Montag, Januar 31, 2005

Abschied in der Nacht


Irgendwie gehören Katzen und Autoren zusammen. Nicht nur weil sie durch ihr stilles Wesen den Schreiber bei seiner Arbeit nicht stören. Auch die Persönlichkeiten von Autoren und Katzen ähneln sich. Beide lieben es, ihre Umwelt genau zu beobachten und zu studieren. Beide sind Eigenbrötler und schätzen ihre Ruhe, während in ihren Köpfen geheimnisvolles vor sich geht. Ich bin sicher, dass Katzen uns sehr genau durchschauen und manchmal mehr über uns wissen, als wir selber.
Katzen gehören seit rund 25 Jahren zu meinem Leben und ich habe viele von ihnen kommen und gehen sehen. Der Abschied fällt einem niemals besonders leicht.
Nachdem Füchschen vor einigen Wochen sehr krank war, hatte sich Mimi, sozusagen seine Lebensgefährtin, bei ihm angesteckt. Jedenfalls vermute ich das, obwohl die Symptome etwas anders waren. Füchschen hat sich mittlerweile von seiner Krankheit erholt, während Mimi die gesamte letzte Woche in der Tierklinik verbrachte. Doch das verabreichte Antibiotikum schlug bei ihr nicht an und auch ein zweites zeigte keine Wirkung.
Gestern um 22.50 Uhr kam der Anruf aus der Tierklinik, in dem man uns mitteilte, dass sie vorraussichllich noch in der Nacht sterben würde. Ihren Nieren versagten. Das einzige, was wir noch für sie tun konnten, war es, ihr die Schmerzen zu ersparen. Zu diesem Zweck fuhren wir um Mitternacht zur Klinik, um Abschied zu nehmen.
Wie ich diesen Scheiß hasse...
Dem alten zynischen Cyberpunk mit technisch-wissenschaftlichen Blick auf die Welt tuts weh, wenn er sich von einem pelzigen Freund verabschieden muss.


Tickets für den Prozess


Die Einwohner des kalifornischen Städtchens Santa Maria, einem Kaff, von dem bis dato niemand wußte, dass es überhaupt existiert, dürfen sich glücklich schätzen. Michael Jackson tritt endlich mit einer neuen Bühnenshow auf - und die wird ausschließlich in Santa Maria aufgeführt. Co-stars on stage: Staatsanwalt, Anwalt und ein tougher Richter, der nicht unbedingt als zimperlich gilt.
Früher zahlte man Kohle dafür, wenn man Musiker live auf der Bühne erleben wollte. Jetzt legt man einige hundert Dollar auf den Tisch, nur um aus nächster Nähe sehen zu können, wie ein ehemaliger Star aus einer Limousine steigt und auf dem Weg ins Gerichtsgebäude in die Menge winkt.
Am heutigen Montag ist Michael Jackson zum ersten Prozesstag vor Gericht erschienen. Eine Kunstgestalt, die sich erst selbst erschaffen, dann transformiert und nun auch demontiert hat. Für mich ist er wie der von David Bowie verkörperte Alien aus "Der Mann der vom Himmel fiel".
Ganz weit weg von zuhause und ziemlich neben der Spur.

Sonntag, Januar 30, 2005

Der Dialog des Tages


"Sie haben ihn umgebracht."
"Ich habe nur auf ihn geschossen. Die Kugeln und der Sturz haben ihn umgebracht."
Aus Michael Manns "Collateral" der gestern Teil meiner DVD-Sammlung wurde.

Neue Bilder in der GS-Galerie...


...und die sind absolut sehenswert. Gabi Scharf versteht ihr Handwerk eben. Mehr davon!
Hier gehts zur Galerie...

Samstag, Januar 29, 2005

Es war ein Vergnügen, meine Herren


Duisburg Landschaftspark Nord: Das alte Stahlwerk gleicht einer Kulisse aus einem Low Budget Cyberpunk-Film. Was könnte sich besser als Hintergrund für den heutigen Ruhrpott SF-Stammtisch eignen? Cyberpunkfanatiker Jürgen Olejok wird mir zustimmen.
Was ursprünglich mal als Autorentreffen gedacht war, ist mittlerweile zu einem Autoren-, Blogger-, Rezensenten- und Adminstratorenmeeting geworden, das heute im "Schalthaus" stattfindet.
Zwar glänzen sowohl Stammtischinitiator "Gallagher"-Achim Hiltrop als auch "Corona-Magazin"-Mile Hillenbrand durch Abwesenheit - ganz ohne eigenes Verschulden, muss man hinzufügen - doch weiß sich die restliche Truppe bestehend aus Prospero, Jürgen, Markus, Holger, nEX und mir die Zeit zu vertreiben. So mancher Gast wirft einen kritischen bis vorwurfsvollen Blick auf unsere lautstarke Zusammenrottung von Literaturhooligans. Glücklicherweise weiß ich die Restaurantbesitzer durch Konsum von etwa zwölf Tassen Cappuccino - selbstverständlich ohne Sahne und immer mit nur drei Löffeln Zucker, man muss ja auf die Gesundheit achten - gnädig zu stimmen, so dass man uns diesmal kein Lokalverbot erteilt. Na ja, offen gestanden, ist das noch nie passiert, aber ehrlich: Wir bemühen uns drum. Schließlich haben die Rolling Stones ja auch immer ihre Hotelzimmers zerdeppert. Gehört doch zum guten Ton, oder?
Neben Fachsimpeleien über technische Interna des SF-Netzwerkes gibt es auch diesmal jede Menge Klatsch und Tratsch aus der Szene. SF-Fans unterscheiden sich nämlich nur durch eine Kleinigkeit von Kaffeetanten: Sie verstehen etwas von Computern.
Und von Büchern und von Filmen natürlich auch. Ein wilder Themenmix ist vorprogrammiert. Wer SF liebt, kennt die verständnisvollen bis beunruhigten Blicke, die einem in dieser Richtung unbedarfte Zeitgenossen widmen, wenn man auf sein Lieblingsthema zu sprechen kommt. Manch einem soll da schon ein Therapeut empfohlen worden sein. Das kann einem beim SF-Stammtisch glücklicherweise nicht passieren, denn der besteht ausschließlich aus Phantasten.
Deswegen gehe ich nächstes Mal auch wieder hin.
Und dann diskutieren wir nochmal ganz in Ruhe, was so besonders toll dran ist, wenn das Alien aus dem Astronauten platzt, während die distinguierte Dame nebenan plötzlich ganz angewidert auf ihr Hähnchen schaut...



