Donnerstag, Juni 30, 2005

Die "Fantastischen Vier" gab es schon mal als Film...


...,der allerdings nie unsere Kinos kam. Roger Corman inszenierte 1993 eine billigere Adaption des Themas, die nie uraufgeführt wurde. Grund dafür: Bernd Eichinger mußte einen Film vorlegen, um die Rechte an dem Stoff zu behalten.
Hier gibts einen interessanten Artikel über den unbekannten Film...

Mittwoch, Juni 29, 2005

Live im Fernsehen: Geiselnahme der Tagesschaumoderatorin


Wie an so vielen tausend Abenden zuvor verfolgt man wieder einmal die Tagesschau. Jene Sendung, die uns gestattet, sich aus der Sicherheit der heimischen vier Wände heraus über jeden Krisenherd auf der Welt zu informieren. Doch man stelle sich vor, dass plötzlich ein bewaffnter Mann das Studio stürmt, die Moderatorin als Geisel nimmt und sie zwingt, religiöse Texte über das Böse vorzulesen.
Eine schockierende Erfahrung, die Gäste mehrerer Karlsruher Kneipen machen mussten - allerdings nur scheinbar. Bei der gezeigten Tagesschau handelte es sich um eine täuschend echt nachgeahmte Version der Sendung, die von Kunststudenten statt der echten Nachrichten eingespielt wurde. Dem Initiator und Regisseur Oliver Karl Boeg brachte sein Videoexperiment eine Eins im Vordiplom - und eine Anklage wegen Störung des öffentlichen Friedens. Denn einige Gäste hielten die Ausstrahlung für echt und zeigten sich später geschockt.
Boeg hat mit der Tagesschau ein Symbol für die trügerische Sicherheit ausgesucht, in der wir uns hier wähnen und damit offensichtlich einen empfindlichen Nerv getroffen...
Mehr zur Aktion in diesem Artikel im Spiegel...

Dienstag, Juni 28, 2005

Test eines sprachgesteuerten Computers auf der ISS


Einem Artikel in Newscientist entnehme ich gerade, dass derzeit auf der ISS zum ersten Mal ein sprachgesteuerter Computer getestet wird. Das System ist in der Lage auf 75 Kommandos der Astronauten zu reagieren. Mich persönlich würde es ja sehr beunruhigen, morgens auf der ISS von einer Stimme mit den Worten "Guten Morgen, David" begrüßt zu werden. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler die Programmierfehler von HAL 9000 vermieden haben.
Tatsächlich dürfte von dem neuen Computersystem keine Gefahr ausgehen. Es hat nämlich keinerlei Zugriff auf die Bordsysteme und dient nur dazu, den Astronauten Handbücher oder Checklisten vorzulesen und ihnen damit lästiges Blättern in Manuals zu ersparen.
Mehr dazu in diesem Artikel in New Scientist...

Das Ende des P2P?


Der oberste US-Gerichhtshof hat sein Urteil gefällt. Damit können demnächst Betreiber von P2P-Software für Copyright-Verletzungen, die mit ihren Programmen begangen werden, haftbar gemacht werden. Mit anderen Worten: Wer ein Filsharingprogramm entwickelt und anbietet, ist mitverantwortlich dafür, wenn andere damit illegal Daten zum Tausch anbieten. Fairerweise müßte dann aber auch jeder Kraftfahrzeughersteller zur Rechenschaft gezogen werden, wenn jemand mit einem Fahrzeug dieser Marke einen Fußgänger plättet und auch der Hersteller von Küchenmessern müßten zwangsläufig mit in den Knast wandern, wenn die Gattin dem Leben des Gatten mit seinem Brotmesser ein Ende setzt.
Das US-Gericht hat damit ein Urteil gesprochen, das selbstverständlich der großkopferten Medienindustrie in den Kram passt - und dabei technologische Möglichkeiten und Notwendigkeiten nicht nur ignoriert sondern gleich torpediert. Ob sich ein so einfaches Prinzip damit tatsächlich ausheben läßt, wage ich zu bezweifeln. Die Zeiten, in denen Filesharingtools zentrale Server benötigten, die man eliminieren konnte, sind nämlich längst vorbei.
Mehr zum Thema in diesem Artikel im Spiegel...

Immer mehr Jugendliche sind medienabhängig...


...behaupten Soziologen und Psychologen. Bis zu 9,3 Prozent aller Jugendlichen seien betroffen, behauptet eine aktuelle Studie des psychologischen Institutes der Charite Berlin. Fraglos bieten Videospiele Erlebniswelten, mit denen der triste Alltag selten mithalten kann. Die Begeisterung Jugendlicher aber auch Erwachsener für PC und Netz als pathologisch überzubewerten, scheint aber eine Tendenz von Pädagogen zu sein, die selbst wenig mit Medien und Technik anzufangen wissen. Wieder einmal ist da vom Schreckgespenst Computer die Rede. Manchem Zeitgenossen behagt es anscheinend nicht, dass viele Kinder mehr über neue Technologien wissen, als er selbst.
Clevere Computerkids haben die Chance, eigene Fähigkeiten zu entdecken, die ihnen sonst verborgen bleiben würden, sei es logisches Denken, die eigene Kreativität oder ein Händchen für Hardware. Beunruhigend finde ich eher ihre Altersgenossen, die ihre Zimmerwände mit Pferdepostern tapezieren, oder sich außer Turnschuhmarken nur noch Fußballspieler merken können.
Selbstverständlich - und da schließe ich mich den Kritikern an - gilt für die Beschäftigung mit Hard- und Software dasselbe wie für alles andere im Leben:
Nicht übertreiben!
Im Spiegel findet man heute einen interessanten Artikel über ein Therapieprogramm für mediensüchtige Jugendliche...

