Dienstag, November 30, 2004

Wenn Kommunikationssatelliten ausfallen...


...ist das ein echtes Problem. Vor zwei Tagen fiel der Intelsat Americas 7 urplötzlich aus. Ursache unbekannt. Experten halten einen Hackernangriff allerdings für sehr unwahrscheinlich. Dabei soll die Firma Intelsat demnächst von einem Konsortium von vier Firmen aufgekauft werden. Der Ausfall dürfte einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Kaufpreis haben. Wenn das kein Cyberpunk-Szenario ist.
Mehr Infos auf www.newscientist.com, exakt hier...

In Cambridge spukt es


Als ich vor über 12 Jahren das letzte Mal in Cambridge war, habe ich zwar keinen Gedanken an Geister verschwendet, aber irgendwie passen Gespenster in die alten ehrwürdigen Hallen. Und dass sich ein so brillanter Geist wie der von Isaac Newton durch den Tod des Körpers nicht davon abhalten läßt, weiter über den Kosmos zu philosophieren und sich dabei gelegentlich sogar zu zeigen, finde ich ganz selbstverständlich.
Mehr über die Geister Cambridges in diesem Artikel im Spiegel...

Montag, November 29, 2004

Der Traum vom Videospiel...


...das von einem Kinofilm nicht mehr zu unterscheiden ist, war Mitte der Achtziger Jahre in der Epoche der 8Bit-Brotkästen vom Typ C64 eine utopische Wahnvorstellung. Neue Games für PS2 und XBOX haben die Vision aber gut zwanzig Jahre später wahr werden lassen. Und plötzlich hinkt das fast hundert Jahre dominante Unterhaltungsmedium Film hinterher.
Längst ist es zu einer Verschmelzung und Vermischung beider Medien gekommen. Filmemacher sind nun gezwungen, die von PC-Games und Spielkonsolen gebotene Reizüberflutung zu überbieten. Dem modernen Film fehlt nämlich, was für Games selbstverständlich ist: Interaktivität.
Mehr dazu in diesem Artikel im Spiegel...

Sonntag, November 28, 2004

"Bad Santa"...


...hielt ich für eine jener vorweihnachtlichen "Männer in Weihnachtsmannkostüm"-Komödien, die amerikanische Familienklischees in Form einer humoristischen Gehirnwäsche propagieren. Gut, dass ich mit meiner Einschätzung völlig falsch lag. Billy Bob Thornton verköpert geradezu virtuos einen versoffenen Kaufhausweihnachtsmann, der Kinder haßt und gern mal in der Weihnachtsdekoration randaliert. Seiner Tätigkeit als Santa Claus geht er nach, um in jedem Jahr kurz vor Weihnachten gemeinsam mit seinem Partner, einem kleinwüchsigen Elfendarsteller, ein anderes Kaufhaus auszuräumen. Doch als der kleine, dicke Thurman eines Tages bei ihm auftaucht, um sich einen Stoffelefanten zu wünschen, ändert sich das Leben des alkoholkranken Profieinbrechers. Glücklicherweise tut es das aber, ohne dass die Story in die sonst üblichen Klischeefettnäpfchen tritt. Zunächst einmal hat der Fiesling nämlich nichts anderes vor, als Thurmans Elternhaus auszurauben. Dummerweise muss Bad Santa feststellen, dass er doch noch so etwas wie Reste eines Charakters in sich trägt…
Übrigens habe ich den Eindruck, dass das Ende von "Bad Santa" abgeändert und entschärft wurde, um dem eigentlich sehr böse endenden Film kurz vor Weihnachten bessere Chancen beim aufs Fest eingestimmten Publikum zu geben.
„Bad Santa“ – wirklich gut!

Der Kurzfilm "Agent Orange"...


...ist jetzt gratis bei www.amazon.com zu sehen. Unter anderem. Denn bis Weihnachten präsentiert der online-Shop Kurzfilm-Bonbons der Extra Klasse. "Agent Orange" ist eine schräge Liebesgeschichte im Cyberpunkstil. Sehr dynamisch und experimentell gefilmt, unterlegt mit mitreißendem Trance-Soundtrack. Ein echter Hingucker. Tony Scott ist übrigens der kleine Bruder von Ridley Scott. Nicht ganz so bekannt, aber nicht weniger erfolgreich. Er drehte so gelungene Filme wie den Vampir-Thriller "Begierde" mit David Bowie oder "Last Boy Scout" mit Bruce Willis. Auch "Top Gun" stammt von ihm. Genug der Worte. Hier gehts zum wortlosen Cyberpunk-Love-Clip "Agent Orange"...

Wer sich nicht vernünftig ausdrücken kann, stirbt aus


Es ist nicht völlig klar, wie es zum Aussterben des Neandertalers kam. Fest steht nur, dass unser früher Verwandter keine Spuren in den Genen des modernen Homo Sapiens hinterlassen hat. Obwohl es zuweilen zu Kreuzungen zwischen beiden Rassen gekommen sein dürfte. Wissenschaftler spekulieren nun, dass es dem Neandertaler an einer komplexen Sprache mangelte, was seine Entwicklung im Gegensatz zu der des modernen Menschen bremste,
In Anbetracht der tragischen Ergebnisse der neusten Pisa-Studie und nachdem ich in der letzten Woche mal wieder mitanhören mussten, mit welch stark vereinfachtem Sprachcode sich Jugendliche unterhalten, frage ich mich, ob der Neandertaler sich nicht doch irgendwo in unserem Erbgut versteckt hat und nun mit aller Gewalt hervorbricht. Andererseits ist diese Überlegung schon fast beleidigend für unseren alten Verwandten, denn im Gegensatz zu dem etwa Siebzehnjährigen, den ich heute über mehrere Bahngleise laufen sah, verfügte der Neandertaler zumindest über eines:
Gesunden Menschenverstand.
Mehr zum Neandertaler in diesem Artikel bei telepolis...

Samstag, November 27, 2004

Wenn man erst nach mehreren Stunden einen Fehler korrigieren kann...