Freitag, Januar 28, 2005

Peinlich, peinlich


Ein sehr großer deutscher Elektronik-Konzern hat einen neuen Chef und der macht sich gleich beliebt, indem er Stellen streicht. Da macht sich eine teure Armbanduhr auf hochoffiziellen Pressefotos nicht gut - man ist ja bescheiden - und wird prompt digital wegbearbeitet. Ja, so wirkt man viel volksnäher und vertrauenerweckender. Da wird jeder sofort die Notwendigkeit drastischer Personalkürzungen einsehen. Schließlich müssen wir alle Opfer bringen. Mancher opfert seinen Job, ein anderer ein paar Pixel...
Mehr in diesem Artikel im Spiegel.

Studiengebühren sind ab sofort legal


Großartige Idee! Studiengebühren werden das Bildungsniveau in Deutschland ganz sicher erheblich steigern.
Als wäre es nicht schlimm genug, dass man als Student irgendwie noch so ganz nebenbei Geld verdienen muss, nein, jetzt soll man auch noch für Bildung bezahlen. War die nicht eigentlich mal ein Grundrecht jedes Bürgers dieses Landes? Eines, das sich demnächst nicht mehr jeder leisten kann. 500 € pro Semester und mehr sind im Gespräch.
Ich bezweifele, dass es viele Studiengänge gibt, die solche Summen wert sind. Studieren in Deutschland ist etwas für Autoditakten. Wer nicht in der Lage ist, sich den Stoff selbst beizubringen, bleibt auf der Strecke. Anders ausgedrückt: Wer studiert, arbeitet meistens für sich allein und nicht etwa unter ständiger Anleitung von Dozenten oder Professoren. Natürlich müssen auch mal Klausuren korrgiert werden. Diese Arbeit wird üblicherweise von Studenten in höheren Semestern durchgeführt - vielfach von solchen, die dafür nicht bezahlt werden. Welche Leistung wird mit Studiengebühren also bezahlt?
Bedauerlich, dass der Ehrgeiz junger Studenten demnächst durch Geldforderungen im Keim erstickt werden soll. Schließlich wollen die doch nur als Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Lehrer und in vielen anderen akademischen Berufen einen nützlichen Beitrag in unserer Gesellschaft leisten. Etwas, dass viele Politiker nicht gerade von sich behaupten können...
Und ich höre in einigen Jahren schon wieder die altbekannten Hilferufe: "Uns fehlen Naturwissenschaftler, Informatiker, Ärzte, Lehrer! Wieso studiert denn bloß niemand mehr?"
Wer ein Studium absolvieren will, braucht gesunden Menschenverstand.
Für Politiker scheint das, so hat mal zueilen den Eindruck, nicht zu gelten.


Donnerstag, Januar 27, 2005

Provider sind nicht verpflichtet, die Identität ihrer Kunden preiszugeben


Ein trauriger Tag für die Musikindustrie, die in großangelegten Kampagnen die Jagd auf Musikkopierer eröffnet hat. Das Oberlandesgericht Frankfurt befand nämlich, dass Provider nicht dazu gezwungen werden können, Daten solcher Kunden preiszugeben, die per P2P Songs downloaden. Da leidet man mit der geplagten Musikbranche, die ihre Ermittlungen doch nur zu unser aller Vorteil durchführen will.
Seltsam, dass mir gerade jetzt die Worte des alten Wilhelm Busch durch den Kopf gehen:
"Sein Prinzip ist überhaupt: Was beliebt, ist auch erlaubt; denn der Mensch als Kreatur hat von Rücksicht keine Spur."
Mehr Informationen in diesem Artikel im Spiegel...

Mal wieder das Turiner Grabtuch


Analysen mit Hilfe der Radikarbonmethode hatten in den Achtziger Jahren scheinbar nachgewiesen, dass das Grabtuch nicht alt genug ist, um überhaupt aus der Zeit Jesus Christus stammen zu können. Demnach schien es sich um eine Fälschung aus dem Mittelalter zu handeln. Doch die Datierung hatte man an Stoffflicken vorgenommen, mit denen das Tuch in der Vergangenheit erst nachträglich ausgebessert worden war. Eine Bestimmung des Vanillin-Gehaltes deutet nun auf ein wesentlich höheres Alter von 1300 bis 3000 Jahren hin. Wäre doch auch schade ums Mysterium gewesen, oder?
Mehr informationen in diesem Artikel im Stern...

Mittwoch, Januar 26, 2005

Droht tatsächlich eine Klimakatastrophe oder macht Gruseln einfach nur Spaß?


Hans von Storchs und Nico Stehrs Artikel im Spiegel hinterfragt - angeregt durch Michael Crichtons neuen Roman "Welt in Angst" - die oft zitierte und beschworene Furcht vor dem Schreckgespenst Klimakatastrophe. Vieles spricht dafür, dass der Kohlendioxidausstoß unserer Gesellschaft das Weltklima bereits verändert hat. Doch wie stichhaltig sind die Beweise dafür wirklich? Gibt es andere Gründe, die Angst vor einem Umweltfiasko zu schüren?
Mehr an dieser Stelle im Spiegel...