Montag, Juni 27, 2005

Batman Begins


Ich bin schon immer ein Fan des dunklen Ritters gewesen. Batman zählt für mich zu den glaubwürdigsten Superhelden, ganz besonders weil er keine übernatürlichen Kräfte besitzt, sondern seine außergewöhnlichen Fähigkeiten Technologie, Intelligenz und Training verdankt. Noch dazu boten Batman Comics immer ein interessantes Ambiente, das irgendwo zwischen Gotik und Cyberpunk angesiedelt ist. Batman selbst ist der Idealtyp des von Selbstzweifeln zerfressenen Rächers, der Angst vor sich selbst hat.
Diese Charakterzüge hatte Tim Burton in seiner Adaption übernommen, den Helden aber in eine für Burton typische Comicwelt installiert, die eher Heimat von „Edward mit den Scherenhänden“ hätte sein können. Schauplätze und Charaktere waren vom Regisseur so überzogen worden, dass sich seine Umsetzung nur haarscharf am Rande einer Parodie bewegte, die beinahe genauso lächerlich war, wie die kindgerechte Fernsehserie der sechziger Jahre. Nachfolgenden Regisseuren gelang dieser Balanceakt nicht mehr und Joel Schumacher stürzte mit dem letzten Batman-Sequel endgültig in den Abgrund des Grotesken. Trotz Staraufgebot in Gestalt von George Clooney, Uma Thurman und Arnold Schwarzenegger entstand ein Film, der nur als peinlich bezeichnet werden kann.
Chris Nolan, Regisseur des faszinierenden Thrillers „Memento“ geht nun andere Wege. Allein sein Hauptdarsteller, der außergewöhnliche Christian Bale (Equilibrium, Herrschaft des Feuers) vermag weit mehr zu überzeugen, als der schlicht und ergreifend viel zu kleine und rundliche Keaton. Ich weiß nicht, ob die beiden Schauspieler tatsächlich unterschiedlich groß sind, doch Burtons Batman wirkte immer etwas zu kurz, eher wie eine Art Batboy.
Nolan interessiert sich wenig für reine Fantasiewelten. Sein Gotham City ist eine Stadt wie das heutige New York oder Los Angeles, bevölkert allerdings von einer Population von Schurken. Der Niedergang der Gesellschaft ist das Ergebnis einer schweren Wirtschaftskrise irgendwann in der nahen Zukunft. Für einen amerikanischen Film schon fast eine zu gewagte Prognose. Nach siebenjähriger Reise und Training durch den dubiosen Ducard (Liam Neeson) klärt Bruce Wayne in jene Stadt zurück deren Rettung sich seine Eltern verschrieben hatten und in der sie letztendlich auch ermordet worden waren. Bruce beschließt ihre Mission fortzusetzen und zu einem Symbol zu werden, einem Furcht erregenden Gegner für alle Kriminellen, der Gotham kompromisslos vom Verbrechen säubert. Unterstützt wird er dabei vom treuen Butler Alfred, brillant verkörpert vom Briten Michael Caine, sowie vom einzigen ehrlichen Polizisten Detective Jim Gordon, ebenfalls wunderbar gespielt vom sonst hauptberuflichen Bösewicht Gary Oldman.
Neben großartigen Schauspielern bietet „Batman begins“ hervorragende Action Szenen und große Bilder, die, heute eine Seltenheit, größtenteils real gedreht wurden und nicht etwa am Computer entstanden sind. Das gilt unter anderem für einen großartigen Take, in dem wir Batman auf der Spitze eines Wolkenkratzers sehen. Die Szene wurde mit einem Stuntman aufgenommen, den man zu diesem Zweck auf dem Gebäude festgebunden hatte.
Insgesamt überzeugte mich Chris Nolans Film von der ersten bis zur letzten Minute. Es nicht ist ganz einfach, glaubwürdig zu erklären, warum ein Mann sich dazu entschließt in einem Anzug, der eher als Berufskleidung für eine Domina geeignet wäre, Schwerverbrecher zu jagen. Aber Nolans Drehbuch gelingt es, uns Batmans Biographie plausibel zu machen und Christian Bale kauft man seine Rolle ab.
Ein kleiner Schwachpunkt ist für mich der etwas zu geringe Action-Anteil. Ansonsten ist „Batman Begins“ zweifellos die beste Umsetzung des klassischen Comicstoffes für die Leinwand, die es je gegeben hat.
Ein echter Kinotipp.

Gedanken übers "Beamen"


In Sekundenbruchteilen golable Entfernungen zurücklegen zu können ist eine verlockende Vorstellung. Sich dafür aber ersteinmal in einzelne Atome zerlegen zu lassen, die ihrerseits in pure Energie verwandelt werden, klingt wenig verführerisch. Mich persönlich beschäftigt dabei eine Frage ganz besonders:
Zum Beamen werde ich also in sämtliche Atome meines Körpers zerlegt. Werden exakt dieselben Atome dann aber auch wieder an ihre ursprüngliche Position gebracht, oder wird ein Wasserstoffatom aus meinem linken kleinen Finger später einen Platz in meinem rechten Ohrläppchen einnehmen? Wenn das so wäre, bedeutete das doch eigentlich, dass ich beim Beamen zerstört und aus den Einzelteilen neu zusammengebaut werde. Entstehen würde dabei nicht ich, sondern nur eine Kopie meiner selbst, die nicht mal weiß, dass sie eine Kopie ist. Der Thorsten Küper, der sich zuvor zu einer Reise per Energiestrahl entschlossen hat, stirbt im Augenblick des Beamens. Eine sehr unangenehme Vorstellung, die für mich nur eine Konsequenz zuläßt:
Ich würde mich niemals dieser Prozedur aussetzen - nicht nur, weil ich mal "Die Fliege" gesehen habe.
Glücklicherweise ist mit dieser praktischen, wenn auch fragwürdigen Reisealternative in den nächsten hundert Jahren aber sowieso nicht zu rechnen.
Mehr zum Thema in diesem interessanten Artikel in telepolis...

Sonntag, Juni 26, 2005

Es gibt jetzt einen Bildbetrachter für Blinde


Das von einem Physiker entwickelte Gerät setzt Bilder in ein durch Brailleelemente dargestelltes erfühlbares Profil um. Da ergibt sich die Frage, ob dieses Prinzip nicht auch sehenden Internetsurfern ganz neue Bilderlebnisse vermitteln könnte.
Hier gehts zur Meldung auf heise...

Samstag, Juni 25, 2005

Den Steinbruch aus dem die Stonehenge-Brocken stammen...


...haben britische Archäologen anscheinend in Wales lokalisiert. Rund 300 km Distanz mußten die Erbauer demnach mit den jeweils etwa 25 Tonnen schweren Monolithen zurücklegen. Eine beachtliche Leistung -zumindest wenn man ohne Tieflader auskommen mußte.
Mehr zum Fund in diesem Artikel im Spiegel...

