Donnerstag, September 30, 2004

Es geht los: Erste JPEGs mit Code im Umlauf


Zwar ist den Meldungen zu entnehmen, dass die JPEGS bislang nur in Newsgroups mit eher zweifelhaften Inhalten aufgetaucht sind, doch dürfte es nicht lange dauern, bis sich verseuchte Bilder im gesamten Netz ausbreiten. Nach Informationen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik BSI schützt bisher nur ein Update mit aktuellen Microsoft-Patches vor Angriffen. Der Artikel schweigt sich seltsamerweise aber darüber aus, dass alternative Browser wie Opera, Firefox oder Mozilla sicher sind (Natürlich nur während man surft, nicht, wenn man sich ein gespeichertes Bild nachher mit einer anfälligen Software anschaut!). Ein aktualisierter Virenscanner bietet übrigens keinen Schutz, da der erst Alarm schlägt, wenn ein JPEG sich schon im Cache befindet. Zu diesem Zeitpunkt wird der Code im Bild aber bereits ausgeführt.
Ich setze momentan auf meinen Opera, einen aktualisierten McAfee, der beim Auftauchen manipulierter Bilder Alarm schlägt und meine Firewall. Ob der eigene Virenscanner bei bösen JPEGS Alarm schlägt kann man gefahrlos hier austesten.
Nähere Infos gibt es auch auf dieser Seite.

Plattencrash!


Das Schreckgespenst jedes Computerfans kennt auch mit Kurzfilmmachern keine Gnade. Gestern fiel ihm die 120 Gigabyte-Festplatte in Uwe Posts Rechner zum Opfer und riß dabei die Originaldateien mehrerer Videos des Thunderbolt Video Project ins Datennirvana. Sowas sollte normalerweise kein Problem sein, erstellt der erfahrene Anwender doch regelmässig Sicherheitskopien. Doch Filme haben ein enormes Datenvolumen und ein Backup von Dateien, die sich im Bereich von 20 Gigabyte und größer befinden lässt sich nun mal nicht so leicht machen. Vielleicht kann ja jemand ein oder zwei Server entbehren, auf denen wir unsere Daten spiegeln können ;-)...

Mittwoch, September 29, 2004

SF-Stammtisch im Ruhrgebiet ab November


Ab November soll es einen regelmäßigen SF-Stammtisch für Autoren und aktive Fans aus dem Ruhrgebiet geben - also sozusagen mitten im Rhein Ruhr Metroplex. Initiiert hat ihn Achim Hiltrop, der Schöpfer der "Gallagher-Chroniken", der den Anstoß dafür auf dem sf-netzwerk gegeben hat. Der erste Stammtisch wird am 19. November in Essen stattfinden. Ich freue mich darauf...

Quote für deutsche Musik - auch für SF-Literatur?


Deutsche Musiker fordern einen Mindestanteil deutscher Songs in den Rundfunkprogrammen. In Frankreich ist das schon seit einigen Jahren gesetzlich vorgeschrieben. 40 % der gespielten Titel müssen dort aus "heimischen Anbau" stammen. 500 der bekanntesten deutschen Musiker verlangen nun bei einer Anhörung im deutschen Bundestag ähnliches für ihr Heimatland.
Da träumt man von einer ähnlichen Regelung für SF-Literatur. Eine Idee, die selbstverständlich grober Unfug wäre, denn den Verlagen fällt es wesentlich schwerer, ihre Käuferzahlen zu halten als der Musikindustrie. Würden wir Leser zum Zwangskonsum deutscher Bücher verdonnern würde das dem angeschlagenen Buchmarkt wahrscheinlich den Rest geben.
Was die Musikbranche angeht, frage ich mich allerdings mit einer gewissen Beunruhigung, ob die Sender mit Musik aus dem Rock und Popbereich allein eine angenommene vierzigprozentige Quote überhaupt erfüllen könnten. Oder müssten Radiostationen mit für Menschen mit gesundem Kulturverständnis hörbarem Programm - wie mit Einschränkugen beispielsweise Eins Live - dazu zangsweise Schlager ausstrahlen?
So könnte die angestrebte Quote schnell zur Horrorvision werden.

Dienstag, September 28, 2004

Spam back !!


Das Konzept hat wohl schon Erwähnung auf anderen Blogs gefunden, ich finde es aber so interessant, dass ich auch hier darüber schreibe.
Kaum dass wir unsere ersten Schritte ins Netz gemacht haben, werden wir mit Cookies gebrandmarkt, mit Werbebannern bombadiert und in Spammails ersäuft. Da versuchen diverse Unternehmen Profile unserer Bedürfnisse zu erstellen und uns mit auf unsere Vorlieben zugeschnittener Reklame einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Wir zahlen hohe online-Gebühren, für Megabytes an Werbung, die uns nicht interessiert. Es ist an der Zeit zurück zu schlagen, die Roboter, die Profile unseres Konsumverhaltens aufzeichnen, in die Irre zu führen und das System der allmächtigen Kommerzkontrolle zum Einsturz zu bringen. Die Idee ist simpel: Statt mit Spam überfluten wir das Netz mit Fantasiepersönlichkeiten mit möglichst absonderlichen Vorlieben, die die statistischen Analysen unbrauchbar machen. Möglich wird dies durch Franz Alken, der Skripte entwickelt hat, die andere Skripte, die normalerweise Nutzerdaten sammeln, mit vorgefertigten falschen Informationen füttern. Eine schöne Idee, wie ich finde. Wer sich daran beteiligen möchte, kann das auf dieser site tun...

Montag, September 27, 2004

Hohe Besucherzahlen auf sublevel12


Nicht, dass es mich nicht freuen würde, aber die hohen Besucherzahlen auf meiner Homepage sublevel12 - kueperpunk ist eigentlich ein Teil davon - irritieren mich fast schon. Ich vermute mal, es liegt daran, dass zusätzlich zu den Stammbesuchern Leser des Blogs dem Link auf sublevel12 folgen. Möglicherweise hat es auch etwas mit der Anthologie "Visionen" zu tun, oder dem anstehenden Buchmessecon. Eine interessante Entwicklung auf jeden Fall...

Visionen - Der Atem Gottes: Jetzt vorbestellen !


Die Anthologie Visionen mit Beiträgen bekannter deutscher SF-Autoren wie Andreas Eschbach, Herbert W. Franke, Markus Hammerschmitt, Myra Cakan, Rainer Erler und vielen anderen wird im November erscheinen. Wer bis zum 31. Oktober 2004 bestellt, erhält die Samlung versandkostenfrei. Nähere Infos dazu gibt es auf den Seiten des Shayol Verlags.

Anthologien: Gibt es einen neuen Trend zur Kurzgeschichte?


Mit dieser Frage befasst sich ein aktueller Thread auf dem SF-Netzwerk.de . Neue Magazine wie Nova, Phantastik.net verkaufen sich recht gut. Entdecken die Leser die Kurzgeschichte wieder für sich? Der geneigte Leser sollte einen Blick auf die Diskussion werfen und zwar hier...

Sonntag, September 26, 2004

Dreh am Sonntag: Ariastans Mond


Lange hat es gedauert, bis ein passendes Zeitfenster gefunden war. Nachdem wir bereits im August eine Hälfte von "Ariastans Mond" gedreht haben, konnten wir erst heute die noch ausstehenden Szenen drehen. Aber so ist das eben, schließlich gilt es den Terminplan von Darstellern, Mitarbeitern und das Wetter miteinander in Einklang zu bringen.Immer wieder lustig, was sich da so für Dialogfragmente ergeben (Sie sind nicht chronologisch geordnet, ich mag mich auch bei der Zuordnung von Sätzen zu bestimmten Personen irren):
Thorsten: "Hoffentlich pinkelt der Hund nicht auf unsere Requisiten."
Susanne: "Der Altar kriegt Risse."
Susanne: "Könntest du mal den Altar halten?"
Susanne: "Wo ist denn unser Hauptdarsteller? Heike "Na, der kleine Punkt da hinten."
Uwe:"Du gehst jetzt einfach mal von links nacht rechts über die Wiese. Theofanis:"Und wie komme ich dahin?" Thorsten: "Von rechts nach links."
Passant: "Jetzt muss die Frau den schweren Stein tragen!" Thorsten:" Bei uns gibts Emanzipation, da dürfen auch Frauen Steine tragen."
Mehr als zwei Stunden dauerte es heute, geschätzte zwei Minuten Film zu drehen. Mit dem Ergebnis können wir, denke ich, sehr zufrieden sein. Rechts gibts übrigens noch einen kleinen Screenshot mit dem kleinen Punkt als Hauptdarsteller. Man beachte die authentische Gelsenkirchener Landschaft. Ehrlich, das ist mitten im Ruhrpott ;-)...

Die Titelmusik allein schon macht mich rasend...


