Dienstag, Dezember 28, 2004

Ich mache ein paar Tage Urlaub...


...und bin somit wie Chatter sagen würden afk - away from keyboard. Also nicht wundern, wenn sich hier nichts tut und gleich jede Hoffnung begraben, dies sei ein weiteres verwaistes Blog. Nächste Woche geht es weiter, möglicherweise auch zwischendurch, falls ich irgendwas finde, mit dem man ins Internet kommen kann.
Thorsten ohne Computer - schwer vorstellbar, aber es wird gehen ;-).

Kaum zu glauben: der "Thunderbolt" wird 25 Jahre alt


Entstanden als Perry Rhodan-Club produziert er heute ein breites Spektrum an Fanzines und Kurzfilmen und ist im Internet höchst aktiv. Illustre Größen des deutschen Fandoms gaben in den letzten Jahrzehnten Gastspiele im Club und sind gern bereit, dies heute zu leugnen ;-).
Heute morgen traf paladin 150 bei mir ein und überraschte mich mit einem schönen Farbcover so wie ungemein prallem Inhalt. Besonders fasziniert hat mich ein Bild aus dem Jahr 1979, das die ursprünglichen Clubmitglieder zeigt, von denen heute leider niemand mehr zum Club gehört. Ich bin übrigens seit 1994 dabei und habe nach wie vor Spaß an der Sache.
Herzlichen Glückwunsch von hier aus nochmal an den "Thunderbolt."
Zur Clubhomepage geht es übrigens hier...

Sie waren da !!!: "Missing Link" - ein Thriller von Walt Becker


Anthropologin Samantha Colby ist mehr als überrascht, als sie bei Ausgrabungen im Stammesgebiet der Dogon in Mali auf ein bizarres Skelett und ein Relikt aus einem unbekannten Material stößt. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als den umstrittenen Wissenschaftler Jack Austin um Hilfe zu bitten. Ihr ehemaliger Geliebter weigert sich zunächst sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen, doch Angesicht des sensationellem Fundes ändert er seine Meinung schnell – denn der Tote und Relikt bestätigen seine revolutionäre Theorie über die wahre Geschichte der Menschheit…
Autor Walt Becker greift in seinem Thriller „Missing Link“ tief in die Schatzkiste moderner Legenden. Basis für die Geschichte bildet Robert Temples berühmtes Sachbuch „Das Sirius-Geheimnis“, in dem sich Temple ausführlich mit den rätselhaften Astronomiekenntnissen des Stammes der Dogon in Afrika befasste. Tatsache ist, dass die Dogon um die Existenz eines unsichtbaren Begleiters des Sirius wussten, der erst 1915 entdeckt wurden. Außerdem besitzen sie seit frühester Zeit detaillierte Informationen über das Sonnensystem, die so wie das Wissen um den Begleitstern des Sirius nur mit großen Teleskopen ermittelt werden können. Temple schloss daraus, dass außerirdische Besucher als Lehrmeister der Dogon fungiert haben müssten. Für seinen Roman trägt Becker noch zahlreiche weitere bekannte Fakten zusammen, die von Anhängern der so genannten Paläo-SETI-Hypothese immer wieder als Indizien für einen extraterrestrischen Besuch in der Frühzeit aufgeführt werden. Über die architektonische Leistung der Erbauer von Tiahuanaco bis zur mehrere hundert Jahren alten Piri-Reis-Karte, die die Umrisse Antarktis zeigen soll, wie sie nur mit modernsten Mitteln bestimmt werden können. Dabei verwundert es, dass Becker es schafft, den Namen Erich von Däniken kein einziges Mal zu erwähnen. Vielleicht, weil es sich bei dem wohl berühmtesten Verfechter der Theorie von den Göttern aus dem All um einen Schweizer und nicht einen Amerikaner handelt?
Im Nachwort seines Romans spricht Becker von einem Paradigmenwechsel, der gerade stattfinden würde. Damit meint er die seiner Aussage nach steigende Akzeptanz der Paläo-SETI-Hypothese. Dabei ist in Wahrheit das Gegenteil der Fall. Dänikens Theorien – und die seiner weltweit verbreiteten Kollegen – erlebten in den Siebziger und Achtziger Jahren eine Blütezeit, finden jedoch heute kaum noch Erwähnung in den Medien. Die damals äußerst populäre Literatur zum Thema verkauft sich kaum noch und wird mittlerweile hauptsächlich von Enthusiasten im Selbstverlag vertrieben. Irgendwie schade, denn zumindest regten die oft nicht ganz von der Hand zu weisenden Spekulationen unsere Fantasie an.
„Missing Link“ ist abgesehen von der doch recht ausgelutschten Grundidee immerhin ein spannender Thriller. Beckers Hauptfiguren bleiben zwar blass und oberflächlich und seine Hauptfigur Jack Austin zeigt einmal zu oft die Züge eines Indiana Jones. Es dürfte nur sehr wenige Anthropologen geben, die wissen, wie man mit einer AK 47 umgeht. Freunde der Romane des Autorengespannes Preston/Child dürften aber auch hier ihre Freude haben. Walt Becker versteht auf jeden Fall sein Handwerk. Ich bin auf weitere Romane des Autors gespannt.
Ich würde dem Verlag allerdings empfehlen, beim nächsten Mal für ein besseres Lektorat zu sorgen. In der vorliegenden Version strotzte das Buch vor falschen Übersetzungen und vor allem ganz simplen Schreibfehlern. Ansonsten ein ungetrübtes Lesevergnügen für Leseabende unterm sternklaren Winterhimmel.
Wer weiß, vielleicht denken „Sie“ gerade darüber nach, dass sie schon so furchtbar lange nicht mehr auf der schönen Erde waren…


Montag, Dezember 27, 2004

Die sehr zögerliche Berichterstattung über den Tsunami...


