Dienstag, August 31, 2004

Auf Kurzfilm.de...



...gibt es einen neuen Kurzfilm. Ganz davon abgesehen ist die Seite für Kurzfilmfans immer einen Besuch wert. Ambitionierte Jungfilmer können auch Gebrauch vom Forum machen, um sich von Experten - oder solchen, die sich dafür halten - Fragen beantworten zu lassen, oder Mitarbeiter und Schaupspieler zu suchen. Mehr Infos gibt es hier...

Alien vs. Predator:


Wenn es einen Film gibt, auf den ich in nächster Zeit gespannt bin, dann ist es "Alien vs. Predator". Auf diese monstermäßige Keilerei lauern Fans schon, seit die gleichnamige Comicserie erschienen ist und seit in "Predator 2" in der Trophäensammlung des außerirdischen Großwildjägers für einige Sekunden ein Alienschädel zu erkennen war. Besorgt bin ich allerdings über Gerüchte, die von einer Freigabe ab 12 Jahren wissen wollen. Mal ganz ehrlich: So saft- und kraftlos fuktioniert weder ein Alien- noch ein Predatorfilm, ausser beide Spezies gehen plötzlich auf Kuschelkurs. Immerhin darf man noch hoffen - und unter diesem Link gibt es bei yahoo schon mal einen über einminütigen Zweikampf zwischen unseren beiden Lieblingskreaturen...

Der Con

Ich werde ihn mir mal gönnen, den

Up to date bleiben: "Hacker`s Dirty Tricks"


...Informationen über die kleinen und großen Boshaftigkeiten, die im Netz lauern, werden für Surfer immer wichtiger. Mittlerweile reicht es ja schon, ohne Firewall online zu gehen, um sich Würmer oder Viren einzufangen. Vor drei Jahren praktisch noch undenkbar. Doch es ist nicht nur Malware, mit der der User unter Umständen zu kämpfen hat. Auch Aktivität in Foren und als Webmaster kann zu unerwarteten Problemen führen. Manch Zeitgenosse erstellt unfreiwillig ein Profil seiner selbst, indem er bedenkliche Inhalte auf seiner Homepage verbreitet, oder verquere Ansichten in Foren äußert und das alles unter dem eigenen Namen, am besten noch mit beigefügter Telefonnummer.Das sogenannte "Social Engineering" erlaubt nicht nur Experten aus frei im Internet zugänglichen Daten, wie beispielsweise Mitarbeiterinformationen auf der Website des Arbeitsgebers, oder bei eBay angeboteten Artikeln ein komplettes Psychogramm einer beliebigen Person zu gewinnen.
Es kann durchaus schon den Kopf kosten, im Internet politische Ansichten zu vertreten, die nicht mit denen des eigenen Chefskonform geben. Da gibt es mittlerweile jede Menge böser Beispiele. Was für Gefahren von allzu sorgloser Inernetaktivität ausgehen, darüber informiert Florian Schäffer in "Hacker`s Dirty Tricks" aus dem Data Becker Verlag. Eine Lektüre die lohnt, und so manchem vielleicht die Augen öffnet...

Für alle, die es ganz genau wissen wollen: "Cobra" von Richard Preston


...zumindest, wenn es um das Thema Autopsien geht, ist Richard Prestons bereits 1998 erschienener Roman "Cobra" genau das richtige. Von der Lektüre kurz vor, nach oder erst recht während des Essens kann ich überempfindlichen Lesern nur abraten. So farbenprächtig geschilderte Krankheitsverläufe und solch plastisch und vor allem detailreich beschriebene Autopsien gehen selbst hartgesottenen Fans der Serie "CSI" an die Nieren. Sozuagen Hardcore-Seziertisch-Fiction, die wirklich tiefe Einblicke in einige der Hauptfiguren eröffnet. Trotzdem oder gerade deswegen so spannend, dass ich auf jeden Fall weiterlesen werde...


Montag, August 30, 2004

Wechselspiel zwischen Geist und Materie oder wie das kollektive Unterbewusstsein Computer beeinflusst


Kollektives Unterbewußtsein, was ist das? Die Summe aller Gedanken aller Menschen auf der Welt? Und kann dieser aufsummierte Geist der gesamten Menschheit einen Einfluß auf die physische Welt ausüben?
Wissenschaftler in Princeton glauben nun, genau das beweisen zu können.Dazu wurden weltweit Computer installiert, die ständig Zufallszahlen an den zentralen Server in Princeton liefern. Aufsummiert ergeben diese Zufallswerte einen Mittelwert, der sich voraus berechnen lässt. Die Princetoner Forscher behaupten nun, an Tagen, den denen besonders tragische, global bedeutsame Ereignisse eingetreten sind, deutliche Abweichungen von den vorausberechneten Mittelwerten gemessen zu haben. Das zentrale Beispiel ist für sie der 11. September 2001. An diesem Tage sei der gemessene Mittelwert aller Zufallszahlen deutlich über den statistisch ermittelten Wert gestiegen. Mit anderen Worten muß also, so die Wissenschaftler, das erschütterte Gesamtbewußtsein der Menschen einen Einfluß auf die Zufallsprozesse in den weltweit verteilten Computern gehabt haben.
Kritiker werfen den Forschern vor, ihre Ergebnisse selbst unbewußt manipuliert zu haben, ganz davon abgesehen sei zweifelhaft, ob die Abweichungen vom Mittelwert wirklich so groß sind, dass man sie als Hinweis deuten könnte. Unter Wissenschaftlern ist sehr wohl bekannt, dass man eigentlich nur lang genug messen muss, bis sich durch gut positionierte Messfehler das Ergebnis erzielen läßt, das man benötgt.
Die Princetoner Experten lassen sich übrigens auch nicht durch einen kleinen Schönheitsfehler ihres erstaunlichen Resultates vom 11. September 2001 von ihrer Hypothese abbringen:
Die Abweichung vom Mittelwert ereignte sich zwar an diesem Tag, sie trat jedoch mehr als drei Stunden vor den Attentaten ein. Zu einem Zeitpunkt also, als nur wenige Teilelemente des "großen Bewusstseins" von den Anschlägen wissen konnten. Darüber, ob es auch Ausschläge in den Messwerten anlässlich von Katastrophen und Tragödien gab, die nicht im Zusammenhang mit den USA stehen, ist übrigens nichts bekannt.
Wundern würde es mich schon, wenn ein Prozessor sich durch den aufgebrachten Geist von Menschen beeinflussen lässt. Meine Computer hat`s noch nie gestört, wenn ich mich über Hard- und Softwarefehler aufgeregt habe. Könnten wir uns Windows tatsächlich fehlerfrei "denken", falls die Forscher recht haben?
Mich führt die zweifellos interessante Theorie aus Princeton vor allem zu zwei Fragen:
Gibt es eigentlich intelligentes Leben auf der Erde, und wenn ja wo, ausser hier an meinem Schreibtisch?
Mehr Infos gibt es bei Telepolis.