..., wann immer ich sie höre. Das Intro zur "Lindenstrasse" ist für mich seit Mitte der Achtziger Jahre Inbegriff des langweiligen frühen Sonntagabends. Furchtbare Dinge hat man uns Fernsehzuschauern auf diesem Programmplatz in den letzten Jahrzehnten angetan. "Bonanza", "Unsere Kleine Farm", "Die Waltons", schlechte tschechische Kinderserien.
Die Lindenstrasse - und das ist jetzt nur meine ganz subjektive Meinung - gehört dabei zu den schlimmsten Auswüchsen. Grauenvoll welche Dramen sich in dieser Strasse ereignen. Diese Woche erliegt mal wieder eine Darstellerin einer langwierigen Krankheit, doch auch plötzliche Tode lauern zwischem griechischen Restaurant, der Praxis von Dr.Dressler, Mutter Beimers Lustsschlösschen und Olafs Imbissbude. Wie kann ein vernünftiger Mensch überhaupt noch in dieses Bermudadreieck deutscher Druchschnittstragödien ziehen?
Da lobe ich mir doch das Konzept des trivialen Action-Filmes, in denen zwar auch schlimmes passiert, es aber immer einen Fiesling gibt, der dran schuld ist und auf möglichst unschöne Weise für seine Untaten abgemurkst wird.
Muß mich jetzt erstmal bei einem Kaffee entspannend und schaue dabei "Van Helsing", neuste Errungenschaft in meiner Sammmlug. Das ist Unterhaltung...

Früh aufstehen am Sonntagmorgen


In meinem Fall bedeutet das um 10.20 Uhr. Denn heute wird das thunderbolt video project mal wieder drehen. Die zweite Hälfte von Uwe Post Fantasy-Kurzfilm "Ariastans Mond" steht auf dem Programm. Ich werde dabei vor allem wohl Chipstütenaufreißer, Stand In Model, Stativfesthalter und ein ganz klein wenig Co-Regisseur sein ;-).
Auf zum Filme machen !

Samstag, September 25, 2004

Schatz, die Untoten sind wieder da, rufst du den Kammerjäger oder ich? : Resident Evil: Apocalypse


Nichts ist wohl schwieriger, als jemanden umzubringen, der bereits tot ist. Eine ganze Generation drittklassiger C-Film Schauspielern sah sich im Laufe der Siebziger und Achtziger Jahre mit diesem Problem konfrontiert, als italienische Ramschregisseure den europäischen Markt mit billigen, aber kommerziell erfolgreichen Zombiefilmen überschwemmten. Das Konzept mit den sich erhebenden Leichen, die sich bissig über die noch lebende Restbevölkerung hermachen, lockt nach wie vor Zuschauer in die Kinos. „28 Days Later“ und „“Dawn of the Dead“ boten neue, intelligentere Variationen des alten Themas. „Resident Evil: Apocalypse“ basiert auf derselben Idee, nur haben die Macher sich noch fleißig aus dem Zitatenkästchen bedient.

Endlos die Liste filmischer Vorbilder, beginnend mit „Klapperschlange“, „“Terminator und „Robocop“, bis hin zu „Blade“ und eindeutig durch den Film „Dawn of the Dead“ inspirierte Szenen in idyllischen Vororten, die von Zombiehorden heimgesucht werden.
Regiedebütant Alexander Witt will mit seinem Sequel zu „Resident Evil“ aber ganz bestimmt keinen subtilen Spannungsfilm bieten, sondern Action. Dieses Programm zieht er konsequent und mit einem Schuss Humor durch und erhält so auf einfache Weise einen gut funktionierenden Action-Thriller. Dabei spielt er vielleicht auch ganz unbewusst mit der aktuellen Angst vor Terror insbesondere im Hinblick auf den Einsatz biologischer Waffen. Gespenstische Pseudodokumentarische Aufnahmen aus fiktiven Nachrichtensendungen wirken ähnlich Schrecken erregend wie die, die wir schon in „Dawn of the Dead“ sahen. Bestürzend genug, dass sich gewisse Szenen so, vielleicht tatsächlich in einer von einem Biowaffenanschlag heimgesuchten Stadt abspielen könnten. Es sind nicht die bissigen, halbverwesten, stoisch ruhig herumtappenden Leichen, die uns ängstigen. Es ist das Schreckgespenst Biotechnologie, das unsere Nackenhärchen sich aufrichten lässt. Aber so war das schon immer in der Science Fiction. In all ihren eher lächerlichen Ausprägungen in Form billiger Monster-Mythen konfrontiert sie uns doch mit der Angst vor etwas realem, das nur noch nicht eingetreten ist.

Real sehr nett anzuschauen sind übrigens die beiden bis an die Zähne bewaffneten Lara Croft-Klone Alice und Jill. Frauen mit schweren Schusswaffen scheinen seltsame Dinge in männlichen Hirnen zu bewirken. Und verkaufen sich deswegen auch so gut in Action-Filmen.
Weniger nett anzusehen, dafür aber amüsant ist übrigens der Kurzauftritt von Schauspieler Tom Gerhardt, der sich hier anscheinend ganz freiwillig mal nicht zum Deppen, sondern zum untoten Komparsen machen ließ. Anscheinend, weil es genauso viel Spaß an der simplen, aber guten Geschichte hatte, wie ich.
„Resident Evil: Apocalypse“ macht einfach Spaß – wenn man das Gehirn am Süßigkeitenstand abgibt.

Hoffentlich dauert es noch etwas...

...bis es mit der Menschheit soweit ist.



Mehr Bilder gibt es bei www.fenrir.de.

Freitag, September 24, 2004

Fernsehtipp: "Wolfen", Kabel, 0.05 Uhr


Aus der fröhlichen Herrenrunde heraus hier ein Fernsehtip für die daheimgebliebenen: Kabel zeigt um 0.05 Uhr den brillanten Horror-Thriller "Wolfen" nach einer Romanvorlage von Whitley Strieber.
Genial !

Ein Forum zum Thema Cyberpunk...


...findet der geneigte Fan unter www.cyberpunk-community.de. Ein paar zusätzliche Besucher würden der Website noch etwas mehr Leben verleihen. Einfach mal reinschauen...

Utopie und SF


Auf dem SF-Netzwerk läuft gerade eine Diskussion über die feinen (oder groben) Unterschiede zwischen Science Fiction und Utopie.
Ein paar Gedanken dazu konnte ich mir auch nicht verkneifen:

Tja, wie meine Oma immer sagte: "Liest du wieder das utopische Zeugs?" Ich entsinne mich, dass sie bei Captain Future und Raumschiff Enterprise immer meinte: "Dieser ganze utopische Blödsinn, Roboter und Laser, sowas ist doch alles Unsinn." (Was mußte ich doch grinsen, als ich während meiner Diplomarbeit gerade meinen CO2-Laser einem Testlauf unterzog und aus dem Radio der alte Captain-Future-Soundtrack dröhnte. Doch ich schweife vom Thema ab.) Gute Science Fiction ist doch eigentlich meistens dystopisch und nicht utopisch, oder? Eine der wenigen Ausnahmen ist Star Trek.
Bei einer Lesung im Juni erkundigte sich übrigens eine Zuhörerin bei mir, warum es in der SF so wenig Utopien gäbe. Ich fragte sie darauf, wer denn schon einen Krimi ohne Mord lesen wolle. Als Antwort konnte sie das wohl nicht so ganz überzeugen.

Ratten!


Wer von den Trümmern eines Gebäudes verschüttet wurde, der wird in Zukunft beim Anblick einer Ratte, die plötzlich vor ihm auftaucht, neben jähem Entsetzen eventuell auch maßlose Freude verspüren. Möglicherweise sieht er sich nämlich seinem Retter gegenüber. New Scientist berichtet, Wissenschaftler hätten in Experimenten Neurosensoren entwickelt, die Ratten inmplantiert werden, um deren Hirnaktivität zu überwachen. Ist das Erregungsmuster der Ratte beim Erschnüffeln eines Menschen einmal bekannt, kann das Tier eingesetzt werden, um unter Trümmern nach Verschütteten zu suchen. Die Wissenschaftler haben dazu einige interessante Kniffe entwickelt, um den "Aha"-Effekt beim Wiedererkennen des menschlichen Duftes exakt meßbar zu machen. Ein kleines Funkgerät auf dem Rücken der Tiere überträgt deren Hirnakitvität an einen Computer, der das typische Hirnstrommuster der Ratte beim Geruch eines Menschen wiedererkennt. So könnten die Tiere beispielsweise auch zum Aufspüren von Sprengstoff oder anderen Substanzen abgerichtet werden. Es stellt sich allerdings die Frage, ob sich diese Technologie nicht auch umkehren lässt und die Ratten verwendet werden, um Sprengstoffe in Gebäuden zu positionieren. Delphine wurden bereits vor Jahrzehnten auf diese Weise eingesetzt...

Sf-Fan.de???