...der die Küsten Südostasiens traf, ist anscheinend nicht nur mir aufgefallen. Spiegel berichtet heute darüber. Ich habe von der Katastrophe auch erst nachmittags erfahren - online und das obwohl mein Fernseher den gesamten Vormittag über eingeschaltet war. Anscheinend hatte man dem Ereignis nicht die entsprechende Bedeutung zugemessen, oder den Verantwortlichen wurde erst sehr spät klar, dass auch Urlaubsgebiete und damit Bundesbürger von der Katastrophe betroffen sein könnten. Die Berichterstattung über die Anschläge am 21. September 2001 war jedenfalls wesentlich ausführlicher. Nahm man Rücksicht auf die Feiertage? Ist das journalistisch korrekt?
Hier der Artikel im Spiegel...

Das böse Lektorat...


...hat zugeschlagen und ich habe meinen Morgen mit der Korrektur übler Fehler und dem Polieren schlechter oder verdrehter Formulierungen verbracht. Die Story ruhte fast drei Jahre auf der Festplatte und ich hatte sie bisher nicht einmal einer Grobkorrektur unterzogen. Viel Arbeit für eine neue SF-Anthologie, die im nächsten Jahr erscheinen wird. Und wenn dann noch eine Physikerin als Mit-Lektorin fungiert...
Aber man ist konstruktiver Kritik gegenüber ja immer aufgeschlossen.
Auf Widerstand seitens des Lektorates stieß unter anderem ein Satz, in dem ich statt einer Masse, den Durchmesser eines Objektes angegeben hatte. Was für eine Ironie.
Ich fürchte, während der Feiertage hat nicht nur meine Masse, sondern auch mein Durchmesser zugenommen.
Und jetzt noch`n Trüffel und noch eine Tasse Kaffee.

Sonntag, Dezember 26, 2004

Alexander


Alles spricht und bloggt über Oliver Stones Historienepos. Ich auch, aber nur ein paar Zeilen und auch nur, um zu bemerken, dass ich ich mir das Sandalendrama ersparen werde. Schließlich habe ich mich schon bei "Troja" zu Tode gelangweilt. Auch bei Petersens Film war ich fälschlicherweise davon ausgegangen, dass er irgend etwas mit großen Schlachten zu tun haben könnte. Statt dessen gab es nur jammernde Krieger in diversen Schlafzimmern und eine Feuerbestattung nach der anderen. Man möge mit mitteilen, falls das bei "Alexander" anders ist. Aber wenn da ordentlich die Fetzen fliegen würden, wären wohl auch mehr Zuschauer ins Kino gerannt.
Ein weiterer Schuß in den Ofen, nehme ich mal an. Wenn ich was mit Schwertern sehen will, setze ich da doch lieber auf "Blade 3". Sinnfrei, aber das konsequent - hoffe ich zumindest.

Samstag, Dezember 25, 2004

Seltsame Krankheit bei den Miskito-Indianern


Burkhard Schröder berichtet in einem Artikel in Telepolis über eine merkwürdige Krankheit der Miskito-Indianer im Norden Nicaraguas. Die Betroffenen leiden an Fieber und Schmerzen und zeigen extrem aggressives Verhalten. Eine Heilung ist nur durch Schamanen möglich - zumindest sind die Einheimischen so überzeugt davon, dass die magischen Riten Wirkung zeigen. Schröder weist auf die Ähnlichkeiten des Phänomens mit dem Kult um Wallfahrtsorte hin. Handelt es sich, wie der Autor meint, wirklich um eine Massenhysterie? Beim lesen seines Artikels frage ich mich, ob geheime Tests neuer biologischer Waffen nicht ähnliche Effekte erzeugen könnten.
Den Artikel findet man hier...

Oh, yeahh - es weihnachtet!!


Weihnachten, das ist für mich eine alljährliche Freß- und Leseorgie. Ich liege drei Tage danieder auf dem Sofa, das ich allenfalls für eine kleine Zwischen oder Hauptmahlzeit zu verlassen bereit bin und lasse bei der Lektüre eines Thrillers einen Kaffee nach dem anderen meine Kehle hinunter laufen. Das Mittelchen gegen Sodbrennen selbstverständlich in Reichweite. Gerade lese ich einen ganz unterhaltsamen Roman über ein außerirdisches Relikt. Auch Dan Browns "Sakrileg" steht auf der Warteliste. Wundervoll diese Dekadenz...

Freitag, Dezember 24, 2004

Frohe Weihnachten und guten Rutsch ins neue Jahr...


...wünsche ich allen Freunden, Bekannten, Lesern und Besuchern von sublevel12 und kueperpunk. Gleich passend zum Fest noch ein wichtiger Sicherheitshinweis in Form einer Weihnachtskarte...



Live-Webcams im Ruhrgebiet...


...listet Ruhrlink.de auf dieser Seite. Auf diesem Wege kann selbst ich vom Gasometer in Oberhausen aus mal einen Blick auf den Rhein-Ruhr-Metroplex werfen. Hier entlang...

Ein kleines Weihnachtsgeschenk von Space View


Die Neuigkeit, die ich gerade bei Bloggerkollege Prospero aufgeschnappt habe, verbreite ich gern weiter (ich trinke allerdings so gut wie nie Sekt, Prospero ;-)!).
In der Space View 1/05 wird die Anthologie "Der Atem Gottes" als Buch des Monats besprochen. Das freut mich als beteiligten Autor natürlich und findet deswegen auch prompt hier Erwähnung. Obwohl:
Wieviele Bücher werden in Space View eigentlich pro Monat überhaupt besprochen? Eins?