Freitag, Juni 24, 2005

Karry Mullis: Dancing in the mindfield


Durch einen Beitrag in der 3SAT Kulturzeit wurde ich heute auf das neue Buch des amerikanischen Nobelpreisträgers Karry Mullis aufmerksam. Der als exzentrische geltende Biochemiker und Hobbysurfer entwickelte die Polymerase-Kettenreaktion, die das Kopieren von DNA-Strängen ermöglicht. Damit schuf Mullis unter anderem die Basis für das heutige Verfahren zur Aufnahme des genetischen Fingerabdruckes.
Trotz Nobelpreis kann der Forscher nicht als konservativ bezeichnet werden. Mullis verfolgt Theorien, die der allgemeinen Lehrmeinung gelinde gesagt nicht ganz entsprechen. So bezweifelt er beispielsweise, dass es einen Zusammenhang zwischen der Krankheit AIDS und dem HIV-Virus gibt.
Eine kleine Andeutung im 3SAT-Beitrag bezüglich Mullins ungewöhnlichen Ideen über Außerirdische hat mich gerade zu einer Recherche veranlasst. Tatsächlich ist Karry Mullis der einzige Nobelpreisträger, der von sich behauptet, ein Phänomen erlebt zu haben, das naivere Zeitgenossen als Ufo-Entführung beschreiben würden. Hat es ein längst zu Weltruhm gelangter Wissenschaftler nötig, durch Lügengeschichten auf sich aufmerksam zu machen? Oder handelt es sich um eine besondere Art von Nobelpreisträgerhumor?
Mullis neues Buch "Dancing in the Mindfield" (ein nur im englischen funktionierendes Wortspiel) scheint jedenfalls einen Blick wert zu sein. Leider ist es bisher nur auf Englisch erschienen.
Hier ein paar Informationen zu Mullis auf der 3SAT-Homepage...

Als hätte man die wichtigste Erfindung in der Geschichte der Menschheit gemacht...


...gebärdet sich UIP im Augenblick, wenn es um ihren neusten Film "Krieg der Welten" geht. Bei einer Pressevorführung waren nur Journalisten und Kritiker erwünscht, die sich zuvor verpflichteten, nicht vor dem 29. Juni über den Film zu schreiben. Noch dazu wurden die Anwesenden strengen Leibesvisitationen unterzogen und während der gesamten Vorstellung von Personal überwacht, sowie von einer Infrarotkamera beobachtet. Wer sich so aufführt, fürchtet anscheinend negative Kritiken und nimmt sich noch dazu selbst noch ein bißchen zu ernst. Wie es den Machern wohl gefallen würde, wenn die Medien nicht nur nicht vor dem 29. Juni, sondern üebrhaupt nicht über Spielbergs neustes Werk berichten würden?
Mehr dazu in diesem Artikel in telepolis...

Donnerstag, Juni 23, 2005

Blitzschläge und ihre Wirkung auf den Körper...


...sind Thema eines interessanten Artikels in Spiegel-online.
Dass bei Überlebenden eines direkten Blitzschlages neurologische Defekte auftreten, ist wenig überraschend. Bahnt sich der Strom einen Weg durch den Kopf, werden dabei ganze Bereiche des Gehirns logischerweise regelrecht gegrillt. Gedächtnisverlust dürfte dabei das kleinste Problem sein.
Mir kommt übrigens so mancher Zeitgenosse vor wie vom Blitz getroffen.
Hier gehts zum Artikel im Spiegel...

Mittwoch, Juni 22, 2005

"Unheimliche Begegnung der dritten Art"...


...läuft gerade mal wieder auf Kabel 1. Habe den Film seit Jahren nicht mehr gesehen und stelle gsoeben erneut fest, welche Qualitäten dieser Streifen hat. Zumindest in der ersten Hälfte. Sehr schöne UFO-Szenen. Amüsant der vermeintliche Lastwagen im Rückspiegel, der plötzlich nach oben verschwindet.
Genial.

Von wegen gestartet...


...der erste Versuch, eine durch Solarsegel angetriebene Sonde auf den Weg zu bringen, ist vermutlich gescheitert. Bisher konnte keine Verbindung zu dem Fahrzeug aufgenommen werden.
Da war ich meiner Zeit mal wieder voraus.
Hier gehts zur Meldung im Spiegel...

Dienstag, Juni 21, 2005

Die erste mit Solarsegeln betriebene Sonde ist gestartet...


...und das ausgerechnet von einem Atom U-Boot aus.
Auf den ersten Blick wirkt die Technik, ein Raumschiff mit Hilfe des Lichtdruckes der Sonne auf ein Segel anzutreiben, etwas altertümlich. Der Vorteil dieses Prinzips liegt in der ständigen Verfügbarkeit von Sonnenlicht. Treibstoff wäre nach kurzer Zeit komplett verbrannt, doch das Solarschiff wird auch noch in der Distanz Sonne-Jupiter Antrieb durch das Zentralgestirn erfahren. Für weitere Strecken müßte man dann Laser auf das Fahrzeug richten. Dumm nur für spätere Astronauten, wenn hinter ihnen jemand das Licht ausmacht.
Mehr zum Solarsegler in diesem Artikel im Spiegel...

King of Pop auf Toast


Nein, bisher hat sich kein Kannibale für Michael Jackson begeistern können. Liegt wahrscheinlich an den vielen künstlichen Aromastoffen im Körper des Sängers.
Doch wunderliche Dinge geschehen.
Schwitzte einst Al Bundy in einer Folge von "Eine schrecklich nette Familie" den King auf seinem Hemd aus, ziert nun, Chaostheorie oder Fotomanipulation sei dank, das Antlitz des King of Pop eine Toastscheibe. Die solchermaßen stigmatisierte Schnitte kann ganz weltlich bei Ebay ersteigert werden. Eine schnelle Recherche fördert aber erstaunliches Zutage. Ganze Produktionsstrassen von Toastern brüten derzeit solche Wunderweißtbrotscheiben aus und harren nun wohl schon der Seligsprechung durch die katholische Kirche oder mindestens die Bäckerblume. Von Unikaten kann da keine Rede mehr sein.
Sind das Zeichen? Folgt der Toastscheibe?
Michael Jackson ist unschuldig. Wahr ist das bestimmt, würden manche behaupten und dann augenzwinkernd hinzufügen: "Zumindest was Frauen angeht."

Montag, Juni 20, 2005

Hollywood weint mal wieder...