Ich gehöre zu den regelmässigen Mitlesern des Forums. Aber wo ist sf-fan.de geblieben? Update? Server-Probleme? Dieses Problem hatte ich vor zwei Jahren auch mal mit meinem Hoster, äußerst ärgerlich, schließlich will man als Webmaster ja die ständige Erreichbarkeit der eigenen Webpräsenz garantieren. Was auch immer dahinter steckt, ich hoffe, das Problem wird bald behoben sein.

Morgens um 7.15 Uhr in Deutschland


Normalerweise zwingt mich mein Beruf dazu, wochentags jeden morgen um 6.30 Uhr aufzustehen. Ich behaupte gern, dass ich im Zustand morgendlichen Grimms auf die wache Welt in der Lage wäre, einen Profiwrestler mit bloßen Händen zu erwürgen. Bittet man mich, in meiner Freizeit früher als 8 Uhr aufzustehen, weise ich gern darauf hin, dass um diese Zeit der Anästhesist noch gar nicht da war, um meine Beatmungsschläuche zu entfernen.
Heute wäre endlich ein glücklicher Tag gewesen. Ein Morgen, an dem ich mal ausschlafen kann. Ausnahmsweise.
Doch es sollte nicht sein und widrige Umstände zwangen mich, mein Bett zu verlassen, ja sogar noch in Bettkluft, nur mit umgehängter Jacke und wildzerzauster Philosophenfrisur einmal ums Haus zu kreisen, wie ein Satellit draussen im kalten Weltraum um die Erde.
Mein Spiegelbild im Badezimmer glotzt mich aus dunkelumrandeten Augen an. "Wie konntest du dir das antun?", fragt es vorwurfsvoll.
Drei Tassen Filterkaffee helfen mir nun in die Welt zurückzukehren. Sobald ich den linken Arm heben kann, werde ich Tasse eins zum Munde führen. Ganz verführerisch steht sie da. Doch meine Kraft reicht noch nicht.
Morgenmuffel sein, das heisst nicht wirklich schlechte Laune haben, nur einen Stoffwechsel, der so früh morgens noch nicht will.
Nehmt doch mal Rücksicht darauf !!

Donnerstag, September 23, 2004

Du bist internetsüchtig!!


Zumindest behauptet das eine Studie, die ausgerechnet yahoo in Auftrag gegeben hat. Erstaunlich eigentlich, denn das Unternehmen möchte seinen Kunden doch wohl kaum einreden, sie seien Abhängige, oder? Ich für meinen Teil verzichte ebenfalls ungern auf meinen Internetzugang. Viel zu groß ist das Spektrum an Möglichkeiten, das ich durch dieses Medium habe. Es ergänzt sich ganz vortrefflich mit meinem Hang zum Schreiben und sämtlichen meiner Interessen. Noch dazu laufen fast hundert Prozent meiner gesamten Korrespondenz übers Netz ab. Kein Wunder also, dass es mich etwas kribbelig macht, wenn ich über mehrere Tage nicht in meine Mailbox schauen, oder mich in meinen Lieblingsforen informieren kann.
Trotzdem habe ich mir mal diesen online-Test gegönnt. Meine Befürchtungen haben sich übrigens zerschlagen, denn der Befund war bei mir negativ. Nicht süchtig, Computerfreak mit gesundem Realitätsbezug. Ist es nicht gut, dass solche Tests so schön durchschau- und damit auch manipulierbar sind?

Mittwoch, September 22, 2004

PC-Nutzer mit Internetanschluss müssen GEZ zahlen...


...auch wenn sie keinen Fernseher und kein Radio besitzen. Ab Januar 2007 sollen auch Rundfunkverweigerer zur Kasse gebeten werden, sofern sie über einen Zugang zum Web verfügen. Die öffentlich-rechtlichen wollen offenbar nicht einsehen, dass es Menschen gibt, die angesichts besserer Informationsmöglichkeiten im Netz gar kein Interesse am gewöhnlich langatmigen Fernseh- und Radioprogramm haben. Mir drängt sich hier der Vergleich mit Anwohnern in der unmittelbaren Umgebung eines Autokinos auf, die für jede Vorstellung mit zur Kasse gebeten werden, nur weil sie ja zufällig etwas vom Programm mitbekommen könnten, sobald sie das Fenster öffnen. Ist es wirklich so teuer, ein träges Programm, wie das der öffentlich-rechtlichen zusammenzustellen, dass man mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten jedem in die Tasche greift? Vielleicht ja auch demnächst dem Obdachlosen, der gegenüber vom Fernsehgeschäft übernachtet und dabei einen so wunderbaren Blick auf die Fernseher im Schaufenster hat. Es könnte ja mal sein, dass die nachts aus Versehen nicht abgeschaltet werden.

Und was ist heute eigentlich mit sf-fan.de los?


Das Posting unten verweist auf ein Interview, das über das zeitweilige Verschwinden von phantastik.de informiert. Heute ist erstaunlicherweise auch sf-fan.de schon seit Stunden nicht mehr erreichbar. Da gibts doch wohl keine Zusammenhänge, oder?

Interessante Informationen über phantastik.de


Prospero wird mir verzeihen, wenn ich es ihm gleichtue und hier auf ein Interview im Corona- Magazin hinweise. Dirk van den Boom gibt einige Hintergrundinformationen über den seltsamen Namenswechsel von phantastik.de zu phantastik-news.de preis. Diese Geschichte ist ein gutes Beispiel dafür, wie mysteriös es im Science Fiction-Fandom zugehen kann. Da verschwinden Kreative plötzlich quasi aus dem Internet und stellen jede Kommunikation mit der Außenwelt ein. Etwas ähnliches habe ich vor nicht allzulanger Zeit indirekt im Bekanntenkreis mit erlebt.
Sehr bedauerlich, wenn etwas, das man früher mit Begeisterung betrieben hat, plötzlich nur noch Frustration bereitet.

Dienstag, September 21, 2004

Runterladen ist jetzt noch unmoralischer...


...denn demnächst wird der Download urheberrechtlich geschützter Materialien aus dem Internet explizit verboten sein. Wer nun also, natürlich nur rein zufällig, Musik oder Filme aus dem Netz zieht, muss mit saftigen Geldtrafen und bis zu drei Jahren Gefängnis rechnen - so stand es zumindest in der Computer-Bild. Neu ist das Gesetz allerdings nicht, denn schon jetzt gilt §106, der nicht uerherbliche Strafen beim Verstoß gegen das Urheberrecht vorsieht. Neu ist allerdings die aus den Reihen des Bundesjustizministeriums geäußerte Absicht, nun "verschäfter" gegen Video- und Musikpiraterie vorzugehen. Zukünftige Aktionen sollen sich nicht mehr nur gegen die Anbieter von geschützten Materialien, sondern auch gegen die Nutzer richten. Praktisch bedeutet das für deutsche Familien, dass in zehtausenden von Kinderzimmern eine Zeitbombe tickt. Es ist nämlich kaum zu erwarten, dass Junior oder Töchterchen die aktuelle Presse verfolgen und mitbekommen, dass das, was vorher so schön einfach war, nun illegal ist. In Bagatellfällen - die übrigens noch nicht näher definiert wurden - soll der Download zwar straffrei bleiben, mit Abmahnungen durch die Anwälte der Produktionsfirmen ist aber im nachhinein für alle Ertappten zu rechnen. Summe, nebenbei bemerkt, die problemlos in die zehntausende gehen können .
Wie schön wäre es, könnten wir es doch mit Wilhelm Busch halten: "Was beliebt, ist auch erlaubt" - okay, ich habe das Zitat nicht vollständig wider gegeben, aber es passt so schön...

Montag, September 20, 2004

Ich kannte die Pointe nach fünf Minuten: The Village (spoilerfreie Kritik)


Regisseur M. Night Shyamalan gilt seit seinem Überraschungserfolg „The Sixth Sense“ als Meister außergewöhnlicher Pointen. Mit seinem Erstling hat er aber eine Bestmarke gesetzt, die er mit den beiden Nachfolgefilmen „Unbreakable“ und „Signs“ nicht wieder einholen konnte. Nun ist mit „The Village“ der vierte Thriller des Phantastik-Spezialisten in die deutschen Kinos gekommen.


In eindrucksvollen Bildern beschreibt er das Leben in einem entlegenen Dorf vor etwa hundertfünfzig Jahren. Ein Waldgebiet umschließt die kleine Ansiedlung und bildet so eine natürliche Grenze zur nächsten Stadt. Die zu erreichen würde höchstens einen halben Tag dauern – wäre der Wald nicht von mysteriösen Kreaturen, den „Unaussprechlichen“ bevölkert. Mit denen hat man vor langer Zeit eine Art Waffenstillstand ausgemacht. Betreten die Menschen nicht den Wald, so halten sich die „Unaussprechlichen“ von der Siedlung fern. Doch nun scheinen einige der Wesen das Gesetz zu brechen und suchen, wie es den Anschein hat, nachts das Dorf heim. Die Bewohner fürchten, dass ein Angriff bevor steht.


