Sonntag, Juli 31, 2005

Phase IV im Badezimmer


Bereits vor einiger Zeit habe ich ja hinter dem Haus eine Landebahn für UFOs eingerichtet. Die haben sich bisher nicht blicken lassen. Dafür nimmt nun eine Invasion der anderen Art ihren Lauf. Die Angreifer sind eher mikroskopischer Natur, dennoch sehr präsent, noch dazu militärisch straff organisiert. Seit vorgestern beobachte ich argwöhnisch die Aktivitäten von Spähtrupps, die vom Badezimmer aus systematisch die Villa Kueperpunk erforschen. Möglicherweise sind es ja sogar Aliens wer weiß. Falls es so ist, haben sie sich täuschend echt als Ameisen getarnt.
Warum gerade mein Refugium Ziel ihrer Expeditionen ist, weiß ich zwar nicht, aber wenn sie nach Hinweisen auf die Existenz anderer intelligenter Lebensformen auf diesem Planeten schließen, sind sie bei mir gerade richtig.
Sollte ich plötzlich nicht mehr bloggen, könnte das bedeuten, dass ich Opfer eines Ameisenangriffes wurde. Entweder, um mich einer Sektion zu unterziehen, oder um sich von mir zu ernähren. Ich könnte es verstehen, denn von mir wird so ein Ameisenvölkchen sicher lange satt werden.
Schluß mit lustig ist, wenn die kleinen Biester anfangen, sich für den PC zu interssieren. In dem Fall werde ich keine Gnade mehr kennen. Obwohl es natürlich äußerst faszinierend wäre, eines Morgens eine Nachricht der Ameisen auf meinem Monitor vorzufinden.
Falls es soweit kommt, werde ich selbstverständlich darüber berichten...

Samstag, Juli 30, 2005

Dem IPod nachweinen...


...halte ich irgendwie für übertrieben, vor allem, wenn man im Austausch dafür einen neueren IPod erhält. Für Regina Lynn war es jedenfalls ein tränenreicher Abschied.
Amerikaner sind schon seltsam. Amerikanische Frauen ganz besonders. Obwohl: Auch ich habe jedes Mal Gewissenbisse, wenn ich eine meiner alten Maschinen auf den Müll werfe.
Regina Lynn berichtet in ihrem Artikel in wired.com darüber, warum wir uns unseren Computern so verbunden fühlen.

Freitag, Juli 29, 2005

Einen neuen Planeten im Sonnensystem...


...haben Astronomen anscheinend am Sierra Nevada Observatorium entdeckt. Das verblüffende: Der Planet ist doppelt so groß wie Pluto und kommt der Sonne gelegentlich sogar noch näher als sein seit mehr als einem Jahrhundert bekannter solarer Nachbar. Eigentlich hätte ihn also schon längst jemand entdecken müssen. Planeten verraten sich durch ihre Verschiebung gegenüber den unbeweglichen Sternen, wenn man astronomische Aufnahmen eines Himmelsabschnitts vergleicht. Der neue ist allerdings so langsam, dass sein Fortlauf kaum auffällt.
Mehr dazu in diesem Artikel in New Scientist...

Jeder kann "Matrix" zuhause drehen...


...und zwar als Machinima-Film. Das sind Videoclips, die auf Basis der Gameengines populärer Ego-Shooter wie "Quake" oder "Halo" hergestellt werden. Die Software dazu kann man sich frei im Internet downloaden. Ein interessanter Trend, wird so doch aus dem heimischen PC mit etwas Verständnis für die Materie, Kreativität und Geduld ein komplettes Filmstudio.
Einen informativen Artikel zum Thema gibts heute im Spiegel...

Donnerstag, Juli 28, 2005

NASA stoppt Shuttleflüge


Man wundert sich ja schon, woher die Probleme mit den Hitzekacheln kommen. Immerhin ist das Ding 20 Jahre problemlos hin und her geflogen. Kauft die NASA ihre Fliesen neuerdings im Baumarkt? Und wer hat eigentlich mal nach dem armen Vogel gefragt, der gegen des Shuttles uneleganten Treibstofftank geknallt ist? Wie gehts dem Tier überhaupt? Hat er überlebt, oder klebt der jetzt noch vorne auf der Spitze wie ein gegen einen D-Zug geraster Roadrunner? Das Video vom unidentifizierten herabfallenden Teil macht mich auch nachdenklich. Offenbar hat es das Shuttle doch gar nicht getroffen, genausowenig wie der Vogel. Woher kommen also all die Schäden plötzlich?
Das allgemeine Tamtam um herunterpurzelnde Schaumstoffteile hat etwas entmystifizierendes. Schaumstoff? An einer Raumfähre? Wenn ich demnächst meinen neuen Monitor auspacke und da fällt ein Stück Styropor runter, darf ich das Ding dann auch nicht mehr einschalten?
Sowas verwirrt technisch unbedarfte Bürger.
Irgendwie habe ich da einen Verdacht: Erst nachdem sie ihre 100 Kameras montiert haben, ist ihnen aufgeffallen, wie sehr ihr Weltraumvogel bei jedem Start auseinanderbröselt.
Aber mal ehrlich: Auch wenn kleine Kratzer zu potentiellen Dramen hochstilisiert werden, wird das Shuttleprogramm nicht spannender.
Auch nicht, nachdem die NASA gerade mitgeteilt hat, zunächst alle weiteren Shuttleflüge zu stoppen.
Vielleicht sollten sich die Amis mal den alten "Buran" von den Russen leihen. Mag sein, dass das Ding viel besser fliegt, wer weiß?
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Der Typ, dem im Kinderprogramm die Eingeweide raushängen


Etwas verdutzt schaute ich vorgestern auf die Uhr. Da zeigte Sat 1 als Teaser für die neue Folge von Navy CIS einen Ausschnitt, in dem man mehrere Großaufnahmen einer Leiche sieht, der die Eingeweide heraushängen. Allerdings nicht nach 22 Uhr, sondern um 18.05 Uhr, also zu einer Zeit, wo Programmmacher mit Kids vor der Kiste rechnen müßen.
Nicht, dass wir uns mißverstehen. Ich mags in Thrillern gern etwas realistischer. Angesicht solcher Teaser und ihrer Platzierung im Programm frage ich mich aber, warum dann mitten in der Ncht die Schere angesetzt wird. So gab es beispielsweise neulich im Teaser von Taken eine Szene, die in der Serienfolge herausgeschnitten wurde. Äußerst seltsam.
Testet SAT 1 da gerade unauffällig aus, wie weit man gehen kann? oder hat nur irgendwer nicht aufgepasst?

Mittwoch, Juli 27, 2005

Shuttleflüge sind nicht mehr das, was sie mal waren...


...nämlich Routine. Allgemeine Verwirrung scheint nicht nur bei Beobachtern sondern auch der NASA selbst darüber zu herrschen, wie schwerwiegend die beim letzten Start aufgetretenen Schäden sind. Dabei sind solche Beschädigungen kein neues Phänonem, sondern eine Normalität. Seit der Katastrophe vor zwei Jahren weiß man nun aber um die möglichen tödlichen Folgen und reagiert übernervös. Sieben Stunden werden die Astronauten heute mit der Suche nach schadhaften Hitzekacheln und anderen Schäden verbringen.
Falls die Besatzung heute auf ernsthafte Schäden stößt, soll sie die in der Umlaufbahn selbst reparieren. Crewmitglieder äußerten aber schon vor dem Start, dass man wenig geneigt sei, sich dem Risiko einer Rückkehr im notdürftig zusammengeflickten Pendler auszusetzen. Damit ist momentan ein längerer Aufenthalt des Teams auf der ISS nicht ausgeschlossen.
Wenn das so weitergeht, bestehen Shuttleflüge demnächst nur noch aus drei Phasen. Dem Start, der Reparatur des Vehikels im Orbit und der Rückkehr zu Erde. Für Missionen wird da wohl keine Zeit mehr bleiben.
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Dienstag, Juli 26, 2005