...der einem kurz nach dem Posten der letzten Meldung auffällt, ist das schon sehr ärgerlich. Um die Mittagszeit herum bin ich komplett vom Netz abgeschnitten gewesen. Jetzt geht es plötzlich wieder. Wahrscheinlich muss man übers Wochenende mit weiteren Ausfällen rechnen. Nicht wundern also, wenn sich hier nichts tut.

Massive DSL-Probleme - mal wieder


Momentan geht alles nur in Zeitlupe. Ich könnte genauso gut per Analogmodem surfen. Ein echtes Ärgernis. Der rosarote Provider scheint sich mit seinem DSL 2000 und 3000 Angebot mal wieder etwas zu übernehmen - und der User muss dafür mit Sackposttempo durchs Netz schleichen oder Mails verschicken.
Erwähnte ich schon, dass mich eine gestörte Internetanbindung so richtig sauer macht?

Freitag, November 26, 2004

Ich bin fastfoodsüchtig...

...und dieses Bild beweist es. Es wird Zeit, dass der Videoabend beginnt. Ganz besonders die Ankunft des Pizza-Taxis sehne ich herbei, denn ich habe Hunger. Muss auch mal erlaubt sein.
Wünsche ebenfalls einen schönen Abend.









Eine Vogelgrippe-Pandemie ist unausweichlich...


...behaupten Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO. Mit dem Ausbruch einer globalen Seuche müßte, so die Prognose der Wissenschaftler, jederzeit gerechnet werden. Bisher konnte die Vogelgrippe nur durch infiziertes Geflügel übertragen werden, doch durch Mutation des Virus könnte der auch auf andere Tiere übergreifen. Damit ergeben sich neue Übertragungswege auf den Menschen.
Bei so erschreckenden Aussichten, betrachtet man jede Erkältung mit ganz anderen Augen. Und wirft argwöhnische Blicke auf den Papagei in der Wohnung einen Stock tiefer.
Mehr Informationen gibt es in diesem Artikel im Spiegel...

Der gläserne Kunde?


Mit RFID gehört der Scanner an der Kasse der Vergangenheit an. Waren einsammeln, mitnehmen, dann wird automatisch vom Konto abgebucht. Praktisch. Sowohl für den Kunden, als auch für den, der ein indiskretes Auge auf die Kaufgewohnheiten des Bürgers werfen will. Mit RFID wäre die Erstellung eines Besuchsprofils für Supermärkte kein Problem. Technokraten jubeln, Datenschützer protestieren.
Mein ganz persönliches Kauffverhalten wäre sicherlich äußerst interessant - vor allem für Psychologen und Konsumforscher: Kommt immer auf die letzte Minute, rast durch den Laden, nimmt nur soviel mit, dass er es ohne Wagen transportieren kann und ist am nächsten Tag wieder da, weil ihm das meiste noch fehlt.
Mehr Infos in diesem Artikel bei telepolis...

Donnerstag, November 25, 2004

Wenn man seinen Ängsten Namen geben kann...


...hilft das auch nicht unbedingt, aber man kann mit ungewöhnlichen Wörtern so wunderbar klugscheissen. Jemand, der beim Anblick von Autos die Flucht ergreift, leidet beispielsweise an Ochophobie, wer eine deftige Phagophobie sein eigen nennt, hat Angst gefressen zu werden - also die Angst hätte ich beim Schwimmen vor der australischen Küste auch -, der Bibliophobe hat Angst vor Büchern - tut ja auch weh, wenn die einem auf die Finger fallen - Geliophobe werden diesen Text nicht lesen, weil sie fürchten müßten, dabei zu lachen, ebenso wie Mythophobe die diese Seite aufgrund ihrer Angst vor Geschichten oder Falschmeldungen gar nicht erst anklicken würden. Mich überkommt beim Studium all dieser Begriffe eine ausgeprägte Meningitophobie - das ist die Angst vor Gehirnerkrankungen.
Wer wissen möchte, wie seine ganz persönliche Lieblingsphobie heißt, der kann das in der Phobialist nachschlagen. Und zwar exakt hier.
Natürlich nur, falls er nicht an einer Cyberphobie leidet - der Angst vor Computern.

Mittwoch, November 24, 2004

Blogs mal wieder als Selbstbedienungsladen...


...für Seiten die nicht viel mehr als Werbung und Texte mit dazu passenden Stichworten ambieten wollen. Das "Sexyblog" sucht unter google in Blogs nach sexuell angehauchten Begriffen und präsentiert entsprechende Artikel völlig zusammenhanglos. Dabei haben die auf diese Weise aufgefundenen Texte meistens nichts mit Sex zu tun. Der Blogger findet seine Inhalte zu seinem Mißfallen aber trotzdem zwischen Werbung für Sexshops oder online-Erotik. Immer öfter stolpern Surfer mittlerweile über solche von Programmen generierte Geisterseiten, deren Inhalte keinen sinnvollen Informationsgehalt haben. Telepolis berichtet über die neue Masche...

Ich war nicht auf der Frankfurter Buchmesse...


...Gabi Scharf hat sie sich aber nicht entgehen lassen und berichtet darüber in diesem Artikel auf warp-online.de. Nicht nur interessant für Autoren, die einen Verlag suchen. Hier gehts zum Bericht...

Dienstag, November 23, 2004

Vielleicht sollte ich mir den Toast im Schrank genauer ansehen...


...denn wenn das Antlitz der Jungfrau Maria darauf ist, könnte ich ihn für 28 000 Dollar verticken. Das ist gerade einer Schmuckdesignerin aus - woher anders könnte so eine Idee stammen? - Hollywood gelungen. Das wunderwirkende Toastbrot ist breits stattliche zehn Jahre alt, zeigt das Gesicht der Jungfrau Maria und ist bisher nicht verschimmelt. Außerdem habe es seiner Besitzerin zu zahlreichen Gewinnen in Las Vegas verholfen - und nun noch zu einem stattlichen Preis. Bleibt nur zu hoffen, dass die Wunderstulle nicht doch noch versehentlich verzehrt wird.
Mehr wunderliche Details in diesem Artikel in der FAZ...