In der angespannten Situation kommt es zu einem Eifersuchtsdrama. Nun werden dringend Medikamente aus der Stadt benötigt. Ausgerechnet die blinde Ivy soll sich auf den gefährlichen Weg durch den Wald machen, denn man hofft, dass die „Unaussprechlichen“ spüren, dass sie reinen Herzens ist und keine bösen Absichten hegt…


Natürlich war ich argwöhnisch, nachdem mich Shyamalan mit „The Sixth Sense“ eiskalt erwischt hatte. Daran hat es wohl gelegen, dass ich seine Pointe bereits nach fünf Minuten voraussehen konnte. Ich glaube aber nicht, dass es jedem Zuschauer so geht und so sollte man sich ganz in Ruhe von Shyamalans mystischen Bildern gefangen nehmen lassen. Er nimmt sich ausnehmend viel Zeit, die kleine Welt des Dorfes in Aufnahmen zu beschreiben, die an Stillleben erinnern. Wer Phantastik mit oberflächlicher Action oder drastischen Schockeffekten gleichsetzt, den wird „The Village“ langweilen. Wer die stille Spannung mag wird an dieser subtilen kleinen Geschichte seine Freude haben.


Shyamalans Film ist definitiv viel gelungener als der absurde „Unbreakable“ und der platte „Signs“. Und der Knalleffekt der Pointe ist fast so exzellent, wie der von „The Sixth Sense“.




Mein Leben, 20 September 2004, 15.05 Uhr


Harten Tag gehabt. Meditation über einer Tasse Kaffee, in die ich versehentlich zu viel Milch geschüttet habe. Mit etwas zittriger Hand neben dem Computer abgestellt, gezeichnet von Müdigkeit. Was gibts neues in der Welt? Nichts besonders. Auf einem Werbebanner sehe ich einen Mann, der den Kopf in eine Waschmaschine gesteckt hat. Ob das helfen würde?
Lieber noch einen Kaffee.
In einem Artikel im Spiegel geht es um Gedächtnistraining per Computer für Alzheimer-Patienten. Ist bloggen eine Möglichkeit, geistigen Verfall aufzuhalten?
Worüber wollte ich gerade noch schreiben?

Sonntag, September 19, 2004

Blade 3:Trinity


Am 6. Januar 2005 ist es soweit: Blade 3:Trinity startet in Deutschland. Der einsilbige Vampirjäger erhält im letzten Teil der Trilogie unerwünschet Aufmerksamkeit durch die Medien und wird zum Staatsfeind Nummer Eins erklärt. Gejagt von allen erhält er unerwartete Hilfe durch eine mysteriöse Fremde: Whistlers Tochter, gespielt von Jessica Biel.
Der Trailer kann sich sehen lassen. Das tut er auch und zwar exakt unter diesem Link...

Willkommen im Stau: Neue Kunstform Flash Stopping?


Samstag, 15 Uhr, auf der Autobahn, blauer Himmel, die Sonne scheint. Der Verkehr steht still. Perfekter Halt, dank Baustelle. Menschen in Autos auf der linken Spur sehen mich toben, gestikulieren, lamentieren, einen fünfundvierzigeminütigen zornesschwangeren Monolog über die Idiotie der Straßenplaner und die Dämlichkeit menschlichen Herdenverhaltens halten. Warum müssen all diese Leute sich auch gleichzeitig mit mir in Bewegung setzen? Was gibts schon da unten am südlchen Ende der Autobahn? Eine Klippe von der wir glücklich grinsend nach und nach herunter fahren?
Ich habe eine ausgeprägte Allergie dagegen, wenn man großzügig mit meiner Freizeit umgeht. Nach vierzig Minuten kommt endlich die Ursache für den Stillstand in Sicht. Bauarbeiten auf einer Brücke.
Warum nicht gleich so bauen, dass es hält? Warum nicht nachts arbeiten, wenn keiner mehr unterwegs ist?
Rechts eine Kolonne Arbeiter bei der Mittagspause auf der Leitplanke. Ich werfe ihnen böse Blicke zu.
Ich meinerseits werde von der Frau auf dem Beifahrersitz der Familienkutsche links von mir argwöhnisch begutachtet. Vermutlich fürchtet sie, ich könnte gleich mit meinem Warndreieck auf die Insassen der Nachbarautos einschlagen. Gute Idee.
Psychologen raten doch dazu "es raus zu lassen."
Flash Mobbing, war eine Modebewegung, ein kurzzeitiger Trend in der schnelllebigen online-Szene. Wie wäre es mit Flash-Stopping?Sich online verabreden, mit mehreren Autos auf die Autobahn fahren, mitten drauf anhalten. Die Karren abschliessen, ganz gemütlich zur nächsten Autobahnbrücke spazieren und sich am entstehenden Verkehrschaos erfreuen?
Den Stau selber verursachen ist schließlich in Ordnung, nur der Willkür anderer ausgeliefert zu sein erzeugt ungesunde Frustration.
Man könnte das ganze noch perfektionieren. Mit etwas Planung am Computer mittels Sattelitenaufnahmen müsste es möglich sein, mit Hilfe von Staus Bilder in der Landschaft zu zeichnen, die nur aus der Luft sichtbar sind. Zum Beispiel einen 260 km langen Schriftzug quer von West nach Ost: "Freie Fahrt für freie Bürger". Eventuell müßte man dazu noch einige Landstraßen blockieren.
Würde mich nicht wundern, wenn irgendwann tatsächlich jemand so etwas in die Tat umsetzt. Wäre Flash-Stopping dann eine Kunstform? Man könnte ja wirklich wortwörtlich von einer "Jam-Session" sprechen, oder?
Als sich der Stau endlich auflöst, bin ich erleichert. Zehn Minuten mehr und mir wären noch viel schlimmere Einfälle gekommen.

Freitag, September 17, 2004

Es ist soweit: JPEGs kontaminierbar


Als ich vor Jahren zu surfen begann und mich zum ersten Mal mit dem Thema Viren aus dem Netz beschäftigt habe, gab es zumindest ein unumstössliches Grundgesetz, auf das man sich verlassen konnte. JPEG-Dateien, also das neben GIFs am weitesten verbeitete Bildformat, können keine Viren enthalten. Mit der Integrität dieses Dateityps ist es nun vorbei. Dank neuer Sicherheitslücken bei der Verarbeitung von JPEGs, insbesondere unter XP kann ein Buffer-overflow erzeugt werden, mit dem es möglich ist, Code auf ein System zu transferrieren. Nun reicht das bloße Betrachten eines Bildes also aus, um sich einen Virus einzufangen. Wer nun meint, durch Nutzung eines alternativen Browsers wie Firefox oder Opera sicher gehen zu können, irrt leider. Wird die korrumpierte Datei beispielsweise erst nach dem Download mit der Windows Explorer betrachtet, so kann in diesem Moment der Code im JPEG ausgeführt werden. Es wird dringend empfohlen, die aktuellen Sicherheitsupdates für Windows zu installieren.
Viren in Bildern - das ist die vermutlich unangenehmste Überraschung für Surfer in den letzten Monaten. Das Internet erinnert mich mehr und mehr an einen großen Bruttank für Maleware aller Art.
Mehr Infos bei heise...

Zahnlücken zwecks Wählersensibilisierung


Beim Durchfahren der Innestadt grinsen sie von Straßenlaternen auf mich herunter: Die aktuellen Kandidaten für diverse politische Ämter. Meine fein justierte Wahrnehmungsfirewall läßt ihre Parolen gar nicht erst in mein Gehirn vordringen. Statt dessen amüsiere ich mich über eine fast traditionelle Kunstform: Die Verunstaltung von Wahlplakaten mittels Stift oder Farbe. Besonders beliebt ist dabei noch immer die Extraktion strahlend weißer Zähne mit schwarzem Edding. Schon erstaunlich mit welch geringem Aufwand Politikers äußeres Image durch Einsatz von einem Qaudratzentimeter schwarzer Tinte völlig demontiert wird. So eine Zahnlücke macht sich halt nicht gut im Munde unserer gewählten Volksvertreter. Will man uns doch einreden, nicht nur unsere Renten, nein auch unsere Zähne wären sicher.
All die nachverschönerten Kandidaten auf Hochglanzplakaten bringen mich auf eine Idee:
Ein Tool muß her, ein kleiner Patch für den Browser vielleicht, das Zahnlücken in Politiker-JPEGs zaubert, den hohen Herren eine bleiche Gesichtshaut und tiefe Augenränder verleiht, Toupets zum verschwinden bringt. Wer dann einen Artikel in einer der diversen Online-Präsenzen großer deutscher Zeitungen und Magazine liest, der wird Politiker mit ganz anderen Augen sehen. Ungeschminkt und wahr.
So bleibt der Wähler sensibilisiert entscheidet ohne jede Naivität wo er sein Kreuzchen setzt.
Na gut, ich gebe zu. Politische Aussagekraft besitzt das Politikerabschminktool zwar nicht, aber zumindest wäre es so viel lustiger, die Nachrichten zu lesen...

