Mittwoch, März 30, 2005

Und wenn einem doch ein Asteroid auf den Kopf fällt...


...versaut es einem gleich den ganzen Tag.
Ich war heute beispielsweise bei Ikea. Zwischen meterhohen Regalen wartend, habe ich über die Möglichkeit eines Erdbebens nachgedacht. Zweifellos wäre ich bei starken Erdstössen von mehreren Tonnen Billy- und Bonderegalen zermamlt worden. Damit hätte ich freilich heute morgen auch noch nicht gerechnet.
Doch Richard Posner geht weiter. Er glaubt, dass wir viele Gefahren aufgrund ihrer geringen Wahrscheinlichkeit nicht ernst genug nehmen. Hollywood informiert uns zwar über Klimakatastrophen und außer Kontrolle geratenden wissenschaftlichen Experimenten, rückt solche Ereignisse aber auch gleich ins Licht großer Hirngespinste weit abseits jeder realen Möglichkeit. Eine trügerische Sicherheit, wie Poser behauptet. Viel zu wenig wird beispielsweise in den Schutz vor Einschlägen aus dem All investiert, oder in Sicherheitsgremien, die wissenschaftliche Experimente genauer unter die Lupe nehmen, bevor jemand auf den Knopf drückt. Einen sehr interessanten Artikel über die Ansichten des Juristen Poser gibt es auf telepolis...

Dienstag, März 29, 2005

Nochmal das Kettenvideo


Mittlerweile habe ich mir mit großer Geduld einen Quick Time Player und eines der neuen Videos durch den analogen Datenstrohhalm gezogen. Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Dierk Andresens Fortsetzung,das Interview mit dem russischen Ex-Kollegen Clausens ist spitze. Genauso war`s gedacht.
Hier gehts zum Kettenvideo.

Das Kettenvideo geht weiter...


...doch da ich momentan nur über ein altes Analogmodem ins Netz komme, konnte ich mir den Film bisher nicht ansehen. Schaut aber interessant aus.
Hier gehts lang zum Kettenvideo...

Montag, März 28, 2005

Ich bin für einige Tage in Ferien...


...und werde daher wohl nicht regelmässig bloggen können. Aber spätestens nächste Woche geht es weiter auf kueperpunk.
Mal sehen, ob ich es überhaupt ein paar Stunden aushalte, nicht online zu sein ;-).

Samstag, März 26, 2005

Was Star Wars aus uns machte


Ich halte nicht mehr viel von dokumentarischen Büchern zum Thema Star Wars, im neueren Slang auch als Sekundärliteratur bekannt. Zuviel ist in den letzten Jahren erschienen und das begann nicht erst in den Achtzigern ,sondern bereits 1977 mit Auftauchen des "Krieg der Sterne" auf deutschen Kinoleinwänden. Mittlerweile kennt man jede Anekdote, weiß, dass Chewbacca nach George Lucas Bernhardiner benannt, das Tatooine nach just jenem Kaff betitelt wurde, in dessen Nähe man die Szenen auf Lukes Heimatplaneten drehte. Doch Constantin Gillies ist mit seinem amüsanten Buch "Die Macht mit uns" gelungen, dem alten Thema ein paar neue Facetten abzugewinnen. Denn er ist einer von uns, einer von denen die anno 1977 jung genug waren, um mit aller Macht, nein von DER Macht ins Star Wars-Universum gesogen zu werden. Auch er tauschte die Klebebilder auf dem Schulhof, auch er sammelte die Figuren, auch er war verknallt in Prinzessin Leia. Viele amüsante Anekdoten hat Gillies in seinem Buch zusammen getragen. Solche aus dem Leben der Fans und solche aus der Tätigkeit der vielen kleinen Nebendarsteller, die noch heute vom Ruhm zehren, in Star Wars zehn Sekunden lang im Bild gewesen zu sein. Einige von ihnen sind daran zerbrochen, niemals den erträumten Ruhm als Schauspieler erlangt zu haben und statt dessen von Convention zu Convention durchgereicht zu werden. Andere geniessen ihren besonderen Status, wie "Boba Fett"-Darsteller Jeremy Bulloch. Gerade vier Zeilen hatte er in insgesamt zwei Filmen der Reihe zusammengenommen. Und die durfte er nicht mal selbst sprechen, weil man seine Stimme durch den Helm nicht hören konnte. Bulloch trägt es mit gelassener Heiterkeit und nennt heute ein Boba Fett-Museum sein eigen.
Gillies hat es geschafft, auch mich zurückzuführen in jenes Jahr 1977, als sich mein Leben veränderte. Ein einziger kleiner Filmausschnitt bewirkte das. Ich sah ihn in Helmuth Langes Kinoquiz "Kennen sie Kino" und er dauerte höchstens 20 Sekunden. Danach aber war für mich alles anders. Star Wars begeisterte mich für Science Ficiton, für den Weltraum und das machte aus mir einen Physiker, Lehrer und auch SF-Autor. Ja, vielleicht lag es wirklich nur an jenen 20 Sekunden Star Wars, vielleicht auch nicht. Doch die Gänsehaut ist noch da, wenn die Filmmusik ertönt, auch wenn ich heute andere SF-Filme viel mehr schätze. Star Wars ist und bleibt meine erste große (Film-)Liebe.
Wer auch noch einmal in nostalgischen Erinnerungen schwelgen möchte kann mit Constantin Gillies Buch "Die Macht mit uns", erschienen bei rororo tun.

Ünbrigens: Ich finde auf dem Bild zum Kommentar unten übers Podcast sehe ich ein bißchen aus wie Han Solo am Steruerknüppel des "Rasenden Falken", oder sehe nur ich das so?

Freitag, März 25, 2005

Kueperpunk-Podcast



Pünktlich zu den Osterfeiertagen ein paar von mir gesprochene Kommentare - sozusagen Radio-Kueperpunk. Aber nur ganz klein, gerade mal rund 6 MB groß.
(Musik von Baier/Box durch eine Music Sharing License freigegeben für nicht kommerziellen Gebrauch)
Hier kann mans downloaden.



Trailer zu war oft the worlds


Er hat schon was, dieser Trailer zum "War of the worlds" Remake von Steven Spielberg. Schaut ein bisschen nach "Independance Day"aus, aber das liegt in der der Natur der Sache. Hier eine Downloadmöglichkeit...

Dino-DNA ?


Mary Schweitzer, Paläonthologin aus North Carolina ist bei der Untersuchung eines T-Rex-Fossils zu ihrem großen Erstaunen auf anscheinend intakte Zellen gestossen. Damit ließem sich unter anderem die entwicklungsbiologische Verwandtschaft des Dinos zu heutigen Arten näher untersuchen. Wahrscheinlich geistert dabei auch nicht nur mir der Gedanke an einen Dinoklon durch den Kopf. Ich persönlich träume ja schon spätestens seit Jurrasic Park von einem eigenen T-Rex. Vielseitig verwendbare Tiere, die geradezu dankbar für den Besuch von Vertretern, Vollstreckungsbeamten und Einbrechern sind. Reitpferde hat hier in der Nachbarschaft sowieso jeder, sowas macht heute nichts mehr her.
Was frißt so ein T-Rex eigentlich? So etwa ein Pferd am Tag?
Mehr zu Dino in diesem Artikel in der FAZ.