SF-Stammtisch am Samstag in Duisburg


Am kommenden Samstag droht Unheil: Die SF-Fanatiker aus dem Ruhrpott rotten sich wieder zusammen. Diesmal werden diverse Autoren und Kreative dem Landschaftspark Nord in Duisburg heimsuchen. Ab 14 Uhr darf dann am SF-Stammtisch diskutiert, lamentiert und fabuliert werden. Wer sich noch einklinken möchte - nein, nicht in den Cyberspace, sondern in die Runde - sollte an dieser Stelle des SF-Netzwerkes eine Nachricht posten...

Dienstag, Januar 25, 2005

Originelle Autowerbung?


Matthias Pfeiffer berichtet über einen originellen Autowerbespot, der vom Hersteller so nie in Auftrag gegeben wurde. Darin wird die Frage beantwortet, wieso Fahrzeuge dieses Typs für Selbstmordattentäter völlig ungeeignet sind. Auf boshafte Weise amüsant erzeugte das kleine Filmchen einen Sturm der Entrüstung. Ist ja auch irgendwie bedenklich - natürlich nur, wenn man gerade nachdenken möchte.
Also ich finde, bescheuerter als dieses alte Benetton-Plakat mit der blutigen Kleidung eines getöteten Soldaten kann Werbung gar nicht mehr werden...
Der Artikel zum Thema findet sich hier bei telepolis...

Montag, Januar 24, 2005

Wenn Ozzy Osbournes Familie nicht mehr böse genug ist...


...müssen bösere Sympathieträger her. Um den alten Fledermausbeißer zu toppen muss man dann schon jemand wirklich fiesen ins Boot holen. Zumindest seine Familie. Anscheinend verwöhnt uns das US-Fernsehen - und damit natürlich auch bald die deutschen Privatsender - mit einer neuen Reality-Soap-Show nach Osbourne-Vorbild. Nein, diesmal sind es keine Rockstarableger, die uns mit infantilem Gekreische nerven, sondern die Abkömmlinge eines Mafia-Paten, dem mehrere Morde nachgewiesen werden konnten. Das allerdings erst im vierten Prozeß. Ist es nicht klasse, womit man sich für einen sicherlich gut bezahlten Job vor der Kamere qualifizieren kann? Früher wars mal Talent, heute reicht es, wenn dein Vater oder Ex-Gatte nur genug Leute umgenietet hat.
Warum ich den Titel dieser Show nicht nenne?
Erstens werden wir die inoffizielle Fortsetzung des Paten auf unseren Fernsehern kaum verfehlen können und zweitens habe ich keinen Nerv dazu, für diesen Schwachsinn auch noch Werbung zu machen.
Da lob ich mir doch den alten Ozzy mit dem enthaupteten Flattermann. Der war damals schließlich so besoffen, dass er nicht wusste, was er tat.

Sonntag, Januar 23, 2005

UFO-Meldungen...


...findet man schon seit langer Zeit nicht mehr in unseren Zeitungen.Heute wissen die meisten Beobachter ungewöhnliche Lichter am Himmel schnell als Flugzeuge, Satelliten, Meteoriten oder helle Planeten zu deuten. Außergewöhnliche Polarlichter über Europa haben gestern dann aber doch viele Bürger irritiert. So mancher fürchtete ein Angriff der "Außerdimensionalen" stünde kurz bevor.
Mehr auf der Newseite von CENAP - der deutschen Ufo-Hotline

Freitag, Januar 21, 2005

Bis Sonntag bin ich afk...


...dann aber ohne Rücksicht auf ahnungslose Leser wieder online. Wünsche ein schönes Wochenende...

Zurück in den Uterus


Irgendwie behaglich diese neuen Singlewohnungen der besonderen Art. Okay, war irgendwie anders gedacht. Aber mit Breitbandinternet und Satelliten-TV könnte man sich sehr behaglich einrichten. Sicher vor allen potentiellen Ruhestörungen. Da könnte im Garten nebenan ein kleiner Krieg stattfinden und man würde nichts davon mitbekommen.
Mehr über den Trend zum Bunker bei telepolis...

Donnerstag, Januar 20, 2005

Ja ne is klar, ne?: Abmahnungen...


...können einem aus jedem an den Haaren herbeigezogenen Grund ins Haus flattern. Hier ist mal wieder jemand auf der Jagd nach dem schnellverdienten Geld. Das solcher Unsinn zuweilen dann auch noch eine rechtliche Grundlage hat, beweist wohl, dass unsere Richter dringend Nachhilfe in Sachen Internet brauchen.
Hier gehts zum Artikel...

Zu Waffen der besonderen Art...


...hat sich das US-Militär anscheinend durch einen schrägen Klassiker des Porno-Genres inspirieren lassen. "Sex-Bomben" sollen kampfstarke Truppen in kopulierende Swinger-Clubs in Uniform verwandeln. Ganz neu ist die Idee nicht, durch chemische und biologische Kampfstoffe einen krankhaft überstiegerten Geschlechtstrieb hervorzurufen.
Mehr in diesem Artikel bei telepolis...

Mittwoch, Januar 19, 2005

"Meinten Sie : superpunk."..


...fragt mich google jedesmal, wenn ich kueperpunk ins Suchfeld tippe, um herauszufinden, wo ich denn so verlinkt bin oder Erwähnung finde. Nein, ich meinte nicht "superpunk". Scheint übrigens eine Rockband zu sein. Also habe ich dann mal den Test gemacht und superpunk als Suchbegriff bei google eingegeben. Dabei rechnete ich natürlich damit, nun den wohlmeinenden Hinweis "Meinten sie: kueperpunk" zu erhalten. Fehlanzeige. Mit anderen Worten:
Google hält superpunk für bekannt, kueperpunk aber nicht. Empörend. Nun bin ich so beleidigt, dass ich superpunk bestimmt nie in meinem weblog erwähnen werde. Selbst dann nicht wenn superpunk kueperpunk auf der superpunk-website als super bezeichnet. Könnte ja sein, denn immerhin gehts ja auch auf kueperpunk irgendwie um punk wie bei superpunk. Ne über superpunk verliere ich hier kein Wort mehr, denn das ist kein cyberpunk und erst recht kein kueperpunk.
Meinten sie superpunk? Nein, verdammt noch mal.