Auch die Sims sind ein Werk des Teufels


Amerikanische Politiker haben ein neues Übel entdeckt, dass es zu bekämpfen gilt. Pornograhie in Computerspielen droht unsere Gesellschaft ins Chaos zu stürzen. Wir alle sind in Gefahr. Selbst in harmlosen frei an Kinder verkäuflichen Programmen wie den Sims verbergen sich grauenhafte explizite Darstellungen von nacktem unverfälschtem Sex. Ein teufliches kleines Programm entblößt die simulierten Cybperspacebewohner nämlich und erlaubt so den Blick auf unverhüllte, pixelige und genitalienlose Comicfigürchen. Die Tatsache, dass dem pubertierenden Spieler an den meisten Badestränden tiefere Einblicke geboten werden, spielt keine große Rolle mehr, wenn aufstrebende Politiker mit Feuereifer auf ihren oft erzkonservativen Wählerstammtisch einpredigen. Zu sehen ist in die Sims übrigens nix, allenfalls Brustwarzen können den Grafikcharakteren wohl durch ein geeignetes Programm hinzugefügt werden.
Ich persönlich könnte mich ja für eine Politikersimulation begeistern. Ziel des Spieles: Ein hohes politisches Amt. Dazu muss man mit allen schmutzigen Tricks arbeiten. Die schmutzige Wäsche des politischen Gegners vor der öffentlichkeit ausbreiten, Wahlversprechen geben, die man niemals einhält, grauenvolle Entwicklungen voraussagen, die so nie eintreten, dafür die realen Probleme gekonnt ignorieren. Nebenbei muss man noch die eigenenen Leichen im Keller verstecken und als Schmankerl gibts Kokspartys mit Playmates im Whirlpool. Und da es später ja sowieso Patches fürs Game gibt, schalten wir die harten Sachen gleich frei und geben es ab 18 raus. Dürfte sich ziemlich gut verkaufen.

Die Discovery ist gestartet


Während ich dies schreibe, kann ich mir ein Gähnen nicht verkneifen. Vor mehr als zwei Jahrzehnten wurde uns der Raumpendler als Weltraumtaxi angepriesen. Dazu nur eines: Falls das ein Taxi ist, dann das umständlichste und unpünktlichste des Universums.
Selbstverständlich wünsche ich der Besatzung trotzdem einen erfolgreichen Flug und eine sichere Landung.
Nebenbei bemerkt: Bis zum Jahr 2015 will die NASA wieder Menschen auf den Mond bringen. 45 Jahre nach der Apollo 11 Mission soll es nichts weiter als ein Remake des alten Mondabenteuers geben? Ich frage mich, wann wir endlich wieder mit wissenschaftlich interessanten Entwicklungen in der Raumfahrt rechnen dürfen. Apropos Reise zum Mond. Ich stelle für die NASA selbstverständlich gern eine Liste von Personen zusammen, die man unbedingt zum Mond schießen sollte.
Sind aber einige Politiker dabei, ist das schlimm?

Montag, Juli 25, 2005

L 315


Das letzte Wochenende hätte ich genauso gut im Big Brother Dorf verbringen können. Ich habe den größten Teil davon sowieso vor Kameras gestanden. Nachdem ich am Samstag in der Verfilmung von Christian Günthers Story „Schattierungen von Düster“ mitgespielt hatte, stand am Sonntag endlich der Dreh von „L315“ auf dem Programm. Die Idee für diesen Kurzfilm hatten Uwe Post und ich schon im letzten Jahr, aber erst jetzt war es möglich, alle wichtigen Darsteller unter einen Hut zu bringen.
Kleine Anekdote nebenbei: Vor zwei Wochen hatten Uwe und ich gut hundert Kilometer zurückgelegt auf der Suche nach einem geeigneten Drehplatz – um uns dann für einen Platz nur wenige hundert Meter von meinem Haus entfernt zu entscheiden.
Um der obligatorischen Flut von Fußgängern am Sonntag zu entgehen, hatten wir uns bereits mitten in der Nacht um 11 Uhr bei mir getroffen. Regie führte Uwe Post, an der Kamera und als Darstellerin war zum ersten Mal Svenja Wendler dabei, sowie unsere Schauspielertruppe bestehend aus Biance Franke, Peter Eberst und mir.
Neben diversen Insektenattacken hatten wir an diesem Sonntag vor allem Probleme mit dem Wetter. Ständige Lichtwechsel sobald sich Wolken vor die Sonne schoben oder verschwanden ruinierten mehr als einen Take. Auch die unvermeidbaren Autos, Spaziergänger, Radfahrer und Reiter trugen ihren Teil dazu bei, die Dreharbeiten nicht unnötig zu vereinfachen.
Man sollte eigentlich mal so eine Art Dummyfilmdreh inszenieren, der nur dazu dient, das Verhalten der Passanten zu filmen. Manch einer trottet mit treudoofem Blick in Zeitlupe durchs Bild, oder gestattet es Waldi, Kamera und Darsteller erstmal ausgiebig zu beschnuppern.
Da ist Geduld gefragt, sowohl von Regisseur und Kamerafrau, als auch von den Schauspielern.
Unser neuer Mitspieler Peter Eberst bewies schnell seine darstellerischen Qualitäten. Wie erwartet, müsste man hinzufügen, schließlich ist er der einzige echte Profi unseren Reihen. Biance Frankes und seine Verkörperung eines ziemlich angenervten Pärchens kurz nach dem Coitus Interruptus sieht für mich ziemlich gelungen aus. Für Svenja Wendler war es diesmal zwar eine etwas kleinere Rolle, dafür agiert sie souverän als Kamerafrau.
Meine Rolle ist auch nicht die größte, ich bin hauptsächlich dazu da, am Auto herumzuschaukeln, damit es so aussieht, als wäre darin ein Pärchen…ähh…gesellig. Na ja, ein paar Sätze habe ich auch noch.
Nach stattlichen vier Stunden ist der rund fünf Minuten lange Film abgedreht. Keine Minute zu früh, denn genau in diesem Augenblick beginnt es zu regnen.
Den Rohschnitt hat Uwe bereits am Abend fertig gestellt. Mein erster Eindruck: Wir können damit sehr zufrieden sein. Für mich steht L315 ein bisschen in der Tradition des Loriotschen Sketches – wenn sich der Meister wohl auch nicht zu einer so derben Pointe hätte hinreißen lassen.
Einen Teaser kann man sich mittlerweile auch auf der Seite des Thunderbolt ansehen.

Den Tod zum Tode verurteilen


Ich persönlich halte ja nicht besonders viel vom Tod. Meistens kommt er sehr ungelegen und ist in den meisten Fällen sehr sehr endgültig. Nicht, dass ich nicht gern schlafen würde, aber man muss es ja nicht übertreiben. So schließe ich mich mal allen Technofreaks an, die behaupten, der Tod sei nichts weiter, als ein bislang ungelöstes aber durchaus zu bewältigendes biotechnologisches Problem.
Der Informatiker und Biologe Aubrey de Grey glaubt ein Konzept entwickelt zu haben, mit dem der Tod zum Tode verurteilt werden kann. Immerhin halten zahlreiche Experten seine Ideen für diskussionswürdig. Hat der Brite recht, würde das in Zukunft den Ruhestand für den Sensenmann bedeuten.
Mit seinem derzeitigen Konzept will Aubrey noch nicht das ewige Leben ermöglichen - nur Zeit gewinnen, in der die Wissenschaft Methoden entwickeln kann, von denen wir jetzt noch nicht einmal träumen würden.
Mehr über den Exzentriker in diesem Artikel im Spiegel...

Eine neue Geschäftsidee: Deutsch-Kurse für Phisher


Mitleid überkam mich heute beim Lesen einer Phishing-Mail:

"Diese Anweisung wird an allen Bankkunden gesandt und ist zum Erfullen erforderlich.

Wir bitten um Verstandnis und bedanken uns fur die Zusammenarbeit."

Diese Menschen benötigen dringend Nachhilfe in Deutsch. Vielleicht würde sich ja der eine oder andere Germanist für ein Entgeld als Lehrer zur Verfügung stellen. Bezahlung sollte für die Herren Phisher kein Problem sein, oder?

Ob Huygens Leben auf Titan gefunden hat...