Donnerstag, März 24, 2005

Big Brother notiert sich Nummernschilder


Ins Visier einer besonderen Art von Überwachungskamera bin ich ja schon am letzten Freitag gekommen. Es geschah in einer 30 Zone…Radarfallen zählen für mich in mancher Hinsicht freilich auch zu den grundlegenden Werkzeugen eines Überwachungsstaates. Doch in Großbritannien geht man noch einen Schritt weiter und führt nun ein flächendeckendes Netz von Kameras ein, das Autonummern identifizieren kann. Der kriminalistische Nutzen ist einsichtig, wenn es beispielsweise um das Aufspüren gestohlener Fahrzeuge geht. Ganz sicher ist das aber nicht die einzige angestrebte Einsatzmöglichkeit. Leicht lassen sich so in Zukunft auch Bewegungsprofile für beliebige Personen erstellen, ohne dass die davon wüssten. Ich persönlich halte es für meine Privatsache, wo ich um 15.20 Uhr heute Nachmittag gewesen bin und finde die Vorstellung, mir unbekannte Beobachter könnten sich jederzeit zu welchem Zweck auch immer ein genaues Bild über mein Privatleben verschaffen, sehr bedrohlich. Damit ist der Grundstein für einen perfekten Überwachungsstaat doch bereits gelegt. In den USA wird übrigens gerade ein ähnliches System eingeführt, was natürlich nicht weiter überrascht.
Mehr zu Thema in diesem Artikel bei telepolis…

Haben sie Dich auch schon markiert?


Da entwickelt ein pfiffiger Däne ein ganz neues Waffenkonzept. Sein ID-Sniper ist ein Scharfschützengewehr, das stecknadelkopfgroße Projektile verschiesst. Nein, umbringen kann man damit niemande, wohl aber markieren. Die winzige Kugel enthält nämlich einen GPS-Sender, der von nun an ständig über den Aufenthaltsort der getroffenen Person Auskunft gibt. Diese Neuheit stellt er nun auf der Pekiner Polizeimesse aus und prompt tummeln sich die kaufwilligen Interessenten.
Das Problem: Der Erfinder des ausgefeilten Systems Jakob Boeskov ist kein Ingenieur, sondern Aktionskünstler. Mehr als ein paar Visitenkarten und ein gemeinsam mit einem Industriedesigner eintwickeltes Poster hat es nie gegeben. Damit, dass auch fast drei Jahre nach der Aktion und nach vielen offiziellen Dementis immer noch Interessenten aus allen Staaten der Welt Kontakt mit ihm suchen, hat er nicht gerechnet.
Durch seine eigentlich entlarvende Aktion hat er anscheinend eine Menge Leute auf ganz neue Ideen gebracht. Das erinnert mich irgendwie an die Geschichte spanischer Künstler, deren surreale Werke zum Zweck der Folter in Gefängniszellen angebracht wurden.
Wenn Kunst nach hinten losgeht...
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel.

Mittwoch, März 23, 2005

Heilung durch Videospiele


Vor einigen Monaten habe ich hier auf kueperpunk schon einmal einen Ego-Shooter erwähnt, mit dem die US Army junge Menschen für den Wehrdienst begeistern will. Doch damit hat sich der Nutzen von Kampfsimulationen für das Militär nicht erschöpft. Seit Jahren schon sucht man nach einer geeigneten Behandlungsmethode für das posttraumatische Stresssyndrom unter dem viele Soldaten leiden. Das glaubt man nun gefunden zu haben.
Mit 3D-Brille und unter Schaffung gleicher Umgebungsbedingungen wie in ihren früheren Einsätzen schickt man vom Stresssyndrom betroffene Männer und Frauen nun in eine Computersimulation, die ausgerechnet auf Basis eines populären Videospieles entwickelt wurde. Angeblich seien damit bisher große therapeutische Erfolge erzielt worden.
Schöne neue Militärwelt dank Computertechnik. Mit dem selben Computerspiel erst anwerben und nachher heilen, praktischer kann es doch gar nicht sein, oder? Wer hinter diesem Satz Sarkasmus vermutet, liegt übrigens durchaus richtig.
Mehr zum Thema in diesem Artikel bei telepolis...

Ein Frühlingsgedicht

Es wird Frühling…


Insekten, sich von einer frischen Brise tragen lassend, zerplatzen dekorativ auf Windschutzscheiben.

Kinder, nach langem Winter endlich wieder an der frischen Luft, spielen auf den linken Fahrspuren der Autobahnen.

Liebeshungrige Singles, beseelt vom Wunsch nach mehr Bewegung in ihrem Leben, betten sich auf Bahngleise.

Fallschirmspringer, trunken vom Frühlingsduft vergessend einen Fallschirm zu tragen, durchschlagen Gewächshausdächer.

Alte Männer, wissend, dass der Garten schön sein muss, sterben tief gebeugt übers Unkraut den plötzlichen Herztod.

Seniorengruppen, nach neuen Erfahrungen suchend, informieren sich über Feuerbestattungen in Holland.

Pärchen, es gut mit anderen meinend, lassen sich auf Parkplätzen beim Sex filmen.

Alligatoren, dem minderjährigen Besitzer entflohen, erlegen Kampfhunde, die Katzen erlegt haben, die Vögel erlegt haben, die Würmer erlegt haben, die Zukunftsängste wegen Feuerbestattungen in Holland hatten.

Ein Jogger, berauscht von der Schönheit eines einsamen, vom Sonnenlicht überfluteten Waldweges, wird von einem ebenfalls berauschten Autofahrer überfahren.

Ein neuer Serienmörder, angetrieben von heftigen Frühlingsgefühlen, wird endlich flügge.

Und ich sitze, Artikel über Hochwasser und Flugzeugabstürze lesend, endlich wieder draußen auf der Terrasse.

Ach, es wird Frühling.


Ein Frühlingsgedicht von Rudolph Perük

Alien Contact 64 ist online...


...darin finden sich wie gewohnt interessante Artikel und Interviews. Diesmal unter anderem mit Kai Meyer und Orson Scot Card.
Die Nummer 64 kann man hier lesen...

Dienstag, März 22, 2005

Computer machen Schüler nicht schlauer


Einem Bericht der Royal Economic Society nach hat sich die Leistungsfähigkeit von Schülern durch Computernutzung zu hause und in der Schule nicht erhöht. Dabei schien die Lösung des modernen Bildungsnotstands doch so naheliegend. Schulen ans Netz lautet nach wie vor das Motto. Es sollte doch gerade durch das Internet möglich sein, Schüler wieder ans Lesen zu bringen. Als auf Basis reiner Logik funktonierden Maschine, sollte der Computer einen Zugang in die mysteriöse Welt der Mathematik bieten können.
Ganz so einfach ist es aber eben nicht. Erfahrungsgemäß neigen Kinder und Jugendliche dazu, es sich so leicht wie möglich zu machen - und wer wollte ihnen das verdenken? Da werden Referate gern mal direkt einfach aus dem Internet kopiert oder zumindest aus eilig zusammengebastelten Textfragmenten zusammengeklatscht, die eigentlich gar nichts mit dem Thema zu tun haben. Den Schülern ist das nicht aufgefallen, weil sie die entsprechenden Textstellen gar nicht erst gelesen hatten, getreu dem Motto: "Wenn ich bei google "Atome" eingebe, hat das, was google mir anzeigt auch was mit "Atomen" zu tun.
Die private Nutzung des PCs dient - und da machen wir uns gar nichts vor - ausschließlich dem reinen Vergnügen. Sobald Schüler wissen, wie man eine DVD rippt, glauben sie gern, damit zu kompetenten Fachleuten im Bereich Informatik geworden zu sein.
Und trotzdem: Ich kann mir als Lehrer UND als Computer- und Internetverfechter nicht vorstellen, auf die modernen Medien zu verzichten. Nur weil wir noch nicht ganz raushaben, wie wir sie optimal nutzen können, heisst das nicht, dass wir unsere Schüler zu Computeranalphabeten erziehen müssen.
Mehr zu diesem Thema in diesem Artikel bei telepolis...

Die katholische Kirche warnt vor dem "Sakrileg"...