Sonntag, August 29, 2004

No Budget, Low Budget und die Zukunft des Films



Wie wird sich eigentlich das Medium Film in Zukunft entwickeln? Auffällig ist ja eine exponentiell anwachsende Gigantomanie was die Budgets bei der Produktion neuer Filme angeht. 100 Millionen Dollar für einen neuen Kassenschlager sind ja heutzutage mehr oder minder Peanuts und ganz selbstverständlich geworden. Darüber, ob man den Filmen diese Kosten ansieht, könnte man diskutieren. Wo das Geld bei "Troja" beispielsweise abgeblieben ist, frage ich mich jetzt noch, denn der Produktion ist das beim besten Willen nicht anzusehen. (Vielleicht ja den Villen der Hauptdarsteller?) Viel besser als Kulissen für eine Episode von Xena sehen die Sets nämlich nicht aus.
Interessant ist, was sich zur Zeit im Amateurbereich tut. Leistungsfähige Hard- und Software eröffnen neue Möglichkeiten für kreative Amateure und lassen so manche Hinterhofproduktion aussehen, als wäre sie von Profis mit Profitechnik gedreht worden. Selbst auf DVD können die Filme mittlerweise gebannt und so in Umlauf gebracht werden. Manchmal nur gegen Überweisung der Materialkosten in Form eines Rohlings oder durch Gratis-Downloads von den weiter unten genannten Plattformen.
So werden mit geringsten oder gar nicht vorhandenen Mitteln zur Zeit eine ganze Menge Filme weltweit gedreht. Das Nydenion-Projekt ist nur ein Beispiel für einen von privater Hand produzierten Film mit preofessionellem Look. Weitere finden sich auf Seiten wie hackermovies.de, kurzfilm.de, kanal-global.de oder freshfilms.de.
Auch selbsthergestellte Animationen auf der Basis von 3d-Engines für Ego-Shooter sind ein interessanter Trend. Telepolis berichtet gerade in einem aktuellen Artikel darüber.
Selbstverständlich erreichen nicht alle diese meist eher kleinen Produktionen das hochgesteckte Ziel, auszusehen wie von Profis gemacht. Aber manche kommen dem doch sehr nah.
Was nun, wenn mit noch weiter fortgeschrittener Hard- und Software die Amateure daran gehen, ihre von Big Budget Movies bald kaum noch zu unterscheidenden Werke für für kleine Beträge zu verkaufen?
Der aktuelle Trend, illegale Versionen von Filmen über p2p kostenlos - und selbstverständlich auch illegal - zu ziehen, beweist doch, dass Kinoeintrittspreise und Kosten für DVDs so hoch geschraubt sind, dass schon das Anschauen eines schlecht von der Leinwand abgefilmten Kassenschlagers zur attraktiven Alternative wird.
So könnte es durchaus möglich sein, dass demnächst von ambitionierten Amateuren zum Preis von fast 0 Euro gemachte Spielfilme für sehr niedrige Preise, aber in hoher Stückzahl verkauft werden. Könnten die damit großen Produktionen sogar den Rang ablaufen?
Ginge das Konzept auf, würden dann vermutlich eine Unzahl winziger Produktionsgruppen entstehen, so dass die alten Filmzentren ihre Bedeutung verlieren.
Für Hollywood vielleicht eine beunruhigende Vorstellung, für den Zuschauer eine interessante Zukuntsperspektive: Denn das würde eine unglaubliche Vielfalt von neuen Künstlern und Ideen bedeuten...

Der stille Meister


Die deutsche Science Fiction hat einige berühmte Namen hervorgebracht. Doch manche der wirklich kerativen Köpfe sind heute kaum noch bekannt.
Rainer Erler erschuf einige der besten Science Fiction -Filme und das erstaunlicherweise für das deutsche Fernsehen. Er erdachte die außergewöhnliche Science Fiction Serie "Das blaue Palais", die ihrer Zeit weit vor aus war, schrieb mit "Die Delegation" einen exzellenten Film zum Thema Suche nach außerirdischem Leben und mit "Fleisch" einen Thriller über illegalen Organhandel, der spätestens heute zur Wirklichkeit geworden ist. Sein Film "Operation Ganymed" über eine Jupiter-Mission die erst nach der Rückkehr zur Erde zu einer Katastrophe wird, als die Astronauten in einem entlegenen Gebiet landen müssen und keinen Kontakt zur Bergungsmannschaft erhalten, gehört zum spannendsten was das deutsche Fernsehen je zu bieten hatte. Das muß wohl auch ein Grund dafür sein, dass alle diese Filme heute nicht mehr wiederholt werden. Sehr bedauerlich.
Ich freue mich allerdings sehr darüber, demnächst mit einer Geschichte an einer Anthologie beteiligt zu sein, in der es auch eine neue Story von Reiner Erler zu lesen geben wird.
Wer sich für Rainer Erlers Büche und Filme interessiert, kann sich auf dessen Homepage informieren: www.rainer-erler.com