Donnerstag, Dezember 23, 2004

Knapp dran vorbei: Beinahezusammenstoss mit einem Asteroiden


Vergangene Woche wäre uns beinahe mal wieder ein Stück Himmel auf den Kopf gefallen. Der Brocken gehörte allerdings eher zu den Zwergen seiner Art. Mit einem Durchmesser von rund fünf Metern, wäre er beim Eintritt in die Erdatmosphäre augenblicklich zerbröselt. Doch nicht alles, was um uns herum seine Bahn zieht ist so klein. Auch beachtliche komsische Grundstücke von einigen Kilometern Größe könnten sich unbemerkt der Erde nähern. Die Folgen... nun ja, ich fürchte, dieses Weblog wäre nicht das einzige, das nach so einem Crash nicht mehr aktualisiert würde...
Ein aktueller Artikel zur Begegnung mit dem Asteroiden in der Netzeitung...

Wenn Spiel und Realität sich überschneiden...


...befindet sich der Spieler vermutlich mitten in einem ARG, einem Alternate Reality Game. Diese Spiele nutzen ganz unterschiedliche Medien wie Internetseiten, Fax, Pressemitteilungen, falsche Zeitungsanzeigen und vieles mehr. Grundidee dabei ist, dass der Spieler sich niemals wirklich wie in einem Spiel fühlen soll. Aber wo liegt dann die Grenze? Wann vergessen Teilnehmer, dass die Ereignisse um sie herum zwar teilweise real, aber doch nur inszeniert sind? Und wann werden sie damit beginnen, anderen ein Spiel aufzuzwingen, an dem sie gar nicht teilnehmen wollen. Spätestens dann wird aus der Fiktion bitterer Ernst. Mehr Infos über ARGs gibt es in TechnologyReview...

Rekrutierungsspiele - oh wie schön ist es, Soldat zu sein...aber nur als Konsolenspiel


"The last Starfighter" lautete der Titel eines SF-Streifens aus den 80er Jahren, in dem Außerirdische Spielautomaten benutzten, um Menschen als Kampfpiloten zu rekrutieren. Auch die US-Armee scheint den Film gesehen zu haben, denn sie bedient sich nun ähnlicher Mittel. Zum ersten Mal wird ein Konsolenspiel zum Zweck der Anwerbung und wohl auch der Ausbildung junger Menschen an der Waffe auf den Markt gebracht. Angeblich soll das Game auch die Werte der Army vermitteln. Deswegen kann man nur die Rolle eines US-Soldaten spielen, aber nicht auf die Seite der Terroristen wechseln. Verräterisch scheint mir dass es im Verlauf des Spiels nur sehr reduzierte Gewaltdarstellungen gibt. Nicht überraschend.
So werden potentielle Jungsoldaten vor der eventuell sehr demotivierenden Erkenntnis bewahrt, dass der Spassfaktor im Krieg gleich null, das Entsetzen jedoch um so größer ist. Nein, das wäre keine gute Werbung, oder?
Mehr Informationen in diesem Artikel bei heise...

Mittwoch, Dezember 22, 2004

"Das falsche Rot der Rose" - Der ewige Traum von der Gedankenkontrolle


Ulli Kulke wirft in diesem Artikel in der Welt einen Blick auf Jens Johlers und Christian Stahls neuen Roman und vergleicht mit aktuellen Forschungsprojekten. Es ist zu befürchten, dass unsere Gedanken nicht mehr allzu lange frei sind. Falls sie es überhaupt jemals waren...
Sie möchten jetzt hier weiterlesen und dabei fühlen sie sich glücklich...

Dienstag, Dezember 21, 2004

Saturn macht Töne


Natürlich handelt es sich nicht wirklich um akustische Geräusche des Ringplaneten, sondern um in Töne umgewandelte Radiowellen. Aufgezeichnet wurden die von der Raumsonde Cassini bei ihrer Annäherung an Saturn. Wer dem Riesen mit den Ringen gern mal lauschen möchte, kann das hier im Spiegel tun...

Und ich Idiot habe immer zu den Rebellen gehalten


Irgendwie ist dieser Soldat der Sturmtruppen auf angenehme Weise anders...


















Es wird eng für BitTorrent


Einige der größten BitTorrent-Seiten sind in den letzten Tagen aus dem Netz verschwunden, darunter die sehr bekannte Webpage suprnova. Die Hintergründe sind unklar, allerdings hatte die Motion Picture Association of America (MPAA) vor einigen Tagen Klagen gegen Betreiber von BitTorrent-Servern eingereicht. Die Abschaltung der Seiten dürfte damit im direkten Zusammenhang stehen.
Mehr Infos gibt es bei Heise...

Sonntag, Dezember 19, 2004

Heute Abend auf N24: Was wäre wenn: Die Aliens kommen!


Eine hochinteressante Dokumentation über die möglichen Auswirkungen der Entdeckung eines außerirdischen Signales durch SETI-Forscher. Der Beitrag enthält fiktive Pressekonferenzen, die Zuschauer, die sich später zuschalten, leicht für echt halten könnten. Ein Effekt, der von den Machern vermutlich beabsichtigt wurde und die Sache umso interessanter macht.
Heute Abend um 20.05 Uhr auf N24.

Meteoriten oder Terrorismus


Heute morgen gegen 7.30 Uhr waren mehrere Explosionen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta zu hören. Da westliche Regierungen vor einem möglichen Anschlag durch das Terrornetzwerk al-Qaida gewarnt haben, ist die Verunsicherung bei der Bevölkerung sehr groß. Doch der Explosionsort konnte bisher nicht ermittelt werden. Vielmehr deuten Radarbeobachtungen eines unbekannten Flugobjektes, sowie der Augenzeugenbericht eines Mannes, der ein großes Objekt vom Himmel stürzen gesehen haben will auf einen Meteoriteneinschlag hin.
Mich erinnert das an ein altes Schreckensszenario des kalten Krieges. Damals wiesen Astronomen darauf hin, der Einschlag eines großen Meteoriten könnte eventuell als atomarer Erstschlag gedeutet werden und zu einem Atomkrieg führen.
Mehr Informationen gibt es im Spiegel...