...und meint damit nicht nur das Begehen eines solchen, sondern auch Dan Browns gleichnamigen Thriller. Der hat ja bereits sein "Illuminati" mitten im Vatikan spielen lassen und damit seinen Hang zu religiösen Themen eindrucksvoll in einen Roman umgesetzt. Bei "Sakrileg" geht er noch einen Schritt weiter und unterstellt Jesus Christus, Vater eines Sohnes gewesen zu sein. Die Theorie ist zwar nicht neu, aber der katholischen Kirche scheint sehr zu mißfallen, wie gut sich Browns Bücher momentan verkaufen. Kardinal Tarcisio Bertone forderte seine Schäflein weltweit nun auf, das Buch nicht zu lesen. Dabei geht er soweit, Browns Buch sogar mit einer Verleugnung des Holocausts zu vergleichen. Schwere Geschütze mit denen da auf Unterhaltungsliteratur geschossen wird. Mehr als damit zusätzlich Publicity für Browns Mystery-Thriller zu schaffen ist Bertone damit auch nicht gelungen. Das ist ungefähr wie mit der FSK. Regen die sich über einen Film auf, dann weiß man, dass er gut sein muss.
"Sakrileg" liegt übrigens auch noch ungelesen in meinem Bücherregal. Falls er so gut wie "Illuminati" ist, werde ich ihn sicherlich mit großem Vergnügen lesen.

Meldung als MP3 (Musik von Baier/Box durch eine Music Sharing License freigegeben für nicht kommerziellen Gebrauch)

Montag, März 21, 2005

Experiment: Kritik als MP3


Ganz unauffällig gibt es unter meiner Kritik zu "Creep" einen Link zu einer Audio-Version derselben im MP3-Format. Für ganz faule sicherlich eine angenehme Alternative zum selber lesen. So wird kueperpunk fast zu einer kleinen Radiostation.
Ich finde Podcasting ist ein ziemlich interessantes Konzept, also mache ich mal einen kleinen Schritt in die Richtung.

"Creep" - Warum U-Bahnen so gefährlich sind



Ich mag keine U-Bahnen. Überfüllte Waggons, der psychedelische Geruch nach Desinfektionsmitteln, ständiger Durchzug mit Erkältungsgarantie, Züge, die einem entweder vor der Nase weg fahren, oder stundenlang bis zum Ziel brauchen, weil sie wirklich an jeder noch so bedeutungslosen Haltestelle anhalten. Und dann gibt es da noch all die seltsamen Gestalten die sich spätestens gegen Abend auf den Bahnsteigen zu tummeln beginnen. Fantasiebegabte Leute kommen schnell ins Grübeln, mit wem sie da ganz allein in einer Röhre unter der Erde stecken.
Kate, eine junge Deutsche, die in London der großen Karriere nachjagt, hat sich solche Gedanken wahrscheinlich noch nie gemacht. Nach einer Party schläft sie eines Nachts auf dem Bahnsteig ein - als sie wieder aufwacht, sind sämtliche Ausgänge verschlossen.
Doch sie ist nicht allein.Guy, den sie nur wenige Stunden zuvor unsanft hat abblitzen lassen, ist ihr gefolgt und versucht sie nun zu vergewaltigen. Damit beginnt der wahre Albtraum aber erst, denn noch bevor Guy tun kann, was er sich vorgenommen hat, wird er von einer bizarren Gestalt attackiert und grauenvoll zugerichtet. Kate flieht, verfolgt von der Kreatur, die jede Nacht in den einsamen U-Bahntunnels auf Beute lauert.
Christopher Smiths Thriller „Creep“ ist ein simpel aber effizient gemachter Film, der mit unseren Ur-Ängsten vor Dunkelheit und allem Fremden spielt. Sein Creep ist eine erstaunlich menschliche Gestalt, der man, sobald man ihr zum ersten Mal direkt ins Gesicht blickt, kaum noch Furcht sondern vor allem Mitleid entgegen bringt. Die von Franka Potente gespielte Kate macht es uns durch ihre Arroganz und Selbstsucht schwer, um sie zu bangen. Doch die Konfrontation mit der anderen Welt unter der Erde, in der auch sie zum ersten Mal ums Überleben kämpfen muss, verändert sie.
Etwas unschlüssig bin ich noch über die Herkunft der Kreatur. Offenbar hat sie etwas mit geheimen Experimenten zu tun, zu denen sich ein Arzt in den Tunnel zurückgezogen hat. Doch auf eine genauere Erklärung wartet man vergeblich. Regisseur Smith hat da wesentlich mehr Detailfreude ins blutige Handwerk des Monstrums investiert. Männer die sehr zurückgezogen leben und auch im fortgeschrittenen Alter immer noch Single sind, werden ja etwas sonderlich, behauptet man. Der Creep macht das keine Ausnahme und hat eine Vorliebe für Doktorspiele der besonderen Art entwickelt.
Das wird dem einen oder anderen vermutlich auf den Magen schlagen, aber mir persönlich hat das Popcorn immer noch geschmeckt. Warum sich ein Kritiker genötigt fühlte, zu behaupten, “Creep“ habe eine philosophische Komponente, ist mir ein Rätsel.
Aber er ist definitiv ein gut gemachter und auch intelligenter Thriller – nicht mehr und nicht weniger.




Kritik zu Creep als MP3

Immer wieder ein gutes Gefühl...


...eine Story fertig zu stellen, die einem schon lange durch den Kopf ging. Glücklicherweise kann ich all meine boshaften Ideen in dieser Weise umsetzen, statt es in der Realität zu tun. Da würde man sich schnell ziemlich unbeliebt machen. Nun werde ich die Fertigstellung der Geschichte gebührend mit einer Tasse Kaffee feiern.
An dieser Stelle wünsche ich erstmal allen einen angenehmen Wochenstart.

Sonntag, März 20, 2005

Ganz schön viele Aliens unterwegs heute Abend...


...da setzt Pro 7 "Signs". Der ist zwar insgesamt nicht so überzeugend, aber mit einigen Szenen beweist Regiewunder Shyamalan doch sein beachtliches Talent. Bis dahin hatte ich es für unmöglich gehalten, dass eine Szene, in der ein Alien auf einem Kindergeburtstag auftaucht, irgendjemand erschreckt. Ich gehe jetzt aber soweit zu behaupten, dass es eine der verstörenendsten Alienszenen aller Zeiten geworden ist. Dafür allein lohnt "Signs" schon. Zum Schluß hin kann man allerdings getrost abschalten, das Ende ist nämlich umso belangloser.
Arte bringt gleich einen ganzen Themenabend über außerirdische Besucher. Da landet um 20.15 Uhr endlich mal wieder der "Starman". John Carpenter hat damit in den Achtzigern einen netten kleinen SF-Film mit Jeff Bridges in der Titelrolle abgeliefert. Und um 23 Uhr kommt endlich wieder Rainer Erlers legendärer Fernsehfilm "Die Delegation" von 1970. Kann man eigentlich alles empfehlen.
Ich werde mich auch vor die Flimmerkiste knallen.