Dienstag, Januar 18, 2005

Schockwellenreiter bei "Planetopia"


Nein, das ist keine Neuigkeit in der Blogger-Szene. Seit Tagen schon wird über den im Rahmen der Sendung Planetopia bei SAT1 ausgestrahlten Beitrag zum Thema Weblogs diskutiert. Der Schockwellenreiter, einer der bekanntesten Blogger aus der Szene hatte sich dafür von einem SAT1-Reporter interviewen lassen - und durfte sich dann darüber wundern, wie einem mit geeigneten Filmschnitten das Wort im Munde herum gedreht wird. SAT1 bemühte sich anscheinend sehr darum, die Glaubwürdigkeit und Bedeutung von Weblogs herunterzuspielen. Ein Medium, das schnell und völlig unzensiert große Teile der Bevölkerung erreichen kann, verunsichert sicher so manchen. So hatten zuletzt in Weblogs verbreitete Informationen über den Klingeltonhersteller Jamba das Unternehmen in schlechtes Licht gerückt. Wer einmal Ziel einer Weblog-Kampagne war oder sich davor fürchtet es zu werden, würde wahrscheinlich einiges dafür geben, wenn Blogs demnächst als unglaubwürdige Hinterhofveröffentlichungen sozial inkompetenter Paranoiker angesehen würden.
Einmal mehr zeigt uns Privatsender SAT1 nicht wie die Welt ist, sondern wie er sie gern hätte.
Hier gehts zum Erfahrungsbericht des Schockwellenreiters...

Rezi zu "Visionen 2004" in Evolver.at


Das österreichische online-Magazin www.evolver.at wirft regelmäßig einen Rundumblick auf die Medienlandschaft. Dort ist jetzt auch eine Rezension zu "Visionen 2004: Der Atem Gottes" erschienen.
Hier gehts zum Artikel...

Der Schlüssel zum wachsenden und sich selbst heilenden Motor


Kalifornischen Wissenschaftlern ist es gelungen, Mikroroboter aus lebenden Zellen herzustellen. Dazu wird die Grundform der Bauteile durch eine entsprechende Goldbeschichtung auf einem Polymer vorgegeben. Da die Zellen nur schlecht auf dem Polymer wachsen können und wesentlich besser entlang der Beschichtung gedeihen, ordnen sie sich zur gewünschten Struktur an. Dies könnte einen ersten Schritt in Richtung mikroskopischer, sich selbst reparierender und reproduzierender Roboter darstellen.
Mehr Informationen in diesem Artikel bei heise...

Lesung auf dem Jubicon


Auch für den Jubicon ist nun eine Lesung mit Autoren der Anthologie "Visionen 2004" geplant. Ich werde ebenfalls mit dabei sein. Der Con zum 50jährigen Jubiläum des deutschen Science Fiction Clubs findet vom 3. bis zum 5. Juni in Darmstadt statt. Nähere Informationen gibt es demnächst unter dieser URL...

Montag, Januar 17, 2005

Kundenunruhen niederschlagen


Als kritischem Beobachter der Medienlandschaft - man könnte auch sagen, als einer, dessen Flimmerkiste immer läuft - ist mir die entlarvende Werbekampagne einer großen Baumarktkette nicht entgangen. Das Konzept für die Spots ist immer gleich. Ein ziemlich ungehaltener Kunde äußert lautstark sein Mißtrauen gegenüber angeblichen Sonderangeboten - und wird dafür jedesmal von plötzlich von oben oder von unten oder von der Seite ins Bild gepunchten Fäusten niedergestreckt.
Vor einiger Zeit habe ich zwei Artikel in einer Filiale der besagten Kette erworben. Eine Fußmatte und eine Schreibtischampe. Die Fußmatte löste sich bereits am nächsten Tag in Büschel auf, die Schreibtischlampe war so labil konstruiert, dass sie die eingestellte Position nicht halten konnte und immer wieder in sich zusammensank. Zwei Tage später gab die beiliegende Birne dann wohl aus Resignation über die unwürdige Montierung den Geist auf.
Einer Baumarktkette die Produkte auf diesem qualitativen Niveau vertreibt, bleibt wohl nicht viel anderes übrig, als ihren Kunden Gewalt anzudrohen, um sie von Reklamationen abzuhalten.
Aber wahrscheinlich habe ich die lustigen Werbespots auch einfach mal wieder nicht richtig verstanden...

Gesichtersuche im Internet


Hartmut Neven hat mit seinem "Person Spotter", einem System, das er zusammen mit dem Institut für Neuroinformatik an der Ruhr-Uni-Bochum entwickelt hat, den Grundstein für einen völlig neuen Suchmaschinentyp gelegt. Zukünftigen Suchprozessen soll es möglich sein, Gesichter auf dem praktisch unendlichen Bildmaterial im Internet wiederzuerkennen. Die Konsequenzen wären manigfaltig. Eine Person, die mit einem Kamerahandy abfotografiert wird, könnte nachträglich durch eine Internetrechcherche eindeutig identifiziert werden. Auch Menschen, die wenn auch anonym auf eher zweifelhaftem Bildmaterial verewigt wurden, müssten dann damit rechnen, auch noch Jahre später mit ihrer Vergangenheit konfrontiert zu werden. Für manchen Amateurpornodarsteller sicherlich eine mehr als beunruhigende Vorstellung. Auch für die Verfolgung von Straftätern ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Nicht zuletzt könnte Nevens Technologie die Suche nach vermissten Kindern demnächst erleichtern. Opfer von Kinderhändlern könnten auf den Aufnahmen von Überwachungskameras in Kaufhäusern oder pornographischen Bilder aufgespürt werden.
Längst hinterlassen wir alle mehr oder minder freiwillig ständig Spuren im Netz. Wer meint, er wäre bislang nicht im Internet zu sehen, sollte einmal mit google nach seinem Namen recherchieren. Manch einer könnte überrascht darüber sein, sich auf irgendeinem Bild von der letzten Betriebsfeier oder dem Kegelausflug im Internet wiederzufinden.
Die neue Suchtechnologie würde die Möglichkeiten des Internets auf jeden Fall erweitern - mit kaum vorhersehbaren Konsequenzen.
Mehr Informationen in diesem Artikel bei heise...