...denn viele Kritiker schreiben offen, was sie von neuen Produktionen halten und tun das oft auch noch, bevor der Film ins Kino kommt. Deswegen möchte man nun mehr Kontrolle über die Medien ausüben und den Kritikern vorschreiben, ab wann sie ihre Meinung zum "Krieg der Welten" veröffentlichen dürfen. Erst ab dem 29 Juni, also dem Kinostart des neuen Spielberg Filmes sei dies erwünscht.
Die Bloggerszene wird da mal wieder nicht mitspielen und das ist den Produzenten ein Dorn im Auge. Da macht es doch gleich noch mehr Spaß, mal wieder ein paar bissige Kommentare zu fälschlicherweise hochgelobten Meisterwerken zu verfassen. Fast hofft man da schon, das Spielbergs neuer Streich nichts taugt - nicht, dass ich das wirklich erwarten würde.
Mehr zum leidenden Hollywood in diese Artikerl in der Berliner Morgenpost...

Sonntag, Juni 19, 2005

Chuckys Baby


Ich nicht gerade ein Fan der Mörderpuppe und habe mir daher den fünften Teil der von Don Mancini ersonnenen Serie ohne große Erwartungen angesehen. Die Geschichte des Plastikunholds dürfte wohlbekannt sein. Einst fuhr der Geist eines Mörders in das Spielzeug und erfüllte den kleinen Gnom Made in Japan mit mörderischem Leben. Bislang mordete sich Chucky viermal mit mäßigem Erfolg durch die Kinos und deutlich profitabler durch die Videotheken. Mittlerweile genießt die Puppe mit dem roten Haar und den vielen Narben Kultstatus bei den Trashfans und vor allem die dürften sich für Mancinis Film begeistern können.
Chucky hat es zwischenzeitlich nicht nur zu einer aparten Gattin aus Kunststoff gebracht, sondern ist auch noch stolzer Vater geworden, unklar ist allerdings noch, ob es sich bei dem Sprößling um einen Sohn oder eine Tochter handelt. Ungeachtet seiner sexuellen Neutralität weckt der Nachwuchs bei beiden Killerpuppen elterliche Instinkte und man beschließt, sich menschliche Körper zu suchen und mit weißer Weste aus dem Killerberuf zurückzuziehen.
Chuckys Frau hat als ihre neue Inkarnation ausgerechnet Schauspielerin Jennifer Tilly auserkoren. Die spielt sich selbst und präsentiert sich konsequent als abgehalfterte Darstellerin, die für eine gute Rolle mit jedem Regisseur in die Kiste hüpft. Entweder besitzt die Dame eine ganz außergewöhnliche Fähigkeit zur Selbstironie oder wir werden Zeuge der bitteren Selbstdemontage einer Schauspielerin, deren Karriere das Verfallsdatum überschritten hat. Die Antwort darauf bleibt uns Tilly schuldig.
"Chuckys Baby" ist ein Trashfilm, der mit einfachen Mitteln inszeniert wurde. Er entbehrt nicht eines gewissen Witzes und wenn es auch nicht für einen herzlichen Lacher reicht, entlockt uns so mancher Exitus ein amüsiertes Schmunzeln. Insgesamt fühlte ich mich gut unterhalten, wenn ich auch nie das Gefühl hatte, hier eine Perle des Genres vorgesetzt zu bekommen.
Letztendlich killen Chucky und seine Familie jede Menge Menschen -doch die sind allesamt unsympathisch und alle irgendwie keinen Deut besser, als die rehabilitationswillige Minimörderdynastie.
So ist Chuckys mörderisches Handwerk irgendwie auch eine ziemlich blutige Art von Gesellschaftskritik.
Genauso so philosophisch wie seine humanoiden Kollegen Freddy Krueger, Jason Vorhees,Michael Myers oder Leatherface.
"Chuckys Baby" - Kann man drüber schmunzeln, muss man aber nicht.

Selbstinszenierung als Folterknecht


Es scheint so, als wären mit der Verbreitung von Kamerahandys ganz neue, völlig ungeahnte soziale Effekte verbunden. Die mulitmediale Selbstinzenierung als Schläger mit künstlerischem Selbstverständnis wird zum Modetrend. Drauf hauen, treten, vergewaltigen mutiert zur Kunstform, wenn Jugendliche gewalttätige Gleichaltrige, die ihre Taten per Cam festhalten wie Kultfiguren verehren. Mitgröhlen war schon immer sehr leicht und nichts ist verführerischer als die innere Sau einfach mal rauszulassen.
Die Inszenierung sinnloser Gewalt ist aber nicht neu. Diverse Musiksender machens vor, auch wenn Knoxville und andere Debilheroen die eigene Dämlichkeit vorzugsweise gegen sich selbst richten. Die Happy Slapping Bewegung macht da nur den zweiten, kleinen Schritt. Wundern muß man sich nicht drüber.
Warum hauen die nicht einfach Politiker? Das hätte wenigstens noch einen gewissen Unterhaltungswert.
Mehr zum Thema in diesem Artikel in telepolis...

Samstag, Juni 18, 2005

Es wird gephischt und gephischt


Heute erreichte mich eine offizielle Mitteilung der "....bank" (Name unkenntlich gemacht), in der man mich höflich auffordert, meine Bankdaten in ein Formular auf einer in der Mail verlinkten Internetseite einzugeben. Das habe ich natürlich sofort gemacht. Sowas muß ja auch sein. Wenn man sich nicht an die Anweisungen der Bank hält, dann kann ja wer-weiß-was passieren.
Die vielen lustigen Rechtschreibfehler in der Mail fand ich auch gar nicht irrtierend, eher menschlich. Das strahlt so eine Natürlichkeit aus. Finde ich gut, dass die Banken jetzt so volksnah arbeiten...

Dass gute Computerspiele die sozialen Kompetenzen nicht fördern..


...dürfte jedem klar sein. Wobei echte Gamer, so wie ich, unter guten Spielen jene verstehen, bei denen man eine möglichst große Anzahl von Gegner mit allen zur Verfügung stehenden Waffen und größtmöglicher Niedertracht aus dem Gameuniversum pusten muß.
Im Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis hat man anscheinend keine Ahnung von Computerspielen und macht deswegen eine Untersuchung draus. Ergebnis: Die kognitiven Fähigkeiten werden eventuell gesteigert, aber ein besserer Mensch wird der Gamer nicht.
Logisch, oder?
Vielleicht sind die Damen und Herren ja zumindest auf den Geschmack für Ego-Shooter gekommen.
Mehr zur Untersuchung in diesem Artikel bei telepolis...