Samstag, März 19, 2005

Saw - ein ganz böser Film für den kleinen Sadismus zwischendurch


Wenn der Titel eines Filmes „Saw“ lautet, kann es sich doch eigentlich nur um einen weiteren komplett überflüssigen Schlitzerfilm handeln. Doch James Wans Film ist anders als andere Psychopathenfilme – ganz anders. Intelligenter, bösartiger, überraschender und dynamischer, ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten: „Saw“ ist genauso, wie unzählige Thriller vor ihm hätten sein wollen.
Adam und der Arzt Lawrence wachen in einem verlassenen und verdreckten Waschraum auf. Beide sind an Rohre gekettet, was es ihnen unmöglich macht, den anderen zu erreichen. Zwischen ihn liegt eine Leiche mit einer Schusswunde im Kopf. Weswegen sie sich in dieser Situation befinden, weiß keiner von beiden. Doch ihr Entführer hat Hinweise in Form von Audiokassetten hinterlassen. Sehr bald wird klar, dass es sich um den Killer handeln muss, von dem Lawrence schon einige Monate zuvor gehört hat. Er selbst wurde damals verdächtigt jener Mörder zu sein, der seine Opfer auf perfide Weise dazu bringt, sich in, von ihm arrangierten, Todesfallen selbst zu töten.
Dann endlich meldet sich der mysteriöse Fremde persönlich zu Wort. Er fordert Lawrence auf, Adam zu töten. Andernfalls werden Frau und Tochter des Arztes sterben. Für beide Männer beginnt ein gnadenloser Kampf ums Überleben, indem sie nur langsam durchschauen, welche Verbindung zwischen ihnen besteht. Trotz der angespannten Situation kooperieren beide, doch sie haben es mit einem raffinierten Gegner zu tun, der ihnen weit überlegen ist.
Wan bedient sich einmal mehr der ewigen Legende vom superintelligenten Psychokiller. Das tut er allerdings gekonnt und liefert dazu ausnahmsweise mal ein Motiv, das nicht träge an der abgewetzten „Geiler-Schlitzer-Sex-Triebfeder“ baumelt. Sein Thriller ist mal Kammerspiel, mal rasanter Actionthriller und das in so ausgewogener Weise, dass es niemals unglaubwürdig oder überzogen wirkt. Längen gibt es keine, eher die unerfüllte Sehnsucht des Zuschauers nach einer kurzen Denkpause. Die Geschichte dreht und wendet sich wie eine bösartige Schlange und entwindet sich immer wieder allen Lösungsversuchen. Es war nur einem Zufall zu verdanken, dass ich die zentrale Pointe - derer gibt es mehrere – sofort in den ersten Minuten erriet. Die meisten Zuschauer wird „Saw“ jedoch überraschen können – und definitiv erschrecken.
Der im Titel erwähnten Säge kommt übrigens noch eine ganz besondere Rolle zu. Wem es schon bei RTLs „Notruf“ mit Hans Meiser graust, sollte daher lieber auch diesen Film meiden.
„Saw“, bisher der beste Thriller nicht nur dieses, sondern vermutlich auch der letzten Jahre.
Genial.

Heute habe ich nicht geschrieben...


..., denn ich habe geschrieben. An einer neuen Story, die sich gestern plötzlich selbstständig machte. Wenn eine Geschichte zu fliessen beginnt, dann sollte man ihr freien Lauf lassen. Und sei sie auch noch so bösartig. Bin sehr gespannt auf das Endergebnis.

Freitag, März 18, 2005

Opfer einer Radarfalle...


...wurde ich bereits seit Jahren nicht mehr. Deswegen war es wohl mal wieder an der Zeit. Ich bin ja ein großer Fan von unmotivierten 30 Zonen. Eine davon habe ich quasi hinterm Haus. Da mündet eine Strasse, die vorher zwischen zwei Feldern verläuft, in ein recht übersichtliches Wohngebiet und wird abrupt zur 30 Zone. Über den Sinn dieser Vekehrs- und Spaßbremsen kann man streiten, ganz besonders über den der sogenannten Berliner Kissen, deren Einsatz ich im Scherz - oder doch im Ernst? - immer noch einer Bestechungsaktion durch die Stoßdämpferindustrie zuschreibe.
Ganz in Gedanken habe ich heute leider das schöne große Schild mit der 30 übersehen und wurde daraufhin prompt durch einen intensiven roten Blitz aus meinen Überlegungen gerissen. Hat eigentlich mal jemand darüber nachgedacht, dass Radarfallen durch ihre irritierende Wirkung ein viel größeres Risiko darstellen, als das Überschreiten unserer immer weiter nach unten rutschenden Tempolimits?
Ein rascher Blick verrät mir, dass das heimtückische Kameraauge im Heck eines herunter gekommen Passat Kombis lauerte. Wer demnächst im Herner Stadtgebiet ein Fahrzeug dieser Bauart mit Recklinghäuser Kennzeichen sieht, sollte den Fuß vom Gas nehmen
Aber ich habe natürlich vollstes Verständnis für solche Maßnahmen, dienen sie doch meiner Sicherheit und helfen - natürlich nur nebenbei- auch noch unserem Land. Ja, so betrachtet fühlt sich so ein Knöllchen großartig an.
Ich investiere gern in die bedrohten Opelwerke und schüze so Arbeitsplätze, zahle mit gutem Gefühl steigende Kraftfahrzeugsteuern, aufgepumpte Benzinsteuern, explodierende Spritpreise und nicht nachvollziehbar hohe Gebühren für Parkplätze, und bin selbstverständlich gern bereit, in Zukunft auch noch eine Maudgebühr für die Autobahn zu entrichten.
Ich bin ganz sicher, irgendwann wird man es mir danken. Eines Tages werde ich eine Münze in den Parkautomaten werfen, um nein überteuertes Ticket zu ziehen und dann wird er da sein. Der Bundskanzler mit einem Strauss Blumen, um sich höchst persönlich bei mir zu bedanken, dass ich in diesem unserem Lande immer noch Auto fahre.
Mein Bußgeld zu bezahlen, wird mir deshalb auch nicht weh tun, weiß ich doch, dass es einem höhren Zweck dient. Unter anderem werden davon die beiden Herren in Zivil bezahlt werden, die mich prompt wieder erkennen und hämisch angrinsen, als ich auf meiner Rückfahrt noch mal an ihrem gut getarnten Vehikel vorbeikomme.
Nein, ich bin nicht böse, weiß ich doch, mein Bußgeld wird sinnvoll genutzt. Zur Herstellung von Berliner Kissen beispielsweise, oder um einen Parkautomaten in einer Strasse aufzustellen, in der man gestern noch umsonst parken durfte.
Und deswegen werde ich mit großem Vergnügen weiter Auto fahren, aus tiefster Überzeugung und seit 17 Jahren unfallfrei.
Nur eine letzte Frage hätte ich da noch: Der völlig durchgeknallte Psychopath, der mir vor ein paar Monaten auf der Autobahn so dicht auf den Kofferraum auffuhr, dass mein Autoradio für beide Autos gereicht hätte, der hat doch auch ein Knöllchen geriegt, oder? Ich frage nur, weil ich mich nicht erinnern kann, irgendwo einen Blitz gesehen zu haben...

Donnerstag, März 17, 2005

Wenn sadistisch veranlagte Idioten zu faul sind, das Haus zu verlassen...


...können sie jetzt online auf Tiere ballern. Ich erwähnte dieses grandios dämliche Geschäftskonzept eines Texaners breits vor einigen Monaten. Der hat seinen Internet-Service für verhinderte Wald und Wiesenrambos nun frei geschaltet und brüstet sich mit dem ersten online verübten Anschlag auf ein Wildschwein. Das arme Tier hatte nicht die geringste Chance zur Gegenwehr, wurde es doch von dem Joystisckheroen aus sicherer Entfernung von rund 80 Meilen niedergestreckt. Die Frage muss gestattet sein, wann der nächste Anbieter statt Wildtieren Menschen zum Abschiessen freigibt. Die fernsteuerbare Tötungsmaschine ließe sich in dieser Weise ja wohl vermutlich auch auf einem Hochhaus in einer beliebigen Großstadt installieren. Mir grauts angesichts solchen barbarischen Schwachsinns. Das ganze hat übrigens eine gewisse Ähnlichkeit mit den Konzepten moderner Kriegsführung, die ich bereits vor einigen Tagen erwähnte.
Mehr über die Metzelei per Tastatur kann man in diesem Artikel bei telepolis nachlesen...