Der neuste Beitrag zum Kettenvideo...


...ist unverständlich, sinnlos, wenn nicht gar verstörend. Ich rate dringend vom Betrachten dieses bizarren Videos ab. Es zeigt die letzten Aufzeichnungen des Journalisten Adrian Hoffs, die er anscheinend kurz vor seinem gewaltsamen Tod machte.
Vielleicht verspüren Zeugen dieses einzigartigen filmischen Dokumentes eine gewisse Erleichterung, wenn sie sich einreden, dass alles nur eine kleine Illusion aus der Werkstatt des Thunderbolt Video Project ist.
Hier gehts zum Kettenvideo...

Sonntag, Januar 16, 2005

Gemeinschaftsprojekt


Das Gemeinschaftsprojekt mit einem befreundeten Mitautor nimmt langsam konkrete Gestalt an. Mittlerweile habe ich die Hauptakteure so richtig ins Herz geschlossen. Besonders die fiesen ;-). Da wir ohne besondere Vorgaben und Absprachen immer abwechselnd schreiben, bleibt der Lauf der Dinge für beide Seiten überraschend. Zugegeben existiert mittlerweile aber eine Art Expose, das die groben Grundzüge der Geschichte vorgibt. Heute habe die erste Szene für einen Bösewicht der besonderen Art geschrieben. Irgendwie mag ich diesen Burschen, obwohl ich ihm nur ungern begegnen würde.
Auszüge daraus werden wir wohl früher oder später auf unseren Websites veröffentlichen.


Neues Mini-Video


Uwe Post und ich haben heute ganz spontan in Dortmund ein neues Mini-Video für das thunderbolt-Video-Projekt gedreht. Viel will ich noch nicht darüber verraten. Nur soviel: Es handelt sich irgendwie um eine Hommage an Rainer Erlers großartigen Film: "Die Delegation". Natürlich darf man das ganze nicht allzu ernst nehmen, aber das gilt ja bekanntlich für alle unsere Videos ;-)...


Samstag, Januar 15, 2005

Clark Dalton ist tot


Ganz sicher ist er einer der SF-Pioniere in Deutschlang gewesen und war maßgeblich beteiligt am immer noch andauernden Erfolg von "Perry Rhodan". Walter Ensting alias Clark Dalton ist heute in Salzburg gestorben.

Bilder vom Saturnmond Titan


Keine wirklich neuen Impressionen von fremden Welten. Alles erinnert doch sehr an den Mars, nur dass die Blöcke auf der Oberlfäche nicht aus Gestein, sondern aus Wasser und Methaneis bestehen. Faszinierend, wie gut die Landung funktioniert hat. Berechtigte Freude über große Ingenieurskunst. Viele neue Erkenntnisse sind nicht zu erwarten. Ich muss gestehen, viel vermag ich der Sache im Moment nicht abzugewinnen.
Hier mehr...

Ein ungewöhnliches Videoexperiment...


...haben Volker Krieger und Sascha Dornhöfer in Bewegung gesetzt. Filmemacher sind eingeladen, das "Kettenvideo" mit eigenen Beiträgen fortzusetzen. Damit nimmt eine sehr schräge Fortsetzungsgeschichte mit garantiert überraschenden Entwicklungen ihren Lauf. Obs gefällt, ist Geschmackssache. Reinschauen lohnt auf jeden Fall mal...

"Huygens" ist gelandet


Freitag Abend 20.05 Uhr. Bei einem Freund laufen Nachrichten. "Huygens" ist gelandet, begeisterte Gesichter im Kontrollzentrum. Wir wollen Aufnahmen der Sonde sehen. Wie immer läßt man sich Zeit mit der Veröffentlichung von Bildern. Jetzt am Samstag, um 0.10 Uhr sehe ich das erste Foto der Titanoberfläche. Einsame Gegend, aber das war ja auch zu erwarten. Methanseen und riesige Eisflächen sind wenig einladend. Doch warum dauerte es so lange bis zur ersten Präsentation des Bildmaterials? Wahrscheinlich, so spekulieren wir noch vier Stunden zuvor während der Nachrichten, dauert es so lange bis man all die Strassen und Gebäude und vor allem die winkenden kleinen grünen oder blauen Männchen aus den Aufnahmen heraus retutschiert hat. Schade, ganz ohne bunte Aliens finde ich andere Monde und Planeten nicht nur farb- sondern vor allem auch leblos.
Hier ein Artikel zum Thema im Spiegel...

Donnerstag, Januar 13, 2005

Filmtipp: "Das Experiment", heute Abend um 20.15 Uhr auf Pro7


"Das Experiment", meiner Ansicht nach der beste deutsche Thriller der letzten Jahre. Nicht nur verstörend, sondern auch mit sehr realistischem Hintergrund. Das Standford-Experiment simulierte vor Jahrzehnten eine Gefängnissituation. Die Resultate des Versuches waren mehr als beunruhigend, denn obwohl Wärter und Gefangene wussten, dass es sich nur um ein Spiel handelte, kam es schnell zu Eskalationen. Eindrucksvoll wurde so bewiesen, dass Durchschnittpersonen innerhalb kürzester Zeit bereit sind, psychische und physische Gewalt auszuüben, solange sie glauben, dass dies im Sinne der Interessen einer übergeordneten Autorität liegt.
"Das Experiment" greift die Geschehnisse von damals auf und überspitzt sie mit den Mitteln des Thrillers.
Herausgekommen ist ein absolut eindrucksvoller Film, den man sich heute nicht entgehen lassen sollte.
20.15 Uhr auf Pro7

Mittwoch, Januar 12, 2005

Ich liebe Klischees über Computerfans...