Wenn die Vergangenheit Kopfschmerzen bereitet: The Butterfly Effect


Der so genannte Schmetterlingseffekt besagt, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien, einen Tornado in Texas auslösen kann. Dieser zunächst einmal völlig absurd klingende Satz beschreibt auf einfache Art und Weise die Wirkung, die kleine Ursachen in einem großen System haben können. Wem das Schmetterlingsbeispiel zu übertrieben scheint, der möge sich stattdessen ein Relais in einer Ampelanlage irgendwo in einer Stadt mit hohem Verkehrsaufkommen vorstellen. Das Relais ist winzig klein, sein Ausfall könnte aber leicht bewirken, dass die Ampel nicht mehr auf grün schaltet – die Folge wäre ein kilometerlanger Stau in der Innenstadt. Dieser Stau wiederum führt dazu, dass ein Auto auf einem Bahnübergang stehen bleibt und ein Zug mit Tankwaggons rast hinein. Es kommt zu einer Explosion, die ein Feuer auslöst, das schnell auf das anliegende Stadtviertel übergreift, in dem sich leider eine Fabrik für Feuerwerkskörper befindet...

Große Katastrophen in der Menschheitsgeschichte sind häufig nach diesem Muster verlaufen, und beweisen: Eine kleine Ursache kann eine äußert gewaltige Wirkung haben!

Evan Treborn lernt den Schmetterlingseffekt in gleichnamigen Film auf eine Art und Weise kennen, die fast von kosmischer Dimension ist. Als Jugendlicher litt er mehrfach unter Blackouts, außergewöhnliche Momente, die sein Leben bestimmten, an die er sich aber nicht erinnern kann.

Als der Psychologiestudent Jahre später in seinem Tagebuch liest, entdeckt er, dass er eine merkwürdige Fähigkeit entwickelt hat. Es ist ihm möglich, geistig in die Vergangenheit zu reisen und zwar genau in die Momente, die ihm in seiner Erinnerung fehlen. Doch es sind nicht nur Erinnerungsreisen, die er da unternimmt: Er kann die Vergangenheit und damit auch seine eigene Zukunft verändern. Als er vom Selbstmord seiner Jugendliebe Kayleigh erfährt, beschließt Evan, seine und ihre Vergangenheit zu ändern. Scheinbar gelingt es ihm auch, für sich und Kayleigh eine perfekte Gegenwart zu erschaffen. Doch in dieser Version seines Lebens, tötet er in einem Wutanfall Kayleighs Bruder. Erneut springt er in die Vergangenheit zurück und beginnt damit eine fast endlose Reihe von Versuchen, für sich und alle Menschen, die er liebt, eine normale lebenswerte Wirklichkeit zu schaffen. Mal stirbt Kayleigh dabei bei einer Explosion, mal wird sie zur drogenabhängigen Prostituierten, es scheint keine Lösung zu geben…

Eric Bress Thriller „The Butterfly Effect“ überzeugt vor allem durch leise Töne. Große Effekte sind selten, stattdessen versteht es Bress durch unerwartete Handlungssprünge und schnelle Schnitte, den Zuschauer zu überraschen. Der irrt oft genauso orientierungslos durch die Geschehnisse wie Evan Treborn, wird damit aber nicht überfordert. „The Butterfly Effect“ zieht den Betrachter mit in die Handlung hinein, lässt ihn spekulieren, was wirklich mit Evan geschieht.

Gewisse Befürchtungen hatte ich wegen Hauptdarsteller Ashton Kutcher. Der Moderator der TV-Show „Punk`d“ bei MTV war bisher nur für billigen Kino-Klamauk gut. Doch hier liefert er eine überzeugende Vorstellung.

Beim Betrachten von "The Butterfly Effect" habe ich mich mehrfach gefragt, ob er von den Machern von "Donnie Darko" stammt. Stimmung und Geschichte ähneln letzterem nämlich sehr. Sogar die Auflösung erinnert mich an das Konzept von Richard Kellys außergewöhnlichem Film. Zu meiner Überraschung haben beide Spielfilme aber weder denselben Regisseur, noch denselben Drehbuchautor. Ich würde aber nicht ausschließen, dass Kellys „Donnie Darko“ einen gewissen Einfluss auf Bress hatte. Sollte dem so sein, war er auf jeden Fall eine Quelle der Inspiration. „The Butterfly Effect“ ist ein intelligenter und nachdenklich machender Film, der den Zuschauer noch lange nach dem Abspann im Kinosessel sitzen und philosophieren lässt.

Freitag, August 27, 2004

Science Fiction- Musik: Sirk...


...ist ein Elektronik-Musiker aus Oslo, auf den ich bei der Suche nach neuen Soundtracks für Videos gestossen bin. Er macht keine Musik, er erschafft vielmehr Soundlandschaften, die ich als perfekte Science Fiction-Schwebe-Mucke zum Hirn-weg-driften-lassen beschreiben würde. Das schöne: Er bietet seine wirklich außergewöhnlichen Tracks auf MP3.de ganz kostenlos zum Download an und wirft wohl so viel zu oft Perlen vor die Säue. Elektronik-, Ambient und Trip-Hop-Fans werden seinen Sound garantiert zu schätzen wissen. Wer`s wissen will, sollte hier mal nachschauen.