Ich mag die Theorie von den alternativen Universen


...bin allerdings äußerst neidisch auf all meine Alter Egos, die bereits zu Reichtum gelangt sind und nicht mehr mitten in der Nacht um 6.30 Uhr aufstehen müssen.
Hier gehts zu einem amüsanten Artikel im Spiegel zu dem Thema...

Dienstag, März 15, 2005

Und nochmal Hitlers Bombe...


Heute ist in telepolis ein hochinteressanter Artikel von Markus Hammerschmitt über das Buch "Hitlers Bombe" erschienen. Hammerschmitt hat das Werk anscheinend bereits gelesen und gibt einen Überblick über Rainer Karlschs Theorie, nach der die Physiker des dritten Reiches ein anderes Konzept für eine Bombe verfolgten wie die Amerikaner - und damit bereits eine funktionierende Waffe in Händen hielten. Testzündungen habe es demnach tatsächlich 1944 und 45 gegeben. Die Geschichte bleibt weiter spekulativ, aber das muss ja nicht heißen, dass sie nicht wahr ist. Ich bin gespannt darauf, einen Blick in Karlschs Buch zu werfen.
Hier gehts zum Artikel auf telepolis...

Der Soldat der Zukunft ist ein Videospieler


Überraschen kann uns diese Entwicklung nicht, schließlich haben Entwickler von Spielen viel Zeit darauf verwendet, Darstellungsmöglichkeiten zu entwickeln, die die komplexen Abläufe von Kamfphandlungen auf einen Monitor abbilden können. Am Anfang standen dabei sicherlich die Hubschrauber, Fluzeug- oder Panzersimulationen, wie sie bereits in den Achtziger Jahren für Systeme wie den C64 oder den Amiga auf dem Markt waren. Mit wenige Know How konnte dort ein Fahrzeug per Joystick und Tastatur bedient und bewegt werden. Diese Übersichtlichkeit bei der Steuerung haben Ingenieure mittlerweile dank Computertechnik auf reale Fahr- und Flugzeuge übertragen können. Dank hochentwickelter Fernsteuerungen, muss sich der Pilot oder Fahrer nicht mal mehr selbst in seinem Vehikel befinden und bleibt so außerhalb der Gefahrenzone. Doch die Entwicklung ferngesteuerter Drohnen ist nur ein Anfang. Innerhalb weniger Jahrzehnte, dürften sich die Fahrzeuge zu autonomen Einheiten entwickeln, die ihre Ziele selber suchen und ausschalten und ein einziger menschlicher Controller steuert dann das Geschehen auf einem riesigen Schlachtfeld, weit entfernt über einen Monitor. Echtzeitstrategiespiele wie Command&Conquer, die diese Technik zum Spielprinzip erheben, sind damit näher an der Realität als mancher Spieler glaubt.
Was dabei völlig untergeht, ist der menschliche Faktor. Wie leicht oder wie schwer, wird es Operatoren und Piloten fallen, durch einen Knopfdruck das Leben ihres Gegners auf dem Monitor auszuschalten? Wird "der Feind" sich für sie von einer der Spielfiguren aus der eigenen Kindheit unterscheiden? Oder führt der Umstand, dass man sich selbst in Sicherheit befindet und nur die Drohne dem Gegner von Angesicht zu Angesicht gegenüber steht dazu, dass weniger Schüsse fallen? Davon ist kaum auszugehen. Die größere Distanz zum Geschehen hat es auch für Bomberpiloten immer etwas leichter gemacht, ihr Vernichtungswerk mit meinem Knopfdruck auszuführen.
Florian Rötzer berichtet heute in einem Artikel in telepolis über die neusten ferngesteuerten Roboterfahr- und flugzeuge.

Montag, März 14, 2005

Und noch ein Kettenglied...


...folgt uns dichtauf beim Kettenvideo. Jetzt kommt Schwung in die Sache.
Hier anschauen...

Wir setzen das Kettenvideo fort...


...mit einer herrlich mystischen Vision, die Uwe Post sich ausgedacht hat. Atmosphärisch sehr beeindruckend könnte es glatt ein Ausschnitt aus einem surrealen Thriller sein. Das war es glatt wert, sich dafür den Hintern abfrieren zu lassen.
Hier gehts lang zum Kettenvideo...

Der heutige Küperstatus lautet: Platt !


Irgendwie war es wohl doch ein anstrengendes Wochenende. Ich schleppe mich heute nur so herum. Verblüfft bin ich allerdings über meine aktuellen Logfiles. Ausgerechnet die Kurzmeldung zum Buch "Hitlers Bombe" treibt eine große Zahl Surfer auf kueperpunk. Einer hat sich gerade aber auch auf seiner Suche nach Informationen über den Dortcon hierher verirrt. Auf jeden Fall war es ein gelungenes Wochenende, nur Montage sind irgendwie immer so wenig erbaulich. Ich schwelge mal noch etwas im Cappuccino-Blues...

