegen zu lassen. Eine wirkliche Hauptfigur gibt es nicht.
Trotzdem wird Vance Roman nicht langweilig und bietet, wenn er auch nicht unbedingt ein Highlight des Genres ist, doch vergnügliche Lesestunden.
Immerhin hat mich das Buch so gefesselt, dass ich mir die bereits geschrieben Fortsetzung nicht entgehen lassen möchte.
„Der Mr.Hyde-Effekt“ ist übrigens im Festa Verlag erschienen und kostet 9,90 €.

Die Discovery wird mehr und mehr zur Raumstation...


...nachdem die Landung aufgrund des Wetters von heute auf morgen verschoben wurde. Spätestens am Mittwoch muss der - sogenannte -Pendler zur Erde zurück kehren, länger reicht der Sauerstoff nämlich nicht. Irgendwie scheint es das Schicksal derzeit nicht gut mit technischen Pionieren zu meinen. Die Einen hingen tief unten fest, die anderen nun oben. Glücklicherweise sind die russischen Seeleute gerettet und natürlich drücke ich auch den Astronauten im Shuttle die Daumen.

Die fantastischen Vier


Mittlerweile haben wir sie ja praktisch alle durch, die Damen und Herren die in zumeist bunter, sehr eng anliegender Unterwäsche gegen Verbrechen, Unrecht und Katastrophen kämpfen. Superhelden gibt es fast so viele wie Normalbürger und die wichtigsten unter ihnen haben es inzwischen zu mehr als einer Filmadaption gebracht. Zuletzt waren es mal wieder Spiderman, die X-Men, Batman und – obwohl nicht ganz zu dieser Bande gehörend aber dennoch Marvel-Kreationen - Blade und der Punisher. Auch Superman fliegt zur Zeit erneut an Schnüren vor der grünen Leinwand. Eigentlich sind sie alle komplett, nur ein großer Name fehlte bislang auf der Liste: Die Fantastischen Vier.
Bernd Eichinger besitzt schon seit Jahren die Filmrechte an dem Stoff, und ließ sogar Roger Corman eine billige Version der Geschichte um die vier mutierten Astronauten inszenieren. Dessen Adaption wurde aus rein juristischen Gründen gedreht und war niemals für die Kinos sondern lediglich fürs Archiv bestimmt, um die Filmrechte zu behalten. Dort schlummert der Film unveröffentlicht noch heute. Eichinger hat anscheinend auf ein interessanteres Drehbuch gewartet und, was noch nahe liegender ist, auf die angemessene Technologie um die „Fantastischen Vier“ überzeugend in Szene zu setzen.
Die ist mittlerweile vorhanden, macht aus der filmischen Adaption des Marvel Comics aber nur ein seelenloses technologisches Monstrum. Man fragt sich fast, wie es möglich ist, dass eine Geschichte, in der es um Mutationen und Transformationen geht, so völlig ohne jede Spannung inszeniert werden konnte. Dialoge wie aus einer Bravo-Foto-Lovestory machen es den Darstellern von vornherein unmöglich, mehr als die kostümierten Halloween-Versionen ihrer Comicvorbilder zu werden. Zu keiner Zeit ist „Die Fantastischen Vier“ spannend, weder beim Unfall im Weltraum noch bei den vorhersehbaren Verwandlungen oder in der finalen Konfrontation mit dem absurd überzogen agierenden Opernbösewicht, der eher wie eine wandelnde Aftershave-Werbung daherkommt. „Nennt mich ab jetzt Dr.Doom“, erklärt er großkotzig und wirklich gelungen wäre die Szene nur, wenn kräftige Herren in Weiß ihn nun in eine Jacke mit zusammengenähten Ärmeln kleiden würden. Mit dem ohnehin misslungenen Slogan „Witziger als Star Wars“, bewarb man „Die Fantastischen Vier“ im Vorfeld und vergaß dabei anscheinend, dass man bei diesem Vergleich genauso gut „Witziger als Der Soldat James Ryan“ hätte schreiben können.
Die Nachdenklichkeit und Tiefgründigkeit der „X-Men“ vermisst man in Tim Storys Film schmerzlich. Für reines Popcorn-Kino dagegen mangelt es an gelungener Action, denn vor lauter Technik fehlt es den entsprechende Szenen an nötiger Dramatik. So muss man über die FX-Höhepunkte genauso gähnen wie über die im verbalen Clinch zwischen den Helden abgesonderten Sparwitze.
Nein, insgesamt sind die „Fantastischen Vier“ nichts weiter, als ein große Enttäuschung, wahrscheinlich sogar die mit Abstand schlechteste Comicadaption der letzten Jahre. Abgesehen von „Daredevil“ natürlich, der war wirklich unter aller Sau…

Sonntag, August 07, 2005

LORP.de erwähnt kueperpunk...