Montag, November 22, 2004

Kennedy-Attentat als Videospiel


"JFK Reloaded" erlaubt es dem Spieler, sich in die Rolle von Lee Harvey Oswald zu versetzen und auf den Präsidentenkonvoi in Dallas zu schiessen. Es ist allerdings auch möglich, das Feuer auf die Leibwächter oder die Präsidentengattin Jackie zu eröffnen - eine unfeine Aktion, für die Punktabzug droht.
Das Spiel wird online vertrieben, will aber nicht als politisch brisante Moorhuhnvariante für Hobby-Anarchisten verstanden sein. Angeblich sei das Game eine Simulation, die den Nachweis erbringen soll, dass Oswald tatsächlich allein als Täter agierte. Die Treffer und erzielte Wirkung werden zu diesem Zweck online mit einem zentralen Server abgeglichen. Der Attentäter, dem es gelingt, den original Kennedy-Mord am authentischsten nachzustellen, kann mit einem Preisgeld von bis zu 100 000 Dollar rechnen.
Irgendwie ergänzt sich dieses selbst für meinen Geschmack etwas zu geschmacklose Spiel ganz perfekt mit der gestrigen Meldung über online-Jagden auf ahnungslose eingezäunte Tiere.
Wenn das so weiter geht, erschiessen die sich demnächst da drüben alle gegenseitig.
Mehr Infos in diesem Artikel im Spiegel...

Sonntag, November 21, 2004

Wem Moorhühner killen...


...zu langweilig oder gar unauthentisch geworden ist, dem wird demnächst eine Alternative geboten: reales Töten von Schafen, Ziegen, Hirschen oder Antilopen per Internet. Dazu kann der mordlustige Surfer per Keyboard und Maus das Fadenkreuz auf ahnungslose Kreaturen richten, während ein echtes Gewehr seinen Bewegungen folgt,um per Knopfdruck abgefeuert werden zu können. So eine Idee kann nur von einem Texaner stammen.
Blödsinnig, grausam, primitiv, Symptom für völlige Verrohung und Verdummung bei Teilen der Gesellschaft.
Wer prüft, ob die Hobbyschützen wenigstens vernünftig zielen, um den Tier ein schnelles Ende zu gönnen? Werden sich demnächst Sadisten einen Spaß daraus machen, ihren Opfern nicht tödliche, aber möglichst schmerzhafte Verletzungen zuzufügen? Wie wird kontrolliert, ob Kinder am Auslöser sitzen?
Ich könnte gleich hier kotzen.
Wer das auch möchte, sollte diesen Artikel bei telepolis lesen...
Mit dem von dem Texaner gebauten online fernsteuerbaren Gewehr würde sich übrigens eine verschärfte Form des Milgram-Experimentes anbieten. In den sechziger Jahren wurden bei diesem Versuch Probanden von einem vermeintlichen Wissenschaftler, der als Autoritätsperson fungierte, aufgefordert, einer dritten Person Stromstösse zuzufügen. Die wurde von einem Schauspieler gespielt, was die Probanden nicht wussten. Trotz heftigster Schmerzensschreie des scheinbar unter Strom gesetzten Menschen ließen sich die Probanden damals von dem angeblichen Wissenschaftler dazu überreden, die Stromstärke zu erhöhen bis hin zu einer lethalen Dosis.
Wie viele Menschen lassen sich wohl jetzt dazu bringen, auf einen anderen zu schießen?


Samstag, November 20, 2004

Live-Blogging II.


Immer noch vier Anwesende tummeln sich auf der Thunderbolt-Jubiläumsparty. Allerdings in leicht veränderter Zusammensetzung, immerhin. Das eigens erstellte Jubel-Video fand großen Anklang, kein Wunder, denn 50 % der Zuschauer haben im Video selbst mitgewirkt. Gerade wird das jubelfanzine aus dem Jahre 99 herum gereicht. Erinnerungen werden wach...

Live-Blogging...


...von der 25 Jahre Thunderbolt-Party. Stattliche vier Personen haben sich innerhalb der letzten Stunde zur Feier des Jubliäums versammelt - da der thunderbolt über viel Selbstironie verfügt kein Problem für uns. Außerdem hat dann jeder etwas mehr vom Büffet. Weitere Live-Meldungen nicht ausgeschlossen...

SF-Autoren-Stammtisch im Ruhrgebiet


Den Gästen eines Essener Steakhauses dürfte die Herrenrunde an einem langen Tisch im hinteren Bereich des Restaurants reichlich seltsam vorgekommen sein. Erwachsene Männer, die nur wenige andere Themen kennen als Science Fiction-Romane und Bücher, ihr Fachwissen in lautstarken Diskussionen mit fast missionarischem Eifer in den Raum schleudern und deren Gelächter die geltenden Lautstärkekonventionen für Restaurants missachtet. Exakt acht Autoren und Kreative haben sich am Freitag versammelt, um den ersten, ursprünglich von Achim „Clou Gallagher“ Hiltrop initiierten Autoren-Stammtisch im Ruhrgebiet zu zelebrieren. Ein breites Themenspektrum war bei anwesenden Verfechtern ganz unterschiedlicher Medien und Strömungen wie beispielsweise Jürgen Olejok (sf-buchseite.de, sf-netzwerk.de), Christian Spliess (prospero.netbib.de), Achim Hiltrop (www.clou-gallagher.de), Uwe Post (www.upcenter.de) oder Mike Hillenbrand (Corona Magazin) garantiert. Von der Fernsehserie „Farscape“ bis zu Romanen der Steinmüllers wurde so ziemlich jedes Thema behandelt – ohne störenden Respekt vor Szene-Gralen oder -Ikonen. Fast hätte man glauben können, wir wären nicht mit der gebotenen Ernsthaftigkeit bei der Sache. Jürgen erwies sich übrigens als wirklich fanatischer Literaturspezialist mit monströser Bibliothek.
Übrigens war der Ruhrpott-SF-Stammtisch auch gleich Minigipfeltreffen für Blogger. Meine Wenigkeit und Christian „Prospero“ Spliess hatten endlich die Gelegenheit uns etwas auszutauschen.
Insgesamt ein toller Abend. Dank dafür vor allem erst einmal an Achim Hiltrop, der die Aktion nicht nur angeleiert, sondern auch organisiert hat. Wir sollten das bald wiederholen – vielleicht in einem Restaurant mit etwas weniger ökonomischen Portionen ;-)

Freitag, November 19, 2004

Einen Stadtplan im Internet zu suchen...