Bild von Ludger Otten

Abschied von zwei alten Kameraden


Heute sind zwei Kameraden meiner Jugend hinabgestiegen in den Hades der Unterhaltungselektronik. Mein alter Videorekorder und der Amiga 500.
Etwas wehmütig streichelte ich ein letztes Mal den alten Nordmende V 1041, der mich von 1983 an durch die Pubertät begleitete, gemeinsam mit mir wohl jeden wichtigen Science Fiction und Horror-Film des letzten Jahrhunderts gesehen hat. Und er hatte noch ein ganz besonderes Feature: Als in den Neunziger Jahren die Unsitte eines Kopierschutzes für Videofilme aufkam, konnte der alte 1041 darüber nur gelangweilt schmunzeln. Die Kopierschutze damals nutzten nämlich die automatische Spurlageregelung der Rekorder - aber von so einer albernen Einrichtung hatte der robuste 1041 natürlich noch nie gehört. Und so nahm er fleissig alles auf, was man ihm zu fressen gab. Übrigens leistete er auch treu seinen Dienst, nachdem der Kater anlässlich des Neujahrsmorgen 1984 in ihn hinein gepinkelt hatte. Ja, mein Alter, Du wirst mir fehlen.
Nicht minder schwer fiel mir der Abschied vom alten Amiga 500. 1987 erworben war er der Nachfolger meines C 64 gewesen. Zahllose Flugsimulationen erlebten er und ich gemeinsam und auch meine ersten schriftstellerischen Gehversuche machte ich mit dem Textomat-Programm auf dem Amiga. Grausige Zeiten waren das, denn Textomat hatte die Marotte, Geisterzeilen in Texte zu pressen, die völlig unlöschbar waren. Die Ursache dafür blieb bis heute im Dunkeln. Aber ich will mich auch nur an die guten Zeiten erinnern. Die schrägen Achtziger, in denen die Medien- und Computersucht bei mir ihren Lauf nahm.
Beide habe ich gerade auf der Mülldeponie zwischen lauter anderen alten treuen Maschinen zurückgelassen und dabei vielleicht sogar den Anflug eines schlechten Gewissens verspürt.
Machts gut, alte Freunde, ich werd Euch nicht vergessen...


Donnerstag, August 26, 2004

Ich steh drauf...

...wenn es mich mal wieder disconnected, während ich aktualisiere...

Endlich ein Stein



Die Suche nach Planeten in anderen Sonnensystemen ist eine knifflige Sache. Ihre Helligkeit ist um ein vielfaches geringer, als die der Zentralgestirne,die sie umkreisen. Sie mit einem Teleskop zu sehen ist also von vornherein aussichtslos. Als Lösung für dieses Problem behalf man sich daher mit einem fast simplen Trick: Ein massereicher Planet "zieht" an seiner Sonne und bringt sie so zum Schlingern. Diese Abweichung von einer normalen Flugbahn kann mit aufwendigen Methoden gemessen und so unsichtbare Begleiter nachgewiesen werden. Auf diesem Wege sind in den letzten 25 Jahren zahlreiche Planeten in Umlaufbahnen um fremde Sonnen aufgespürt worden. Allen war aber gemeinsam, dass es sich um sehr massereiche Planeten handelte, denn nur die erzeugen eine Schlingerbewegung des Zentralgestirns, die stark genug ist, um überhaupt registriert zu werden. Besonders schwere Planeten sind aber in der Regel Gasriesen ohne feste Oberfläche. Der Nachweis von erdähnlichen Planeten,die eher Felsen ähneln, blieb bislang aus. Nun ist aber in einer Umlaufbahn um der Stern My Area genau so ein großer Felsklumpen geortet worden. Der ist nur 14 mal schwerer als die Sonne, ein großer Unterschied zu den Planeten die bislang entdeckt wurden und manchmal 20 Mal schwerer als Jupiter (der Riese in unserem Sonnensystem) waren. Entdeckt hat ihn Didier Queloz vom Genfer Universitätsobservatorium.
Mehr dazu gibt es im Spiegel zu lesen.

Offline again...

Nun war ich ganze 45 Minuten offline...hm. Die Symptome sind mir aus Analog-Modem-Zeiten bekannt. Damals verkaufte T-Online die ersten Flatrates und das Backbone wurde mit der großen Anzahl von Usern, die 24 Stunden durchgehend online blieben, nicht mehr fertig. Systemüberlastung. Manchmal kam man erst ab 1 Uhr nachts wieder ins Netz. ich hoffe, es handelt sich nur um ein lokales und temporäres Problem - das verdächtigerweise aber schon drei Tage andauert. Nicht, dass wir wieder in eine technologische Steinzeit zurückfallen...

Loch an Loch

Täusche ich mich, oder werden die Sicherheitslöcher in Betriebssystemen immer größer? Jetzt hat es nach einer Meldung bei heise den Winamp Media Player erwischt. Der bietet Angreifern eine wunderbare Sicherheitslücke um ausführbare Programme auf den Rechner zu schmuggeln. Mittlerweile gibt es auch einige Seiten im Web, die Code enthalten, der genau diese Schwachstelle ausnutzt. Vorsicht ist also geboten.
Wenn die Sicherheitslöcher noch ein bißchen grösser werden, können die Einbrecher demnächst direkt aus dem Computer in die Wohnung steigen.

Motorsäge...

Keine fünf Meter von mir entfernt hantiert gerade ein Typ mit einer Motorsäge. Trägt er dabei wirklich ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Jason lebt"? Ist die Säge für die Dachlatten gedacht, oder für mich ? Hoffentlich ist das kein Autor, dem ich mal ne schlechte Kritik geschrieben habe, oder ein Opfer meiner satirischen Kommentare.
Falls ich mich nicht wieder melde, informiert doch bitte die Polizei darüber, dass