Donnerstag, Juni 16, 2005

Niemand wollte den Piloten glauben, doch es gibt Kobolde und Elfen...


...hochinteressante Blitzstrukturen, die man nur hoch über den Wolken beobachten kann. Manch ein Bericht verwirrter Flugzeugführer über riesenhafte Geistergestalten am Himmel wird nun verständlich.
Entdeckungen wie diese werfen mitunter ein neues Licht auf die Bedeutung von UFO-Beobachtungen - hinter denen können sich unter Umständen auch ganz neue, bislang unbekannte physikalische Phänomene verstecken.
Mehr über Kobolde und Elfen in diesem Artikel im Spiegel...

Mittwoch, Juni 15, 2005

Ich lese nicht nur die Netzeitung,...

...die Netzeitung liest auch mich. Oder so ähnlich...

Dienstag, Juni 14, 2005

Astronomen entdecken exosolaren Planeten...


...also einen Planeten, der um einen anderen Stern kreist. Das ist an sich nichts neues, solche Himmelskörper werden seit 1986 immer wieder entdeckt. Dieser ist allerdings "nur" etwa siebeneinhalb Mal größer als unsere Erde und damit der kleinste bisher identifizierte Planet einer fremden Sonne. Mit dem angewendeten Verfahren, aus dem Schlingern in der Bahnbewegung eines Sternes auf Begleitplaneten zu schließen, können naturgemäß nur sehr große Trabanten aufgespürt werden. Die neue Entdeckung beweist, dass die Nachweisgrenze für Planeten sinkt und wir sehr bald auf erdähnliche Planeten stoßen könnten. Ein wichtiger Schritt bei der Suche nach außerirdischem Leben.
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Montag, Juni 13, 2005

Michael Jackson frei


13. Juni 2005, 23.19 Uhr. Eine ältere Dame läßt vor dem Gericht in Santa Maria Täubchen fliegen, statt ihren Musikgeschmack neu zu überdenken.
Der King of Pop ist in allen zehn Anklagepunkten für "Nicht schuldig" befunden worden und verläßt nun als freier Mann den Gerichtssaal. Mal sehen, welchem kosmetischen Eingriff er sich zur Feier des Tages unterzieht.
Für mich selbst hatte ich bereits Spekulationen über Michaels Zukunft im Knast angestellt. Gerüchte besagten, er würde im Falle einer Verurteilung eine Zelle unmittelbar neben der von Charles Manson beziehen. Bekannt ist ja, dass auch der alte Chuck ein Faible für Rockmusik hat. Vielleicht wäre es zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit gekommen und die beiden hätten gemeinsam ein Musical komponiert. Das hätte man mit anderen eingebuchteten Celebrities in den Hauptrollen in zahlreichen Hochsicherheitsgefängnissen der USA aufführen können.
Mögliche Titel: "Charles und Michael", "Helter Skelter Thriller", oder "Beat me".
Nur so eine Idee natürlich.

Spuren einer uralten Hochkultur - aber in Sachsen ?!?


Offenbar stolpern britische Zeitungen bereits in Sommerlöcher. Der "Independent" berichtet über ein seltsames Tunnelnetz, dessen Verlauf von Forschern über Deutschland, Österreich und der Slowakei verfolgt worden sei. Das Zentrum des Systems liegt etwa in Dresden
Anlagen einer bis dato unbekannten Hochkultur?
Das Dresdner Landesamt für Archäologie wird nun mit Anfragen überflutet. Dort weiß man schon lange um die "Kreisgrabenanlagen", kennt deren Funktion und Bedeutung aber nicht. Vorsichtig sprechen die dortigen Archäologen von "zentralen Orten". Um Tunnel handele es sich allerdings nicht wirklich, sondern um mit Erde aufgefüllte Gräben.
Spuren deuten darauf hin, dass sie von einer bäuerlichen Gesellschaft errichtet wurden. Mehr als das ist nicht bekannt.
Schön, dass die Vergangenheit immer wieder Rätsel für uns bereithält.
Und wann wird endlich ein Raumschiff der Götter gefunden?
Mehr zur frühsächsischen Hochkultur in diesem Artikel im Spiegel...

Sonntag, Juni 12, 2005

Von der Konsole in die Stadt


Wer demnächst beobachtet, wie Passanten in der Stadt mit Handys aufeinander zielen, oder wie jemand mit einer unsichtbaren Waffe auf unsichtbare Monster schiesst, sollte sich davon nicht weiter irritieren lassen.
Es dürfte sich dann um Spieler in einem Live-Game handeln - ein neuer Spieltrend über den Newscientist.com in einem interessanten Artikel berichtet...

Samstag, Juni 11, 2005

Supernova-Kollaps simuliert mit einer Grafik-Karte


Die Entwickler schneller Grafikkarten hatten bisher als Zielgruppe nur die Fans von Simulationen und Ego-Shootern im Auge. Insbesondere solche Games mit schneller 3D-Grafik und Physikengine benötigen hohe Rechenleistungen.
Doch nicht nur für Durchschnittszocker sind die schnellen Rechenprozessoren auf den Grafikkarten interessant. Komplexe physikalische Modelle erfordern unglaubliche Mengen an Berechnungen. Die lassen sich nun mit Hilfe einer neu entwickelten Computersprache direkt über die Grafikkarte ausführen. Bestimmte mathematische Operationen konnten so in einigen Fällen 12 Mal schneller als über die CPU des Rechners ausgeführt werden.
Und so entpuppen sich Spielmaschinen plötzlich als effiziente wissenschaftliche Werkzeuge.
Mehr dazu in diesem Artikel im Newscientist.com...

Mit der Frage, wie man die Jugend wieder für SF-Literatur begeistern kann...


...beschäftigt sich dieser Thread auf dem sf-netzwerk.de.