...bringt allenfalls noch Teilerfolge. Vermeintliche Links zu Plänen, die Google aufspürt, führen zu Werbeseiten, auf denen sich das Wort Stadtplan nicht mal findet oder, gleich direkt beim zweiten Klicken, auf einen Dialer. Das Angebot an Routenplanern ist zwar etwas besser, die sind in der Vormittagszeit aber so stark frequentiert, dass die Server nur quälend langsam arbeiten. Eine brauchbare Übersichtskarte findet man dort auch eher selten. Es braucht schon etwas Geduld und ein gewisses Kennerauge um mittlerweile aus dem Wust von Suchmaschinenergebnissen ein brauchbares Resultat herauszufiltern. Werbung ist eine Form von überflüssiger Fehlinformation geworden und sie überflutet mehr und mehr das Internet. Könnte sie es deshalb in Zukunft auch uninteressant werden lassen für ernsthaft an Informationen interessierte Nutzer?
Meinen Weg habe ich mittlerweile im Internet finden können, allerdings war der Zeitaufwand größer, als hätte ich mir eben an der Tanke einen Stadtplan gekauft. Wie war das mit der schnellen Informationsbeschaffung online?

Früh Bloggen


Gerade signalisiert mein Körper mir eine gewisse Erholung, nachdem ich in den letzten Tagen hustete wie ein Alien-Träger kurz vor der explosiven Geburt seines Nachwuchses. Genesung bringt manchmal seltsame Energieschübe mit sich und so finde ich mich heute morgen ausnahmsweise zu menschenverachtender Zeit vor dem Rechner wieder. Draussen hat sich eine Schneedecke über die Welt gelegt. Mitten in Herne scheint eine neue Eiszeit ihren Anfang zu nehmen. Ich hoffe, bis zum Abend werden sich die Gletscher wieder nach Norden zurückziehen. Schließlich soll heute der erste Ruhrpott-SF-Autorenstammtisch stattfinden.

Dienstag, November 16, 2004

Bollywood im deutschen Fernsehen?


Die indischen Schmachtstreifen machen in ihrer Heimat eine gigantische Filmindustrie aus. Farbenfroh inszenierte melodramatische Geschichten, untermalt mit süßlich traurigen Schlager-Soundtracks, rühren das Herz des indischen Zuschauers an. Es war nur eine Frage der Zeit, bis findige Fernsehleute au fdie Idee kamen, dass Bollywoods Schnulzen, dort wo man auch GZSZ und Marienhof schaut, blendend gedeihen müssten. Nun ist es soweit und RTL2 präsentiert die erfolgreichste indische Filmproduktion.
Mich erinnert das an die Zeit, als ich mir an der Uni ein Büro mit einem lieben indischen Kollegen teilte. Eines Tages lud er sein Lieblingslied aus dem Internet herunter, spielte es mir vor und erklärte, dass sich dabei die Härchen auf seinen Armen aufrichten würden. Wohl ein Ausdruck tiefer Rührung in Indien. Meine Härchen richteten sich auch auf, allerdings waren es bei mir die Nackenhaare.
Er bemerkte mein Entsetzen und erzählte mir einen indischen Witz übers Kino:
"Ein Mann besucht jeden Tag ein Kino, um sich dort immer wieder denselben Film anzusehen. Im Verlauf des Filmes wird eine Jungfrau von einem bösen Schurken vergewaltigt. Um den sehr prüden Indern den Anblick zu ersparen, fährt im richtigen Augenblick ein Zug durchs Bild. Eines Tages fragt der Vorführer den Mann, warum er sich den Film denn jeden Tag ansieht. Darauf antwortet der:
Irgendwann muss dieser Zug doch einmal Verspätung haben."
Zurückhaltender aber trotzdem netter Witz made in India.

Leben wir doch in einer Matrix?


Namhafte Wissenschaftler machen sich - vermutlich in ihrer Freizeit- gern einmal Gedanken über diese Frage. Basis für so eine Theorie ist die optimale Eignung des Universums, um Leben zu erschaffen. Zumindest wir sind schließlich in diesem Kosmos entstanden. Doch wieder einmal denken wir zu anthropozentrisch. Existieren wir doch nicht etwa, weil die äußeren Bedingungen genau auf die Möglichkeit unserer Erschaffung zugeschnitten wurden. Vielmehr liegt Leben in genau dieser Gestalt vor, weil es sich an die Umstände angepasst hat. Extreme Beispiele auf unserem Planeten, beispielsweise in der Tiefsee nahe unterseeischen Vulkanen oder in Höhlen ohne jeden Nährboden beweisen, dass Leben sich fast überall ausbreiten kann.
Mehr zur Matrix-Theorie in diesem Artikel im Spiegel...

Eichel fordert Internetsteuer...


...hieß es in einer unheilverheißenden Meldung der Bildzeitung. Da sei er aber, so Finanzminister Hans Eichel in einer Klarstellung, völlig mißverstanden worden. Eichel hatte lediglich geäußert, dass er sich vom Internethandel um Steuern geprellt fühle.
Möglicherweise war Eichels Äußerung ja nur ein erster vorsichtiger Vorstoß, um die Bevölkerung auf das, was da noch kommen mag, einzustimmen.
Wenn wir demnächst neben PC, Providergebühren und GEZ auch noch Steuern abdrücken müssen, wundern wir uns aber nicht, wenn online -Shopping einfach nicht boomen will, oder?

Montag, November 15, 2004

Sie ist nicht zu unterschätzen...


...die Gefahr, die von billigen Selbstbaufahrrädern ausgeht.
















Das ist was für mich...


...so ein Trainigsgerät fürs Abspecken beim Egoshooting wäre ideal für mich. ;-)
Hier gehts lang...