Lesung auf dem Buchmessecon zwischen 16 und 17 Uhr


Mittlerweile liegt das genaue Programm für den Buchmessecon vor. Ab 16 Uhr werden Armin Rößler, Ines Bauer und ich aus verschiedenen Büchern der storyolympiade lesen. Ich spreche sicherlich auch für meine beiden Mitleser, wenn ich sage, dass wir uns über jeden Zuhörer freuen. Noch mal die Daten:
Ort: Bürgersaal Dreieich-Buchschlag, Forstweg 3
Datum: 9.10.2004
Zeit: 12 bis 23 Uhr
Weitere Infos gibt es auch hier:

Mittwoch, September 15, 2004

Contentklau - wie man Artikel besonders billig zusammenstellt


Eine neue Tageszeitung ist gerade in Frankfurt auf den Markt gekommen. Ihre Zielgruppe ist die junge, computer- und internetorientierte Generation. Eine Leserschaft also, die auch zum Zielpublikum der mittlerweile ziemlich populären Weblogs gehört. Was läge da näher, als solchen potentiellen Käufern alle Vorzüge des giftig-spritzigen Privatjournalismus nach Bloggerrezept in Papierform zu bieten. Besagte "neue Tageszeitung" tut das in ihrer ersten Ausgabe auf der unheilverheißenden Seite 13 und löst damit einen Sturm im Cyberspace der Weblogger aus.
Der Begriff "geistiges Eigentum" scheint den Redakteuren nämlich völlig neu zu sein. Ungeniert werden Texte und Kommentare aus diversen deutschen Weblogs ohne Wissen der Verfasser und ohne eine Erlaubnis dafür eingeholt zu haben in die Printform gebracht und zu einem Gesamtpreis von 50 Cent verkauft.Auch die Namen der ursprünglichen Autoren werden - wohl um die Druckkosten niedrig zu halten -gar nicht erst erwähnt. Vielleicht hofft man ja, dass die eigentlichen Urheber der Texte, die kommerzielle Verwurstung ihres geistigen Eigentums nicht bemerken.
Eine Dreistigkeit, die ihresgleichen sucht.
Die meisten Blogger sind zweifellos journalistische Amateure, von denen man anscheinend annimmt, sie würden sich durch diese Art von Zwangsveröffentlichung gebauchpinselt genug fühlen, um dabei vor Freude zu strahlen und "Das ist von mir, das ist von mir!" zu jauchzen. Ein Trugschluss.
Wer sein Weblog mit dem Anspruch führt, seine Sichtweise der Welt in eine quasi literarische Form zu bringen, ist auf jeden Fall Journalist oder Schriftsteller, ganz nach Selbstdefinition. Und wer an den Werken von Autoren Geld verdienen möchte, der sollte wissen, dass man deren Arbeit nicht einfach an sich nehmen und unter dem eigenen Namen verkaufen kann.
Weblogs sind, selbst wenn sie nur aus einer Aneinanderreihung von Nachrichten bestehen, ein individuelles künstlerisches Werk - und die Rechte daran liegen ganz eindeutig bei dem, der sie erschaffen hat.
Ich kann anderen Bloggern nur empfehlen, ihre Arbeit unter eine Creative Commons Lizenz zu stellen - bei mir findet sich die jetzt auch rechts in der Linkliste.



Dienstag, September 14, 2004

Über Kapselhotels...


...habe ich zum ersten Mal etwas in William Gibsons Roman "Neuromancer" gelesen. Der nannte sie allerdings viel treffener "Sarghotels". Unter Studenten ist so etwas übrigens auch als Wohnheim bekannt.
Ein britischer Unternehmer will diese Art von Übernachtungsboxen nun auch in England einführen, allerdings in einer vergrösserten Version mit einer Basisfläche von 10,5 qm - zum Vergleich: Studentenwohnungen liegen etwa bei 12 qm. (Das erinnert mich übrigens an einen Artikel in der heutigen online-Ausgabe der FAZ: Es gibt zu wenig Akademiker in Deutschland. Kein Wunder: Wohnen auf 12 Quadratmetern, nebenbei noch arbeiten und unverschämte Studiengebühren zahlen, nur weil man sich etwas Zeit zur Orientierung nimmt. Wer hat da noch Lust auf ein Studium? Armes Deutschland!)
Im Preis für die Übernachtung inbegriffen ist der Zugriff auf ein hochgezüchtetes Multimediasystem, dass den Zugriff aufs Internet und den Download beliebiger Filme ermöglichen soll. So wird eventuell in Zukunft der eine oder andere ein Kapselhotel zwecks Filmsaugen aufsuchen. Eine Übernachtung wird dabei etwa 110 € kosten, der Stundenpreis liegt bei 10€. Natürlich wird nicht stundenweise vermietet, denn es könnte ja sein, dass... Na ja, wer unmoralisches im Schilde führt, der mietet dann eben für drei Stunden.
Mancher Student kann nun also mit Fug und Recht behaupten, in einem Zimmer zu leben, das größer ist, als die Unterkunft in einem Luxushotel.
In Japan sind die Kapselhotels übrigens seit Jahren ein großer Erfolg. Da Japaner häufig Überstunden machen, übernachten Pendler dort häufig anstatt nach Hause zu fahren. Wollen wir nur hoffen, dass diese Unsitte nicht auf Deutschland übergeift!
Mehr Infos bei Telepolis...

Rainer Zubeil alias Thomas Ziegler ist tot


Wie erst heute bekannt wurde, ist der Autor Rainer Zubeil, besser bekannt unter dem Pseudonym Thomas Ziegler, am Wochenende gestorben. Er schrieb unter anderem für die Serien "Terranauten" und "Perry Rhodan" und wurde mehrfach mit dem Kurt Lasswitz Preis ausgezeichnet. Mich hat vor allem sein Roman "Stimmen der Nacht" sehr beeindruckt, eine Alternativweltstory, die in einem Deutschland der Zukunft spielt, in dem der "Morgentauplan" tatsächlich in die Tat umgesetz wurde. Außerdem hatte ich vor einigen Jahren auf dem Colonia Con die Gelegenheit, Zubeil über seine Arbeit als Autor und Übersetzer berichten zu hören. Vor allem seine Ansichten über den amerikanischen Serien-Müll, der hier übersetzt wird - auch von ihm persönlich - , haben mir sehr gefallen.
Mit dem Roman "Todespiele" ist Zubeil vor einigen Monaten zu "Perry Rhodan" zurückgekehrt. Leider nur noch für ein letztes Gastspiel.
Ein Verlust für die SF-Literatur.

Montag, September 13, 2004

Ins Angebot von Kurzfilm.de...


...sind in den letzten Tagen drei neue Filme aufgenommen worden. Leider muss ich erst meinen Real Player updaten, um in den Genuss der neuen Videos zu kommen. "Feta" kenne ich allerdings schon vom Kurzfilmfest in Alzenau. Ein kleiner, tarantinoesker Thriller übers Töten und anderen Käse. Irgendwie knuffig.
Einfach mal hier anschauen...

Das beste Weblog...


...sucht die Deutsche Welle. Zu diesem Zweck können ab sofort unter www.thebobs.de Internettagebücher vorgeschlagen werden. Dabei geht es vorrangig um Weblogs mit "journalistischen" Inhalten. In gewisser Weise trifft das ja auch auf kueperpunk zu und so könnte ich ja jetzt ganz dreist selber mal das entsprechende Formular ausfüllen. Uns Bloggern ist schließlich jedes Mittel recht, um auf die eigene Seite aufmerksam zu machen...

Sonntag, September 12, 2004

Rollen zu vergeben


Kaum zu glauben, da vertickt ein Nachwuchsfilmer Hauptrollen bei einem großen Online-Auktionshaus das mit e anfängt und mit bay aufhört. Ob sowas die Qualität von Filmen steigert? Ich kann Rollen übrigens ganz umsonst anbieten. Für unseren neuen Film sind noch ein oder zwei Nebenrollen zu vergeben. Gesucht werden ein junger Mann und eine junge Frau bis Mitte zwanzig, die zwei Studenten verkörpern sollen. Wer Interesse hat, kann sich hier melden...

Was ist da explodiert...


...fragt man sich zur Zeit weltweit, nachdem die Medien über gigantische Rauchwolken über Nordkorea berichtet haben. Bislang ist eine Stellungnahme der dortigen Regierung ausgeblieben. Nun kursieren Spekulationen über einen Atomtest - immerhin würde der dann auf den 56. Jahrestag der Gründung Nordkoreas fallen - oder eine nukleare Katastorphe. Amerikanische Satelliten hätten auf einem Raketentestgelände nahe dem Explosionsort in den letzten Wochen verdächtige Aktivitäten registriert. Im Falle eines atomaren Unglücks müßte eventuell ein deutlicher Anstieg der Radioaktivität in angrenzenden Staaten messbar sein. Ist das der Fall? Mehr Informationen gibt es beim www.spiegel.de...