Sonntag, März 13, 2005

Lesung auf dem Dortcon2005


Also gut, ich geb`s zu. Ich habe meinen Text vergessen.
Mitten im Samstagnachmittagsverkehr trifft mich diese Erkenntnis wie ein wuchtiger Glockenschlag im großen Hohlraum zwischen meinen Ohren. Hätte Martina nicht irgendwas von einem Kollegen und seinen Texten erzählt, wäre es mir wahrscheinlich erst vorm Publikum aufgefallen, just in der Sekunde, in der ich versuche, eine nicht vorhandene Mappe mit meiner Story aufzuschlagen. Meine gerade noch völlig entspannte Anreise zum Dortcon 2005 geht damit direkt in eine sehr eilige und nervenaufreibende Abreise über. Noch mal zurück nach Herne. Hoch in die Wohnung, wo die Mappe noch immer auf dem Schreibtisch liegt, mit einem offenen Reißverschluss an der Seite, der irgendwie wie ein gehässiges Grinsen aussieht. War ja klar, muss sein. Wir Phantasten laufen halt immer ein bisschen neben den Gleisen der Realität. Da stellt man sich vor, man hätte etwas getan. Hat es aber in Wirklichkeit gar nicht.
Aber mal ganz ehrlich: Welcher erfolgreiche Schriftsteller, muss sich auch schon selbst darum kümmern, seine Klamotten beieinander zu halten. Wo sind meine Lakaien? Na? Wird`s bald? Ich will Assistenten, Berater, Manager, Catering- Service.
"Herr Küper, es ist nirgendwo Beluga Kaviar aufzutreiben, ich bin untröstlich."
"WAAAASSS? Ich kann so nicht arbeiten."
Nachdem ich mich noch einmal vergewissert habe, dass ich zumindest eine Hose trage, breche ich zum zweiten Mal an diesem Tag nach Dortmund auf.
Auf dem Con eingetroffen erhalte ich zunächst eine jener praktischen Anstecknadeln, mit denen man sich gleich als VIP fühlt. Echt harte Autoren aus der Gothic-Szene jagen sich das Ding - behaupten zumindest Gerüchte - immer direkt durch die Brust, ich verzichte allerdings darauf und begnüge mich mit der Brusttasche.
Zeit ins erste Fettnäpfchen zu treten. Ah prima, eine Gelegenheit ergibt sich schnell, als ich Gabriele Reinecke begegne, die ich bereits von einer Lesung in Düsseldorf her kenne. Ich begrüße sie mit Handschlag, genau wie einen mir irgendwie bekannt vorkommenden Mann neben ihr. "Klaus", stellt er sich knapp vor und wie es mir so in Sinn kommt, frage ich nach: "Klaus und weiter?" "Klaus Schminanski", entgegnet er. Toll, damit ist es mir mühelos gelungen, einem der Ehrengäste des Abends das Gefühl zu vermitteln, er hätte sich gefälligst bei mir vorzustellen. Dabei kenne ich seine Bilder und schätze sie auch. Peinlich, peinlich, aber von Illustratoren und Grafikern weiß man meistens ebenso wenig wie von Autoren, wie sie eigentlich aussehen.
Die Lesung findet im so genannten Holodeck statt. Hinter dieser hochtechnischen Bezeichnung verbirgt sich ein schmuckloser Raum ohne Mikrofone und Lautsprecher, gerade noch nicht zu groß, um auch die letzte Reihe mit unverstärkter Stimme zu erreichen. Bereits anwesend ist Bernhard Kempen, kurz nach mir trifft auch Michael Iwoleit ein. Insgesamt stehen uns gerade mal zwei Stunden Lesezeit zur Verfügung. Für die Zuhörer eine ziemlich Strecke, für uns ein sehr knapper Zeitraum, da wir alle dazu neigen, recht ausufernde Geschichten zu schreiben. Also einigen wir uns darauf, dass jeder etwa 35 Minuten Zeit hat und die anderen beiden kontrollieren, dass er sein Limit nicht überschreitet.
Den Anfang macht Michael mit einer Story, die ich als Cyberpunk bezeichnen würde. Nicht umsonst weist er daraufhin, dass der Konsum von etwas Bier für ihn während des Lesens unverzichtbar sei. "Anders halte ich die vielen fiesen Szenen nicht durch", erklärt er und ich frage nach, ob er die Flasche im Zweifelsfall auch mal rüberreichen könnte, was er prompt tut. Über Michaels Story will ich, außer, dass sie mich sehr angesprochen hat, nicht zuviel verraten. So wie er sagte, wird sie in der nächsten Ausgabe von NOVA erscheinen. Mittendrin unterbricht ein Anruf auf sein Handy den Vortrag und ich erwarte fast zu erleben, wie er das Gespräch entgegen nimmt. Das tut er nicht, wird dafür kurze Zeit später durch eine lautstark eintrudelnde SMS noch einmal unterbrochen. Ich kann mir nicht verkneifen zu bemerken: "Wehe, wenn das ne Frau war!"
Nachdem Michael Iwoleit die Lesung bereits mit Cyberpunk der härteren Gangart eingeleitet hat, setze ich diese Linie mit meiner Story "Parasiten", erschienen im letzten Jahr in c`t fort. Ich kann nicht leugnen, dass es mir großen Spaß macht, diesen Text mit seinen doch sehr zynischen Dialogen vor Publikum zu lesen. Mittlerweile haben sich übrigens gut zwei Dutzend Gäste versammelt, was für Lesungen im SF-Bereich durchaus ein guter Schnitt ist - außer man heißt Andreas Eschbach ;-).
Während ich lese ertappe ich mich dabei, mehr und mehr ins Spielen zu geraten und muss mich selbst zwingen, Handbewegungen, die im Text beschrieben werden, nicht selbst auszuführen. Beinahe gelingt es mir, meine Story ganz zu lesen, doch das endgültige Finale will dann leider nicht mehr ganz in unseren Zeitplan passen. Es ist aber auch gar nicht der Sinn einer Lesung, die Geschichte komplett zu hören. Es geht doch eher darum, zu sehen, wie der Autor sie interpretiert. Zumindest sehe ich das so.
Nun liegt es an Bernhard Kempen unser Publikum weiter zu fesseln. Dazu schlägt er nach all den bitterbösen und zynischen Geschichten einen völlig neuen Weg ein: Er bedient sich des Humors und trifft damit den Nerv des Publikums. Mit seinem kurzen Text, dessen Titel, glaube ich, "Meine Damen und Herren, liebe Inder" lautet und der übrigens ganz und gar nicht rassistisch ist, sorgt er für allgemeine Erheiterung. Dann setzt er mit einem Auszug aus einem bislang unveröffentlichten Roman aus dem Genre der erotischen Science Fiction noch einen drauf. Bernhard liest einige natürlich nur im humoristischen Sinne höchst anregenden Szenen die in manchen Gesichtern unauffälliges Zucken und gelegentliche Seitenblicke auslösen. Ganz so als wolle man sich versichern, dass die anderen einen nicht anstarren, weil man bereits rot angelaufen ist. Diese Peinlichkeit bleibt aber den anwesenden Autoren wie auch den Zuhörern erspart und so klingt die Lesung mit ein paar Plaudereien aus dem Autorennähkästchen aus, wobei jeder der anwesenden Schreiber noch ein kleines oder zumindest kleinstes Anekdötchen beizusteuern weiß.
Mag sein, dass ich nach Bernhards Lesung irgendwie besonders aufmerksam bin. Wahrscheinlich bilde ich mir nur ein, dass einige männliche Besucher nur sehr zögerlich aufstehen?
Insgesamt eine wirklich schöne Lesung, die wahrscheinlich nicht nur uns Schriftstellern, sondern auch den Zuhörern Spaß gemacht. Ich freue mich aufs nächste Mal.
Und danke für die schönen Bilder, Martina ;-).

Eine Doppelnominierung für den Kurt Laßwitz Preis...


…habe ich mit meinen Storys "Projekt 38 oder das Spiel der kleinen Ursachen" aus Nova 4 und "Der Atem Gottes" aus Visionen 2004 in diesem Jahr geerntet. Wow, sage ich da nur und klopfe mir ganz selbstzufrieden auf die eigene Schulter. So eine Nominierung ist schon eine Wohltat fürs Autorenego und doppelt tut`s gleich doppelt gut.

"Der Atem Gottes" ist aus diesem feierlichen Anlass bereits auf der Homepage des Kurt Lasswitz-Preises online gestellt worden und "Projekt 38" wird in den nächsten Tagen folgen.
Ausführliche Informationen zum Kurt Lasswitz- Preis sowie die nominierten Geschichten zur online-Lektüre findet man hier…

Samstag, März 12, 2005

Dortcon jetzt!


Heute ist es soweit, der Dortcon findet statt. Während ich mich noch ein wenig darauf vorbereite, komme ich auf die Idee, mal in die WAZ zuschauen. Immerhin gibt es in der Wochenendbeilage ja eine Veranstaltungsliste. Zwar werden dort der Audtritt jedes drittklassigen Kneipenpianisten, oder der Taubenzüchterstammtisch in Unterpuckelsheim euphorisch vorgestellt, doch über den Con verliert man kein Wort. Ein kleine Recherche im Netz zeigt, dass der Dortcon2005 auf allen einschlägigen Genreseiten angekündigt, außerhalb der Szene jedoch nirgendwo erwähnt wird. Dabei wimmelt es von Lesern des Genres, die das Internet als Informationsquelle noch nicht entdeckt haben. Schade, von denen wird sicherlich heute keiner den Weg zum Con finden. Auch für die "Aktuelle Stunde" eine gute Gelegenheit, ausnahmsweise mal über etwas interessantes zu berichten. Also Presseheinis, schaut mal beim Con rein. Da gibts echt ungewöhnliches zu entdecken...
Mehr zum Dortcon hier.

Zu einer Tortur...


