Gestern war es soweit. Ich habe sie gesehen, die Episode III und nach so etwa 27 Jahren hat sich endlich der Kreis geschlossen. Die Geschichte ist vollendet. Stundenlang könnte ich jetzt fabulieren und dozieren über George Lucas Meisterwerk und seinen unglaublichen Detailreichtum. Ich könnte mich auch genauso gut auf die andere Seite, stellen - die dunkle Seite, wenn man so will - und darüber ablästern, was für einen kommerziellen Scheiß Lucas da abgeliefert hat, um den Fans mit einer Effektorgie noch mehr Geld aus Kreuz zu leiern. Aber lassen wir den ganzen Kritikerschmu einfach mal beiseite.
Mit abgeschaltetem Hirn gehen mir die oberflächlichen Dialoge am allerwertesten vorbei und ich begeistere mich nur noch für geniale Raumschlachten, die man gleich auf der XBOX nachspielen möchte. Das Popcorn wird dabei so rasant zermalmt wie Klonkrieger unter den Rädern von Riesenkampfrobotern. Vor Begeisterung werfen nicht nur die Zuschauer die Hände in die Höhe sondern auch die Jedi, nur sind die dann meistens gleich ab. Dieser neue Teil ist der Häcksler unter allen Star Wars Filmen, da wird geschossen, gesprengt, geschnitten bis die Schwarte kracht und jeder aber wirklich jeder, von Yoda bis Palpatine kriegt ordentlich auf die Fresse. Vor allem der hübsche Hayden Christiansen sieht am Schluss dem Films nach Lava-Kneipp-Kur so Scheiße aus, dass ihm keiner verdenken kann, nicht mehr ohne schwarzen Feuerwehrhelm aus dem Haus zu gehen.
Überhaupt beißen in Episode III die meisten Akteure ins Gras, vor allem die Priestern so ähnlichen Jedi. Tja, Zölibat macht unbeliebt. Vielen Hauptfiguren wir Docu oder Windu geht es so schnell an den Kragen, dass man glauben könnte, sie hätten zu hohe Gagen gefordert und wären deshalb rasant aus dem Script geschrieben worden.
Der Darsteller des Django Fett darf sich hingegen freuen. Obwohl man ihm in Episode II bereits den Helm mitsamt Rübe von den Schultern gekloppt hat, ist er immer noch dabei. Fragt ihn einer, welche Rolle er in der Saga verkörpert hat, kann er stolz antworten: Nicht eine, sondern etwa eine Million. Immerhin latscht er als Klonkrieger ständig durchs Bild.
Mir persönlich fehlte Padme in bauchfrei aber die süße Portman darf in Episode III nur noch heulen und Kinderzimmer einrichten, wie ein Kritiker vor mir bereits treffend bemerkte. Ich habe übrigens mal Ausschau gehalten, aber unter den wunderschönen Leuchtreklamen auf Corruscant war nirgendwo ein IKEA-Schild.
Als Ausgleich für die zugeknöpfte Padme gibt`s übrigens eine nette blaue bauchfreie Jedischnalle. Knuffig die Geschichte, die sich um ihren Auftritt rankt. Sie wurde spontan in den Film integriert als Lucas die Produktions-Mitarbeiterin am Set sah und erklärte: „Malt sie blau an und nehmt ein paar Szenen mit ihr auf.“ Mehr als das Schwert von der grünen Leinwand schwingen brauchte sie nicht, den meisten ihrer Schauspielkollegen ist sie nur begegnet, wenn sie ihnen den Kaffee brachte.
Manches geht mir ein bisschen zu schnell im letzten Teil der Saga. Mehr Wookies wären wünschenswert gewesen. Dass Chewbacca sozusagen ein alter Kamerad von Yoda ist, kam für mich recht überraschend.
Gern hätte ich auch noch die Beziehung zwischen Palpatine und Annakin etwas näher beleuchtet gesehen. Ich habe da so einen Verdacht, was hinter verschlossenen Imperiumstüren vor sich geht. Kann es gar sein, dass sie die beiden heimlich mit Palli und Darthi ansprechen. Wer weiß das schon? Lucas offenbart uns das noch nicht, aber vielleicht ja demnächst in der Director`s Cut Version.
Was ich denn jetzt von der Episode III wirklich halte?
Ganz ehrlich?
Voll cool, nur über das Geheule von Padme werde ich bei der DVD immer rüberskippen.
Und jetzt geh ich Star Wars Figuren kaufen. Mir ist danach.
BSSSShhh…….Möge meine Kreditkarte mit mir sein