Samstag, September 11, 2004

Herr J. ab sofort online


Vorhin haben wir ihn fertig gestellt und nun ist er auch online: Unser boshafter Mini-Kurzkrimi "Herr J.". Einfach diesem Link folgen.

(Je nach Internetanbindung kann es einige Minuten dauern, bis der Film startet!)

Fertig (oder auch nicht): "Herr J."


Heute haben wir endlich den Feinschliff an unserem neuen Mini-Kurzkrimi "Herr J." beendet. Man glaubt gar nicht, wie viel Zeit die Arbeit am Computer beansprucht. Bis man die richtigen Sounds im Netz aufgespürt, sie richtig justiert und dann an die korrekte Position geschnitten hat, braucht es einiges an Geduld, Fingerspitzengefühl und manchmal auch Improvisationstalent. Wer würde schon auf die Idee kommen, dass man mit einem Kamerastativ aus Metall das passende Geräusch für eine Pistole herstellen kann?
"Herr J." wird vermutlich schon in den nächsten Tagen online gehen und wenn alles glatt geht, wohl auch auf den kommenden Kurzfilmtagen in Alzenau laufen.
Eventuell wird es dann demnächst auch noch eine Director`s Cut Version geben. Mal schauen...

Lebenslange Haft für Computerkriminalität?


Also gegen die sofortige Inhaftierung sämtlicher Spammer hätte ich ja nichts, aber fallen medienkritische Anmerkungen wie die meinen auch schon unter Computerkriminalität ? ;-)

Fernsehen kostet Geld und die GEZ treibt es ein


Ob unser Fernsehprogramm sein Geld wert ist, darüber könnten wir nun stundenlang diskutieren, wobei meine Antwort in einem einzigen, sich über die gesamte Diskussion hinziehenden Kopfschütteln bestehen würde. Autor Tobias Bachmann zahlt keine Gebühren und hat das der GEZ in einem wunderbaren Brief erklärt, den man auch auf seiner Homepage lesen kann und zwar exakt hier...

Donnerstag, September 09, 2004

Drohnen drohen


Es ist nichts neues, dass Drohnen eine wesentliche Bedeutung in der modernen Kriegführung erlangt haben. Unter so einer Maschine muss man sich zunächst nicht viel mehr vorstellen, als eine Art unbemannten ferngesteuerten Hubschrauber oder Flugzeug, die reinen Beobachtungszwecken dient, oder Waffen an Bord tragen kann. Einem Artikel in NewScientist.com entnehme ich gerade, dass amerikanische Ingenieure nun einen neuen Drohnentyp entwickelt haben, der über mehrere Tage hinweg seine Position am Himmel halten kann. Schon ulkig, dass im Juli meine Story Parasiten in c`t erschienen ist, in der Drohnen mit solchen Fähigkeiten eine zentrale Rolle spielen. Wer Nah-Zukunft-SF schreibt, wird eben schnell von der Realität überholt...

Mittwoch, September 08, 2004

War nix mit Sonnenstaub...


...oder sagen wir besser physikalisch korrekter Partikelproben, die die Genesis-Sonde auf ihrem dreijährigen Flug aus dem Sonnenwind aufnahm. Mit einem besonders waghalsigen Manöver hätte das Raumfahrzeug nach dem Wiedereintritt in die Atmosphäre heute eigentlich sicher zur Erde geleitet werden sollen. Ausgerechnet Stuntpiloten in Hubschraubern sollten die Fallschirme der Sonde mit Hilfe langer Haken greifen und sie so sicher landen. Das hätte wahrscheinlich auch geklappt, wenn sich besagte Fallschirme geöffnet hätten. Genesis donnerte leider ungebremst in den Wüstenboden von Utah. Tja, 260 Millionen Dollar futsch für nix. Die NASA hat wirklich kein glückliches Händchen in den letzten Jahren.
Fast meint man, nicht nur die Bevölkerung ist raumfahrtmüde, sondern auch die Spezialisten selbst...

Dienstag, September 07, 2004

Sound der reinhaut


Wissenschaftler von der freien Universität Brüssel gehen davon aus, dass die Schallwellen aus hoch aufgedrehten Basslautsprechern die Lunge schädigen können. Sie stützen sich dabei auf Fälle, in denen es bei Komsumenten extrem lauter Musik ohne ersichtlichen Grund zu einem Zusammenfallen eines oder beider Lungenflügel, dem sogenannten Pneumothorax gekommen war. Nach Aussagen der Wissenschaftler, können die spürbaren Vibrationen der Bässe Risse im Gewebe erzeugen, so dass die Lunge kollabiert. Vor allem große und schlanke Männer seien häufig davon betroffen. Glücklicherweise peitscht mir "underworld" gerade nur aus dem Kopfhörer um die Ohren, ganz ohne dass mein Brustkorb mitschwingen könnte. Das dürfte dann ja ungefährlich sein, oder?

Schneckenpost aus dem All


Christopher Rose und Gregory Wright, zwei amerikanische Physiker haben die Effizienz verschiedener Ansätze, außerirdische Lebensformen auf unsere Existenz aufmerksam zu machen, untersucht. Dabei haben sie die Methode der Übermittlung von Radiosignalen mit dem Verschicken von Raumsonden verglichen. Zusammenfassend kommen sie dabei zu dem Schluss, es sei wesentlich lohnender und energetisch effizienter, ein Farhzeug mit Informationen über uns zu bestücken, statt die in Form einer Radiobotschaft ins All zu senden. Wichtigstes Argument hierfür ist dei Tatsache, dass eine Radiobotschaft mit der zurückgelegten Distanz umso schwächer wird und schließlich vor dem kosmischen Hintergrundrauschen völlig verloren geht, während die Information an Bord einer Sonde komplett erhalten bleibt. Ihrer Ansicht nach macht es deshalb auch für uns wesentlich mehr Sinn, statt nach Funkbotschaften Ausschau nach materiellen Artefakten zu halten. Immerhin haben auch wir Menschen in den Jahren 1972 und 73 die beiden Sonden Pioneer 11 und 11 , sowie Voyager 1 und 2 in den interstellaren Raum geschickt. Alle tragen eine goldene Disk mit allen wesentlichen Informationen über unseren Planeten und die Menschheit an Bord. Sogar Musik von den Rolling Stones ist dabei mit auf die Reise gegangen.
Schon seit einigen Jahrzehnten gibt es Verfechter der sogenannten SETA, der Suche nach außerirdischen Artefakten. Dabei darf auch Erich von Däniken nicht ungenannt bleiben, der zwar leider nicht immer wissenschaftlich sauber, aber beharrlich für eine Suche nach außerirdischen Relikten auf unserem Planeten plädiert hat. Tatsächlich könnten sich von ihrer Größe und Bauweise her unauffällige Fahrzeuge, ähnlich denen, dir wir bereits in den Weltraum geschickt haben, irgendwo in entlegenen Gegenden, am Grund der Ozeane, oder in tiefen Erdschichten verbergen.
Natürlich gehen Paläo-Seti-Vertreter wie Däniken oder Charroux immer einen Schritt zu weit mit ihrer Behaupung, Menschen wären grundsätzlich allein zu keiner technischen Meisterleistung fähig gewesen.
Ich selbst betrachte Bücher wie die von Erich von Däniken als einen Anreiz zum nachdenken. Denn zwischen all den nur scheinbar ungelösten Rätseln und vermeintlich bizzaren Ereignissen, über die alte Aufzeichnungen berichten, könnte sich ein einziges verbergen, das auf die Ankunft eines außerirdischen Fahrzeuges hindeutet - selbst wenn es nur ein unbemanntes war.
Mehr zum Thema bietet dieser Artikel bei telepolis...

Im Auto essen...


...ist ein neuer Trend, der daher kommt, wo so viele Trends vor ihm herkamen: Aus Amerika. So ganz neu ist das Prinzip nicht, gibt es doch sicherlich viele Berufsgruppen, denen schon seit langem nichts anderes übrig bleibt, allen voran verwmutlich Fernfahrer. Nun hat die Unsitte aber einen Namen bekommen und schimpft sich Dashboard Dining, was irgendwie nach Kultsportart klingt. Prompt bietet die Industrie nun auch die passenden Artikel dazu an: Joghurt aus der Tube, Kekse aus Dosen, die in den Getränkehalter passen, vorheizbare Suppen mit extrakurzen Nudeln, die durch den Schlauch geschlürft werden können. So manchen Arbeitgeber wird es freuen, wenn sein Angestellter nun ohne unnötigen Aufenthalt durch Mahlzeiten von Termin zu Termin hetzt. Ob die Krankenkasse später fürs Magengeschwür aufkommt, darüber wollen wir jetzt gar nicht spekulieren. Vielleicht genießt mancher das Space-Ambiente im eigenen Auto, fühlt man sich doch mit ner Tube Thunfischpaste zwischen den Zähnen hinterm Steuer wie am Steuerknüppel des Space-Shuttles.
Ich persönlich neige ja auch zum Dashboard Dining, allerdings nur, weil ich Genußesser bin und mir die Zeit zwischen den Mahlzeiten gerne mit Mahlzeiten vertreibe. Mini-Salamis zum Beispiel. Aber als Ersatz für ein entspanntes Abendessen kommt diese Abart von terrestrischem Astronautenfraß nicht über meine Kinnlade...
Mehr dazu gibt es im Spiegel.