...wurde der heutige Minidreh des Thunderbolt Video Projektes. Zwar waren die Aufnahmen in wenigen Minuten herunter gekurbelt, doch hatte Uwe Post Bianca Fanke und mich dazu auf einen Hügel irgendwo in Gelsenkirchen geführt. Vorher galt es zunächst einmal ungefähr eintausend Treppenstufen zu erklimmen und das bei annährend Minusgraden und eisigem Wind. Oben angekommen setzten die fast orkanartigen Böen vor allem Bianca zu, die heute unsere Haupdarstellerin war. Mit ihr wollten wir in Form einiger sehr mystischer Szenen das Kettenvideo fortsetzen. Ich muss zugeben, dass ich während des für meine Begriffe schon alpinen Aufstieges enrsthaft darüber nachdachte, mich aufzuwärmen, indem ich Uwe verprügele. Doch die Kulisse lohnte die Mühe und herausgekommen sind ein paar echt faszinierende Bilder, dich ich hier nur in sehr unzureichender Qualität vorstellen kann. Zu sehen sein wird das Video vermutlich in Kürze beim Kettenvideo - natürlich nur, sofern es Gnade vor den Initiatoren der Aktion findet.
Ich kann jetzt nur noch hoffen, dass die Erkältung, die ich mir unter Garantie oben im Gelsenkirchener Himalaya eingefangen habe, erst nach der morgigen Lesung ausbricht.

Freitag, März 11, 2005

Vorbereitung auf die Dortcon-Lesung


Heute morgen finde ich endlich Gelegenheit, mich ein wenig auf die anstehende Lesung vorzubereiten. Nachdem ich die Zeit für einen längeren Abschnitt gestoppt und dann auf die gesamte Story hochgerechnet habe, komme ich auf eine Lesungsdauer von gut einer Stunde. Reichlich viel, und den beiden anderen Vortragenden nicht zuzumuten. Ganz davon abgesehen war ich bei meinen letzten Lesungen immer wieder überrascht, wie anstrengend so ein Vortrag ist, obwohl ich es als Lehrer ja eigentlich gewöhnt bin, stundenlang auf - meistens desinteressiertes - Publikum einzureden ;-).
Konsequenz: Ich muss einiges überspringen. Mal schauen, ob ich eine einigermaßen befriedigende Szenenauswahl treffen kann.

Das ideale Werkzeug für Westentaschensadisten...


... und Kleingartensaboteure ist diese Fernbedienung der besondere Art. Ein handliches Tool, das an Raffinesse und Bösartigeit seinesgleichen sucht. Besser als TV-B-Gone, zumindest meiner Meinung nach.
Hier gehts zum Artikel bei heise...

Donnerstag, März 10, 2005

Alle Mathematiker sind Spinner: "Pi"


„Als ich noch sehr klein war, sagte meine Mutter mir, dass ich nicht in die Sonne starren soll. Doch als ich sechs war, tat ich es.“ Mit diesen Worten stellt sich uns Max Cohen in „Pi“ vor.
Er ist paranoid und hochgradig tablettenabhängig, ein vereinsamter Mann – und er ist ein genialer Mathematiker, besessen von der Idee, dass sich hinter der Welt ein numerisches System verbirgt. Wenn es gelingt dieses System zu entschlüsseln, so seine Überzeugung, müsste es möglich sein, Entwicklungen wie die Aktienkurse vorherzusagen. Immer tiefer dringt Max mithilfe eines von ihm entwickelten Computer namens Euklid in die Welt der Zahlen vor und verliert dabei mehr und mehr den Bezug zur Realität. Doch nicht nur seine wachsende Paranoia und bizarre Halluzinationen quälen ihn. Mysteriöse Verfolger haben sich an seine Fersen geheftet und eine religiöse Gruppe wirbt um seine Mithilfe bei der Entschlüsselung alter Schriften. Immer häufiger leidet er an epileptischen Anfällen, deren Intensität jedes Mal zunimmt. Je näher Max einer geheimnisvollen sechzehnstelligen Zahl kommt, die Basis seines Zahlensystems ist, um so mehr scheint das Wissen darum sein Bewusstsein zu verändern.
Darren Aronofskys „Pi“ ist komplett in Schwarzweiß gefilmt. Für einen Science Fiction Film eine sehr ungewöhnliche Form. Doch das Spiel mit Licht, Schatten und Überbelichtung verleiht dem Psychothriller eine klaustrophobisch/paranoide Atmosphäre, der man sich unmöglich entziehen kann. Die Bilder harmonieren perfekt mit dem exzellenten Spiel des Hauptdarstellers Sean Gullette. Der Verzicht auf Farbe ist nicht der einzige Anachronismus in diesem SF-Kammerspiel der besonderen Art. Der Computer, der neben Max eine ganz zentrale Rolle spielt, scheint noch aus den Siebziger Jahren zu stammen und stellt im Verlauf des gesamten Filmes den einzigen technischen Gegenstand dar. Statt mit Effekten zu arbeiten setzt Aronofsky auf die Schauspielkunst seines Hauptdarstellers und gelungene Dialoge, die nicht in die belanglose Pseudotiefgründigkeit von „Matrix“ verfallen. Genau wie der Film der Wachowskis hinterfragt auch „Pi“ die Realität, tut das aber auf einem ganz anderen Niveau und ist damit um Längen spannender.
„Pi“ ist kein Thriller für Actionfans, sondern für jene Zuschauer, die sich in stillen Momenten bei seltsamen Gedankengängen über die wahre Natur der Wirklichkeit ertappen.
Meiner Ansicht nach setzt die außergewöhnliche Story einen neuen Maßstab für intelligente Science Fiction.
Ein absoluter Tipp und nun auch auf DVD erhältlich.

Mittwoch, März 09, 2005

Internet und Zensur: Wenn die FSK im Netz wütet


Das Internet, man glaubt es kaum, wurde ursprünglich ersonnen als ein sicheres Informationsnetz, das auch nach einem Nuklearkrieg noch funktionieren sollte. Längst hat es sich jedoch zu einem komplett eigenständigen Medium entwickelt, aus dem immer mehr Menschen ihre Informationen beziehen. Nach und nach verdrängt es auch klassische Medien wie Radio, TV und erst recht Printmedien aus ihrer Führungsposition. Es ist absehbar, dass künftige Generationen sich ausschließlich online informieren werden. Doch der Traum vom sicheren Zugriff auf Neuigkeiten und Wissen, sowie Musik, Filme und Software könnte sich alsbald in einen Albtraum verwandeln. Wir Nutzer sind nicht wirklich so unabhängig, wie wir glauben. An erster Stelle unserer Recherchen steht nämlich immer eine Suchmaschine. Wenn deren Betreiber nun beginnen nach eigenem Gutdünken den Zugriff auf Texte oder Dateien einzuschränken, hat eine neue Form der Zensur begonnen, die nicht nur die Informations- sondern auch die Meinungsfreiheit gefährdet. Homepages, Foren oder Blogs mit unwillkommenen Inhalten existieren dann plötzlich für die meisten Surfer nicht mehr. Gerade dnachdem sich in letzter Zeit die politische Bedeutung von unabhhängigem Onlinejournalismus herausgestellt hat sicherlich eine wohlige Vorstellung für einige Herrschaften. Eine beängstigende jedoch für Verfechter eines freien Internets.
Chris Haderer beschäftigt sich in seinem Artikel für evolver.at ausführlich mit diesem Problem...

Aliens und Predatoren: Ich habs gewußt,


...es muss eine Verbindung zwischen den beiden Spezies geben. Und jetzt weiss ichs. Es ist ihr gemeinsames Hobby. Unbedingt anschauen, solange es online ist !!!
Hier gehts zum Clip...

Dienstag, März 08, 2005

"Überschuss" ist da!


Mein Belegexemplar traf heute morgen bei mir ein. Die von Ernst Wurdack und Armin Rößler herausgebrachte Anthologie "Überschuss" enthält zahlreiche Kurzgeschichten bekannter aber auch weniger bekannter Autoren und ist definitiv lesenswert. Nicht zuletzt, weil eine Story von mir dabei ist. ;-)
Trotzdem würde ich deswegen nie auf die Idee kommen, mich an einer billigen Werbekampagne zu beteiligen oder gar noch als Motiv für Werbeplakate herzuhalten. Konsumterror jeder Art lehne ich als Intellektueller prinzipiell ab! :-)
Mehr Informationen zur Anthologie gibt es hier...