UPLOAD UNTERBROCHEN - Fehler 5U7899 - Status offline

Sex auf 12 Quadratzentimetern



Das Leben meint es nicht gut mit männlichen Dauersingles. Wem nur soll man all die überschüssige und unabgebaute Zuwendung schenken, wenn weit und breit keine humanoide Partnerin in Sicht ist? Die Firma Artificial Life hat den Notstand als solchen erkannt und präsentiert nun eine Lösung der unerwarteten Art. Ausgerechnet das alte Prinzip des Tamagotchie hat der Hersteller aus Hong Kong ausgekramt, um Dauerjunggesellen Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Dazu muss Mann zunächst ein UMTS-Handy anschaffen, von dessem Display aus ihm dann in der rosig-romantischen Zukunft ein weiblicher Avatar mit perfekten Maßen entgegenlächeln wird. Die Beziehung zu dem elektronischen Weibchen will allerdings gepflegt sein. Die virtuelle Dame trachtet nämlich nach Geschenken als Liebesbeweis und die können per SMS für teures Geld erkauft und verschenkt werden. Je größer das Geschenk, um so höher die erreichte "Spielebene" - manche würden behaupten,genau wie im richtigen Leben. Wie weit das 3D-Schnuckelchen aus dem Handy dann aber tatsächlich geht, darüber schweigt sich der Hersteller noch aus. Erst recht, wie "heftiges Miteinander" auf 12 Quadratzentimetern Displayfläche aussehen sollen. Wahrscheinlich braucht der hormongesättigte UMTS-Lover dazu nicht nur geschickte Finger - zwecks Schreibarbeit - sondern auch eine Lupe. Na ja, mag so einige arme Schweine geben, die selbst für diese Art von Zuwendung dankbar sind. Und so manche Gummipuppe wird dann ihrem ehemals so treuen Geliebten nachtrauern.
Irgendwie erinnert das doch alles sehr an den Roman "Idoru" von William Gibson. Ach William, du kannst gar nicht so schnell schreiben, wie die Zukunft dich überholt...
Übrigens passt passt zu den News übers "Frauogotchie" ganz perfekt die Meldung, dass im Playboy demnächst zum ersten Mal ein rein computergeneriertes Model präsentiert werden soll. Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass dies im Prinzip auf alle bisher dort abgedruckten Damen zutrifft...

Bibliothek als Drehort gesucht!

Für den kommenden Kurzfilm sucht das thunderbolt.video.projekt eine Bibliothek als geeigneten Drehort. Action-Szenen werde nicht gedreht werden, so dass auch keine Gefahr für die Bücher besteht, allenfalls eine für die Lachmuskeln der anwesenden Bibliothekare, wenn wir so erfrischend unprofessionell herumfilmen. Wer eine geeignete Bibliothek oder ähnliche Lokalität kennt, oder noch besser sein eigen nennt, der kann mich hier informieren. Es wäre eine große Hilfe - und es würde der Filmkunst dienen...

Buchmessecon im Oktober und warum Gabi schimpft



Im Oktober findet der Buchmessecon in Frankfurt Dreieich statt und Gabi schimpft. Sie tat das mitten in der Nacht, genau um 23.35 Uhr in Form eines Kommentars - des ersten übrigens - zu meiner Meldung über meine Lesung auf dem Buchmessecon. Ich hatte nämlich Ort und Zeit unterschlagen und hole das hiermit nach:

Ort: Bürgersaal Dreieich-Buchschlag, Forstweg 3
Datum: 9.10.2004
Zeit: 12 bis 23 Uhr

Die genaue Uhrzeit der Lesung ist noch nicht bekannt, ich würde sie aber grob zwischen 12 und 23 Uhr veranschlagen ;-).

Jetzt würde mich nur noch interessieren ob es sich bei Gabi um eine der beiden Gabis handelt, die ich kenne. Oder ist es gar eine ganz neue Gabi? Oder ist es die Gabi in uns allen? Jetzt wirds absurd, was man mir verzeihen möge, denn genau in diesem Moment bohrt ein Handwerker keine drei meter von mir Löcher in die Wand. Schönen Dank, er könnte mir das Ding genauso gut den Gehörgang hochjagen...




So sieht die Anthologie "Walfred Goreng" aus, aus der ich lesen werde.

Mittwoch, August 25, 2004

DSL-Flimmern

Meine DSL-Anbindung ist seit zwei Tagen ziemlich instabil. Ist ja auch ganz praktisch, wenn das Modem die Verbindung selbstständig kappt. Da ich nichts Neues installiert habe, wage ich mal zu spekulieren, dass das Problem nicht an meiner Hard- oder Software liegt. Der Anteil von DSL 2000 Nutzern bei T-Online dürfte wohl explosionsartig ansteigen. Kein Wunder, wenn es da zu Versorgungsproblemen kommt. Wenn ich mich recht entsinne, hängt T-Online immer etwas damit hinterher, wenn es darum geht ihre Ressourcen einer rapide ansteigenden Zahl von Nutzern anzupassen. Ist wie gesagt nur eine Spekulation...

Ich hasse Quastenflosser



Kryptozoologen sind Wissenschaftler, die glauben, dass manche verstorben geglaubte Tierarten an unzugänglichen Orten auf der Erde wie in entlegenen Wäldern, Dschungeln oder tief im Ozean überlebt haben. Yeti, Big Foot, oder die schottische Nessie sind nur einige der Kreaturen, für die sich die Kryptozoologen so sehr begeistern, dass sie zuweilen selbst Fakten fäslchen, um deren Existenz glaubwürdiger zu machen. Das sind allerdings die schwarzen Schafe. Fakt ist, dass es Millionen noch unentdeckter Tierarten geben muss - die meisten allerdings im Bereich der Insekten. Fakt ist auch, dass große Teile des Globus bislang noch unerforscht sind, so dass wir durchaus auf einige Überraschungen gefasst sein müssen.
Wann immer die - offiziell übrigens gar nicht als solche anerkannte - Wissenschaft Kryptozoolgie unter Beschuss gerät, zitieren deren Verfechter einen eigentlich interessanten Fall aus der Wissenschaftsgeschichte:
Der Quastenflosser war den Zoologen nur als Fossil bekannt, bis zufälligerweise 1938 lebende Exemplare im indischen Ozean entdeckt wurden. Das ist ja alles ganz nett, aber mir entlockt dieses im Schnitt 1,50 m lange und 50 Kilo schwere aussterbensresistente Relikt nur ein müdes Gähnen.
Gebt mir einen 5 Tonnen schweren T-Rex, der irgendwo im Dschungel von einem Eingeborenenstamm als Wachhund gehalten wird, Florida Skunk Apes, die in Miama als Boygroup auftreten, ein Yetiweibchen, das Reinhold Messer anschmachtet, einen Big Foot, der Werbung für Sportschuhe macht oder ein 18 m langes Megalodon, das ein russisches Atom U-Boot sexuell belästigt, aber laßt mich endlich mit dem Quastenflosser in Ruhe.
Wie ich darauf gerade jetzt komme? Hier gibts eine schöne Seite zum Thema...