...neben den Blogs von Michael Marrak und Oliver Naujoks. Illustre Gesellschaft. Hier gehts zu LORP...

Wer hat das Recht, darüber zu entscheiden, was wir sehen, hören oder lesen dürfen?


Nur wir selbst. Doch leider sieht das nicht jeder so. Um Scheinmoral und ihre Nützlichkeit als Begründung für allgemeine Zensur geht es in diesem hochinteressanten Artikel in telepolis...

Samstag, August 06, 2005

Wissenschaftler sollen zu Drehbuchautoren ausgebildet werden?


Diese Meldung hat mich zunächst einmal dazu bewogen, einen Blick auf das Datum zu werfen. Nein, wir haben nicht den 1.April. Doch warum hat ausgerechnet das Pentagon ein Interesse daran, aus erfahrenen und erfolgreichen Wissenschaftlern Drehbuchautoren zu machen? Die etwas schräge Idee dahinmter ist die, durch plausibelere und interessantere Skripte von Hand echter Experten Filme zu machen, die ein neues Image der Wissenschaft repräsentieren. Damit hofft man in Zeiten allgemeinen Desinteresses der Jugend an der Forschung, den Nachwuchs doch noch für echte Wissenschaft begeistern zu können. Ein Konzept, dass gleich mehrfach um die Ecke denkt und mich irgendwie an die absurde Flugbahn des Kennedy-Projektils aus dem Film "JFK" erinnert.
Die meisten guten Wissenschaftler, die ich persönlich kennenlernen durfte, wären vermutlich grauenhafte Drehbuchautoren gewesen, das sei als persönliche Anmerkung gestattet.
Aber mal ehrlich vom Filmfan - der übrigens auch Wissenschaftler ist - an die Damen und Herren, die sich das ausgedacht haben:
Physikalische Glaubwürdigkeit macht Spezialeffekte nicht unbedingt publikumswirksamer. Es schaut nun mal besser aus, wenn der vom Speer getroffene Bösewicht gleich noch zwölf Meter weit nach hinten geschleudert wird, getreu dem Motto: Wir pfeifen auf die Impulserhaltung.
Ein Hulk, der schlank bleibt, weil Masse nicht aus dem Nichts entstehen kann, ist nicht nur mager, sondern auch langweilig. Wenn die "Fantastischen Vier" kurz nach dem mysteriösen Strahlungssturm in einer Spezialklinik für Strahlenschäden heroisch dahinsiechen, wird das dem jugendlichen Publikum die Astronautenkarriere auch nicht gerade schmackhaft machen. Ein tollwütiges Gürteltier, das sich in der wissenschaftlich korrekten Version von "Das Relikt" durch die dunklen Museumsgänge beißt, reißt wohl nicht nur mich nicht vom Hocker.
Wenn in Star Trek beim Beamen der Kopf runter fällt, weil der Körper noch nicht materialisiert ist, dann wirkt das entmytstifizierend und sieht eher aus wie "Kottan ermittelt" im Weltraum. Auch in Star Wars müßte sich ein Laserschwert beim Einschalten ja gleich quer durchs ganze Raumschiff brennen, aber wir lassen dieses Detail lieber einfach mal beiseite.
Ich fürchte, so mancher Experte wäre nicht in der Lage, die für ein gutes Drehbuch notwendigen Kompromisse zwischen Wahn und Wirklichkeit einzugehen. Es gibt natürlich in der SF-Literatur gute Gegenbeispiele. Wissenschaftlich gebildete Autoren wie Lem, Asimov oder Baxter.
Aber noch eine Anmerkung zum Schluss: Wenn es der amerikanischen Wissenschaft an Nachwuchs mangelt, könnte es ja auch daran liegen, dass sich so mancher begabter Jungforscher das Studium nicht leisten kann.
Eine gefährliche Entwicklung, die sich übrigens auch in unserem schönen Lande abzeichnet.
Mehr zum Thema in diesem Artikel in telepolis...