...und finde das Image des weltfremden Freaks kleidet eher introvertierte Zeitgenossen äußerst modisch. Als Computerspieler und Internetverfechter weiß ich es außerdem besser als jene, die von sich meinen, sie müssten viel warnende Worte über Dinge verlieren, von denen sie nichts verstehen. Eine neue Studie aus den USA beschäftigt sich speziell mit Gamern und stellt fest: Der typische Computerspieler ist kommunikativ - und das nicht nur online, sondern auch auf freier Wildbahn - belesen - und das meint nicht nur das manual - und vielseitig interessiert. Das kann ich aus eigener Erfahrung natürlich nur bestätigen Sportlich ist der Gamer angeblich auch, aber damit will ich persönlich nichts zu tun haben.
In diesem Artikel im Spiegel gibt es mehr Informationen zur Studie...

Die Lesung auf dem Dortcon...


...steht nun fest und ich sehe ihr mit Freuden entgegen. Bin sehr gespannt, was meine Mitleser Bernhard Kempen und Michael Iwoleit vortragen. Ich werde mich wahrscheinlich selbst erst in letzter Minute für einen Text entscheiden. Aber die Tendenz geht klar in Richtung Cyberpunk ;-)...
Infos zum Dortcon hier.

Dienstag, Januar 11, 2005

Ein Tsunami-Frühwarnsystem...


...wollen deutsche Wissenschaftler für 40 Millionen Euro im indischen Ozean installieren. Innerhalb von drei Jahren soll dieses sehr schnelle und präzise System entwickelt werden. Doch internationale Experten zweifeln stark daran, ob sich das Projekt in so kurzer Zeit realisieren lassen wird. US-Forscher benötigten Jahrzehnte um ein funktionierendes Frühwarnsystem im Pazifik aufzubauen.
Für wesentlich geringere Kosten ließen sich doch einfache Beobachtungsposten am Meer installieren. Vor Einrollen der Riesenwelle sinkt der Wasserspiegel in Küstennähe bekanntlich rapide. Ein Effekt der mit bloßem Auge beobachtet werden kann. Würde nun ein Alarm ausgelöst, bliebe immerhin eine Vorwarnzeit von rund 20 Minuten. Kein präzises System, zweifellos mit begrenzter Vorwarnzeit aber auf jeden Fall eine effektive und preisgünstige Lösung. Natürlich nur so eine Idee.
Mehr Informationen über das Tsunamiprojekt in diesem Artikel im Spiegel...

Wieder mal eine interessante IP-Adresse in meinen Logfiles


Diesmal jemand aus einer österreichischen Praxis für Kieferorthopädie. Dieser Zahnarzt hat sogar einen eigenen Server. Respekt, Respekt. Kann man da mit der Prothese per wireless-LAN im Internet surfen? Gibt es auch Zahnplomben mit eingebautem MP3-Player? Ganz neue Perspektiven...

Kater wieder daheim...


...was er hat ist nach wie vor unklar. Aber er war definitv glücklich, als er sich nach vier Tagen in der engen Box der Tierknlinik wieder in seiner alten Heimat wiederfand. Bin gespannt, ob er nun wieder fressen wird. Daumen drücken könnte helfen...

Montag, Januar 10, 2005

Ufo-Blödsinn auf Kabel


Da läuft gerade ein Fernsehfilm über eine UFO-Sichtung und MIBs auf Kabel. Das Ding strotzt nur so vor unfreiwilliger Komik. Wer schreibt so schlechte Drehbücher? So grauenhaft, dass man es mal gesehen haben muss. Hat schon was von einer Amateurfilmproduktion. Sehr unbegabter Amateure, um genau zu sein.

Sonntag, Januar 09, 2005

Weblogs doch toll?


Behauptete Spiegel-Online noch vor wenigen Wochen, Blogs seien Müll, klingt das im aktuellen Artikel von Julia Bonsteinn und Thomas Schulz schon ganz anders. Sehr ausführlich widmen sich beide Autoren insbesondere den "investigativen Blogs", die mittlerweile sogar eine gewisse politische Wirkung entfalten und manchmal ganze Unternehmen ins Schleudern bringen können. Blogs haben sich zu einem Massenphänomen entwickelt - aber wir wollen doch mal ehrlich sein: genauso schnell wie solche Erscheinungen auftauchen, verschwinden sie auch wieder im Meer nützlicher und nutzloser Innovationen.
Hier gehts zum Artikel im Spiegel...

Der letzte faule Tag...


...gegen Ende der Ferien ist auch immer der unerfreulichste. Trauert man doch der vor zwei Wochen gewonnenen und nun schon wieder verronnenen Freiheit nach. Zurück in die kalte Routine des Alltags und das natürlich prompt mitten in der Nacht um 6.30 Uhr morgens. Zwar höre ich ziemlich oft den Satz: "Mann, in deinem Job hat man ja echt ne Menge Urlaub." Ich persönlich finde das ganze ja eher ziemlich knapp. Schließlich hatten wir Weihnachten und den Jahreswechsel. Wenn das kein Grund für sechs Wochen Urlaub wäre, was dann?

Samstag, Januar 08, 2005

Wenn der Kater krank ist...