Trau keinem Präsidenten: "The Manchurian Candidate"


Sergeant Raymond Shaw wurde durch eine außergewöhnliche Rettungsaktion im Golfkrieg zu einem Kriegshelden. Mittlerweile kandidiert er für das Amt des Vizepräsidenten der USA. Doch Captain Marco Bennett (Denzel Washington), Kommandant der Einheit, in der auch Shaw diente, hegt Zweifel an der offiziellen Version der Ereignisse im Jahre 1991. Zwar erinnert auch er sich im Wachzustand an seine Rettung durch Shaw, doch nachts plagen ihn Albträume, in denen er sich selbst einer bizarren Gehirnwäsche unterzogen sieht. Spiegeln diese Träume die wahren Ereignisse wieder? Ist Bennetts Vermutung richtig, dass Shaws Heldentat inszeniert und dass im Kopf des angehenden Vizepräsidenten ein Mirkochip implantiert wurde, der ihn zu einer fernsteuerbaren Marionette der Firma Manchurian Industries macht? Oder ist Bennett lediglich ein von Wahnvorstellungen geplagtes Opfer des Golfkriegsyndroms?
Jonathan Demmes Film „The Manchurian Candidate“ passt perfekt in eine Zeit, in der zahlreiche Amerikaner tiefes Misstrauen gegen die Ergebnisse der vorletzten und letzten Präsidentschaftswahl hegen. Die skandalträchtigen Wahlmaschinen, deren Integrität von Experten ernsthaft angezweifelt wurden, werden in „Manchurian Candidate“ sogar erwähnt. Die Diskussion, ob George Bush bei seinem Duell mit Gegner Kerry einen Ohrstöpsel trug lag nur weniger Wochen zurück, als „Manchurian Candidate“ in den deutschen Kinos anlief - ein Film, der den amerikanischen Vizepräsidenten als Marionette an den Fäden mächtiger Drahtzieher darstellt.
Selten spiegelte ein Science Fiction-Thriller –in diesem Fall ein Remake des gleichnamigen Streifens von John Frankenheimer aus dem Jahr 1962 – die vorherrschenden Zweifel und Ängste der Bevölkerung deutlicher wieder.
Demme hat einen reißerischen Film mit leisen Tönen inszeniert. Eine paranoid-düstere Atmosphäre legt von der ersten Sekunde an ihren Schatten über die dialoglastige Handlung, die für Freunde des reinen Actionkinos viel zu träge an Fahrt aufnimmt. Ein großer Schwachpunkt von Demmes Film, der den geringen Erfolg in den deutschen Kinos erklärt. Der klassische Ansatz einer Story über Gehirnwäsche hätte wesentlich dynamischer verfilmt werden können.
So bleibt ein subtiler, aber doch etwas zu langatmiger Film, in dem zumindest Darsteller Denzel Washington überzeugen kann.

Samstag, Dezember 18, 2004

Politiker Voodoo-Puppe


Ja, das ist doch mal was praktisches: Die Politiker Voodoo-Puppe mit Nadeln und Gebrauchsanweisung. Gesehen habe ich dieses sinnvolle Weihnachtspräsent heute in einem großen Bochumer Kaufhaus und bin noch immer versucht, eine anzuschaffen.
Früher hieß es morgens immer, Zeitung lesen und sich furchtbar aufregen, danach unter stundenlangem Sodbrennen leiden vor lauter heruntergeschlucktem Zorn.
Von jetzt an könnte das anders aussehen. Zeitung lesen, entschlossenen Gesichtsausdruck aufsetzen, Filmmusik von "Angel Heart" in den CD-Player. Puppe raus und Nadeln rein. Die feinen Stiche, die wir unseren Poltiker durch miese Wahlergebnisse verpassen, scheinen als Lektion ja nicht mehr auszureichen. Da müssen andere Kaliber her. Wie wäre es mit kollektivem Puppenstechen jeden Abend um 20 Uhr? Da wird Demokratie spürbar...


Das Produkt wurde nie fertig, nur die Schachtel dafür


Mich hat der Cargolifter ja schon ein wenig fasziniert, wenn nicht sogar mal zu einer Geschichte inspiriert. Ich habe nun mal ein Faible für Luftschiffe. Eine Kreuzfahrt im Zeppelin würde mich jedenfalls sehr reizen. Wenn jemand noch ein Weihnachtsgeschenk für mich sucht, darf er das übrigens gerne als Wink mit dem Zaunpfahl verstehen.
Der Traum vom Transportluftschiff ist längst geplatzt und nun stand sie leer: Die imposante Cargolifterhalle. Doch was ein findiger Geschäftsmann zurückließ, kann der nächste gut gebrauchen. Der Malaysier Colin Au hörte von der Halle und verwirklichte nun in ihr seine ganz bodenständige Vision vom tropischen Freizeitpark. Ob was draus wird? Wer weiß? Sollte auch dieses Projekt schief gehen, wird sich sicher bald jemand mit seinem neuen, ganz persönlichen gigantomanischen Traum finden, der zufälligerweise genau in die Cargolifter-Halle passt. Mehr Infos in diesem Artikel in der FAZ...