Offline und krank


Über Tage ohne Internetzugang schrieb ich bereits. Gestern war es mal wieder soweit. Leider sah sich mein rosaroter Provider nicht in der Lage, das Problem am Sonntag zu beheben. Wehe dem, der drigend eine online-Rechereche machen muss.
Ein Tipp von mir: Einfach keine technischen Schwierigkeiten aufkommen lassen, dann wird man auch nicht mit Anrufen genervt.
Heute bin ich wieder online, dafür hat mich jetzt die Grippe in ihren eisigen Klauen. Vielleicht hätte ich zuletzt keine Stories über Viren schreiben sollen?

Samstag, November 13, 2004

Die Gefährlichkeit von Blogs...


...für das Image von Unternehmen ist längst erkannt worden. Stark frequentierte Blogs können durch negative Publicity Verkaufszahlen senken oder Gerüchte über Krisen streuen. Und natürlich sind online-Tagebücher ein ideales Medium zur freien Meinungsäußerung, in denen beispielsweise Schwachpunkte der Produkte eines Herstellers ausführlich dargestellt werden können - was mancher Konzernleitung Sorgenfalten auf die Stirn treiben dürfte.
Ein amerikanisches Unternehmen bietet nun seine Dienste bei der Überwachung von Weblogs an. Gezielt werdem etwa 100 000 besonders beliebte Weblogs überwacht, das Auftauchen von Firmennamen registriert und die entsprechenden Seiten gespeichert. Informationen, die den Rechtsabteilungen der Unternehmen helfen könnten, gerichtlich gegen unliebsame freie Berichterstattung vorzugehen.
Wer sich negativ über eine Firma äußert, muss also unter Umständen demnächst mit juristischen Konsequenzen rechnen. Ertaunlich, hat der Bürger doch eigentlich ein Recht auf freie Meinungsäußerung.
Mehr in diesem Artikel bei telepolis...

MicroMike und das Universum...


Die Wissenschaftler des Los Alamos National Laboratory (LANL) staunten nicht schlecht, als sie im Bereich ihres Versuchsgeländes auf einen Einsiedler stießen. MicroMike suchte nach eigenen Angaben die Nähe der Wissenschaftler, um sie mit seinen wohl recht exotischen Theorien über das Universum vertraut zu machen. In seiner erstaunlich gut eingerichteten Höhle fanden sich nicht nur ein Bett, sondern auch elektrische Beleuchtung und ein Satellitenradio. Dort widmete er sich ausgedehnten philosophischen Studien die er mit Hilfe eigens dafür angebauten Maijuanas betrieb. MicroMike wurde von der Polizei zunächst in Gewahrsam genommen, ist allerdings mittlerweile wieder auf freiem Fuß, um seine Wanderung fortzusetzen. Eine Station war dabei übrigens auch schon das legendäre Örtchen Roswell, nahe dem 1947 ein Ufo abgestürzt sein soll. Auch dazu hat MicroMike ganz eigene Theorien, die er auf seiner eigenen Homepage präsentiert...

Freitag, November 12, 2004

Wenn der Blogger sich ausschweigt...


...dann hat ihn die kalte Realität im Griff. Heute bin ich so gar nicht dazu gekommen, etwas zu schreiben. Immerhin habe ich dafür heute morgen einen äußerst fesselnden Vortrag über Erstversorgung am Unfallort und Brandvorbeuge hören dürfen. Der Spezialist der Feuerwehr verstand es durch Erzählkunst, Freude an seinem Job und auch mit einem gewissen gutartigen Zynismus, der Profis in diesem Beruf eigen ist, seine Zuhörer über 4 Stunden lang aufmerksam zu halten. Mir blieb vor allem ein Satz im Gedächtnis:
"Hier sehen wir eine Verletzung durch einen Metallsplitter. Da ist die Bauchdecke jetzt ein bisschen aufgeschlitzt und der Darm versucht durch das Loch nach aussen zu dringen. Alles halb so schlimm, die Blutung hört von selbst auf, da tun wir dann ein Läppchen drauf und die Sache hat sich."
Kaum zu glauben, wie herzlich Menschen lachen können beim Anblick detailfreudiger Bilder von Schnitt- , Quetsch und Amputationsverletzungen.
Habe mich köstlich amüsiert.

Donnerstag, November 11, 2004

Pirate Eye...


...jagt Filmabfilmer. Filmpiraten, die Filme mit dem Camcorder direkt von der Leinwand abfilmen, leben demnächst gefährlich. Das System Pirate Eye soll Camcorder in Kinosälen aufspüren. Gleichzeitig werden Infrarotaufnahmen von der Umgebung des Gerätes gemacht, um die Täter nach der Vorstellung identifizieren zu können.
Eine Technik, sie sich vielleicht auch für sinnvolles verwenden ließe. Beispielsweise um jene Unterart inkontinenter Zuschauer dingfest zu machen, die Getränkepfützen unter den Kinosesseln hinterlassen. Ich hasse das Gefühl, wenn meine Schuhsohlen am Boden kleben bleiben.
Mehr Infos in diesem Artikel bei heise...

Das Ende naht


Meine Heizung funktioniert nicht so, wie sie soll. 20 Grad Celsius sind für mich zu wenig, und so verbringe ich den Abend fröstelnd. Passend der Artikel im Spiegel über eine drohende Eiszeit. Für mich eine konkrete, schon jetzt spürbare Gefahr.
Warhscheinlich sterbe ich gerade aus, weiß es nur noch nicht...

Mittwoch, November 10, 2004

Die Aliens sind da - und zeigen sich im Fernsehen.


Eine seltsame Bildstörung während der gestrigen Folge von "Welt der Wunder" auf Pro7 irritierte einige Fernsehzuschauer. Plötzlich war ein Außerirdischer auf dem Bildschirm zu sehen. Was mich weit mehr beunruhigt als das vermeintliche Alien im TV, ist die Reaktion der besorgten Bürger. Die kontaktierten nämlich ausgerechnet die Bildzeitung, um zu erfahren, was sie da gesehen hatten.
Glücklicherweise konnten die Journalisten das Rätsel auflösen. Es handelte sich um ein Teil einer Werbekampagne zum Videospiel "Halo2".