...könnte sich bei Auswertung der Daten herausstellen, die beim Niedergang der Sonde auf die Oberfläche des Saturnmondes gemessen wurden. Chris McKay und Heather Smith hoffen, die Spuren einfacher Lebensformen auf der Titanoberfläche zu entdecken. Solche Lebesnformen sind möglicherweise für den Methangehalt von 5 % der Titanatmosphäre verantwortlich sein. Ihre Anwesenheit könnte sich durch einen im Vergleich zu restlichen Atmosphäre geringen Wasserstoffanteil in Bodennähe verraten.
Mehr dazu in diesem Artikel in Newscientist.com...

Es ist doch sehr beruhigend,...


...dass selbst die geballte Brainpower der NASA nicht in der Lage ist, zu klären, warum ein einzelner Treibstoffsensor nur Blödsinn anzeigt. In Cape Canerveral hat man die Suche nach der Fehlerursache aufgegeben und will die Discovery trotz defekter Treibstoffanzeige morgen starten lassen.
Als Durchschnittsuser ziehe ich daraus die Lehre, mich demnächst nicht mehr stundenlang herum zu ärgern, wenn irgend ein Gerät trotz installiertem Treiber nicht arbeiten will, oder die Software mir mal wieder statt kreativer Ergüsse nur Abstürze ermöglicht.
Mehr zum Discovery Start mit Hardwarekonflikt im Spiegel...

Sonntag, Juli 24, 2005

Christopher Walken...


...ist für mich einer der genialsten Schauspieler. Durch ihn wurde nicht nur "God`s Army" zu einem Meisterwerk. Der charismatische Walken kann trotz Föhnwelle absolut glaubwürdige Bösewichter verkörpern und sogar während eines seiner zahlreichen Tanzsolos so aussehen, als würde er gleich danach einen Auftragsmord begehen.
Ein Interview mit dem Meister findet mal heute im Spiegel. Für mich neu: Walkens Vater stammt aus Essen! Tja, Mr. Walken, wenn sie mal in den Pott kommen, dürfen sie gern ein Gastspiel beim Thunderbolt Video Project geben. Ich würde nicht mal ausschließen, dass er sich darauf einläßt. Walken hat nämlich in zahlreichen Billigfilmen mitgewirkt. Der Mann hat ein Herz für Filmemacher.
Hier gehts zum Interview im Spiegel..

Die Visionen 2005...


...sind ab Oktober erhältlich, können aber bereits jetzt vorbestellt werden. Enthalten in der von Helmuth Mommers herausgegebenen Storysammlung sind Geschichten von Autoren wie Andreas Gruber, Rainer Erler, Marcus Hammerschmitt, Frank Haubold, Michael Iwoleit und Thomas Thiemeyer. Ich bin ebenfalls mit einer Cyberpunkstory dabei.
Mehr Informationen gibt es hier...

Samstag, Juli 23, 2005

Heute war ich ein fetter Android...


...in der Verfilmung von Christian Günthers Kurzgeschichte "Schattierungen von düster". Der Dreh sollte heute eigentlich pünktlich um 10 Uhr bei Regisseur Jörg Pispisa beginnen. Peinlicherweise bin ausgerechnet ich für die erhebliche Verzögerung der Dreharbeiten verantwortlich - ich bin nämlich direkt aus dem Urlaub gekommen.
Als ich eintraf, hatte die Crew bereits gute zweieinhalb Stunden mit Warten vergeudet. Tja, jeder echte Filmdreh braucht eine Diva und in diesem Fall war ich das mal.
Meine Rolle in "Schattierungen von düster" ist nicht unbedingt die größte. Zierlich gebaut wie ich bin, darf ich einen Typen namens Bobby Fat mimen. Ein unangenehmer Zeitgenosse, der nicht ganz so schlank ist, dafür aber besonders unangenehme Manieren hat. Einen großer Teil meiner Rolle besteht darin, eine attraktive junge Dame an zu graben. Besonders schwierig bei der Sache: Es gibt für diese Szene keinen vorgefertigten Text, ich soll "einfach mal so machen wie Du willst." Mit anderen Worten: Zehn Minuten am Stück muß ich meiner Mitspielerin nach allen Regeln der Kunst mit übelstem Brunftgequatsche nerven. Improvisiert, versteht sich. Das ist akzeptabel, weil der Dialog im Film später nicht zu hören sein wird, macht es aber auch nicht unbedingt leichter. Was solls, nun bin ich schon mal da. Also spule ich meine gesamte schwarze Liste an Anmachen ab, die ich so nie verwenden würde. Für mich eine äußerst peinliche Angelegenheit, denn die restliche Crew kann die Show zehn Minuten lang genüßlich verfolgen. Klar kommt da die Frage auf, ob ich meine Freundin auch so aufgerissen habe.
Dagegen ist der Rest ein echtes Kinderspiel. Der Tod könnte eine echte Erholung sein, müßte man dabei nicht die Augen offen lassen und die Luft so lange anhalten. Trotzdem finde ich einer großen Blutlache liegend etwas Entspannung von der langen Anfahrt und meiner ziemlich flachen Anmache.
Gedreht wird übrigens vor einem riesigen Greenscreen, den Jörg selbst hergestellt hat und dem nun der größte Teil seines Wohnzimmers weichen mußte. Große Unterschiede zu den Dreharbeiten der letzten Star Wars Filme gibt es da nicht mehr. Nur, dass wir keine Laserschwerter benutzen...
Schön an diesem Dreh: Es gibt sogar Gage. Ein riesiges Stück Pizza und ein neues weißes Hemd erhalte ich für meine glanzvolle Darbietung in "Schattierungen von Düster" Nimmt man noch den Spaß dazu, den ich hatte, während ich mich vor der Kamera zum Deppen mache, hat es sich eindeutig gelohnt.
Klar, dass ich sehr gespannt bin auf den fertigen Film. Darüber werde ich natürlich berichten, sobald ich mehr weiß.
Schöne Grüße noch mal ans Team. Hat Spaß gemacht mit Euch und bis zur hoffentlich baldigen Premieren.

Freitag, Juli 22, 2005

Das Geschrei um ein Videospiel...


...und die darin versteckte Cartoon-Sexszene hat Auswirkungen auf die Modderszene. Zur Erklärung: Mods sind Erweiterungen auf Basis bereits existierender Computerspiele, die von Amateuren entwickelt werden. Mods können ganz eigenständige Zusatz -Adventures sein, wie es sie beispielsweise zum Kultspiel "Gothic" gibt. (Dem Diccurent-Mod habe ich übrigens mal meine eigene Stimme geliehen.) Es gibt aber auch ganz andere Mods wie beispielsweise für ein Beachvolleyballspiel, in dem die Spielerinnen plötzlich nackt zum Duell antreten. Das kleine Programm "Hotcoffee" für Grand Theft Auto ist im eigentlichen Sinne kein Mod, es ermöglicht nur den Zugang zu einem Programmbereich, den die Entwickler nicht frei geschaltet haben. Doch allein der Existenz dieses von einem Hacker entwickelten Patches hat Grand Theft Auto nun das Aufstufen auf die Freigabe ab 18 zu verdanken. Damit kann das Spiel in den Läden nicht mehr frei zum Verkauf angeboten werden. Für den Hersteller ein finanzielles Fiasko und auch für die Modderszene ein großes Problem. Die bewegte die sich bislang in einer rechtlichen Grauzone. Die Hersteller erlauben nämlich explizit keine Modifikationen, duldeten sie stillschweigend aber. Man kann davon ausgehen, dass Mods demnächst aber verfolgt werden wie Raubkopien. Jeder Hersteller müßte sonst fürchten, dass eine Indizierung seines Spieles die Folge wäre, sobald gewaltätige oder sexuelle Mods in Umlauf gebracht werden. Damit gerät eine ganz eigene Kunstform – wenn man so will - in den Bereich der Kriminalität. Das gleiche gilt für die in letzter Zeit immer populärer werdenden Animationsfilme auf Basis von Ego-Shootern.
Mehr dazu in diesem Artikel in wired.com…

Harry Potter 6 bereits übersetzt - wie ist das eigentlich mit dem Copyright


Eine eigens zu diesem Zweck gegründete Internetcommunity hat bereits am letzten Wochenende den neuen Band der Potter-Serie komplett übersetzt. Das Prinzip ist denkbar einfach:
189 Commuity-Members wurden jeweils ein Abschnitt zur Übersetzúng zugewiesen. Eine machbare Arbeit, sind so pro Übersetzer doch gerade drei Seiten zu bewältigen. Undankbar war die Tätigkeit natürlich für diejenigen, die mit den letzten Kapiteln betraut waren. Hier noch vor Lesen des kompletten Buches zu übersetzen, hätte für die Enthusiasten bedeutet, sich selbst zu "spoilern". Ein Problem, das gelöst wurde, indem man den neuen "Töpfer" schnell am Wochenende las und erst im letzten Moment die Übertragung ins Deutsche durchführte.
Das Experiment ist geglückt. Das Internet hat seine Möglichkeiten als "soziale Maschine" demonstriert. Einzig offen bleibt die Frage nach dem Copyright. Aber ganz ehrlich: Sollte das so wichtig sein, wenn es um Kultur geht?
Mehr zur Blitzübersetzung in diesem Artikel in telepolis...