Donnerstag, Dezember 16, 2004

Neuer Studiengang an der FH-Bielefeld: Master of Arts


Ich war heute sehr verblüfft, eine Mail von Prof. Dipl. Des. Torsten Stapelkamp zu erhalten, in der ich gebeten wurde, auf den neuen Studiengang "Master of Arts" an der FH-Bielefeld hinzuweisen. Ich kann nur darüber spekulieren, warum kleine Sites wie "kueperpunK" - ich bin mir sehr sicher, nicht als einziger so eine Mail erhalten zu haben - angeschrieben wurde, tippe jedoch darauf, dass man Interessenten eben unter der Leserschaft von Weblogs vermutet. Schließlich geht es, soweit ich es überblicken kann, ja um neue Medien. Der Studiengang scheint jedenfalls interessant zu sein:

"Wesentliche Lehr-Themen für Ihre Websitebesucher sind:
- Strategien zur Informations- und Wissensvermittlung mit interaktiven
Medien
- Visualisierung von Informationen mit Hilfe digitaler und interaktiver
Systeme
(interaktives Fernsehen, iTV; DVD-video/DVD-rom; CD-rom; Kiosksysteme;
Ausstellungen mit interaktiven Medien; Websites als
Kommunikationssysteme
mit CMS und z.B. in Kombination mit Aktualisierung von Informationen
auf PDA,
handheld oder smartphones für Ausstellungen oder Messen, etc.)
- Interfacedesign / Interactiondesign (GUI for Hard- and Software)
- ein breites Theorieangebot (Kommunikationsstrategien;
Bild- und Informationsmethodik; Bild- und Sprachwissenschaften;
Kulturmanagement; Kultur- und Gendertheorie)
- Visualisieren und Publizieren wissenschaftlicher Inhalte mit Hilfe
von Medien- und Kommunikationsdesign
- Mediendesign
- Corporate Design
- Fotografie


Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester.
Es wird über diese Dauer ein einziges Projekt realisiert, wobei
der Lehranteil an Praxis 60% und an Theorie 40% beträgt.
Der Abschluss "Master of Arts Gestaltung" berechtigt zur Promotion.

Zugangsvoraussetzungen:
Ein erster akademischer Abschluss (B.A., Diplom, Staatsexamen, Magister
Artium,
oder Gleichwertiges), der nicht zwangsläufig in einer gestalterischen,
sondern
ebenso in einer ingenieur-, natur- oder geisteswissenschaftlichen
Hochschulausbildung
erworben sein kann.
Die Eignung für den Master-Studiengang Gestaltung an der FH-Bielefeld
wird anhand
einer Projektskizze, einem Portfolio mit Arbeitsproben und einem
eventuellen
Interview festgestellt"

Weitere Informationen erhalten Interessenten unter:

www.masterofarts.de


Mittwoch, Dezember 15, 2004

Astronauten leben enthaltsam und dienen allein der Wissenschaft


Jedenfalls dachte ich das, bis ich den heutigen Artikel in telepolis las. Demnach kämpft die Besatzung der ISS derzeit mit akuter Nahrungsmittelknappheit. Nicht Versorgungsprobleme durch die nicht einsatzbereiten amerikanischen Raumfähren seien der Grund dafür. Böse Stimmen behaupten, die Jungs oben im All hätten es sich einfach ein wenig zu gut gehen lassen. Ich muss zugeben, dass mir eine Schlemmerorgievor mit der grandiosen Aussicht auf Mutter Erde auch sehr zusagen würde. Da gönnt man sich gern mal ein Tütchen Pizza mehr und zum Dessert eine Banane aus der Tube. Lecker. Mehr über die Gourmets im All in diesem Artikel auf telepolis...

Hörmagazin über SF-Literatur: Schriftsonar


Schriftsonar ist ein hörbares SF-Magazin. In der aktuellen Ausgabe findet man unter anderem eine Rezension über Richard Morgans SF-Roman "Das Unsterblichkeitsprogramm". Außerdem wird die SF-Anthologie "Der Atem Gottes" besprochen. Schade nur, dass ich die aktuellen Ausgaben des Magazines weder hören noch downloaden konnte. Sowohl mp3 als auch real-audio-file können nur gestreamt werden und weigerten sich standhaft auf meinem System zu laufen. Schade.
Zu schriftsonar geht es hier...

Dienstag, Dezember 14, 2004

Jetzt ist BitTorrent dran!


Kein Wunder, denn mittlerweile laufen 50% des gesamten Filesharing-Verkehrs über dieses Tool ab. Der Verband der amerikanischen Filmindustrie MPAA will gerichtlich gegen BitTorrent-Server vorgehen. Das System wird von Insidern aufgrund seiner hohen Downloadgeschwindigkeit geschätzt und häufig auch zum völlig legalen Vertrieb von Software genutzt.
Mehr Infos gibt es in diesem Artikel bei heise...

Die Super-Brücke über das Tarn Tal...


...veranlaßt mich zu der Frage, ob es auch eine Umleitungsempfehlung für Autofahrer mit Höhenangst gibt. Wäre doch äußerst bedenklich, wenn ahnungslose Phobiker beim Anblick des Ungetüms mitten auf der Autobahn eine Vollbremsung machen. Interessieren würde mich eine Überfahrt über das 270 Meter hohe Meisterwerk schon, allerdings nur auf der Beifahrerseite, damit ich im Zweifelsfall wenigstens die Augen zumachen kann. Mehr Informationen gibt es in diesem Artikel im Spiegel...

Montag, Dezember 13, 2004

Wir gehen bösen Zeiten entgegen !


Da schlägt Baroness Warnock, eine 80jähirge Philosophin und Medizinethikerin ernsthaft vor, alte und pflegebedürftige Menschen sollten sich umbringen, um Familie und Gesellschaft nicht zur Last zur fallen. Mich treiben solche Äußerungen auf der Stelle zur Weißglut. Gab es da nicht vor einigen Jahrzehnten schon mal ein paar ganz üble Typen in braunen Uniformen, die ähnlichen Stumpfsinn in die Tat umsetzen wollten?
Leistungs- und Nutzdenken spielen in unserer Gesellschaft ohnehin eine viel zu große Rolle. Ideelle Werte wie der schlichte Spaß am Leben zählen anscheinend nicht mehr. Wer will denn nun entscheiden, welches Leben noch erhaltenswert ist und welches nicht? Das Argument, Alte oder Kranke könnten selbst entscheiden, wann sie aus dem Leben scheiden, zählt nicht, denn wie sollte kontrolliert werden, ob im Familienkreis nicht schlicht und ergreifend "nachgeholfen" wurde. Davon abgesehen fordern pflegebedürftige Menschen nur das ein, wofür sie über Jahrzehnte hinweg Abgaben gezahlt haben. Oma, Opa, Tante oder Onkel haben schließlich lang genug für die Familie geschuftet, um sich jetzt auch mal umsorgen zu lassen.
Ich gedenke, auch liegend aktiv am Leben teilzuhaben, sollte das einmal notwendig werden. Die Pflege im Alter habe ich mir verdient, schließlich habe ich dann lang genug dafür eingezahlt, oder?
Selbstverständlich darf Baroness Warnock gern die Gesellschaft durch ihren freiwilligen Abgang entlasten. Allzu viel scheint sie mit ihren Leben ja nicht anzufangen können.
Mehr Infos gibt es bei telepolis...