Hier mein Kommentar dazu:
"Aus der Gamer-Generation Konsumenten literarischer SF zu machen, dürfte verdammt schwer werden. Ich kann mir täglich einen Überblick verschaffen, womit sich der durchschnittliche Teenager so befasst. Das bringt mein Job mit sich.
Tatsache ist: Die meisten lesen nicht mehr. Perry Rhodan und John Sinclair waren zu meiner Zeit eine gute Möglichkeit, die Stunde rumzukriegen. In der jetzigen Generation habe ich noch nie einen Schüler beim Lesen eines Heftromanes beobachtet. Das gleiche gilt übrigens auch für Comics. Wenn überhaupt gibt sich nur ein ganz geringer Prozentsatz damit ab, sie zu lesen.
Jetzt werden nur noch Klingeltöne getauscht. Computerspiele und Filme sind eine schön leicht konsumierbare Fantasienährlösung, so dass man sich gar nicht mehr groß die Mühe machen muss, Geschichten im eigenen Kopf lebendig werden zu lassen. Dafür gibts ja die Flimmerkiste, den Schädel läßt man vorsichtshalber erstmal frei.
Es sieht wirklich ziemlich mau aus für die SF-Literatur. Ich habe so eine Ahnung, dass die Deutschlehrer der Zukunft, ihren Schüler verzweifelt Marvel-Comics und trashige SF-Romane schmackhaft machen werden wollen, und dabei auf eine massive Wand aus Desinteresse stossen werden - dasselbe Desinteresse, das wir in unserer Schulzeit den alten Klassikern wie Goethe und Schiller entgegengebracht haben..."

Hier gehts zum Thread auf dem sf-netzwerk.de

Einmal Paranymphe zu sein...


..., war ja schon immer ein Traum von mir. Gestern habe ich ihn mir endlich erfüllen können.
Nein, keine Sorge,das wird kein Outing. An holländischen Universitäten ist es Brauch, einem Doktoranden während der Verteidigung seiner Arbeit zwei Assistenten zur Seite zu stellen, die sogenannten Paranymphen. Sie hatten in früheren Zeiten tatsächlich die Funktion, im Bedarfsfall Bücher herbeizuschaffen und an den richtigen Stellen aufzuschlagen, falls der Doktorand auf eine bestimmte Passage hinweisen möchte. Heute ist die Anwesenheit der Paranymphen nur noch eine Formsache.
Mit der physikalischen Forschung habe ich zwar schon seit Jahren nichts mehr zu tun, es war mir aber trotzdem eine große Ehre, bei der Verteidigung der Doktorarbeit meines alten Freundes Dieter Paranymphe zu sein. Bis zum gestrigen Morgen hatte ich der Sache ziemlich gelassen entgegen gesehen. Das änderte sich schlagartig, als wir, Doktorrand und die beiden Nymphen, genauere Instruktionen darüber erhielten, wie das Protokoll aussieht - auf Holländisch ! Meine Kenntnisse dieser Sprache gehen gegen Null,also blieb mir nichts anderes übrig, als verzweifelt zwischen den Anwesenden im Raum hin und her zu sehen und dabei ziemlich entgeistert aus dem Anzug zu schauen. Auch nachdem die andere Nymphe - oder sollte ich besser sagen der Nympherich - mir das Procedere ins Englische übertragen hatte, konnte ich mich nur minimal entspannen. Mittlerweile war ich nämlich mindestens genauso aufgeregt wie Dieter, um dessen Arbeit es hier ja eigentlich ging. Glücklicherweise gelang es mir schließlich doch, ohne Ursache eines größeren Eklats zu werden, meinen Platz auf einem Stuhl rechts hinter Dieter einzunehmen.
Gut, dass die anwesenden Prüfer anscheinend noch nie einen meiner hollandkritischen Texte gelesen haben.
Apropos: Zu meinem großen Erstaunen habe ich gestern feststellen dürfen, dass es in Holland auch Restaurants gibt, die verzehbare Mahlzeiten zuzubereiten verstehen.

Donnerstag, Juni 09, 2005

Wähler mögen keine Babyfaces...


...so dass Ergebnis einer Untersuchung der Princeton University. Mit anderen Worten - gewählt wird der, der am maskulinsten ausieht. Das Testosteron entscheidet also über den Ausgang einer Wahl.
Ist ja auch klar, der gesunde Menschenverstand konnte es ja nicht sein.
Mehr zu der Untersuchung in diesem Artikel im Newscientist.com...

Ein Blick in die Lofiles...


...offenbart mal wieder erstaunliches. Anscheinend treibt es pubertierendes Jungvolk auf kueperpunk. Wer sonst würde wohl bei Google nach "Hayden Christiansen Privatleben" stöbern?
Ich kann darüber keine genauen Informationen anbieten. Aber was wird der wohl privat tun? Na? Eben!
Sich ne nette Zeit mit hübschen Mädels machen und hoffen, dass ihm noch mal irgendjemand ne Rolle ohne schwarzen Mülleimer auf dem Kopf anbietet.

"Der einzig wahre Darth Vader ist Lord Helmchen"

Mittwoch, Juni 08, 2005

Gefährlichster Hacker der Welt (?) gefasst


In London wurde der 39jährige Computerspezialist Gary McKinnon verhaftet. Er soll unter anderem in Computersysteme der US-Armee, der NASA und der US-Verteidigungsministerium eingedrungen sein, Passwörter gestohlen und Hintertüren installiert haben.
Gerüchten zufolge lag die Motivation des Briten darin, Beweise für die Existenz von Aliens zu suchen.
Stoff für einen SF-Roman.
Es gab da mal so eine Akte-X Folge über einen Hacker der genau dieselben Beweggründe hatte. Eventuell hat der Brite einfach etwas zu viel ferngesehen?
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Dienstag, Juni 07, 2005

Die Nautilus hat wirklich existiert...


..., oder zumindest könnte das vor der Küste Panamas entdeckte, gut 150 Jahre alte U-Boot Vorbild für Nemos Fahrzeug gewesen sein. Jules Verne hatte sich nämlich vor dem Verfassen seines Werkes "20000 Meilen unter dem Meer" ausführlich über neue Technologien informiert.
Mehr dazu im diesem Artikel im Spiegel...