Donnerstag, Juli 21, 2005

Ich blogge direkt hoch zu den Aliens...


...mittels bloginspace.com. Der Anbieter überträgt alle Daten mittels Radioschüssel ins Weltall. Und bereits in vier Jahren werden erste Surfer auf Alpha Centauri hier höchst amüsiert mitlesen. Blogfans in Andromeda müssen sich leider noch 2,5 Millionen Jahre gedulden.

Außerirdische dürfen sich gern hier mit Kommentaren verewigen. Als Beweis für ihre Authentiztät bitte ich lediglich um detaillierte Informationen über Interstellartriebwerke oder die außerirdische Anatomie.


Michael Jackson mag Neuschwanstein


Angeblich spielt der Sänger, den böswillige Zungen gelegentlich als verblaßende Popikone - verblaßend im wahrsten Sinne des Wortes - bezeichnen, mit dem Gedanken, ein Haus in Potsdam zu erwerben. Doch Pressesprecher ließen verlautbaren, auch an König Ludwigs Neuschwanstein fände Mr. Jackson Gefallen. Das steht wohl nicht zum Verkauf, doch wäre selbstverständlich ein Nachbau denkbar. Es scheint, als zöge diese Art der Architektur Sonderlinge magisch an. Nicht, dass da demnächst ein weiterer Exzentriker in einem Nachbau des Starnberger Sees treibend aufgefunden wird.
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Mittwoch, Juli 20, 2005

Gibt es Telekinese?


Wieder einmal haben sich Experten mit der Frage beschäftigt, ob der menschliche Geist - und allein der menschliche Geist - Einfluß auf die physikalische Welt nehmen kann. Dazu bauten einige Forscher beispielsweise eine Maschine, in der Bälle auf Zufallsbasis von einem Arm in verschiedene Behälter geworfen werden. Sie behaupten bei ihren Messungen signifikante Abweichungen vom statistischen Mittelmaß der zu erwartenden Ergebnisse festgestellt zu haben, sobald Beobachter versuchen, die Vorrichtung mit Hilfe reiner Willenskraft zu beeiflussen.
Solche Experimente sind nicht neu, genausowenig wie die dazugehörigen Spielereien mit Statistiken. Ihre Aussagekraft ist gelinde gesagt äußerst zweifelhaft und ihnen fehlt, was fundierte wissenschaftliche Resultate ausmacht: Die Reproduzierbarkeit. Doch der Traum von der Telekinse bleibt.
Mehr dazu in diesem Artikel in wired.com...

Dienstag, Juli 19, 2005

Ich glaube man nennt sie Synchronizitäten,...


Ereignisse die in Ursache und Wirkung nichts miteinander zu tun haben, aber zur gleichen Zeit geschehen und einen gemeinsamen Bedeutungskontext haben. Da wird am 7.Juli 2005 in der Londoner U-Bahn Werbung für den Roman Incendiary von Chris Cleave gemacht. Darin beschreibt der Autor einen fiktiven Anschlag durch islamistische Attentäter auf das Londoner Arsenal Stadion. Plakate in den U-Bahnhöfen bewerben das Buch mit Luftaufnahmen Londons auf denen man riesige Rauchsäulen aus dem Stadion aufsteigen sieht. Am 7. Juli 2005, am gleichen Tag also, kommt es aber auch zu einem Anschlag durch islamistische Attentäter auf die Londoner U-Bahn. Ein Zufall, der dem Autor nun zu einer Promotion verhilft, auf die Cleave vermutlich lieber verzichtet hätte. Denn egal, was der Autor nun zur Sache sagt oder schreibt, man wird es ihm zum Vorwurf machen.
Mehr dazu in diesem Artikel in der Süddeutschen Zeitung...

Der Einfluß der NAZI-Ingenieure...


...auf das amerikanische Raumfahrtprogramm ist bekannt. Schon ertaunlich, dass die meisten der von den Amerikanern übernommenen Technologien aus Konzepten für Waffensysteme stammen, die gegen die USA gerichtet werden sollten.
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Montag, Juli 18, 2005

Kueperpunk verhaftet

Erwähnte ich eigentlich schon mal, dass ich auf zwölf Sternen zum Tode verurteilt bin?

Lesung auf dem Darksidecon - oder auch nicht...