Sonntag, Dezember 12, 2004

Wer über Polit-Würmer schimpft...


...regt sich vermutlich nicht über unsere Herren Angeordneten und Minister auf. Vielmehr über eine neue Generation von Würmern, die Rechner per EMail befallen, um von dort aus politisch unwillkommene Internetseiten anzugreifen. Eine Variante attackiert beispielsweise gerade die Website der tschetschenischen Separatisten. Die Urheber sind nicht bekannt, das gilt allerdings auch für zahlreiche weitere Varianten von Politwürmern, die von den unterschiedlichsten politischen Gruppierungen weltweit auf ihre Gegner gehetzt werden. Da wird der eigene PC plötzlich zum ideologisch verblendeten Saboteur in wessen Diensten auch immer. Mehr Informationen dazu gibt es in diesem Artikel bei telepolis.
Und hier nochmal der Tipp. Nicht gleich alles anklicken, was per Mail ins Haus kommt.

Die Bauarbeiten am größten Gebäude der Welt...


...beginnen derzeit. Doch es wird nicht etwa in den USA oder Japan stehen, sondern im arabischen Dubai. 800 Meter hoch wird das Megabauwerk werden und damit die Dimensionen mancher in SF-Romanen beschriebenen Gebäude sprengen.160 Stockwerke purer Gigantomanie. Turmbau zu Babel, die zweite. Mehr Infos in diesem Artikel auf newscientist.com...

Wer schon immer wissen wollte, wie Comic-Figuren drunter aussehen...


...kann in dieser sehr schrägen Galerie des Künstlers Michael Paulus seine Neugier befriedigen. Aber Vorsicht! Die Bilder gehen unter die Haut. Hier entlang...

Donnerstag, Dezember 09, 2004

Tauschbörsen im Internet: Die Musikindustrie jammert, aber Musiker sehen das ganz anders ...


...denn Nachwuchskünstler schätzen das Internet als Präsentationsplattform. Unstreitig ist, dass der kostenlose Download neuer Songs hohe Werbewirksamkeit besitzt. Auch für etablierte Musiker. Ist das Gejammer über den Mißbrauch von p2p-Börsen wirklich begründet oder nur vorgeschobener Grund für miese Verkaufszahlen, die in Wahrheit auf überhöhte Preise für CDs und DVDs zurück zu führen sind? Wie Musiker zum Filesharing stehen, kann man in diesem Artikel in Telepolis nachlesen...

Mittwoch, Dezember 08, 2004

Warum schweigen sie?


Diese Frage stellen sich nicht nur SETI-Experten in Anbetracht einer bereits rund 40 Jahre währenden vergeblichen Suche nach Radiosignalen anderer Intelligenzen. Michael Lachmann vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und seine amerikanische Kollegen verweisen nun als Grund für ETs Schweigen auf eine Überlegung, die Claude Shannon bereits vor 60 Jahren angestellt hat. Informtionen, die mit hoher Informationsdichte übermittelt werden, können von einem Zuhörer, der den verwendeten Code nicht kennt, von einer zufälligen Zeichenfolge nicht unterschieden werden. Hochkomplexe Radiobotschaften, die zwischen zwei Planeten ausgetauscht werden, könnten Radioastronomen deswegen genauso wenig vom thermischen Rauschen von Sternen unterscheiden.
Mit dieser Überlegung ignorieren die Wissenschaftler aber zwei Punkte.
Erstens dürfte es für hochentwickelte Zivillisationen genauso uninteressant sein wie für uns, über Sonnensysteme hinweg per Radiowelle zu kommunizieren, denn die Informationsübermittlung wird viel zu lange dauern.
Zweitens sucht SETI vor allem nach Signalen, die zu dem Zweck geschaffen wurden, als Botschaft erkannt zu werden und entsprechend simpel und auffällig konzipiert sein sollten.
Es mag sein, dass uns tatsächlich stattfindende interstellare Kommunikation entgeht. Das meiner Ansicht nach aber eher, weil uns die benutzten Informationswege noch nicht bekannt sind.
Wer sich über Lachmanns Theorie informieren möchte, erfährt etwas mehr in diesem Artikel bei astronomie.de

Dienstag, Dezember 07, 2004

Wir leben online


Für eine ganze Generation ist das Internet zur Selbstverständlichkeit geworden. Ich kann nicht leugnen, dass das Netz auch meine Lebensgewohnheiten sehr verändert hat, seit ich 1997 zum ersten Mal einen Webbrowser angeklickt habe. Kommunikation mit Freunden und Kollegen, sowie der Austausch von Materialien und die Zusammenarbeit haben sich durch EMails beschleunigt und vereinfacht. Die Möglichkeiten zu schneller und effektiver Recherche sind in mancher Hinsicht fast unerschöpflich. Mittels Internet ist es problemlos möglich, innerhalb kürzester Zeit Informationen zu sammeln, die man sonst stunden- oder tagelang in Bibliotheken hätte zusammensuchen müssen. Das ist leider nicht immer so, aber in vielen Fällen bietet die Online-Recherche große Zeitvorteile und das Angebot erweitert sich ständig, wie neue Konzepte wie Wikipedia beweisen.
Der faszinierendste Aspekt ist für mich aber eindeutig die Netzkultur. Auf die Möglichkeit mich über Foren, Weblog oder die eigene Homepage auszutauschen und zu präsentieren möchte ich auf keinen Fall mehr verzichten. Unerwartet für viele mahnende Soziologen, die allgemeine Vereinsamung fürchteten, ist der Computer durch das Internet zu einer sozialen Schnittstelle geworden. Da bilden sich Gruppierungen und Freundschaften, die nicht nur online, sondern auch im realen Leben stattfinden. All die Befürchtungen über eine Gesellschaft sich selbst isolierender Einzelindividuen haben sich bislang nicht bestätigt.
Ich gebe gern zu: Auch ich lebe online - aber nicht nur!
Einen interessanten Artikel zum Thema findet der geneigte Leser im Spiegel...