Dienstag, November 09, 2004

In ungewöhnlicher Mission: John Sinclair


Wohl jeder Phantastikleser hat irgendwann in seiner Jugend mindestens eines seiner außergewöhnlichen Abenteuer im Heftformat gelesen. Nein, nicht von Perry Rhodan ist die Rede, sondern von seinem erdverbundenen Kollegen John Sinclair.
Dessen Autor Jason Dark alias Helmut Rellergerd schickt seinen Helden in Heft 1374 auf eine außergewöhnliche Mission. "Zombies im Mediapark" lautet der Titel des Heftchens, das gerade erschienen ist. Ein Benefizroman zur Erhaltung des Kölner Literaturhauses.
Mehr Infos in diesem Artikel im Spiegel...

Montag, November 08, 2004

"Sie haben soeben ein Bein und einen Arm verloren, es besteht keine Lebensgefahr...


..., Schmerzmittel wurden in ihren Blutkreislauf injiziert, die Blutung gestoppt. Ihre Kampffähigkeit ist um 67 % reduziert. Neuer Befehl, Position halten, Rückzug der restlichen Truppen decken."
Soldaten der Zukunft könnten demnächst aus einem in ihren Gehörgang implantierten Mikrolautsprecher ähnliche Informationen und Befehle erhalten - nachdem sie schwer verwundet wurden.
Die DARPA forscht nach Möglichkeiten, auch schwerstverletzte Personen nach Verlust von Gliedmaßen nicht nur am Leben, sondern auch vermindert einsatzbereit zu halten. "Terminatoren", die fiktiven Supersoldaten, sind Maschinen. Doch solche Konzepte sind schwer zu konstruieren und teuer. Warum nicht auf eine viel billigere Ressource zurückgreifen?
Menschen.
Mittels Pharmazie und High-Tech könnten aus ihnen in Zukunft fast ebenso unaufhaltsame Kampfmaschinen werden. Science Fiction die wahr wird - leider.
Mehr dazu in diesem Artikel bei telepolis...

Rezensionen zu "Visionen 2004" und "Walfred Goreng"...


...finden sich mittlerweile im Forum des SF-Netzwerkes. Insgesamt werden beide Anthologien sehr positiv aufgenommen, worüber ich nicht zuletzt als beteiligter Autor hoch erfreut bin.
Hier geht`s zum SF-Netzwerk.


Sonntag, November 07, 2004

Sprachsteuerung für unbemannte Flugzeuge...


...wird am Massachusetts Institute of Technology entwickelt. Mittels der Software kann ein Flugzeug durch alltägliche Sprache gesteuert werden. "Flieg nach B, wirf die Bombe, nein, flieg nicht in das Hochhaus, braves Flugzeug, sitz."
Dieser Artikel bei heise behandelt das Thema etwas ernsthafter...

Naturwissenschaften sind öde...


...zumindest im Zeitalter der Reizüberflutung durch Computer und Fernsehen. Was in so manchem Physikbuch als Experiment vorgeschlagen wird, ist lange nicht mehr geeignet , Schülern auch nur ein müdes Lächeln zu entlocken. Einfache physikalische Effekte treffen auf eine Wand aus Desinteresse. Fragen wie, warum sehen deine Beine so kurz aus, wenn du im Wasser stehst, warum platzt die Wasserflasche, wenn man sie im Winter draussen lässt und wieso ist der Himmel blau ernten nur noch die Standardantworten: "Ist eben so!" oder "Können wir das zu irgendwas brauchen?". Physikunterricht kann mit den Aha-Erlebnissen der großen Leinwand nicht konkurrieren. Traurig nur, dass das, was im Film zu sehen ist, meistens der Physik widerspricht: Wenn das Projektil den getroffenen fünf Meter weit durch die Luft schleudert, dann müsste laut Impulserhaltung auch der Schütze etwa gleich weit fliegen. Und so wie sich die russische Raumstation in "Armageddon" dreht, entstünde nie eine künstliche Schwerkraft, den Helden würde lediglich schlecht werden. Zwei Beispiele von tausenden.
Was läge aber näher, als Schülern und Studenten ahand solcher Szenen, die korrekte Physik näher zu bringen. Ein interessanter Aufhänger ist so ein Filmausschnitt allemal.
Diesen Weg geht Robert J. Newport, Physiker an der University of Kent in Canterbury nun, um seine Studenten endlich wieder einmal begeistern zu können. Auf den Lehrplänen stehen nun Szenen aus Filmen von "Die Brücke am Kwai" bis zu "Jurrassic Park".Telepolis berichtet darüber in diesem Artikel...

Den 200. Eintrag...


...hat kueperpunk übrigens schon gestern hinter sich gelassen. Bald wird es dann wohl Zeit für ein Minijubiläum. Das könnte gut mit der Feier zum 25jährigen Jubiläum des Thunderbolt zusammenfallen...

Samstag, November 06, 2004

3D-Egoshooter vor Gericht: Wie man mit gekauften Patenten abzockt


Eine amerikanische Firma hat ihre Patente für die Umsetzung dreidimensionaler Objekte auf normale Monitore an eine texanische Anwaltskanzlei verkauft. Und die fordert nun saftige Zahlungen von allen Herstellern von 3D-Games, inklusive diverser Egoshooter. Die Software-Branche tobt in Anbetracht solcher Geldeintreiberei. Mehr Infos bei telepolis...

Ich sah gestern die "7 Zwerge"...


...und es war gar nicht so schlimm - zumindest aus der kollektiven Perspektive einer Herrenrunde, die nach Verzehr von drei großen Portionen Pasta jeden Anspruch an Humor beiseite gelegt hatte. Simpler aber funktionierender Witz aus den Mündern so erlauchter Komiker wie Rüdiger Hoffmann, Atze Schröder, Harald Schmidt und eine schreiend komische schreiende Nina Hagen, die als ansehnliche Zugabe noch Töchterchen Cosma Shiva beisteuerte. Nicht wert, eine Kritik drüber zu schreiben, aber einen wohlmeinenden Kommentar im Hoffmann Stil:
"Also...ob ich jetzt gleich toll sagen würde...weiß ich jetzt nicht, ... aber wenn es keine anderen deutschen Komödien gäbe...dann wär es schon gar nicht soooo schlimm. Ich meine, kann man sehen...muss man aber nicht." :-)

Stammtisch für SF-Autoren und Kreative im Ruhrgebiet


Ja, sowas gibt es. Und der erste wird vor der futurstischen Kulisse des Essener Zentrums stattfinden.