Wir waren uns der Aussichtslosigkeit unserer Aktion durchaus bewusst. Trotzdem hegten wir gewisse Hoffnungen, dass unsere Mission vielleicht doch von Erfolg gekrönt sein würde. Und sei es nur ein kleiner. Ein schmaler Leuchtstreifen am Horizont der deutschen Literaturszene, der uns beweist: Da ist noch Hoffnung. Es gibt potentielle Leser dort draußen.
Doch nach zwei Tagen auf dem Darksidecon in Witten steht für uns nun fest: Wir sind gescheitert!
Star Wars Fans können oder wollen nicht nur nicht lesen, wenn es um Literatur außerhalb des Serienuniversums geht, sie sind auch nicht bereit zuzuhören, selbst wenn man ihnen eine Kurzgeschichte vorlesen will. Ich schreibe dies ganz ohne Vorwurf mit einem gütigen Schmunzeln, denn schließlich war mir das schon vorher klar.
Dass wir, Armin Rössler, Bernhard Weißbecker und meine Wenigkeit mit unserem literarischen Programmpunkt auf dem Mediacon deplatziert sind, zeigt sich deutlich schon bei unserer ersten Veranstaltung am späten Freitagabend. Angesetzt für 21.30 Uhr sicherlich nicht optimal im Programm positioniert. Noch hoffen wir, dass das spärliche – besser gesagt nicht vorhandene – Interesse an unserer SF-Lesung mit der späten Tageszeit zu tun hat. Immerhin verirren sich doch noch vier Zuhörer in den Saal, die uns zum kleinen Teil aus Interesse zum überwiegenden Teil eher aus Mitleid Gesellschaft leisteten. Eines vorweg: Obwohl nicht ganz freiwillig anwesend ein dankbares Publikum, für das zu lesen viel Spaß gemacht hat.
Am Samstagmittag kehre ich mit der eher schwachen Hoffnung zurück, dass sich um 12.30 Uhr etwas mehr Zuhörer im Studio1 der Wittener Werkstadt einfinden werden. Dort hält zunächst Rusty Goffe, seines Zeichens Darsteller eines Javas und diverser Roboter sein Panel ab. Der kleinwüchsige aber dafür umso charismatischere Schauspieler versteht das Publikum zu fesseln mit Plaudereien aus dem Nähkästchen diverser Filmdrehs wie Star Wars oder Willow. Besonders amüsant sind Backgroundinfomationen über seine Mitarbeit an Harry Potter. Fünf Tage lang musste er jeden Morgen um 5 Uhr am Drehort erscheinen, dort eine fünfstündige Makeup-Prozedur über sich ergehen lassen und dann bis spät Abends ausharren. Viel Aufwand dafür, dass er später gerade fünf Sekunden im Film zu sehen ist.
Immerhin hat der Darsteller ein gutes Dutzend Interessierter um sich scharen können. Armins und meine Strategie ist es, genau dieses Publikum für unsere unmittelbar darauf folgende Lesung festzuhalten. Doch Armins Ankündigung unseres nun folgenden literarischen Intermezzos hinterlässt in den Gesichtern der Anwesenden so tiefe Betroffenheit, dass er mit einem leisen Seufzen hinzufügt. „Ihr müsst nicht bleiben.“ Erleichtertes Keuchen ist zu hören, Laserschwerter, bereits für den Befreiungskampf gezückt, werden deaktiviert. Als die ersten Jedis das nun für die Filmfans zur Kammer des Schreckens gewordene Studio1 fluchartig verlassen, schließen sich ungeniert auch die restlichen Anwesenden an - selbstverständlich nicht ahnend, was sie da gerade verpassen.
Unsere zweite Lesung, die hiermit beendet ist, bevor sie beginnt.
Bis zur dritten Lesung um 19.30 Uhr bleibt mir nun jede Menge Zeit, um Conatmosphäre zu schnuppern. Konsumbereit schlendere ich zwischen einem guten Dutzend Ständen herum, werfe begehrliche Blicke auf Star Wars-Figuren und kaufe mir beinahe einen Chewbacca dem eine winzige Version des 3D-Schachspieles aus Teil 1 beiliegt. Doch irgendwie habe ich mein Erwachsensein noch nicht überwunden und lasse das Portemonaie stecken. Dafür kann ich gemeinsam mit Bernhard ein sehr interessantes Gespräch mit dem Macher der „Kriegerherzen“ führen. Einem Fantasyfilm, der von einer ziemlich ambitionierten Truppe erstaunlich professionell auf verschiedenen Burgen in der Umgebung von Siegen gedreht wurde. Am Abend vorher hatte ich mich bereits mit Ralf Schuster, Hauptdarsteller und Macher bei den „Kindern der Nacht“ unterhalten können. Die beweisen, dass es möglich ist sowas wie „Blade“ oder „Underworld“ auch mitten im Ruhrpott zu inszenieren. Was ich an Ausschnitten sah, hebt sich schon deutlich von reinem Amateurtrash ab, noch dazu spielen Gaststars wie Bela B mit.
Mein Hauptaugenmerk gilt natürlich den zahlreichen angereisten Hobbyjedis, die auf dem Con auf ihren schllimmsten Gegner in Gestalt weiß gepanzerter Sturmtruppen und eines unter der Maske erschreckend milchgesichtigen Darth Vader treffen. Scharmützel bleiben aus, statt dessen kippt man Seite an Seite fachsimpelnd Weizenbierchen oder mampft Brühwürstchen. Ich hätte einiges für ein Lasergefecht zwischen Bierstand und Würstchenbude gegeben, werde jedoch enttäuscht. Dafür erfülle ich mir einen Jugendtraum und lasse mich von Sturmtruppen verhaften. Schönen Dank an die beiden Herren von der 501sten, die bei der kleinen Insznierung mitmachen und mich stilgerechet abführen. Armin und Bernhard halten die Aktion mit ihren Kameras fest, ich freue mich bereits jetzt auf die Schnappschüsse. Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass kueperpunk auf zwöf Sternen zum Tode verurteilt ist?
Ein ganz besonderer Hit sind unter den Jedis übrigens die authentischen Lichtschwerter, die wie ihre Vorbilder leuchten und beinm Einschalten das entsprechende Geräusch von sich geben. 200 € kostet so ein Kunstwerk.
Nebenbei haben sich auch noch ein sehr realistischer Klingone und Conans Bruder – mit einer ausgepägten Vorliebe für Weizenbier - auf den Con verirrt, später tauchen auch noch einige Uruk Hai auf, die statt zu morden und meucheln lieber vor der Kamera posieren.
Manch ein Kostümierter verzichtet für ein authentischeres Auftreten sogar auf wichtige Utensilien. Auf und ab paradierende Jedis mit seltsam zusammengekniffenen Augen haben die Brille lieber im Etui gelassen. Anscheinend ist die Macht wirklich mit ihnen, denn keiner rennt gegen den Würstchenstand. Ach ja…und einer der Con-Macher renntt zu fortgeschrittener Stunde in einer Uniform herum, die ich keinem SF-Film zuordnen kann, die aber sehr der eines Stewards vom Traumschiff gleicht. Er wollte übrigens ums Verrecken nicht zur Lesung bleiben. Argumente: „Lesen kann ich selber und zuhören will ich nicht“. Ah ja, jetzt hab ichs: Nicht Traumschiff, Loveboat, es ist die Uniform eines Loveboat-Stewards gewesen!
Dann sind da natürlich noch die Stargäste. Ich mag sie nicht alle der Reihe nach aufzählen. Darunter befinden sich das Stand In Model von Hayden Christiansen, eine sehr hübsch anzuschauende Jedirittern, mehrere Puppenspieler, natürlich Rusty Goffe und ein 2,10 m großer Hüne – eigentlich Basketballspieler – der den Wookie General in Episode III spielt.
Auf ihre Anwesenheit in einem kleinen Nebenraum werde ich erst aufmerksam, als ich durchs Fenster spähe. Ein drahtiger, freundlich dreinschauender Bursche bemerkt mich, winkt mir zu, deutet auf ein Bild von dem kleinen blauen Elefanten, der in „Rückkehr der Jediritter“ in der Band mitspielt und ruft mir zu „that`s me“. Aha, interessant. Mit welchem Teil seines Körpers er welchen Teil des Elefanten kontrollierte, demonstiert er mir zu meiner Erleichertung nicht. Ich traue mich auch nicht zu den Stargästen rein. Ehrlich gesagt fürchte ich , von dem riesigen Wookie-Darsteller dazu gezwungen zu werden jedem ein Autogramm abzukaufen – für 15 Euro pro Stück.
Nein, Geld lasse ich keines auf dem Convention und bin damit wahrscheinlich der Albtraum jedes Händlers. Ich nehme an, die kennen mich schon von diversen anderen Cons und flüstern mittlerweile: „Was will er denn hier, kauft doch eh nix.“ „Ne, der liest immer nur.“
Apropos: Da steht ja noch eine Lesung aus, oder?
Was soll ich viele Worte drum machen? Trotz verzweifelter PR-Aktionen, trotz persönlichen Ansprechens jedes Con-Besuchers, trotz Bitten und Betteln und kurzzeitigen Spiels mit dem Gedanken, Conans Bruder als Söldner zu mieten, der uns Zuhörer ins Studio 1 prügelt, bleiben die Reihen leer. Allein unser Publikum von der ersten Lesung ist wieder mit dabei. So wird es ein kleiner, ganz gemütlicher Vortrag im privaten Rahmen.
Ärgern tut sich trotzdem keiner von uns. Auf einem Star Wars Con zu lesen war von vornherein ein Experiment. Spaß hatten wir trotzdem und um mehr geht es gar nicht.
Was bleibt da noch zu sagen? Ah ja!
Möge die Macht mit euch sein und ab und zu vielleicht mal ein Buch ohne X-Wing-Fighter auf dem Cover…

Samstag, Juli 16, 2005

Zwischenmeldung vom Darksidecon


Mit einem Schmunzeln hier ein Zwischenbericht für die Statistiker:

Gestrige Lesung: Vier Zuhörer, die wir an den Haaren herbeigeschleift haben
Heutige Lesung: (Ohne Haareziehen) Null Zuhörer

Man muss hinzufügen, dass selbst die Gaststars in ihren Panels immer nur so um die zehn Zuhörer haben.
Schauen wir mal, wie es heute Abend wird.

Freitag, Juli 15, 2005

Lesungen auf dem Darksidecon in Witten - auch heute (21.30 Uhr)


Hier nochmal die Termine für die Lesungen auf dem Darksidecon. Auch heute findet um 21.30 Uhr eine statt.

Freitag, 21.30 Uhr, Bernhard & Thorsten

Samstag, 13 Uhr, Bernhard & Thorsten

Samstag, 19 Uhr, Bernhard, Thorsten & Armin

Ich bin infantil...