Wikipedia...


...ist eine ganz neue Art von Online-Enzyklopädie, die nicht nur rein passive Informationsbeschaffung erlaubt, sondern es dem geneigten Nutzer auch gestattet, selber Informationen mit einzubringen.So geschehen ist das im Bereich Science Fiction, in dem mittlerweile einige Insider-Infos nachgelesen werden können. Es besteht übrigens noch Bedarf an Erweiterung und Vertiefung der vorliegenden Informationen. Wer Zeit und Lust hat, kann hier vielleicht noch einiges beisteuern. Da Wikipedia grundsätzlich allen Nutzern offensteht, können auch Begriffe recherchiert werden, die normalerweise nicht in einem Lexikon Eingang finden würden. Der geneigte Besucher kann ja mal spaßeshalber nach Wörtern suchen,nach denen er bisher in einem "normalen" Nachschlagewerk vergeblich gesucht hat ;-)...

Ganz wie erwartet...


...muss die Kreativität unter der Rückkehr in den Alltag leiden. Gestern gab es statt durchschnittlich vier Postings nur ein einziges kleines. Aber so ist das eben mit Tagbüchern. Nicht immer lässt einem das Leben die Zeit, sie auch zu führen. Außerdem gibt es ja keine Regel, die verlangt, dass ein Weblog jeden Tag aktualisiert werden muß.

Montag, September 06, 2004

Ist das nicht...?


Ja, tatsächlich, er ist es. Tom Gerhardt, voll nomaaalll als ziemlich unnormaler Zombie. Der Comdedy-Hausmeister spielt ausnahmsweise mal in einem richtigen Film mit und darf sich als Untoter in Resident Evil Apocalypse ins Bein eines anderen Schauspielers verbeissen. Was kommt als nächstes? Otto Waalkes in Blade 3? Michael Mittermeyer in Alien5? Atze Schröder in Dawn of the Dead 2?
Aber ich gönn es den Jungs. Mir würds auch Spaß machen.
Mehr Infos zu Resident Evil: Apocalypse gibts auf www.sf-fan.de.

Sonntag, September 05, 2004

E.T. -Signal mit großer Wahrscheinlichkeit nur Datenbrei


Eine kleine Recherche auf der website der planetary society hat noch ein paar zusätzliche Details erbracht. Das Signal von dem im vorhergehenden Kurzbericht die Rede war, ist offenbar mit Hilfe der SETI@home-Software aufgespürt worden. Seine Frequenz bleibt allerdings nicht bei konstant 1420 MHz, sondern verschiebt sich innerhalb kurzer Zeit sehr stark. Sollte es sein Zweck sein, eventuelle Beobachter auf sich aufmerksam zu machen, so wäre es wesentlich logischer, ein Signal zu wählen, das auf einer konstanten Frequenz verbleibt - zumindest nach momentaner wissenschaftlicher Denkweise. Diese Frequenzdrift macht einen künstlichen Ursprung des Signals also extrem unwahrscheinlich, so David Anderson von der U.C. Berkeley.
Na ja, immerhin hat es mal wieder ein paar Leser auf sich aufmerksam gemacht. Nächste Tasse Kaffee, nächste sensationelle Nachricht bitte...
Hier noch einmal ausführlichere Informationen.

Doch endlich ein Signal von E.T.?


Einer Meldung in morgenwelt.de entnehme ich gerade, dass Radioastronomen seit Februar dreimal ein ungewöhnliches Signal aufgefangen haben. Es stammt anscheinend aus einem Bereich zwischen den Sternbildern Fische und Widder und liegt bei einer Frequenz von 1420 MHz. In einem Frequenzbereich also, der für kommunikationsfreudige Außerirdische ideal wäre, um Radioastronomen auf anderen Planeten auf ihre Existenz aufmerksam zu machen.
Dan Werthimer von der University of California, Berkley warnt aber vor voreiligen Spekulationen. Wesentlich wahrscheinlicher als eine Mitteilung von Aliens, sei ein neuartiges kosmisches Phänomen, oder ein Artefakt, also ein Fehler, der von der Antenne selbst erzeugt wird. Zuletzt hatte im Jahr 1977 das sogenannte Wow-Signal für Aufregung bei den Wissenschaftlern gesorgt. Dessen Ursprung konnte bis heute nicht identifiziert werden. Es kann durchaus sein, dass es bei den in den letzten Monaten aufgefangenen Radiosignalen ganz genauso ist.
Vielleicht ein Hoffnungsschimmer? Oder eine Masche, um nach fast vierzigjährigen vergeblichen Suchebemühungen die mittlerweile sehr gelangweilte Bevölkerung mit Datenmüll wieder für das Thema zu interessieren...
Mehr Informationen gibt es auch hier...

Das war`s.


Sie sind mal wieder vorbei, die Sommerferien. Wie können sechseinhalb Wochen nur so entsetzlich schnell verstreichen? Der gnadenlose Alltag fällt erneut über mein Leben her und der Beruf fordert meine volle Aufmerksamkeit. Ich werde sie vermissen, die kreativen Morgenstunden bei 6 Tassen Kaffee vor dem Computer. Aber ein Schimmer am Horizont tröstet über die verlorene Freiheit hinweg: Die nächsten Ferien sind in Sichtweite ;-)...

Samstag, September 04, 2004

Downloaden beim Tonspion


Auch etablierte Musiker bieten ihre Songs im Netz zum Gratis-Download an. Der Tonspion hält nach Gratis-Files Ausschau und verlinkt sie. Ich ziehe gerade einige von den Elektronikern "underworld" freigegebene legale Bootlegs. Aber auch Fans aller anderen Sparten werden hier garantiert fündig.Und Hörbücher gibt es auch. Zum Beispiel von Henning Mankell.

eBay geklaut...


...hat ausgerechnet ein 19jähriger Schüler aus Helmstedt. Der Scherzkeks hatte nach eigener Aussage mehr aus Spaß den Domain-Umzug von eBay zu einem anderen Anbieter beantragt - und diesem Antrag wurde auch prompt entsprochen. Als Konsequenz war eBay für laufende Auktionen nicht mehr erreichbar.
Ich habe den Verdacht, für den 19jährigen war das eine genauso große Überrschung wie für den online-Auktionsanbieter.
Immerhin hat er ja nicht versucht eBay zu verticken - bei eBay zum Beispiel...

Vorankündigung: Visionen 2004 - Der Atem Gottes


Im November erscheint bei Shayol die Anthologie "Visionen 2004: Der Atem Gottes". Darin werden unter anderem Kurzgeschichten von Rainer Erler, Andreas Eschbach, Myra Cakan, Markus Hammerschmitt und Michael Marrak enthalten sein. Herausgeber ist SF- Veteran Helmuth Mommers, der auch Mitbegründer des Magazins "Nova" ist. Auch von mir wird eine Story dabei sein: "Der Atem Gottes"

Klingelt es? Genau! Ich habe die Ehre, die Titel gebende Geschichte beizusteuern. Keine Frage, dass ich mich darüber fast genauso freue, wie über die illustre Gesellschaft wirklich hervorragender Autoren. Mehr Informationen gibt es hier…