Kaffee...

Online durch den Blätterwald der Medien streifen und dabei Kaffeetässchen schlürfen. Das Sodbrennen tobt bereits. Wahrscheinlich trinke ich zuviel von dem Zeug. Egal...noch ne Talcid rein. Nächste Website, nächste Tasse...

Römische Ritter



Spätestens seit "Der Herr der Ringe"-Trilogie und "Gladiator" sind Schwerter auf der Leinwand ein Garant für hohe Zuschauerzahlen, womit nach Erfindung des Laserschwertes wohl kaum noch jemand gerechnet hätte. Nachdem Wolfgang Petersen mit "Troja" eine bestürzend langweilige Sword-Opera abgeliefert hatte, konnte der nächste Vertreter des säbelrasselnden Subgenres nur eine Steigerung werden. Und die ist Regisseur Antoine Fuqua mit "King Arthur" gelungen. Der kommt mit einer innovativen Interpretation der Artus-Sage daher. Die Ritter der Tafelrunde waren keine in weiße Gewänder und prunkvolle Rüstungen gehüllten hohen Lords, sondern eine Elite-Söldnertruppe im Dienste des römischen Reiches. Historisch stehen da wohl alle Möglichkeiten offen, denn nur die reine Willkür ließ Filmemacher Arthur und seine frühe Form des Oval Office bislang immer im frühen Mittelalter ansiedeln. Um 500 nach Christus hielten sich die Römer aber noch immer in Großbritann ien auf und etwa zu dieser Zeit spielt "King Arthur". Die Geschichte ist so einfach wie effektiv: Arthur und seine Mannen erhalten den Spezialauftrag, einen hohen römischen Beamten aus dessen Landhaus im Norden Englands in den sicheren Süden zu bringen - denn die Sachsen stehen vor der Tür. Doch im Verlauf der Rettungsaktion schlägt sich Arthur auf die Seite der alten Feinde: Hatte er bislang immer gegen die Pikten aus dem Norden kämpfen müssen, erkennt er in ihnen nun seine Waffenbrüder, mit denen er sich gemeinsam zum Kampf gegen die übermächtigen Sachsen stellt. Reden wir nicht drum rum: Ohne schmalzigen Pathos geht so was nicht, aber wenn es so perfekt gefilmt ist wie hier, schauen wir es gerne an. Hauptsache die Action stimmt. Da hakt es dann aber leider ein bisschen bei King Arthur. Ein so erstaunlich blutarmes Kampfgetümmel sah man zuletzt in Ritterfilmen aus den Fünfziger Jahren. Schon in der Produktionsphase entschied man sich nämlich leider für radikale Schnitte am fertigen Film, um die Jugendfreigabe zu erhalten – keine gute Idee, denn jetzt kommt „King Arthur“ ein wenig kraftlos daher.
Trotzdem bleibt insgesamt ein recht positiver Eindruck, nicht zuletzt weil uns Fuquas Film von der üblichen Zurschaustellung bekannter Schauspielervisagen verschont. Ein wenig habe ich dann aber über den Darsteller des Bors gegrübelt. Wem er so bekannt vorkommt wie mir: Ray Winstone, so sein Name, spielte den Will Scarlett in der brillanten Robin Hood Serie aus den Achtziger Jahren. Mann, ist das lange her…

Dienstag, August 24, 2004

Herr J. und seine Musik



Ganz davon abgesehen, dass ich gerne Storys schreibe, habe ich noch eine ganz andere Leidenschaft: Die Filmemacherei. So ganz allein geht das natürlich nicht und so gehöre ich mit zum Kern des thunderbolt.video.projekt. Seite 2001 haben wir drei fast halbstündige und mehrere "kurze“ Kurzfilme produziert. No Budget-Produktionen mit der Grundidee, dass es möglich sein muss, professionell aussehende Filme auch für ein Taschengeld oder noch besser gar kein Geld herzustellen.
Dabei hat sich mittlerweile eine ziemlich interessante Zusammenarbeit mit diversen Musikern ergeben. Die bieten ihre Musik auf Plattformen wie mp3.de zum kostenlosen Download an. Hier kann man sich leicht in nach Genres sortierten Bereichen einen Überblick über die Aktivitäten von noch unbekannten Musikern aus der ganzen Welt verschaffen. War bei unserem ersten Film noch unser Regisseur gleichzeitig der Komponist des Soundtracks musste zu unserem Film „Versuch zu lächeln“ eine andere Lösung her. Es ergab sich eine fruchtbare Zusammenarbeit mit „Friendly Fish“ , bestehend aus Marc Ossenbrink und Tim Sundermann, sowie mit dem „Chyba Gen“ alias Andreas Kanigowski. Insbesondere „Friendly Fish“ produzierte den Song „try to smile“ mit einem Text von Angelika Müller eigens für „Versuch zu lächeln“. Einige Monate später lieferte „Chyba Gen“ die Musik für das Kurzvideo „Frauen“, das zurzeit bei www.kurzfilm.de angeschaut werden kann.
Für den Film „Leben macht müde“ konnte Uwe Post wenig später die Jazzer von No Return und Saxophon Hotlines gewinnen.
Alle diese Musiker wurden von uns über Webangebote wie das oben erwähnte mp3.de entdeckt, dann gefragt, ob sie an der Mitarbeit am Soundtrack interessiert sind. Dazu erhalten sie von uns komprimierte Versionen der Rohschnitte, nach denen sie sich bei der Komposition ihrer Stücke orientieren können. Ganz so wie es Profis wie zum Beispiel ein Hans Zimmer auch tun. Musikalische Vorstellungen, die wir haben, teilen wir den Musikern im intensiven Mailaustausch mit. Eine persönliche Begegnung ist dazu völlig überflüssig und hat bisher auch nur in einem Ausnahmefall stattgefunden. Das Internet eröffnet Amateurfilmemachern wie uns damit ganz neue, fast professionelle Möglichkeiten.
Für den kurz vor dem finalen Schnitt stehenden neuen Kurzfilm „Herr J“ (Arbeitstitel), konnte ich übrigens der Saxophonspezialisten Nils Brederlow gewinnen. Seine Musik ist sozusagen das Tüpfelchen auf dem i für diesen schwarzhumorigen Mini-Krimi. Aber dazu wird es hier noch mehr Infos geben, sobald „Herr J“ fertig gestellt ist-