...und zwar hochgradig. Es mag sein, dass die Lesungen auf dem Darksidecon heute und morgen bei mir Nostalgieschübe ausgelöst haben, vielleicht habe ich auch generell einen Sprung in der Schüssel. Aber irgendwie bin ich ja auch Fan und der Jäger- und Sammlertrieb bekloppte Souvenirs zu horten, kommt auch bei mir manchmal zum Vorschein. Gerade habe ich eine Sonderdition erworben - nicht von CDs, DVDs, oder Büchern, nein eine limitierte Auflage...äh, Küchenrolle. Darauf sind Star Wars Motive, so dass ich das nächste Mal meinen verschütteten Eistee mit dem Gesicht des Imperators aufwischen kann.
Besonders verlockend war für mich der beiliegende Plüsch-Yoda. Der sieht seinem Vorbild gar nicht richtig ähnlich, gleicht mehr der Schildkröte aus dem alten "Robin Hood"-Zeichentrickfilm, ist aber doch eindeutig am grünen Ökokittel und Wanderstock zu erkennen. Nun sitzt er im Badezimmer neben der Klopapierolle und wird mir in schweren Stunden beistehen, wenns in der Körpermitte mal wieder brodelt und ich mit dem Kopf voran in der Schüssel hänge. Ich höre seinen Weisheiten schon jetzt: "Dein Schwachpunkt ist, dass soviel essen du musst. Schlecht das Hackfleisch war. Doch die Macht mit dir sein wird, wenn glaubst daran, dass nicht weiterkotzen Du musst." Und dann taucht auch noch der alte Obi Wan auf und bemerkt mit tadelnd erhobenem Finger. "Auch ein Jedi öffnet danach das Fenster."
Ich hau mich jetzt noch etwas Ohr, um um 21.30 Uhr frisch zu sein. Da lese ich Star Wars Fans eine SF-Kurzgeschichte ohne Darth Vader vor. Ob das gut geht?

Donnerstag, Juli 14, 2005

Hillary Clinton ist auch ganz empört über Sexszenen am Computer


Wenn die Frau schon Probleme mit der verpixelten rhythmischen Sportgymnastik in Grand Theft Auto hat, dann wundert mich nicht, dass ihr Gatte sich so gut mit der Praktikantin verstand.
Mehr zur wirklich komplett überflüssigen Diskussion über cartooanartigen Gamesex in diesem Artikel in der Netzeitung...

Mittwoch, Juli 13, 2005

Kueperpunk wird 600


Nicht 600 Jahre aber immerhin 600 Einträge alt. Jawohl! Seit dem 22.August 2004 blogge ich nun und bisher habe ich meine eigene Vorgabe eingehalten, so gut wie jeden Tag - bis auf ganz wenige Ausnahmen - mindestens einen Eintrag ins Weblog vorzunehmen.
Ursprünglich als Experiment gedacht, hat sich das Bloggen für mich zu einem interessanten Bereich meiner Aktivitäten entwickelt.

Aus gegebenem Anlass gibt es dazu auch eine neue Ausgabe meines Podcastes und zwar genau hier...
Eigentlich sollte auch noch die Discovery starten, das hat dann aber leider doch nicht geklappt.




Bloggen, Podcasten und nun auch noch Vloggen !!


Es lag doch wirklich auf der Hand, spätestens seit die ersten Blogger zu Podcastern wurden. Der Schritt vom eigenen Radioprogramm zum Filmbeitrag ist dank günstiger Videotechnik nur ein ganz kleiner. Vlogger haben ihn gemacht und präsentieren nun statt Texten oder Audiokommentaren gleich eine komplette eigene Show - in der sie beispielsweise über die Stichflamme bei der letzten Grillfete berichten wie ein CNN-Korrespondent über das Kampfgeschehen an irgendeiner Front der Welt.
Das ist manchmal drollig, hat aber Potential, denn Vlogger können und wollen, anders als große Medienkonzerne, kleine Interessengruppen ansprechen. Beispiele wären hier bei uns diverse Blogs zum Thema Film oder Science Fiction.
Neu ist das alles freilich nicht wirklich, denn schon vor Jahren gab es Internetseiten, die Videoberichte beispielsweise von Conventions präsentierten. Nun hat die Geschichte nur einen schönen trendigen Namen und lockt damit begeisterte Kreative an -manche inspiriert, manche uninspiriert, genau wie es auch schon beim Bloggen war.
Übrigens war kueperpunk der Entwicklung mal wieder voraus. Schließlich habe ich vor einiger Zeit schon einen Videobericht über die Kurzfilmmatinee in Essen angeboten.
Mehr zum Vloggen in diesem Artikel in wired.

Dienstag, Juli 12, 2005

Das Interview mit dem UFO-Hacker


Gary McKinnon flog vor einigen Monaten beim Hack eines DARPA-Computers auf. Motiv des Hackers war es nach eigener Aussage, Beweise für einen Kontakt der US-Regierung mit Außerirdischen zu finden. Im Paranews.net findet man nun ein Interview mit McKinnon.
Ich will es mal völlig unkommentiert lassen.
Hier entlang zum Interview...

Montag, Juli 11, 2005

Das alte Mädchen startet wieder


Am Mittwoch um 15.51 Uhr wird nach über 2 Jahren wieder ein Space Shuttle starten. Das an sich würde niemandem mehr ein müdes Lächeln entlocken, geschweige denn besondere Begeisterung. Wäre es nicht am 1.Februar 2003, rund 17 Jahre nach der Challenger Katastrophe zu einem weiteren schweren Unglück in der amrikanischen Raumfahrtgeschichte gekommen. Die Columbia zerbrach beim Wiedereintritt in die Atmosphäre. Ein Desaster, das offenbarte, was Insidern lange klar war. Das Shuttle ist veraltet und zeigt erhebliche technische Mängel. Unzählige Risikofaktoren gefährden nicht nur das Leben der Besatzung. Fast zwei Jahrzehnte lang war es gelungen, den Anschein zu erwecken, Shuttleflüge wären eine Routineangelegenheit wie der gewöhnliche Luftverkehr. Dem ist nicht so.
Experten warnen nach wie vor: Viele Risikofaktoren sind nicht eliminiert worden.
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Immer mehr Wissenschaftler fälschen ihre Ergebnisse


Grund dafür ist der zunehmende Druck auch im Bereich der Forschung. Wer Karriere machen will, muss neue Erkenntnisse veröffentlichen, wer Fördergelder kassieren will, muss verwertbare Ergebnisse liefern. Doch leider weigert sich die Natur oft sehr beharrlich, so zu reagieren, wie es die Experten vorraussagen. Bleiben die gewünschte Resultate aus, muss mancher Forscher um seine Karriere fürchten. Panikreaktionen sind dann gelegentlich die Folge, und schwarze Punkte, die eigentlich im Fell der Testmaus erscheinen sollten, werden mit dem Edding nachcoloriert.
Gefährlich wird das ganze, wenn es um neue Therapiemethoden gibt, die scheinbar Hilfe für Patienten versprechen, aber in Wahrheit gar nicht funktionieren können.
Mehr zum Thema in diesem Artikel in wired.com...

Videospiele sind ja so böse...


...vor allem die versteckten kleinen und heißen Spiele im Spiel. In Grand Theft Auto kann man mittels Patch nicht nur Kaffee mit den Mädels trinken sondern selbige gleich noch als Dessert vernaschen. Soviel Schmutz und Pornographie rief den kalifornischen Abgeordneten Leeland Yee auf den Plan. Ihn und seine Antivideospielbewegung kümmert kaum, das GTA sowieso nie als Spiel für die lieben Kleinen konzipiert war und das auch mit Patch nicht gerade viel zu sehen ist.
Wieder einmal hängt die Fraktion der Sittenwächter dem Zeitgeschehen hinterher. Schon auf dem C64 gabs 1985 mehr zu schauen. Gleich geblieben ist nur, dass man am Joystick rütteln muss, um die Mädels auf dem Schirm in Verzückung zu bringen. Schlimmeres konnte und kann dabei gar nicht passieren, auch sehr enthusiastische Spieler haben ja eh keine Hand mehr frei...
Mehr zum Thema in diesem Artikel in der Netzeitung...