...verbringt man auch mal einen Samstagnachmittag in der Tierklinik. Seit Anfang der Woche geht es Füchschen, meinem roten Kater, miserabel. Die Konsultation des Tierarztes am Mittwoch brachte keinen Befund, das gespritzte Antibiotikum schlägt anscheinend nicht an und die verschriebenen Tabletten zu verabreichen ist unmöglich, denn der Kater verweigert Nahrung und Wasser. Das sind schlechte Zeichen, was nicht nur Katzenkennern sofort klar ist. Heute morgen ging es ihm so schlecht, dass wir uns sofort dazu entschlossen haben, eine Tierklinik aufzusuchen. Aber welche? Eine Recherche im Internet brachte kein Ergebnis, erst ein Anruf bei der Auskunft lieferte eine mögliche Klinik.
Nun hängt Füchschen am Tropf und hat eine ganze Reihe von Untersuchungen hinter sich - ohne definitven Befund. Der morgige Tag wird vielleicht mehr Erkenntnisse bringen. Hoffentlich auch Besserung.
kueperpunk mal ganz privat...

Der Fandomobserver Nr.187...


...enthält umfangreiche Kritiken zu "Visionen 2004" und "Walfred Goreng" und ist damit selbstverständlich lesenswert ;-).
Zum Observer geht es hier lang.

"Alexander": ich habe ihn doch geschaut...


...und war wirklich bereit, mich in der Beurteilung von Oliver Stones Film nicht durch meine Befürchtungen beeinflussen zu lassen. Die Schlacht um Babylon war dann auch ein echtes Highlight - leider das einzige.
Der Mißerfolg von Stones Film läst sich leicht in einem Satz erklären:
Viel zu wenig Action, viel zu viel pathetisches Gesabbel.
Netto bleibt ein Filmerlebnis, das etwa so trostlos daher kommt wie Petersens "Troja". Ne, das war nix.


Freitag, Januar 07, 2005

Was für ein Spaß: "Die Unglaublichen"


Bob Parr hadert mit seinem Leben. Der bullige Versicherungsangestellte erlebte einst bessere Zeiten. Als Superheld Mr.Incredible rettete er zahllose Menschen, bestand dramatische Abenteuer und eroberte das Herz der entzückenden Superheldenkollegin Elastigirl. Doch das ist lange her. Ein neues Gesetz zwang vor fünfzehn Jahren alle Superhelden, ihre Aktivitäten einzustellen. Man verschaffte ihnen neue bürgerliche Existenzen und nun fristen die einstigen Heroen das Durchschnittsleben langweiliger Normalbürger. Eigentlich könnte Bob zufrieden sein, denn längst ist er Vater dreier Kinder, von denen zwei ebenfalls über Superkräfte verfügen. Da taucht plötzlich eine geheimnisvolle Unbekannte auf und bietet ihm an, wovon er seit mehr als einem Jahrzehnt träumt. Die Rückkehr ins Superheldenleben…
„Die Unglaublichen“ bietet ohne jede Übertreibung Spaß pur. Die Superheldenpersiflage aus dem Hause Pixar überzeugt mit großartigen Animationen und gelungenen Gags. Action und Humor sind hier eine überzeugende Fusion eingegangen. Wer hätte schon geahnt, warum viele Superhelden sich davor fürchten ein Cape zu tragen? Die tragischen Schicksale diverser Capeträger, die unter anderem unschöne Begegnungen mit Flugzeugturbinen erleben mussten, werden vor allem den Freunden des schwarzen Humors viel Spaß machen.
Endlich wird auch eine Frage beantwortet, die mich in meiner Jugend sehr beschäftigte. Wer stellt eigentlich die Kostüme der Helden her? Clark Kents Adoptivmutter an der Nähmaschine fand ich persönlich immer sehr unglaubwürdig. Nicht zuletzt deswegen zählt Kostümdesignerin Edna Mode zu meinen absoluten Lieblingsfiguren in den „Unglaublichen“. In der Originalversion des Films wird sie übrigens von Regisseur Brad Bird persönlich synchronisiert. Der legt mit „Die Unglaublichen“ nicht sein erstes Meisterstück vor, sondern überzeugte bereits mit dem hervorragenden „Gigant aus dem All“. Mit seinem neuen Film ist ihm nun die wohl beste Parodie auf das Superheldengenre aller Zeiten gelungen. Aber auch die Fans handfester Action werden nicht zu kurz kommen und vor eventuellen Längen braucht man sich nicht zu fürchten. Es gibt keine.
Interessant wäre noch, zu erfahren, welchem Umstand es zu verdanken ist, dass Bobs fieser Chef dem deutschen Synchronsprecher Herbert Feuerstein aufs Haar gleicht. Zufall?





Donnerstag, Januar 06, 2005

Manchmal ist bloggen unheimlich...


Ich schaue mir gern mal die Logfiles meiner Websites an. Viele Zugriffe kommen von den Servern nationaler und internationaler Universitäten, oder von denen großer Unternehmen. Mittlerweile haben auch Besucher von der US-Army oder von der NASA mal reingeschaut. Besonders ungewöhnlich finde ich allerdings meinen heutigen Gast aus den USA. Der Zugriff kam um 15.40 Uhr vom Server eines Panzerherstellers in Michigan.
Ob ich wohl irgendwas geschrieben habe, worüber die sich geärgert haben. Muss ich mir jetzt Sorgen machen? Werde ich morgen vom Rasseln schwerer Panzerketten unten auf der Strasse geweckt?
Oder stürzt heute Nacht durch einen tragischen Zufall ein Panzer aus einem Transportflugzeug in 10000 Meter Höhe direkt auf mein kleines Häuschen?
Falls ja, dürfte der geneigte Leser dies zum Anlaß nehmen, demnächst diversen Verschwörungstheorien Glauben zu schenken. Denn dann wußte ich zuviel.
Ich weiß bloß leider nicht, was es war.