Alien Contact 63 ist online


Der geneigte Leser fndet mal wieder einiges rund um das Thema Science Fiction. So zum Beispiel ein Interview mit Autor und Herausgeber Helmuth Mommers, sowie eine Kritik zu "Walfred Goreng".
Hier gehts zum Magazin...

Montag, Dezember 06, 2004

Literarisches Experiment


Derzeit schreibe ich gemeinsam mit einem anderen Autor an einer Story. Ungewöhnlich dabei: Wir arbeiten ausschließlich online. Auch Absprachen finden nicht statt, obwohl ich dem Kollegen ein mögliches Expose per Mail zugeschickt habe. So wird man täglich mit neuen Entwicklungen und Perspektiven konfrontiert. Die Geschichte wächst auf diesem Wege, ohne dass nur ein Autor die volle Kontrolle über den Verlauf der Ereignisse hat. Für mich eine neue Erfahrung. Mittlerweile bin ich sehr gespannt, wie sich die Story weiter entwickeln wird...

Gedächtnislücken: "Die Vergessenen"


Bei einem Flugzeugabsturz hat Telly Paretta ihren Sohn Sam verloren. Auch 14 Monate nach der Tragödie hat sie den Verlust nicht überwunden und befindet sich in Therapie. Gerade als sich bei ihr eine gewisse Erholung einzustellen scheint, geschehen seltsame Dinge. Zunächst verschwindet Tellys Sohn von einer Fotographie. Sie glaubt an eine Manipulation durch ihren Mann, doch nur kurze Zeit später behauptet ihr Therapeut, sie habe niemals einen Sohn namens Sam gehabt. Auch Freunde und Verwandte wissen nichts mehr von dem Kind. In Ihrer Hilflosigkeit sucht sie den Ash Correll, den Vater eines Mädchens auf, das ebenfalls bei dem Absturz ums Leben kam. Auch der behauptet, niemals eine Tochter gehabt zu haben. Doch als Telly in Ashs Arbeitszimmer eine alte Kinderzimmertapete freilegt, kehrt die Erinnerung an das Mädchen zurück. Gemeinsam stellen beide nun Nachforschungen an. Sind die Kinder vielleicht noch am Leben? Bald überschlagen sich die Ereignisse, werden umso mysteriöser, je mehr sich Telly und Ash der Wahrheit zu nähern versuchen. Sie beginnen an der Realität selbst zu zweifeln.
„Die Vergessenen“ ist keine wirklich neue Geschichte, sie spielt vielmehr mit paranoiden Ängsten, wie es bereits zuvor Serien wie „Nowhere Man“ oder diverse Filme zum Thema Entführungen durch Außerirdische taten. Zwangsläufig werden dabei auch Elemente verarbeitet, wie wir sie schon aus Filmen wie „Vanilla Sky“ oder „Matrix“ kennen. Doch Joseph Rubens Film bietet keine eindeutigen Antworten, sondern lässt den Zuschauer mit Interpretationsmöglichkeiten zurück, die nicht wirklich neu sind. Einmal mehr reflektiert der Thriller die Angst vor übergeordneten Instanzen, der Willkür staatlicher Allmacht. Hier symbolisiert durch eine nicht näher definierte Superintelligenz. Ein Film, der in eine Zeit passt, in der Bürger an Wirtschaft und Politik zweifeln.
Mit der Brillanz der Pointen von „The Sixth Sense“ oder „The Village“ kann es „Die Vergessenen“ nicht ganz aufnehmen. Trotzdem hinterlässt Rubens Film einen bleibenden Eindruck und bietet spannende Unterhaltung.



Offline again !


Tja, T-Online und ich haben da ein Problem. Mein Provider kappt mich jetzt quasi schon traditionell pünktlich zum Wochenende vom Netz. Bereits am vorletzten Donnerstag quälte ich mich mit einer Bandbreite durchs Internet, die noch unter der eines analogen Modems lag. Ausfälle gab es über das gesamte folgende Wochenende. Auch an diesem Freitag wurde ich am Abend vom Netz abgeschnitten, ebenso wie am Sonntag, etwa ab der Mittagszeit. So geht es nun nicht, meine Damen und Herren. Sieht ganz so aus, als müßte ich mich nach einer Alternative umsehen.
Schade. Dabei war ich bislang mit meinem Anschluss insgesamt zufrieden und hatte die Umstellung auf DSL3000 erwogen.

Samstag, Dezember 04, 2004

Der SF-Stammtisch geht weiter


Nächster Termin ist Samstag, der 29.01.2005.
Wer Interesse hat, sollte die Diskussion auf dem sf-netzwerk.de verfolgen und sich dort auch anmelden.

Autorenwettbewerb storyline-net.de/phantastisch!


Folgende Meldung erreichte mich gestern per Email. Eine interessante Chance für neue Autoren, die nach einer Veröffentlichungsmöglichkeit suchen:

"In Zusammenarbeit mit phantastisch!, dem Magazin für Freunde des
phantastischen Genres, schreibt storyline-net den ersten Autorenwettbewerb aus, der über
die Grenzen einer Internetveröffentlichung geht.
Schreibt über Visionen, Science Fiction und Neues aus anderen Welten.