Montag, März 07, 2005

Es lebt!: Und noch ne Fortsetzung beim kettenvideo.de


Ich mag das Kettenvideo und ich mag Dr.Clausen. Eingeweihte und Kenner von Volker Kriegers und Sascha M. Dornhöfers Projekt wissen, von wem ich da rede und warum ich mich dieser Figur irgendwie verbunden fühle. Höchst erheitert hat mich Video Nummer 8, denn dort erfahren wir etwas über die menschlichen Hintergründe des Dr.Clausen und seinen Bezug zur Dortmunder Urbevölkerung.
Mal reinschauen...

Eine Webcam...


...braucht der Internetnutzer eigentlich nicht wirklich. Außer er ist Redakteur einer stark frequentierten Website und eines ebenso populären Weblogs. Dann schuldet er seinen Lesern natürlich, sie regelmäßig einen Blick auf seinen derzeitigen Gesichtsausdruck werfen zu lassen. Ich nenne es bei mir den sogenannten kueperstatus.
Wie sowas aussieht, davon kann sich der geneigte Betrachter im Bild rechts einen Eindruck verschaffen. Nein, es gab keine technischen Probleme bei der Installation, ich wollte nur mal austesten, ob meine Mimik wirklich so ausdrucksstark ist, wie gelegentlich behauptet wird.

Sonntag, März 06, 2005

Ich skype


Ich gebs gern zu. Mein Spieltrieb ist sehr ausgeprägt und da ich Internettelefonie schon lange ausprobieren wollte, habe ich mir nun Skype installiert. Das ermöglich kostenlose Sprachkommunikation zwischen seinen Nutzern und bei Entrichtung einer entsprechenden Zahlung auch die Telefonie ins Festnetz - wobei ich zugeben muss, das ich alle Ausgaben ablehne, die über meine Providerkosten hinausgehen. Ein erster Test hat mich sehr beeindruckt. Die Gesprächsqualität kommt der eines normalen Festnetzverbindung fast gleich. Allerdings benötigen beide Seiten DSL und es sollte auch nicht gerade irgendein p2p-Programm (das legal dafür vorgesehen Dateien downloaded!) im Hintergrund laufen.
Eine schöne Sache. Außerdem ist es irgendwie cool mit nem Headset auf dem Kopf dazusitzen wie der Fluglotse im Tower.
Wer will, kann mich also demnächst auch anskypen - aber nicht anschnauzen.
Meine Nummer? Nun es ist kein Problem, mich unter Skype schnell zu finden.

Nochmal Hitlers Bombe...


...denn ich mag pseudodukmentarische Techno-Thriller mit höchst spekulativer Tendenz. Das angekündigte Buch über Nazideutschland als Beinahe-Atommacht scheint sich ungefähr auf dem Level gut recherchierten Tatsachenjournalismus zu bewegen wie ein Dan Brown Roman - nichts gegen den Schöpfer des genialen "Illuminati".
Auch die süddeutsche Zeitung widmet dem Schmöker nun einen knappen Artikel und ein müdes verbales Lächeln. Jason Dark erklärte einmal, er würde einen John Sinclair-Roman schreiben, in dem er aus einer Mücke einfach einen Elephanten macht.
Bei spekulativen Sachbüchern über historische Ereignisse und Gestalten geht das dummerweise genauso gut.
Mehr dazu in diesem Artikel...

Freitag, März 04, 2005

Hitlers Bombe


Oft wurde darübers spekuliert und diskuiert, wie nah Hitlers Wissenschaftler wirklich der Atombombe gekommen sind. Der Berliner Historiker Dr. Rainer Karlsch ist überzeugt, dass es für die Nazi-Physiker bereits "fünf vor Ground Zero" geschlagen hatte. Angeblich seien bereits 1944 und 45 auf Rügen und in Thüringen nukleare Bomben "getestet" worden. Diese Behauptung aus dem Verlagsprospekt, in dem Karlschs Buch vorgestellt wird, macht mich allerdings etwas stutzig. Um Bombenzündungen kann es sich da doch wohl kaum gehandelt haben, oder? Die nicht näher spezifizierten Tests müßten doch eine bis heute meßbar erhöhte Strahlung hinterlassen haben.
Nach Aussage des Experten für Nuklearwaffenentwicklung Mark Walker sei Karlschs Argumentation aber stichhaltig.
Eine ziemlich finstere Vorstellung.
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Donnerstag, März 03, 2005

Die 3D-Monitore kommen


Wer Filme liebt, liebt die Illusion. Die war bislang auch mit hohen Bildschirmauflösungen niemals perfekt. Unsere Wahrnehmung benötigt räumliche Tiefe und so begeistern 3D-Filme das Publikum. Bis jetzt benötigte man dafür eine entsprechende Brille. Doch die vom Fraunhofer Heinrich- Hertz-Instituts für Nachrichtentechnik (HHI) in Berlin entwickelte Technologie macht solchen Schnickschnack überflüssig. Ein Raster vor dem Monitor schafft für beide Augen jeweils leicht unterschiedliche Perspektiven, genau wie es in der Realität durch den unterschiedlichen Betrachtungswinkel beider Augen der Fall ist. Die Konsequenz ist ein plastisches Bild, das dem Betrachter praktisch vom Display entgegen springt. Das dürfte nicht nur beim Betrachten von Damen-Beachvolleyballspielen sehr erfreulich sein.
Die neue Technik düfte zukünftigen Generationen von Computerspielen den entscheidenden Kick geben.
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Mittwoch, März 02, 2005

Das Kettenvideo wurde fortgesetzt...


...äh, irgendwie. Nun ja, ich würde sagen auf dreiste aber amüsante Art. John Carpenter läßt schön grüßen. Ich fürchte nur, er weiss nichts von seiner Mitarbeit.
Also mal ehrlich, verehrte Videofilmer: Ein Beitrag zum Kettenvideo erfordert nur etwas Kreatvität und die Bereitschaft einen Nachmittag zum filmen und einen Abend zum schneiden zu opfern. Ich persönlich finde es sehr schade, dass bisher so wenig Fortsetzungen entstanden sind. Also los!
Hier gehts zum kettenvideo...

Dienstag, März 01, 2005

Noch mehr Riesenbilder in Peru...


...haben Archäologen vom Fluzeug aus entdeckt. Die etwa 50 in die Hügel geritzten Linienbilder dürften etwas älter sein, als die vor allem durch Erich von Däniken bekannt gewordenen Bilder von Nazca.
Ich bleib dabei: Sie waren doch da.
Mehr in diesem Artikel im Spiegel...

Sich mit Computerspielen eine goldene Nase verdienen...


...ist ganz leicht. Ein amerikanischer Anwalt macht es vor. Man werfe dazu einfach einen genaueren Blick auf die Umstände eines gerade stattgefundenen Gewaltverbrechens. Finden sich in der Videospielsammlung des Täters ein bestimmtes Game und ähneln die Umstände eines Verbrechens auch nur vage einem Szenario des Spiels, so verklage man dessen Hersteller auf eine möglichst hoch anzusetzende Summe. Da kommen problemlos auch mal einige hundert Millionen Dollar für den engagierten Anwalt zustande. Soviel Einsatz für Tugend und Moral und gegen Spaß an der Konsole mag der eine oder andere als Abzockerei bezeichnen. Ich enthalte mich jeder Wertung und verweise nur auf diesen Artikel im Spiegel...