Was ist Cyberpunk

Neuronengewitter an der Ampel: Was ist Cyberpunk?
Nicht Gibsons oder Sterlings Technoslang!
Nein, Sucht nach Technologie, sich der möglichen Konsequenzen bewusst und trotzdem nicht davon ablassen können. Verkapselung hinter Medien, statt sich der Welt unmittelbar auszuliefern. Wenn es wirklich so ist, will ich eigentlich kein Cyberpunk sein. Oder ist der Cyberpunk doch ein kreativer Freak am Keyboard? Dann könnte ich mit dieser Bezeichnung leben.
Das war blabla von mir, siehe Meldung unten, wenn Bedarf an mehr davon besteht...

Bla Bla Bla

Hier (um genau zu sein in der FAZ) hat mal wieder einer so richtig Ahnung und kennt viele tolle Wörter. Warum müssen eigentlich immer Leute, für die der Kauf eines SF-Romans in der Buchhandlung ähnlich peinlich ist wie der Erwerb eines Nackedei-Heftes an einem versifften Kiosk,über Science Fiction philosophieren?
Aber mit einem Punkt hat er Recht: Alle wichtigen SF-Autoren unserer zeit sind Romanciers. Denn aus irgendeinem Grunde will sich kein Leser mehr auf Kurzgeschichten einlassen. Mangelnde geistige Flexibilität? Gerade der SF-Fan sollte doch souverän in der Lage sein, von Universum zu Universum zu hüpfen...

Realitätsverweigerung - eine feine Sache, oder nicht?

Ein aktueller Artikel setzt sich mit "Neben-Leben im Cyberspace" auseinander. Kurz gesagt: Stellen Computerspiele eine Form von Realitätsverweigerung dar? Natürlich tun sie das !!!
Aber ich bin doch recht sicher, dass gesitig stabile Spieler wieder ganz von allein den Augang aus dem Fantasieversum finden. Wie solche Spiele die Biographie zukünftiger Generationen von Computerspezialisten prägen können, darüber habe ich übrigens in meiner Story "Projekt 38" in Nova 4 spekuliert.

Stealing Munch

Es ist schon verblüffend. Wie ich dem heutigen Spiegel entnehme, waren die beiden in Oslo geraubten Munch-Gemälde nicht gegen einen Diebstahl versichert. Offensichtlich hatte man sich darauf verlassen, dass es für Diebe aufgrund des Bekanntsheitsgrades der Bilder unmöglich sein würde, einen Käufer zu finden. Vielleicht sollte die Polizei mal das Internet-Auktionshaus Ebay im Auge halten.
Die dreisten Gauner werden sich doch wohl ihren Fischzug nicht bei dem gerade sehr erfolgeich laufenden Film dänischen Film "Stealing Rembrandt" abgeschaut haben, oder doch? Auch dort geht es nämlich um zwei Gauner, die mehr oder minder aus Versehen einen berühmten Rembrandt geklaut haben und nun nicht wissen, wie sie das Ding loswerden wollen. Was für ein Zufall, nicht?

Montag, August 23, 2004

Wrong Turn

Ganz neu in meinem DVD Regal ist "Wrong Turn". Negative Kritiken konnten mich nicht davon abhalten mal einen Blick auf Rob Schmidts Thriller zu werfen. Zur Story:
Nach einem Autounfall verschlägt es eine Gruppe Jugendlicher in die einsamen Wälder West Virginias. Dabei machen sie die unliebsame Bekanntschaft mit bizarren Zeitgenossen, die kaum noch die Bezeichnung Mensch verdienen. Drei Brüder, die anscheinend das Ergebnis inzestuöser Beziehungen innerhalb einer zurückgezogen lebenden Familie über mehrere Generationen hinweg sind.
Kreiert wurden die drei Freaks übrigens von Creature-Altmeister Stan Winston, der schon den Aliens Leben einhauchte. Winston hat auch seinen neuen Kreationen seine Kunst im wahrsten Sinne des Wortes ins Gesicht geschrieben.
Nach und nach machen die verunfallten Reisenden im Verlauf einer spannenden Hetzjagd Bekanntschaft mit den Gebrüdern Quasimodo,die in ihrer gewohnten Umgebung überlegene Jäger sind...Doch Medizinstudent Chris erweist sich als gefährlicher Gegner. Es kommt zum Show Down in der Behausung der drei Waldmenschen.
Warum die Kritiken zu "Wrong Turn" nicht gerade wohlwollend ausgefallen sind, ist mir ein Rätsel. Schmidts Film ist simpel, aber effektiv. Vielleicht dem einen oder anderen Zuschauer zu konsequent blutig, obwohl ich behaupten würde, in manchen Tatort schlimmeres gesehen zu haben. Für mich stellt "Wrong Turn" eine Reminiszenz an Bormans brillianten und tabubrechenden Thriller "Beim Sterben ist jeder der Erste" aus dem Jahr 1971 dar. Das beweist nicht zuletzte die Szene in der einer von Schmidts Akteuren Bormans Film erwähnt. Dessen Klasse erreicht "Wrong Turn" zwar noch nicht ganz, ist aber auf dem besten Weg in diese Richtung.


Die Lesung am 9.Oktober in Frankfurt...