Die drei besten Kurzgeschichten werden in phantastisch! Nr. 19 (erscheint im
Juli 2005), herausgegeben im Verlag Achim Havemann, veröffentlicht.
Selbstverständlich erhält jeder Autor ein Belegexemplar der entsprechenden
phantastisch!-Ausgabe. Darüber hinaus bekommen die zehn Autoren, die es in die
Endauswahl geschafft haben, ein Heyne-Taschenbuch-Paket.

Die Hauptjury besteht aus Sascha Mamczak (Herausgeber der Heyne-SF-Reihe,
München), Dr. Olaf Kutzmutz (Leiter für den Fachbereich Literatur der
Bundesakademie für kulturelle Bildung, Wolfenbüttel) und Hermke Eibach (Buchhändler für
phantastische Literatur, Würzburg).

Teilnahmeberechtigt sind alle Autoren, die noch nicht professionell in einem
Verlag veröffentlicht haben. Jeder Autor darf sich nur mit einem Beitrag
beteiligen, bei dem es sich zudem um eine Erstveröffentlichung handeln muss.

Einsendeschluss ist der 28. Februar 2005.

Weitere Informationen unter: http://www.storyline-net.de"

Freitag, Dezember 03, 2004

Tintenfisch plastiniert...


...ist nicht etwa die neuste Spezialität in exklusiven Restaurants. Zwei aufgefundene Riesentintenfische sollen in der Auckland University of Technology in Neuseeland präpariert werden. Kein geringerer als Gunther von Hagens ist für diese Aufgabe engangiert worden. Der Mediziner sorgte mit seinen plastinierten menschlichen Körpern, die er unter anderem in der Ausstellung "Körperwelten" präsentierte, für weltweites Aufsehen. Dieselbe Technik soll nun die Körper der beiden gewaltigen Tintenfische für die Nachwelt erhalten.
Seltsam. Egal, was dieser Mann tut, es verdirbt mir immer irgendwie den Appetit. Heute den auf Tintenfischringe.
Mehr Informationen in diesem Artikel auf newscientist.com...

Donnerstag, Dezember 02, 2004

Spannen per Satellit für jedermann...


...soll, wenn es nach dem Kanadier Vincent Tao geht, bald für jeden möglich sein. Sein eigens entwickeltes Tool verwendet Satellitenaufnahmen und kombiniert die mit Luft- und Radarbildern, sowie den Daten, die Echtzeitsensoren liefern, die das Wetter und den Verkehr überwachen. Daraus werden Bilder erstellt, die über ein Webinterface abrufbar sind. Mir ist dabei noch nicht ganz klar, wie Aufnahmen von Regionen entstehen sollen, in denen keine entsprechenden Sensoren installiert sind. Außerdem sind Satellitenbilder von geeigneter Qualität bislang nur dem Militär, oder wissenschaftlichen Einrichtungen zugänglich.
Falls die Technik wirklich für Privatpersonen zugänglich wäre, ergeben sich beunruhigende Möglichkeiten. Denn auch wenn die Auflösung nicht die Identifikation von Personen zulässt, erlaubt sie es doch beispielsweise, die zurückgelegten Wege eines Privatwagens zu verfolgen
Wer mehr über Taos Konzept wissen möchte, kann sich in diesem Artikel im Spiegel informieren...

Hochtechnologie...


...habe ich mir heute gegönnt. Es gibt zwei Dinge, die ich an meinem alten Wecker hasse: Erstens musste man mühsam jedesmal die Uhr stellen, sobald das Ding mal kurz vom Stromnetz getrennt wurde. Zweitens musste ich mich nachts immer umdrehen, um den Display erkennen zu können. Die Lösung des Problems heißt Funk-Projektions-Wecker. Dieses Meisterwerk der Technik stellt sich anhand eines Funksignals selbst, das vom Sender DCF77 ständig ausgestrahlt wird. Die korrekte Zeit projiziert der Wecker dann an einen beliebig wählbaren Punkt an irgendeiner Wand oder der Decke. Vorbei endlich die Zeiten des qualvollen Umschauens im halb komatösen Zustand.
Ja, die Technik macht das Leben um so viel einfacher und schöner...

Mittwoch, Dezember 01, 2004

Videospiele machen doof...


...behauptet das Magazin Frontal 21. Eine Studie des kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen belege, dass Kinder durch Konsum von Medien wie Spielen und Fernsehen immer weiter verdummen würden. Eine etwas zu pauschale Schlußfolgerung, der ich nicht zustimmen kann. Computerspiele sind spannender als Hausaufgaben, selbstverständlich , aber das galt in der Präcomputerära auch schon für Carrerabahnen, Fußballspiele im Hinterhof oder Drachen steigen lassen.
Es stimmt allerdings schon, dass Medien die Erwartungshaltung von Kindern und Jugendlichen an neue Informationen prägen. Trockene Buchinhalte können mit der Reizüberflutung durch Filme und Computer nicht Schritt halten und werden so automatisch als langweilig empfunden. Dem könnte man entgegenwirken, indem man bei Kindern und Jugendlichen wieder den Spaß an der eigenen, unvorgekauten Fantasie weckt. Durch gute Lektüre beispielsweise - und das müssen ja nicht immer gleich die üblichen Kinderbücher sein. Die sind meiner Meinung nach oft das beste Mittel, um jungen Lesern den Spaß am Film im Kopf endgültig zu verleiden.
Begeisterte Videospieler verblöden übrigens nicht automatisch, soweit kann ich Eltern schon beruhigen. Ich kenne da einen, der hat trotz exzessiven Gamens ein Physik-Diplom erworben und arbeitet heute als Lehrer und so ganz nebenbei noch als Autor...
Mehr Infos über vermeintlich doofe Gamer in diesem Artikel im Spiegel...