Raum und Zeit:
Essen, Maredo in der Kapuzinergasse am 19.11.2004 um 19.00 h

Ich freu mich drauf.




Besuch von der NASA...


...hatte kueperpunk übrigens vorgestern. Das offenbarte ein Blick in die Logfiles. Ich kann nur darüber spekulieren, was die Dame oder den Herrn hierher geführt hat. Möglicherweise hält man mich aufgrund des von mir bevorzugten Themenmix mittlerweile für ein Alien. Ich würde das als Kompliment verstehen...

Freitag, November 05, 2004

"The Shield": Wenn Polizisten zu böse sind


Pro7 war die US-Serie wohl ein wenig zu heiss. Korrupte und gewalttätige Polizisten als Helden? Das passt nicht ganz ins Konzept eines Senders, der den Bildschirm zu jeder Tages und Nachtzeit mit Reportagen über echte Gesetzeshüter flutet. Nach nur 13 Folgen nahm Pro 7 die Serie aus dem Programm. Falls es zu wenig Zuschauer gab, wäre das nicht verwunderlich, denn beworben wurde "The Shield" gar nicht erst.
Ein interessanter Artikel dazu in den alligatorpapieren...

Er ist da...


...der Trailer zur Episode III. Nur soviel: Der Typ mit dem schwarzen Feuerwehrhelm ist wieder da.
Downloaden kann man das ganze Ding hier...

Donnerstag, November 04, 2004

Updates bald nicht mehr kostenlos


Sicherheitsupdates für Windows sind demnächst möglicherweise nicht mehr kostenlos. Wer dann neuentdeckte Sicherheitslecks schließen möchte, muss dafür bezahlen. Seltsame Gechäftspolitik. Üblicherweise muss der Hersteller doch gewährleisten, dass sein Produkt einwandfrei arbeitet und für entsprechende Korrekturen aufkommen, falls dem nicht so ist.
Mich erinnert das an alte Computerzeiten, in denen man Programme noch aus Zeitschriften abtippen musste. In der nächsten Ausgabe der Magazine gab es dann immer die Rubrik "Fehlerteufelchen". Wer das Programm zum laufen bringen wollte, war auf die dort abgedruckten Korrekturhinweise angewiesen. Und selbstverständlich versäumte es das Fehlerteufelchen niemals, zuzuschlagen. So erzielt der clevere Geschätsmann mit demselben Produkt mehrfach Profit. Irgendwie nachvollziehbar...

Die Legende wird wahr: "Alien vs. Predator"


„Egal wer gewinnt, wir verlieren“, tönt der Werbeslogan für „Alien vs. Predator“. Dem ist glücklicherweise nicht so, denn wir gewinnen definitiv einen hervorragenden Actionfilm.
Ich sage das, obwohl und wahrscheinlich auch gerade weil die Kritiker Paul Andersons Film einträchtig in der Luft zerrissen haben. Dabei ist ihnen eines offenbar entgangen: „Alien vs. Predator“ ist nicht nur Unterhaltungsfilm, sondern auch eine Comicverfilmung und er bietet alle Zutaten, die man bei diesem Subgenre erwarten darf: Spannung, Action und ein Mindestmaß an Logik, mit der man es natürlich nicht allzu genau nehmen muss.
Wissenschaftler entdecken unter der Eisedecke der Antarktis eine mysteriöse Pyramide. Natürlich dringen sie in das Relikt ein und erleben dort eine Überraschung der dritten Art. Denn das Gebäude ist nichts anderes als eine vollautomatische Aufzuchtstation, in der der perfekte Jäger Predator die perfekte Beute für seine Jagdlust züchtet: Aliens. Die machen sich drinnen alsbald über die Forscher her, während drei Predatoren landen, um die Wiedergeburt der Aliens aufzuhalten.
Ganz nebenbei erfahren wir dann endlich auch, warum die Inkas verschwunden sind. Erich von Däniken hat es ja schon immer etwa so geschildert…
Besonders erstaunlich ist, dass Andersons Film Prequel und Sequel zugleich ist. Er ist zeitlich nach den Predator-Filmen, aber vor den Alien-Streifen angesetzt und kann es technisch selbstverständlich problemlos mit beiden Vorbildern aufnehmen. Ungewöhnlich ist der sparsame Einsatz von Gewalt, zumindest im Vergleich zu den vorhergehenden Filmen. Paul Anderson hatte schon vor einigen Jahren mit „Event Horizon“ bewiesen, dass er in Horror-Filmen die etwas härtere Gangart schätzt. Aber wieder einmal hat man jugendlichem Publikum den Zugang zum Film ermöglichen wollen, wie es bei den meisten Comicadaptionen üblich ist. Merchandising funktioniert eben nur, wenn potentielle Käufer den Film auch sehen dürfen. Immerhin ist "Alien vs. Predator" nicht, wie zuvor Gerüchte wissen wollten, schon ab 12, sondern ab 16 freigegeben worden.
Glücklicherweise ist die Zähmung des Skripts nicht so furchtbar daneben gegangen wie in der missglückten „Daredevil“-Umsetzung, die über ihre Jugendverträglichkeit stolperte.
Die Geschichte des Crossovers zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Filmserien ist eine Art moderne Sage für SF-Fans. In zweiten Teil der Predator-Serie, der in den frühen Neunzigern entstand, ist in einer Szene die Trophäen-Sammlung des extraterrestrischen Großwildjägers zu sehen. Kenner entdeckten dort schnell den Schädel eines Aliens, offenbar eine Anspielung des Requisiteurs auf eine damals schon existierende Comicserie, in der Aliens gegen Predatoren kämpften. Fast ein Jahrzehnt lang, war die filmische Umsetzung eine Legende für Fans - und nun ist sie endlich wahr geworden und dabei ist auch noch ein richtig guter Film heraus gekommen.
Zumindest ganz nach meinem Geschmack.