Donnerstag, August 04, 2005

Da ich momentan nur selten online sein kann...

...gönne ich mir mal wieder einen Thriller:
"Der Mr.Hyde-Effekt" von Steve Vance. Bis jetzt sehr spannender Werwolf-Horror. Jedenfalls kriegt mich in nächster Zeit keiner nachts in den Wald...

Moralische Videospiele - die vorprogrammierten Ladenhüter


Ganz ehrlich, wer will denn schon ein Game spielen, bei dem man für die Feinde betet, statt sie nieder zu metzeln. Sowas können nur besorgte Eltern kaufen, die sich dann wundern. dass die xBox aus bleibt - weil der Filius beim Nachbarn Halo 2 spielt.
Punkte durch Frömmeln? Nein, sowas interessiert kein Schwein. Da gebe ich einem Game, in dem man Frauen verführen kann, in dem man Gedichte möglichst richtig zitiert wesentlich größere Verkaufschancen. Schließlich will der Gamer ja etwas erleben, das ihm die Wirklichkeit nicht bietet. Nett sein und ich sich um andere kümmern, das kann und sollte man in der Realität tun un dnicht an PC oder Konsole.
Mehr zu den neuen und furchtbar langweiligen Games mit der hohen Dosis Moralin in diesem Artikel bei wired...

Mittwoch, August 03, 2005

Wie Blogs die Medien beeinflussen


Eine schwangere junge Frau verschwindet spurlos, doch die Medien zeigen kein Interesse daran. Ungeachtet der Tatsache, dass der Fall Übereinstimmungen mit dem Verschwinden zweier weiterer Frauen zeigt, über die in der Presse ausführlich berichtet wurde.
Der Unterschied liegt nach Meinung des amerikanischen Bloggers Richard Blair darin, dass das Schicksal der schwarzen Latoyia Figueroa für das Publikum weniger bedeutsam ist, als das zweier weißer Frauen. Durch ausführliche Berichterstattung in ihren Weblogs haben Blogger nun die Aufmerksamkeit der Bevölkerung gewonnen, so dass endlich auch CNN, Fox und andere Nachrichtensender über den Fall Figueroa berichten.
Ein Beispiel das beweist, dass Informationen nur dann verbreitet werden, wenn sie einen hohen Verkaufswert haben - und das Menschen für Medien nicht gleichwertig sind. Neu ist das nicht, nur tragisch.
Mehr dazu in diesem Artikel bei wired...

Dienstag, August 02, 2005

Die amerikanische Polizei sagt Ort und Zeit von Verbrechen mit einem Computerprogramm voraus


Minority Report läßt schön grüssen. Die New Yorker Polizei läßt ein Computerprogamm auf statistischer Basis Ort und Zeit von Verbrechen voraussagen. Erstaunlicherweise ermöglichte die neue Methode tatsächlich einige Verhaftungen. Dass das tatsächlich funktioniert scheint auf den ersten Blick erstaunlich. Ändert man die Sichtweise aber ein wenig, wird der Erfolg durchschaubar. In einer Stadt müssen nur genug Verbrechen geschehen, damit die Wahrscheinlickeit groß genug ist, dass zur vom Computer vorbestimmten Zeit am vorausgesagten Ort tatsächlich etwas passiert. Einige Stadtteile New Yorks dürften diese Bedingung problemlos erfüllen.
Mehr dazu in diesem Artikel in wired...

"Die Insel" ging unter...


...und zwar in den amerikanischen Kinos. Überraschenderweise fand das Publikum keinen Geschmack am neusten Werk des Action-Experten Michael Bay, der schon für "The Rock" und "Armaggedon" verantwortlich zeichnete. Ist Gentechnik mittlerweile ein ausgelutschtes Thema?
Der Spiegel widmet Bays High Tech-Thriller heute einen ganzen Artikel. Der ist natürlich wie gewohnt aus der Sicht eines Spiegel-Redakteurs gschrieben und das sind im Regelfall keine Genrefans.
Trotzdem lesenswert...

Montag, August 01, 2005

Ich bin für einige Tage offline...


...also wird sich hier nicht ganz so viel tun. Man sollte sich aber keinen falschen Hoffnungen hingeben. In ein paar Tagen gehts weiter bei kueperpunk (Eventuell auch mal zwischendurch).