...ist eine Gelegenheit, auf die ich mich freue. Eine allzu große Zuhörergemeinde erwarte ich nicht, aber darauf kommts auch gar nicht an. Es wird sicher ein Spaß wieder auf jede Menge Gleichgesinnte zu treffen. Und ein paar Exoten aus der kostümierten Fraktion sind garantiert auch dabei. Vor drei Jahren erwähnte ich in einem Bericht über den damaligen Con einen Java, in dessen Kostüm sich eine kleine Blondine verbarg. Die meldete sich einige Wochen später per Mail bei mir nachdem sie den Artikel auf meiner Website gelesen hatte - so klein ist das globale Dorf.
Ich werde übrigens meine Story aus der Anthologie "Walfred Goreng" lesen, die im Storyolympiaden-Verlag ebenfalls im Oktober erscheint. Hier gibts schon mal einen Blick auf das Cover

Coole Aliens...

...und mehr gibt es auf Ludgers Seite. Auch diese Burschen hier...

Schön, dass es die Banken so gut mit uns meinen...

...und uns eine Aufforderung zur Sicherheitsaktualisierung per Mail ins Haus schicken. Bereits Postbank und Deutsche Bank waren so freundlich, mich auf elektropostalischem Wege zu einer Art Sicherheitsüberprüfung aufzufordern. Dass ich erstens gar nicht ihr Kunde bin und ihnen zweitens meine Mail-Adresse nie zukommen ließ, scheint beide Kreditinstitute nicht weiter zu irritieren. Den Link in der Mail habe ich gar nicht erst geklickt, bin mir jedoch ziemlich sicher, dass man mich dort - natürlich nur zu meinem persönlichen Vorteil - auffordern wird, meine Konto- und Pinnummer einzugeben. Wieviele DAUs tatsächlich so blöde sind, darüber wage ich nicht zu spekulieren. Phishing nennt man diese perfide Methode des Passowortklaus, und da sie immer wieder angewendet wird, scheint sie auch gut zu funktionieren. Muss ein schöner Beruf sein - vor allem so leicht.
Solche internetten Boshaftigkeiten finde ich noch ärgerlicher als Spam und das will schon was heissen. Ich hab mal grob überschlagen: wenn ich jeder in den letzten zwei Jahren eingetrudelten Aufforderung zur Penisverlängerung nachgekommen wäre, könnte ich jetzt morgens in Herne aufstehen und eine Minute später irgendwo an der Ostküste der USA pinkeln...

Das Blogxperiment

Webmaster bin ich schon seit 1999, Blogger seit 14 Stunden. Wo da der Unterschied ist, habe ich mich lange gefragt. Nun wird es mir klar. Ein Blog, das ist ein schwarzes Brett für Gedankenfragmente. Aus Assoziationen werden Meldungen und das genauso schnell wie Datenpakete durchs Netz jagen. Keinen erstaunt es mehr als mich, dass Bloggen so viel Spaß macht. Mal sehen, wie lange es so bleibt...

Auf der eitlen Suche nach einem Verlag...

...sind viele hoffnungsvolle neue Autoren. Leider wissen das auch einige schwarze Schafe. phantastik-news.de berichtete über einen hochinteressanten Fall. Ein amerikanischer Kleinverlag lockt mit angeblichen Connections über den großen Teich. Aber warum sollte sich so ein Unternehmen für deutsche Autoren interessieren, wenn das schon deutsche Verlage nicht tun? Hintergrundinformationen findet man hier und die dazu passende Forendiskussion dort.

Deutscher Science Fiction Preis in der Sparte Storys: Die Nummer 2 bin ich !!

So wie es ausschaut, habe ich mit meiner Story "Hayun", erschienen im Magazin Nova den 2. Platz beim Deutschen Science Fiction Preis erreicht. Eine Anerkennung, die mich freut. Schade allerdings, dass diese Information (sowie eine Liste der überhaupt nominierten Autoren) bislang nicht den Inertnetseiten des DSFP zu entnehmen ist.

Sonntag, August 22, 2004

Schreie im Museum

Edvard Munchs weltberühmtes Gemälde "Der Schrei" - Munch ließ sich dazu durch die Maske des Killers aus "Scream" inspirieren, oder wars umgekehrt? Ich verwechsel das immer - wurde aus einem Museum in Oslo geraubt. Dabei haben viele in Panik geratene Besucher geschrien. Passt ja auch hervorragend zum Bild. Ich stelle mir viele panische Kunstfreunde mit offenen Mündern und blassen Händen auf blassen Wangen vor. Endlich wissen wir auch, was Munchs Schreier schreit: "Haltet sie!" Nachher stellt sich das noch als Performance raus, wer weiss. Übrigens galten dieses und das zweite geraubte Bild "Madonna" bislang als unverkäuflich. Das dürfte sich jetzt geändert haben. Gewusst nur bei wem...

Pinkeln als esoterische Erfahrung

Heute irgendwo auf der Autobahn. Die Natur verlangt ihr Recht, also steuere ich die nächste Raststätte an. Sieht aus wie ein kleiner Freizeitpark, überflutet von vergnügungssüchtigen Touristen. Schokoriegel und Cola, fast 4 Euro. Wegelagerei?
Die Toilette sieht aus wie eine U-Bahnstation. Man muss ein Ticket für 0,50 € lösen, kann dann erst das Drehkreuz passieren. Nötigung? Dahinter ein Hauch von Desinfektionsmittel der zwischen grünen Kacheln wabbert, alles untermalt von einem New-Age-Sound-Sample in Endlosschleife. Ein Abort zum Meditieren, schießt es mir durch den Koopf und ich erwarte einen Yogi im Schneidersitz unterm Waschbecken.
Selbstreinigende Toiletten fast ein bisschen wie ein I,Robot, nur das man drauf sitzen kann. Nach dem Spülen klappt ein Roboterarm aus dem Sitz, die Klobrille dreht sich drunter einmal um 360 Grad wie eine weiße Schallplatte. Wird sie dadurch sauber oder werden die Bakterien nur besser verteilt. Die Klobrille ist verdächtig klebrig...
Zurück auf die Autobahn in mein steriles Auto. Blauer Himmel und schöne Landschaft entschädigen...

New kid on the blog...

...oder so ähnlich. Alles bloggt - wieso eigentlich? Ist das die erste echte Subkultur des 21.Jahrhunderts? Wer drüber reden will, muss mitmachen, also tu ich genau das ab heute...