"Alien Planet" auf dem Discovery Channel


Vor einigen Wochen hatte ich kurz über die fiktive Dokumentation "Alien Planet" berichtet. Per Email teilte mir die Presseabteilung des Discovery Channels heute mit - übrigens ohne, dass ich angefragt hätte, anscheinend ist dort jemand über mein Weblog gestolpert - , dass die Sendung am "12. Juni 2005 um 21.30 Uhr in Deutschland und Österreich erstmals ausgestrahlt und am 13. Juni 2005 um 14.30 Uhr wiederholt" wird - natürlich auf dem deutschen Discovery Channel.
Schön für alle Pay-TV-Abonnenten

Oberweite digital verkleinert


Disney hat einen neuen Film mit Käfer "Herbie" gedreht. Das wäre mir ganz bestimmt keine Meldung wert, wohl aber die kleine Anekdote, die damit zusammenhängt.
Hauptdarstellerin Lindsay Lohan ist anscheinend mit großen Gaben gesegnet, womit nicht nur ihre schauspielerischen Fähigkeiten gemeint sind. Eine üppige Oberweite ist für Schauspielerinnen selten hinderlich, fiel aber auch den Moralaposteln des Disney-Konzerns ins Auge. Die ließen die hübsch anzuschauenden sekundären Geschlechtsmerkmale von Lohan digital schrumpfen, auf dass keine sündigen Gedanken jungen männlichen Zuschauern das Hirn vernebeln.
Tja, was mancher auf der Casting-Couch zum Vorteil gereicht, wirkt auf der Leinwand manchmal zu dick aufgetragen.
Böse Zungen könnten nun behaupten, dass Disney damit die beiden einzigen Gründe, sich den neuen "Herbie" anzusehen, weggeschnitten hat.
Eines aber noch: Sobald die Hormone purzeln, kommen die dummen Gedanken bei den Jungs ganz von allein und auch eine reduzierte Körbchengröße wird das nicht verhindern...

Montag, Juni 06, 2005

Statt eingelegte Rollmöpse eingelegten Diktator..


...hat sich Künstler David Cerny wohl gedacht. Die armen Fische haben dieses grausige Schicksal ja auch nicht verdient.
Dass sein Kunstwerk appetitanregend ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Mehr Infos dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Dokumentation über UFOs am Mittowch um 20.40 Uhr auf ARTE


UFOs gab und gibt es. - nur verbergen sich hinter den mysteriösen Erscheinungen höchstwahrscheinlich keine außerirdischen Ramfahrzeuge.
Es ist ganz bestimmt kein Zufall, dass sich besonders spektakuläre UFO-Sichtungen meistens in der Nähe von militärisch bedeutsamen Gebieten wie Raketentestgeländen ereigneten. Die Legende basiert zum großen Teil auf der Beobachtung neuer Prototypen ganz irdischer Flugzeuge und Raketen - von denen wahrscheinlich hunderte nie über das Erprobungsstadium hinausgekommen sind und bis heute vor der Welt verborgen blieben.
ARTE präsentiert am Mittwoch um 20.40 Uhr eine, wie mir scheint, ziemlich spannende Dokumentation zum Thema.
Mehr Informationen dazu gibt es in diesem Artikel bei heise...

Und ein kleines Bild von der Jubicon-Lesung



Von rechts nach links: Helmuth Mommers, Karl Michael Armer, Jan Gardemann und meine Wenigkeit.

Sonntag, Juni 05, 2005

Studiengebühren und warum ich herzlich lachen musste


Gestern hatte ich bei meiner längeren Autofahrt die Gelegenheit, ausgiebig Radio zu hören. Herzlich lachen musste ich über die Erklärung einiger Politiker, die nun vermutlich sehr bald eingeführten Studiengebühren würden mit Sicherheit nicht die 500 € Grenze überschreiten. Selbst ehemaliger Student vertrete ich die Ansicht, dass jeder das Recht auf mindestens ein kostenloses Studium hat und auch darauf, dieses Studium in einem Zeitrahmen durchzuführen, den er selber ganz frei gestalten kann. Das oft herbeifabulierte Argument, die Studierenden würden dem Staat auf der Tasche liegen, zieht für mich nicht. So viele Bafög-Empfänger gibt es nicht und die zahlen noch dazu ihre erhaltene Unterstützung nach Ende des Studiums zurück. Es ist wohl eher so, dass vielfach Studenten Jobs ausüben müssen, für die sich andere zu schade wären. Und es sind doch auch die unsäglich faulen Studenten, die Sohn oder Tochter vom Herrn Minister oder der Frau Abgeordneten als Nachhilfelehrer durchs Abitur büffeln.
Will man Ärzten, die man nach Abschluss des Studium als Praktikanten an den Krankenhäusern mit menschenverachtenden Arbeitszeiten belohnt, vorher auch noch Studiengebühren zumuten?
Ich höre schon jetzt das allgemeine erstaunte Wehklagen darüber, dass es plötzlich keine Lehrer, Ingenieure, Anwälte, oder die oben erwähnten Ärzte mehr gibt. Der Tag kommt, meine Damen und Herren.
Die normalen Semestergebühren liegen übrigens – das nur mal für uninformierte – allein schon bei rund 160 Euro. (Zum Vergleich: 1990 war das gerade mal ein Betrag von 79 DM.)
Sie kämen selbstverständlich noch zu den 500 Euro hinzu.
Die sehr warmherzige und als Beruhigung gemeinte Versicherung, das Studium würde pro Semester nicht teuerer als 500 Euro werden, erinnert mich persönlich eher an die Situation eines am Geldautomaten Überfallenen, dem der Räuber nun mit freundlichem Tonfall versichert, er würde nun „nur“ dessen komplettes Konto leer räumen und ihm danach auch „nur“ in die Beine schießen.
Bildung ist übrigens ein Grundrecht. Etwa so wie Atmen. Oder muss ich das demnächst auch bezahlen?