Krieg der Welten - Produzenten gegen Kritiker


Es ist wieder soweit: Außerirdische greifen die Erde an. Das taten sie schon oft. Und wie meistens zuvor ist das keine wirklich gute Idee, denn letztendlich ziehen sie den Kürzeren. Genau wie damals, im ersten „Krieg der Welten“ nach der literarischen Vorlage von H.G. Wells.
Ich verspüre ein gewisses Widerstreben, Spielbergs Remake des SF-Klassikers hier zu besprechen. Zunächst mal, eben weil es ein Remake ist und meiner Ansicht nach die Zeit reif wäre, für neue Ideen, neue Geschichten und neue Pointen. Doch es widerstrebt mir auch, über einen Film zu sprechen, bei dem die Produzenten Einfluss auf die Presse genommen haben, wie noch nie zuvor. Unter anderem wurden Kritiker dazu verpflichtet, vor der Premiere am 29. Juni Stillschweigen über den Streifen zu wahren. Noch dazu mussten Journalisten, die Cruise interviewen wollten, zunächst eine mehrstündige Besichtigungstour des Scientology-Hauptquartiers über sich ergehen lassen.
Das sind Hintergrundinfos, die einem den Appetit auf den neuen Spielberg irgendwie verleiden – und doch konnte ich es nicht lassen, und habe mir den „Krieg der Welten“ angesehen.
Spielberg hält sich in mancher Hinsicht eng an die literarische Vorlage, beginnt sogar mit Wells ersten Worten. Auch die Designs der dreibeinigen Kampfmaschinen entsprechen Wells Beschreibungen. Die erste Hälfte des Filmes mit ihrer düsteren Grundstimmung, der sich steigernden Spannung und schließlich dem – selbstverständlich – tricktechnisch perfekten Auftauchen der Dreibeiner ist durchweg überzeugend. Was fehlt ist eine konsequente Steigerung der Spannungskurve über diesen Punkt hinaus und auch der Mangel an Dynamik ist zu beklagen. Was zu einem furiosen Actionspektakel werden könnte, verkümmert über lange Strecken hinweg als dialoglastiges Kammerspiel und mündet in ein schnelles und unverdientes Happy End. Die Invasoren fallen unerwartet der Vielzahl von Erregern auf dem Planeten Erde zum Opfer – was angesichts ihrer technologischen Möglichkeiten völlig unglaubwürdig ist. Die Menschheit hat nur Glück, erringt keinen verdienten Sieg durch Intelligenz, wie ihn der “Independence Day“ uns zugestehen wollte. Doch zumindest kann man den Produzenten damit nicht vorwerfen, uns eine Scientology-Werbebotschaft über die ungenutzten Potentiale des menschlichen Geistes untergejubelt zu haben. Einen wirklich überzeugenden Film bieten sie uns aber leider auch nicht.
Nicht, dass wir uns missverstehen. „Krieg der Welten“ ist an sich betrachtet ein hervorragender, unterhaltsamer Film, ähnelt für mich aber viel zu sehr einer abstrusen Vermischung von „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (eigentlich eher „Independence Day“ aber der ist eben nicht von Spielberg) und einem dieser unsäglich langweiligen Spielberg-Betroffenheitsdramen mit Pseudotiefgang, die der Altmeister so gern inszeniert.
Zuviel Tragödie in zuwenig SF. Das wirkt so blass, dass man sich eher noch mal das Original anschaut, oder sich bei Orson Welles Hörspiel gruselt…

Sonntag, Juli 10, 2005

Kommenden Freitag und Samstag auf dem Darksidecon


Am Freitag werde ich etwa um 21.15 Uhr, am Samstag um 19 Uhr lesen. Wer Spaß an Star Wars hat, sich gern mit Sturmtruppen, Robotern oder diversen Aliens umgibt, leidenschaftlich Stände mit SF-Devotionalien plündert oder mir mal beim Lesen zuhören möchte,
der sollte in die "Werkstadt" in Witten kommen.
Mehr Infos hier...

Samstag, Juli 09, 2005

Möglicher Anschlag in Birmingham?


Die Polizei evakuiert derzeit anscheinend das Zentrum Birminghams. Nähere Informationen über die Art der Bedrohung liegen nicht vor. Hypersensibilität der Behörden? Böses Spiel von Trittbrettfahrern? Tatsächlich eine neue Gefahr?
Mehr dazu in Spiegel-online...

Happy Slapping in Oberfranken


Ein Modetrend greift um sich. Heute schon von einer Horde Jugendlicher überfallen, niedergeprügelt, per Handy gefilmt, für die Internetverwertung aufbereitet und zum Verauf auf CD-Rom gepresst worden? Nein? Es könnte aber jederzeit soweit sein. Zumindest englische Kids sind begeisterte Happy Slapping Fans, entweder als Kreative oder als passive Konsumenten der hochbeliebten Prügelvideos. Nun ist auch ein Schüler in Oberfranken zum Ziel eines kreativen Anfalls Minderbem...äh Minderjähriger geworden - unfreiwillig natürlich. Immerhin kassierte er dafür Andy Warhols fünfzehn Minuten Ruhm und vermutlich Prellungen, so bunt wie eins der Bilder des Künstlers.
Wie geht man mit soviel jugendlicher Idiotie um?
Wie wäre es damit, die Täter einfach mal übers Knie zu legen? Vor laufender Kamera versteht sich. Und auch diese kleinen Filmchen können dann im Netz gedownloaded werden. Nennen wir es educating slapping...Kinder und Jugendliche dürfen zu erzieherischen Zwecken umsonst zuschauen, Eltern zahlen.
Das Geld selbst wird später in die Bildung investiert. Beispielsweise um Studenten die Studiengebüren zu ersparen. ;-)
Mehr zum Thema in diesem Artikel in der Netzeitung...

Ein Interview mit Arthur C. Clarke...


...findet man heute in der Sueddeutschen. Der Altmeister plaudert aus dem Nähkästchen...

Freitag, Juli 08, 2005

Kamerahandys erweitern die Möglichkeiten der Berichterstattung


Kamerahandys haben besonders eindrucksvolle Bilddokumente von den Anschlägen in London geliefert. Die neuen Möglichkeiten machen aus Bürgern Journalisten. Doch damit wird auch die Gefahr größer, dass unechtes oder nachgestelltes Bildmaterial auftaucht.
Mehr zum Thema in diesem Artikel in der Netzeitung...

Morgan Freeman bietet Filme zum Saugen an


Der Schauspieler hat sich nicht unter die Szene von Videokopierern, Abfilmern und Torrentusern begeben, statt dessen will er dem Filesharing auf anderem Wege entgegentreten. Sein eigenes Portal soll aktuelle Filme unmittelbar nach der Premiere anbieten. Damit hat er eine Motivation der Filmsauger erkannt: Zwischen Ankündigung eines Filmes und der Möglichkeit, ihn endlich auf DVD sehen zu können, liegt für viele Fans ein zu großer Zeitraum.
Mehr zum Thema in diesem Artikel im Spiegel...

Donnerstag, Juli 07, 2005

Internetanbindung spürbar langsamer


Zumindest kommt es mir so vor. Vermutlich zurückzuführen darauf, dass sich gerade viele Menschen per Internet über die Anschläge informieren. BBC.com ist derzeit vermutlich eine der aktuellsten Informationsquellen.

Um ein erstes Bekennerschreiben...

...handelt es sich möglicherweise bei diesem Dokument, über das Spiegel Online berichtet...

Anschlagswelle in London


Gerade überraschen mich die Nachrichten im Auto. BFBS berichtet über eine Serie von Anschlägen in der Londoner Innenstadt. Bombenexplosionen haben mehrere U-Bahnstationen und Busse getroffen. Über die Opferzahlen ist noch nicht viel bekannt. Der Zeitpunkt ist zweifellos kein Zufall, die politische Motivation eindeutig, findet doch derzeit der G8-Gipfel in Edinburgh statt.
Das komplette Verkehrssystem im London steht mittlerweile still. Auch die Mobilfunknetze wurden komplett deaktiviert, wohl weil man befürchtet, ähnlich wie bei den Madrider Anschlägen könnten Sprengkörper per Handy ausgelöst werden.
In einer Buchhandlung konnte ich gerade beobachten, wie sich die Nachrichten verbreiten. Eine Frau vor dem Comic-Regal erfährt per Handy von den Anschlägen. Sie scheint mit einem Bekannten oder Verwandten zu sprechen, der sich gerade in London aufhält. Um mich herum unterhalten sich mehrere Personen per Handy über die Situation in England.
Allzuviel ist noch nicht bekannt. Es scheint aber zumindest so, dass die Attacke nicht die Dimension der Anschläge vom 11.September 2001 erreicht hat.

Wie meine Schüler ihren Pauker sehen...