Testosteronüberschuss: Riddick


Seitdem er in "Pitch Black" monströsen Aliens mit bloßen Händen das Genick brach, war es etwas still geworden, um den übelsten Schwerverbercher der Galaxis. Doch nun kehrt er zurück: Riddick. Dabei wollte der nach eigener Aussage völlig amoralische Profikiller doch eigentlich ganz in Ruhe seinen Lebensabend auf einem unwirtlichen Eisplaneten verbringen. Mehr durch Zufall wird er in ein Spektakel kosmischen Ausmaßes verwickelt. Die Necromonger, eine mysteriöse Sekte, erobern jeden von Menschen bewohnten Planeten mit brutaler Gewalt und zwingen die Bewohner, zu ihrem Glauben zu konvertieren. Doch dann versuchen sie das zu ihrem Unglück auf einem Planeten, auf dem sich gerade Riddick aufhält...
"Pitch Black" war eindeutig von den Alien-Filmen inspiriert. Für seine Fortsetzung hat David Twohy nun weitere große Vorbilder bemüht. Die wirklich außergewöhnlich guten Designs sind ohne Zweifel durch Lynchs "Dune"-Verfilmung inspiriert, die seltsame "Seelenfang"-Kampftechnik der Necromonger ist dreist aus "Final Fantasy" abgekupfert und die Szenen im Gefängnis auf Crematoria haben ihr Vorbild in "Alien 3". Riddick selber ist eine kosequente Interpretation der Figur des "Mad Max", die grundsätzlich amoralisch zu sein scheint, wenn es dann darauf ankommt aber ausschließlich ehrenhaft handelt. Das ist, wie obige Auflistung beschreibt, natürlich alles nicht neu, macht aber Spaß. Dem Publikum entgeht natürlich nicht, wie überzogen diese Darstellung ist und so werden sowohl gewollte als auch ungewollte Lacher erzeugt. Genial wie Riddick eine monströse Bestie, die eigentlich Gefangene zerfleischen soll, zu seinem privaten Schosshündchen degradiert. Riddick ist eben auch eine Art Terminator, unbesiegbar, unverwundbar, niemals ernsthat in Gefahr.
Mich würde interessieren ob der Synchronsprecher von Vin Diesel tatsächlich so tief sprechen kann, oder ob Riddicks Stimme elektronisch noch etwas runtergezogen wird. Seiner Stimmlage nach produziert der Bursche nämlich mindestens Testosteron für zwei. Solche Männer tendieren ja bekanntlich zum kreisrunden Haarausfall und so wäre das auch gleich eine Erklärung für seine Frisur.
Riddick kam beim Publikum bislang nicht besonders gut an.
Eigentlich bedauerlich, denn er ist durchaus unterhaltsam...

Freitag, September 03, 2004

Über den Palatine Con in Neustadt...


..berichtet Marcus Hammerschmitt in seinem Artikel bei telepolis. Vergreist die SF? In der dazu eröffneten Diskussion dreht sich momentan alles um die Frage, ob Jugendliche überhaupt noch lesen. Einige behaupten, dass sie das durchaus tun würden, aber eben nur noch vor dem Monitor oder beim smsen am Handy.
Für mich steht fest: Die Reizüberflutung durch Fernsehen, Kino und Computer hat eine Dimension erreicht, mit der das Buch nicht mehr konkurrieren kann. Die Fähigkeit zum Film im Kopf verkümmert und das ist sehr sehr schade.
Ohne Fantasie bleibt letztendlich wohl auch die Kreativität auf der Strecke, oder? Mehr Informationen gibt es hier...

SF und Poesie: Keine Schnittmenge - oder doch?


Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet.

Gigantische Schiffe die brannten, draußen vor der Schulter des Orion.

Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln nah dem Tannhäuser Tor

All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen.

Zeit zu sterben...


Wer behauptet eigentlich, SF und Poesie würden sich gegenseitig ausschliessen? Na, wer weiss, woher das Zitat stammt? Nein, nicht aus Matrix! Setzen, sechs !

Tiefe Einblicke: Die neue Version von Klicktel


Klicktel ist den meisten Usern ein Begriff. Die praktische Software ermöglicht schnelles Auffinden von Telefonnummern, wenn das online-Telefonuch der Telekom mal wieder streikt oder der PC nicht mit dem Internet verbunden ist. Ganz früher gab es auch eine Version, in die man eine Telefonnummer eingeben konnte, um herauszufinden, wem sie gehört. Das wurde dann aber offiziell verboten und so mußte die parktische Namenssuche per Telefonnummer aus der Software verschwinden - obwohl so mancher Anwender die Funktion vermutlich mit Hilfe eines im Netz erhältlichen illegalen Patches wiederherstellte. Nun ist diese Suchvariante dank einer Gesetzesänderung offiziell wieder erlaubt. Wer nun eine Telefonnummer hat, aber nicht den Namen dazu, der kann nun ganz legal mit Klicktel den gesuchten Teilnehmer ausfindig machen. Die Möglichkeiten haben sich aber noch erweitert, denn nun gibt die Software auch Informationen - natürlich rein statistische -über Zahlungsmoral und Kaufkraft im Wohngebíet der "Zielperson". Mit anderen Worten: Wenn ich Deine Nummer habe, kann ich demnächst festellen, mit welcher Wahrscheinlichkeit Du deine Rechnungen bezahlst.
Praktisch für manchen Chatter, stelle ich mir vor, der mal wieder im Dunkeln der Nacht die Telefonnummer einer ebenfalls chattenden Dame erhascht hat und nun herausfinden will, wen er da vor sich hat und ob die Dame den Aufwand lohnt.
Andererseits hält es vielleicht ja auch Vertreter ab, in einer Gegend mit schlechter Zahlungsmoral zu wohnen, wer weiß. Nachher werden solche Ecken noch zu begehrten Wohnlagen.

Donnerstag, September 02, 2004

Realer Cyberpunk: Motorradtrip durch Tschernobyl


Elena hat eine außergewöhnliche Leidenschaft. Nicht das Motorradfahren an sich, denn das tun viele. Es ist ihr Reiseziel. Die Geisterstädte um Tschernobyl herum haben es ihr angetan. Mit Geigerzähler und Digitalkamera sammelt sie Impressionen aus einer verseuchten Welt. Manche dieser Orte sind so schlagartig von den Bewohnern verlassen worden, dass Archäologen vielleicht in ferner Zukunft über den Grund ihrer Flucht rätseln werden. Elenas Bilder berühren auf eigentümliche Art und Weise. Dasselbe könnte jederzeit an jedem anderen Ort der Welt passieren.
Real gewordener Cyberpunk? Elenas Tagebuch ist eine intensive Erfahrung.
Die einst blühenden Städte sind zwar verwaist - aber der Reaktor arbeitet nach wie vor...

Zurechgeschnittener Film: AVP ab 12 Jahre?


Auf sf-fan.de wird gerade eifrig über Alien vs. Predator diskutiert. Der wird nämlich vermutlich eine Freigabe ab 12 Jahren haben. Solche zurecht gestutzten Filme sind grundsätzlich ein Ärgernis:
Da verschwinden plötzlich Darsteller und man fragt sich: Ist ihnen etwas zugestossen? Und wenn ja, was war die Todesursache?
Wie schlimm die Schere wüten kann, zeigt so manches Beispiel aus der Filmgeschichte. Da gab es mal eine sehr amüsante Punisher-Verfilmung mit Dolph Lundgren. Eine Szene erinnere ich besonders: Der gute Dolph betritt ein Trainingslager für Schwertkämpfer mit einem schweren MG und einen Schnitt später sehen wir ihn über lauter toten Japanern. Was war wohl passiert? Plötzlicher Samuraitod? Fuguvergiftung? Spätfolgen der Atombombe? Ich fühle mich da als Zuschauer entmündigt. Einen Actionfilm schaut man ja der Action wegen. Alien und Predator waren auch immer ganz anschauliche Lehrfilme über menschliche Anatomie und was man nicht mit ihr tun sollte. Wäre doch schade, wenn das nicht so bleibt, damit AVP in die Kinderstunde passt...

Jetzt habe ich doch mal wieder mit der richtigen Physik zu tun...


...denn eine Freundin bat mich, ihr beim Bau einer Homepage für eine Konferenz unter die Arme zu greifen. So eine Bastelarbeit macht mir natürlich Spaß und wenn es dann noch um ein Thema wie Astrophysik geht, investiere ich gern etwas Zeit in so ein Projekt. Heute Nachmittag um etwa 13 Uhr habe ich davon erfahren, mittlerweile ein einfaches Grundgerüst entwickelt und ein Formular erstellt mit dessen Hilfe sich die Teilnehmer online zur Konferenz anmelden können. Unglaublich, was da für Spezifikationen gewünscht werden. Unter anderem können die Herren Wissenschaftler vorher angeben, an welchen Freizeitaktivitäten sie teilnehmen möchten und ob sie Sonderwünsche beim Essen haben. Man könnte meinen, da nehmen viele kleine Brittney Spears am Programm teil. Anscheinend sind Wissenschaftler heute genauso eigenwillig geworden, wie es früher nur Rockstars waren. Gibts denn für die Konferenzteilnehmer auch schon eigene Groupies? Wäre ich doch bloß in der Wissenschaft geblieben...ach ne, lieber doch nicht.

Es soll heiterer werden...


...im Parlament. Und wer könnte eher für Heiterkeit sorgen als das Satire-Magazin Titanic. Deswegen hat mich sich dort entschlossen eine Partei zu gründen, die - wie könnte es auch anders sein - nein, nicht Titanic-Partei, sondern einfach nur "Die Partei" heißt. Das Parteiprogramm ist so langweilig, wie sich das gehört und damit an sich schon eine Überraschung, hätten wir doch mit höherem oder niederem Blödsinn gerechnet. Und als ganz große Überraschung gibt es sogar schon einen Ortsverein in Herne.
Schade, dass man auf dessen Internetpräsenz noch nichts über Mitglieder und Programm erfährt...

Mittwoch, September 01, 2004