Zurück vom Jubicon


Ich muss gleich vorweg sagen, dass ich nicht all zu viel vom Jubicon mitbekommen habe. Ich bin nämlich ziemlich verspätet angekommen und das, obwohl ich vier Stunden vor der vereinbarten Zeit losgefahren bin. So ganz ohne Stau geht es anscheinend nicht mehr. Ich frage mich, warum die irgendwelche Fahrspuren auf der Autobahn immer dann reparieren müssen – reparieren bedeutet meiner Erfahrung nach übrigens meistens, dass die Straßenoberfläche danach noch holperiger wird als vorher - wenn ich es eilig habe. Diesmal standen acht km zähfließender Verkehr auf der A45 bei Siegen auf der Stauspeisekarte.
Zur Lesung bin zwar pünktlich eingetroffen, leider hatte ich da aber gerade noch eine halbe Stunde Zeit, um mich umzusehen. Für ein gemeinsames Mittagessen mit alten oder neuen Bekannten war keine Gelegenheit mehr. Lediglich Mini-Small-Talks mit Armin Rössler von der Storyolympiade, Barbara Jung von Bejot, Michael Iwoleit von Nova und natürlich Helmuth Mommers, Herausgeber der Visionen, waren eben noch drin.
Als ich für die Lesung zugesagt habe, war mir sofort klar, dass der Programmplatz ziemlich ungünstig liegt. Immerhin gab es zwei parallele Veranstaltungen, unter anderem einen Vortrag zur Mondverschwörungstheorie von Rainer Kresken. So was ist publikumswirksam. Aber weder Helmuth Mommers, noch Karl Michael Armer, Jan Gardemann und ich, haben sich davon abhalten lassen, einige hundert, in Helmuths Fall sogar tausende Kilometer zurückzulegen, um aus Spaß an der Sache dabei zu sein. Immerhin wurden die zur Verfügung stehenden Plätze dann doch noch fast komplett von einem Publikum belegt, dem wir ganz unterschiedliche Kurzgeschichten anbieten konnten. Jan Gardemann präsentierte seine Story sogar mehrstimmig, unterstützt von Barbara Jung, Helmuth Mommers und einem Kassettenrekorder.
Ich denke, den Vortragenden hat es Spaß gemacht und gehe sogar soweit zu sagen, dass das beim Publikum auch so war.
Im schlimmsten Fall hätten wir Autoren uns übrigens einfach gegenseitig was vorgelesen, oder vielleicht mal eben in einer Stunde eine Special-Con-Story ersonnen. Schließlich schreiben andere ja an einem Wochenende ganze Romane.
Insgesamt hätte die Jubicon wohl ein paar Gäste mehr gebrauchen können. Über die Besucherzahlen kann ich freilich keine genaue Aussage machen, doch allzu gut schien mir die Convention am Samstag nicht besucht zu sein. Ich habe jedenfalls schon belebtere SF-Börsen gesehen. Durch die in Darmstadt hörte man zuweilen den Wind heulen, wie durch eine Geisterstadt. Ich habe mich aber auch höchstens zwanzig Minuten dort aufgehalten. Zu anderen Tageszeiten mag es ganz anders ausgesehen haben.
Trotzdem schade, dass das Interesse an Cons immer geringer wird. Überrraschend ist das natürlich nicht. Der literarischen SF fehlt es an Nachwuchslesern und Interessenten, ein altbekanntes immer wieder diskutiertes Problem, über das ich hier gar nicht mehr groß philosophieren will.
Stattdessen von hier aus noch mal schöne Grüße an alle Beteiligten, von denen ich einige erst gestern persönlich kennen lernen durfte.
Ach ja. Die nächste Lesung kommt bestimmt. So wie es aussieht, bin ich spätestens im Oktober wieder auf dem Bucon dabei…
(Ein paar Fotos gibts demnächst auch noch)

Freitag, Juni 03, 2005

Auf zur Lesung nach Darmstadt


Am morgigen Samstag ist es soweit. In Darmstadt tobt der Jubicon und wie schon erwähnt, lese ich einen Ausschnitt aus der "Visionen"-Storysammlung.
300 km Anfahrt für 15 Minuten Lesezeit.
Ist das nun idealistisch oder idiotisch? Ersteres natürlich. Und ganz davon abgesehen schnuppere ich gern Con-Atmosphäre.
Einziger Nachteil: Zum bloggen werde ich nicht kommen.

Kueperpunk in der Weblog-Rubrik der Netzeitung...


...und das ausgerechnet mit meinem knappen Kommentar zur Selbstentlarvung von Watergate-Informant Deepthroat. Die Blogosphäre ist kleiner, als man erwartet.
Hier gehts zur Blogosphärenrubrik der Netzeitung...

Donnerstag, Juni 02, 2005

Alien Contact 65 ist online...


...und enthält einige Interviews mit Machern der deutschen Sf-Szene.
Hier gehts zum online-Magazin...

Mittwoch, Juni 01, 2005

Cool - Videotelefonie mit Skype


Wer gern seinen Gesprächspartner bei der Internettelefonie sieht, kann das nun auch mit dem sehr beliebten Programm Skype tun. Ich habe mir das Plugin gerade eben installiert. Bisher funktioniert es reibungslos - so weit ich das ganze bislang testen konnte. Leider mangelt es mir nämlich an entsprechenden Gesprächspartnern, die ihr Skype ebenfalls aufgerüstet haben. Wer mag, kann mich gern kontakten. Ich antworte, sofern ich nicht gerade verhindert bin.
Mich über die Skype-Suchfunktion zu finden, sollte kein Problem sein.
Das Plugin kriegt man übrigens hier...

In 50 Jahren kann der Inhalt eines Gehirns downgeloaded werden...


...erklärt ausgerechnet der Chef der Forschungsabteilung der britischen Telekom.
Er und weitere Experten verweisen dazu darauf, dass bereits die kommende Playstation 3 eine Rechenleistung habe, die etwa ein Prozent der Hirnrleistung entspricht. Die Antwort darauf, wie dieser Wert ermittelt wurde, blieb man allerdings schuldig.
Ich persönlich rechne damit, dass eine Aufzeichnung der gesammelten Informationen im Hirn schon in etwa 25 Jahren möglich sein könnte und behaupte, damit die tatsächliche Entwicklung genauer abzuschätzen.
Allerdings gebe ich auch zu bedenken, dass für manchen Gehirninhalt ein einfaches 100MB ZIP-Laufwerk ausreichen wird.
Hier gehts zu einem Artikel in der Netzeitung zum Thema...

Deepthroat offenbart sich


Manchmal lösen sich Rätsel auch ganz von allein. Seit über 30 Jahren rätselte die Welt über die Identität des geheimnisvollen Informanten, der Star Reporter Bob Woodward mit Informationen über die Machenschaften Richard Nixons versorgte. "Deep Throat" wurde der mysteriösen Unbekannte genannt, frei nach einem damals sehr berühmten Pornofilm. Nun hat sich Mr.X der Welt offenbart. Es handelt sich um Mark Felt, einen ehemaligen FBI-Beamten, der heute 91jährig in Kalifornien lebt.
Ob er auch etwas mit Fox Moulders gleichnamigen Informanten aus Akte-X zu tun hat, ist allerdings nicht bekannt.
Einen ausführlicher Artikel über Deep Throat findet man im Spiegel...