...kann man mal auf der Seite der Klasse 10b des vergangenen Schuljahres sehen. Da meine Charakterisierung auch nach Verteilen der Zeugnisnoten noch unverändert so da steht, ist vielleicht ein Körnchen Wahrheit dran. Einfach mal auf die Rubrik "Lehrer" klicken und dann auf Herrn Kueper(punk).

Mittwoch, Juli 06, 2005

"Das Parfum" - Die Verfilmung


Gerade beginnen unter der Regie von Tom Tykwer in der Provence die Dreharbeiten zu "Das Parfum". Bernd Eichinger sicherte sich die Filmrechte an der Adaption von Patrick Süskinds Roman. Beim lesen des recht ausführlichen Atikels beschleicht mich allerdings das Gefühl, dass Film und Roman wieder einmal wenig miteinander zu tun haben. Das einsame unattraktive Genie Grenouille aus Süskinds Roman tötet Jungfrauen, um aus ihrem Gerüchen das perfekte Parfum zu kreieren. Dessen Duft soll ihn begehrenswert werden lassen. Der Grenouille aus Tykwers Film aber ist von Anfang an ein Edelhengst, der kein Parfum mehr braucht, um die Damenwelt anzulocken. Das passt nun so gar nicht.
Schade, warum versuchen es die Filmproduzenten nicht mal etwas werkgetreuer?
Hier gehts zum Artikel im Spiegel...

Der Komet schießt zurück...


...tönt die Bildzeitung heute und spricht dabei über Staubwölkchen wie über biologische Waffen. "Droht nun eine Weltraumseuche?", fragt man sogar und der astronomisch vorgebildete Leser fühlt sich an die Kometenhysterie vergangener Jahrhunderte erinnert. Schon vor Jahrzehnten schob man dann und wann eine Erkältungswelle auf Schweifsterne, die zufälligerweise gleichzeitig über den Himmel zogen.
Klar hats bei der kosmischen Kollision zwischen Deep Impact und Komet "Tempel 1" ein bisschen gestaubt, doch die Menge der freigesetzten Gase verteilt sich ganz dezent im Raum. Das eine oder andere Molekül huscht dabei vielleicht in Richtung Erdatmossphäre, doch wird davon so gut wie nichts hier unten ankommen. Immerhin erwähnt die Bild Chandra Wickramasinghes Panspermientheorie. Er vertritt die Hypothese, dass das Leben sich huckepack auf Kometen im All ausbreitet. Eine interessante Annahme. Ironischerweise gibt es dabei gewisse Parallelen zur Theorie, dass sich Idiotie huckepack auf der Bildzeitung ausbreitet. Böswillige Zeitgenossen behaupten so etwas ja gelegentlich.

1982 landen wir auf dem Mars...


...so glaubte Wernher von Braun. Ein Blick auf den Kalender erinnert uns daran, dass wir bereits das Jahr 2005 schreiben. Mehr als ein paar ferngesteuerte Autos im Schuhkartonformat haben wir auf der Marsoberfläche bislang nicht vorzuweisen.
Peinlich, peinlich.
Mehr zum Thema in diesem Artikel im Spiegel...

Dienstag, Juli 05, 2005

Chinesischer TV-Sender gehackt


Angeblich ist es der chinesischen Falun Gong Sekte gelungen, kurzzeitig die Kontrolle über den TV-Satelliten APSTAR 6 zu übernehmen und eine Viertelstunde lang eigenes Material zu senden.
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Dateitauscher als Bewahrer von Kulturgütern?


Manche Film-, Fernseh- oder Musikperle wäre längst vergessen und verschwunden, wäre sie nicht von enthusiastischen Zuschauern mitgeschnitten und archiviert worden. Statt sie zu verklagen, wie es heute Usus ist, hat die BBC Sammler sogar um ihre Mithilfe gebeten. Aus deren Privataufnahmen hat man alte Sendungen restauriert. Die Sammler durften sich dafür ihrerseits in den Senderarchiven der BBC umsehen und sich Kopien von Sendungen aussuchen.
Sind Filmkopierer also nicht vielleicht doch Bewahrer von Kunstwerken?
Mehr dazu in diesem Artikel in telepolis...

Montag, Juli 04, 2005

In Peking gibt es nun die erste Klinik für Internetsüchtige


Insbesondere Kinder und Jugendlich werden dort wegen exzessiven Videospielens und krankhaftem Internetkonsum behandelt. Zehn bis fünfzehn Tage dauert die Therapie und kostet 48 Dollar pro Tag. Bekannt ist auch, dass Medikamente zum Einsatz kommen. Über die Details schweigt man sich allerdings aus.
Es verwundert nicht, dass ausgerechnet China als erstes Land so eine Klinik eröffnet. Schließlich stellt die Meganation fast genausoviele Netizens wie die USA. Doch davon abgesehen haben solche Kliniken auch politische Bedeutung. Es dürfte den chinesischen Machthabern gut in den Kram passen, exzessive Internetnutzung als Krankheit darzustellen. Schließlich tummeln sich in Chatrooms, Onlinespielen und unter den Konsumenten westlicher Nachrichtenmedien gefährliche Freindenker, die sich kaum mit der offiziellen Ideologie identifizieren können. Mittels unabhängiger Websites und Blogs könnten die zu gefährlichen Multiplikatoren für unerwünschte Meinungen und politische Ansichten werden. So würde es nicht verwundern, wenn demnächst für Regimekritiker eine Therapie in der Internetsuchtklinik als Strafe verhängt wird.
Mehr dazu in diesem Artikel in wired...

Sonntag, Juli 03, 2005

Der Alchimist Newton...


...hat einige höchst interessante Manuskriptseiten hinterlassen. Thema der Schriften ist die Umwandlung unedler Metalle in edle. Mit anderen Worten: Auch Newton träumte davon aus Sch...., Verzeihung, aus Blech Gold zu machen. Außerdem interessierte sich der begnadete Physiker auch für die Erschaffung künstlichen Lebens.
Mehr zum Thema in diesem Artikel im Spiegel...

Lesung auf dem Dark Side Con


Vom 15 bis zum 17.7.2005 findet in Witten der Dark Side Con statt. Wie es aussieht, werde ich dort wohl zusammen mit Armin Rößler und Andrea Tillmanns eine Lesung aus der Anthologie "Überschuss" machen. Verbuchen werde ich die Aktion in der Rubrik "kleine Abenteuer", denn bei der Veranstaltung handelt es sich um einen Star Wars Con. Jede Menge Darsteller - natürlich eher weniger bekannte - jede Menge kostümierte Fans. Wohl nicht unbedingt eine Literatur-Convention aber bestimmt trotzdem eine Gelegenheit, Spaß zu haben.
Vor allem freue ich mich drauf, Admiral Ackbar persönlich kennenzulernen.
Mehr zum Dark Side Con hier auf dieser site...

Samstag, Juli 02, 2005

Ein kleiner Sieg für den Datenschutz


T-Online darf nicht länger die IP-Adressen seiner Flatratekunden speichern. Bislang hat der Anbieter deren Verbindungsdaten jeweils 80 Tage lang festgehalten. Davon profitierten vor allem die Ermittlungsbehörden bei der Jagd auf Dateitauscher. Holger Voss, hatte gegen die Datenspeicherung geklagt, nachdem er seinerseits wegen eines satirischen Eintrages in ein Forum angeklagt worden war. Das Verfahren gegen ihn war nämlich nur möglich, weil die Staatsanwaltschaft Einblick in die bei T-Online vorliegenden Verbindungsdaten nehmen konnte.
Das Urteil wirft Fragen auf. Einerseits könnte eine bessere Überwachung der Surfer helfen, besonders schwere Formen der Kriminalität zu bekämpfen. Andererseits haben Nutzer ohne kriminelle Absichten ein Anrecht auf Intimsphäre und Datenschutz. Die Situation eines Surfers ist vergleichbar mit der eines Autofahrers, der sich spät in der Nacht ans Steuer seines Wagens setzt. Es könnte sich selbstverständlich um einen Einbrecher oder Vergwaltiger handeln. Oder aber um einen Normalbürger, der gern nachts ein wenig herumkurvt. Niemand würde deswegen auf die Idee kommen, die zurückgelegten Wege sämtlicher PKWs zu speichern.
Mehr zum Thema in diesem Artikel im Spiegel...