Mittwoch, November 03, 2004

Markus Hammerschmidt liest aus "Visionen2004"



Markus Hammerschmidt liest: Polyplay – Zensor – und eine aktuelle Kurzgeschichte aus Visionen 2004
Lesung, danach Diskussion mit dem Autor

Ort: »Auslands«, Lychener Str.60, 10347 Berlin
Zeit: 14.11.2004, 20:00 Uhr

Infos hier

Der Sieger steht fest...


...doch die Verschwörungstheorien brodeln. Nachdem die Präsidentschaftswahl 2000 mehr als unbefriedigend verlief und nach wie vor Stoff für Diskussionen lieferte, wurde die aktuelle Wahl mit Argwohn beobachet. Tatsächlich hat es auch diesmal diverse technische Pannen gegeben. So sollen beispielsweise an verschiedenen E-Voting-Terminals Stimmen für Bush voreingestellt gewesen sein. Mehr zum Thema in diesem Artikel im Spiegel...

Natürlicher Kernreaktor in Afrika


Wer glaubt, eine Kernspaltung könne nur durch hochkomplexe technische Systeme erreicht werden, irrt. In der Region Oklu in Gabun existierte einst ein natürlicher Reaktor, der rund 150 000 Jahre lang Energie produzierte. Etwa 100 Kilowatt dürfte das Uranlager vor Urzeiten erzeugt haben. Nicht viel im Vergleich zu heutigen Kraftwerken, aber äußerst verblüffend für Experten. Mehr Informationen dazu gibt es im Spiegel...

Visionen 2004: Der Atem Gottes...


...lag heute morgen in meinem Briefkasten. Immer wieder ein gutes Gefühl, ein Buch in Händen zu halten, zu dem man etwas beigetragen hat. Schönes Cover, ansprechendes Layout, interessante Autoren. Mir gefällt`s, aber ich bin natürlich voreingenommen. Mehr Infos dazu gibt es beim Shayol-Verlag...

Dienstag, November 02, 2004

Bioterrorismus: Eine unterschätzte Gefahr?


Experten warnen: Ein Angriff mit Viren wie beispielsweise dem Pockenerreger könnte nur noch eine Frage der Zeit sein. Es sei durchaus möglich, durch Kreuzung neuartige Viren zu erzeugen, denn die haben die besondere Fähigkeit, DNS anderer Erreger in ihr eigenes Erbgut einzubauen. Selbst gewöhnliche Pockenviren könnten zur Gefahr werden, denn seit über 25 Jahren wird nicht mehr gegen die Krankheit geimpft. Mehr Informationen in diesem Artikel im Spiegel...

Wie Blogger das Wahlgeschehen beeinflussen können...


...kann man derzeit in den USA beobachten. Dort wird auf diversen Weblogs unter anderem Michael Moores"Fahrenheit 9/11" zum kostenlosen Download angeboten. Moore habe, so heisst es, nichts gegen die Verbreitung seiner erfolgreichen Dokumentation. Ihm sei nur wichtig, dass möglichst viele Menschen den Anti-Bush-Film sehen könnten. Mehr Informationen gibt es in diesem Artikel in der netzeitung.de.

Herne hat ein Kino...


..., eine Meldung, die auf den ersten Blick keine zu sein scheint. Schließlich haben ja auch Bochum, Duisburg, Dortmund oder Gelsenkirchen Lichtspielhäuser. Man muss dazu wissen, dass Herne kein Kino mehr hatte, nachdem in der hiesigen Lichtburg 1999 zum letzten Mal der Projektor flimmerte. Alles hatte schöner, größer und besser werden sollen in einem Multiplexkino am Regenkamp. Doch dem Projekt ging auf halber Strecke das Geld aus und es blieb nicht mehr als eine Bauruine, die nach wie vor aus dem Schlamm der verlassenen Baustelle ragt. Ärgerlich für die Filiale der Burgerbraterei, die sich, Heerscharen von hungrigen Kinogängern erwartend, schon mal nebenan niedergelassen hatte.
Doch unsere Stadt ist nicht länger kinofreie Zone. Am 27. Oktober feierte die Kinowelt Herne Premiere. Das Lichtspielhaus verfügt über rund 6 Säle mit insgesamt 900 Plätzen - und ist damit irgendwie nicht wesentlich größer als die alte Lichtburg. Ein großes Hin- und her für ein doch eher kleines Lichtspielhaus.
Bei Gelegenheit werde ich mal einen Blick hinein werfen und mich vielleicht etwas melancholisch an die große Zeit, des alten Herner Kinos erinnern. Mehr Informationen zur Kinowelt hier (wahrscheinlich nur für Herner interessant)...



Heute wählen die US-Bürger...


...und die Juristen entscheiden dann, wer Präsident wird? Man darf gespannt sein.

Montag, November 01, 2004

Fahrenheit 9/11 genau jetzt auf Pro 7

Ein Film der nachdenklich macht. Die Medien bestimmen die Politik - nicht nur in den USA...

Computerspiele in der DDR?


Oh ja, die gab es. Zwar war der C 64 unerreichbarer Gral für die die Ost-Jungpio...äh Jungprogrammierer, doch auch in der DDR kannte man Heimcomputer. Den Robotron. Ende der Achtziger Jahre entwickelte sich "drüben" eine brandheiße Computerszene. Mehr darüber erfährt man in diesem hochinteressanten historischen Artikel im Spiegel.

Wer schreibt, geht ein großes Risiko ein...


...denn dazu muss man Sätze bilden. Doch mittlerweile wird auch das unbedeutenste Satzfragment markenrechtlich geschützt. Große und kleine Hersteller melden ihre Werbeslogans immer öfter beim Deutschen Patent- und Markenamt an. Wehe dem, der sich an Satzbauteilen wie "Ich liebe es" oder "Nichts ist unmöglich" vergreift. Wann werden wohl ganze Abschnitte aus Büchern geschwärzt werden müssen, nur um sich keines Verstosses gegen den Markenschutz schuldig zu machen? Der allgemeine Abmahnwahn grassiert nicht nur im Internet.
Mehr zu diesem Thema in diesem Artikel bei telepolis...