Nilpferde treten


Als Tierfreund bin ich ja strikt dagegen auf Mäusen, Küken oder Nilpferden herum zu trampeln. Doch für "Jamba" mache ich da gern mal eine Ausnahme. Der Klingeltonvertreiber übeflutet das deutsche Fernsehen ja nun schon seit geraumer Zeit mit mäßig witzigen Werbespots und pumpt damit Taschengeld aus dem Kinderzimmer direkt auf sein Firmenkonto. Das würde mich vermutlich nicht stören, würde es sich dabei um mein eigens Konto handeln. Tut es aber nicht und so nehme ich mir die Freiheit, von tanzenden Küken, Mäusen und Nilpferden genervt zu sein. Unsereiner muss das Gebimmel in Bus,Bahn oder auf der Strasse schließlich auch ertragen.
Mit einer Abneigung stehe ich allerdings nicht allein da. Ein findiger Blogger aus Berlin hat in seinem Weblog auf amüsante Art beschrieben, wie Jamba funktioniert und dabei das unkritische Kaufverhalten seiner jugendlichen Kunden geschickt nutzt. Der Artikel wurde von anderen Bloggern aufgegriffen und verlinkt und steht nun auf Platz 3 im Google-Ranking beim Suchbegriff "Jamba". Obs jugendliche vom Bestellen abhält, mag man bezweifeln. Die Geschichte zeigt allerdings das Potential von Weblogs als schnell arbeitende Enthüllungsmaschinerie.
Mehr Infos dazu gibt es in diesem Artikel im Spiegel...

Das Video zur Welle


Die Art der Berichterstattung in den Medien passt sich unseren veränderten Sehgewohnheiten an. Nein, das ist keine wirklich neue Erkenntnis. Doch angesichts der Tsunami-Katastrophe fällt mir auf, wie sehr sich die journalistische Darstellung verändert hat. Immer wieder werden insbesondere auf den Privatsendern unkommentierte Zusammenschnitte von Filmmaterial gezeigt, die mit Musik unterlegt sind. Videoclips zur Katastrophe sozusagen. Diese Musikvideos werden zwar vor allem für Spendenaufrufe eingesetzt, aber es stellt sich die Frage, ob es demnächst nur noch mit plakativen Mitteln möglich sein wird, Zuschauer auf Katastrophen aufmerksam zu machen.
Übrigens gab es ein "Video zur Tragödie" auch schon im Jahr 2001 bei der Berichterstattung über die Attentate vom 11. September. Ein damals häufig gespielter dem Bildmaterial unterlegter Song von "Enya" avancierte schnell zum Hit.
Wann werden Nachrichten komplett im Stil von MTV-Videos präsentiert? Schon jetzt haben Fernseh- und Radiosender ihre Nachrichtensendungen an junge Zuschauer angepasst. Schönes Beispiel dafür sind die Pseudo-News auf RTL2, in dem Promitratsch gleichwertig mit Informationen aus aktuellen Krisenherden behandelt wird. Eins Live setzt bei den News auf jüngere Sprecher und unterlegt sie mit einem dramatisch klingenden Sound, um die jungen Hörer am Radio zu halten.
Kann es sein, dass nur noch "ästhetisierte" Informationen zu uns durchdringen?
Wie Neil Postmann schon sagte: "Problematisch am Fernsehen ist nicht, dass es uns unterhaltsame Themen präsentiert, problematisch ist, dass es jedes Thema als Unterhaltung präsentiert."

Das kleine Wunder: Die Rückkehr der deutschen Kurzgeschichte


Das Jahr 2004 brachte ein Wunder. Ein kleines zwar nur, aber immerhin. Die deutsche Kurzgeschichte kehrte zurück und fand eine kleine, wie es scheint immer noch wachsende Lesergemeinde. Nachdem jahrelang c`t und Alien Contact die einzigen Veröffentlichungsmöglichkeiten für SF-Erzählungen und -stories boten, ist in diesem Jahr eine ganze Reihe von Magazinen und Sammlungen erschienen:
"Nova"
"phantastisch"
"Visionen2004"
"Walfred Goreng" , Band 2, der SF-Reihe aus dem storyolympiade-Verlag
und natürlich nach wie vor Geschichten in "c`t" und "Alien Contact" (online)
Zwar steht wohl fest, dass sich auf dieser Basis keine Verlagsimperien erschaffen lassen, aber das Interesse an oben aufgeführten Magazinen und Anthologien beweist, dass es immer noch eine Nachfrage nach Kurzgeschichten deutscher Autoren gibt.
Glücklicherweise scheint doch nicht jeder Deutsche Promi-Biographien mit lesenwswerter Literatur zu verwechseln. Schön, dass es auch Leser mit eigenem Geschmack gibt, die ein im Fernsehen breit getretenes Lob aus den Mündern deutscher Literatur-Päpste wie Reich-Ranicki oder Heidenreich für irgendeinen pseudointellektuellen Türstopper mal nicht für eine Empfehlung halten...

buchwurm.info mit einer ausführlichen Kritik zu "Walfred Groeng"


Rezensent Tobias Schäfer hat sich die Zeit für eine ausführliche Kritik zur Anthologie "Walfred Goreng" genommen - und hat auch ein paar lobende Worte für meinen Beitrag übrig. Man dankt.
Hier gehts zur Rezi...

Mittwoch, Januar 05, 2005

Lesung auf dem Dortcon 2005


So wie es aussieht, werde ich gemeinsam mit Michael Iwoleit und Bernhard Kempen eine Lesung auf dem im März stattfindenden DortCon machen. Bisher habe ich die Dortmunder Convention immer nur als interessierter Fan besucht. Dürfte ein großer Spaß werden, jetzt auch mal Teil des Programmes zu sein. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt drauf.
Hier geht es zur website des Dortcon...

Mailbox voll...


...aber so soll es ja auch sein. Ich wäre doch ziemlich enttäuscht gewesen, nach meiner Rückkehr aus dem winterlichen Kurzurlaub einen vollkommen leeren Briefkasten vorzufinden. Der Spamanteil hielt sich glücklicherweise in Grenzen und einige interessante Neuigkeiten waren auch dabei. Ganz in Ruhe bin ich gerade dabei, die zu beantwortenden Mails abzuarbeiten. Eine Woche ohne Computer - eine echte Grenzerfahrung...;-)